DE1000593B - Verfahren zur Herstellung von einseitig offenen Behaeltern mit stark abgerundeten Ecken und Kanten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von einseitig offenen Behaeltern mit stark abgerundeten Ecken und Kanten

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DE1000593B
DE1000593B DEW13326A DEW0013326A DE1000593B DE 1000593 B DE1000593 B DE 1000593B DE W13326 A DEW13326 A DE W13326A DE W0013326 A DEW0013326 A DE W0013326A DE 1000593 B DE1000593 B DE 1000593B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N5/00Manufacture of non-flat articles
    • B27N5/02Hollow articles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von einseitig offenen, insbesondere zur Aufnahme von Musikinstrumenten, Schreibmaschinen, Radiiogeräten, Plattenspielern od. dgl. bestimmten Behältern mit stark abgerundeten Ecken und Kanten durch Verpressen von feinen Abfällen von Holz, Papier oder Pappe mit oder ohne Zusatz von Filzresten oder Textilabfällen unter geringem Zusatz von verdünntem Kunstharzleim in einer beheizten Preßform durch einen Preßstempel.
Es sind ähnliche Verfahren zur Herstellung von solchen Behältern bekannt, bei denen aber kein Verpressen in einzelnen Arbeitsstufen, sondern in einem einzigen Arbeitsgang stattfindet, wobei Kerne zur Anwendung kommen, die zur Bildung des Hohlraumes im Anschluß an den Preßvorgang herausgenommen werden. Bei diesem Verfahren wird eine im wesentlichen gleichmäßige Verfestigung der Preßmasse wohl erzielt, wenn es sich um die Herstellung von schalenartigen Behältern handelt. Sollen jedoch Behälter mit hohen Seitenwänden, wie etwa ein Geigenkasten, geformt werden., so ist dieses wegen der schlechten Fließfähigkeit der Alasse nicht möglich.
Es ist auch bekannt, aus Preßmasse Formkörper herzustellen, die abschnittsweise verschiedene Dichten nach dem Preßvorgang aufweisen. Hierbei kommen unter verschiedenen Stempeln unterschiedliche Preßstoffmengen zur Anwendung, die auf die gleiche Höhe zur Bildung von Platten verpreßt werden, so daß eine Verrippung oder die Anordnung von Leisten fortfallen kann.
Außerdem ist die Herstellung von Formteilen, die als einseitig offene Behälter ausgebildet sind, bekannt, und zwar derart, daß die Preß stempel gegen einen zentral angeordneten Kern zur Wirkung gebracht werden können. Diese Art des Verpressens bringt den Nachteil mit sich, daß die Preßmasse an den Kanten, an denen die waagerecht und senkrecht wirkenden Stempel in der Endstellung zusammenkommen, wesentlich stärker verpreßt wird als in den übrigen Abschnitten. Diese unterschiedliche Dichte der Preßmasse gerade an den Kanten führt zu Nahtstellen, die leicht zu einem Abplatzen der Seitenwände bzw. des Bodens führen können.
Eine einwandfreie Herstellung von einseitig offenen Behältern wird durch das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß in eine in bekannter Weise beheizte Preßform eine etwas größere Preßmassenmenge eingebracht wird, als für den Boden des Behälters erforderlich ist. Die eingebrachte Preßmasse wird durch den Preßstempel gepreßt, wobei die überschüssige Preßmasse in einem Spalt zwischen Preßformseitenwand und Preßstempel verbleibt. An-
Verfahren zur Herstellung von einseitig
offenen Behältern mit stark abgerundeten
Ecken und Kanten
Anmelder: Willibald Winter,
Bubenreuth bei Erlangen
schließend wird der Spalt mit Preßmasse angefüllt und mit einem Preßring auf die gewünschte Höhe der Seitenwand des Behälters zusammengepreßt, und
so dabei verbindet sie sich mit der zuvor eingebrachten, bereits verdichteten Masse, so daß die Naht an einer Stelle geringster Beanspruchungen zu liegen kommt. Um das fertige Formteil gegen Feuchtigkeitseinflüsse zu schützen, kann dieses mit einem Lack od. dgl.
überzogen werden.
In der Zeichnung ist als Beispiel ein Geigenkastenunterteil und die Vorrichtung zu seiner Herstellung in verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Draufsicht auf einen Geigenkastenunterteil,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig. i, und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. i,
Fig. 4 bis 7 die Vorrichtung nach der Erfindung
und die aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge beim Pressen des Geigenkastenunterteils nach Fig. ι bis 3.
Für die Herstellung des Geigenkasteniunterteils: 1 wird zunächst in der Preßform 2 eine etwas größere Menge Preßmasse 5 eingefüllt, als für die Bodenplatte des Geigenkastenunterteils erforderlich ist. Dieses zeigt Fig. 4. Anschließend wird der Preßstempel 3 von einer entsprechenden Vorrichtung geführt, beispielsweise hydraulisch in die Preßform 2 eingeschoben. Dabei wird die Preßmasse 5 zusammengepreßt, und zwar bis auf die gewünschte Wandstärke des Bodens. Die überschüssige Preßmasse verbleibt in dem Spalt 6 zwischen dem Preßstempel 3 und der Innenseitenfläche der Form 2, wie aus Fig. 5 zu entnehmen ist. Anschließend wird der Spalt 6 entsprechend Fig. 6 mit weiterer Preßmasse 7 aufgefüllt, danach der Druckring 4 aufgesetzt und mit diesem die im Spalt befindliche Preßmasse so weit zusammengepreßt, daß

Claims (1)

  1. die Seitenwände des Geigenkastenunterteils die gewünschte Höhe erhalten.
    Den fertigen Geigenkastenunterteil in der Preßform 2 nach dem Preßvorgang veranschaulicht Fig. 7. Durch eine entsprechende Vorausbestimmung der bei den einzelnen Arbeitsgängen einzubringenden Preßmasse 5, 7 läßt sich jeweils die gewünschte Dichte der zusammengedrückten Preßmasse erzielen. Das Beheizen der Form 2 bzw. des Stempels 3 kann in bekannter Weise erfolgen. Daher ist auf eine Darstellung der Heizvorrichtung verzichtet worden.
    Nach dem Aushärten der Preßmasse wird der Preßring 4 und der Preßstempel 3 aus der Form 2 herausgehoben und der fertige Geigenkastenunterteil entnommen. Dieser kann durch Aufbringen einer Lackschicht feuchtigkeitsunempfmdlich gemacht werden. Die Herstellung anderer Behälterteile dieser Art, z. B. für Schreibmaschinen, Radiogeräte, Plattenspieler od. dgl. kann mit einer deren Form entsprechenden Vorrichtung nach dem gleichen Verfahren erfolgen.
    P A T ] ·: K Ϊ ANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von einseitig offenen Behältern mit stark abgerundeten Ecken und Ivanten, insbesondere zur Aufnahme von Musikinstrumenten, Schreibmaschinen, Radiogeräten, Plattenspielern od. dgl., durch Verpressen von feinen Abfällen von Holz, Papier oder Pappe mit oder ohne Zusatz von Filzresten oder Textilabfällen unter geringem Zusatz von verdünnten Kunstharzleim in einer beheizten Preßform mittels eines Preßstempels, dadurch gekennzeichnet, daß in die Preßform (2) eine etwas größere Preßmassenmenge (5) eingebracht wird, als für den Boden des Behälters (1) erforderlich ist, die eingebrachte Preßmasse durch den Preßstempel (3) gepreßt wird, wobei die überschüssige Preßmasse in einen Spalt (6) zwischen Preßformseitenwand und Preßstempel verbleibt, und daß anschließend der Spalt (6) mit Preßmasse (7) angefüllt und diese mit einem Preßring (4) auf die gewünschte Höhe der Seitenwände des Behälters zusammengepreßt wird und sich dabei mit ao der zuvor eingebrachten, bereits verdichteten Preßmasse (5) verbindet.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    österreichische Patentschrift Nr. 162232;
    schweizerische Patentschrift Nr. 272 030.
    Hierzu τ Blatt Zeichnungen
    © 609 740/353 12.
DEW13326A 1954-02-24 1954-02-24 Verfahren zur Herstellung von einseitig offenen Behaeltern mit stark abgerundeten Ecken und Kanten Pending DE1000593B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT162232B (de) * 1945-08-16 1949-02-10 Karl Dr Peschek Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Hohlkörpern
CH272030A (de) * 1949-03-04 1950-11-30 Holzwerke H Wilhelmi Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Faserstoffen.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT162232B (de) * 1945-08-16 1949-02-10 Karl Dr Peschek Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Hohlkörpern
CH272030A (de) * 1949-03-04 1950-11-30 Holzwerke H Wilhelmi Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Faserstoffen.

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