DE10015799C2 - Speisenwärmer zum Warmhalten von Speisen während des Verzehrs - Google Patents
Speisenwärmer zum Warmhalten von Speisen während des VerzehrsInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Speisenwärmer gemäß dem Gattungsbegriff
des Anspruchs 1.
Es besteht beim Verzehr von warmen Mahlzeiten der allgemeine Wunsch,
sie möglichst lange warm zu halten. Dies gilt insbesondere für bereits auf
dem Teller befindliche Speisen, welche, bis zu ihrem vollständigen
Verzehr, auf dem Teller so warm gehalten werden sollen, daß ihr Geschmack
für Speisende, die durch intensives Kauen oder sehr langsames Essen,
längere Esszeiten benötigen, noch voll zur Geltung kommt. Dieser Wunsch
hat nicht nur gesundheitliche Gründe, sonder beruht auf der bekannten
Erfahrung, daß ein auf dem Teller nicht mehr ganz warmer oder bereits
vollständig erkalteter Speiserest nur noch ungern verzehrt wird.
Für noch nicht auf dem Teller befindliche Speisen werden aus den oben
genannten Gründen daher seit langem Warmhalteplatten oder die bekannten
Stövchen mit Kerzen- oder Spiritusbetrieb eingesetzt, die die Speisen
noch vor dem Auflegen auf den Teller möglichst lange warmhalten sollen.
Diese altbekannten Speisenwärmer haben aber sämtlich den Nachteil, daß
sie die Speisen von unten beheizen. Die in entsprechenden Vorlagegeschir
ren auf den Warmhalteplatten bzw. über den Stövchen befindlichen Speisen
köcheln oder verbrennen zum Teil an ihren manchmal nicht mehr ganz ebenen
Bodenstellen, wohingegen ihre Oberfläche oder ihre obere Speisenschicht
trotzdem langsam erkaltet und auch bei sachgemäßer Wärmezufuhr nicht
vollständig durchgewärmt bleibt.
Mit dem Gegenstand des Gebrauchsmusters DE 92 09 649 U1 ist ein Tisch-
Speisewarmhaltegerät mit elektrischer Heizung bekannt geworden, bei
welchem die elektrische Heizung in einem über ein Ständerteil an einer
Grundplatte befestigten Reflektor angeordnet ist, wobei der starr am
Ständerteil befestigte Reflektor in der Höhe verschiebbar in
entsprechendem Abstand über den Speisen anordenbar ist. Mit diesem Gerät
werden die Speisen auf einem Beistelltisch oder neben dem eigentlichen
Sitz- und Essplatz auch auf dem Tisch des Speisenden zwischengelagert
und zur Vermeidung der eingangs genannten Nachteile des Verbrennens der
Speisen im Bodenbereich, von oben mit Hilfe eines Heizstabes warmgehalten.
Ein sehr langsam Speisender muß aber bei diesem Tisch-Speisewarmhaltegerät
aufwendig seinen Teller während des Essens von Zeit zu Zeit erneut auf
die Grundplatte unter den Reflektor mit dem Heizstab stellen, damit er
seine restliche Speise mit Genuß warm verzehren kann. Direkt von der
mit kleinen Füßen versehenen relativ dicken Grundplatte kann der Speisende
nur aus einer erhöhten Position des Tellers essen und muss zudem bei
jedem zum Mund geführten Löffel die Außenkante des Reflektors beachten,
um nicht dagegen zu stoßen. Da der Reflektor bei diesem Warmhaltegerät
lediglich in der Höhe verschoben, nicht aber auch geneigt oder gekippt
werden kann, ist es für den Speisenden relativ schwierig den Löffel
zwischen Außenkante des Reflektors und Oberkante des erhöht positionierten
Tellers hindurch zum Mund zuführen.
Stellt er den Reflektor möglichst hoch, damit der Freiraum zum Essen
groß wird, dann ist entweder die Warmhaltung der Speise auf dem Teller
nicht mehr ausreichend gewährleistet oder der Stromverbrauch schnellt
entsprechend in die Höhe, bzw. man kommt schnell an die Grenze einer
für den Speisenden zuträglichen Erwärmung seiner Umgebungstemperatur,
um noch auf der Speisenoberfläche irgendeine Wirkung zu erzielen.
Mit dem Gegenstand des Gebrauchsmusters DE 18 44 124 U ist eine weitere
Vorrichtung zum Warmhalten und Wiedererwärmen
fertig bereiteter Speisen
bekannt geworden, bei der als Wärmequelle ein Infrarotstrahler mit einem
Reflektor vorgesehen ist, der über einer Platte höhenverstellbar
angeordnet ist. Zwischen Strahler und Platte können bereits bereitete
Speisen, die sich in Tellern, Schüsseln oder dergl. befinden, auf die
gewünschte Temperatur wieder erwärmt werden. Bei dieser Vorrichtung,
sowie auch beim Gegenstand des weiteren bekanntgewordenen Gebrauchsmusters
DE 87 05 540 U1, eine Wärmebrücke zum Warmhalten von Speisen betreffend,
handelt es sich im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung, um relativ
sperrige, schwer zu transportierende, Wärme abstrahlende gastronomische
Großgeräte, die die Speisen in der Küche, auf dem Ausgabetresen zwischen
Küche und Gastraum oder am, sowie in seltenen Fällen, auch auf dem Tisch
des Speisenden vor dem Verzehr warmhalten. Für den direkten Verzehr müssen
in den beiden zuletzt genannten Fällen die Vorlageteller, Vorlagegeschirre
oder Schüsseln extra von den Grundplatten unter den Wärmequellen ein-
oder mehrmals heruntergenommen werden, damit auf dem eigentlichen Ess
teller des Speisenden, z. B. mittels eines Vorlagebestecks vom Vorlage
geschirr oder aus der Schüssel heraus, serviert werden kann.
Es besteht daher der Wunsch, auch die schon auf dem Teller befindlichen
Speisen länger und weniger zerstörend, als bisher bekannt, warm zu halten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Speisenwärmer zu
schaffen, der Speisen während des Verzehrs direkt am Essplatz auf dem
Teller beliebig lange so gut durchwärmt, dass sie an ihrer Oberfläche
bzw. in ihrer oberen Speisenschicht gleichmäßig warm bleiben und weder
am Tellerboden noch an der Oberfläche der Speisen verkochen oder
verbrennen, wobei der Teller nicht jeweils nach dem Erkalten der auf
ihm verbliebenen noch nicht verzehrten Speisen erneut auf eine Grundplatte
unter eine mit elektrischem Strom oder einen andern Energieträger
betreibbare an einem Sockel mittels eines höhenverstellbaren beweglichen
Stützarms befestigbaren Schirms mit Reflektor als Wärmequelle gestellt
werden muss.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im
Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
des erfindungsgemässen Speisenwärmers sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Der erfindungsgemässe Speisenwärmer ist insbesondere für normalhohe runde
Teller, die beim Speisen immer direkt auf der Tischplatte stehen bleiben
können und die einen Durchmesser von ca. 25 cm aufweisen, geeignet. Ein
Schirm mit Reflektor und einer Wärmequelle darin befindet sich etwa 20 cm
über der Speisenoberfläche, so dass die Speise vom Speisenden gut
sichtbar und mit dem Essbesteck leicht erreichbar durch den großen
Zwischenraum zwischen Schirm und Teller hindurch verzehrt werden kann.
Hierzu kann der Schirm mit dem Reflektor und der Wärmequelle darin über
bewegliche Stützarme, sowie Feststellgelenke oder über feststellbare
Scharniere nicht nur in der Höhe verschoben, sondern je nach Bedarf
geneigt oder zur Seite gekippt werden, um einen optimalen Zugang des
Speisenden zur Speise, ohne Behinderung durch den hinter dem Teller
angeordneten Sockel des Speisenwärmers, zu ermöglichen.
Ein schwenk-, dreh- oder klappbarer ggfs. halboffener Lichtfilter an
der Unterseite des Schirms vermindert oder verhindert eine auf der Speise
für den Speisenden und seine Umgebung störende grelle oder reflektierende
Restlichtstrahlung der IR-Wärmequelle.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung misst ein am
obersten Stützarmteil verschwenkbar angeordneter Temperaturfühler
außerhalb des Schirms mittels Mikrowellen (wie z. B. aus der DE 28 03 480 A1
bekannt) die auf die Speisenoberfläche gerichtet sind, berührungslos
laufend die Temperatur und steuert über einen Temperaturregler die
Abstrahlzeit der Wärmequelle in Abhängigkeit zur Speisentemperatur.
Dadurch wird eine zeitweise Überhitzung der Speisenoberfläche mit
Sicherheit vermieden und eine Dauerwärmeabgabe mit dem dadurch notwendigen
lästigen ständigen Aus- und Einschalten der Wärmequelle von Hand, kann
sehr ökonomisch vermieden werden.
Eine zweite Möglichkeit der berührungslosen Temperaturmessung besteht
darin, dass über einen an der Sockelbreitseite möglichst nahe am Tellerrand
angeordneten Temperatursensor (wie er z. B. in der DE 30 39 991 A1
näher beschrieben ist) die gerade herrschende Oberflächentemperatur der
Speise am Tellerrand gefühlt wird und so, z. B. mit Hilfe eines
elektronischen Schwingkreises, die Wärmequelle innerhalb einer
vorwählbaren Temperaturspanne automatisch aus- bzw. wieder eingeschaltet
wird.
Eine dritte Möglichkeit einer sehr genauen Temperaturmessung innerhalb
einer geringen Temperaturspanne besteht darin, dass eine kleine drahtlose
Temperaturmesssonde (wie sie z. B. in der DE 29 35 271 näher beschrieben
ist) direkt in den Tellerrandbereich der Speise gesteckt wird und mit
Hilfe einer Funkeinrichtung laufend ihre Daten an einen Funkempfänger
bzw. einen daran angeschlossenen Temperaturregler übermittelt. Dadurch
ist in vorteilhafter Weise nicht mehr lediglich die Temperatur an der
Speisenoberfläche, sondern auch ein beliebiger vom Speisenden selbst frei
wählbarer Bereich im Innern des auf dem Teller befindlichen Speisenrests
messbar und ohne größere Hysterese schnellstmöglich nahezu automatisch
einstellbar.
Bei einer besonders kompakten Ausführungsform der Erfindung lassen sich
in der Transport und Ruhelage sowohl der Stützarm als auch der Schirm
mit dem Reflektor dicht am schmalen kastenförmigen Sockelbehälter zu
einer Einheit verstauen. Wenn daher der Speisenwärmer beim Essen in einem
Restaurant benötigt wird, kann er dorthin sehr gut transportiert werden
und eine immer gleiche Ausklappstellung des Reflektors bzw. Schirms gegen
über dem Sockelbehälter ist durch voreinstellbare Anschläge an der Behäl
terschmalseite, bzw. am Schirm, leicht zu bewerkstelligen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die perspektivische Darstellung eines Speisenwärmers mit einer
punktförmigen Wärmequelle, einem hyperbolisch geformten Schirm
und einer drahtlosen Temperaturmesssonde,
Fig. 2 die perspektivische Darstellung eines Speisenwärmers mit einem
kastenförmigen Sockelbehälter, einem flachen zylindrischen Schirm
und einem Temperaturfühler am oberen Stützarmteil,
Fig. 2a eine Ansicht des im Schirm von Fig. 2 angeordneten Reflektors
von unten mit einem spirallinienförmig verlaufenden IR-Strahler,
Fig. 2b eine Ansicht eines weitmaschigen Gitters zur Abdeckung des IR-
Strahlers von Fig. 2 und Fig. 2a,
Fig. 3 die perspektivische Darstellung eines transportablen schmalen
kastenförmigen Speisenwärmers in Gebrauchsstellung und
Fig. 3a die perspektivische Darstellung des Speisenwärmers von Fig. 3
in der zusammengeklappten Transport- und Ruhelage.
Zunächst sei darauf hingewiesen, dass die Anwendung der vorliegenden Erfin
dung nicht auf das Warmhalten von Speisen während des Verzehrs beschränkt
ist, auch wenn die vorliegende Erfindung am Anwendungsbeispiel eines
kreisrunden auf einem Tisch stehenden Tellers, der in Fig. 1 dargestellt
ist, beschrieben ist. Der erfindungsgemässe Speisenwärmer kann genauso
gut bei anderen Gelegenheiten des Warmhaltens von Speisen, beispielsweise
beim Warmhalten der zu servierenden Speisen auf einem ovalen oder eckigen
Vorlagengeschirr auf einem Beistelltisch oder direkt in der Küche noch
am Herd mit Vorteil angewandt werden. Die vorliegende Erfindung soll
jedoch nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsformen verschiedener
Speisenwärmer für den Verzehr am Tisch näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt einen Speisenwärmer 1 mit einem erfindungsgemässen Schirm
2 mit einer Wärmequelle 26 (Fig. 2) darin, die ca. 20 cm über einem kreis
runden Teller 11 angeordnet ist. Der Speisenwärmer umfasst einen flachen
schweren Sockel 4, einen Ein- Ausschalter 12 sowie einen flexiblen
Stützarm 3, an dem der Schirm 2 befestigt ist. An der Schirmunterseite
ist ein flacher abklapp- und verdrehbarer halboffener Lichtfilter 13
aufsteckbar angeordnet. Wenn er von der Schirmunterseite an einem
Scharnier (nicht dargestellt) weggeklappt wird, kann die Vorrichtung
mit Zusatznutzen zur Not auch als Lichtquelle genutzt werden.
Der Mittelpunkt 8 sämtlicher vom Schirm 2 kegelförmig ausgehender IR-
Strahlen 7 auf der Speise 9, befindet sich ca. 12,5 cm von der
Sockelbreitseite 6 entfernt. Bei eingeschalteter Wärmequelle, z. B. einem
IR-Strahler 26 (Fig. 2), wird der Teller 11 mit der darauf befindlichen
Speise 9 kreisförmig vollständig von den IR-Strahlen 7 beaufschlagt und
entsprechend erwärmt. Wenn die Speise 9 eine genügend hohe Temperatur
erreicht hat, kann mit dem Ein- Ausschalter 12 der Wärmestrom abgeschaltet
und ein Wärmestau mit den sich daraus ergebenden Folgen einer Überhitzung
der Speisenoberfläche vermieden werden.
Anstelle des ständigen lästigen Ein- und Ausschaltens von Hand, kann
diesen Seuervorgang auch der in die Speise 9 eingesteckte Temperaturfühler
39 mittels Funkübertragung übernehmen. Die Funkempfangseinrichtung wurde
hier aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit eingezeichnet. Sie kann
jedoch sowohl im Sockel 4 als auch im Schirm 2 oder im Stützarm 3
untergebracht sein. Diese direkte und punktuelle Messung der Temperatur
im Innern der Speise 9 ermöglicht eine sehr genaue und schnelle Anpassung
der gesamten Speise oder des noch verbliebenen Speisenrests an die vom
Speisenden gewünschte und entsprechend am Regler (Fig. 2) eingestellte
Esstemperatur.
Fig. 2 zeigt einen Speisenwärmer 10 mit einem kastenförmigen Sockelbehäl
ter 40. Nahe der Behälterbreitseite 60 ist auf der Behälteroberfläche
50 ein aus drei Stützarmteilen 14, 15 und 16 bestehender Stützarm 30
befestigt. Die Stützarmteile 15 und 16 sind über durch Flügelmuttern
(nicht dargestellt) fixierbare Feststellgelenke 17 und 18 in beliebiger
Lage einstellbar. Das oberste Stützarmteil 16 hält einen flachen
zylindrischen Schirm 20 mit Lüftungslöchern 19, 19' und 19" in etwa
20 cm Höhe (wie in Fig. 1) über einer Tischplatte. Das untere Stützarmteil
14 ist senkrecht fest nahe der Behälterbreitseite 60 in der Mitte des
Sockelbehälters 40 verankert und hält über das untere Feststellgelenk
17 das mittlere Stützarmteil 15. Dieses hält wiederum mit dem obersten
Feststellgelenk 18 lösbar das oberste Stützarmteil 16. Im obersten
Stützarmteil 16 befindet sich ein berührungslos messender Temperatur
fühler 21, der mit seinem Messstrahl 24 die Temperatur auf der hier nicht
näher dargestellten Speisenoberfläche misst.
Auf der Behälteroberfläche 50 ist ein Temperaturregler 22, der auch einen
Ein- Ausschalter 120 beinhaltet, vorgesehen, an dem die Höhe der
Oberflächentemperatur der Speise eingestellt und auch entsprechend
angezeigt werden kann. An der Behälterbreitseite 60 befinden sich rechts
und links vom Stützarm 30 am Behälterboden zwei flache Einschuböffnungen
32, 32' für zwei ausziehbare flache Stützfüsse 23, 23' mit vorderen
Griffmulden. Im herausgezogenen Zustand verhindern die Stützfüsse 23,
23' ein Kippen des Speisenwärmers 10, wenn z. B. keine Akkumulatoren im
Sockelbehälter 40 sind oder wenn sowohl die Stützarmteile 15 und 16 als
auch der Schirm 20 zu weit ausladen.
An den Sockelbehälter 40 ist an die andere Behälterbreitseite 60' ein
in seiner Kontur angepasstes Ladegerät 25 angeflanscht. Dadurch werden
die Hebelarmverhältnisse gegenüber dem Stützarm 30 und dem relativ
schweren Schirm 20 vorteilhaft verbessert, so daß der Speisenwärmer
schwerer umkippen kann. Schließlich ist bei einer immer noch vorhandenen
Kippneigung des Speisenwärmers 10 an den Sockelbehälter 40 mitsamt dem
Ladegerät 25 ein beiden Konturen angepasstes zusätzliches schweres Gegen
gewicht 33 anflanschbar. Damit ist die höchstmögliche Kippsicherheit
des Speisenwärmers 10 erreicht, so dass der Schirm 20 am weitesten
entfernt vom Sockelbehälter 40 positionierbar ist.
Die Bezugszeichen der mit dem Speisenwärmer 1 von Fig. 1 ähnlichen oder
gleichen Bauteile, sind beim Speisenwärmer 10 von Fig. 2, zum besseren
Verständnis, durch das Anhängen einer "0" an die ursprünglichen
Bezugszeichen kenntlich gemacht.
Anstelle der im Innern des Sockelbehälters 40 in dieser Fig. 2, in nicht
näher dargestellten Gefachen, angeordneten Batterien oder Akkumulatoren,
kann selbstverständlich auch hier alternativ oder zusätzlich, ein
Netzanschlusskabel (nicht dargestellt) mit entsprechenden
Umschalteinrichtungen vorgesehen werden. Desweiteren können in dem flachen
zylindrischen Schirm 20, anstelle des in Fig. 2a näher beschriebenen
spirallinienförmigen IR-Strahlers 26, auch mehrere kleine hyperbolisch
geformte Reflektoren nebeneinander angeordnet werden. Diese können von
einer zur Hälfte transparenten, unter dem Schirm 20 konzentrisch
verdrehbaren, Lichtfilterscheibe nur zum Teil abgedeckt sein. Dadurch
kann das Verhältnis zwischen Lichteinfall und IR-Strahlen auf die Speise
9, variabel, ohne harten Übergang, am Tisch, je nach Umgebungshelligkeit
und Zimmertemperatur, vom Speisenden durch einfache Drehung der
Filterscheibe von Hand, eingestellt werden.
In Fig. 2a ist eine mögliche Ausführungsform des im Schirm 20 von Fig.
2 angeordneten Reflektors 31 dargestellt. Der Reflektor 31 umfasst einen
spirallinienförmigen IR-Strahler 26, Lüftungslöcher 19, 19', 19" und
einen Absatz 27 für ein in Fig. 2b näher dargestelltes weitmaschiges
Schutzgitter 28 mit einem dem Innendurchmesser des Schirms 20 angepassten
Rand 29. Das Schutzgitter kann jederzeit anstelle oder zusätzlich zum
abziehbaren Lichtfilter 13 (Fig. 1) am Schirm 20 befestigt werden. Dadurch
kann der höchstmögliche Anteil an IR-Strahlen, ohne Gefahr einer Verletzung
durch Berühren der Heizröhre 26, vom Speisenwärmer ausgesendet werden.
Die Wirkungsweise der im vorangehenden beschriebenen Speisenwärmer 1
und 10 ist im wesentlichen auf den häuslichen oder stationären Bedarf
eingeschränkt, da sie aufgrund ihrer sperrigen und ausladenden Bauweise
nur schwer verstaut und transportiert werden können.
Der in den Fig. 3 und 3a perspektivisch dargestellte Speisenwärmer
100 ist, im Gegensatz zu den oben beschriebenen beiden Speisenwärmern
1 und 10, auch für den Transport und die schnelle Aufstellung an einem
beliebigen Ort geeignet. Es werden wiederum die mit den ursprünglichen
Bauteilen, des in Fig. 2 bis 2b dargestellten Speisenwärmers 10, gleichen
oder ähnlichen Bezeichnungen, durch das Anhängen einer weiteren "0" an
die bereits bekannten Bezugszeichen kenntlich gemacht.
In Fig. 3 befindet sich der Speisenwärmer 100 mit aus dem Sockelbehälter
400 herausgeklapptem Schirm 200 in der Gebrauchsstellung. Der Schirm
200 ist mit Hilfe eines biegesteifen Stützarms 300 über feststellbare
Scharniere 170 und 180 am Sockelbehälter 400 in nicht beschränkter Höhe
und am Stützarm 300 in der gewünschten Abstrahlrichtung lösbar befestigt.
Das untere Scharnier 170 befindet sich nahe der vorderen
Behälterschmalseite 600 in einer sich über die gesamte Behälteroberfläche
500 erstreckenden rechteckigen Längsnut 34. Es kann über nicht näher
dargestellte Flügelmuttern am Sockelbehälter 400 fixiert werden. Das
gleiche gilt für das am Schirm 200 befindliche Scharnier 180, es ist
gleichfalls gegenüber dem Stützarm 300 fixierbar.
Die Längsnut 34 ist etwas breiter als der Stützarm 300 und kann diesen
in der eingeklappten Stellung vollständig in sich aufnehmen, so dass
die Oberfläche des Stützarms 300 mit der Behälteroberfläche 500 eine
plane Ebene bildet. An der Behälteroberfläche 500 sind ebenso, wie bei
den zuvor beschriebenen Speisenwärmern 1 und 10, ein Ein- Ausschalter
1200 und eine Anzeigeeinrichtung 35 vorgesehen. Die Anzeigeeinrichtung
35 zeigt z. B. den Ladezustand der im Innern des Sockelbehälters 400 in
einem Gefach 36 befindlichen Akkumulatoren an oder zeigt über ein
zusätzliches Leuchtsignal den Betriebszustand eines ein- oder
ausgeschalteten geradlinigen IR-Strahlers 260 (Fig. 3a) im schmalen
rechteckigen Schirm 200 an.
Neben dem Gefach 36 liegt ganz hinten im schmalen Sockelbehälter 400
ein weiteres Gefach 37 für ein Ladegerät oder ein anderes schweres Gegen
gewicht. Durch diese Art der Hintereinanderschaltung zweier Gefache 36
und 37 für schwere Gegenstände am Boden des Sockelbehälters 400, wird
ein äusserst stabiles Gegengewicht zum Stützarm 300 mit Schirm 200 und
dem darin befindlichen IR-Strahler 260 geschaffen. Gegenüber den weiter
oben bereits beschriebenen Speisenwärmern 1 und 10 wird dadurch bei diesem
Speisenwärmer 100 die Kippneigung in der Gebrauchslage auch aufgrund
seiner schmalen Bauform sehr vorteilhaft weiter vermindert.
Desweiteren ist für eine voreinstellbare Schrägstellung des Stützarms
300 bei etwa 50°, ein feststellbarer Anschlag 38 am Ende der Längsnut
34 auf der Behälterschmalseite 600 vorgesehen; er kann so in den
Schwenkbereich des Stützarms 300 hineinragen, dass er einerseits immer
eine ausreichende Schrägstellung für den Betrieb annehmen kann,
andererseits jedoch nicht bei seinem Einschwenken in die Längsnut 34
behindert werden kann. Ein ganz ähnlicher einstellbarer Anschlag befindet
sich in der Nähe des oberen feststellbaren Scharniers 180 am Schirm 200.
Mittels des Anschlags 38 und des nicht dargestellten Anschlags am Schirm
200, kann die Höhe des Schirms über dem Tisch, z. B. 20 cm, in immer
gleichbleibender vorteilhafter Art und Weise für die gerade benötigte
Gebrauchsstellung schnell wiedergefunden und praktisch eingestellt werden.
Fig. 3a zeigt den perspektivisch dargestellten transportablen Speisen
wärmer 100 von Fig. 3 in der Transport- und Ruhelage. Der Stützarm 300
wurde um ca. 130° herumgeschwenkt und liegt vollständig in der Längsnut
34 des Sockelbehälters 400. Der schmale rechteckige Schirm 200 mit dem
Reflektor 310 und dem geradlinigen IR-Strahler 260 darin, wurde während
dieses Schwenkvorgangs so gedreht, dass er mit seiner Längsseite plan
an der gegenüberliegenden Behälterschmalseite 600' zu liegen kommt.
Dadurch ergibt sich eine kompakte flache und taschenartige Form des
Speisenwärmers 100, die sehr einfach auch unterwegs transportiert werden
kann.
Die Wirkungsweise und die Erweiterungsmöglichkeiten dieses transportablen
Speisenwärmers 100 sind im wesentlichen die gleichen, wie bei den beiden
oben in den Fig. 1 und 2 näher beschriebenen stationären Speisenwärmern
1 und 10. Dabei ist jedoch bei dieser Ausführungsform darauf zu achten,
das jegliche vorgenommene unnötige Gewichtszunahme für den Transport
von Nachteil ist.
Selbstverständlich kann auch hier eine Automatisierung des Ein- und
Ausschaltvorgangs der Wärmequelle 260 mit Hilfe von Temperaturfühlern
und entsprechenden Regel- und Anzeigeeinrichtungen erfolgen.
So kann z. B. der Temperaturfühler auch galvanisch vermittels eines dünnen
Kabels mit einer im Sockelbehälter 400 befindlichen Temperaturregelein
richtung verbunden sein. Die Regelung der vom Speisenden gerade benötigten
Abstrahlenergie, d. h. der IR-Strahlung, erfolgt dann aufgrund des bei
dieser transportablen Ausführungsform nur zur Verfügung stehenden
Gleichstroms, nicht mit Hilfe einer Potentiometerschaltung, die unnötige
Energieverluste zur Folge hätte, sondern durch z. B. wahlweise parallel-
oder hintereinanderschaltbare geradlinig innerhalb des rechteckigen
Reflektors angeordnete zusätzliche IR-Strahler.
Eine andere Möglichkeit der Regulierung der vom Speisenden gerade
benötigten Wärmemenge, kann darin bestehen, dass nur ein geradliniger
IR-Strahler 260 mit Hilfe einer entsprechenden Temperaturregeleinrichtung
über einen Temperaturfühler in einer Art Feed-back-Schaltung ständig
ein- oder ausschaltbar ist. Die Genauigkeit der vom Speisenden
gewünschten richtigen Wärmeabgabe durch den IR-Strahler 260, wird bei
dieser Schaltungsart stark durch die Ansprechempfindlichkeit des
verwendeten Temperaturfühlers bestimmt.
Claims (12)
1. Speisenwärmer zum Warmhalten von Speisen während des Verzehrs am Ess
platz durch eine mit elektrischem Strom oder einem anderen Energieträger
betreibbare Wärmequelle in einem Schirm mit Reflektor, der seitlich an
einem auf einem Sockel höhenverstellbaren Stützarm befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (4), bzw. ein Sockelbehälter (40,
400), außerhalb des Strahlungskegels der Wärmequelle (26, 260), d. h.
hinter dem Teller (11) mit der Speise (9) angeordnet ist, wobei die
Wärmequelle (26, 260) zusätzlich über bewegliche Stützarme (3, 30, 300),
sowie Feststellgelenke (17, 18) oder über feststellbare Scharniere (170,
180) neigbar und/oder kippbar ist.
2. Speisenwärmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Reflektor (31, 310) mit einem schwenk-, dreh- oder klappbaren Licht
filter (13) an seiner Unterseite abdeckbar ist.
3. Speisenwärmer nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen
hyperbolisch geformten Schirm (2) mit Reflektor und einer punktförmigen
Wärmequelle darin.
4. Speisenwärmer nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Reflektor (31, 310) von unten ein weitmaschiges Gitter (28)
einsteckbar ist.
5. Speisenwärmer nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am oder dicht neben dem Schirm (2; 20, 200)
am oberen Stützarmende (3; 30, 300) ein schwenkbarer berührungslos messen
der Temperaturfühler (21) angeordnet ist, der über einen Temperaturregler
(22) den IR-Strahler (26, 260) ansteuert.
6. Speisenwärmer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch einen in die Speise (9) einsteckbaren kleinen
Temperaturfühler (39), der die Speisentemperatur mittels Funkübertragung
überwacht.
7. Speisenwärmer nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen flachen
kastenförmigen Sockelbehälter (40, 400), der im Innern Gefache (36, 37)
für Batterien, Akkumulatoren, andere Energieträger oder ein Ladegerät
aufweist.
8. Speisenwärmer nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Sockel- oder Behälteroberfläche (5; 50, 500) ein Ein- Ausschalter
(12; 120, 1200) für den IR-Strahler (26, 260) und ein Temperaturregler
(22) für den Temperaturfühler (21, 39) angeordnet sind.
9. Speisenwärmer nach Anspruch 1, 2 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stützarm (300) aus der Gebrauchslage mittels eines im oberen
Bereich einer Behälterschmalseite (600) in einer Längsnut (34)
befindlichen unteren feststellbaren Scharniers (170), um ca. 160° von
einem ersten an der Behälterschmalseite (600) befindlichen verstellbaren
Anschlag (38) weg, bis in die Längsnut (34) einer Behälteroberfläche
(500) hinein einschwenkbar ist, wobei der Schirm (200) durch lösen eines
oberen feststellbaren Scharniers (180) in planer Lage mit der
Behälteroberfläche (500) an die gegenüberliegende Behälterschmalseite
600' heranklappbar ist.
10. Speisenwärmer nach Anspruch 1, 2 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Behälterbreitseite (60) rechts und links am Behälterboden
zwei flache Einschuböffnungen (32, 32') für zwei ausziehbare flache
Stützfüße (23, 23') vorgesehen sind.
11. Speisenwärmer nach Anspruch 1, 2, 5 bis 8 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Behälterbreitseite (60') ein in der Kontur
an den Querschnitt des Sockelbehälters (40) angepasstes Ladegerät (25)
anflanschbar ist.
12. Speisenwärmer nach Anspruch 1, 2, 5 bis 8, 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Behälterbreitseite (60') des Sockelbehälters
(40) oder am an den Sockelbehälter (40) angeflanschten Ladegerät (25),
ein in der Kontur dem Querschnitt beider Geräte angepasstes Gegengewicht
(33) anflanschbar ist.
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-
2000
- 2000-03-26 DE DE2000115799 patent/DE10015799C2/de not_active Expired - Fee Related
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