DE10003427A1 - Elektromagnet und hydraulisches Ventil mit einem solchen Elektromagneten - Google Patents
Elektromagnet und hydraulisches Ventil mit einem solchen ElektromagnetenInfo
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Abstract
Ein Magnetventil (50) weist ein Ventilgehäuse (51) mit einem Ventilschieber (53) auf, in das zwei Magneten mit je einem Pol (1) eingesetzt sind. Die Pole (1) haben je einen sich entlang einer Längsachse (10) erstreckenden Spulenkern (8, 9), in denen je ein Ankerstößel (17) vorgesehen ist, der mit einem Betätigungsende (27) ein Ende des Ventilschiebers (53) betätigt. Auf jedem Ankerstößel (17) ist ein Magnetanker (23) angeordnet, der zwei bezüglich der Längsrichtung (10) schräg verlaufende Ankerseitenflächen (24, 25) aufweist. Der Spulenkern (8, 9) hat zwei Kernseitenflächen (12, 19), die parallel zu je einer Ankerseitenfläche (24, 25) verlaufen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Pol für einen Magneten, der ins
besondere in einem hydraulischen Magnetventil verwendbar ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin einen Magneten sowie ein hy
draulisches Magnetventil.
Bei den im Stand der Technik bekannten Polen ist von Nach
teil, daß diese eine hohe Trägheit aufweisen. Gerade hydrau
lische Magnetventile sind daher kompliziert zu betätigen.
Darüber hinaus weisen die im Stand der Technik bekannten Pole
eine hohe Reibung auf. Außerdem muß bei der Montage darauf
geachtet werden, daß sich keine Luftblasen im Inneren des An
kerraums befinden, denn je nach dem Luftanteil im Ankerraum
weisen die im Stand der Technik bekannten Pole eine veränder
te Dynamik auf.
Weiterhin ist bei den im Stand der Technik bekannten Polen
von Nachteil, daß diese einem merklichen Verschleiß unterlie
gen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Pol bereitzustel
len, der einen geringen Verschleiß und eine hohe Ansprech
empfindlichkeit aufweist. Der bereitzustellende Pol soll für
Luftanteile im Ankerraum unempfindlich sein und einfach auf
gebaut sein. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, einen
insofern verbesserten Magneten sowie ein insofern verbesser
tes hydraulisches Magnetventil bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen An
sprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus
den jeweiligen Unteransprüchen.
Der erfindungsgemäße Pol hat einen aus magnetisierbarem Mate
rial hergestellten Spulenkern mit einer Längsachse, auf dem
eine elektrische Spule vorsehbar ist. Dann verläuft die
Längsachse im wesentlichen parallel zu den im Inneren des
Spulenkerns verlaufenden magnetischen Feldlinien, die sich
aufgrund eines Stromflusses durch die elektrische Spule erge
ben. Dabei ist in einer im Inneren des Spulenkerns verlaufen
den Stößelöffnung ein im wesentlichen parallel zur Längsachse
verlaufender Ankerstößel vorgesehen. Auf dem Ankerstößel ist
wenigstens ein Magnetanker angebracht, der zumindest eine An
kerseitenfläche aufweist, die von der Längsachse mit einem
von 90° verschiedenen Winkel geschnitten wird. Weiterhin ist
der Spulenkern im Bereich des Magnetankers unterbrochen aus
geführt.
Bei einer solchen Ausgestaltung tritt eine Bewegung des Ma
gnetankers quer zur Längsachse auf, wenn die elektrische Spu
le von Strom durchflossen wird. Wegen der besonderen, unter
brochenen Ausbildung des Spulenkerns im Bereich des Magnetan
kers treten die magnetischen Feldlinien nämlich aus einem er
sten Spulenkernabschnitt aus, in den Magnetanker ein und wie
der aus und dann in einen zweiten Spulenkernabschnitt ein.
Aufgrund der bezüglich der Längsachse "schräg" ausgebildeten
Ankerseitenflächen ergibt sich eine quer zu der Längsachse
verlaufende, auf den Magnetanker einwirkende Kraftkomponente,
die den Magnetanker und damit den mit dem Magnetanker verbun
denen Ankerstößel quer zur Längsachse verlagert. Diese Quer
bewegung wird gemäß der Erfindung zur Betätigung insbesondere
eines Ventilschiebers eines hydraulischen Magnetventils ver
wendet.
Gemäß der Erfindung kann der Magnetanker auch zwei Ankersei
tenflächen aufweisen, die von der Längsachse mit einem von
90° verschiedenen Winkel geschnitten werden, wobei die beiden
Ankerseitenflächen in einer bevorzugten Ausgestaltung zu ei
ner bezüglich der Längsachse senkrecht verlaufenden Ebene
symmetrisch ausgebildet sind. Gerade bei dieser Ausbildung
der beiden Ankerseitenflächen heben sich die aufgrund des ma
gnetischen Flusses erzeugten, in Richtung der Längsachse ver
laufenden Komponenten der auf den Magnetanker einwirkenden
Kraft auf, so daß sich in Längsrichtung des Ankerstößels kei
ne zusätzliche Belastung ergibt. Dadurch wird die Betriebs
sicherheit des erfindungsgemäßen Pols erhöht. Weitherhin
wirkt gegenüber einer einzigen schräg angeordneten Ankersei
tenfläche eine vom Betrag her verdoppelte Querkraftkomponente
auf den Magnetanker ein. Dadurch wird der Wirkungsgrad des
erfindungsgemäßen Pols verbessert.
Gemäß der Erfindung kann der Spulenkern wenigstens eine oder
auch zwei Kernseitenflächen aufweisen, die von der Längsachse
mit einem von 90° verschiedenen Winkel geschnitten werden,
wobei die beiden Kernseitenflächen zu einer bezüglich der
Längsachse senkrecht verlaufenden Ebene symmetrisch ausgebil
det sein können. Bei einer solchen Ausbildung des Spulenkerns
ergibt sich eine verbesserte Führung der magnetischen Feldli
nien im Inneren des erfindungsgemäßen Pols, wodurch dessen
Wirkungsgrad erhöht wird. Dabei ist es insbesondere vorteil
haft, wenn je eine Ankerseitenfläche im wesentlichen parallel
zu einer dazu gegenüberliegenden Kernseitenfläche verläuft,
weil dann der Verlauf der magnetischen Feldlinien im erfin
dungsgemäßen Pol besonders gut gestaltet werden kann. Dar
überhinaus läßt sich das Verhalten eines derart ausgestalte
ten Pols besonders gut modellieren und vorhersagen, so daß
insbesondere auch lineare Betätigungsvorgänge und genaue Re
gelungen ermöglicht werden.
Bei den vorstehenden geschilderten Ausgestaltungen des erfin
dungsgemäßen Pols ist im Hinblick auf die Lage von Ankersei
tenflächen und Kernseitenflächen mit der Bezeichnung "im we
sentlichen parallel" gemeint, daß je eine Kernseitenfläche in
zumindest einem Betätigungszustand des Magnetankers parallel
zu einer Ankerseitenfläche verläuft. Dabei ist nicht ausge
schlossen, daß je eine Ankerseitenfläche bei einer Verlage
rung des Magnetankers eine Lage zu einer Kernseitenfläche
einnimmt, in der diese nicht mehr parallel zueinander verlau
fen. Gerade bei großen Verlagerungen eines nur einseitig ge
lagerten Ankerstößel können solche Zustände auftreten.
Weiterhin kann in dem unterbrochenen Bereich des Spulenkerns
ein Verbindungsbereich aus antimagnetischem Material vorgese
hen sein, der Abschnitte des Spulenkerns miteinander verbin
det. Dadurch ergibt sich eine kompakte und stabile Bauweise
des Spulenkerns, der darüber hinaus gegen den Austritt von
Hydraulikflüssigkeit abgedichtet ist.
In dem unterbrochenen Bereich des Spulenkerns kann auch ein
Verbindungsbereich vorgesehen sein, der magnetisierbares Ma
terial aufweist. Dadurch kann ein zusätzlicher Luftspalt ge
schaffen werden, der vor dem eigentlichen Schalten des Magne
ten durch eine elektrische Spule im Bereich des Magnetankers
durch eine elektrische Spule im Bereich des Magnetankers in
Sättigung bringbar ist. Dadurch ergibt sich eine zusätzliche
Beaufschlagung des Ankers im Verlauf seiner Bewegungsrich
tung, die schon vor dem eigentlichen Schalten des erfindungs
gemäßen Magnetankers vorhanden ist. In einem solchen Zustand
wird der erfindungsgemäße Magnetanker in einer Anfangsposi
tion gehalten, aus der er durch Erhöhen des Stroms in seine
Schaltposition gebracht werden kann. Dabei steigt die durch
den zusätzlichen Luftspalt erzeugte Kraft nicht weiter an,
weil sich dieser vorzugsweise in Sättigung befindet. Jedoch
nimmt die durch einen Arbeitsluftspalt zwischen dem Pol und
dem Magnetanker erzeugte Kraft mit der Erhöhung der magneti
schen Felddichte im Bereich des Pols zu. Sobald die Kraft im
Arbeitsluftspalt größer ist als die Kraft im zusätzlichen
Luftspalt bewegt sich der Magnetanker in der Richtung der im
Arbeitsluftspalt erzeugten Kraft. Die im zusätzlichen
Luftspalt erzeugte Kraft nimmt mit einer sehr steilen Kennli
nie ab, weil sich der zugehörige Luftspalt vergrößert und
weil sich gleichzeitig der Arbeitsluftspalt verkleinert. Im
Ergebnis steht die im Arbeitsluftspalt erzeugte Kraft zum
Schalten eines mit dem erfindungsgemäßen Pol versehenen Ma
gneten sofort und in voller Höhe zur Verfügung. Darüberhinaus
treten kaum Verzögerungen durch Wirbelströme auf, wenn der
Hauptteil des Magnetfelds im Arbeitsluftspalt schon durch ei
nen Vorstrom aufgebaut worden ist.
Durch die erfindungsgemäße Weiterbildung ergeben sich zahl
reiche Vorteile. So müssen zum Schalten des erfindungsgemäßen
Magneten nur kleine Stromerhöhungen bewirkt werden. Dabei er
geben sich beim Schalten kaum Wirbelstromverzögerungen, wobei
schon kurz nach dem Hubbeginn des Magnetankers eine hohe
Schaltkraft zur Verfügung steht. In Verbindung mit den beson
deren Vorteilen eines sich so ergebenden Schwenkankermagne
ten, nämlich einer geringen Ankermasse, einer vernachläßigba
ren Reibung des Ankers innerhalb des Pols sowie unter Aus
schaltung einer Massenerhöhung durch zu verdrängendes Öl
durch enge Bohrungen läßt sich der erfindungsgemäße Anker be
sonders vorteilhaft einsetzen.
Der erfindungsgemäße Pol läßt sich einfach herstellen, wenn
der Spulenkern und/oder der Magnetanker jeweils als im we
sentlichen zylindrischer Rohrabschnitt abgebildet sind. Dabei
ist der Magnetanker vorzugsweise so ausgebildet, daß er auf
einem stabförmigen Ankerstößel fest anbringbar ist, während
der Spulenkern eine Durchgangsöffnung aufweist, die so ausge
bildet ist, daß der Ankerstößel auch bei großen Verlagerungen
des Magnetankers nicht an der Innenseite des Spulenkerns an
liegt.
Wenn ein erstes Ende des Ankerstößel mit einem ersten Ende
des Spulenkerns fest verbunden ist, dann bewegt sich der Ma
gnetanker bei einer Verlagerung auf einer Kreisbahn um den
Befestigungspunkt des Ankerstößels am Spulenkern. Eine dabei
entstehende Querbewegung des Magnetankers kann dann besonders
einfach beispielsweise auf einen Ventilschieber eines hydrau
lischen Magnetventils übertragen werden. Dabei ist weiterhin
vorgesehen, daß ein zweites Ende des Ankerstößels über ein
zweites Ende des Spulenkerns hinausragt. Zur Betätigung bei
spielsweise eines Ventilschiebers genügt es dann, den Spulen
kern in einem Ventilgehäuse zu befestigen und das zweite Ende
des Ankerstößels mit dem Ventilschieber in Kontakt zu brin
gen.
Die Erfindung ist weiterhin in einem Magnet insbesondere für
ein hydraulisches Magnetventil verwirklicht, der einen wie
vorstehend geschildert erfindungsgemäß ausgestalteten Pol
aufweist, wobei ferner in Bereich des Spulenkerns wenigstens
eine elektrische Spule vorgesehen ist.
Die Erfindung ist auch in einem Magneten verwirklicht, der
zwei vorzugsweise zueinander koaxial angeordnete elektrische
Spulen aufweist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn ein
Magnetpol zum Einsatz kommt, bei dem in dem unterbrochenen
Bereich des Spulenkerns ein Verbindungsbereich mit magneti
sierbarem Material vorgesehen ist. Mit zwei solchen Spulen
läßt sich auf besonders einfache Weise eine Vormagnetisierung
erreichen, die einen verbesserten Betrieb mit einem zweiten
Luftspalt ermöglicht.
Abweichend davon oder zusätzlich kann die elektrische Spule
bzw. können die elektrischen Spulen nicht nur mit zwei unter
schiedlichen Betriebsspannungen beaufschlagbar sein, sondern
auch mit drei unterschiedlichen Betriebsspannungen beauf
schlagbar sein. Dabei kann ausgehend von einem Ruhepotential,
das die erste Betriebsspannung darstellt, über die zweite Be
triebsspannung in die dritte Betriebsspannung geschaltet wer
den. Die zweite Betriebsspannung erzeugt dabei die Vormagne
tisierung, während die dritte Betriebsspannung den eigentli
chen Schaltstrom des Magneten darstellt.
Gemäß der Erfindung kann die Vormagnetisierung des Magnetan
kers aber auch durch einen Dauermagneten erreicht werden.
Außerdem betrifft die Erfindung auch ein hydraulisches Ma
gnetventil mit wenigstens einem erfindungsgemäßen Magneten,
wobei das Magnetventil einen durch den Ankerstößel betätigba
ren Ventilschieber aufweist.
Der vorstehend beschriebene, erfindungsgemäße Schwenkarm
magnet ist besonders vorteilhaft, da er reibungsarm arbeitet
und dadurch nur einen geringen oder keinen Verschleiß auf
weist. Darüber hinaus weist er eine hohe Ansprechempfindlich
keit auf, da zu seiner Betätigung keine Haftreibung überwun
den werden muß. Gerade bei der Ausbildung mit zwei schräg
verlaufenden, zueinander symmetrischen Arbeitsspalten ergibt
sich der besondere Vorteil, daß keine resultierende Kraft in
Achsenrichtung des zu verbiegenden Ankerstößels auftritt. Au
ßerdem läßt sich der Magnetanker besonders klein ausführen,
wodurch sich die Ansteuerbarkeit des erfindungsgemäßen Ma
gnets verbessert. Weiterhin weist der erfindungsgemäße Magnet
keine reduzierte Ölmasse auf, so daß sich unabhängig davon,
ob sich Öl oder Luft im Ankerraum befindet, keine wesentli
chen Dynamikunterschiede ergeben. Schließlich ist der erfin
dungsgemäße Magnet besonders einfach aufgebaut.
Die Erfindung ist auch bei einem Pol verwirklicht, der einen
Magnetanker aufweist, bei dem die Ankerseitenflächen die
Längsachse mit rechtem Winkel schneiden, wenn gleichzeitig
der Spulenkern im Bereich des Magnetankers wenigstens eine
Kernseitenfläche aufweist, die von der Längsachse mit einem
von 90° verschiedenen Winkel geschnitten wird. Auch bei einer
solchen gegenüber den vorstehend beschriebenen Ausgestaltun
gen umgekehrten Ausbildung verlaufen die Feldlinien im
Luftspalt zwischen Magnetanker und Spulenkern so, daß eine
senkrecht zur Längsachse verlaufende Kraftkomponente ent
steht, die den Magnetanker auslenkt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungs
beispiels veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemä
ßen Pol,
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Darstellung
des Pols aus Fig. 1,
Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes hydraulisches Propor
tionale-Wegeventil,
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch einen weiteren erfin
dungsgemäßen Pol,
Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Darstellung
des Pols aus Fig. 4,
Fig. 6 zeigt einen Schaltplan für den Betrieb des Pols aus
Fig. 4,
Fig. 7 zeigt einen weiteren Schaltplan für den Betrieb des
Pols aus Fig. 4,
Fig. 8 zeigt einen Schaltplan für den Betrieb eines weite
ren erfindungsgemäßen Pols,
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung eines weiteren
erfindungsgemäßen Pols und
Fig. 10 zeigt einen Schaltplan für den Betrieb des Pols aus
Fig. 9.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Pol 1. Der Pol 1
hat einen Kern 2 mit im wesentlichen zylindrischer Außenform,
auf dessen Außenseite eine elektrische Spule 3 vorgesehen
ist.
Die Spule 3 weist ein im wesentlichen topfförmiges Spulenge
häuse 4 auf, das an seiner in Fig. 1 rechtsseitig gelegenen
Bodenseite mit einer Kernöffnung 5 versehen ist, die mit der
Außenseite des Kerns 2 abschließt. Auf der der Kernöffnung 5
gegenüberliegenden Seite ist die Spule 3 mit einer Ringschei
be 6 verschlossen, die mit ihrem inneren Umfang mit dem Kern
2 und mit ihrem äußeren Umfang mit dem Spulengehäuse 4 ab
schließt. In dem von der Außenseite des Kerns 2 und von den
Innenseiten des Spulengehäuses 4 sowie von der Ringscheibe 6
gebildeten Raum ist eine Spulenwicklung 7 eingesetzt, die
über zwei in dieser Ansicht nicht gezeigte Anschlüsse mit
elektrischer Energie versorgbar ist.
Der Kern 2 gliedert sich in einen ersten Kernabschnitt 8, der
in Fig. 1 linksseitig gelegen ist, und in einen zweiten
Kernabschnitt 9, der in Fig. 1 rechtsseitig gelegen ist. Der
erste Kernabschnitt 8 und der zweite Kernabschnitt 9 sind aus
magnetisierbarem Material hergestellt und sie weisen eine ge
meinsame Längsachse 10 auf.
Dabei hat der erste Kernabschnitt 8 eine in Fig. 1 linkssei
tig gelegene erste Stirnfläche 11, die sich als Schnittebene
einer zu der Längsachse 10 senkrecht verlaufenden Ebene mit
dem ersten Kernabschnitt 8 ergibt. An dem der ersten Stirn
fläche 11 gegenüberliegenden Ende weist der erste Kernab
schnitt 8 eine ersten Kernseitenfläche 12 auf, die sich als
Schnittebene einer schräg zu der Längsachse 10 verlaufenden
Ebene mit dem ersten Kernabschnitt 8 ergibt. Der erste Kern
abschnitt 8 ist auf seinem auf der Außenseite gelegenen Man
tel mit einem ersten Druckrohrabsatz 13 versehen, auf dem ein
Druckrohr 14 aus antimagnetischem Material angebracht ist.
Der erste Kernabschnitt 8 ist weiterhin im Bereich der ersten
Stirnfläche 11 mit einer Stößelaufnahmebohrung 15 versehen,
die im Bereich der Längsachse 10 verläuft. Die Stößelaufnah
mebohrung 15 erweitert sich dabei in Richtung auf die erste
Kernseitenfläche 12 zu einem ersten Stößelbohrungsabschnitt
16. Dabei ist ein im wesentlichen stabförmiger Ankerstößel 17
in die Stößelaufnahmebohrung 15 eingesetzt und dort befe
stigt.
Der zweite Kernabschnitt 9 weist an seinem in Fig. 1 rechts
seitig gelegenen Ende eine zweite Stirnfläche 18 auf, die
sich als Schnittebene einer zu der Längsachse 10 senkrecht
verlaufenden Ebene mit dem zweiten Kernabschnitt 9 ergibt. An
dem der zweiten Stirnfläche 18 gegenüberliegenden Ende des
zweiten Kernabschnitts 9 ist eine zweite Kernseitenfläche 19
ausgebildet, die sich als Schnittfläche einer schräg zur der
Längsachse 10 verlaufenden Ebene mit dem zweiten Kernab
schnitt 9 ergibt. Die zweite Kernseitenfläche 19 und die er
ste Kernseitenfläche 12 sind bezüglich einer senkrecht zur
Längsachse 10 verlaufenden Symmetrieebene 20 zueinander sym
metrisch angeordnet.
Im Inneren des zweiten Kernabschnitts 9 ist entlang der
Längsachse 10 weiterhin ein zweiter Stößelbohrungsabschnitt
26 ausgebildet, dessen Durchmesser mit dem des ersten Stößel
bohrungsabschnitts 16 übereinstimmt. Dabei durchtritt der An
kerstößel 17 den zweiten Stößelbohrungsabschnitt 26 und tritt
auf der zweiten Stirnfläche 18 aus. Auf dem aus dem zweiten
Kernabschnitt 9 austretenden Abschnitt des Ankerstößels 17
ist dieser zu einem Betätigungskugelabschnitt 27 verdickt
ausgebildet.
Auf seiner Außenseite ist der zweite Kernabschnitt 9 mit ei
nem umlaufenden zweiten Druckrohrabsatz 21 versehen, auf dem
das Druckrohr 14 angeordnet ist. Dadurch ist der zweite Kern
abschnitt 9 über das Druckrohr 14 mit dem ersten Kernab
schnitt 8 verbunden, wobei durch die erste Kernseitenfläche
12, durch die zweite Kernseitenfläche 19 und durch die Innen
seite des Druckrohrs 14 ein Ankerraum 22 ausgebildet wird,
der im Querschnitt im wesentlichen die Form eines Trapezes
aufweist.
Im Ankerraum 22 ist ein Magnetanker 23 angeordnet, der aus
magnetisierbarem Material hergestellt ist. Der Magnetanker 23
hat im wesentlichen die Form eines Zylinders, dessen Symme
trieachse parallel zur Längsachse 10 verläuft. Die beiden
Stirnflächen des Magnetankers 23 verlaufen schräg zur Längs
achse 10, wobei eine Stirnfläche als erste Ankerseitenfläche
24 ausgebildet ist, die im wesentlichen parallel zu der er
sten Kernseitenfläche 12 verläuft. Die andere Stirnfläche des
Magnetankers 23 ist als zweite Ankerseitenfläche 25 ausge
formt, die im wesentlichen parallel zur zweiten Kernseiten
fläche 19 verläuft. Entlang der Längsachse 10 ist der Magne
tanker 23 mit einer Magnetankerbohrung 26 versehen, durch die
der Ankerstößel 17 verläuft. Der Magnetanker 23 ist fest auf
dem Ankerstößel 17 befestigt und so im Ankerraum 22 angeord
net, daß im Ruhezustand des Magnetankers 23 zwischen seiner
äußeren Oberfläche und der inneren Oberfläche des Ankerraums
22 allseitig ein Luftspalt ausgebildet ist.
Aufgrund der Anordnung des Magnetankers 23 auf dem im ersten
Kernabschnitt 8 befestigten Ankerstößel 17 verlagert sich der
Betätigungskugelabschnitt 27 des Ankerstößel 17 bei einer Be
wegung des Magnetankers 23 im Ankerraum 22 in einer Bewe
gungsrichtung, die Fig. 1 durch zwei Bewegungspfeile 28 an
gedeutet ist.
Zur Veranschaulichung der Funktion des Pols 1 wird in Fig. 2
ein vergrößerter Ausschnitt der Darstellung aus Fig. 1 ver
wendet, wobei der vergrößerte Ausschnitt in Fig. 2 durch ei
ne auch in Fig. 1 eingezeichnete Umrißlinie 29 begrenzt
wird. Weiterhin wird zur Veranschaulichung eine in Fig. 1
beispielhaft eingezeichnete magnetische Feldlinie 30 herange
zogen, die den magnetischen Fluß durch den Pol 1 veranschau
licht, wenn die Spulenwicklung 7 mit elektrischer Energie
versorgt wird. Wie man in Fig. 2 sieht, weist die magneti
sche Feldlinie 30 einen ersten Feldlinienabschnitt 31 auf,
der innerhalb des ersten Kernabschnitts 8 verläuft, und zwar
im wesentlichen parallel zur Längsachse 10. Weiterhin weist
die Feldlinie 30 einen zweiten Feldlinienabschnitt 32 auf,
der innerhalb des Magnetankers 23 verläuft, und zwar eben
falls im wesentlichen parallel zur Längsachse 10. Schließlich
weist die magnetische Feldlinie 30 einen dritten Feldlinien
abschnitt 33 auf, der im wesentlichen parallel zur Längsachse
10 innerhalb des zweiten Kernabschnitt 9 verläuft.
In den Luftspalten zwischen dem Magnetanker 23 und der ersten
Kernseitenfläche 12 bzw. der zweiten Kernseitenfläche 19
weist die Feldlinie 30 einen ersten Übergangsfeldlinienab
schnitt 34 bzw. einen zweiten Übergangsfeldlinienabschnitt 35
auf. Der erste Übergangsfeldlinienabschnitt 34 verläuft dabei
senkrecht zu der ersten Kernseitenfläche 12 und zur ersten
Ankerseitenfläche 24, während der zweite Übergangsfeldlinien
abschnitt 35 senkrecht zur Kernseitenfläche 19 und zur zwei
ten Ankerseitenfläche 25 verläuft.
Durch den magnetischen Fluß durch den Kern 2 wirken im
Luftspalt zwischen dem ersten Kernabschnitt 8 und dem Magne
tanker 23 Kräfte FSL, die parallel zu dem ersten Übergangs
feldlinienabschnitt 34 verlaufen. Außerdem wirken zwischen
dem Magnetanker 23 und der zweiten Kernseitenfläche Kräfte
FSR, die parallel zum zweiten Übergangsfeldlinienabschnitt 35
verlaufen. Diese Kräfte FSL und FSR können in Komponenten zer
legt werden, die parallel zur Längsachse 10 bzw. senkrecht
zur Längsachse 10 verlaufen. Dabei ergibt sich ein linkes
Kräftedreieck 36 und ein rechtes Kräftedreieck 37, die zusam
men mit einem Koordinatensystem 38 in Fig. 2 beispielhaft
dargestellt sind. Die beiden Kräfte FSL und FSR sind betrags
mäßig identisch. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich
ihrer jeweiligen Richtung. Wie man in Fig. 2 sieht, heben
sich deren beiden in x-Richtung verlaufenden Komponenten -Fx
und Fx gegenseitig auf, so daß der Magnetanker 23 in x-
Richtung von keiner Kraft beaufschlagt wird. Die beiden ver
bleibenden Komponenten -Fy der beiden Kräfte FSL und FSR ad
dieren sich zu einer Gesamtkraft -2Fy auf, die den Magnet
anker 23 in einer Richtung entgegengesetzt zur y-Richtung
verlagert.
Wie man in Fig. 2 besonders gut sieht, besteht ein Zusammen
hang zwischen dem Winkel, der zwischen der ersten Kernseiten
fläche 12, der zweiten Kernseitenfläche 19, der ersten Anker
seitenfläche 24 bzw. der zweiten Ankerseitenfläche 25 und der
Längsachse 10 eingeschlossen wird und den Beträgen der in
Richtung der y-Achse wirkenden Kraftkomponenten der beiden
Kräfte FSL und FSR. Durch Variation der vorstehend genannten
Winkel und der Größe des Luftspalts im Ankerraum 22 kann auf
unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der geforderten
Auslenkung des Betätigungskugelabschnitts 27 am Ankerstößel
17 reagiert werden. Je kleiner der Schnittwinkel zwischen der
Längsachse 10 und der ersten Kernseitenfläche 12, der zweiten
Kernseitenfläche 19, der ersten Ankerseitenfläche 24 bzw. der
zweiten Ankerseitenfläche 25 gewählt wird, um so größer ist
der Anteil der jeweiligen Kraftkomponenten in Richtung der y-
Achse.
Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Magnetventil 50 im Quer
schnitt.
Das Magnetventil 50 weist ein Ventilgehäuse 51 auf, in dem
eine Ventilkolbenbohrung 52 mit einem darin eingesetzten Ven
tilkolben 53 vorgesehen ist. Von der Ventilkolbenbohrung 52
aus führen Hydraulikkanäle 54 zu der Außenseite des Ventilge
häuses 51.
Im Bereich je eines Endes des Ventilkolbens 53 ist eine Pol
bohrung 55 ausgebildet, die im wesentlichen senkrecht zur
Ventilkolbenbohrung 52 verläuft. Im Austrittsbereich der Pol
bohrungen 55 sind diese zu Polaufnahmeöffnungen 56 erweitert,
in die jeweils ein Pol 1 aus Fig. 1 eingesetzt sind. Dabei
ist jeweils der zweite Kernabschnitt 9 so weit in die Polauf
nahmeöffnung eingeschoben, bis die Unterseite des Spulenge
häuses 4 an Ventilgehäuse 4 anliegt. In diesem Zustand berüh
ren jeweils die Betätigungskugelabschnitte 27 der Ankerstößel
17 die Enden des Ventilkolbens 53. Ein jeweils auf den ersten
Kernabschnitt 8 aufgesetzter Haltering 57 sichert die Spule 3
auf dem Kern 2 gegen Herunterrutschen.
Im Betrieb verhält sich das Magnetventil 50 wie folgt. Soll
der Ventilkolben 53 in der in Fig. 3 gezeigten Darstellung
nach links verschoben werden, dann wird die Spule 7 des in
Fig. 3 rechts gelegenen Pols 1 mit elektrischer Energie ver
sorgt. Daraufhin bewegt sich der Magentanker 23 des in Fig.
3 rechtsgelegenen Pols 1 nach links und verschiebt dadurch
den Stößel 17 und den Betätigungskugelabschnitt 27 nach
links. Dabei wird der Betätigungskugelabschnitt 27 des in
Fig. 3 links gelegenen Pols 1 ebenfalls nach links verschoben,
bis dieser aufgrund der Verbiegung des Ankerstößels 17 eine
entgegengerichtete Kraft auf den Ventilkolben 53 ausübt, die
so groß ist, daß ein Kräftegleichgewicht herrscht. Falls dies
beispielsweise im Zuge einer Regelung gewünscht ist, kann zu
gleich auch der in Fig. 3 links gelegene Pol 1 betätigt wer
den, indem seine Spulenwicklung 7 mit elektrischer Energie
versorgt wird.
Nach der Unterbrechung der Zufuhr von elektrischer Energie zu
den Spulenwicklungen 7 kehren die Ankerstößel 17 und der Ven
tilkolben 53 wieder in die Fig. 3 gezeigte Ausgangslage zu
rück.
Fig. 4 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Pol 60, der in
wesentlichen Teilen mit dem erfindungsgemäßen Pol 1 aus Fig.
1 übereinstimmt. Gleiche Teile sind daher mit den selben Be
zugsziffern versehen.
Der Pol 60 weist ein Druckrohr 61 auf, das im wesentlichen
die Form eines Hohlzylinders hat. Das Druckrohr 61 gliedert
sich dabei in einen ersten Druckrohrabschnitt 62 aus magneti
sierbarem Material, in einen zweiten Druckrohrabschnitt 63
aus antimagnetischem Material sowie in einen dritten Druck
rohrabschnitt 64 aus magnetisierbarem Material.
Der erste Druckrohrabschnitt 62 und der dritte Druckrohrab
schnitt 64 sind so lang ausgeführt, daß sich die breitere
Seite des Magnetankers 23 gerade noch unter dem ersten Druck
rohrabschnitt 62 bzw. unter dem dritten Druckrohrabschnitt 64
befindet.
In Fig. 4 ist neben der Feldlinie 30 eine Teilfeldlinie 65
eingezeichnet, die ausgehend vom ersten Kernabschnitt 8 in
den ersten Druckrohrabschnitt 62 hinein verläuft und von dort
in die Mantelfläche des Magnetankers 23 eintritt. Im Inneren
des Magnetankers 23 verläuft die Teilfeldlinie 65 parallel
zum zweiten Feldlinienabschnitt 32 am zweiten Druckrohrab
schnitt 63 vorbei, bis sie im Bereich des dritten Druckrohr
abschnitts 64 aus dem Magnetanker 23 austritt. Dort tritt die
Teilfeldlinie 65 in den dritten Druckrohrabschnitt 64 ein,
von wo aus sie in den zweiten Kernabschnitt 9 hinein läuft
und den magnetischen Kreis über das Spulengehäuse 4 und die
Ringscheibe 6 wieder schließt. Der Verlauf der Teilfeldlinie
65 ist in Fig. 5 näher veranschaulicht.
Fig. 6 zeigt eine elektrische Schaltung 66 zum Betrieb des
Pols 60 aus Fig. 4. Von dem Pol 60 ist in Fig. 6 lediglich
die Spule 3 gezeigt. Die Spule 3 ist über einen ersten Schal
ter 67 mit einer Spannung Ub beaufschlagbar. In dem durch den
ersten Schalter 67 geschlossenen Stromkreis ist weiterhin ei
ne Diode 68 angeordnet.
Die elektrische Schaltung 66 weist weiterhin einen zweiten
Schalter 68 auf, über den die Anschlüsse der Spule 3 mit ei
ner zweiten Betriebsspannung Ua beaufschlagbar sind. Dabei
ist die zweite Betriebsspannung Ua größer als die erste Be
triebsspannung Ub.
Im Betrieb verhält sich der gemäß Fig. 6 verschaltete Ma
gnetpol 60 wie folgt. In einem Zustand vor dem Schalten be
findet sich der erste Schalter 67 in geschlossenem Zustand.
In diesem Zustand liegt eine Sättigung im Bereich der
Luftspalte zwischen dem ersten Druckrohrabschnitt 62 und dem
Magnetanker 23 bzw. zwischen dem dritten Druckrohrabschnitt
64 und dem Magnetanker 23 vor. Zum Schalten des Pols 60 wird
der zweite Schalter 69 betätigt, so daß die Spule 3 auch von
der Betriebsspannung Ua versorgt wird. In diesem Zustand ist
die im Arbeitsspalt zwischen dem ersten Kernabschnitt 8, dem
Magnetanker 23 und dem zweiten Kernabschnitt 9 erzeugte Kraft
so groß, daß der Magnetanker 23 in der in Fig. 4 gezeigten
Ansicht nach unten gezogen wird. Dadurch vergrößert sich je
weils der Luftspalt zwischen dem Magnetanker 23 und dem er
sten Druckrohrabschnitt 62 bzw. dem zweiten Druckrohrab
schnitt 63, so daß sich der größere Teil des Flusses des Ma
gnetfelds in den Teil des Arbeitsluftspalts verlagert. Da
durch ergibt sich ein schneller Schaltvorgang des erfindungs
gemäßen Pols 60.
Fig. 7 zeigt ein weiteres schematisches Schaltbild zum Be
trieb des erfindungsgemäßen Pols 60. Gemäß Fig. 7 reicht
hierzu eine einzige Spannungsquelle Ub aus, wobei die Spule 3
über den ersten Schalter 67 sowie über einen Vorwiderstand 70
mit einer durch den Vorwiderstand 70 verminderten Spannung
beaufschlagbar ist. Parallel zum Vorwiderstand 70 ist der
zweite Schalter 69 geschaltet, wobei der zweite Schalter 69
bei Betätigung den Vorwiderstand 70 überbrückt. Auf diese
Weise ist sichergestellt, daß die Spule 3 je nach Stellung
des ersten Schalters 67 und des zweiten Schalters 69 mit ins
gesamt drei verschiedenen Betriebsspannungen beaufschlagbar
ist.
Fig. 8 zeigt ein Schaltbild zum Betrieb eines in dieser An
sicht nicht gezeigten Pols, der eine erste Spule 71 sowie ei
ne zweite Spule 72 aufweist. Dabei dient die erste Spule 71
zur erfindungsgemäßen Vormagnetisierung des Pols, während die
zweite Spule 72 zum Durchschalten des Pols verwendet wird.
Die erste Spule 71 ist über den ersten Schalter 67 mit der
Betriebsspannung Ub beaufschlagt. Die zweite Spule 72 wird
mit dem zweiten Schalter 69 mit der Betriebsspannung Ub be
aufschlagt.
Fig. 9 und Fig. 10 zeigen einen weiteren erfindungsgemäßen
Pol 73, von dem in dieser Ansicht nur ein Magnetanker 74, ein
Druckrohr 75, ein Spulengehäuse 76, eine Spule 77 sowie ein
im Bereich der Spule 77 angeordneter Permanentmagnet 78 zu
sehen ist.
Im Betrieb des Pols 73 wird die Vormagnetisierung des Magne
tankers 74 durch den Permanentmagneten 78 bewirkt. Zur Betä
tigung des Pols 73 kann die Spule 77 mit einer ersten Be
triebsspannung Ua und mit einer zweiten Betriebsspannung Ub
beaufschlagt werden, was in Fig. 9 besonders gut zu sehen
ist. Die Spannungen Ua und Ub haben jeweils eine umgekehrte
Polarität, so daß die Spule 77 über Schalter 79 zum Einschal
ten bzw. zum Ausschalten des Permanentmagneten 78 umpolbar
ist.
1
Pol
2
Kern
3
Spule
4
Spulengehäuse
5
Kernöffnung
6
Ringscheibe
7
Spulenwicklung
8
Erster Kernabschnitt
9
Zweiter Kernabschnitt
10
Längsachse
11
Erste Stirnfläche
12
Erste Kernseitenfläche
13
Erster Druckrohrabsatz
14
Druckrohr
15
Stößelaufnahmebohrung
16
Erster Stößelbohrungs
abschnitt
17
Ankerstößel
18
Zweite Stirnfläche
19
Zweite Kernseitenfläche
20
Symmetrieebene
21
Zweiter Druckrohrabsatz
22
Ankerraum
23
Magnetanker
24
Erste Ankerseitenfläche
25
Zweite Ankerseitenfläche
26
Zweiter Stößelbohrungs
abschnitt
27
Betätigungskugel
abschnitt
28
Bewegungspfeil
29
Umrißlinie
30
Feldlinie
31
Erster Feldlinienab
schnitt
32
Zweiter Feldlinienab
schnitt
33
Dritter Feldlinienab
schnitt
34
Erster Übergangsfeld
linienabschnitt
35
Zweiter Übergangsfeld
linienabschnitt
36
Linkes Kräftedreieck
37
Rechtes Kräftedreieck
38
Koordinatensystem
50
Magnetventil
51
Ventilgehäuse
52
Ventilkolbenbohrung
53
Ventilkolben
54
Hydraulikkanal
55
Polbohrung
56
Polaufnahmeöffnung
57
Haltering
60
Pol
61
Druckrohr
62
erster Druckrohrab
schnitt
63
zweiter Druckrohrab
schnitt
64
dritter Druckrohrab
schnitt
65
Teilfeldlinie
66
elektrische Schaltung
67
erster Schalter
68
Diode
69
zweiter Schalter
70
Vorwiderstand
71
erste Spule
72
zweite Spule
73
Pol
74
Magnetanker
75
Druckrohr
76
Spulengehäuse
77
Spule
78
Permanentmagnet
79
Schalter
Claims (19)
1. Pol (1) für einen Magneten insbesondere zur Verwendung in
einem hydraulischen Magnetventil (50), mit einem aus ma
gnetisierbarem Material hergestellten, sich entlang einer
Längsachse (10) erstreckenden Spulenkern (8, 9), wobei
der Pol (1) weiterhin die folgenden Merkmale aufweist:
- - in einer im Inneren des Spulenkerns (8, 9) verlaufen den Stößelöffnung (16) ist ein im wesentlichen paral lel zur Längsachse (10) verlaufender Ankerstößel (17) vorgesehen,
- - auf dem Ankerstößel (17) ist wenigstens ein Magnetan ker (23) vorgesehen, der wenigstens eine Ankerseiten fläche (19, 24) aufweist, die von der Längsachse (10) mit einem von 90° verschiedenen Winkel geschnitten wird,
- - der Spulenkern (8, 9) ist im Bereich des Magnetankers (23) unterbrochen ausgeführt.
2. Pol nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Magnetanker zwei Ankerseitenflächen (24, 25) auf
weist, die von der Längsachse (10) mit einem von 90° ver
schiedenen Winkel geschnitten werden.
3. Pol nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Ankerseitenflächen (24, 25) zu einer bezüglich
der Längsachse (10) senkrecht verlaufenden Ebene (20)
symmetrisch ausgebildet sind.
4. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Spulenkern (8, 9) wenigstens eine Kernseitenfläche
(12, 19) aufweist, die von der Längsachse (10) mit einem
von 90° verschiedenen Winkel geschnitten wird.
5. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Spulenkern (8, 9) zwei Kernseitenflächen (12, 19)
aufweist, die von der Längsachse (10) mit einem von 90°
verschiedenen Winkel geschnitten werden.
6. Pol nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Kernseitenflächen (12, 19) zu einer bezüglich
der Längsachse (10) senkrecht verlaufenden Ebene (20)
symmetrisch ausgebildet sind.
7. Pol nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und nach einem der
Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
je eine Ankerseitenfläche (24, 25) im wesentlichen paral
lel zu je einer Kernseitenfläche (12, 19) verläuft.
8. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem unterbrochenen Bereich des Spulenkerns (8, 9) ein
Verbindungsbereich (14) vorgesehen ist, der antimagneti
sches Material aufweist.
9. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem unterbrochenen Bereich des Spulenkerns (8, 9) ein
Verbindungsbereich vorgesehen ist, der magnetisierbares
Material (62, 64) aufweist.
10. Pol nach Anspruch 8 und/oder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verbindungsbereich (14) eine rohrförmige Gestalt auf
weist und unterbrochene Abschnitte des Spulenkerns mit
einander verbindet.
11. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Spulenkern (8, 9) als im wesentlichen zylindrischer
Rohrabschnitt ausgebildet ist.
12. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
daß der Magnetanker (23) als im wesentlichen zylindri
scher Rohrabschnitt ausgebildet ist.
13. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein erstes Ende des Ankerstößels (17) mit einem ersten
Ende (11) des Spulenkerns (8, 9) fest verbunden ist.
14. Pol nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein zweites Ende des Ankerstößels (17) über ein zweites
Ende (18) des Spulenkerns (8, 9) hinausragt.
15. Magnet insbesondere für ein hydraulisches Magnetventil,
mit einem Pol (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, wobei ferner im Bereich des Spulenkerns (8, 9) we
nigstens eine elektrische Spule (3) vorgesehen ist.
16. Magnet nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei insbesondere zueinander koaxial angeordnete elektri
sche Spulen vorgesehen sind.
17. Magnet nach Anspruch 15 oder nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrische Spule (3) bzw. die elektrischen Spulen
mit wenigstens drei unterschiedlichen Betriebsspannungen
beaufschlagbar ist bzw. sind.
18. Magnet nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich des Spulenkerns ein Dauermagnet (78) angeord
net ist.
19. Hydraulisches Magnetventil (50) mit wenigstens einem Ma
gneten nach einem der Ansprüche 15 bis 18, wobei das Ma
gnetventil (50) einen durch den Ankerstößel (17) betätig
baren Ventilschieber (53) aufweist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10003427A DE10003427A1 (de) | 1999-02-22 | 2000-01-26 | Elektromagnet und hydraulisches Ventil mit einem solchen Elektromagneten |
| EP00903695A EP1155421A1 (de) | 1999-02-22 | 2000-02-15 | Elektromagnet und hydraulisches ventil mit einem solchen elektromagneten |
| US09/913,399 US6484998B1 (en) | 1999-02-22 | 2000-02-15 | Electromagnet and hydraulic valve comprising such an electromagnet |
| PCT/EP2000/001217 WO2000051145A1 (de) | 1999-02-22 | 2000-02-15 | Elektromagnet und hydraulisches ventil mit einem solchen elektromagneten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19907536 | 1999-02-22 | ||
| DE10003427A DE10003427A1 (de) | 1999-02-22 | 2000-01-26 | Elektromagnet und hydraulisches Ventil mit einem solchen Elektromagneten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10003427A1 true DE10003427A1 (de) | 2000-08-24 |
Family
ID=7898412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10003427A Withdrawn DE10003427A1 (de) | 1999-02-22 | 2000-01-26 | Elektromagnet und hydraulisches Ventil mit einem solchen Elektromagneten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10003427A1 (de) |
-
2000
- 2000-01-26 DE DE10003427A patent/DE10003427A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110802 |