DD301933A7 - Verfahren zur Herstellung gegebenenfalls zweiseitig verschiedenartig farb-und motivgestalteter Tarnnetze - Google Patents

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DD301933A7
DD301933A7 DD16854173A DD16854173A DD301933A7 DD 301933 A7 DD301933 A7 DD 301933A7 DD 16854173 A DD16854173 A DD 16854173A DD 16854173 A DD16854173 A DD 16854173A DD 301933 A7 DD301933 A7 DD 301933A7
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DD
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flame
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optionally
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DD16854173A
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Heinz-Georg Guenther
Helmut Helbig
Erhard Koethe
Erich Marquardt
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Schlotheimer Netz Und Seilerwa
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Abstract

Anspruch: Verfahren zur Herstellung gegebenenfalls zweiseitig verschiedenartig farb- und motivgestalteter Tarnnetze hoher Festigkeit und Gebrauchswerteigenschaften durch Verkleben des Tarnfüllstoffes mit dem Trägermaterial, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial (Netz) gegebenenfalls mit einer flammhemmenden Imprägnierlösung behandelt und anschließend getrocknet, einseitig in Richtung des Tarnfüllstoffes mit einem Aktivierklebstoff beschichtet, getrocknet und der Tarnfüllstoff in Form von gegebenenfalls beidseitig unterschiedlich gefärbten, geformten und verschiedenfarbigen Plastfolienmotiven auf die mit Klebstoff beschichtete Seite des Trägermaterials aufgelegt und einer Aktivierverklebung unterzogen wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls zweiseitig verschiedenartig färb- und motivgestalteter Tarnnetze hoher Festigkeit und Gebrauchswerteigenschaften.
Es ist bekannt, Tarnnetze durch Verklebung des Tarnfullstoffes mit dem Trägermaterial herzustellen. Die in den Patentschriften CH-PS 350576, DT-AS 1250403 und DT-PS 1118741 beschriebene Verklebung des Tarnmotivs mit dem Netz ergibt nur Tarnnetze geringer Lebensdauer und ungenügender Festigkeit. Zum anderen sind die Tarneigenschaften unzureichend.
Der Zweck der Erfindung besteht in der weitgehenden Ausschaltung dieser Nachteile.
Dor Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Tarnnetze hoher Festigkeit und Gebrauchswerteigenschaften durch Verklebung herzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Trägermaterial bei ungenügender Flammfestigkeit mit einer flammhemrrmnclen Imprägnierlösung behandelt wird. Nach der Trocknung wird ein Aktiviei klebstoff einseitig in Richtung dej Tarnfüllstoffes auf das Trägermaterial aufgetragen. Nach erfolgter Trocknung wird der Tarnfüllstoff in Form von gegebenenfalls beidseitig unterschiedlich gefärbten, geformten und verschiedenfarbigen Plastfolienmotiven auf die mit dem Klebstoff beschichteten Seite des Trägermaterials aufgelegt und einer Aktivierverklebung unterzogen.
Als Trägermaterial können Netze aus synthetischen (Polyamid, Polyester, Polyacrylnitril) oder entsprechend flammfesten Fasern eingesetzt werden. Vorzugsweise können Netze großer Maschenweite (70 mm) verwendet werden. Für den rail, daß die eingesetzten Fasern eine unzureichende Flammfestigkeit aufweisen, wird das Trägermaterial mit einer flammfesten Imprägnierlösung behandelt.
Vorzugsweise können Imprägnierlösungen mit folgenden charakteristischen Komponentengruppen verwendet werden:
- einem hochchloriertem Polymer (z. B. nachchloriertem PVC)
- einer hochmolekularen weichmachenden Komponente (z. B. einem chlorhaltigen Elastomer)
- oder einem niedermolekularen, flammwidrigen und kältefesten Monomerweichmacher (z. B. Phosphorsäureester)
- einem zusätzlichen Flammschutzmittel (z.B. Antimontrioxid, Chlorparaffin, Bromverbindungen o.a.)
- Farbpigmente
- einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch (z. B. Toluol, Butylacetat, Aceton, Methylenchlorid usw.)
- einem Haftvermittler und Vernetzer (z. B. Isocyanat)
- einem oder mehreren Alterungsschutzmitteln (z. B. UV-Absorber, Radikalinhibitor)
Die Dosierung und Verwendung der einzelnen Bestandteile dieser Rezeptur müssen entsprechend der Folienrezeptur, der verwendeten Textilien sowie den Anforderungen an das Tarnmittel optimiert werden. Daher ist auch die F.leminierung einzelner Komponentengruppen möglich.
Als Tarnfüllstoff eignen sich vorzugsweise PVC-Weichfolien oder Folien aus chlorsulfonierten oder modifizierten Polyäthylenen.
Natürlich ist es auch möglich, verschiedene Folien unterschiedlicher Farbe einzusetzen. Dabei kann die Gegenseite durch Bedrucken, Bespritzen oder Doublieren andersfarbig ausgerüstet werden.
Als Folien eignen sich besonders homogen eingefärbte Materialien Aus den Folien werden durch Stanzen, Schneiden, Sägen oder Wärmetrennen entsprechende Plastfolienmotive hergestellt. Zur Erzielung strukturierter Oberflächen können die Folien mit Einschnitten versehen werden.
Gleichfalls ist es entsprechend den Erfordernissen möglich, Plastfolienmotive mit einheitlicher Färbung auf der Ober- und Unterseite einzusetzen. Die Oberflächenfärbung kann den Einsatzbedingungen angepaßt werden.
Die Aktivierverklebung der Plastfolienmotive mit dem Netz erfolgt nach dem Trocknen des aufgetragenen Klebstoffes zwischen beheizbaren und andruckverstellbaren Walzen oder Flächenelementen.
Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren, das kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden kann, zeichnet sich durch eine rationelle Technologie aus. Das Tarnmittel hat eine hohe Festigkeit und eine lange Lebensdauer.
Durch die besondere Färb- und Motivgestoltung kann es wechselnden Umweltbedingungen angepaßt werden.
Durch die Farbzusammenstellung ist es möglich, daß nur ein Teil der Motive zweiseitig unterschiedlich gefärbt werden muß.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die besondere Art und Weise der Verklebung im Gegensatz zum Stand der Technik keine Farbbeeinirächtigungen der dem Netz zugekehrten Motivseite eintritt.
Die Farbwirkung des Gesamttarnmittels wird, aus Entfernung betrachtet, durch die Maschengröße, geringe Netzschenkelstärke und den laubähnlichen Charakter des Belagmaterials bedingt, bei den wenigen abweichend gefärbten Motiven nicht gestört.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden:
Das Polyamid-Netztuch wird mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 m/m in in einer Breite von 1,60 m auf einer Spann-, Trocken-und Fixiermaschine aufgespannt. Dia Fuhrung und der Transport des Netztuches erfolgt mittels Kluppenketten. Das Netz wird über die Klebemittel- und Imprägniermittelauftragseinrichtungen geführt. Der Auftrag erfolgt jeweils halbseitig über Auftragswalzen.
Die Trocknung erfolgt auf dem gleichen Anlagenteil.
Nach dem Verlassen des Trockenkanals wird das Netztuch auf der Kleberseite nach Schema mit den Plastfolienmotiven belegt.
Das belegte Netztuch wird durch einen Aktivierkanal geführt, in dem die für die Aktivierverklebung notwendige Wärmeenergie zugeführt wird.
Unmittelbar nach Verlassen des Aktivierkanals erfolgt die Kaschieruncj durch zwei beheizte und druckbeauflagte, antiadhäsiv ausgerüstete Kaschierwalzenpaare.
Danach erfolgt die Rückkühlung auf Raumtemperatur mittels eines Kühlfeldes und Abnahme des kaschierten Materials von der Maschine.
Das kaschierte Material wird auf Länge geschnitten und der Komplettierung zugeführt.

Claims (17)

1. Verfahren zur Herstellung gegebenenfalls zweiseitig verschiedenartig färb- und motivgestalteter Tarnnetze hoher Festigkeit und Gebrauchswerteigenschaiten durch Verkleben des Tarnfüllstoffes mit dem Trägermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (Netz) gegebenenfalls mit einer flammhemmenden Imprägnierlösung behandelt und anschließend getrocknet, einseitig in Richtung des Tarnfüllstoffes mit einem Aktivierklebstoff beschichtet, getrocknet und der Tarnfüllstoff in Form von gegebenenfalls beidseitig unterschiedlich gefärbten, geformten und verschiedenfarbigen Plastfolienmotiven auf die mit Klebstoff beschichtete Seite des Trägermaterials aufgelegt und einer Aktiviüi verklebung unterzogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial Netztuch aus synthetischen Fasern eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als synthetische Fasern Polyamid-, Polyester- oder Polyacrylnitril-Fasern eingesetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial Netztuch aus flammfesten Fasern eingesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial Netze großer Maschenweite eingesetzt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Imprägnierlösung aus einem hochchlorierten Polymer, vorzugsweise nachchloriertes PVC, einer hochmolekularen Weichmacherkomponente, vorzugsweise chlorhaltiges Elastomer, einem niedermolekularen, flammwidrigen und kältefesten Monomerweichmacher, vorzugsweise Phosphorsäureester, einem zusatzliche.1 Flammschutzmittel, vorzugsweise Antimontrioxid, Chlorparaffin oder Bromverbindungen, einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, vorzugsweise Toluol, Butylacetat, Aceton oder Methylenchlorid, besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Komponentengruppen eingesetzt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, 6, oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Imprägnierlösung Farbpigmente, Haftvermittler, Vernetzer und Alterungsschutzmittel enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Aktivierklebstoff Polyurethan-Klebstoff eingesetzt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Aktivierklebstoff Farbpigmente und Flammschutzmittel enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tarnfüllstoff aus PVC-Weichfolie oder aus Folien auf der Basis chlorsulfonierter oder modifizierter Polyäthylene besteht.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tarnfüllstoff aus homogen eingefärbten Folien besteht.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tarnfüllstoff aus einem Verbundmaterial zweier verschieden homogen eingefärbter Folien besteht.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbgebung des Tarnfüllstoffes durch Bedrucken oder Bespritzen erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 1, 11, 12,13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Plastefolienmotive durch Stanzen, Schneiden, Sägen oder Wärmetrennen aus dem Folienmaterial hergestellt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phstfolienmotive mit Einschnitten versehen sind.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierverklebung zwischen beheizbaren und andruckverstellbaren Walzen oder Flächenelementen erfolgt.
DD16854173A 1973-01-31 1973-01-31 Verfahren zur Herstellung gegebenenfalls zweiseitig verschiedenartig farb-und motivgestalteter Tarnnetze DD301933A7 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT406303B (de) * 1997-03-27 2000-04-25 Blaschke Wehrtechnik Gmbh J Einrichtung zur tarnung
DE102011011474A1 (de) 2011-02-17 2012-08-02 Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundeministerium der Verteidigung, dieses vertreten durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung Plane zum Tarnen mit Schichtaufbau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT406303B (de) * 1997-03-27 2000-04-25 Blaschke Wehrtechnik Gmbh J Einrichtung zur tarnung
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