DE10025417A1 - Airbagvorrichtung und Betriebsverfahren dafür - Google Patents
Airbagvorrichtung und Betriebsverfahren dafürInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Airbagvorrichtung mit einem Gasgenerator und einem Airbag sowie Antriebseinrichtungen zum Öffnen von wenigstens einer Airbagklappe vor dem Aufblasen des Airbags mit Gas aus dem Gasgenerator, so dass der Airbag beim Aufblasen ungehindert durch eine von der wenigstens einen Airbagklappe freigegebenen Austrittsöffnung in einem Armaturenbrett austreten kann, wobei eine Mechanik vorgesehen ist, mittels der die wenigstens eine Airbagklappe an wenigstens zwei Stellen parallel zwangsgeführt mit den Antriebseinrichtungen verbunden ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Betriebsverfahren für eine Airbagvorrichtung mit einem Gasgenerator und einem Airbag sowie Antriebseinrichtungen zum Öffnen von wenigstens einer Airbagklappe vor dem Aufblasen des Airbags mit Gas aus dem Gasgenerator, so dass der Airbag beim Aufblasen ungehindert durch eine von der wenigstens einen Airbagklappe freigegebenen Austrittsöffnung in einem Armaturenbrett austreten kann, wobei die wenigstens eine Airbagklappe an wenigstens zwei Stellen parallel zwangsgeführt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Airbagvorrichtung sowie ein Be
triebsverfahren dafür.
Airbags insbesondere in Kraftfahrzeugen sind heutzutage als
Sicherheitseinrichtungen für deren Insassen weit verbreitet.
Die auf den vorliegenden Anmelder/Inhaber zurückgehenden älte
ren deutschen Patentanmeldungen 197 12 782.7, 197 26 878.1 und
197 33 896.8, europäische Patentanmeldung 98 10 55 51.0, in
ternationale Patentanmeldung PCT/DE 99/01564 sowie Gebrauchs
musteranmeldungen 298 08 317.5, 298 09 554.8, 298 19 165.2,
298 20 722.2, 299 05 000.9, 299 05 919.7, 299 07 102.2,
299 08 946.0, 299 10 059.6, 299 13 628.0 und 299 21 247.5 befassen
sich allgemein mit einer Airbagvorrichtung sowie einem Be
triebsverfahren dafür. Die vorliegende Erfindung betrifft Ver
besserungen sämtlicher in der früheren Anmeldung behandelten
Techniken und Ausführungsbeispiele insbesondere hinsichtlich
der Bauart der Airbagvorrichtung und Auslösesteuerung und im
speziellen eine Ausgestaltung zur Steuerung einer Airbagklap
pe. Insofern ist der vollständige Offenbarungsgehalt dieser
älteren Anmeldungen insbesondere hinsichtlich der Bauart der
Airbagvorrichtung und Auslösesteuerung und im speziellen eine
Ausgestaltung zur Steuerung einer Airbagklappe hiermit durch
die Bezugnahmen vollumfänglich in die vorliegenden Unterlagen
aufgenommen.
Heutige Airbagklappen werden beim Crash aufgestoßen. Die Ener
gie des Airbags ist hierzu so groß, dass Menschen im Nahbe
reich des Austritts, z. B. durch Vorverlagerung des Kopfes, ei
nen Genickbruch erleiden können. Vom gleichen Erfinder werden
z. B. in der DE 197 12 782, DE 197 26 878 und DE 197 33 896 Möglich
keiten aufgezeigt, den Airbagdeckel vor dem Austritt des Air
bags in das Modul bzw. die Armaturentafel hineinzuziehen.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine solche Airbagvor
richtung mit einer möglichst einfachen Öffnungsmechanik zu
versehen und zu betreiben, um Airbagklappen zuverlässig und
sicher zu öffnen.
Dieses Ziel wird mit einer Airbagvorrichtung nach dem Anspruch
1 sowie einem Betriebsverfahren für eine Airbagvorrichtung
nach dem Anspruch 5 erreicht.
Entsprechend ist bei einer Airbagvorrichtung mit einem Gasge
nerator und einem Airbag sowie Antriebseinrichtungen zum Öff
nen von wenigstens einer Airbagklappe vor dem Aufblasen des
Airbags mit Gas aus dem Gasgenerator, so dass des Airbag beim
Aufblasen ungehindert durch eine von der wenigstens einen Air
bagklappe freigegebenen Austrittsöffnung in einem Armaturen
brett austreten kann, eine Mechanik vorgesehen, mittels der
die wenigstens eine Airbagklappe an wenigstens zwei Stellen
parallel zwangsgeführt mit den Antriebseinrichtungen verbunden
ist.
Vorzugsweise enthalten die Antriebseinrichtungen den Gasgene
rator sowie einen von diesem betreibbaren Kolben, an dem die
Mechanik angreift. Dabei ist ferner bevorzugt, dass der Kolben
über den Gasgenerator geschoben ist.
Besonders einfach und sicher läßt sich die Erfindung dadurch
realisieren, dass die Mechanik für eine parallele Zwangsfüh
rung der wenigstens einen Airbagklappe an wenigstens zwei
Stellen Seile, erforderlichenfalls geführt über eine gemeinsa
me oder jeweils eine eigene Umlenkrolle, ineinander eingrei
fende Zahnsegmente und/oder eine Scherenmechanik enthält.
ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren für eine Airbagvor
richtung mit einem Gasgenerator und einem Airbag sowie An
triebseinrichtungen zum Öffnen von wenigstens einer Air
bagklappe vor dem Aufblasen des Airbags mit Gas aus dem Gasge
nerator, so dass des Airbag beim Aufblasen ungehindert durch
eine von der wenigstens einen Airbagklappe freigegebenen Aus
trittsöffnung in einem Armaturenbrett austreten kann, ist da
durch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Airbagklappe an
wenigstens zwei Stellen parallel zwangsgeführt wird.
Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus Kombinationen der abhängigen Ansprüche sowie aus dem
gesamten Offenbarungsgehalt der vorliegenden Unterlagen.
Anhand der nachfolgend beschriebenen und in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungs- und Anwendungsbeispiele wird die
Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen im Querschnitt,
Fig. 2 zeigt schematisch einen vergrößerten Ausschnitt des
Ausführungsbeispiels der Airbagvorrichtung von Fig. 1
in einem bezüglich der Fig. 1 um 90° gedrehten Quer
schnitt,
Fig. 3 zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel der
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen in einem Querschnitt und einer Ansicht
analog der Fig. 2,
Fig. 4 zeigt schematisch ein drittes Ausführungsbeispiel der
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen in einem Querschnitt und einer Ansicht
analog der Fig. 2,
Fig. 5 zeigt schematisch ein viertes Ausführungsbeispiel der
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen in einem Querschnitt und einer Ansicht
analog der Fig. 2,
Fig. 6 zeigt schematisch ein fünftes Ausführungsbeispiel der
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen in einem Querschnitt und einer Ansicht
analog der Fig. 2, und
Fig. 7 zeigt schematisch das fünfte Ausführungsbeispiel der
Airbagvorrichtung mit einer Mechanik zur Öffnung von
Airbagklappen in einem Querschnitt analog zur Fig. 1.
Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren und Abbildungen
der Zeichnungen bezeichnen gleiche oder ähnliche oder gleich
oder ähnlich wirkende Komponenten. Anhand der Darstellungen in
der Zeichnung werden auch solche Merkmale deutlich, die nicht
mit Bezugszeichen versehen sind, unabhängig davon, ob solche
Merkmale nachfolgend beschrieben sind oder nicht. Andererseits
sind auch Merkmale, die in der vorliegenden Beschreibung ent
halten, aber nicht in der Zeichnung sichtbar oder dargestellt
sind, ohne weiteres für einen Fachmann verständlich.
Die Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Airbag
vorrichtung 1 mit Airbagklappen 2, die vor einem Austritt ei
nes Airbags 3 aktiv geöffnet werden. Hierzu ist eine Mechanik
4 vorgesehen, die durch einen über einen Gasgenerator 5 ge
setzten Kolben 6 betrieben wird, der insofern Antriebseinrich
tungen darstellt. Der Kolben 6 wird durch Gas, das der Gasge
nerator 5 zum Aufblasen des Airbags 3 erzeugt, zunächst linear
bewegt, bevor dieses Gas tatsächlich zum Aufblasen des Airbags
3 in letzteren eintreten kann. An die Bewegung des Kolbens 6
sind die Airbagklappen 2 durch die Mechanik 4 angebunden. Um
beim Aufziehen der Airbagklappen 2 zu vermeiden, dass diese
z. B. verkanten, wird an den Airbagklappen 2 beispielsweise
oben und unten mittels Seilen 7 gezogen, die über Umlenkrollen
8 geführt sind. Die Airbagklappen 2 sind außerdem noch in Füh
rungsschlitzen 9 geführt. In der Fig. 1 ist links der Zustand
vor einer Auslösung und rechts der zustand nach einer Auslö
sung der Airbagvorrichtung 1 gezeigt.
In der Fig. 2 ist in einer Vergrößerung und um 90° gegenüber
der Darstellung in der Fig. 1 gedreht ein Ausschnitt aus letz
terer gezeigt. Es ist zu sehen, dass die Umlenkrollen 8 für
die Seile 7 paarweise auf einer Seite des Kolbens 6 angeordnet
sind. Verschiebt sich der Kolben 6 in der Fig. 2 nach links,
so zieht er an den Seilen 7, die wiederum durch ihre Anbindung
an eine Airbagklappe 2 diese entsprechend den Führungsschlit
zen 9 aufziehen.
Bei dem in der Fig. 3 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel
werden die zwei Seile 7 über nur eine Umlenkrolle 8 geleitet.
Im übrigen entspricht die Darstellung der Fig. 3 derjenigen
der Fig. 2.
Statt Seilen werden beim dritten Ausführungsbeispiel, das in
der Fig. 4 in einer zur Fig. 2 analogen Darstellung gezeigt
ist, Zahnsegmente 10 verwendet, um eine parallele Führung ei
ner Airbagklappe 2 zu erreichen. Eines der Zahnsegmente 10 ist
an den Kolben 6 so gekoppelt, dass es beim Verschieben des
letzteren verschwenkt wird. durch den Eingriff der Verzahnun
gen 11 der beiden Zahnsegmente 10 wird das zweite der Zahnseg
mente 10 entsprechend seiner geeigneten Bauart in analoger
Weise verschwenkt, wie das erste der Zahnsegmente 10. Die bei
den Zahnsegmente 10 sind über Zugstangen 12 an die Airbagklap
pe gekoppelt.
Bei dem vierten Ausführungsbeispiel, das in der Fig. 5 analog
zur Fig. 2 dargestellt ist, wird eine Scherenmechanik 12' ver
wendet, um die Bewegung des Kolbens 6 parallel an zwei Stellen
auf eine Airbagklappe 2 zu übertragen. Die Scherenmechanik 12'
enthält zwei zweiseitige Hebelstangen 13 und 14, von denen ei
ne bezüglich des Gasgenerators 5 und eine bezüglich des Kol
bens 6 mit einem freien Ende jeweils eines Hebelarmes 13a bzw.
13b ortsfest aber gelenkig festgelegt ist. Der jeweilige ande
re Hebelarm 13b und 14b der beiden zweiseitigen Hebelstangen
13 bzw. 14 ist mi seinem freien Ende an der Airbagklappe 2 an
gelenkt. Das Verschieben des Kolbens 6 gegenüber dem Gasgene
rator 5 bewirkt, dass die Scherenmechanik 12 in Richtung der
Bewegung des Kolbens 6 geschlossen wird. Entsprechend verkürzt
sich die Erstreckung der Scherenmechanik 12' in Richtung auf
die Airbagklappe 2 zu, die dadurch zu der Baugruppe mit dem
Gasgenerator 5 und dem Kolben 6 hin und damit in ein Armatu
renbrett 15 (siehe Fig. 1) hineingezogen wird, wie es bei al
len anderen vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen eben
falls realisiert ist.
Ein fünftes Ausführungsbeispiel, bei dem wieder auf jeder Sei
te des Gasgenerators 5 zwei Seile 7 und eine Umlenkrolle 8 für
beide Seile 7 zur Bewegungsübertragung vom Kolben 6 auf eine
Airbagklappe 2 verwendet sind, ist in den Fig. 6 und 7 veran
schaulicht. Durch die spezielle Führung der Seile 7 um die Um
lenkrolle 8 wird eine besonders platzsparende kurze Bauweise
erreicht. Durch die besondere Art der Seilführung können Um
lenkrollen 8 besonders weit am Rand von Gasgenerator 5 und
Kolben 6 angeordnet werden, so dass letztere einen möglichst
geringen Abstand von den Airbagklappen haben können.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Merkmale be
schränkt, die im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen
erklärt und dargestellt sind. Beispielsweise können jegliche
andere Bewegungsübertragungseinrichtungen verwendet werden,
mit denen eine parallele Zwangsführung einer Airbagklappe an
ihren oberen und unteren oder linken und rechten Endbereichen
sichergestellt werden kann, je nachdem, ob die Airbagklappe
horizontal oder vertikal aufschwenkt. Die Erfindung ist auch
nicht darauf beschränkt, dass der Kolben sich in einer Rich
tung z. B. etwa senkrecht zur Aufschwenkbewegung der Air
bagklappe bewegt, wenn er mit Gasdruck aus dem Gasgenerator
beaufschlagt wird. Weiterhin kann die Bewegung zum Antrieb der
Airbagklappen auch durch jegliche anderen geeigneten Mittel
zur Verfügung gestellt werden und muß ihre Antriebsenergie
nicht vom Gasgenerator für den Airbag selbst erhalten.
Die vorstehenden und in den Zeichnungen wiedergegebenen Merk
male und Merkmalskombinationen des Ausführungsbeispiels dienen
lediglich der exemplarischen Verdeutlichung der Erfindung und
nicht deren Beschränkung. Der Offenbarungsumfang der vorlie
genden gesamten Unterlagen ist durch das bestimmt, was für den
Fachmann ohne weiteres in den Ansprüchen, aber auch aus der
Beschreibung, der Zeichnung und den vollständigen Inhalten der
durch Bezugnahme aufgenommenen Voranmeldungen der vorliegenden
Anmelderin entnehmbar ist. Insbesondere umfasst die Erfindung
ferner alle Variationen, Modifikationen und Substitutionen,
die der Fachmann dem gesamten Offenbarungsumfang der vorlie
genden Unterlagen entnehmen kann. Insbesondere sind alle ein
zelnen Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung
und ihrer Ausführungsbeispiele kombinierbar.
Claims (5)
1. Airbagvorrichtung mit einem Gasgenerator und einem Airbag
sowie Antriebseinrichtungen zum Öffnen von wenigstens einer
Airbagklappe vor dem Aufblasen des Airbags mit Gas aus dem
Gasgenerator, so dass des Airbag beim Aufblasen ungehindert
durch eine von der wenigstens einen Airbagklappe freigege
benen Austrittsöffnung in einem Armaturenbrett austreten
kann, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mechanik (4) vorge
sehen ist, mittels der die wenigstens eine Airbagklappe (2)
an wenigstens zwei Stellen parallel zwangsgeführt mit den
Antriebseinrichtungen verbunden ist.
2. Airbagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinrichtungen den Gasgenerator (5) sowie
einen von diesem betreibbaren Kolben (6) enthalten, an dem
die Mechanik (4) angreift.
3. Airbagvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kolben (6) über den Gasgenerator (5) geschoben
ist.
4. Airbagvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mechanik (4) für eine pa
rallele Zwangsführung der wenigstens einen Airbagklappe (2)
an wenigstens zwei Stellen Seile (7), erforderlichenfalls
geführt über eine gemeinsame oder jeweils eine eigene Um
lenkrolle (8), ineinander eingreifende Zahnsegmente (10)
und/oder eine Scherenmechanik (12') enthält.
5. Betriebsverfahren für eine Airbagvorrichtung mit einem Gas
generator und einem Airbag sowie Antriebseinrichtungen zum
Öffnen von wenigstens einer Airbagklappe vor dem Aufblasen
des Airbags mit Gas aus dem Gasgenerator, so dass des Air
bag beim Aufblasen ungehindert durch eine von der wenig
stens einen Airbagklappe freigegebenen Austrittsöffnung in
einem Armaturenbrett austreten kann, dadurch gekennzeich
net, dass die wenigstens eine Airbagklappe (2) an wenig
stens zwei Stellen parallel zwangsgeführt wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VOLKSWAGEN AG, 38440 WOLFSBURG, DE |
|
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8131 | Rejection |