DE10021902A1 - Spannsystem - Google Patents
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Abstract
Spannsystem zum Festspannen eines Werkstücks mit einer Grundplatte und einer Mehrzahl von Spannelementen, wobei die Grundplatte eine Mehrzahl von gleichmäßig beabstandeten, parallel und senkrecht zueinander verlaufenden T-Nuten aufweist und DOLLAR A jedes Spannelement eine Mehrzahl von in einem Rastermaß angeordnete Gewindebohrungen zum Festspannen des Werkstücks aufweist und über zwei parallel zueinander ausgebildete, bezüglich der T-Nuten der Grundplatte schräg angeordnete Langlöcher in mindestens einer T-Nut mittels die T-Nut hintergreifender Spanneinrichtungen verschiebbar und befestigbar ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannsystem zum Fest
spannen eines Werkstücks mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1.
Für die mechanische Bearbeitung von kleinen Werkstücken (maxi
mal 900 mm × 600 mm × 600 mm) z. B. in einer Fräsmaschine ist
ein positionsfestes Aufspannen des Werkstücks über darin vor
handene Schrauben- und Stiftbohrungen auf einer Unterlage er
forderlich. Für diesen Zweck sind Spannplatten bekannt, die ei
ne Vielzahl von in einem Rastermaß angeordneten Gewindebohrun
gen zum Festschrauben des Werkstücks aufweisen (DE 44 02 660 A1).
Da die tatsächlichen Abstände der Bohrungen in einem Werkstück
in vielen Fällen nicht den definierten Bohrungsabständen einer
Spannplatte entsprechen, werden variable Spannsysteme angebo
ten. Ein solches Spannsystem der Firma Blüco umfaßt beispiels
weise Spannplatten mit 40 mm und 50 mm Raster sowie eine Viel
zahl von unterschiedlich ausgebildeten, auf den Rasterspann
platten festschraubbaren Spann- und Ausrichtelementen, z. B.
Leisten, Scheren, Spannplatten mit kleinerem Raster usw. Ein
Werkstück mit nicht-genormten Bohrungsabständen kann in den
Bohrungen ausgewählter Spann- und Ausrichtelemente verschraubt
werden.
Bei unregelmäßig geformten Werkstücken ist es jedoch auch bei
Verwendung solcher variabler Spannsysteme in manchen Fällen gar
nicht oder nur mit großem Zeitaufwand möglich, geeignete Spann-
und Aufnahmeelemente auszuwählen und das Werkstück mittels dieser
Elemente präzise und positionsfest auf der Spannplatte zu
fixieren. In einigen Fällen ist es sogar weniger zeitaufwendig,
eine dem individuellen Werkstück angepaßte Aufnahme-Spannplatte
eigens zu fräsen und zu bohren, die jedoch für weitere Anwen
dungen unbrauchbar ist.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein variables Spannsystem bereitzustellen, mit dem
kleine Werkstücke mit jedem möglichen Bohrungsabstand und Boh
rungsdurchmesser positionsfest aufgespannt werden können.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Spannsystem zum Festspannen ei
nes Werkstücks mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Die Grundplatte des erfindungsgemäßen Spannsystems weist eine
Mehrzahl von gleichmäßig beabstandeten, parallel und senkrecht
zueinander verlaufenden T-Nuten auf, die ein gleichmäßiges Ra
sternetz bilden. Die Spannelemente sind in diesen T-Nuten ver
schiebbar geführt und mittels die T-Nut hintergreifender Spann
vorrichtungen, die durch mindestens zwei Befestigungsbohrungen
durchgreifen, in einer beliebigen Position entlang den T-Nuten
befestigbar. Somit wird gegenüber einer Rasterplatte mit Präzi
sionsbohrungen eine höhere Variabilität bezüglich der Position,
in der die Spannelemente festgelegt werden können, erreicht.
Zudem ist die Fertigung von T-Nuten preiswerter als die Ferti
gung einer Vielzahl von Präzisionsbohrungen.
Zum Festspannen des Werkstücks sind Spannelemente vorgesehen,
die auf der Grundplatte aufliegen und eine Mehrzahl von in ei
nem Rastermaß angeordneten Gewindebohrungen aufweisen. Die
durch das Bohrungsraster abgedeckte Fläche und die Anzahl der
Gewindebohrungen sind dabei so bemessen, daß ein Bereich der
Grundplatte mit Gewindebohrungen belegt wird, der höchstens
derjenigen Fläche entspricht, die durch jeweils zwei benachbar
te und aufeinander senkrecht stehende T-Nuten eingeschlossen
ist. Die Anzahl der kostspielig anzufertigenden Gewindebohrun
gen kann somit auf ein Minimum reduziert werden.
Jedes Spannelement weist weiterhin zwei parallel zueinander
ausgebildete Langlöcher auf, über die es in einer beliebigen
Position innerhalb einer T-Nut oder in zwei parallel verlaufen
den T-Nuten mittels geeigneter, die T-Nut hintergreifender
Spanneinrichtungen befestigbar ist. Die Langlöcher bilden bei
in eine T-Nut eingesetztem Spannelement einen Winkel mit den T-
Nuten, der vozugsweise etwa 45° beträgt. Bei Nutzung des durch
die Langlöcher vorgegebenen Spiels ist ein Spannelement in ei
ner bestimmten T-Nut der Grundplatte so verschraubbar, daß an
einer beliebigen Position im Bereich der Grundplatte eine Ge
windebohrung zu Verfügung gestellt werden kann, in der ein
durch die Aufnahmeelemente vorfixiertes Werkstück festspannbar
ist. In dieser Art sind zwei oder drei (oder auch mehr) Span
nelemente, entsprechend der Anzahl und Position der Bohrungen
in dem Werkstück, auf der Grundplatte positionierbar. Jedes be
liebig geformte kleine Werkstück kann somit bei Nutzung der
vorhandenen Bohrungen mit dem erfindungsgemäßen Spannsystem
aufgespannt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens zwei Aufnahmee
lemente zur Vorfixierung eines Werkstücks auf einer erfindungs
gemäßen Grundplatte vorgesehen. Jedes Aufnahmeelement weist ei
ne in den T-Nuten der Grundplatte verschiebbar ausgebildete
Paßfeder und mindestens eine Paßbohrung zur Befestigung des
Werkstücks auf, so daß mittels zweier in den T-Nuten der Grund
platte positionierter Aufnahmeelemente jeder beliebige Abstand
zweier Paßbohrungen zueinander einstellbar ist. Das Werkstück
ist mittels zweier geeigneter Paßstifte auf zwei auf der Grund
platte befestigten Aufnahmeelementen vorfixierbar, so daß eine
nachfolgende Anordnung der Spannelemente unterhalb der in dem
Werkstück vorhandenen Bohrung erleichtert wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist ein Abnullelement vorgese
hen, das eine Paßfeder aufweist, über die es in den T-Nuten der
Grundplatte verschiebbar ist. Das Abnullelement dient zur Aus
richtung der Bohrungen der Aufnahmelemente zueinander entsprechend
des Bohrungsabstandes des einzuspannenden Werkstücks, wo
bei das Abnullelement den Bezugspunkt für in Richtung der T-
Nuten verlaufende Endmaße bildet. Somit wird die Positionierung
der Aufnahmeelemente auf der Grundplatte nach vorhergehender
Bemessung des Werkstücks vereinfacht.
Die Größe der Grundplatte beträgt in vorteilhafter Ausgestal
tung der Erfindung maximal 800 mm × 700 mm. Sie ist somit für
die Aufnahme kleiner Werkstücke (900 mm × 600 mm × 600 mm) aus
gelegt. Weiterhin weist die Grundplatte vorteilhafterweise eine
Anzahl von durchgehenden Gewinde- oder Paßbohrungen auf, die
zur Befestigung der Grundplatte auf einer Unterlage, z. B. einem
Maschinentisch, dienen und im Bereich der Kreuzungspunkte der
T-Nuten vorgesehen sind.
Die Aufnahmeelemente weisen in weiterer vorteilhafter Ausge
staltung der Erfindung eine zentrale Paßbohrung auf, über die
das Werkstück mittels eines Paßstiftes, der in das Aufnahme
element eingreift, fixierbar ist.
In anderer vorteilhafter Ausgestaltung weist das Aufnahmeele
ment vier Gewindebohrungen mit gleicher Größe auf, die in einem
Rastermaß angeordnet sind. Vorzugsweise sind 2 × 2 Bohrungen in
einem 15-mm-Raster vorgesehen, wobei die Gewindegröße vorteil
hafterweise zwischen M6 und M16 beträgt. Das Werkstück kann
mittels einer geeigneten Schraube über eine vorhandene Bohrung
in dem Werkstück mit dem Aufnahmeelement verschraubt werden.
Die Langlöcher in den Spannelementen weisen in besonders vor
teilhafter Ausgestaltung der Erfindung den gleichen Abstand
voneinander auf wie zwei parallel verlaufende T-Nuten der
Grundplatte. Somit kann jedes Spannelement entweder in einer T-
Nut oder in zwei parallel verlaufenden T-Nuten geführt und be
festigt werden. Dadurch wird eine besonders variable Anordnung
der Spannelemente auf der Grundplatte erreicht und die Anzahl
der auf dem Spannelement vorzusehenen Gewindebohrungen kann mi
nimal gehalten werden.
Insbesondere ist vorgesehen, daß jedes Spannelement zwölf Ge
windebohrungen mit gleicher Größe aufweist, die in einem 15-mm-
Raster aus 3 × 4 Bohrungen angeordnet sind. Die Gewindegröße
der Bohrungen beträgt vorteilhafterweise zwischen M6 und M16.
Durch Verschieben des Spannelementes innerhalb des durch die
Langlöcher vorgegebenen Spiels kann somit ein Spannelement der
art in eine oder zwei Nuten der Grundplatte eingeschoben und
befestigt werden, daß eine der Gewindebohrungen auf einer be
liebigen Position der Grundplatte bereitgestellt wird.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung weist ein erfindungs
gemäßes Spannsystem in Art eines Baukastensystems eine Mehrzahl
verschiedener Aufnahme- und/oder Spannelemente auf, die sich
hinsichtlich der Anzahl, Art, Anordnung und Größe der Bohrungen
voneinander unterscheiden. Entsprechend der in dem einzuspan
nenden Werkstück vorhandenen Bohrungen können somit individuell
passende Aufnahme- und/oder Spannelemente ausgewählt werden,
die eine sichere Fixierung des Werkstücks auf der Spannplatte
gewährleisten.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachste
hend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils an
gegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der
Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden unter
Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Spannsystem,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Grundplatte,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Grundplatte der Fig. 2 entlang
der Schnittlinie III-III,
Fig. 4 eine Frontansicht eines erfindungsgemäßen Abnullele
ments in Blickrichtung IV der Fig. 5,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Abnullelements der Fig. 4 in
Blickrichtung V,
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Aufnahmeele
ment,
Fig. 7 einen Schnitt durch das Aufnahmeelement der Fig. 6 ent
lang der Schnittlinie VII-VII,
Fig. 8 einen Schnitt durch das Aufnahmeelement der Fig. 6 ent
lang der Schnittlinie VIII-VIII,
Fig. 9 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Spannelement
und
Fig. 10 einen Schnitt durch das Spannelement der Fig. 9 entlang
der Schnittlinie X-X.
In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
Das in Fig. 1 in Draufsicht dargestellte Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Spannsystems 10 umfaßt eine Grundplatte
12 mit in x-Richtung und in y-Richtung verlaufenden T-Nuten 14,
14', wobei in den T-Nuten 14, 14' zwei Aufnahmeelemente 30, 30'
und drei Spannelemente 50, 50', 50" mittels Spanneinrichtungen
28 befestigt sind. Ein Abnullelement 22 bildet den Bezugspunkt
für die Ausrichtung der Aufnahmeelemente 30, 30' in x- und y-
Richtung mittels Endmaßen 27, 27'. Die Länge der Endmaße 27,
27' ergibt sich aus dem Abstand zweier in dem einzuspannenden
Werkstück vorhandener Paßbohrungen, über die das Werkstück mit
tels geeigneter Paßstifte in Paßbohrungen 32, 32' der Aufnah
meelemente 30, 30' fixierbar ist.
Zur Ausrichtung der Aufnahmeelemente 30, 30' wird das Abnull
element 22 zunächst z. B. in y-Richtung in einer T-Nut 14' bis
zu einem Kreuzungspunkt mit einer in x-Richtung verlaufenden T-
Nut 14 geschoben. In diese in x-Richtung verlaufende T-Nut 14
wird ein erstes Aufnahmeelement 30 eingeschoben, mittels eines
Endmaies 27 positionsgenau zwischen der Anlagefläche 26 des Ab
nullelements 22 und dem äußeren Rand der Paßbohrung 32 des Auf
nahmeelements ausgerichtet und mittels zweier geeigneter, die
T-Nut 14 hintergreifender Spanneinrichtungen 28 festgelegt. So
mit kann in x-Richtung jeder beliebige Abstand zwischen Abnul
lelement 20 und Aufnahmeelement 30 eingestellt werden.
Die Ausrichtung eines zweiten Aufnahmeelements 30' in y-
Richtung bzgl. eines zweiten Endmaßes 27' erfolgt in analoger
Weise nach Einschieben des Abnullelements 22 in x-Richtung auf
den gleichen Kreuzungspunkt. Somit kann im Bereich der Grund
platte 12 jeder beliebige Abstand zweier Paßbohrungen 32 und
32' erhalten werden, die zur Vorfixierung eines Werkstücks die
nen.
Zum Fixieren des Werkstücks auf der Grundplatte 12 dienen Span
nelemente 50, 50', 50". Die Spannelemente 50, 50' 50" sind
über zwei hanglöcher 52 mittels geeigneter Spanneinrichtungen
28 in einer T-Nut 14, 14' oder in zwei parallel verlaufenden T-
Nuten festlegbar. Jedes Spannelement 50, 50', 50" kann somit
derart in einer oder zwei T-Nuten 14, 14' geführt werden, daß
es unterhalb einer Bohrung in dem Werkstück, das mittels der
Aufnahmeelemente 30, 30' auf der Grundplatte 12 vorfixiert ist,
angeordnet ist.
Die Spannelemente 50, 50', 50" weisen in diesem Ausführungs
beispiel zwölf in einem Rastermaß angeordnete Gewindebohrungen
54 auf. Die Größe des Rastermaßes, die Größe der Gewindebohrun
gen und die Länge und Ausrichtung der Langlöcher sind so ge
wählt, daß ein Spannelement bei Nutzung des durch die Langlö
cher vorgegebenen Spiels an jeder beliebigen Stelle der Grund
platte 12 eine Gewindebohrung 54 zum Festspannen des Werkstücks
zur Verfügung stellen kann. Ein positionsfestes Festspannen ei
nes Werkstücks ist dann gewährleistet, wenn das Werkstück durch
mindestens drei Spannelemente 50 mit der Grundplatte 12 ver
schraubt ist.
Die erfindungsgemäße Grundplatte 12 der Fig. 1 ist in den
Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellt. Die Grundplatte 12 weist
eine Grundfläche von 500 mm . 500 mm auf (Fig. 2). Sie ist an
ihrer Oberfläche 13 von jeweils fünf parallel zu den Kanten
verlaufenden Nuten 14, 14' durchzogen, die jeweils einen Ab
stand von 100 mm zueinander aufweisen, wobei die jeweils äußer
ste Nut einen Abstand von 50 mm von der Kante der Grundplatte
12 aufweist.
Fig. 3 zeigt die Ausgestaltung der T-Nuten am Beispiel der in
y-Richtung parallel zueinander verlaufenden T-Nuten 14'. Ausge
hend von der Oberfläche 13 der Grundplatte 12 erstrecken sich
die T-Nuten über einen Teil der Dicke der Grundplatte 12, wobei
jede T-Nut einen oberen schmalen Abschnitt 15 und einen hinter
schnittenen unteren breiten Abschnitt 16 aufweist. Diese T-Form
der Nuten erlaubt das Festlegen von auf der Oberfläche 13 der
Grundplatte 12 angeordneten und/oder in den schmalen Abschnitt
15 der T-Nuten eingreifenden Elementen mit Spanneinrichtungen,
die einen in den breiten unteren Abschnitt 16 der T-Nut ein
greifenden Kragen aufweisen, der in der T-Nut nicht drehbar
ist.
An insgesamt neun Kreuzungspunkten der senkrecht zueinander
verlaufenden Nuten 14, 14' sind durch die Grundplatte 12 durch
gehende Bohrungen 17 vorgesehen, die als Gewindebohrung oder
Paßbohrung ausgebildet sein können und zur Befestigung der
Grundplatte auf einer (nicht näher dargestellten) Unterlage
dienen (Fig. 2). Die Befestigungsbohrungen 17 weisen einen un
teren schmalen Bereich 19 auf, der als Gewindebohrung ausgebil
det sein kann, und einen oberen breiten Bereich 18, in den z. B.
ein Schraubenkopf versenkbar ist, um die T-Nuten 14, 14' nicht
zu blockieren (Fig. 3).
Weiterhin sind am Boden 20 der Grundplatte 12 im Kantenbereich
mittig angeordnete Ausnehmungen 21 vorgesehen, die zur Positio
nierung der Grundplatte 12 auf entsprechenden Vorsprüngen einer
Unterlage dienen.
Fig. 4 und Fig. 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Abnullelements 22. Das Abnullelement 22 besteht
aus einer oberen quaderförmigen Basis 24 und einer einteilig
mit der Basis 24 ausgebildeten Paßfeder 23, die gegenüber der
oberen Basis 24 einseitig verjüngt ausgebildet ist und in den
schmalen Abschnitt 15 der T-Nuten 14, 14' der Grundplatte 12
aus Fig. 2 und 3 paßgenau einsetzbar ist. Das Abnullelement 22
liegt mit dem durch die Verjüngung ausgebildeten Kragen 25 auf
der Oberfläche 13 der Grundplatte 12 auf. Die gemeinsame seit
liche Oberfläche 26 der Basis 24 und der Paßfeder 23 des Abnul
lelements 22 bildet die Anlagefläche für die Endmaße 27, 27'
entsprechend Fig. 1.
In den Fig. 6 bis 8 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Aufnahmelements 30 dargestellt. Wie aus den
Fig. 7 und 8 ersichtlich ist, weist das Aufnahmeelement 30 einen
in drei horizontale Abschnitte gegliederten Aufbau auf. Der
mittlere Abschnitt ist durch eine im wesentlichen quaderförmige
Basis 35 gebildet, wobei die Unterseite 37 der Basis 35 auf der
Oberfläche 13 der Grundplatte 12 aus Fig. 3 aufliegt. An der
Unterseite 37 der Basis 35 ist eine den unteren Abschnitt des
Aufnahmeelements bildende Paßfeder 34 ausgebildet, die sich
über die gesamte Länge der Basis 35 erstreckt. Die Breite der
Paßfeder 34 ist so bemessen, daß die Paßfeder 34 paßgenau in
eine T-Nut 14, 14' der Grundplatte 12 einsetzbar und darin ver
schiebbar ist. Die Höhe der Paßfeder 34 ist so bemessen, daß
die Paßfeder 34 beim Einsetzen in eine T-Nut 14, 14' nicht in
den unteren breiten (hinterschnittenen) Abschnitt 16 der T-
Nuten 14, 14' aus Fig. 3 ragt. Bei in die Grundplatte 12 einge
setztem Aufnahmeelement 30 liegt somit die Basis 35 mit ihrer
Unterseite 37 auf der Grundplatte 12 auf.
An der Oberseite der Basis 35 ist als oberer Abschnitt des Auf
nahmeelements ein Sockel 36 einteilig mit der Basis 35 ausge
bildet, der dieselbe Breite wie die Basis 35 aufweist, jedoch
kürzer als die Basis ausgebildet ist. Zur Befestigung eines
Werkstückes weist der Sockel 36 entweder eine zentral angeord
nete Paßbohrung 32 und/oder vier in einem Rastermaß angeordnete
Gewindebohrungen 31 auf, die in Fig. 6 in Draufsicht darge
stellt sind. Die Oberseite 38 des Sockels 36 bildet die Aufla
gefläche für ein einzuspannendes Werkstück, das mittels geeig
neter Stifte oder Schrauben in der Paßbohrung 32 bzw. in einer
der Gewindebohrungen 31 fixierbar ist.
Die Basis 35 und die Paßfeder 34 des Aufnahmeelements 30 weisen
in den nicht von dem Sockel 36 bedeckten äußeren Bereichen zwei
von oben frei zugängliche durchgehende Befestigungsbohrungen 33
auf, durch die eine geeignete Spanneinrichtung durchführbar
ist, um das Aufnahmeelement 30 in einer T-Nut festzulegen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen ein Spannelement 50 des in Fig. 1
dargestellten Spannsystems 10. Der Aufbau des Spannelements 50
ist in zwei horizontale Abschnitte gegliedert. Eine quaderför
mige Basis 55 bildet den unteren Abschnitt und liegt bei in die
Grundplatte 12 eingesetzten Spannelement 50 mit ihrer Untersei
te 57 auf der Oberfläche 13 der Grundplatte 12 gemäß Fig. 3
auf. An der Oberseite der Basis 55 ist ein Sockel 56 einteilig
mit der Basis 55 ausgebildet. Der Sockel 56 ist ebenso breit
wie die Basis 55, jedoch kürzer ausgebildet (Fig. 10). In dem
Sockel 56 sind zwölf von der Oberseite 58 ausgehende Gewinde
bohrungen 51 vorgesehen, die in einem Rastermaß angeordnet sind
(Fig. 9). Die Oberseite 58 des Sockels 56 bildet die Auflage
fläche für ein festzuspannendes Werkstück, das mittels geeigneter
Schrauben in einer der Gewindebohrungen 51 festspannbar
ist.
Die Basis 55 des Spannelements 50 weist in den Bereichen neben
dem Sockel zwei durchgehende Langlöcher 52 auf. Die Langlöcher
52 sind in einem Winkel von 45° bezüglich der Kanten der Basis
(und damit auch bezüglich des Verlaufs der T-Nuten 14, 14' der
Grundplatte 12 bei in die Grundplatte eingesetztem Spannele
ment) angeordnet. Bei Befestigung des Spannelements 50 mittels
geeigneter Spanneinrichtungen in einer T-Nut 14, 14' kann somit
durch Nutzung des durch die Größe der Langlöcher vorgegebenen
Spiels die genaue Position der Gewindebohrungen 51 auf der
Grundplatte 12 variiert werden.
Claims (10)
1. Spannsystem zum Festspannen eines Werkstücks, mit einer
Grundplatte (12) und einer Mehrzahl von Spannelementen (50),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundplatte (12) eine Mehrzahl von gleichmäßig beab standeten, parallel und senkrecht zueinander verlaufenden T- Nuten (14, 14') aufweist, und
jedes Spannelement (50) eine Mehrzahl von in einem Rastermaß angeordnete Gewindebohrungen (51) zum Festspannen des Werk stücks aufweist und über zwei parallel zueinander ausgebildete, bezüglich der T-Nuten (14, 14') der Grundplatte (12) schräg an geordnete Langlöcher (52) in mindestens einer T-Nut (14, 14') mittels die T-Nut hintergreifender Spanneinrichtungen (28) ver schiebbar und festlegbar ist.
daß die Grundplatte (12) eine Mehrzahl von gleichmäßig beab standeten, parallel und senkrecht zueinander verlaufenden T- Nuten (14, 14') aufweist, und
jedes Spannelement (50) eine Mehrzahl von in einem Rastermaß angeordnete Gewindebohrungen (51) zum Festspannen des Werk stücks aufweist und über zwei parallel zueinander ausgebildete, bezüglich der T-Nuten (14, 14') der Grundplatte (12) schräg an geordnete Langlöcher (52) in mindestens einer T-Nut (14, 14') mittels die T-Nut hintergreifender Spanneinrichtungen (28) ver schiebbar und festlegbar ist.
2. Spannsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens zwei Aufnahmeelemente (30) zur Vorfixierung des
Werkstücks vorgesehen sind, wobei jedes Aufnahmeelement (30)
mindestens eine Paß- oder Gewindebohrung (32, 31) zur Befesti
gung des Werkstücks und eine in den T-Nuten (14, 14') der
Grundplatte verschiebbar ausgebildete Paßfeder (34) aufweist
und über mindestens zwei die Paßfeder (34) durchgreifende Befe
stigungsbohrungen (33) in einer T-Nut (14, 14') mittels die T-
Nut hintergreifender Spanneinrichtungen (28) verschiebbar und
befestigbar ist.
3. Spannsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Abnullelement (22) zur Ausrichtung der Aufnahmeelemente
(30) zueinander auf der Grundplatte (12) entsprechend des Boh
rungsabstands des einzuspannenden Werkstücks mit einer in den
T-Nuten (14, 14') der Grundplatte (12) verschiebbar ausgebilde
ten Paßfeder (23) vorgesehen ist.
4. Spannsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Grundplatte (12) eine Anzahl von durchge
henden Paß- oder Gewindebohrungen (17) zur Befestigung der
Grundplatte auf einer Unterlage aufweist, die jeweils an Kreu
zungspunkten der T-Nuten (14, 14') angeordnet sind.
5. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Aufnahmeelement (30) eine
zentrale Paßbohrung (32, 32') aufweist.
6. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Aufnahmeelement (30) vier
Gewindebohrungen (31) mit gleicher Größe aufweist, die in einem
Rastermaß (2 × 2 Bohrungen) angeordnet sind.
7. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Langlöcher (52) in den Spannelementen
(50) den gleichen Abstand zueinander aufweisen wie zwei paral
lel verlaufende T-Nuten (14, 14') der Grundplatte (12).
8. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannelemente (50) zwölf Gewindebohrun
gen (51) mit gleicher Größe aufweisen, die in einem Rastermaß
(3 × 4 Bohrungen) angeordnet sind.
9. Spannsystem nach Anspruch 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastermaß ein 15-mm-Raster ist.
10. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Spannsystem (10) jeweils eine
Mehrzahl verschiedener Aufnahme- und/oder Spannelemente (30,
50) umfaßt, die sich hinsichtlich der Größe der Paß- und/oder
Gewindebohrungen (31, 32, 32', 51) unterscheiden.
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|---|---|---|---|
| DE2000121902 Withdrawn DE10021902A1 (de) | 2000-05-05 | 2000-05-05 | Spannsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE10021902A1 (de) |
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