DD97088B1 - Einrichtung zum schichtgerechten schneiden von kernblechen - Google Patents

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DD97088B1 DD16305772A DD16305772A DD97088B1 DD 97088 B1 DD97088 B1 DD 97088B1 DD 16305772 A DD16305772 A DD 16305772A DD 16305772 A DD16305772 A DD 16305772A DD 97088 B1 DD97088 B1 DD 97088B1
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Horst Marcinkowski
Manfred Schubert
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Horst Marcinkowski
Manfred Schubert
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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum schichtgerechten Schneiden von Kernblechen, bestehend aus einer Abrollvorrichtung für bandförmiges Material, einem Scherensystem, einer Blechtransporteinrichtung und einer Abstapelvorrichtung.
Es ist bekannt, ein Verfahren zum Zuschneiden von Kernblechen für einen gestuften Kern so durchzuführen, daß die Bleche einer bestimmten Form und Größe zeitlich zusammenhängend geschnitten werden und anschließend Bleche einer anderen Form folgen, die auf einem Stapel abgelegt werden. Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht in der Regel aus einer Abhaspelvorrichtung oder Abrollvorrichtung für das rollenförmig aufgewickelte, bandförmige Material, dem sogenannten Kolli; einer Transportvorrichtung, die das bandförmige Blech der Schere zuführt; einem System, das den Vorschub des Bleches und damit die Länge der Kernbleche bestimmt, wobei die Länge der Kernbleche durch Anschläge und/oder Endschalter festgelegt wird, die den Vorschub des bandförmigen Bleches begrenzen. Die in dieser Einrichtung benutzte Abrollvorrichtung ist nur für ein Kolli vorgesehen. Die Schere kann eine oszillierende oder eine feststehende Schere sein, so daß die Bleche in einem beliebigen Winkel zur Längsachse des Bandes abgeschnitten werden können. Es ist weiterhin ein Verfahren und eine Einrichtung zum Schneiden und Biegen von Kernblechen bekannt, die programmgesteuert arbeitet und eine inkrementale Vergrößerung der Längenabmessung der Bleche anwendet. In dieser Einrichtung werden die aufeinanderfolgenden Kernbleche für einen halben Kern eines quergeteilten, zweiteiligen Bandkernes mit einem rechteckigen Kernfenster hergestellt. In dieser Einrichtung wird jedoch nur bandförmiges Blech von gleichbleibender Breite verwendet, das Schneiden erfolgt nur senkrecht, d. h. in einem Winkel von 90" zur Längsachse des Bandes und die inkrementale Steuerung der Längsabmessung der Bleche bezieht sich nur auf die, durch die Stärke der Bleche bedingte, in radialer Richtung des Kernes nach außen notwendig werdende, von Blech zu Blech in ihrem Wert gleichbleibende Längenzunahme der aufeinanderfolgenden Bleche des halben Bandkernes. Des weiteren ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Kernblechen bekannt, bei dem jeweils eine Kernlage, die im allgemeinen aus vier verschiedenen Blechzuschnitten bestehen kann, nacheinander zu fertigen (DE-OS 1427259). Die auf diese Weise hergestellten Kernlagen sollen, von der Vorrichtung in passender Reihenfolge kommend und insgesamt aufeinander geschichtet, den zu erstellenden Kern bilden.
Mit dieser Vorrichtung kann jedoch nur der Zuschnitt aufeinanderfolgender Lagen einer Kernstufe und somit nur die Fertigung eines stufenlosen Kernes aus lediglich einer Blechbreite rationell erfolgen. Bei der Fertigung eines Kernes mit vielen Kernstufen mit jeweils einer anderen Blechbreite muß bei jedem Stufenwechsel vollzogen werden, was sehr zeitaufwendig ist. Anderenfalls besteht noch die Möglichkeit, die Kernbleche zwar lagenweise für alle zu fertigenden Kerne, aber nur für eine Kernstufe zu schneiden. Hierbei kommen aber die Kernbleche nicht mehr in passender Reihenfolge von der Maschine und es müssen die erforderlichen Lager- und Transportkapazitäten geschaffen und ständig Umsortierarbeiten vollführt werden. Zweck der Erfindung ist es, die Arbeitsproduktivität bei der Herstellung von Kernen mit mehrfach abgestuftem Kernquerschnitt wesentlich zu erhöhen und die in diesem Zusammenhang aufgezeigten Mängel der bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit der fortlaufend über alle Kernstufen eines Kernes geschnitten werden kann und somit die Kembleche eines Kernes in passender Reihenfolge von der Maschine kommen, ohne daß zeitaufwendige, manuelle Kolliwechsel bei jedem Stufenwechsel zu vollziehen sind. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Abrollvorrichtung aus einem mehretagigen Karussell besteht, dessen Etagen unabhängig voneinander drehbar sind, und mehrere Einzelabrollvorrichtungen aufweisen, wobei aufeinanderfolgende Blechbreiten abwechselnd auf Einzelabrollvorrichtungen unterschiedlicher Etagen aufgebracht sind und jede Einzelabrollvorrichtung getrennt ist
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: die Seitenansicht einer Blechband-Querschneideanlage
Fig. 2: die entsprechende Draufsicht und
Fig. 3: die Vorderansicht eines Zwillings-Abstapelwagens.
Anhand der Figuren 1 und 2 soll die erfindungsgemäße Einrichtung zum schichtgerechten Schneiden von Kernblechen näher erläutert werden.
Die für einen Kern benötigten, verschiedenen Blechbreiten werden als rollenförmig aufgewickelte Blechbahnen, die sogenannten KoIMs, auf der Mehrfachabrollvorrichtung 21 gehaltert.
Die Mehrfachabrollvorrichtung 21 ist als Doppelkarussell ausgeführt, wobei die beiden Einzelkarussells 22 und 23 in zwei Ebenen übereinander angeordnet sind und jedes von ihnen mit sechs Kolliaufnahmen oder Einzelabrollvorrichtungen 24 ausgerüstet ist. Die Mehrfachabrollvorrichtung ist jedoch nicht auf diese Anzahl der Kolliaufnahmen oder Einzelvorrichtungen beschränkt. Es können auch mehr oder weniger Kolliaufnahmen vorgesehen werden. Jede einzelne Kolliaufnahme oder Einzelabrollvorrichtung 24 ist für sich spannbar, wobei das Spannen und Lösen vorzugsweise hydraulisch mittels nicht dargestellter Arbeitszylinder erfolgt, die in jeder Karussellebene von einer ebenfalls nicht dargestellten einstufigen Zahnradpumpe angetrieben werden. Selbstverständlich können dafür aber auch die anderen bekannten Verfahren zum Spannen, wie beispielsweise das pneumatische Verfahren, angewendet werden. Der Antrieb zum Drehen der beiden Etagen des Karussells besteht aus einem nicht dargestellten Getriebemotor und zwei elektrischen Einflächenkupplungen, die programmgesteuert betätigt werden.
Natürlich könnte auch je ein getrennter Getriebemotor für jede Etage vorgesehen werden. Für das Ab- und Rückspulen des Blechbandes ist in jeder Etage außerdem ein Gleichstromantrieb montiert, der mit der jeweiligen, zum Einsatz kommenden Einzelabrollvorrichtung 24 gekuppelt wird. Die Einzelabrollvorrichtungen 24 werden in der Weise mit Kollis bestückt, daß zwei aufeinanderfolgende Blechbreiten des Kernes abwechselnd in der oberen bzw. in der unteren Etage des Doppelkarussells verteilt angeordnet sind. Arbeitet die Einrichtung mit einem Kolli auf der unteren Etage, so wird bereits die Einzelabrollvorrichtung mit dem Kolli der nachfolgend benötigten Blechbreite auf der oberen Etage programmgesteuert in die Betriebsbereitschaftsstellung oder Arbeitsstellung gedreht, so daß sich die Zeit für das Drehen des Karussells nicht auf die erforderliche Zeit für das Wechseln der Blechbreite beim Schneiden auswirkt.
Die Blecheinführung 25 besteht aus einem Gestell, an dem ein Getriebemotor angeordnet ist, der mittels einer beweglichen Rolle 26 den Blechanfang an die Blechtransportwalzen 27 heranführt. Die Blechtransportwalzen 27 sind als zu- und abschaltbare Elektromagnetwalzen ausgebildet, die den Transport des Bleches bis zur Meßwalze 28 übernehmen. Die Meßwalze 28 bildet einen Teil des in der Einrichtung zur Anwendung kommenden Längenmeßsystems für die Längenabmessung der zu schneidenden Bleche. Das inkrementale Längenmeßsystem besteht aus der genannten Meßwalze 28, die mit einem inkrementalen rotatorischen Geber 29 gekoppelt ist. Als Antrieb der Meßwalze 28 und damit als Antrieb für den Vorschub des Blechbandes dient ein Gleichstrommotor 31. Auf die Meßwalze 28 folgt in Richtung des Blechvorschubes die Blechdickenmeßvorrichtung 34. Sie hat die Aufgabe, die Mittelwerte der gemessenen Blechdicken jeder Lage zu summieren. Erreicht die Summe die vorgegebene Stapelhöhe der Stufe, dann wird die Blechbreite gewechselt. Auf die Blechdickenmeßvorrichtung folgen drei Scherensysteme 35,36 und 37. Sie sind in einem Winkel von 45°-90°-45° zur Längsachse des Blechbandes angeordnet. Eine Blechkontrollvorrichtung 38 dient zur Erkennung von Fehlstellen im Blechband. Das eventuell anfallende Abfallblech wird auf einem gesonderten Ablageplatz 39 abgelegt. Nach der Blechkontrollvorrichtung 38 folgt der Transporttisch 40 mit den festen Führungsleisten 41, den verstellbaren Führungsrollen 42, der verstellbaren Führungsleiste 43 und den Breitenverstellantrieben für die verstellbare Führungsleiste und die verstellbaren Führungsrollen. Die Hauptaufgabe des Transporttisches 40 besteht darin, das Blechband während seines Transportes exakt zu führen und es nach dem Schneidprozeß der Stapelvorrichtung 47 zuzuführen. Um einen maß- und winkelgerechten Schnitt zu erzielen, ist es erforderlich, das Blechband seitlich zu führen. Beim Wechsel der Blechbreite müssen die Führungsrollen 42 und die Führungsleiste 43 auf die neue Blechbreite eingestellt werden. Die Breitenverstellantriebe bestehen im Ausführungsbeispiel aus je einem inkrementalen Positionssteller 44, der mit einem Wälzschraubtrieb 45 gekoppelt ist. Die inkrementalea Positionssteiler gestatten das Anfahren der erforderlichen Positionen durch die Vorgabe von einer entsprechenden Impulszahl. Die Impulse werden gleichzeitig in einem Positionszähler gezählt, der den inkrementalen Positionssteiler 44 steuert Die Konstruktion der Stapelvorrichtung 47 ist auf der Grundlage von gleichstromerregten Tragmagneten 48 mit dazwischen angeordneten Stütz- und Transportrollen 49 ausgeführt, die an einem Grundgestell gehaltert sind. Der Antrieb der Stütz- und Transportrollen 49 erfolgt über mehrere mit paralleler Ankerspeisung betriebene, nicht dargestellte Gleichstrom-Nebenschlußmotoren. Die Abstapelplätze sind als Zwillingswagen 14 bis 18 mit den Stapelplätzen 14a und 14b etc. ausgebildet, die mit Motorenantrieben versehen sind. Die Vorderansicht eines Zwillingswagens wird schematisch in der Figur 3 gezeigt. Die Zwillingswagen wurden gewählt, um die Umrüstzeiten zu verkürzen. Die Palette 50, auf der die Bleche abgelegt werden, ist in zwei Ebenen, in der Richtung der Längs- und Querachse geneigt, angeordnet, um den'Blechen die Möglichkeit zu geben, sich selbst auszurichten. Damit bei extrem unterschiedlichen Längen von abzulegenden Kernblechen die Neigung der Palette 50 verändert werden kann, ist die Palettenaufnahme 51 mit hydraulischen Zylindern 52 ausgerüstet. Die Steuerung der Anlage erfolgt von einem Steuerschrank 53 aus.

Claims (1)

  1. Einrichtung zum schichtgerechten Schneiden von Kernblechen, bestehend aus einer Abroll vorrichtung für bandförmiges Material, einem Scherensystem, einer Blechtransporteinrichtung und einer Abstapelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abrollvorrichtung (21) aus einem mehretagigen Karussell besteht, dessen Etagen (22; 23) unabhängig voneinander drehbar sind, und mehrere Einzelabrollvorrichtungen (24) aufweisen, wobei aufeinanderfolgende Blechbreiten abwechselnd auf Einzelabrollvorrichtungen (24) unterschiedlicher Etagen (22 oder 23) aufgebracht sind und jede Einzelabrollvorrichtung (24) getrennt spannbar ist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD16305772A 1972-05-18 1972-05-18 Einrichtung zum schichtgerechten schneiden von kernblechen DD97088B1 (de)

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WO2019030352A1 (de) * 2017-08-10 2019-02-14 Heinrich Georg Gmbh Maschinenfabrik Vorrichtung und verfahren zur herstellung von transformatorkernen

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DE2547007C3 (de) * 1975-10-21 1982-06-24 Heinrich Georg, Maschinenfabrik, 5910 Kreuztal Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden von Blechen für Transformatorkerne

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