DE10003415A1 - Hydraulikhammer - Google Patents
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Abstract
Hydraulikkammer mit einem Druckgasspeicher zur Betätigung des Schlagkolbens, wobei das obere Kolbenende (19) des Schlagkolbens (2) in einer mit einem Fluid gefüllten ersten Kammer (11) geführt ist, die durch eine Membran (12) aus einem elastischen Werkstoff von einer mit Druckgas gefüllten und den Druckgasspeicher bildenden zweiten Kammer (10) getrennt ist.
Description
Hydraulikhämmer, auch als Schlagwerke bezeichnet, finden heute in weiten
Bereichen eine Anwendung. So werden sie im Straßen- und Tiefbau, in
Steinbrüchen, sowie bei Abbrüchen eingesetzt. In den meisten Fällen werden
sie als Zusatz oder als Anbaugeräte bei Baumaschinen verwendet. Sie
bestehen im wesentlichen aus einem Druckmittel betriebenen Schlagkolben,
der mit einem auswechselbaren Werkzeug zusammenwirkt. Über eine
entsprechende Steuerung erhält der Schlagkolben eine Schlagzahl von
mehreren hundert Schlägen pro Minute. Dabei wird der Schlagkolben
hydraulisch betätigt. Zusätzlich zu der Hydraulik werden bei modernen
Geräten Druckgasspeicher verwendet, die den Schlagkolben ebenfalls in
Richtung auf das Werkzeug drücken. Der in der Regel mit Stickstoff gefüllte
Druckgasspeicher hat den Vorteil, daß selbst dann, wenn der Öldruck im
Hydrauliksystem des Trägersystems konstruktionsbedingt oder durch
Verschleiß in weiten Grenzen schwankt, die Einzelschlagenergie nahezu
konstant hoch bleibt.
Die Erfindung befaßt sich mit einem Hydraulikhammer, bei dem ein solcher
Druckgasspeicher zur unterstützenden Betätigung des Schlagkolbens
eingesetzt wird. Von Nachteil bei bisherigen Ausführungen ist die
Kolbenabdichtung, die gegen das Druckgas abdichten muß. Bei geringsten
Undichtigkeiten entweicht das Druckgas und der Hydraulikhammer wird
funktionsunfähig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hydraulikhammer mit einem
Druckgasspeicher zur Betätigung des Schlagkolbens so ausbilden, daß er
betriebsicherer wird und die oben genannten Nachteile vermeidet. Es wird
angestrebt, den Vorteil, den die Verwendung des Druckgasspeichers bietet,
beizubehalten, ohne jedoch den Nachteil eines Druckverlustes im
Druckgasspeicher in Kauf zu nehmen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe wird bei einem Hydraulikhammer mit
einem Druckgasspeicher zur Betätigung des Schlagkolbens
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das druckseitige Kolbenende des
Schlagkolbens in einer mit einem Fluid gefüllten ersten Kammer geführt ist,
die durch eine Membran aus einem elastischen Werkstoff von einer mit
Druckgas gefüllten und den Druckgasspeicher bildenden zweiten Kammer
getrennt ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß das Kolbenende in
einer mit einem Fluid, beispielsweise einer für die hydraulische Steuerung
verwendeten Flüssigkeit, gefüllten Kammer sich bewegt. Die vorhandenen
Abdichtprobleme am Kolben werden hierdurch erheblich reduziert. Auch ist
es nicht mehr notwendig, daß das Kolbenende in einem Zylinder geführt ißt
und der Druckgasspeicher im Zylinder des Kolbens untergebracht wird. Die
das Fluid aufnehmende Kammer und auch die Kammer, welche den
Druckgasspeicher bildet, können konstruktiv sehr unterschiedlich ausgebildet
werden. Für die Abdichtung der Kammern gegeneinander ist lediglich eine
statische Abdichtung am Membranrand erforderlich. Während die
dynamische Abdichtung am beweglichen Kolben, wie bereits erwähnt,
lediglich die hydraulische Flüssigkeit abzudichten hat.
Die Anordnung des Druckgasspeichers außerhalb des Zylinders des
Schlagkolbens ermöglicht auch eine Ausbildung der ersten die Hydraulik
aufnehmenden Kammer in der Weise, daß das druckseitige Kolbenende in
die erste Kammer bei ihrer Hubbewegung nach oben hineinführt. Nach dem
neuen Konzept kommt es nicht mehr darauf an, daß durch den Kolbenboden
in dem Zylinderkopf bei der Hubbewegung nach oben Druckgas komprimiert
wird, sondern es ist lediglich ein Verdrängen der in der ersten Kammer
befindlichen hydraulischen Flüssigkeit erforderlich, wodurch duch eine
entsprechende Bewegung der Membran der Druck im anschließenden
Druckgasspeicher erhöht wird. Dadurch wird schließlich der Schlagkolben
wieder nach unten gedrückt.
Fertigungstechnisch und auch vor der Montage her ist es günstig, wenn die
erste und die zweite Kammer in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet
sind. In einem solchen Fall ist es möglich, die Membran im Gehäuse zu
montieren und das vorgefertigte Gehäuse, quasi als Zylinderkopf, auf das
obere Ende des Hydraulikhammers aufzusetzen.
Jede Kammer ist mit einem absperrbaren Zuflußkanal versehen, über welche
in die erste Kammer die Hydraulikflüssigkeit und die zweite Kammer das
Druckgas eingeführt wird. Dabei ist es zweckmäßig, daß der Zuflußkanal für
den Druckgasspeicher mit einem Rückschlagventil versehen wird. Der
Zuflußkanal für die erste Kammer kann mit einem einfachen Absperrventil
abgeschlossen werden.
In besonders bevorzugter Weise werden die Drücke in den Kammern durch
entsprechendes Hineindrücken des Druckgases beziehungsweise der
Hydraulikflüssigkeit so eingestellt, daß die Membran in jeder Stellung des
Schlagkolbens einer von dem Druck in der ersten Kammer bewirkten
Dehnung unterworfen ist, das heißt, daß die Membran bereits bei der
untersten Stellung des Schlagkolbens mit einer Grunddehnung belegt wird.
Die Membran selbst wird hierfür schalenförmig ausgebildet und mit ihrer
Wölbung in die Druckgasspeicherkammer gerichtet. Die Ausgestaltung der
Membran kann soweit gehen, daß sie halbkugelförmig ausgebildet ist. Mit
ihrem Rand ist die Membran an der Innenwand des Gehäuses befestigt.
Möglich ist auch eine Befestigung in einer gesonderten Halterung, die in das
Gehäuse eingesetzt werden kann. Eine solche Halterung erleichtert die
Montage der Membran.
Die beigefügte Figur zeigt einen Längsschnitt durch den oberen Teil eines
Hydraulikhammers 1, wobei alle anderen Teile der Vorrichtung weggelassen
wurden, da sie unverändert beibehalten sind. Zur Wirkungsweise eines
üblichen Hydraulikhammers, der jedoch ohne einen Druckgasspeicher
ausgestattet ist, wird auf die DE-OS 198 04 078 verwiesen. Bei dem
Hydraulikhammer 1 wird der Schlagkolben 2 in dem Zylinder 3 geführt. In den
Zylinder 3 sind die Dichtungen 4 und 5 eingesetzt, die den Zylinder 3
gegenüber einer Einfassung 6 und dem Kolben 2 abdichten. Ein Gehäuse 7
ist über die Schraubverbindungen 8 mit der Einfassung 6 verschraubt. Die
Dichtung 9 dichtet den Zylinder 3 gegenüber dem Gehäuse 7 ab. Im
Gehäuse 7 befindet sich die Druckgaskammer 10 und die mit einem Fluid
gefüllte erste Kammer 11. Beide Kammern 10 und 11 sind durch die
Membran 12 getrennt. Die Membran 12 ist an der Innenwand 13 des
Gehäuses 7 befestigt. Hierfür wird der Rand 14 der Membran 12 über eine
Ringmutter 15 am Gehäuse 7 verschraubt. Die zweite Kammer 10, welche
als Druckgasspeicher dient, ist folglich ein vom Gehäuse 7 gebildeter Raum,
der von seiner unteren Seite her durch die Membran 12 abgeschlossen ist.
Über den Zuflußkanal 16 wird Druckgas in die Kammer 10 eingeführt. Der
Zuflußkanal 16 ist mit dem Rückschlagventil 17 versehen.
Die erste Kammer 11 ist seitlich durch die Innenwand 13 des Gehäuses 7
begrenzt. Nach unten ist sie durch die Stirnwand 18 des Zylinders 3 und das
obere Kolbenende 19 des Schlagkolbens 2 abgeschlossen. Die obere
Abgrenzung bildet die Membran 12. In der Wand des Gehäuses 7 ist
außerdem der Zuflußkanal 20 vorhanden, der mit einer Absperrschraube 21
abgesperrt ist. Über den Zuflußkanal 20 wird in die erste Kammer 11 eine
geeignete hydraulische Flüssigkeit eingefügt.
Für die Inbetriebnahme wird in die erste Kammer 11 die Flüssigkeit soweit
eingefüllt, daß die Membran 12 mit einer Grunddehnung belegt ist, das heißt,
die Membran steht unter Spannung und ist geringfügig gedehnt. Die zweite
Kammer 10 wird mit einem Druckgas gefüllt, das von der anderen Seite her
auf die Membran 12 einwirkt. In der gezeigten Ausführungsform ist die leicht
gedehnte Membran 12 etwa halbkugelförmig, wobei ihre Wölbung nach oben
in die Druckgasspeicherkammer 10 gerichtet ist.
Der Schlagkolben 2 hat den strich-punktiert eingezeichneten Hub 22, der
durch die Verdrängung der in der Kammer 11 befindlichen Flüssigkeit eine
Ausdehnung der Membran 12 zur Folge hat. Die ausgedehnte Membran 23
ist ebenfalls strich-punktiert eingezeichnet. Das in der zweiten Kammer 10
befindliche Druckgas wird hierdurch zusammengedrückt und die dadurch
gespeicherte Energie bewirkt, daß der Schlagkolben 2 in Abhängigkeit von
seiner hydraulischen Steuerung wieder nach unten gedrückt wird.
Claims (10)
1. Hydraulikhammer mit einem Druckgasspeicher zur Betätigung des
Schlagkolbens, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Kolbenende
(19) des Schlagkolbens (2) in einer mit einem Fluid gefüllten ersten
Kammer (11) geführt ist, die durch eine Membran (12) aus einem
elastischen Werkstoff von einer mit Druckgas gefüllten und den
Druckgasspeicher bildenden zweiten Kammer (10) getrennt ist.
2. Hydraulikhämmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
druckgasseitige Kolbenende (19) in die erste Kammer (11) hineinragt.
3. Hydraulikhammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und die zweite Kammer (11, 10) in einem gemeinsamen
Gehäuse (7) eingeordnet sind.
4. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Kammer (11, 10) ein absperrbarer
Zuflußkanal (20, 16) zugeordnet ist.
5. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zuflußkanal (16) für Druckgasspeicher (10) mit
einem Rückschlagventil (17) versehen ist.
6. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (12) in jeder Stellung des
Schlagkolbens (2) einer von dem Druck in der ersten Kammer (11)
bewirkten Dehnung unterworfen ist.
7. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (12) bei der unteren Stellung des
Schlagkolbens (2) mit einer Grunddehnung belegt ist.
8. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (12) schalenförmig ausgebildet und
mit ihrer Wölbung in die Druckgasspeicherkammer (10) gerichtet ist.
9. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (12) halbkugelförmig ausgebildet ist.
10. Hydraulikhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (12) mit ihrem Rand (14) an der
Gehäusewand (13) befestigt ist.
Priority Applications (1)
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| DE2000103415 DE10003415B4 (de) | 2000-01-27 | 2000-01-27 | Hydraulikhammer mit einem Druckgasspeicher |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10003415B4 DE10003415B4 (de) | 2005-06-16 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2000103415 Expired - Fee Related DE10003415B4 (de) | 2000-01-27 | 2000-01-27 | Hydraulikhammer mit einem Druckgasspeicher |
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|---|---|
| DE (1) | DE10003415B4 (de) |
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