DE10005C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen LampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
Landscapes
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Radiation-Therapy Devices (AREA)
Description
1879.
Klasse 21.
WILLIAM EDWARD SAWYER in NEW-YORK. Neuerungen an elektrischen Lampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1879 ab.
Die Neuerungen beziehen sich auf elektrische Lampen mit Glühlicht. Die Erfahrung hat gelehrt,
dafs die Kohlenstäbchen, welche in Glühlichtlampen zur Verwendung kommen, nach einer gewissen Zeit aufhören, einen vollkommenen
Contact mit ihren Haltern zu bilden, was alsdann zur Folge hat, dafs sich der Volta'sche Bogen bildet. Dies hat wiederum
zur Folge, dafs sich die Kohlenstäbchen zersetzen und rasch kürzer werden, so dafs man
die Lampen öffnen und die Stäbchen erneuern mufs.
Ferner hat die Erfahrung gelehrt, dafs dieses Kürzerwerden der Kohlenstäbchen in der Regel
an dem Contacte mit dem oberen Halter stattfindet, wahrscheinlich infolge der Concentration
der Hitze an diesem Punkte, und dafs das Kürzerwerden nur ungefähr '/13 cm beträgt.
Bei Lampen der einfachsten Art hält ein Kohlenstab bis zur Bildung des VoIta'sehen Bogens
ungefähr 5 Stunden, während bei den besten Lampen die Dauer mehr wie 200 Stunden beträgt;
bei manchen Lampen kann eine Dauer von 1000 Stunden erzielt werden, ja es ist sogar
möglich, dafs sich der Bogen gar nicht bildet; in der Regel aber ist die Dauer der
Kohlen bei Lampen der bisherigen Art so unbestimmt, dafs eine allgemeinere Anwendung
derselben aus diesem Grunde bisher nicht stattgefunden hat.
Die vorliegende Erfindung ist dazu bestimmt, diesem Uebel abzuhelfen. Dieselbe besteht in
einer Vorrichtung, welche sofort, wenn der Contact unvollständig werden sollte, neue Berührungspunkte
herstellt. Zu diesem Zwecke wird in die verschlossene Glocke, in welcher
sich die Lampe befindet, eine lange Kohlenstange gesetzt, welche, wenn es nöthig ist,
durch magnetische Wirkung von aufsen vorgerückt wird.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht der Lampe,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine obere Ansicht des oberen Theiles,
Fig. 4 eine obere Ansicht des Vorrückungsmechanismus,
Fig. 5 ist eine Ansicht der Lampe mit dem Stromschalter, welcher gleichzeitig dazu dient,
den Kohlenstab, wenn nöthig, durch magnetische Wirkung vorrücken zu lassen.
A ist eine Glasglocke mit Rand A1, gegen dessen unteres Ende der Glasdeckel B angeschliffen
ist. C ist ein Metallrand, welcher auf dem Rande A' aufruht. Zwischen beiden Rändern
liegt ein Dichtungsring G. D ist ein hölzerner Rand, welcher den auf dem Deckel B
aufruhenden Metallrand E trägt. F F sind Schrauben, mit deren Hülfe die Ränder C und E
zusammengezogen werden, um den Deckel auf die Glocke festzuklemmen. H ist eine Scheibe
aus Kupfer, in welche drei Spiralfedern / eingelassen sind. Diese Federn halten die Scheibe H
von den Seiten der Glocke entfernt und halten sie gleichzeitig in ihrer Stellung.
Durch die Scheibe H geht die lange, spiralförmig gewundene Kupferröhre R und wird
durch die Muttern L und L' an derselben festgehalten.
Das untere Ende dieser Röhre ist in die Mutter 61 eingelöthet, welche durch den
röhrenförmigen, mit dem Verschlufshahn T1 versehenen Bolzen T an den Deckel B angezogen
wird. Wenn die Glocke mit einem Gase gefüllt wird, welches die Kohle am Verbrennen
hindert, so tritt das Gas in den röhrenförmigen Bolzen T und prefst sich durch die Mutter und
die gewundene Röhre R nach dem oberen Theile der Glocke und verdrängt auf diese
Weise die Luft, welche durch die Oeffnung und den Verschlufshahn Q ' des röhrenförmigen
Bolzens Q entweicht.
Durch die Scheibe H geht das Gestell J, welches durch Glimmerringe KK von der
Scheibe H isolirt ist und dessen gebogener Arm g eine gekehlte Kohlenscheibe h trägt, die
sich um A1 dreht. In demselben Gestelle ist ein zweiter gebogener Arm i drehbar befestigt,
welcher eine zweite gekehlte Kohlenscheibe j trägt, die sich um /' dreht. Das Gestell J ist
durch die Mutter N an die Scheibe befestigt. Das unter der Mutter N befindliche Stück M
dient als Verbindung mit dem langen, gewundenen Conductor O, dessen unteres Ende in
das Messingstück P eingeschraubt ist. Letzteres dient sowohl als Gestell für den Vorrückungsmechanismus,
als auch als Mutter für den röhrenförmigen Bolzen Q. An dem gewundenen Conductor O ist ein Arm / befestigt, auf welchem
die Justirschraube und Mutter m m ' sitzen. Mit Hülfe dieser letzteren wird die Spannung
der Spiralfeder n, welche mit dem gebogenen
Arm i verbunden ist, regulirt, derart, dafs die beiden Kohlenscheiben j h mit dem erforderlichen
Drucke gegeneinander gehalten werden. Das Glasgelenk o, Fig. i, isolirt den Arm / von
dem gebogenen Arm i. In die Scheibe H, in einer Linie mit der Rinne in den Kohlenscheiben
j Ji, ist eine mit einem seitlichen Schlitze versehene Röhre b eingeschraubt. In
dieser steckt ein Kolben, dessen Lappen a an einem feinen Stahldraht Y befestigt ist. Letzterer
geht über die Scheibe Z und von dort über die isolirte Holztrommel W- auf der
Welle W\ welche sich in Lagern P1P1 dreht.
An dem oberen, über die Scheibe H hinausragenden Ende der Röhre b sitzt ein Kohlenstück
/, welches in der in Fig. ι dargestellten Weise an einer Stelle weggeschnitten ist. Ein
gebogener Arm e ist bei «' drehbar an die Scheibe H befestigt. An diesen Arm ist das
Kohlenstück/1 mit Hülfe der Schraube/2 angeschraubt. Am unteren Ende des Rohres b
sitzt ein Arm c, an welchem die Justirschraube d' und Mutter d2 befestigt sind. Mit Hülfe der
letzteren wird die Spannung der Spiralfeder d, welche mit dem gebogenen Arme e in Verbindung
steht, regulirt. Die Feder d hält die beiden Kohlenstücke//' gegeneinander geprefst.
In dem Rohre steckt der lange Kohlenstab k, welcher zwischen den beiden Stücken / und /'
hindurchgeht. Beim Betriebe der Lampe wird das zwischen den Scheiben j Ji und den
Stücken//1 befindliche Stück dieser Stange b zum Glühen gebracht. Durch Drehen der
Trommel W^ wird der Draht Y aufgewunden
und die Kohlenstange nach oben geschoben. Die Scheiben//S können sich drehen, gestatten
daher der Kohlenstange, sich auszudehnen und zusammenzuziehen, je nachdem sie warm oder
kalt wird.
Durch den Deckel B geht ein dritter Bolzen U,
welcher durch die Mutter L- befestigt ist. In dem oberen Ende dieses Bolzens bei U ist ein
gebogener Arm V drehbar befestigt. An diesem sitzt eine silberplattirte Eisenscheibe V", welche
über das obere Ende des röhrenförmigen Bolzens Q hinüberragt. Letzterer ist aus weichem
Eisen und mit isolirtem Draht Q3 umwunden. Auf diese Weise bildet er einen Elektromagneten,
dessen einer Pol bei Q2 sichtbar ist.
Die Armatur Vs wird für gewöhnlich von der
Spiralfeder V1, welche mit dem Stifte F1 in dem
Arme V befestigt ist, von dem Magneten Q entfernt gehalten. Die Bewegung der Armatur
wird einerseits durch den Pol des Magneten Q, andererseits durch den einen Schenkel des gebogenen
Armes V, welcher in dem Bolzenkopfe U spielt, begrenzt. An dem Drehzapfen V3 in
dem Arme V sitzt die Sperrklinke V6, welche in dem auf der Welle W sitzenden Sperrrade W
liegt und durch die Feder F4 in demselben gehalten
wird. Auf diese Weise bewegt die Sperrklinke V' bei jeder Schwingung der Armatur F5
das Rad W um einen Zahn vorwärts und windet dabei den Draht Y um die Trommel W-, wodurch
der Kohlenstab k etwas in die Höhe gerückt wird. Ein Sperrkegel X, welcher unter
der Wirkung der an den Ständer P" befestigten Spiralfeder X1 steht, verhindert das Sperrrad W,
sich in entgegengesetzter Richtung zu bewegen.
Alle Fugen der Lampen werden durch Cement, Wachs oder sonst ein passendes Mittel hermetisch abgeschlossen.
In Fig. s ist die Verbindung der Lampe mit dem Stromschalter, mit dessen Hülfe auch der
Vorrückungsmechanismus der Lampe bewegt wird, dargestellt.
P ist eine Metallschale, welche die ganze Basis der Lampe einschliefst und eine mit Gewinde
versehene Oeffnung hat, mit deren Hülfe sie an irgend einem Körper »S befestigt werden
kann.
Der von dem positiven Pole kommende Strom wird durch das isolirende Flutter q nach dem
Magneten Q geleitet, und gelangt von dort durch den Conductor O nach dem Kohlenstabe
k und durch den Conductor H nach dem Bolzen T, von hier durch den Draht t nach
der Schale P und nach der Schraube 61 durch
die Spirale des Elektromagneten U nach dem negativen Pole. Die Armatur r des Magneten U,
welche sich um r'" dreht, wird auf diese Weise,
der Wirkung der Spiralfeder Ux entgegen, von dem Anschlage χ weggezogen. Die Feder IP
ist in einen der Pole des Magneten eingelassen. Mit der Armatur r ist der Draht verbunden,
welcher zu dem Magneten Q führt. -Wenn der Magnet U nicht erregt ist, so wird die Armatur r
von der Feder U1 nach oben gedrängt und kommt mit dem Contacte W1 des bei W' drehbaren
und für gewöhnlich durch die Feder W3 gegen den Anschlag χ angedrückten Hebels W
in Berührung. Bei dieser Stellung der Theile geht der Strom von dem positiven Pole durch
die Lampe nach der Armatur r, und vom Hebel W nach dem negativen Pole. Wenn der
Strom in dem Kohlenstab k unterbrochen ist, wird die Armatur r gelöst und der oben erwähnte
Strom geschlossen, so dafs auf diese Weise das Licht in den anderen Lampen nicht
unterbrochen wird.
Das eine Ende der Spirale des Magneten Q ist in der dargestellten Weise mit dem Magneten
verbunden. Das andere Ende geht durch das isolirte Stück ν nach der Kurbel Z, welche mit
dem Daumen Y auf dem Zapfen Y\ versehen ist. Um den Magneten Q zu erregen und den
Kohlenstab vorzurücken, wird die Kurbel Z gedreht, so dafs der Daumen Y mit dem Hebel W
in Berührung kommt und dessen Verbindung mit der Armatur r unterbricht. Alsdann geht
der Strom nicht mehr von dem positiven Pole nach der Armatur r und dem Hebel W zu dem
negativen Pole, sondern durch die Spirale Q nach dem Daumen Y und dem Hebel W1 erregt
auf diese Weise den Magneten Q und bewegt das Sperrrad, welches den Kohlenstab vorrückt,
und so fort, bis der Strom durch den Kohlenstab wieder hergestellt ist. Alsdann wird die
Armatur r von neuem angezogen, und die Lampe fungirt weiter.
Der Stromschalter kann auch mit der Basis der Lampe verbunden werden und es können
zwei Magnete vorhanden sein, von welchen der eine dazu dient, den Strom des anderen, welcher
als Vorrückungsmagnet dient, zu öffnen, so lange der Strom in dem Kohlenstab geschlossen
ist, dagegen den Strom dieses Magneten zu schliefsen, wenn der Strom in dem Kohlenstab
unterbrochen ist.
Claims (3)
1. die Führung des oberen Endes des Kohlenstabes zwischen zwei in der angegebenen
Weise gegeneinander gedrückten gekehlten Kohlenscheiben, welche demselben bei seiner
Erwärmung, ohne Gefährdung des sicheren Contactes, Raum zur Ausdehnung gestatten;
2. die beschriebene Vorrichtung zur selbstthätigen Ausschaltung der Lampe beim Erlöschen
derselben;
3. die beschriebene Vorrichtung, um auf Erfordern das Vorschieben des abgebrannten
Kohlenstabes zu bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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