DE10020260C2 - Digitalkamera oder digitale Videokamera und Verfahren zur Bilderfassung - Google Patents
Digitalkamera oder digitale Videokamera und Verfahren zur BilderfassungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Digitalkamera oder digitale Videokamera mit einem Objektiv und
mit einem Sensor zur Erfassung digitalisierter Bildinformation mit Mitteln zum
perspektivischen Entzerren der von dem Objektiv entworfenen und von dem Sensor
erfassten digitalisierten Bildinformation, und ein Verfahren zur Bilderfassung.
Bekannte Großbildkameras weisen ein relativ zum Gehäuse der Großbildkamera
schwenkbares Objektiv und eine schwenkbare Rückstandarte, die eine Mattscheibe hält, auf.
Bei der Aufnahme großer Objekte, z. B. von Gebäuden, muss die Mattscheibe senkrecht
bleiben, um die senkrechten Linien der Objekte senkrecht abzubilden. Bei unverschwenkter
Rückstandarte und unverschwenktem Objektiv muss also die gesamte Kamera so gehalten
werden, dass die Mattscheibe senkrecht steht. Dies hat aber den Nachteil, dass bei tiefer
Kamerastellung, wie dies bei Gebäudeaufnahmen in der Regel der Fall ist, sehr viel
Vordergrund aufgenommen wird. Aus diesem Grund wird die Kamera gerne nach oben
geneigt, um den Vordergrund zu reduzieren. Wenn dabei aber gleichzeitig die Mattscheibe
geneigt wird, so treten im aufgenommen Bild die senkrechten Linien des Objekts als
sogenannte stürzende Linien in Erscheinung. Wenn das Rückteil der Kamera aber so
verschwenkt wird, dass die Mattscheibe bei geneigter Kamera wieder senkrecht steht,
werden senkrechte Linien als senkrechte Linien abgebildet. Allerdings erfordert das ein
Objektiv mit einem relativ großen Bildkreis.
Aus der EP 0 984 319 A1 ist eine Digitalkamera bekannt, bei der hinter der Linse des
Objektivs ein Sensor angeordnet ist, der mikroprozessorgesteuert verschwenkt werden kann.
Weiterhin kann der Abstand zwischen Linse und Sensor verändert werden. Durch diese
Anordnung wird eine verbesserte Schärfe des Bildes im Scheimpflugverfahren bezweckt. Zum
Ausgleich der sog. "keystone distortion" ist eine weitere Linse und eine zwischen erster und
zweiter Linse angeordnete zweite Bildebene vorgesehen, so dass quasi ein "doppelter
Scheimpflug" angewendet wird.
Aus der DE 196 30 009 A1 ist ein Teilnehmergerät für Bildfernsprechen bekannt, bei dem die
perspektivische Verzeichnung des Bildes bei der Aufnahme elektronisch korrigiert ist. Das
erfolgt dadurch, dass das Bild vor der Übertragung in der oberen Hälfte gedehnt und seine
Breite in der unteren Hälfte verringert wird.
Aus der DE 196 37 629 A1 ist eine elektronische Kamera mit einem Objektiv bekannt. In der
Bildebene der Kamera ist ein rechteckiger Bildsensor vorgesehen, der nach fünf
Freiheitsgraden bewegbar ist. Ferner sind Stellmittel vorgesehen, wodurch der Bildsensor
derart bewegbar ist, dass eine scharfe Abbildung des gewählten Gegenstandsbereiches
erzielbar ist. Die DE 196 37 629 A1 lehrt die Regelung der Neigung der Sensorfläche, um ein
scharfes Bild zu erhalten.
Aus der US 5,185,667 ist ein Bilderfassungssystem bekannt, bei dem eine Fischaugenlinse
mit einer Kamera verbunden ist, die das optische Bild in ein elektrisches Signal umwandelt.
Diese Signale werden dann digitalisiert und in einem Bildspeicher gespeichert. Anschließend
werden die Bilder in einem Bildverarbeitungssystem verarbeitet und in einem
Ausgabespeicher gespeichert. Von dort werden sie an einen Monitor weitergeleitet und
angezeigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Digitalkamera oder digitale Videokamera in kompakter
Bauweise und ein Verfahren zu schaffen, durch deren Verwendung das Auftreten von
Verzerrungen korrigiert oder, falls gewünscht, auch erzeugt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Kamera der eingangs genannten Art, die einen
zuschaltbaren Neigungssensor zur Erfassung der Neigung des Sensors gegen die Horizontale
aufweist, wobei die Entzerrung anhand des erfassten Neigungswertes erfolgt. Unter
Entzerren und Korrigieren wird erfindungsgemäß ein Verzerren der Bilder verstanden, bis
stürzende oder fallende Linien zu nichtstürzenden Linien werden. Wird die Perspektive über
den korrigierten Zustand hinaus weiter verändert, oder generell eine nicht vorhandene
Perspektive erzeugt, so ist darin erfindungsgemäß ein Verzerren zu sehen.
Mit einer solchen Digitalkamera entstehen vielfältige Möglichkeiten, die Perspektive eines
Bildes zu beeinflussen. Zum einen kann die Perspektive eines mit geneigter Kamera
aufgenommenen Bildes automatisch korrigiert werden, so dass keine stürzenden Linien
entstehen. Durch manuelles Nachschalten kann eine Verzerrung einer Perspektive aber z. B.
auch verstärkt werden, oder es kann eine Perspektive erzeugt werden, die es gar nicht gibt.
Insbesondere aber entfällt das Verschwenken von Objektiv und/oder Rückstandarte zur
Korrektur von Perspektiven. Dadurch wird eine einfachere Handhabung sichergestellt.
Der Neigungssensor erkennt, wie weit die Kamera und damit der das Bild aufnehmende
Sensor aus der Senkrechten bzw. gegenüber der Horizontalen verschwenkt ist. Der vom
Neigungssensor gemessene Wert kann dazu verwendet werden, das erfasste Bild sofort so
zu entzerren, dass reale senkrechte Linien als senkrechte Linien dargestellt werden. Die
Entzerrung kann dabei sofort automatisch erfolgen, so dass der Benutzer nur das entzerrte
Bild auf dem Display bzw. im Sucher sieht und bei Betätigung des Auslösers das entzerrte
Bild gespeichert wird. Alternativ kann das verzerrte Bild angezeigt und gespeichert werden
und der Neigungswert kann mit der Bilddatei abgespeichert werden. Bei einer
Nachbearbeitung mit der Kamera oder an einem Computer kann dann die Entzerrung anhand
des gespeicherten Neigungswertes anhand eines oder mehrerer Fluchtpunkte erfolgen.
Vorteilhaft ist es, wenn ein oder mehrere Bildausschnitte aus der aufgenommenen
Bildinformation auswählbar sind. Aus dem aufgenommenen Bild können Ausschnitte
beliebiger geometrischer Formen und Größe mit Mitteln zur Auswahl ausgewählt werden.
Diese Mittel zum Auswählen können z. B. Funktionen, Tasten oder Stifte sein. Die Auswahl
des Bildausschnitts muss nicht vor der Aufnahme vorgenommen werden, sondern kann zu
einem beliebigen späteren Zeitpunkt vorgenommen werden. Der Benutzer erhält weiterhin
die Möglichkeit, einen Ausschnitt auszuwählen und ihn dann nachträglich zu vergrößern. Die
Auswahl der Bildausschnitte findet bevorzugterweise auf dem Display der Kamera statt.
In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Digitalkamera sind die entzerrten Bilder zu
einem externen Gerät, vorzugsweise einem Computer oder Drucker, transferierbar. Nach
dem Transfer können die gespeicherten Bilder aus dem Speichermedium der Kamera
gelöscht werden, so dass Speicherplatz für weitere Aufnahmen zur Verfügung steht. Die
transferierten Bilder können an einem Computer mit an sich bekannten Verfahren weiter
bearbeitet, gespeichert und ausgedruckt werden. Ferner kann die Auswahl von
Bildausschnitten aus den Bildern erst mit dem Computer erfolgen. Dadurch wird in der
Digitalkamera kein Speicherplatz für die Bildausschnitte benötigt. Insbesondere bei digitalen
Videokameras ist es von Vorteil, wenn in etwa zeitgleich mit dem Schneiden des Films am
Computer auch Bildausschnitte ausgewählt werden können.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Bearbeiten von digitalisierten Bildern mit
einer Digitalkamera oder einer digitalen Videokamera bei dem die digitalisierten Bilder
perspektivisch entzerrt und abgespeichert werden, wobei die digitalisierten Bilder
automatisch gemäß einer von dem Neigungssensor gemessenen Neigung derart entzerrt
werden, dass reale senkrechte Linien als senkrechte Linien abgebildet werden. Mit einem
solchen Verfahren ist es möglich, ungewünschte Perspektiven, beispielsweise wegen
geneigter Kamerahaltung, zu korrigieren, bzw. Perspektiven zu verstärken.
Der Benutzer muss sich keine Gedanken über die Kamerastellung machen. Das umständliche
Verstellen des Kamerarückteils, wie bei bekannten Großbildkameras, entfällt, wenn von
niedrigem oder erhöhtem Standpunkt aus große Objekte mit senkrechten Linien fotografiert
werden sollen. Dies stellt insbesondere für den Berufsfotografen eine große Vereinfachung in
der Handhabung einer Kamera dar, insbesondere bei Luftaufnahmen.
In einer Verfahrensvariante wird mit jedem aufgenommenen Bild ein von dem
Neigungssensor gemessener Neigungswert abgespeichert. Ein Bild kann dadurch verzerrt
aufgenommen werden. Der Benutzer hat dann die Wahl, später die Entzerrung gemäß dem
gespeicherten Neigungswert vorzunehmen, oder das Bild so zu belassen, wie es
aufgenommen wurde. Ferner hat er die Möglichkeit, das Bild entzerrt und verzerrt zu
speichern bzw. auszugeben.
Alternativ können die digitalisierten Bilder gezielt manuell entzerrt oder verzerrt werden. Vom
Benutzer können beliebige Perspektiven erzeugt werden. Besondere Einzelheiten eines Bildes
können dadurch hervorgehoben werden. Außerdem können Perspektiven verstärkt werden
oder es können Perspektiven erzeugt
werden, die es gar nicht gibt. Gemeint ist damit, dass z. B. bei einer
Hochformataufnahme mit einer Kamera, die normalerweise im Querformat in
horizontaler Richtung entzerrt, in senkrechter Richtung verzerrt wird, also in einer
Richtung, in der normalerweise keine perspektivische Verzerrung erfolgt.
Eine bevorzugte erfindungsgemäße Verfahrensvariante zeichnet sich dadurch aus,
dass aus einem aufgenommenen Bild bzw. Bildkreis ein Bildausschnitt ausgewählt
wird, der anschließend weiterbearbeitet wird. Der Benutzer kann sich nachträglich
den Bildausschnitt auswählen, der von besonderem Interesse ist. Für eine
Aufnahme im Hochformat muss die Kamera nicht mehr gedreht werden. Es
genügt, einen hochformatigen Ausschnitt aus dem Bildkreis auszuwählen.
Dadurch, dass der gesamte Bildkreis aufgenommen wird, entfällt die Gefahr,
wichtige Detailinformationen aus Versehen nicht zu erfassen. Die Möglichkeit,
einen Ausschnitt aus einem Bild auszuwählen, erlaubt es, unwichtige
Bildinformation, wie z. B. große Vordergründe zu entfernen, wodurch eine
Reduktion des Bildes auf das wesentliche erfolgt. Die ausgewählten Ausschnitte
können vergrößert werden und mit an sich bekannten Verfahren weiterbearbeitet
werden.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der
Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter
ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren
in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigte und beschriebene
Ausführungsform ist nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern hat
vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Digitalkamera ist in der
schematischen Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1a eine Bildaufnahme mit einer erfindungsgemäßen Digitalkamera;
Fig. 1b eine Rückansicht der Digitalkamera nach Fig. 1a;
Fig. 2a ein ohne perspektivische Entzerrung aufgenommenes Bild;
Fig. 2b das Bild der Fig. 2a nach perspektivischer Entzerrung;
Fig. 2c ein optimiertes Bild nach Fig. 2a und 2b;
Fig. 3a eine Bildaufnahme mit einer Kamera nach dem Stand der Technik;
Fig. 3b das aufgenommene Bild nach Fig. 3a;
Fig. 4a eine weitere Bildaufnahme mit einer Kamera nach dem Stand der
Technik;
Fig. 4b das aufgenommene Bild nach Fig. 4a.
In der Fig. 1 ist eine Digitalkamera 1 schematisch dargestellt. Auf der Vorderseite
2 des Gehäuses 3 ist ein Objektiv 4 mit einer Linse angebracht. Mit Hilfe des
Objektivs 4 erfolgt eine Projektion eines Bildes auf einen Sensor 5 im Inneren der
Digitalkamera 1. Der lichtempfindliche Sensor 5 ist als Scanner oder Chip
ausgebildet, von dem das Bild elektronisch erfasst wird. Der lichtempfindliche
Sensor 5 ist meist scheibenförmig ausgebildet. Die Linse des an sich bekannten
Objektivs 4 ist kreisrund, so dass auch das projizierte Bild hinter dem Objektiv
kreisrund ist. Allerdings bestimmt sich das Format des aufgenommenen Bildes
durch das Format des Sensors 5. In der Regel ist der Sensor 5 rechteckförmig und
nimmt deshalb nur einen Ausschnitt des vom Objektiv 4 projizierten Bildes auf.
Dieses projizierte Bild wird als vom Objektiv 4 entworfener Bildkreis bezeichnet.
Soll der gesamte Bildkreis aufgenommen werden, so ist der Sensor 5 ebenfalls
kreisrund ausgebildet. Die auf den Sensor 5 projizierte Bildinformation wird vom
Sensor 5 elektronisch erfasst und digitalisiert. Die Digitalkamera weist weiterhin
einen Neigungssensor auf. Mit dem Neigungssensor wird die Neigung des
Sensors 5 gegen die Horizontale 9 gemessen. Bei der Aufnahme von Objekten 10,
die zur Horizontalen 9 senkrechte Linien 11 aufweisen, werden die senkrechten
Linien nur als senkrechte Linien abgebildet, wenn der Sensor 5 ebenfalls senkrecht
zur Horizontalen 9 steht. Ist die Sensorfläche gegen die Horizontale geneigt, so
werden die senkrechten Linien 11 in der Abbildung zu stürzenden Linien 12 (Fig.
2a). Mittels der vom Neigungssensor gemessenen Neigung kann das vom Objektiv
4 entworfene Bild derart perspektivisch entzerrt werden, dass die abgebildeten
Linien auch bei geneigter Digitalkamera im Bild wieder senkrecht sind (Fig. 2b). Die
Entzerrung gemäß dem gemessenen Neigungswert kann automatisch schon vor
der Aufnahme erfolgen, so dass das perspektivisch entzerrte Bild über ein Display
13 vom Benutzer betrachtet werden kann. Da Displays 13 in der Regel einen
hohen Stromverbrauch haben, kann das Display auch abgeschaltet werden und der
Benutzer kann das aufzunehmende Bild durch einen optischen Sucher 14
betrachten. Ist der Neigungssensor 8 deaktiviert, so wird auf dem Display 13 bzw.
im Sucher das verzerrte, vom Objektiv 4 entworfene Bild angezeigt. Hat der
Benutzer das projizierte Bild betrachtet und akzeptiert, so kann er das im Sucher
14 oder auf dem Display 13 angezeigte Bild durch Betätigen des Auslösers in
digitalisierter Form speichern. Die Speicherung erfolgt in einem entsprechenden
Speichermedium. Das Speichermedium, wie z. B. ein Chip, ist entweder in die
Kamera integriert oder herausnehmbar, so dass die digitalisierte Bildinformation
z. B. zu einem Computer transferiert werden kann. Ferner ist es möglich, die Bilder
entzerrt zu speichern und mit jedem Bild die gemessene Neigung zu speichern.
Dem Benutzer stehen außerdem Mittel zur Verfügung, mit denen er ein Bild vor
oder nach der Aufnahme gemäß seinen Wünschen entzerren oder verzerren kann.
Die Fig. 2a zeigt ein Bild 15, wie es von einer geneigten Digitalkamera ohne
Entzerrung aufgenommen wird. Wenn der Sensor 5 einer geneigten Digitalkamera
nicht parallel zu Objekten 10 mit senkrechten Linien 11 ausgerichtet ist, werden
diese Objekte nicht mit senkrechten, sondern mit sogenannten stürzenden Linien
12 abgebildet. Fig. 2a zeigt auch die Ausrichtung der stürzenden Linien an einem
Fluchtpunkt.
Bei dem in der Fig. 2b gezeigten Bild 16 wurde das vom Objektiv entworfene Bild
perspektivisch gemäß der vom Neigungssensor 8 gemessenen Neigung so entzerrt,
dass die senkrechten Linien 11 des fotografierten Objekts 10 im Bild 16 als
senkrechte Linien 17 erscheinen. Durch die perspektivische Entzerrung wird das
von einem rechteckigen Sensor 5 aufgenommene Bild zu einem in der Länge
und/oder Breite gegenüber dem Rechteck nach Fig. 2a gestreckten Trapez 18
verformt. Soll das Format des Bildes beibehalten werden, so werden die von der
gestrichelten Linie begrenzten Bereiche entfernt. Wird ein Objekt 10 im
Hochformat, d. h. bei gedrehter Digitalkamera fotografiert, so muss der
Neigungssensor 8, bzw. ein zweiter Neigungssensor auch die Neigung der Kamera
in dieser Orientierung erfassen. Fig. 2c zeigt ein vollständig optimiertes Bild 19.
Die Fig. 3 und 4 demonstrieren die Probleme, die bei der Bildaufnahme mit einer
Kamera des Standes der Technik auftreten.
Wenn der Sensor der Kamera 20 parallel zu dem Objekt 21 ausgerichtet ist (Fig.
3a), werden stürzende Linien vermieden. Es fehlt aber ein Teil 22 des Objektes 21
auf der Abb. 23 (Fig. 3b).
Wenn der Sensor der Kamera 20 geneigt zu dem Objekt 21 angeordnet ist (Fig.
4a), treten stürzende Linien auf (Fig. 4b).
1
Digitalkamera
2
Vorderseite
3
Gehäuse
4
Objektiv
5
Sensor
8
Neigungssensr
9
Horizontale
10
Objekt
11
Senkrechte Linie
12
Stürzende Linie
13
Display
14
Sucher
15
Bild
16
Bild
17
Senkrechte Linie
18
Trapez
19
Bild
20
Kamera
21
Objekt
22
Objektteil
23
Abbildung
24
Stürzende Linie
Claims (7)
1. Digitalkamera (1) oder digitale Videokamera mit einem Objektiv (4) und mit
einem Sensor (5) zur Erfassung digitalisierter Bildinformation, mit Mitteln
zum perspektivischen Entzerren der von dem Objektiv (4) entworfenen und
von dem Sensor (5) erfassten digitalisierten Bildinformation, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kamera (1) einen zuschaltbaren Neigungssensor
(8) zur Erfassung der Neigung des Sensors (5) gegen die Horizontale
aufweist, wobei die Entzerrung anhand des erfassten Neigungswertes
erfolgt.
2. Digitalkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder
mehrere Bildausschnitte aus der aufgenommenen Bildinformation
auswählbar sind.
3. Digitalkamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die entzerrten Bilder zu einem externen Gerät,
vorzugsweise einem Computer oder Drucker, transferierbar sind.
4. Verfahren zum Bearbeiten von digitalisierten Bildern mit einer Digitalkamera
(1) oder einer digitalen Videokamera bei dem die digitalisierten Bilder
perspektivisch entzerrt und abgespeichert werden, dadurch
gekennzeichnet, dass die digitalisierten Bilder automatisch gemäß einer von
dem Neigungssensor (8) gemessenen Neigung derart entzerrt werden, dass
reale senkrechte Linien (11) als senkrechte Linien (17) abgebildet werden.
5. Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass mit jedem aufgenommenen Bild ein von dem Neigungssensor (8)
gemessener Neigungswert abgespeichert wird.
6. Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die digitalisierten Bilder gezielt manuell entzerrt oder verzerrt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem
aufgenommenen Bild (15, 16) bzw. Bildkreis (6) ein Bildausschnitt
ausgewählt wird, der anschließend weiterbearbeitet wird.
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| DE10020260A1 DE10020260A1 (de) | 2001-10-31 |
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