DD301976A7 - Fotographisches Objektiv mit externer Pupille - Google Patents

Fotographisches Objektiv mit externer Pupille

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DD301976A7
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Abstract

Fotografisches Objektiv mit externer Pupille: Die Erfindung bezieht sich auf fotografische Objektive. Ziel ist die Schaffung eines Objektivs, welches eine vor dem Objektiv liegende Pupille besitzt und welches bei einer relativen Öffnung von etwa 1:2,8 und einem Feldwinkel von 2 * größer als 45 Grad eine Korrektion sämtlicher Bildfehler erlaubt. Wesen der Erfindung ist, dass vor der bildseitigen Hälfte eines bekannten Gauß-Doppelobjektivs eine Linsenkombination aus einem zum Objektiv erhabenen streuenden Meniskus und einem nachfolgenden, als Kittglied ausgeführten, sammelnden Meniskus, und hinter der genannten Gauß-Doppelobjektiv-Hälfte eine Sammellinse angeordnet ist. Ein Objektiv mit einer solchen Pupillenlage gewährleistet allein eine gute Abbildung aus dem Unendlichen, kann aber auch durch ein zweites mit gleicher oder anderer Brennweite zu einem Doppelobjektiv oder Tandemsystem ergänzt werden, wodurch sich verschiedene Abbildungsmaßstäbe realisieren lassen.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein 5gliedriges fotografisches Objektiv init einer relativen Öffnung bis etwa 1:2,8, einem Feldwinkel von 2σ = ...65° und einer relativ langen bildseitigen Schnittweite von mindestens dem 0,7fachen der Brennweite, welches eine externe, vor dem Objektiv liegende Pupille besitzt und dort auch die Anbringung der Aperturblende erlaubt.
Fotografische Objektive mit den oben angegebenen Leistungsparametern sind allgemein bekannt, jedoch erlauben diese Typen keine externe Pupillenlage. Es existiert 2war eine Variante eines Gauß-Doppelobjektivs, bei welchem die Pupille hinter das Objektiv verschoben ist, allerdings gelingt dies bei einer relativen Öffnung von 1:3 nur für kleine Feldwinkei bis 2 σ = 20°.
Eine andere Gruppe von Objektiven, die eine gut zugängliche Pupille besitzen, sind die sog. Aplanathälften bzw. die Hälften von symmetrisch oder hemisymmetrisch aufgebauten Doppelobjektiven.
Solche Objektivhälften, zu denen auch das einfache Gauß-Objektiv (Hälfte eines Gauß-Doppelobjektivs) zu rechnen ist, lassen sich zwar sphärisch und hinsichtlich Astigmatismus und Bildfeldwölbung, jedoch nicht auf Sinusbedingung und Koma korrigieren. Allein wegen der störenden Koma sind solche Objektivhälften nur für mäßige relative Öffnungen bis maximal 1:8 geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Objektiv zu schaffen, welches eine externe, vor dem Objektiv liegende Pupille besitzt und welches hinsichtlich sämtlicher Bildfehler, insbesondere auf Sinusbedingung (Isoplanasiefehler) und Koma sowie Bildfeldwölbung korrigiert ist, wobei die relative Öffnung gegenüber bekannten Aplanathälften bis zum Wert 1:2,8 gesteigert seinsoll.
Ein solches Objektiv mit externer Pupillenlage läßt sich außerdem z. B. durch ein zweites zum symmetrischen Doppelobjektiv ergänzen, wobei sich das Öffnungsverhältnis verdoppelt und ein Wert von 1:1,4 erreicht werden kann. Weiterhin können Objektive verschiedener Brennweite zusammen zu einem sog. Tandemobjektiv kombiniert und damit die verschiedensten Abbildungsmaßstäbe realisiert werden. Solche Tandemanordnungen haben - da die Einzelobjektive völlig korrigiert sind zudem den Vorteil, daß die beiden Einzelobjektive nicht genau zueinander justiert zu sein brauchen.
Die Lösung der oben gestellten Aufgabe gelingt dadurch, daß ein bekanntes Gauß-Objektiv als Grundobjektiv, welches aus einem zum Objekt hohlen streuenden Meniskus, der zur Achromatisierung eine Kittfläche enthält, und einem nachfolgenden, ebenfalls zim Objekt hohlen sammelnden Meniskus besteht, in folgender Weise ergänzt wird:
1. In Lichtrichtung vor dem Grundobjektiv wird eine konvergente Linsenkombination angeordnet, welche aus einem zum Objekt erhabenen streuenden Meniskus und oinem nachfolgenden sammelnden meniskenförmigen Verbundglied, welches eine zum Objekt hohle, sammelnde Kittfläche enthält, besteht, wobei der die genannten Meniskenglieder trennende Luftraum die Form eines dünnen sammelnden Meniskus besitzt und somit streuend wirkt.
2. In Lichtrichtung hinter dem Grundobjektiv wird eine Sammellinse angeordnet.
8ei einem derartig aufgebauten Objektivtyp ist es möglich, die Blende extern als Vorderblende anzuordnen.
Durch Einfügung der zusätzlichen Sammellinse hinter dem Grundobjektiv wird in bekannter Weise eine Steigerung der relativen Öffnung bis zum Wert 1:2,8 ermöglicht, während durch die konvergente Linsenkombination aus streuendem Meniskus und nachfolgendem sammelnden meniskenförmigen Verbundglied vor dem Grundobjektiv überhaupt erst eine Komakorrektion für solche Objektive mit Vorderblsnde ermöglicht wird.
Um in Verbindung mit der Komakorrekiion eine anastigmatische Bildfeldebnung zu erreichen, ist in dem sammelnd wirkenden meniskenförmigen Verbundglied eine sammelnde Kittfläche erforderlich, welche zum Objekt hohl ist. Die Differenz der Brechzahlen an der erwähnten Kittfläche sollte möglichst hoch sein, was zu geringeren Flächenkrümmungen und schlankeren Linsen führt. Insbesondere ist eine Brechzahldifferenz von mindestens 0,15 erforderlich, wenn für eine relative Öffnung von 1:2,8 die Koma für ein Feld von 2σ > 45" korrigiert sein soll. Im Hinblick darauf, daß die Baugröße des Gesamtsystems nicht zu sehr anwächst, sollten die zusätzlich eingeführten Linsen und Verbundglieder möglichst dünn sein und möglichst nahe dem Objektiv stehen. Dies ist vor allem bei großen Feldwinkeln erforderlich.
In manchen Fällen - speziell zur Unterstützung der Verzeichnungskorrektion bei gleichzeitig guter Korrektion des Farbvergrößerungsf ahlers - kann es vorteilhaft sein, die dem Bild zugewandte Sammollinse mit einer zum Bild hohlen streuenden Kittflächs zu versehen.
In den Tabellen 1-5 und den Figuren 1-4 sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandos für eine relative Öffnung von 1:2,8 und Feldwinkel 2 σ zwischen 46 und 63° dargestellt, wobei Fig. 1 einem Ausführungsbeispiel gemäß Tabelle 1, Fig. 2 einem Ausführungsbeispiel gemäß Tabellen 2 und 3, Fig.3 einem Alisführungsbeispiel gemäß Tabelle 4 und Fig.4 einem Ausführungsbeispiel gemäß Tabelle 5 entspricht. Bei sämtlichen Beispielen steht die Aperturblende vor dem Objektiv.
Tabelle 1:
f = 1 Relative Öffnung 1:2,8
Radien Dicken und
Lufträume
2σ =
s' = 1,03 f
Brechzahlen
Abbesche
Zahlen
v,
+0,6908 +0,4487 +0,5229 -0,3922 +0,7607 -0,2977 + 1,1583 -0,4597 -1,6643 r,o= -0,6977 r,, =+21.1305 r,2= -1,6640
d,= 0,0386
11 =0,0298 d2 = 0,1102 d3 = 0,0220
12 =0,1438 d4 = 0,0220 d5 =-· 0,2026
13 =0,0028 de = 0,1208
14 =0.0028 ιί7 = 0,1169
1,5186
1,7056 1,5516
1,7617 1,6203
1,7564 1,6810
63,9
40,9 45,1
27,3 46,7
52,9 54,7
Tabelle 2:
f = 1 Relative Öffnung 1:2,f!
Radien Dicken und
Lufträume
2σ =
s1 = 0,94 · f
Brechzahlen
Abbesche Zahlen
r, =+0,4454 r2 =+0,3568 r3 =+0,5471 r4 =-0,5471 r6 =+0,5471 r6 =-0,3127 X1 =+2,6464 r8 =-0,4258 r9 =-2,4547 r,o= -0,8433 rn = +3,7616 r,2=-3,0160
d, = 0,0495
11 =0,0506 d2 = 0,1048 d3 = 0,0289
12 =0,1262 d4 = 0,0289 d5 = 0,1930
13 =0,0041 de = 0,0983
14 =0,0062 d7 = 0,1078
1,6099
1,7749 1,5516
1,7471 1,6413
1,6664 1,6251
56,4
40,5 45,1
27,5 55,3
56,1 52,8
Tabelle 3:
f = 1 Relative Öffnung 1:2,8
Radien
Dicken und Lufträume
2σ =
s' = 0,89 · f
Brechzahlen
Abbesche Zahlen
=+0,4135 =+0,3348 =+0,4802 r4 =-0,4802 r6 =+0,4802 r6 = -0,2876 r7 =+2,3572 r, =-0,4001 r9 =-2,7687 r10= -0,8076 rn = +3,3765 r12 =-3,3765
d, = 0,0467
11 =0,0440 d2 = 0,1166 d3 = 0,0267
12 =0,1400 d4 = 0,0267 d6 = 0,1799
13 =0,0033 dc = 0,1166
14 =0,0033 d7 = 0,1036
1,6093
1,7352 1,5319
1,7343 1,6229
1,6664 1,6254
56,4
46,1 51,5
28,1 60,0
56,1 56,6
Tabelle 4:
r = 1 Relative Öffnung 1:2,8
Radien
Dicken und Lufträume
2σ =
s' = 0,78 · f
Brechzahlen
Abbesche Zahlen
r3 r4 re
= +0,3889 = +0,2960 = +0,3967 = -0,4395 = +0,4376 re = -0.2583 X1 =-4,7235 r8 = -0,3305 r9 =-2,8923 r,o=-0,7186 r,, =+1,2586 r,2 = +2,5899
d, = 0,1053 I, =0,0359 d2 = 0,1069 d3 = 0,0243
12 =0,1205 d4 = 0,0233 d5 = 0,1245
13 =0,0029 de = 0,0835
14 =0,0029 d7 = 0,1166
1,6965
1,7006 1,5434
1,7617 1,6269
1,6965 1,6664
53,3
46,7 47,0
27,3 46,7
53,3 56,1
Tabelle 5:
f = 1 Relative Öffnung 1:2,8
Radien
Dicken und Lufträume
2σ =
s' = 1,02f
Brechzahlen
Abbösche Zahlen
= +0,7806 = +0,4362 = +0,6057 = -0,3700 r6 =+0,9273 rs = -0,2740 X1 =-2,1694 r8 =-0,4175 r9 =-1,9127 r10 = -0,7484 r,, = +4,4651 r,2 =+0,7779 r,3 =-1,2909
d, = 0,0382
11 =0,0349 d2 = 0,1213 d3 = 0,0335
12 =0,1254 d4 = 0.055S ds~ 0,1470
13 =0,0027
I4 =0,0027 d7 = 0,0682 d8 = 0,2538
1,6254
1,7279 1,5538
1,8126 1,7564
1,7564
1,7564 1,5544
56,6
37,7 49,4
25,3 52,9
52,9
52,9 63,3

Claims (3)

1. Gauß-Objektiv, welches aus einem zum Objekt hohlen, eine Kittfläche enthaltenden, streuenden und einer nachfolgenden, ebenfalls zum Objekt hohlen, sammelnden Meniskus besteht und welches objektseitig von einer konvergenten Linsenkombination und bildseitig von einer Sammellinse eingeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die objektseitig stehende konvergente Linsenkombination aus einem zum Objekt erhabenen streuenden Meniskus und einem nachfolgenden sammelnd wirkenden meniskenförmigen Verbundglied, welches eine zum Objekt hohle sammelnde Kittfläche aufweist, besteht, wobei der die beiden genannten Glieder trennende Luftraum die Form eines dünnen sammelnden Meniskus hat und somit streuend wirkt, und daß die Blende vor dem Objektiv steht.
2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz der Brechzahlen an der in dem sammelnd wirkenden meniskenförmigen Verbundglied enthaltenen sammelnden Kittfläche mindestens 0,15 beträgt.
3. Objektiv nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bildseitig angeordnete Sammellinse eine zum Bild hohle streuende Kittfläche enthält.

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