DE10019366C2 - Dachkonstruktion für ein Kraftfahrzeug mit abhebbarem Dach - Google Patents
Dachkonstruktion für ein Kraftfahrzeug mit abhebbarem DachInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
DE 196 35 536 C1 beschreibt eine Dachkonstruktion, bei der ein offenes
Personenkraftfahrzeug mit einem zweiteiligen, zusammenklappbaren Festdach
ausgebildet ist, bei dem ein hinteres Dachteil, das die Heckscheibe umfaßt, in
zunächst um 180° gedrehter Weise im Bodenbereich eines Stauraum abgelegt
wird und bei dem das vordere Dachteil auf diesem abgelegt wird. Eine derartige
Packung ist äußerst voluminös und belegt einen erheblichen Stauraum.
Darüber hinaus ist das vordere Dachteil nicht als Abdeckung für den Stauraum
geeignet, weshalb eine separate Abdeckung vorzusehen ist. Für den Antrieb
der beiden Dachteile ist jeweils ein separater Antrieb erforderlich, welche
mittels einer aufwendigen Sensorik aufeinander abgestimmt werden müssen.
Schließlich erfordert die Dachkonstruktion wegen des flachen Abgangs des
vorderen Dachteils einen versenkbaren Überrollbügel, da ein statischer
Überrollbügel dem Ablegen des Dachs im Wege stehen würde.
DE 198 05 477 C1 beschreibt ein Hardtop-Fahrzeugdach bestehend aus einem
Frontdachteil, einem Heckdachteil, das mit einer festen Heckscheibe versehen
ist und an der Karosserie befestigten Hauptlenkern zum Verschwenken und
Ablegen des Heckdachteils in einem Kofferraum des Fahrzeugs, wobei an dem
Heckdachteil mit dem Frondachteil in Verbindung stehende Hebel angebracht
sind, durch welche das Frontdachteil über das Heckdachteil verschwenkbar ist
und in dem Kofferraum ablegbar ist. Dadurch bedingt, daß das Frontdachteil
mit seinen Hebeln an dem Heckdachteil angelenkt ist, ist unterliegt der
Bewegungsablauf des Frontdachteils relativ zu dem Heckdachteil bzw. zu der
Karosserie des Fahrzeug Einschränkungen. Ferner ist es nicht vorgesehen,
daß unterhalb des in dem Kofferraum abgelegten Heckdachteils ein
Durchladeraum verbleibt.
DE 197 41 264 A1 beschreibt einen Personenkraftwagen mit einem starren
Dachteil und einem Heckscheibenteil, die gegeneinander beweglich aus einer
geschlossenen Position in eine offene Position, in welcher die Teile in einem
Heckbereich des PKWs abgelegt sind, bringbar sind. Dabei ist das Dachteil
über ein Viergelenk an der Karosserie angelenkt, wogegen das Heckteil
einerseits an dem Viergelenk angelenkt ist und andererseits um eine im
hinteren Bereich des Fahrzeugs angeordnete Anlenkung schwenkbar gelagert
ist. Es ist nicht vorgesehen, daß beide Teile in einem Kofferraum des
Fahrzeugs zu versenkbar sind.
DE 197 14 139 C2 beschreibt ein umwandelbares Fahrzeugdach mit einem
festen Heckelement und einem in der geschlossenen Position des Dachs vor
dem Heckelement angeordneten festen Dachelement, wobei das Heckelement
bei einer Öffnungsbewegung des Dachs von hinten über das Dachelement
bewegbar ist. In der geöffneten Stellung des Dachs ist das Heckelement über
dem Dachelement angeordnet. Diese Anordnung von Dach- und Heckelement
in der geöffneten Stellung des Daches entspricht nicht derjenigen in der
vorliegenden Erfindung, bei der das zweite, die Heckscheibe umfassende
Dachteil unterhalb des ersten, vorderen Hartdachteils abgelegt ist.
DE 42 03 228 C2 beschreibt ein Fahrzeugdach mit einem vorderen Dachteil
und einem hinteren Dachteil, die zur Freigabe einer cabrioartigen Dachöffnung
in einen Stauraum im hinteren Teil des Fahrzeugs verfahrbar sind. Dabei
werden das vordere Dachteil und das hintere Dachteil mittels eines
gemeinsamen Viergelenks von einem Antrieb sowie eine weitere Heckscheibe
von einem zweiten Antrieb verfahren. Eine gemeinsame Anlenkung aller
sämtlicher zu einem Verfahren des Daches in die geöffnete Stellung
notwendigen Teile an einem Hauptlager ist nicht vorgesehen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Dachkonstruktion nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 anzugeben, die eine kompakte Anordnung der Dachteile im
Kofferraum bei abgelegtem Dach ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Dachkonstruktion
erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Wenn das erste Dachteil mit angesetzten C-Holmen ausgebildet ist, wird der
Durchladeraum seitlich zwischen den C-Holmen begrenzt, was aber keine
nennenswerte Einschränkung darstelllt.
Die erfindungsgemäße Dachkonstruktion ermöglicht ein Stapeln des ersten und
des zweiten Dachteils bei abgehobenem Dach, bei dem die Bombierung der
beiden Dachteile im wesentlichen gleichgerichtet verläuft und somit der durch
die Krümmung bzw. Querbiegung in der Bombierung der beiden Dachteile
erforderliche zusätzliche Stauraum aufgrund der Stapelbarkeit nur einmal zur
Verfügung zu stellen ist. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, das erste, vordere
Hartdachteil verhältnismäßig flach in Fahrtrichtung gesehen nach hinten zu
verlagern, und ebenso das hintere, zweite Dachteil flach in den Kofferraum
eines Kraftfahrzeugs gleiten zu lassen. Hierzu ist zweckmäßig der Kofferraum
über ein im Bereich seines achterlichen Endes vorgesehenen Schloßes
angeordnetes Schwenkgelenk nach hinten öffnenbar.
Da das im wesentlichen aus der Heckscheibe bestehende zweite Dachteil
zeitgleich zu der Verlagerung des ersten Dachteils abgesenkt wird, kann das
erste Dachteil in einer überwiegend horizontalen Bewegung rückwärts von dem
Windlauf abgezogen werden, ohne mit dem zweiten Dachteil zu kollidieren, und
ermöglicht so eine einfache Verriegelung mit dem Windlauf.
Es ist ferner möglich, den vergleichsweise einfachen Bewegungsablauf
dadurch mit geringem Aufwand zu realisieren, daß ein Antrieb je Seite beide
Dachteile antreibt. Insbesondere ist es hierdurch möglich, die beiden Dachteile
ohne gesonderte Sensorik für die Lage der beiden Teile mechanisch zu
synchronisieren, so daß der Bewegungsablauf stets aufeinander abgestimmt ist
und auch bei Handbetätigung im Notbetrieb derart gekoppelt ist, daß die beiden
Dachteile sich nicht gegenseitig im Wege stehen. Zugleich legt die Koppelung
die gegenseitige Verriegelung der beiden gelenkigen Verbindungen fest.
Vorzugsweise sind jeweils ein Siebengelenk für den Antrieb des ersten
Dachteils und ein Viergelenk für den Antrieb des zweiten Dachteils vorgesehen.
Bei dem Siebengelenk handelt es sich um ein Viergelenk, bei dem die
karosserieseitige Anlenkung eines der beiden Lenker über einen Steuerlenker,
der an der Karosserie angelenkt ist, veränderlich ist, wobei die Veränderung
durch eine Lageänderung des anderen Lenkers über eine Koppelstange
übertragen wird. Die weiteren drei Anlenkungen sind somit die beiden
Anlenkungen des Koppellenkers an den beiden Lenkern sowie die Anlenkung
des Steuerlenkers an einem karosserieseitigen Hauptlager. Durch die
Ausgestaltung eines Siebengelenks ist es vorteilhaft möglich, eine schnelle
Bewegungsfolge vorzusehen, ohne daß hierfür - anders als bei einem
Viergelenk - hohe Beschleunigungswerte erreicht werden.
Die beiden Lenker des Viergelenks für das zweite Dachteil sind einerseits
ebenfalls an einem karosseriefesten Hauptlager, vorzugsweise demselben wie
für das Siebengelenk, und andererseits an einem Anschlagteil für das zweite
Dachteil bzw. einen Rahmen für die Heckscheibe schwenkbar angelenkt. Das
Siebengelenk bzw. das Viergelenk definiert dann jeweils eine
Schwenkkinematik für das erste Dachteil bzw. das zweite Dachteil, die
entsprechend den beiden Endlagen der Dachteile ausgelegt ist.
Für den Antrieb der beiden Dachteile über das Siebengelenk bzw. das
Viergelenk ist ein Hydraulikantrieb vorgesehen, der vorzugsweise eine Kolben-
Zylinder-Einheit umfaßt, deren Kolbenstange gelenkig mit einem starr von
einem der Lenker der Kinematik abstehenden Hebel angreift. Zum Öffnen des
Dachs wird die Kolbenstange eingezogen, und zum Schließen herausgedrückt,
so daß die größere Kolbenfläche für die größeren erforderlichen Kräfte zum
Anheben der beiden Dachteile bereit steht.
Vorzugsweise sind die beiden Lenker des Siebengelenks über eine
Koppelstange und einen Steuerlenker, der an dem karosseriefesten Hauptlager
gelagert ist, derart miteinander verbunden, daß die Koppelstange den
Steuerlenker um seine Anlenkung an dem Hauptlager antreibt, wobei ebenfalls
exzentrisch zu dessen Lagerung der Steuerlenker die Anlenkung des anderen
Lenkers des Siebengelenks trägt und damit diesen zunächst zieht und zu einer
Kippbewegung veranlaßt, die die Vorderkante des ersten Dachteils kaum
anhebt, so daß dieses in einfacher Weise außer Eingriff mit den Begrenzungen
im Bereich des Dachs der Fahrgastzelle gebracht werden kann. So ist es auch
möglich, mit dem ersten Dachteil einen Überrollbügel des Kraftfahrzeugs zu
Umfahren. Das erste Dachteil wird nicht sehr hoch ausgeschwenkt, so daß für
den Heckdeckel ein kleines Öffnungsmaß vorgesehen werden kann. Zeitgleich
verschiebt das Viergelenk die Heckscheibe bzw. das zweite Dachteil in den
Kofferraum. Das erste Dachteil wird relativ weit vorne in die Karosse abgesenkt
und in Endlage gedreht, wodurch der Ausschnitt aus dem Heckdeckel
entsprechend kleiner dimensioniert werden kann und ferner eine gleichmäßige
Geschwindigkeit ohne größere Änderungen einstellbar ist.
Bei versenktem Dach ragen die C-Holme in dem Kofferraum in einen Bereich
zwischen Heckleuchte und Radlauf, während der horizontale Bereich des
Dachteils ganz in der Nähe des Kofferraumdeckels angeordnet ist. Unter dem
flachen Teil ist in großer Nähe unter dem ersten Dachteil das zweite Dachteil
angeordnet. Hierdurch entsteht in dem Bereich zwischen den beiden C-Holmen
im Kofferraum ein Laderaum, der eine tiefe Durchlademöglichkeit bis unter das
zweite Dachteil ermöglicht. Dieser Stauraum steht vorteilhaft auch während des
Ablegens und wieder Aufstellens des Hartdachs zur Verfügung, so daß dieser
Bereich nicht vor einem Verschwenken des Dachs entladen zu werden braucht.
Im unteren Bereich der Heckscheibe bzw. des zweiten Dachteils ist ein
durchlaufender Wasserkanal vorgesehen, der seitlich über das zweite Dachteil
vorsteht, so daß eine getrennte weitere Stoßfuge vor dem Übergang zur
Karosserie entfällt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung sowie aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der anliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug mit einem Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Dachkonstruktion im geschlossener Lage.
Fig. 2 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 beim Ablegen des Dachs
nach einem ersten Teilschritt.
Fig. 3 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 beim Ablegen des Dachs
nach einem zweiten Teilschritt.
Fig. 4 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 beim Ablegen des Dachs
nach einem dritten Teilschritt.
Fig. 5 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 beim Ablegen des Dachs
nach einem vierten Teilschritt.
Fig. 6 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 beim Ablegen des Dachs
nach einem fünften Teilschritt.
Fig. 7 zeigt die Dachkonstruktion aus Fig. 1 mit abgelegtem Dach.
Fig. 8 zeigt das Gestänge für die Kinematik der Dachkonstruktion in
geschlossener Lage wir in Fig. 1.
Die Fig. 1 bis 7 zeigen einen Ausschnitt eines insgesamt mit Bezugszeichen 1
bezeichneten Kraftfahrzeugs mit abhebbarem Dach, das als Hartschalendach
oder Harttop ausgebildet ist und aus einem ersten, vorderen Dachteil 2 und
einem zweiten, hinteren Dachteil 3 besteht.
Das vordere Dachteil 2 ist über eine erste, als Siebengelenk 4 ausgebildete
gelenkige Verbindung mit einem karosseriefesten Hauptlager 5 verbunden. Das
hintere Dachteil 3 ist mit einem Viergelenk 6 als gelenkige Verbindung mit dem
karosseriefesten Hauptlager 5 verbunden. Das erste Dachteil weist ferner sich
hieran anschließende C-Holme 7 auf, die im wesentlichen das zweite Dachteil 3
seitlich einfassen. Bei dem zweiten Dachteil handelt es sich vorliegend um eine
gerahmte Heckscheibe.
Der Antrieb der von dem Siebengelenk 4 und dem Viergelenk 6 definierten
Kinematik erfolgt über eine hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit 8, deren
Kolbenstange 9 an einem Vorsprung 10 eines ersten Lenkers 14 des
Siebengelenks anzugreifen, um bei Zurückziehen der Kolbenstange 9 eine
Schwenkbewegung auf das Siebengelenk 4 bzw. das Viergelenk 6 zu
übertragen.
Der erste Lenker 14 des Siebengelenks 4 ist über ein Gelenk 15 an dem
Hauptlager 5 gelagert. Der zweite Lenker 17 des Siebengelenks 4 ist über ein
Gelenk 18 mit einem Steuerlenker 19 verbunden, welcher über ein Gelenk 20
mit dem Hauptlager 5 schwenkgelenkig verbunden ist. Der Steuerlenker 19
weist eine in etwa V-förmige Gestalt auf, wobei die Gelenke 18 und 20 in
jeweils einer der drei Ecken des Steuerlenkers 19 angeordnet sind. In der
dritten Ecke ist ein weiteres Gelenk 21 vorgesehen, welches eine Koppelstange
22 schwenkbeweglich lagert, deren anderes Ende gelenkig an einem weiteren
Fortsatz des ersten Lenkers 14 des Siebengelenks 4 über ein Gelenk 23
gelagert ist. Die anderen beiden Enden des ersten Lenkers 14 und des zweiten
Lenkers 17 des ersten Viergelenks sind an ein Anschlagteil 24 schwenkbar
angeordnet, welches Anschlagteil 24 wiederum mit dem vorderen, ersten
Dachteil 2 verbunden ist.
Das Viergelenk 6 umfaßt einen ersten Lenker 25 und einen zweiten Lenker 26,
die an einem Anschlagteil 27 für das zweite Dachteil 3 gelenkig angeordnet
sind und die in dem Hauptlager 5 über Gelenke 28, 29 schwenkbeweglich
angeordnet sind. An einem Fortsatz des ersten Lenkers 25 des Viergelenks 6
ist über ein Gelenk 30 ein Koppellenker 13 angebunden und dazu ausgebildet,
eine Schwenkkraft von dem Siebengelenk 4 auf das Viergelenk 6 zu
übertragen. Der Koppellenker 13 ist an dem ersten Lenker des Siebengelenks
4 über ein Gelenk 32, das oberhalb des Gelenks 15 angeordnet ist,
angebunden. Einzelheiten der Kinematik in der geschlossenen Ausgangslage
lassen sich in Fig. 8 gut erkennen.
Wird nun ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten Lage die Kolbenstange 9
eingezogen, bewirkt der Zug auf den Fortsatz 10 ein gleichzeitiges Absenken
des zweiten Dachteils 3 und ein Anheben des ersten Dachteils 2 in die in Fig. 2
gezeigte Lage, wobei das zweite Dachteil 3 hierbei von einem das
Kraftfahrzeug 1 in Querrichtung überbrückenden Überrollbügel 31 abgehoben
wird.
In den Fig. 2 bis 6 erfolgt das allmähliche Einschwenken des zweiten Dachteils
3 gemäß einer parabelähnlichen Bahnkurve in den Kofferraum in einer
vergleichsweise angehobenen Ebene, die nach unten bis zum Boden des
Kofferraums erheblichen Durchladeraum freiläßt. Man erkennt z. B. in Fig. 5,
daß an der rückwärtigen Kante des zweiten Dachteils 3 ein Wasserkanal 34
ausgebildet ist, der mit jeweils einem Randbereich 35 übersteht.
Zugleich wird das Siebengelenk 4 über den Fortsatz 10 von seiner
geschlossenen Lage in Fig. 1 zunächst horizontal abgezogen (Fig. 2 und 3)
und nur geringfügig am hinteren Ende durch den zweiten Lenker 17 des
Siebengelenks 4 abgehoben, und über den Überrollbügel 31 hinaus verlagert.
Durch die Verschwenkung des Fortsatzes 10 wird der erste Lenker 14 des
Siebengelenks 4 nach hinten gedrückt, ebenso die Koppelstange 22, die
wiederum den zweiten Lenker 17 des Siebengelenks 4 über den Steuerlenker
19 nach unten zieht, so daß die vordere Dachkante des ersten Dachteils 2
leicht angehoben wird. Hierdurch ist eine parallele Bewegung beim Anfahren
des Dachteils 2 sichergestellt, die erforderlich ist, um ein Herausfahren eines
nach vorne vorstehenden Zentrierstifts in dessen vorderen Bereich aus dem
Windlauf sicherzustellen.
Man erkennt, daß beim Absenken des ersten Dachteils 4 dieses eine leicht
schräge Neigung einnimmt, um mit den Enden der C-Holme 7 voran in die
Ecken des Kofferraums einzudringen (Fig. 5 und 6), um in der endgültig
abgelegten Lage (Fig. 7) mit dem flachen Teil des ersten Dachteils auf dem
zweiten Dachteil und unmittelbar unter der Ebene des Kofferraumdeckels zum
Stehen zu kommen. Gleichwohl verbleibt zwischen den C-Holmen als seitlicher
Begrenzung und dem zweiten Dachteil als oberer Begrenzung ein erhebliches
tatsächlich nutzbares Stauraumvolumen, das, wie vorstehend zu erkennen,
auch während des Absenkens der Dachteile nicht ausgeräumt werden muß.
Das erneute Aufstellen des Dachs erfolgt durch Ausfahren der Kolbenstange 9
entsprechend umgekehrt von der Lage aus Fig. 7 zu der aus Fig. 1.
Claims (15)
1. Dachkonstruktion für ein Kraftfahrzeug mit abhebbarem Dach, bei dem
über eine erste gelenkige Verbindung (4) mit einem karosseriefesten
Hauptlager (5) ein erstes, vorderes Hartdachteil (2) aus einer
verschlossenen Lage in eine abgelegte Lage in einem Kofferraum
verschwenkbar ist, und bei der ein zweites, die Heckscheibe
umfassendes Dachteil (3) aus einer verschlossenen in eine abgelegte
Lage über eine zweite gelenkige Verbindung (6) in dem Kofferraum
verschwenkbar ist, wobei das erste Dachteil (2) in seiner abgelegten
Lage oberhalb des zweiten Dachteils (3) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Durchladeraum unterhalb des zweiten Dachteils (3) für Beladezwecke verbleibt, und
daß die zweite gelenkige Verbindung (6) außerhalb der ersten gelenkigen Verbindung (4) an demselben Hauptlager (5) schwenkbar angelenkt ist.
daß ein Durchladeraum unterhalb des zweiten Dachteils (3) für Beladezwecke verbleibt, und
daß die zweite gelenkige Verbindung (6) außerhalb der ersten gelenkigen Verbindung (4) an demselben Hauptlager (5) schwenkbar angelenkt ist.
2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste Dachteil (2) in seine abgelegten Lage mit seiner Oberseite nach
oben abgelegt ist.
3. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite gelenkige Verbindung ein Viergelenk (6) ist.
4. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste gelenkige Verbindung ein Siebengelenk (4) ist.
5. Dachkonstruktion nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Viergelenk (6) und das Siebengelenk (4) über einen Koppellenker
kinematisch verbunden sind.
6. Dachkonstruktion nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß ein erster Lenker des Siebengelenks (4) über eine Koppelstange
und einen Steuerlenker mit einem zweiten Lenker des Siebengelenks (4)
gekoppelt ist.
7. Dachkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Steuerlenker karosseriefest angelenkt ist.
8. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Dachteil (2) einen Überrollbügel des
Kraftfahrzeugs umfährt.
9. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Dachteil (2) beim Verlagern in die
geschlossene Lage durch einen von dem ersten Dachteil in Fahrrichtung
vorstehenden Stift im Windlauf fixiert ist.
10. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Dachteil im wesentlichen zeitgleich mit
dem zweiten Dachteil verlagert wird.
11. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Dachteil und das zweite Dachteil im
wesentlichen eine gleichsinnige Bombierung aufweisen.
12. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Dachteil im wesentlichen aus einem
Rahmen mit in dem Rahmen angeordneter Heckscheibe besteht.
13. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Dachteil mit angesetzten C-Holmen
ausgebildet ist, und daß der Durchladeraum unterhalb des zweiten
Dachteils zwischen den C-Holmen für Beladezwecke verbleibt.
14. Dachkonstruktion nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
angesetzten C-Holme des ersten Dachteils in der abgelegten Lage in
dem Kofferraum in einem Bereich zwischen Heckleuchte und Radlauf
angeordnet sind.
15. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Dachteil einen seitlich überstehenden
Wasserkanal aufweist.
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Owner name: WEBASTO-EDSCHA CABRIO GMBH, 82131 STOCKDORF, DE |
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