DE10017451A1 - Stapelwender mit hydraulischem Antrieb - Google Patents

Stapelwender mit hydraulischem Antrieb

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DE10017451A1
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Abstract

Stapelwender mit einer Stapelaufnahme (11) aus einer Grundplatte (14), der gegeneinander verfahrbare Stapeltragebleche (12, 12a) zur Aufnahme eines zu wendenden Bogenstapels zugeordnet sind. Der Stapelwender weist Antriebsmittel (17) auf, mit denen die Stapelaufnahme(11) über Kopf gewendet werden kann. Die Stapelaufnahme (11) kann mittels hydraulischer Kippzylinder (22, 23) gewendet werden.

Description

Die Erfindung betrifft einen Stapelwender mit einer Stapelaufnahme, die aus einer Grundplatte besteht, der gegeneinander verfahrbare Stapeltragebleche zur Aufnah­ me eines zu wendenden Bogenstapels zugeordnet sind, und mit Antriebsmitteln, mit denen die Stapelaufnahme über Kopf wendbar ist.
Derartige Stapelwender, wie sie beispielsweise aus der DE 28 09 937 bekannt sind, dienen dazu, Druckbogensta­ pel zu wenden und in eine für die Weiterverarbeitung günstige bzw. erforderliche Lage zu bringen und zu ver­ schwenken. Derartige Stapelwender werden elektromoto­ risch über Kettentriebe oder Zahnräder angetrieben und verschwenkt. Derartige Antriebe und Schwenkmittel sind relativ aufwendig und langsam, insbesondere für große, schwerere Stapel, die bis zu mehreren Tonnen wiegen können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Sta­ pelwender der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der kompakt gebaut ist und mit wenigen mechanischen Mitteln zuverlässig betätigt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Grundplatte mittels hydraulischer Kippzylinder wendbar ist. Durch diese Maßnahmen wird ein Stapelwender geschaffen, mit dem auch große und schwere Stapel sicher gewendet wer­ den können. Mit den dabei verwendeten Hydraulikantrie­ ben lassen sich sehr hohe Kräfte quasi störungsfrei übertragen.
Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den Unteransprü­ chen beschrieben. Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher be­ schrieben; es zeigt:
Fig. 1 die isometrische Darstellung der Vorder­ ansicht eines Stapelwenders, mit von ver­ schiedenen Seiten beladbaren Stapelauf­ nahme und seitlich angreifenden hydrauli­ schen Kippzylindern, in Beladestellung;
Fig. 2 die isometrische Darstellung der Vorder­ ansicht eines Stapelwenders nach der Fig. 1, mit einer Bedieneinheit und einem hochgelegenen, über einen Aufgang begeh­ baren Bedienstand, in Beladestellung;
Fig. 3 die Detaildarstellung einer aus Sta­ pelaufnahmeblechen und einer Grundplatte bestehenden Stapelaufnahme eines Stapel­ wenders nach der Fig. 1, mit an eine Trageplatte angelenkten Kniehebeln zur Aufnahme von an den Kniehebeln angelenkten, gegenläufig arbeitenden hydrauli­ schen Kippzylindern, in Beladestellung;
Fig. 4 die Detaildarstellung einer Stapelauf­ nahme nach der Fig. 1, um 45° ge­ schwenkt;
Fig. 5 die isometrische Darstellung der Vorder­ ansicht eines Stapelwenders nach der Fig. 1, mit in eine 90°-Stellung ge­ schwenkter Stapelaufnahme;
Fig. 6 die Detaildarstellung der Stapelaufnahme nach Fig. 5, in 90°-Stellung geschwenkt;
Fig. 7 die isometrische Darstellung der Vorder­ ansicht eines Stapelwenders nach der Fig. 1, in 90°-Stellung, zum Belüften und Ausrichten eines aufgeladenen Stapels seitlich angekippt;
Fig. 8 die isometrische Darstellung eines Sta­ pelwenders nach der Fig. 1 in Rückan­ sicht, mit in die 180°-Stellung gewende­ ter Stapelaufnahme.
Der in der Fig. 1 dargestellte Stapelwender 10 besteht im wesentlichen aus einem Grundgestell 11a, welches ei­ ne Stapelaufnahme 11 trägt. Die Stapelaufnahme 11 be­ steht aus zwei einander gegenüberstehenden Stapeltrage­ blechen 12 und 12a, die auf einer Grundplatte 14 mit­ einander verbunden sind.
Der Grundplatte 14 sind hydraulische Verfahrzylinder 18 zugeordnet, mit denen die Stapeltragebleche 12 und 12a in Tragblechführungen 37 gegeneinander verfahrbar sind. Durch diese Verfahrbarkeit der Stapeltragebleche 12 und 12a können - nicht näher dargestellte - Stapel unter­ schiedlicher Formate und Größen sicher gehalten werden.
Zum Aufladen der - nicht dargestellten - Stapel sind dem unteren Stapeltrageblech 12a eine in Arbeitsrich­ tung verlaufende Auffahrrampe 13, eine Rollenbahn oder dgl. Transportmittel und eine um 90° versetzte, quer zur Arbeitsrichtung verlaufende weitere Auffahrrampe 13a, eine weitere Rollenbahn oder dgl. zugeordnet.
Angetrieben werden kann der Stapelwender 10 bzw. seine Stapelaufnahme 11 durch eine Antriebseinheit 17, die in beidseitig mit dem Grundgestell 11a verbundenen Lager­ böcken 19 gehalten ist. Die Lagerböcke 19 sind mit obe­ ren Kipplagern 20 versehen, in denen beidseitig der Stapelaufnahme 11 Kniehebel 21 verschwenkbar gelagert sind.
Wie die Fig. 2 zeigt, weist der Stapelwender 10 eine Bedieneinheit 15 auf, die auf einem dem Bedienungsper­ sonal zugänglichen Bedienstand 16 vorgesehen ist. Der Bedienstand 16 ist bei dem gezeigten Ausführungsbei­ spiel hochgelegen und über einen Aufgang 16a, bei­ spielsweise eine Treppe, für das Bedienungspersonal zu­ gänglich.
Der Antriebseinheit 17 sind ein oder mehrere Gebläse 25 zugeordnet, mit dem ein Luftstrom zwischen die einander gegenüberstehenden Stapeltragebleche 12 und 12a gerich­ tet werden kann. Mit einem derartigen Luftstrom können die Einzelbogen des in der Stapelaufnahme 11 aufgenom­ menen und zu wendenden Bogenstapel belüftet und ausge­ richtet werden.
Zum Verschwenken bzw. Wenden der Stapelaufnahme 11 sind dem Kniehebel 21 hintere hydraulische Kippzylinder 22 und vordere hydraulische Kippzylinder 23 zugeordnet.
Die hydraulischen Kippzylinder 22 und 23 sind paarig vorgesehen und auf der dem Kniehebel 21 gegenüberlie­ genden Seite über untere Kipplager 24 mit dem Grundge­ stell 11a verbunden.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist der Grundplatte 14 eine Trä­ gerplatte 26 zugeordnet, an der beidseitig je ein Knie­ hebel 21 über Kniehebelanlenkungen 27 angelenkt ist. Die Kniehebel 21 weisen vorzugsweise gleich lange Knie­ hebelschenkel 35 und 35a auf. Die äußeren freien Enden der vorderen Kniehebelschenkel 35 sind mit vorderen Kippzylinderanlenkungen 29 und die hinteren Kniehebel­ schenkel 35a sind mit hinteren Kippzylinderanlenkungen 28 versehen.
An den hinteren Kippzylinderanlenkungen 28 sind hintere Kolbenstangen 30 der hinteren Kippzylinder 22 und an den vorderen Kippzylinderanlenkungen 29 sind vordere Kolbenstangen 31 der vorderen Kippzylinder 23 ange­ lenkt. Die Kolbenstangen 30 und 31 sind in die jeweils zugeordneten Kippzylinder 22 und 23 ein- und ausfahr­ bar.
Da es vorkommen kann, daß die auszurichtenden Bogensta­ pel mit relativ hoher Temperatur aus der vorhergehenden Bearbeitung kommen, kann dem Gebläse 25 ein Kühlaggre­ gat 36 zugeordnet sein. Mit diesem Kühlaggregat 36 wird der Luftstrom zum Auflockern der auszurichtenden Druck­ bögen vorgekühlt und ggf. zur Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit befeuchtet. Durch einen derartig vor­ gekühlten Luftstrom werden die Druckbögen gekühlt, und die Zeit zur Verarbeitung kann oft wesentlich verkürzt werden. Es sind dadurch kürzere und schnellere Arbeits­ abläufe möglich.
Zum Wenden eines Stapels werden, wie die Fig. 4 anhand einer 45°-Stellung der Stapelaufnahme 11 im Detail zeigt, zunächst die Kolbenstangen 30 und 31 um jeweils unterschiedliche Beträge in die hydraulischen Kippzy­ linder 22 bzw. 23 eingezogen. Dadurch werden die Knie­ hebel 21 um die Kniehebelanlenkungen 27 verschwenkt, und die Stapelaufnahme 11 wird um einen Schwenkwinkel 41 angehoben. Bei dem dargestellten Beispiel beträgt der Schwenkwinkel 41 augenblicklich 45°.
In der Fig. 5 ist eine 90°-Stellung der Stapelaufnahme 11 dargestellt. Die Stapelaufnahme 11 ist dazu unter Vergrößerung des Schwenkwinkels 41 weiter gekippt wor­ den. Wie die Fig. 6 im Detail zeigt, sind die vorderen Kolbenstangen 31 geringfügig wieder aus ihren hydrauli­ schen Kippzylindern 23 ausgefahren worden, während die hinteren Kolbenstangen 30 weiter in die ihnen zugeord­ neten hinteren hydraulischen Kippzylinder 22 soweit eingefahren sind, bis ein Gleichstand erreicht ist. Die hydraulischen Kippzylinder 22 und 23 können dabei in ihren unteren Kipplagern 24 entsprechend verschwenken.
Die Grundplatte 14 ist bei der gezeigten Ausführungs­ form über Lagerlaschen 34 mit der Trägerplatte 26 ver­ bunden. Die Lagerlaschen 34 sind in Grundplattenlage­ rungen 33 verschwenkbar.
Wie die Fig. 7 zeigt, kann die Stapelaufnahme 11 in ihrer 90°-Stellung angehalten und zum Ausrichten um ei­ nen Kippwinkel 32 aus ihrer Kipprichtung 38 (Doppel­ pfeil) seitlich angekippt werden. Ein Kippwinkel 32 von beispielsweise 15° hat sich bei dem dargestellten Aus­ führungsbeispiel bewährt.
Dazu kann die Grundplatte 14 relativ zu der Trägerplat­ te 26 gekippt werden. Die Grundplatte 14 wird dabei mit den Lagerlaschen 34 gehalten, und die Lagerlaschen 34 sind in den Grundplattenlagerungen 33 verschwenkbar. Die Grundplattenlagerungen 33 verlaufen im wesentlichen parallel zu der Grundplatte 14.
Der Stapel kann dabei an nicht näher dargestellte Sta­ pelanschlägen anliegen und wird durch in der Grundplat­ te 14 vorgesehene Belüftungsschlitze 40 belüftet. Der durch das oder die Gebläse 25 erzeugte, ggf. auch mit­ tels Kühlaggregate 36 gekühlte und erforderlichenfalls befeuchtete Luftstrom lockert dabei die aufgeladenen Druckbögen auf und richtet sie zur nächstfolgenden Wei­ terverarbeitung entsprechend aus.
Nach Abschluß des Ausrichtens wird die Stapelaufnahme 11 wieder zurückgefahren und der Kippvorgang in Kipp­ richtung 38 bis zur in der Fig. 8 gezeigten 180°- Stellung weiter durchgeführt. Dabei werden die hinteren Kolbenstangen 30 weiter in die hinteren hydraulischen Kippzylinder 22 eingefahren, während die vorderen Kol­ benstangen 31 aus den ihnen zugeordneten vorderen hy­ draulischen Kippzylindern 23 ausgefahren werden.
Nach Erreichen der 180°-Stellung kann der nun gewendete Stapel aus der Stapelaufnahme 11 gewendet herausgenom­ men oder die nun oben befindliche Palette ausgetauscht werden, um den Stapel anschließend zurückzuwenden. Nach Entnahme des Stapels aus der Stapelaufnahme 11 wird diese mittels der hydraulischen Kippzylinder 22 und 23 in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück in die Belade­ stellung gefahren, wie sie in der Fig. 1 dargestellt ist.
Bezugszeichen
10
Stapelwender
11
Stapelaufnahme
11
a Grundgestell
12
,
12
a Stapeltrageblech
13
,
13
a Auffahrrampe
14
Grundplatte
15
Bedieneinheit
16
Bedienstand
16
a Aufgang
17
Antriebseinheit
18
Verfahrzylinder
19
Lagerbock
20
oberes Kipplager
21
Kniehebel
22
hinterer hydraulischer Kippzylinder
23
vorderer hydraulischer Kippzylinder
24
unteres Kipplager
25
Gebläse
26
Trägerplatte
27
Kniehebelanlenkung
28
hintere Kippzylinderanlenkung
29
vordere Kippzylinderanlenkung
30
hintere Kolbenstange
31
vordere Kolbenstange
32
Kippwinkel
33
Grundplattenlagerung
34
Lagerlasche
35
,
35
a Kniehebelschenkel
36
Kühlaggregat
37
Tragblechführung
38
Kipprichtung
40
Belüftungsschlitz
41
Schwenkwinkel

Claims (11)

1. Stapelwender mit einer Stapelaufnahme, die aus ei­ ner Grundplatte besteht, der gegeneinander verfahrbare Stapeltragebleche zur Aufnahme eines zu wendenden Bo­ genstapels zugeordnet sind, und mit Antriebsmitteln, mit denen die Stapelaufnahme über Kopf wendbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelaufnahme (11) mittels hydraulischer Kippzylinder (22, 23) wendbar ist.
2. Stapelwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Grundplatte (14) beidseitig in Kniehe­ belanlenkungen (27) angelenkte Kniehebel (21) zugeord­ net sind, und die Kniehebel (21) an ihren freien Enden über Kippzylinderanlenkungen (28, 29) mit hydrauli­ schen Kippzylindern (22, 23) wirkverbunden sind.
3. Stapelwender nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die freien Enden der Kniehebel (21) in die Kippzylinder (22, 23) ein- und ausfahrbare Kolbenstangen (30, 31) angelenkt sind.
4. Stapelwender nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebel (21) im wesentlichen gleichlange Kniehebelschenkel (35, 35a) aufweisen.
5. Stapelwender nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebel (21) an einer Trä­ gerplatte (26) angelenkt sind und die Grundplatte (14) mit der Trägerplatte (26) kippverbunden ist.
6. Stapelwender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß die Grundplatte (14) über in Grundplattenla­ gerungen (33) verschwenkbar gelagerte Lagerlaschen (34) mit der Trägerplatte (26) kippverbunden ist.
7. Stapelwender nach einem oder mehreren der Ansprü­ che 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapel­ tragebleche (12, 12a) über hydraulische Verfahrzylin­ der (18) gegeneinander verfahrbar sind.
8. Stapelwender nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich­ net, daß die Stapeltragebleche (12, 12a) über der Grundplatte (14) zugeordnete Tragblechführungen (37) durch die hydraulischen Verfahrzylinder (18) sind.
9. Stapelwender nach einem oder mehreren der Ansprü­ che 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Grund­ platte (14) ein oder mehrere, einen parallel zu den Stapeltrageblechen (12, 12a) gerichteten Luftstrom er­ zeugende Gebläse (25) zugeordnet sind.
10. Stapelwender nach Anspruch 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß dem Gebläse (25) ein dem erzeugten Luft­ strom kühlendes Kühlaggregat (36) zugeordnet ist.
11. Stapelwender nach Anspruch 9 und 10, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der von dem Gebläse (25) erzeugte Luftstrom befeuchtet ist.
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