DE10019002A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen Antrieben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen AntriebenInfo
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Abstract
Zum Verstellen eines Bauteils (10) sind wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksame Antriebe (12, 14) vorgesehen. Eine Sollstellungsgebereinrichtung (2, 20) erzeugt den jeweiligen Antrieben zugeordnete Stellsignale, aufgrund derer eine Treibereinrichtung (8) Treibersignale für die Antriebe erzeugt, wobei bei gleichzeitigem Vorhandensein von wenigstens zwei Antrieben (12, 14) zugeordneten Stellsignalen alternierend den Antrieben zugeordnete Treibersignale erzeugt werden, so dass die Antriebe das Bauteil alternierend jeweils um vorbestimmte Inkremente treppenförmig verstellen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verstellen eines
Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtun
gen wirksamen Antrieben gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zum Ver
stellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unter
schiedliche Richtungen wirksamen Antrieben gemäß dem Oberbeg
riff des Anspruchs 2. Die Erfindung eignet sich insbesondere
zur Anwendung bei der Verstellung eines Rückspiegels eines
Kraftfahrzeugs.
Die elektrische Spiegelverstellung in Kraftfahrzeugen gehört
zunehmend zur Serienausstattung. Dabei übernimmt ein elektro
nisches Steuergerät die Auswertung von Stellsignalen eines
oder mehrerer Spiegelverstellschalter (beispielsweise kann
ein Spiegelverstellschalter von der Verstellung des linken
Spiegels auf die Verstellung des rechten Spiegels umgeschal
tet werden) und steuert die Verstellung der Spiegel in die
vom Benutzer gewünschte Position. Die Ansteuerung erfolgt in
der Regel über zwei Elektromotoren, von denen einer den Spie
gel um eine Vertikalachse und der andere um eine horizontale
Achse verschwenkt.
Ein Blockschaltbild einer solchen Einrichtung ist in Fig. 4
dargestellt:
Ein Spiegelverstellschalter 2 enthält zwei Schaltelemente 4,
6, von denen eines einer Verschwenkung des Spiegels um eine
senkrechte Achse und das andere einer Verschwenkung des Spie
gels um eine waagrechte Achse zugeordnet ist. Der Spiegelver
stellschalter 2 ist mit einem Steuergerät 8 verbunden, das
die von den Schaltelementen 4 und 6 erzeugten Stellsignale in
Treibersignale umwandelt, die in einem Spiegel 10 angeordne
ten Stellmotoren 12 und 14 zugeordnet sind, wobei der Stell
motor 12 beispielsweise den Spiegel um eine senkrechte Achse
(x-Richtung) verstellt und der Stellmotor 14 den Spiegel um
eine waagrechte Achse (y-Richtung) verstellt.
Eine Komforterweiterung der elektrischen Spiegelverstellung,
die sich zunehmend durchsetzt, ist die sogenannte Memory-
Funktion. Dabei ist zusätzlich zur anhand der Fig. 3 geschil
derten Möglichkeit der manuellen Spiegelverstellung die Mög
lichkeit gegeben, eine angefahrene Spiegelposition zu spei
chern und bei Bedarf automatisch wieder einzustellen.
Fig. 5 zeigt ein gegenüber der Fig. 4 erweitertes Block
schaltbild, mit dem eine Memory-Funktion realisierbar ist.
Dazu weist der Spiegel eine Ist-Stellungsgebereinrichtung 16
auf, die beispielsweise zwei Sensoren enthält, von denen ei
ner die y-Stellung des Spiegels und der andere die x-Stellung
des Spiegels erfasst und über eine Datenleitung 18 an das
Steuergerät 8 sendet, das einen Speicher 20 aufweist, in dem
mehrere, beispielsweise von unterschiedlichen Personen ange
fahrene Stellungen des Spiegels als Sollstellungen xn, yn ge
speichert werden. Zusätzlich ist ein Memory-Funktionsschalter
22 vorgesehen, mit dem personenspezifische, im Speicher abge
legte Sollstellungen xn, yn aufgerufen werden können. Das
Steuergerät 8 steuert die Stellmotoren 12 und 14 dann derart,
dass der Spiegel 10 die jeweilige Sollstellung einnimmt.
Für die Kommunikation zwischen den einzelnen Funktionsblöcken
gibt es je nach Verkabelungs-, Hardware- und Softwareaufwand
unterschiedliche Möglichkeiten. In der DE 44 26 338 A1 wird
vorgeschlagen, in der Tür eines Fahrzeugs ein Schnittstellen
gerät unterzubringen, mit dem alle in einer Fahrzeugtüre un
tergebrachten Funktionsumfänge, wie Stellmotoren für die Au
ßenspiegel, Spiegelheizung, Türschlösser usw. angesteuert
werden können, und das mit der Fahrzeugelektronik lediglich
über eine maximal vierpolige Leitung verbunden ist, über die
Befehls- und Meldesignale sowie die Leistungsversorgung er
folgen.
Mit Spiegelverstellvorrichtungen der anhand der Fig. 4 und 5
beschriebenen Art soll eine einmal gespeicherte Spiegelposi
tion bei Bedarf möglichst rasch und genau wieder eingestellt
werden.
Anhand der Fig. 6 und 7 wird im Folgenden die Funktion einer
typischen, bisher eingesetzten Spiegelverstellung erläutert.
Dabei stellt Fig. 6 schematisch Treibersignale für die Spie
gelverstellung und den Ablauf de Spiegelverstellung dar. Fig.
7 verdeutlicht den geometrischen Ablauf der Spiegelverstel
lung.
Bei der anhand der Fig. 6 und 7 erläuterten Ausführungsform
der Vorrichtung sind im Steuergerät 8 für jeden Spiegelmotor
12 und 14 ein eigener Treiber vorgesehen, so dass die beiden
Stellmotoren unabhängig voneinander und gleichzeitig betrie
ben werden können.
Bei unter Bezugnahme auf Fig. 7 angenommen, dass sich der
Spiegel in der Iststellung I befindet und nach Betätigen des
Memory-Schalters 22 in die Sollstellung S verstellt werden
soll, die sich hinsichtlich ihrer X-und Y-Koordinaten (Dre
hung um die senkrechte Achse mit Hilfe des Stellmotors 12 und
Drehung um die waagrechte Achse mit Hilfe des Stellmotors 14)
von der Iststellung unterscheidet. Die schraffierten Bereiche
der Fig. 7 sind "verbotene" Bereiche, die aufgrund der mecha
nischen Konstruktion des Spiegels nicht erreicht werden kön
nen. Da die Sollstellung von der Iststellung in X- und Y-
Richtung abweicht, erzeugt das Steuergerät bei Betätigung des
Memory-Schalters 22 zum Zeitpunkt t0 gemäß der Kurve a) ein
Treibersignal für den Stellmotor 12 und gemäß der Kurve b)
ein Treibersignal für den Stellmotor 14. Im Zeitintervall von
t0 bis t1 erfolgt eine Spiegelverstellung in X- und Y-
Richtung (Kurve c)), die gemäß Fig. 7 zu dem gestrichelten
Verstellverlauf führt. Zum Zeitpunkt t1 gerät die Verstellung
bezüglich der Y-Richtung an den Rand R1 des Verstellberei
ches, woraufhin die Y-Verstellung abschaltet und die X-
Stellung weiter in Betrieb bleibt, bis der Punkt E als End
stellung erreicht wird. In E stimmt der X-Wert der Iststel
lung mit dem der Sollstellung überein und entsprechend wird
zum Zeitpunkt t2 das Treibersignal für die X-Verstellung ab
geschaltet. Wie ersichtlich, ergibt sich bezüglich der Y-
Richtung eine Abweichung zwischen der Sollstellung S und der
erreichten Endstellung E.
Bei einer alternativen Ausführungsform unterbleibt die Ab
schaltung des Treibersignals für den Stellmotor 14 bei Errei
chen des Randpunktes R1, so dass die Verstellung längs der
strichgepunkteten Linie erfolgt und die Sollstellung S er
reicht wird.
Mit der aufwendigen Hardware im Steuergerät (ein Treiber für
jeden Stellmotor) ist es somit möglich, jede Sollstellung
ausgehend von jeder Ist-Stellung zu erreichen.
Anhand der Fig. 8 und 9 wird eine andere übliche Ausführungs
form der Vorrichtung erläutert, bei der im Steuergerät nur
ein einziger Treiber für die beiden Stellmotoren 12 und 14
vorhanden ist, die hintereinander angesteuert werden. Dabei
wird beispielsweise zuerst der Stellmotor 12 für die X-
Verstellung und dann der Stellmotor 14 für die Y-Verstellung
angesteuert.
Der Verstellvorgang verläuft derart ab, dass wiederum zum
Zeitpunkt t0 das Treibersignal a für die X-Verstellung solan
ge anbleibt, bis der Ist-Wert der X-Koordinate den Sollwert
erreicht. Dies kann, wie aus Fig. 9 ersichtlich, wegen des
schraffierten nicht erreichbaren Bereiches nicht geschehen,
so dass das Treibersignal für die X-Verstellung zum Zeitpunkt
t1 abgeschaltet wird, wenn die X-Verstellung den Randpunkt R2
erreicht. Anschließend wird das Treibersignal b für die Y-
Verstellung angeschaltet und bleibt an, bis die Verstellung
zum Zeitpunkt t2 den Randpunkt R3 erreicht. Wie aus Fig. 9
ersichtlich, weicht die tatsächlich erreichte Endstellung E
von der programmierten Sollstellung S ab. Während über die
manuelle Ansteuerung mit Hilfe des Spiegelverstellschalters 2
der gesamte erlaubte Bereich angesteuert und dann entspre
chend gespeichert werden kann, können bestimmte Stellungen
bei der Verwendung eines Treibers, der zuerst den einen
Stellmotor und dann den anderen Stellmotor ansteuert nur mit
aufwendigen Positionieralgorithmen erreicht werden. Dies wür
de eine lange Verstellzeit und eine unstete Verstellbewegung
(häufiger Richtungswechsel) bedeuten.
Die Bewegung des Spiegels längs eines mechanischen Anschlags
bedeutet einen hohen Stromverbrauch des jeweiligen Stellmo
tors und eine hohe Belastung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen,
mit dem bzw. der bei kostengünstigem Aufbau der Vorrichtung
jede Position innerhalb des möglichen Verstellbereiches rasch
angefahren werden kann.
Der das Verfahren betreffende Teil der Aufgabe wird mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß werden die den einzelnen Richtungen zugeord
neten Antriebe alternierend sequentiell und inkrementell be
trieben. Bei nur zwei vorhandenen Antrieben erfolgt eine al
ternierende Aktivierung der Antriebe, auch wenn die Antriebe
die jeweilige Sollstellung der zugehörigen Verstellrichtung
noch nicht erreicht haben. Dadurch bewegt sich das zu ver
stellende Bauteil längs einer Treppenlinie auf die Sollstel
lung zu.
Der Anspruch 2 kennzeichnet den grundsätzlichen Aufbau der
Vorrichtung zur Lösung des diesbezüglichen Teils der Erfin
dungsaufgabe.
Die dem Anspruch 2 nachgeordneten Unteransprüche sind auf
vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung gerichtet.
Die Erfindung ist überall dort mit Vorteil anwendbar, wo ein
Bauteil mittels mehrerer, in unterschiedliche Richtungen
wirksame Antriebe in eine Sollstellung bewegt werden soll.
Dabei kann es sich um eine dreidimensionale oder eine zweidi
mensionale Verstellung handeln.
Besonders vorteilhaft ist die Erfindung für die Verstellung
von Spiegeln eines Kraftfahrzeugs einsetzbar, die mit Hilfe
einer Memory-Funktion in eine vorbestimmte Stellung gebracht
werden sollen.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeich
nungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläu
tert.
Es stellen dar:
Fig. 1 Kurven zur Erläuterung von Treibersignalen und ei
ner Spiegelverstellung,
Fig. 2 den geometrischen Ablauf einer Spiegelverstellung,
Fig. 3 ein Flussdiagramm zur Funktionserläuterung,
len Spiegelverstellung,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer an sich bekannten manuel
len Spiegelverstellung mit zusätzlicher Memory-
Funktion und
Fig. 6 bis 9 die bereits erläuterte vorbekannte Funktionswei
se von Ausführungsformen der Blockschaltbilder ge
mäß Fig. 4 und 5.
Die Erfindung, die im Folgenden anhand einer Spiegelverstell
vorrichtung erläutert wird, ist beispielsweise in eine Vor
richtung mit dem Blockschaltbild gemäß der Fig. 5 implemen
tiert, wobei das Steuergerät 8 derart aufgebaut ist, dass es
während vorbestimmter Zeitdauern, die beispielsweise in der
Größenordnung von 60 msec. liegt, alternierend Treibersignale
für die Stellmotoren 12 und 14 erzeugt, solange die zugehöri
gen Soll- und Ist-Koordinaten voneinander abweichen. In Fig.
1 ist dies dargestellt.
Zum Zeitpunkt t0, nach Betätigen des Memory-Schalters 22,
schaltet das Steuergerät gemäß Kurve a) ein Treibersignal für
den Stellmotor 12 für eine Zeitdauer Δtx ei, woraufhin eine
inkrementelle Bewegung bzw. Verstellung in x-Richtung er
folgt. Zum Zeitpunkt t1 schaltet das Steuergerät 8 das Trei
bersignal für den Stellmotor 12 ab und das Treibersignal für
den Stellmotor 14 gemäß dem Kurvenzug b für eine Zeitdauer
Δty an, woraufhin eine inkrementelle Bewegung bzw. Verstel
lung in y-Richtung erfolgt. Der Vorgang läuft alternierend
ab, bis zum Zeitpunkt tn die Sollstellung S erreicht ist. Auf
diese Weise läuft während der Zeitdauer von t0 bis tn die Ver
stellung längs einer Treppenlinie mit kleinen Verstellschrit
ten derart ab, dass der Benutzer eine diagonale Verstellung
wahrnimmt.
Fig. 2 zeigt den geometrischen Verlauf, wobei der Ausschnitt
A verdeutlicht, dass die Verstellung entsprechend den alter
nierenden Treibersignalen entsprechend einer Treppenlinie
verläuft. Damit, wie im Beispiel dargestellt, die Richtung
der inkremental treppenförmigen und damit insgesamt diagona
len Verstellung von der Iststellung I zur Sollstellung S die
richtige Richtung hat, sind die Zeitintervalle Δtx und Δty
bei gleicher Verstellgeschwindigkeit der Motoren so gewählt,
dass sie sich verhalten wie die Unterschiede zwischen der
Sollstellung und der Iststellung in X-Richtung und in Y-
Richtung bei Beginn des Verstellvorgangs. Durch die beschrie
bene alternierende Ansteuerung der beiden Stellmotoren inner
halb jeweils kurzer Zeitintervalle wird erreicht, dass die
tatsächlich inkrementell erfolgende Bewegung gleichförmig er
scheint und sich die Spiegel unmittelbar diagonal verstellen
lassen, ohne dass dafür zwei voneinander unabhängige, ge
trennte Treiber notwendig sind. Es wird eine schnelle und sichere
Positionierung mit Hilfe eines einfachen Algorithmus
erzielt. Der Hardwareaufwand ist gering. Stromverbrauch und
Verschleiß sind ebenfalls gering.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel eines Flussdiagramms, nach dem die
einzelnen Arbeitsschritte ablaufen:
Bei angenommen, im Schritt 30 werde der Memory-Schalter 22
(Fig. 5) aktiviert, wodurch eine Spiegelverstellung ausgelöst
wird. Im Schritt 32 wird dann aus der gespeicherten Soll-X-
Stellung und der augenblicklichen Ist-X-Stellung der notwen
dige Verstellweg ΔX ermittelt. Entsprechend wird im Schritt
34 der erforderliche Verstellweg ΔY in y-Richtung ermittelt.
Im Schritt 36 wird aus dem Verhältnis von ΔX und ΔY ein Wert
v ermittelt, der das Verhältnis der Zeitdauern angibt, wäh
rend der jeweils der Stellmotor für die x-Verstellung und der
Stellmotor für die y-Verstellung zur Durchführung einer in
krementellen Verstellung aktiviert werden. Im Schritt 38 wird
die Zeitdauer Δtx = vdt einer inkrementellen Verstellung in
x-Richtung bestimmt, wobei dt ein Vielfaches einer Taktzeit
des Systems derart ist, dass Δtx ein ganzzahliges Vielfaches
der Taktzeit ist. Δty wird auf dt gesetzt. Im Schritt 40 wird
dann der Motor für die Verstellung in x-Richtung während der
inkrementellen Zeitdauer Δtx aktiviert. Anschließend wird im
Schritt 42 der Treiber für die y-Verstellung während der in
krementellen Zeitdauer Δty aktiviert. Dieser Vorgang läuft
alternierend ab, so dass die Verstellung längs der Treppenli
nie erfolgt. Im Schritt 44 wird ermittelt, ob der noch erfor
derliche Verstellweg in x-Richtung kleiner als ein vorgegebe
ne Schwellwert s ist. Ist dies der Fall, so wird im Schritt
46 bestimmt, dass der Treiber für die x-Verstellung nicht
weiter aktiviert wird, da die Soll-X-Stellung erreicht ist.
Ist dies nicht der Fall, so wird im Schritt 48 der Treiber
für die x-Verstellung erneut aktiviert. Dann wird im Schritt
50 festgestellt, ob die noch erforderliche Verstellung in y
Richtung kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist. Ist
dies der Fall, so wird im Schritt 52 die Aktivierung des
Treibers in y-Richtung beendet. Ist dies nicht der Fall, so
wird der Treiber in y-Richtung im Schritt 54 erneut aktiviert
und das Programm kehrt zum Schritt 44 zurück.
Es versteht sich, dass die anhand der Fig. 1 bis 3 beschrie
benen Vorrichtung bzw. das damit ablaufende Verfahren in
vielfältiger Weise abgeändert werden kann. Beispielsweise
können die alternierenden Zeitintervalle Δtx und Δty gleich
lang sein. Damit wird der Nachteil in Kauf genommen, dass die
Verstellung sich an den Rand des Verstellbereiches bewegen
kann und sich über einen gewissen Verstellweg gewissermaßen
längs des Randes vortastet. Da der jeweilige Stellmotor immer
nur kurz mit Strom beaufschlagt wird, wird seine Belastung
gegenüber einer langandauernden Beaufschlagung mit Strom ver
mindert.
Die beschriebene Art der Verstellung kann auch verwendet wer
den, wenn die Verstellung nicht über die Memory-Funktion,
sondern unmittelbar manuell über den Spiegelverstellschalter
erfolgt. Wenn der Verstellschalter als Joystick ausgebildet
ist, können die beiden Schaltelemente 4 und 6 analoge Aus
gangssignale erzeugen, die die Schrittweite bzw. inkrementel
le Dauer der jeweiligen Treiberimpulse bestimmen, so dass die
Richtung der Verstellung durch das Verhältnis der Ausgangs
signale bestimmt wird. Anstelle der Beeinflussung der zeitli
chen Dauer der Treibersignale und damit der "Steilheit" der
"Treppe" kann die Richtung der Verstellung auch dadurch be
einflusst werden, dass die Zeitdauern Δtx und Δty gleichlang
sind, aber die Spannung variiert wird, mit der die Stellmoto
re beeinflusst werden.
Wenn die Verstellung nicht, wie anhand der Fig. 2 erläutert,
derart erfolgt, dass unmittelbar eine geradlinige Verstellung
von einer Ist-Stellung zu einer Soll-Stellung erfolgt, son
dern eine Verstellung erfolgt, wie in Fig. 2 beispielsweise
von der Ist-Stellung I zu der Soll-Stellung S1 strichpunk
tiert eingezeichnet, kann die Verstellung beispielsweise fol
gendermaßen ablaufen:
Längs der Verstellstrecke a1 läuft die Verstellung alternie
rend mit beiden Treibersignalen ab, bis die Stellung P er
reicht ist, in der die Ist-Y-Stellung mit der Soll-Y-Stellung
übereinstimmt. Anschließend wird der alternierende Zeittakt,
der im dargestellten Beispiel für die Verstellung in X-
Richtung und in Y-Richtung gleichlang ist, beibehalten; wäh
rend der der Y-Verstellung zugeordneten Zeitperioden wird je
doch kein Treibersignal an den zugehörigen Stellmotor ge
sandt. Während der Verstellung von der Stellung P zur Soll
stellung S1 erfolgt die getaktete Ansteuerung nur des Stell
motors für die X-Richtung mit Treibersignalen, die weiterhin
im Gleichtakt gesendet werden.
Wenn gemäß Fig. 2 eine Verstellung von dem linken oberen Ver
stellbereich zum rechten oberen Verstellbereich erfolgen
soll, ist dies längs einer geraden Linie grundsätzlich nicht
möglich, so dass sich die Verstellung dann zumindest teilwei
se längs der oberen Begrenzungslinie bewegt, wobei der Y-
Stellmotor durch den Anschlag am Verstellrand von dem X-
Stellmotor über eine Teilstrecke rückwärts verstellt wird. Es
versteht sich, dass dafür in den Antrieben Rutschkupplungen
vorgesehen sein können, wie überhaupt jeder Stellmotor zum
Schutz vor Überlastungen mit einer Rutschkupplung versehen
sein kann.
Die Erfindung ist nicht nur auf Elektromotoren anwendbar,
sondern beispielsweise auch auf getaktete arbeitende Hydrau
likantriebe usw.
Claims (9)
1. Verfahren zum Verstellen eines Bauteils (10) mittels we
nigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen An
trieben (12, 14),
bei welchem Verfahren die jeweiligen Antriebe aktiviert wer den, solange eine Iststellung des Bauteils bezüglich der je weiligen Richtung von einer Sollstellung abweicht, dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebe (12, 14) in einem sequentiellen Zyklus derart ak tiviert werden, dass das Bauteil (10) in den jeweiligen Rich tungen alternierend um vorbestimmte Inkremente verstellt wird, sodass es sich längs einer Treppenlinie bewegt.
bei welchem Verfahren die jeweiligen Antriebe aktiviert wer den, solange eine Iststellung des Bauteils bezüglich der je weiligen Richtung von einer Sollstellung abweicht, dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebe (12, 14) in einem sequentiellen Zyklus derart ak tiviert werden, dass das Bauteil (10) in den jeweiligen Rich tungen alternierend um vorbestimmte Inkremente verstellt wird, sodass es sich längs einer Treppenlinie bewegt.
2. Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils (10) mittels
wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen An
trieben (12, 14), insbesondere zum Verstellen eines Rückspie
gels eines Kraftfahrzeugs, enthaltend
eine Sollstellungsgebereinrichtung (2, 20) zum Erzeugen von den jeweiligen Antrieben zugeordneten Stellsignalen und eine Treibereinrichtung (8) zum Beaufschlagen der Antriebe mit Treibersignalen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Treibereinrichtung (8) derart aufgebaut ist, dass sie bei gleichzeitigem Vorhandensein von wenigstens zwei Antrieben (12, 14) zugeordneten Steilsignalen sequentiell den Antrieben zugeordnete Treibersignale erzeugt, während der die Antriebe das Bauteil (10) jeweils um ein vorbestimmtes Inkrement ver stellen.
eine Sollstellungsgebereinrichtung (2, 20) zum Erzeugen von den jeweiligen Antrieben zugeordneten Stellsignalen und eine Treibereinrichtung (8) zum Beaufschlagen der Antriebe mit Treibersignalen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Treibereinrichtung (8) derart aufgebaut ist, dass sie bei gleichzeitigem Vorhandensein von wenigstens zwei Antrieben (12, 14) zugeordneten Steilsignalen sequentiell den Antrieben zugeordnete Treibersignale erzeugt, während der die Antriebe das Bauteil (10) jeweils um ein vorbestimmtes Inkrement ver stellen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Größe der vorbestimmten Inkremente unabhängig von dem
noch zurückzulegenden Verstellweg sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmten Inkremente
durch die Zeitdauer bestimmt sind, während der der jeweilige
Antrieb (12, 14) aktiviert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die den einzelnen Antrieben (12,
14) zugeordneten vorbestimmten Inkremente von den der jewei
ligen Verstellung zugeordneten Stellsignalen abhängen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sollstellungsgebereinrichtung durch eine manuell betätig
bare Schalteinrichtung (2) gebildet ist, die den jeweiligen
Stellmotoren (12, 14) zugeordnete Schalter (4, 6) enthält.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellsignale aus der Differenz von Signalen einer
Iststellungsgebereinrichtung (16) und einer Sollstellungsge
bereinrichtung (20) hergeleitet werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die vorbestimmten Inkremente der Verstellung für unter
schiedliche Antriebe (12, 14) unterschiedlich sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
Ausgangssignale der Iststellungsgebereinrichtung (16) zur
Festlegung einer Sollstellung des Bauteils (10) in die Soll
stellungsgebereinrichtung (20) einlesbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000119002 DE10019002B4 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen Antrieben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000119002 DE10019002B4 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen Antrieben |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10019002A1 true DE10019002A1 (de) | 2001-10-25 |
| DE10019002B4 DE10019002B4 (de) | 2004-07-08 |
Family
ID=7639051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000119002 Expired - Fee Related DE10019002B4 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Vorrichtung zum Verstellen eines Bauteils mittels wenigstens zwei in unterschiedliche Richtungen wirksamen Antrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10019002B4 (de) |
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