DD96586B1 - Einrichtung zur optisch-elektronischen identifizierung von proben - Google Patents
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Description
-л-
Binrichtung zur optisch-elektronischen Identifizierung von Proben
Internationale Patentklassifikation: G об K - 7/lo
G 06 M - 1/272 G öl N - l/oo
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur optischelektronischen Identifizierung von in einem Analysenmeßgerät zu analysierenden, in Probengefäßen von Magazinen enthaltenen Proben· Die Identifizierung der Proben ist notwendig, um jeder Probe bzw. der den Untersuchungsauftrag erteilenden Stelle das richtige Meßergebnis zuordnen zu können·
Charakteristik der bekannten technischen·Lösungen:
Bei einer bekannten Einrichtung ("Multi-Channel З00", Firmensohrift Vickers Ltd· Medical Engineering, 1971)
zur kolorimetrischen Analyse mit optisch-elektronischer Identifizierung wird die zu untersuchende Probe in eine Einmalgebrauchsküvette.eingegeben. Diese Küvette besteht aus einem lichtdurchlässigen Material und ist auf ihren beiden Frontseiten mit einer Folie verkleidet, auf die ein dekadisches Zahlensystem aufgedruckt ist. Auf der einen Seite wird beispielsweise die Nummer eines Patienten in das Zahlensystem eingestanzt, auf der anderen Seite dagegen die Nummer des Auftraggebers wie z.B. eines Krankenhauses oder einer Station.
Danach werden die Küvetten in Spezialmagazine eingeschoben und mit diesen in das Hauptsteuerteil des Analysenautomaten eingegeben. Während des Durchlaufs durch den Analysenautomaten v/erden die Küvetten einzeln an einer Lichtquelle vorbeigeführt» Das seitlich in die Küvette einfallende Licht trifft durch die in das Zahlensystem eingestanzten öffnungen der Verkleidungsfolie auf das dem Analysenautomaten zugehörige, einen Teil des Druckwerkes steuernde System von Lichtempfangern. Damit 13t die Information der Probenkennzeichnung im Analysenautomat gespeichert und wird nach Vorliegen des Meßergebnisses mit diesem in geordneter Form auf einen Registrierstreifen ausgedruckt. Diese Lösung erfordert einen für positive Identifikationseinrichtungen charakteristischen hohen konstruktiven und technologischen Aufwand. Der hohe technologische Aufwand ist wesentlich dadurch bedingt, daß boi jeder Messung eine Kennzeichnung der Küvetten vorgenommen v/erden muß
und jede Küvette nur einmal verwendet v/erden kann· Ziel der Erfindung:
Die Erfindung hat den Zweck, den konstruktiven und technologischen Aufwand für die Probenidentifizierung zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur komplexen optisch-elektronischen Identifizierung von Proben zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wurde von folgenden bekannten Elementen ausgegangen: einer Vorrichtung zum schrittweisen Transport von in Gruppen zusammengefaßten und in Magazinen angeordneten Probengefäßen durch eine Abtastzone, einer Einrichtung zur Abtastung von kodierten Identifikationszeichen und einem Anzeigekreis der decodierten Identifikationszeichen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen: Die Magazine sind mit Kodemarkierungen versehen« Die Abtasteinrichtung besteht aus einer Lichtimpulsquelle und einer der Anzahl der verwendeten Kodemarkierungen entsprechenden Anzahl von Lichtempfängern, die mit dem Anzeigekreis verbunden sind. Es ist ein mit dem Anzeigekreis in Verbindung stehender Schrittzähler vorgesehen, der eingangsseitig an die Transportvorrichtung und ausgangsseitig an die Lichtimpulsquelle angeschlossen ist.
In zweckmäßigen Ausführungen ist weiterhin vorgesehen: In einer ersten Variante sind die Kodernarkierungen als durch die Magazine hindurchgehende Öffnungen oder Nuten ausgebildet· Gemäß einer zweiten Variante sind die Kodemarkierungen in die Magazine eingearbeitete und mit einer reflektierenden Schicht ausgekleidete Vertiefungen. Die Lichtimpulsquelle enthält eine stabförmige Elektronenblitzröhre.
Ausführungsbeispiel:
In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Einrichtung Fig. 2 ein Magazin der Einrichtung in perspektivischer Darstellung.
Die als Ausführungsbeispiel gewählte Einrichtung ist Bestandteil der Probeneingabeeinheit eines nicht dargestellten Analysenautomaten. Die Probeneingabeeinheit ist als Rechteck-Probenspeicher mit einem Eingabeschacht 1 für die Magazine 2, einer Transportvorrichtung 3 für den schrittweisen Transport der Magazine 2 in einer Längsvorschubbahn 4 und einem Ausgabeschacht 5 ausgeführt. In der Mitte der Vorschubbahn 4 befindet sich die Abtastzone 6. In ihr ist die Abtasteinrichtung angeordnet: Auf der einen Seite der kanalförmigen Abtastzone 6 eine Lichtimpuls«- quelle 7 und auf der gegenüberliegenden Seite Lichtempfanger 8. Für den Transport aer Magazine 2 im Ausgabe-
schacht 5 ist eine Vorschubeinheit 9 vorgesehen. Für das Nachrücken der Magazine 2 im Eingabe schacht 1 ist eine Spannvorrichtung Io bestimmt. Die Lichtempfänger 8 sind mit einem Anzeigekreis 11 verbunden, an den ein Druckwerk 12 angeschlossen ist. Das Druckwerk 12 besitzt als zweiten Eingang einen Meßwerteingang 13 für die Analysenergebnisse· Die Transportvorrichtung 3 ist mit dem Eingang eines Schrittzählers 14 verbunden· Der Schrittzähler 14 ist mit einem ersten Ausgang mit dem Anzeigekreis 11 und einem zweiten Ausgang mit der Lichtimpulsquelle 7 verknüpft. Die Magazine 2 haben optisch abtactbare Kodemarkierungen 15 des Magazinkennzeichens, das in numerischer Form als Magazinkennzahl 16 auf die Magazine 2 aufgebracht ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel haben die Kodemarkierungen 15 die Form von Nuten. Hindurchgehende Öffnungen könnten den gleichen Zweck erfüllen. Falls die Lichtempfänger 8 auf derselben Seite wie die Lichtimpulsquelle 7 angeordnet sind, v/erden die Kodemarkierungen 15 als Vertiefungen ausgeführt, die mit einer reflektierenden Schicht ausgekleidet sind. Ist das Magazinkennzeichen binär kodiert, so repräsentieren die Kodemarkierungen 15 im Ausführungsbeispiel die Binärziffer "1".
Die Lichtempfänger 8 enthalten soviel Empfängerelemente, ζ·Β· Fotodioden, wie Kodezaarkierungen 15 am Magazin 2 vorhanden sindo
Die Lichtimpulsquelle 7 ist als stabförmige Elektronenblitzröhre mit entsprechendem elektronischen Impulskreis ausgeführt»
Die Magazine 2 sind rechteckig ausgebildet und besitzen zehn Aufnahmebohrungen 18 für die Probengefäße. Jede Aufnahmebohrung 18 ist mit einer Positionsziffer 19 von Null bis Neun gekennzeichnet. Diese bilden die Einerstelle, während die Magazinkennzahl 17 die Zehner- und Hunderterstelle der Probenkennzahlen bildet*
Die Magazine 2 weisen Vertiefungen 19 auf, in die eine Klinke der Transportvorrichtung 3 eingreift. Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Bei Betriebsbeginn ist der Eingabeschacht 1 mit einer entsprechenden Zahl von Magazinen 2 bestückt. Während des Be~ triebes ist es möglich, laufend weitere Magazine 2 hinzuzufügen. Mit dem Start der Einrichtung wird der Anzeigekreis einschließlich des Schrittzählers 14 nullgestellt· Durch die Nullstellung des Schrittzählers 14 wird ein Lichtblitz der Lichtimpulsquelle 7 ausgelöst, der, da sich zunächst kein Magazin 2 in der Abtastzone 6 befindet, alle Fotodioden belichtet. Damit erfolgt im Anzeigekreis 11 keine Veränderung» Die gleichzeitig mit dem Start ausgelöste Transportvorrichtung bewegt nunmehr das hintere Magazin 2 schrittweise in der gezeichneten Richtung· Dabei wird, jeder Schritt durch den Schrittzähler 14 registrierte Da der Schrittzähler 14 dekadisch arbeitet und die räumliche Anordnung der Abtastzone 6 so gestaltet
~» 7 —
ist, daß sich nach zehn Schritten das Magazin 2 genau in der Abtastzone 6 befindet, wird, wenn der Schrittzähler durch seinen Übergang von Neun auf Null einen weiteren Lichtblitz auslöst, das Licht nur durch die entsprechend der Kodierung des Magazines 2 vorgesehenen Nuten der Kodemarkierungen 15 auf die Fotodioden treffen und eine Anzeige der Magazinkennzahl 16 im Anzeigekreis 11 bewirken· Nunmehr wird bei v/eiteren Transportschritten durch den Schrittzähler 14 die Einerziffer hinzugefügt, bis sich der Vorgang für das durch Wirkung der Spannvorrichtung Io inzv/isehen nachgerückte Magazin 2 wiederholt. Die Ausgabe des von einem nicht zur Erfindung gehördenden Meßwandler gebildeten Meßwertes am Eingang 13 ist mit den Transport schritten derart synchronisiert, daß am Druckwerk 12 eine exakte Zuordnung des Meßwertes zu der aus der Kodemarkierung 15 und den Positionsziffern 18 gev/onnenen Probenkennzahl gewährleistet ist.
Hat ein Magazin 2 die Abtastzone 6 verlassen, so wird es von der Vorschubeinheit 9 in den Ausgabeschacht 5 befördert und gibt den Raum für das nächste Magazin 2 frei« Nachdem das letzte Magazin 2 in zehn Schritten durch die Abtastzone 6 transportiert ist, trifft der nun folgende Lichtimpuls wiederum auf alle Fotodioden und setzt mit Hilfe der nicht zur Erfindung gehörenden· Steuerung des Analysenautomaten die Einrichtung außer Betrieb.
Die Abtastung der Kodemarkierung 15 erfolgt in einem einzigen Schritt durch einen Lichtimpuls, also nicht durch eine schrittweise -Abtastung mit ihren typischen Fehlerrnoglichkeiten wie bei dem eingangs genannten Gerät.
Claims (4)
1· Einrichtung zur optisch-elektronischen Identifizierung von Proben mit einer Vorrichtung zum schrittweisen Transport von in Gruppen zusammengefaßten und in Magazinen angeordneten Probengefaßen durch eine Abtastzone, einer Einrichtung zur Abtastung von kodierten Identifikationszeichen und einem Anzeigekreis der decodierten Identifikationszeichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazine (2) mit Kodemarkierungen (15) versehen sind, die Abtasteinrichtung aus einer Lichtimpulsquelle (17) und einer der Anzahl der verwendeten Kodemarkierungen (15) entsprechenden Anzahl von Lichtenpfängern (8) besteht, die mit dem Anzeigekreis (11) verbunden sind, und- ein mit dem Anzeigekreis (11) verbundener Schrittzähler (14) vorgesehen ist j der eingangsseitig an die Transportvorrichtung (3) und ausgangsseitig an die Lichtimpulsquelle (7) angeschlossen ist.
2· Einrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodemarkierungen (15) als durch die Magazine (2) hindurchgehende Öffnungen oder Nuten ausgebildet sind.
3· Einrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die. Kodemarkierungen (15) in die Magazine (2) eingearbeitete und mit einer reflektierenden Schicht ausgekleidete Vertiefungen sind«
4· Einrichtung nach Punkt !,und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtirnpulsquelle (7) eine stabförmige Elektronen blitzröhre enthalte
-АО-
In Betracht gezogene Druckschriften:
DE-OS 1 673 224 (G 01 n, 1/00) DE-OS 1 921 302 (42 1, 3/08)
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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