DE10010529C2 - Einrichtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung mit einem Druckmittelanschluß - Google Patents

Einrichtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung mit einem Druckmittelanschluß

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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung mit einem Druckmittelanschluß, mit ei­ nem mit der Druckmittelleitung verbindbaren Verbindungsstück und mit einer Halteeinrichtung, die an ein Gehäuse mittels wenigs­ tens eines Befestigungsmittels befestigbar ist, wobei die Halte­ einrichtung eine Öffnung für den Durchtritt des Verbindungs­ stücks aufweist und wobei insbesondere das wenigstens eine Be­ festigungsmittel beabstandet zu der Achse des Druck­ mittelanschlusses angeordnet ist.
Derartige Einrichtungen sind aus der DE 39 25 293 C3 bekannt.
Derartige vorbekannte Einrichtungen zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung werden insbesondere in Lastkraftwagen für den Anschluß von pneumatischen Versorgungs- und Verbraucherleitungen an pneumatischen Komponenten verwendet. Die gemäß der DE 39 25 293 C3 beschriebene Vorrichtung wird bei der Montage derart ver­ wendet, daß die Halteplatte mit den pneumatischen Schläuchen vorkonfektioniert wird, wobei die Schläuche samt Halteplatte im Lastkraftwagen verlegt werden müssen. Insbesondere bei Verwen­ dung mehrerer Schläuche, die an einer Halteplatte befestigt sind oder werden, ist die Flexibilität beim Verlegen durch die Bünde­ lung der Schläuche erheblich eingeschränkt. Hierdurch ist für den Monteur eine erhebliche Kraftanstrengung nötig, um entspre­ chende Vorrichtungen zu montieren.
Die Vorrichtung gemäß der DE 39 25 293 C3 hat gegenüber dem in dieser Patentschrift genannten Stand der Technik zwar schon den Vorteil, daß an der Vorrichtung relativ wenig zu schrauben ist, um die Druckmittelleitung mit dem Druckmittelanschluß zu verbin­ den, gleichwohl ist auch eine Montage der in der DE 39 25 293 C3 genannten Vorrichtung bzw. eine Konfektionierung der Schläuche in der Nähe der Druckmittelanschlüsse nur erschwert möglich. Ferner ist das Anbringen des Halterings um den Stecker und das Demontieren des in der DE 39 25 293 C3 angegebenen Steckers auf­ grund des Halterings nur erschwert möglich.
Demgegenüber hat die Vorliegende Erfindung die Aufgabe eine Ein­ richtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung mit ei­ nem Druckmittelanschluß anzugeben, deren Montage und Demontage einfach und schnell möglich ist, wobei eine sichere Verbindung der Druckmittelleitung mit dem Druckmittelanschluß gewährleistet sein soll. Es ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfin­ dung, auch bei mehreren pneumatischen Leitungen eine einfache Montage bzw. Demontage dieser Leitungen zu Druck­ mittelanschlüssen zu gewährleisten.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Einrichtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung mit einem Druckmittelanschluß mit einem mit der Druckmittelleitung verbindbaren Verbindungs­ stück und mit einer Halteeinrichtung, die an ein Gehäuse mittels wenigstens eines Befestigungsmittels befestigbar ist und wobei die Halteeinrichtung eine Öffnung für den Durchtritt des Verbin­ dungsstücks aufweist, die dadurch weitergebildet ist, daß ein Rastelement vorgesehen ist, das in die Öffnung steckbar ist, wo­ bei das Verbindungsstück in das Rastelement einbringbar ist und Mittel vorgesehen sind, die ein Einrasten des Verbindungsstücks in dem Rastelement ermöglichen.
Durch Vorsehen eines Rastelements, in das das Verbindungsstück einbringbar ist, ist eine einfach zu realisierende Montage und Demontage möglich, wodurch bei der Montage Zeit und damit Kosten gespart werden.
Vorzugsweise ist das wenigstens eine Befestigungsmittel beabstandet zu der Achse des Druckmittelanschlusses angeordnet.
Vorzugsweise umfaßt das Verbindungsstück einen in das Rastele­ ment einführbaren Ansatz, der wenigstens ein Halteelement um­ faßt. Durch diese Maßnahme ist ein sicherer Halt des Verbin­ dungsstücks in dem Rastelement gewährleistet.
Wenn vorzugsweise das Halteelement eine Halteeinsparung, eine Halteausbuchtung oder eine Haltenut umfaßt, wobei das Halteelement zum Einrasten in das Rastelement vorgesehen ist, ist eine besonders einfache Realisierung des Halteelements möglich.
Vorzugsweise weist das Verbindungsstück wenigstens eine Dichtung auf, wobei wenigstens einer der wenigstens einen Dichtung auf dem Ansatz des Verbindungsstücks näher am freien Ende des Ansat­ zes angeordnet ist als das Halteelement. Vorzugsweise ist eine weitere Dichtung auf dem Ansatz des Verbindungsstücks entfernter vom freien Ende des Ansatzes angeordnet als das Halteelement. Durch die letztgenannte Maßnahme ist ein Abdichten des Verbin­ dungsstücks zum Rastelement möglich.
Wenn vorzugsweise der Ansatz in vollständig in das Rastelement eingeführter Anordnung über das Rastelement in oder an den Druckmittelanschluß ragt, ist eine besonders einfache Dichtungs­ ausgestaltung möglich. Vorzugsweise ist eine Dichtung so ange­ ordnet, daß diese den Ansatz gegen den Druckmittelanschluß ab­ dichtet.
Wenn vorzugsweise das Rastelement wenigstens eine Dichtung um­ faßt, mittels der die Verbindung zum Druckmittelanschluß ab­ dichtbar ist, wobei wenigstens eine Dichtung zum Abdichten des Rastelements zum Ansatz vorgesehen ist, ist eine Dichtung über das Rastelement möglich.
Vorzugsweise umfaßt das Rastelement einen Kragen, insbesondere einen Ringkragen, der ein Durchrutschen des Rastelements durch die Öffnung der Halteeinrichtung insbesondere beim Einführen des Verbindungsstücks verhindert. Durch diese Maßnahme ist die Mon­ tage von Druckmittelleitungen an den Druckmittelanschluß beson­ ders einfach möglich.
Wenn bevorzugterweise das Rastelement an dem Ende, das dem Druckmittelanschluß zugewandt ist, einen Kragen, insbesondere einen teilweise unterbrochenen Ringkragen, umfaßt, der ein Her­ ausrutschen des Rastelements aus der Öffnung der Halteeinrich­ tung verhindert, wenn das Verbindungsstück eingeführt ist, ist eine sichere Handhabung der Druckmittelleitung oder, bei Verwen­ dung mehrerer Druckmittelleitungen an oder in einer Halte­ einrichtung, eine einfache Handhabung möglich. Vorzugsweise ist zum Einführen des Rastelements in die Öffnung der Kragen zum En­ de des Rastelements verjüngt. Durch diese Maßnahme ist es mög­ lich, das Rastelement einfach auf die Halteplatte in die Öffnung zu stecken, und zwar ohne viel Kraftaufwand.
Vorzugsweise ist das Rastelement axial geschlitzt. Vorzugsweise ist das Rastelement wenigstens teilweise flexibel ausgestaltet.
Vorzugsweise ist das Rastelement bei eingeführtem Ver­ bindungsstück in dem Rastelement mittels der Halteeinrichtung, die entlang des Rastelements verschiebbar ist, verspannbar und/oder verriegelbar. Durch diese Maßnahme ist ein fester Sitz der Druckmittelleitung bzw. des Verbindungsstücks am Druckmitte­ lanschluß möglich.
Vorzugsweise ist das Befestigungsmittel eine Schraube oder eine Mutter.
Bevorzugterweise umfaßt die Halteeinrichtung mehrere Öffnungen für den Durchtritt mehrerer Verbindungsstücke, wodurch mittels einer Halteeinrichtung eine lösbare Verbindung von Druckmittel­ leitungen mit Druckmittelanschlüssen realisiert werden kann, wo­ durch die Montage und Demontage weiter vereinfacht wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Be­ zugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine Schnittdarstellung der wesentlichen Komponenten der erfindungsgemäßen Einrichtung in nicht verbundenem oder nicht eingerastetem Zustand, und
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Komponenten aus Fig. 1 in montiertem Zustand.
Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung der für die erfin­ dungsgemäße Einrichtung wesentlichen Komponenten. Eine pneumati­ sche Leitung 10 ist auf einem Stutzen 15 aufgestülpt. Zur Monta­ ge wird diese pneumatische Leitung 10 wie in der Fig. 1 darge­ stellt auf dem Stutzen 15 vorkonfektioniert. Der Stutzen 15 um­ faßt eine Ringnut 17 und ferner einen Dichtring 16, der auf dem Ansatz des Stutzens 15 näher am freien Ende des Ansatzes ange­ ordnet ist als die Ringnut 17. Zur Montage werden nun Kunst­ stoffschnappteile 20 in die Halteplatte 30 eingeschnappt. Hier­ bei können mehrere Kunststoffschnappteile 20 pro Halteplatte 30 vorgesehen sein oder ein Kunststoffschnappteil 20, pro Halteplat­ te 30. In Fig. 1 ist nur ein Kunststoffschnappteil 20 darge­ stellt. Die Halteplatte 30 umfaßt ferner eine Öffnung, durch die eine Schraube 42 geführt werden kann. Das Schnappteil 20 umfaßt axiale Schlitze 23, einen Ringkragen 21 und einen teilweise un­ terbrochenen Ringkragen 22. Das Kunststoffschnappteil 20 ist flexibel ausgestaltet, so daß beim Durchstecken durch die Öff­ nung der Halteplatte 30 nicht zu viel Kraftaufwand benötigt wird.
Ferner umfaßt das Kunststoffschnappteil 20 einen inneren Ring­ kragen 24, der im Eingriff mit der Ringnut 17 des Stutzens 15 gebracht werden kann, so daß der Stutzen 15 in das Kunststoff­ schnappteil 20 einschnappt bzw. einrastet. Die Ringnut 21 dient dazu, daß das Kunststoffschnappteil 20 beim Einführen bzw. bei der Montage nicht durch die Öffnung der Halteplatte 30 hindurch­ rutscht. Bei der Montage werden nach dem Einschnappen der Kunst­ stoffschnappteile 20 in die Halteplatte 30 die pneumatischen Leitungen 10 bzw. der Stutzen 15 in die Kunststoffschnappteile 20 eingeschnappt bzw. eingerastet. Hierdurch werden die Kunst­ stoffschnappteile 20 bis zum Anschlag durch die Halteplatte 30 geschoben.
Anschließend wird die Halteplatte 30 durch eine oder mehrere Schrauben 42 oder Muttern 43 an das Gehäuse 40 verschraubt. Durch die Verschraubung und den Anschlag im Gehäuse 40 werden die Kunststoffschnappteile 20 zurückgeschoben, wobei der Schnapphaken derart ausgeführt ist, daß er durch die Platte 30 verspannt und somit starr verriegelt wird. Halteplatte 30 und Kunststoffschnappteil bzw. Rastelement 20 sind also in diesem Ausführungsbeispiel derart ausgestaltet, daß bei korrekter Mon­ tage eine Verspannung des Rastelements 20 stattfindet. Bei einer derartigen Montage wäre es nur noch möglich, die Verbindung durch eine Zerstörung des Schnapphakens bzw. des Kunststoff­ schnappteils 20 zu lösen. Um die Kunststoffschläuche zu demon­ tieren ist es notwendig, die Halteplatte 30 aus der Anordnung, die in Fig. 2 dargestellt ist, durch Abschrauben der Mutter 43 zu lösen, wodurch die Verriegelung aufgehoben wird.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es möglich, daß die pneuma­ tischen Leitungen ohne Halteplatte in einem Lkw verlegt werden können, um anschließend die pneumatischen Leitungen bzw. die in die Leitung eingebrachten Stutzen in das dazugehörige jeweilige Kunststoffschnappteil mit Halteplatte einschnappen bzw. einras­ ten zu lassen. Die Halteplatte wird dann mit dem Gehäuse, an dem die Druckmittelanschlüsse angeordnet sind, verschraubt bzw. auf andere Art befestigt. Eine Demontage ist bei umgekehrter Reihen­ folge auf einfache Art möglich. Durch diese Maßnahme ist es ge­ genüber dem Stand der Technik möglich, erhebliche Kosten bei der Montage einzusparen.
Bezugszeichenliste
10
pneumatische Leitung
15
Stutzen
16
Dichtring
17
Ringnut
20
Kunststoffschnappteil
21
Ringkragen
22
unterbrochener Ringkragen
23
Schlitz
24
innerer Ringkragen
30
Halteplatte
40
Gehäuse
41
Druckmittelanschluß
42
Schraube
43
Mutter

Claims (14)

1. Einrichtung zum lösbaren Verbinden einer Druckmittelleitung (10) mit einem Druckmittelanschluß (41) mit einem mit der Druck­ mittelleitung (10) verbindbaren Verbindungsstück und mit einer Halteeinrichtung, die an ein Gehäuse (40) mittels we­ nigstens eines Befestigungsmittels befestigbar ist und wobei die Halteeinrichtung eine Öffnung für den Durchtritt des Verbindungsstücks aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rastelement vorgesehen ist, das in die Öffnung steckbar ist, wobei das Verbindungsstück in das Rastelement einbringbar ist und Mittel vorgesehen sind, die ein Einrasten des Verbindungsstücks in dem Rastelement er­ möglichen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück einen in das Rastelement einführbaren Ansatz umfaßt, der wenigstens ein Halteelement umfaßt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement eine Halteeinsparung, eine Halteausbuchtung oder eine Haltenut (17) umfaßt, wobei das Halteelement zum Ein­ rasten in das Rastelement vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Verbindungsstück wenigstens eine Dichtung aufweist, wobei wenigstens eine der wenigstens einen Dich­ tung auf dem Ansatz des Verbindungsstücks näher am freien Ende des Ansatzes angeordnet ist als das Halteelement.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Dichtung auf dem Ansatz des Verbindungsstücks ent­ fernter vom freien Ende des Ansatzes angeordnet ist als das Hal­ teelement.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz in vollständig in das Rastelement eingeführter Anordnung über das Rastelement in oder an den Druckmittelanschluß (41) ragt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß we­ nigstens eine Dichtung so angeordnet ist, daß diese den An­ satz gegen den Druckmittelanschluß (41) abdichtet.
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement wenigstens eine Dichtung umfaßt, mittels der die Verbindung zum Druckmitte­ lanschluß (41) abdichtbar ist, wobei wenigstens eine Dichtung zum Abdichten des Rastelements zum Ansatz vorgesehen ist.
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement einen Kragen insbesondere einen Ringkragen (21), umfaßt, der ein Durchrut­ schen des Rastelements durch die Öffnung der Halteeinrich­ tung (30) insbesondere beim Einführen des Verbindungsstücks (15) verhindert.
10. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement an dem Ende, das dem Druckmittelanschluß (41) zugewandt ist, einen Kragen insbesondere einen teilweise unterbrochenen Ringkragen (22), umfaßt, der ein Herausrutschen des Rastelements (20) aus der Öffnung der Halteeinrichtung verhindert, wenn das Verbin­ dungsstück eingeführt ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einführen des Rastelements in die Öffnung der Kragen zum Ende des Rastelements verjüngt ist.
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement axial ge­ schlitzt ist.
13. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingeführtem Verbindungsstück in dem Rastelement mittels der Halteeinrichtung, die entlang des Rastelements verschiebbar ist, das Rastele­ ment verspannbar und/oder verriegelbar ist.
14. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch, kennzeichnet, daß das Befestigungsmittel eine Schraube (42) oder eine Mutter (43) ist.
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