DE10029799A1 - Kartusche - Google Patents
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Abstract
Der Kolben (11) einer Kartusche zum Ausdrücken plastischer Massen weist eine nach vorne gewölbte Kolbenbrust (18) auf, von der eine im wesentlichen zylindrische Seitenwand (21) nach hinten absteht. Der Außendurchmesser der Seitenwand (21) ist im vorderen Bereich geringer als der Innendurchmesser des Kartuschenkörpers. Von der Seitenwand (21) steht im Abstand von der Kolbenbrust (18) ein schräg nach hinten gerichteter Spreizring (27) ab. Die Wandstärke im Bereich der Kolbenbrust (18) ist größer als im Bereich der Seitenwand (21). Durch den Druck eines Auspresswerkzeugs drückt der Spreizring (27) den vorderen Bereich der Seitenwand gegen die Wand des Kartuschenkörpers.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kartusche für pastöse Massen, mit
einem zylindrischen Kartuschenkörper und einem darin angeord
neten Kolben zum Ausdrücken der Masse aus dem Kartuschenkörper.
Derartige Kartuschen dienen zur Aufnahme pastöser Massen, ins
besondere Dichtungsmassen, die mit einem Auspresswerkzeug aus
dem Kartuschenkörper herausgedrückt werden können. Der zylin
drische Kartuschenkörper weist am vorderen Ende eine Stirnwand
mit einem Auslassstutzen auf. Der Aufnahmeraum ist im Innern
der Kartusche mit einem Kolben abgeschlossen, der von dem Aus
presswerkzeug vorgeschoben werden kann, um die pastöse Masse
aus dem Auslassstutzen herauszudrücken.
DE-PS 20 34 047 beschreibt eine Kartusche mit einem darin ent
haltenen Kolben, wobei der Kolben eine gewölbte Kolbenbrust
aufweist, die an ihrer Rückseite mit einem gerade nach hinten
abstehenden Setzring und einem konischen nach hinten
abstehenden Spreizring versehen ist. Beim Setzen des Kolbens
drückt ein abgestufter Stempel sowohl gegen den Setzring als
auch gegen den Spreizring, wobei die beiden Ringe auf ihrem ur
sprünglichen gegenseitigen Abstand gehalten werden. In diesem
Zustand wird der Kolben in den Kartuschenkörper eingeführt, wo
bei eine an der vorderen Schulter des Kolbens vorgesehene Dich
tungslippe noch nicht zur dichtenden Anlage an der Wand des
Kartuschenkörpers kommt, so dass beim Vorschieben des Kolbens
die eingeschlossene Luft völlig ungehindert an dem vorderen Be
reich des Kolbens vorbei entweichen kann und gewährleistet ist,
dass sich nach völligem Eindrücken des Kolbens in den Kar
tuschenkörper keine Luft mehr vor dem Kolben befindet. Beim
Ausdrücken des Kartuscheninhalts aus der Kartusche wird gegen
den Kolben ein flacher Ausdrückteller gesetzt, der gegen die
Anschlagkante des Spreizrings drückt. Dadurch wird die um
laufende Dichtungslippe abdichtend gegen die Behälterwand ge
drückt und beim weiteren Ausdrückvorgang wird der Kartuschen
inhalt aus dem vorderen Ende des Kartuschenkörpers herausge
drückt.
Eine ähnliche Kartusche ist bekannt aus DE 30 05 855 A1. Hier
bei ist außer der an der Kolbenschulter vorgesehenen Dichtlippe
noch mindestens eine weitere hinterschnittene Dichtlippe im Be
reich der Seitenwand des Kolbens vorgesehen.
In DE 42 29 588 C2 ist eine Kartusche mit Kolben beschrieben,
bei der der Randbereich der Kolbenbrust derart ausgebildet ist,
dass die Kolbenbrust durch ein Kolbensetzwerkzeug mit balliger
Stirnfläche vorübergehend zur Kolbenaußenseite umstülpbar ist
und dabei unter radialem Einziehen der Kolbenschulter einen
Luftweg entlang des Kolbens freigibt. Beim Setzen des Kolbens
wird unter der Kraft eines Setzwerkzeuges die Kolbenbrust nach
vorne aufgewölbt. Dabei wird die Kolbenschulter radial
eingezogen, so dass die Luft an einer an der Kolbenschulter vorge
sehenen Dichtlippe entlang entweichen kann. Wenn die Kraftein
wirkung des Setzstempels aufgehört hat, formt sich die Kolben
brust elastisch wieder so zurück, dass die Ausbauchung zum In
nern des Kolbens gerichtet ist. Beim Auspressen drückt der
Druckteller des Auspressgerätes gegen die Kolbenbrust und ver
formt diese zum Innern der Kartusche hin. Bei der nachfolgenden
Druckentlastung des Auspreßgerätes formt sich die Kolbenbrust
wieder elastisch so zurück, dass die Ausbauchung wieder zum In
nern des Kolbens gerichtet ist. Dadurch entsteht im Kar
tuschenkörper eine Sogwirkung, durch die der Kolben weiter in
den Kartuschenkörper hineingezogen wird. Auf diese Weise soll
das Nachlaufen von Masse aus dem Kartuschenauslass verhindert
werden.
Generell besteht bei Kartuschen, die plastische Massen ent
halten, das Problem, dass die Kolbenbrust des aus Kunststoff
(zumeist Polyethylen) geformten Kolbens eine gewisse Stärke ha
ben muss, um zu verhindern, dass Wasserdampf durch den Kolben
hindurch diffundiert und somit die plastische Masse vorzeitig
aushärtet. Diese aus Gründen der Dichtigkeit erforderliche
Wandstärke behindert, die Elastizität, so dass das gewünschte
Verformungsverhalten der Kolbenbrust bei Druck gegen den
Spreizring bzw. gegen die Kolbenbrust nur schwer zu erreichen
ist. Außerdem muss ein Kartuschenkolben so ausgebildet sein,
dass das Auspressen der Kartusche nicht nur mit einem Auspress
stempel erfolgen kann, sondern auch mit Druckluft. Dabei muss
sichergestellt sein, dass die Druckluft nicht mit der in der
Kartusche enthaltenen Masse in Berührung kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kartusche mit
Kartuschenkörper und darin enthaltenem Kolben zu schaffen, bei
der ein leichtes Setzen des Kolbens unter Entlüftung am Kolben
vorbei möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merk
malen des Patentanspruchs 1. Hiernach ist der Außendurchmesser
im gesamten vorderen Bereich des Kolbens kleiner als der Innen
durchmesser des Kartuschenkörpers. Dies bedeutet, dass im vor
deren Bereich des Kolbens auch keine Dichtlippe vorhanden ist.
Der Kolben kann also ungehindert und nahezu reibungsfrei in den
Kartuschenkörper eingesetzt werden. Ein wesentliches Merkmal
besteht darin, dass der Spreizring in axialem Abstand von der
Kolbenbrust mit der Seitenwand verbunden ist. Diese Anordnung
des Spreizringes hat zur Folge, dass bei axialem Druck gegen
den Spreizring die Seitenwand des Kolbens deformiert wird, wo
bei die Kolbenschulter nach außen bewegt wird. Durch das seit
liche Herausschieben der Kolbenschulter weicht die Kolbenbrust
unter Abflachung zurück. Der Kolben ist so ausgebildet, dass er
auch bei einer relativ dickwandigen bzw. formstabilen Kolben
brust das gewünschte Verformungsverhalten hat, um beim Setzen
eine Entlüftung zu ermöglichen und beim Auspressen die erfor
derliche Abdichtung. Der Kolben ermöglicht ein leichtes Ein
schieben in den Kartuschenkörper, wobei die Luft am Kolben vor
bei entweichen kann. Beim Auspressen wird primär die Seitenwand
verformt und gegen die Wand des Kartuschenkörpers gedrückt.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, dass im hinteren Bereich der Seitenwand des Kolbens eine
Putzlippe angeordnet ist, hinter der mindestens ein Dichtring
vorgesehen ist. Die Putzlippe bewirkt beim Auspressen des Kar
tuscheninhalts ein zusätzliches Blankputzen der Kartuschenwand.
Im Gegensatz zu einem Dichtring ist sie weniger flexibel. Die
Abdichtung findet hinter dem Bereich der Putzlippe durch Dicht
ringe statt. Durch eine sägezahnförmige Putzlippe wird
erreicht, dass der Kolben nach Beendigung der Auspresskraft bes
ser zurückweichen kann, um ein Nachlaufen der Masse zu verhin
dern. Ein solches Nachlaufen erfolgt normalerweise durch den
Kartuschenauslass nach Beendigung der Auspresskraft, wenn die
verformbaren Bereich des Kartuschenkörpers und des Kolbens sich
elastisch zurückbilden. Bei der erfindungsgemäßen Kartusche ist
die durch die Dichtringe aufgebrachte Reibung am Kartuschen
körper so gering, dass der Kolben zurückweichen kann. Insbe
sondere wird durch die vorgeordnete Putzlippe erreicht, dass
möglichst wenig Masse in den Bereich der Dichtlippen gelangt
und dort erhärtet und die Rücklaufbewegung des Kolbens be
hindert. Zur Verhinderung des Nachlaufens trägt auch die im
rückwärtigen Bereich des Kolbens verringerte Steifigkeit bei,
die durch eine nach hinten verringerte Wandstärke hervorgerufen
werden kann. Dadurch wird verhindert, dass der Kolben bei Be
endigung der Vorschubkraft stramm in der Kartusche sitzen
bleibt.
Bei der erfindungsgemäßen Kartusche ist der Kolben so ausge
bildet, dass er sowohl für einen Vorschub mit einem Auspress
werkzeug geeignet ist als auch für einen Vorschub mit Druck
luft. In beiden Fällen wird der vordere Bereich der Seitenwand
seitlich herausgedrückt. Beim Auspressen mit Druckluft ist
sichergestellt, dass die in der Kartusche enthaltene Masse
nicht mit Druckluft in Verbindung kommt. Der Kolben hat die er
forderliche Sperrwirkung für Wasserdampf, um zu verhindern,
dass Dampf am Kolben vorbei auf die Masse einwirkt.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Aus
führungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform des
Kolbens,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den zum Kolben gehörenden
Kartuschenkörper in verkleinertem Maßstab,
Fig. 3 einen Teilschnitt des Kolbens und die Maßverhältnisse
in Bezug auf die Kartuschenwand,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform
des Kolbens, und
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit V aus Fig.
4.
Die Kartusche besteht aus dem in Fig. 2 dargestellten Kar
tuschenkörper 10 und dem zugehörigen Kolben 11, der in Fig. 1
dargestellt ist und der in den Kartuschenkörper 10 eingeschoben
wird.
Der Kartuschenkörper 10 weist ein langgestrecktes zylindrisches
Rohr 12 aus Kunststoff auf, das am rückwärtigen Ende 13 offen
ist und am vorderen Ende durch eine Stirnwand 14 verschlossen
ist. Die Stirnwand 14 enthält einen rohrförmigen Ansatz 15,
welcher den Auslass bildet. Der Ansatz 15 weist ein abtrenn
bares Wandteil auf. An dem Übergang von dem Rohr 12 zur Stirn
wand 14 befindet sich ein Ringkragen 16.
Der zugehörige Kolben 11, dessen erste Ausführungsform in den
Fig. 1 und 3 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist, weist
eine nach vorne gewölbte Kolbenbrust 18 auf, die mit einer
zentrischen Spitze 19 versehen ist. Der äußere Rand der
Kolbenbrust 18 wird von der Kolbenschulter 20 gebildet. An der Kol
benschulter 20 geht die Kolbenbrust 18 in die im wesentlichen
zylindrische Seitenwand 21 über. Der Kolben 11 ist nach Art
eines Topfes ausgebildet, dessen rückwärtiges Ende 22 offen
ist. An der Kolbenschulter 20 befindet sich kein Dichtring.
Die nach vorne gewölbte Kolbenbrust 18 hat eine Wandstärke von
1,5 mm. Die Wandstärke der Seitenwand 21 ist kleiner und sie
verringert sich von der Kolbenschulter 20 aus nach hinten.
An der Rückseite der Kolbenbrust 18 befindet sich ein Setzring
23, der zylindrisch ausgebildet ist und koaxial zum Kolben ver
läuft. Der Durchmesser des Setzringes 23 ist kleiner als die
Hälfte des Durchmessers der Kolbenbrust. Die rückwärtige End
kante des Setzrings 23 bildet eine Anschlagkante 24 zum An
setzen eines Setzstempels, der den Kolben 11 im Kartuschen
körper nach vorne schiebt.
Der Setzring 23 ist durch radiale innere Stützrippen 25 und
radiale äußere Stützrippen 26 abgestützt. Die Stützrippen 25, 26
sind generell dreieckförmige Rippen, die sich zwischen Kolben
brust 18 und Setzring 23 erstrecken. Die inneren Stützrippen 25
stehen jeweils auf Lücke zu den äußeren Stützrippen 26. Die
Stützrippen 25, 26 bewirken eine Verstärkung der Kolbenbrust 18
und sie gewährleisten ein gleichmäßiges Abflachen der Kolben
brust und damit eine gleichmäßige Umfangserweiterung beim Vor
drücken des Kolbens.
Von der Seitenwand 21 erstreckt sich ein kegelstumpfförmiger
Spreizring 27 schräg nach innen. Der Spreizring 27 ist ein um
fangsmäßig durchgehender Ring, der am rückwärtigen Ende eine
axial gerichtete Ansetzfläche 28 für den Teller des Auspress
werkzeugs aufweist. Der Spreizring 27 geht in axialem Abstand
von der Kolbenbrust 18 bzw. von der Kolbenschulter 20 in die
Seitenwand 21 über. Dadurch wird bei einem axialen Druck gegen
die Ansetzfläche 28 die Seitenwand 21 in demjenigen Bereich
aufgeweitet, der nicht durch die Kolbenbrust versteift ist.
Der Innendurchmesser Di des Kartuschenkörpers 10 beträgt 46,2 mm
mit einem Toleranzbereich von ± 0,15 mm. Der Durchmesser Dkb
an der Kolbenbrust beträgt 45,80 mm. Er ist damit kleiner als
der Innendurchmesser Di des Kartuschenkörpers.
Der Durchmesser der Außenfläche der Wand 21 verringert sich ge
ringfügig nach hinten, so dass die Außenfläche leicht kegel
stumpfförmig ist. Die vordere Hälfte der Seitenwand 21 ist
glatt. Gemäß Fig. 1 befindet sich in der rückwärtigen Hälfte
eine nach außen abstehende Putzlippe 29, die sägezahnförmig mit
steiler Vorderflanke 35 ausgebildet ist und schräg nach vorne
ansteigt. Die Putzlippe 29 ist voll ausgebildet, d. h. sie ist
nicht hinterschnitten und somit auch relativ steif. Der Durch
messer an der Spitze der Putzlippe ist geringfügig größer als
der Innendurchmesser Di des Kartuschenkörpers.
Hinter der Putzlippe 29 sind gemäß Fig. 1 zwei Dichtringe 30
und 31 angeordnet. Beide Dichtringe 30, 31 sind flexible hinter
schnittene Dichtlippen, deren Durchmesser größer sind als der
Innendurchmesser Di des Kartuschenkörpers. Der hintere Dicht
ring 31 bildet das Ende der Seitenwand 21. Die Dichtringe 30, 31
befinden sich im rückwärtigen Drittel der Kolbenlänge. Beim
Einführen des Kolbens in den Kartuschenkörper wird keine we
sentliche Wandreibung erzeugt bis der Dichtring 30 mit der Sei
tenwand in Kontakt kommt. Im Bereich der Putzlippe 29 ist die
Kolbenwand noch relativ steif, jedoch wird sie nach hinten zu
nehmend weicher, so dass die Dichtringe 30, 31 elastisch nach
außen gedrückt werden und dadurch ihre Dichtfunktion erfüllen.
Fig. 3 zeigt die Relation der Durchmesser an verschiedenen
Stellen der Seitenwand 21 in Bezug auf das Rohr 12 des Kar
tuschenkörpers. Im Unterschied zu der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform ist bei Fig. 3 an der Kolbenschulter 20 die
Seitenwand geringfügig eingezogen, was daran liegt, das während
des Abkühlens des Kunststoffs an dieser Stelle ein größerer
Materialschwund eintritt. Das Ausmaß dieses Materialschwundes
hängt u. a. auch von der Art des verwendeten Kunststoffs ab.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 und 5 ist der Kolben
generell in gleicher Weise ausgebildet wie bei dem Ausführungs
beispiel von Fig. 1, so dass die nachfolgende Beschreibung sich
auf die Unterschiede beschränkt. Die Putzlippe 29 ist bei dem
zweiten Ausführungsbeispiel nicht sägezahnförmig. Sie hat zwar
eine steile Vorderflanke 35, verläuft dann aber mit im wesent
lichen zylindrischer Außenfläche bis zu einer kurzen schrägen
Rückflanke 36. An die Putzlippe 29 schließt sich mit einigem
Abstand der erste Dichtring 30a an. Diesem folgen, ebenfalls
mit Abstand, weitere Dichtringe 30b, 30c und 30d. Die Dichtringe
haben sämtlich eine schräge Vorderflanke 37 und eine schräge
Rückflanke 38. Im Bereich der Dichtringe 30a-30d folgt die In
nenfläche der Seitenwand der Kontur der Außenfläche der Seiten
wand, so dass die Dichtringe keine wesentliche Versteifung der
Seitenwand bilden. Auch hier ist die Seitenwand im Bereich der
Putzlippe 29 steifer als in dem Bereich, in dem sich die Dicht
ringe befinden. Die Durchmesser der Dichtringe nehmen von
Dichtring zu Dichtring nach hinten zu.
Auch bei dem zweiten Ausführungsbeispiel hat nur der Bereich,
in dem sich die Putzlippe 29 und die Dichtlippen 30a-30d be
finden, einen Durchmesser, der größer ist als der Innendurch
messer Di des Kartuschenkörpers. Der davor liegende Bereich der
Seitenwand 21 hat einen kleineren Durchmesser. Der stärkste An
druck gegen die Wand des Kartuschenkörpers folgt im Bereich der
relativ steifen Putzlippe 29. Vor und hinter dieser Putzlippe
ist der Druck an die Seitenwand entweder überhaupt nicht vor
handen oder relativ gering. Wenn nach dem Auspressen von Masse
aus dem Kartuschenkörper die auf den Kolben wirkende Vorschub
kraft nachlässt, formt sich die Kolbenbrust 18 aufbauchend zu
rück. Der Kolben kann jedoch wegen der geringen Reibung im Be
reich der Putzlippe 29 an der Wand des Kartuschenkörpers zu
rückgleiten. Dadurch wird das Nachlaufen von Masse verhindert.
Claims (10)
1. Kartusche mit einem zylindrischen Kartuschenkörper (10) und
einem Kolben (11) zum Ausdrücken pastöser Massen aus dem
Kartuschenkörper, wobei der Kolben aufweist:
eine nach vorne gewölbte Kolbenbrust (18), an die sich nach hinten eine generell zylindrische Seitenwand (21) anschließt,
einen von der Seitenwand (21) schräg nach hinten ab stehenden Spreizring (27),
wobei der Außendurchmesser im vorderen Bereich des Kol bens (11) kleiner ist als die Innendurchmesser (Di) des Kartuschenkörpers (10) dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizring (27) in axialem Abstand von der Kolben brust (18) mit der Seitenwand (21) verbunden ist.
eine nach vorne gewölbte Kolbenbrust (18), an die sich nach hinten eine generell zylindrische Seitenwand (21) anschließt,
einen von der Seitenwand (21) schräg nach hinten ab stehenden Spreizring (27),
wobei der Außendurchmesser im vorderen Bereich des Kol bens (11) kleiner ist als die Innendurchmesser (Di) des Kartuschenkörpers (10) dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizring (27) in axialem Abstand von der Kolben brust (18) mit der Seitenwand (21) verbunden ist.
2. Kartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im
hinteren Bereich der Seitenwand (21) des Kolbens (11) eine
Putzlippe (29) mit steiler Vorderflanke (35) angeordnet
ist, hinter der mindestens ein Dichtring (30, 31, 30a-30d)
vorgesehen ist.
3. Kartusche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Dichtring (30, 31) eine schräg nach hinten ansteigende
Dichtlippe ist.
4. Kartusche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Putzlippe (29) als nicht hinterschnittene voll an der Sei
tenwand (21) abgestützte Lippe ausgebildet ist.
5. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Kolbenbrust (18) durch radiale
Stützrippen (25, 26) verstärkt ist.
6. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Wandstärke der Seitenwand (21) kleiner
ist als diejenige der Kolbenbrust (18).
7. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Wandstärke der Seitenwand (21) von der
Kolbenbrust (18) aus nach hinten abnimmt.
8. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Außendurchmesser von im rückwärtigen Be
reich der Seitenwand (21) vorgesehenen Dichtringe (30, 31)
nach hinten zunimmt, derart, dass jeweils die weiter hinten
angeordnete Dichtlippe den größeren Außendurchmesser hat.
9. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, dass hinter einer schräg nach vorne ansteigenden
Putzlippe (29) mindestens zwei Dichtringe (30, 31, 30a-30d)
angeordnet sind.
10. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Übergang von der Kolbenbrust (18) in die
Seitenwand (21) als lippenlose Kolbenschulter (20) ausge
bildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10029799A1 (de) |
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