DE10031412C2 - Optische Sensoranordnung zur Dehnungs- und Stauchungsmessung - Google Patents
Optische Sensoranordnung zur Dehnungs- und StauchungsmessungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine optische Sensoranordnung zur
Dehnungs- und Stauchungsmessung eines zu messenden Objektes,
bei der der Sensor aus einer Glasfaser, in die ein Faser-Bragg-
Gitter eingebracht ist, besteht und einen aus Profilstücken
bestehenden Sensorträger aufweist, der auf dem zu messenden
Objekt in einem vorgegebenen Abstand befestigt ist und der
Sensor parallel zur Hauptachse des Profilstücke an diesen
befestigt ist und die Sensoranordnung zur Auswertung des
Spektrums des Faser-Bragg-Gitters mit einer Auswerteeinheit
verbunden ist, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, wie aus
DE 197 24 528 A1 bekannt.
Nach US 4 761 073 ist die sensorische Anwendung von Faser-
Bragg-Gittern bekannt. Faser-Bragg-Gitter können zur Bestimmung
von Zugspannungen, Temperaturen und deren Änderungen verwendet
werden. Entsprechend den Ausführungen in DE 43 37 103 A1 können
Faser-Bragg-Gitter durch die Belichtung einer für UV-Licht
photosensitiven Faser mit einem Interferenzmuster, welches mit
UV-Licht gebildet wird, hergestellt werden. Dabei entsteht eine
dauerhafte periodische Brechzahländerung der Glasfaser, wobei
jede Brechzahländerung eine Reflexionsstelle darstellt. In
Abhängigkeit der in die Glasfaser mit Faser-Bragg-Gitter
eingestrahlten Wellenlänge kommt es zu einer konstruktiven oder
destruktiven Überlagerung der reflektierten Leistungsanteile.
Als Quelle für die UV-Strahlung können beispielsweise Excimer-
Laser oder Argon-Ionenlaser verwendet werden. Das
Interferenzmuster kann mit einer Phasenmaske oder durch
Strahlteiler und Umlenkspiegel gebildet werden. Da die
Bedingung der konstruktiven Überlagerung für die Rückreflexion
nur in einem geringen Wellenlängenbereich
erfüllt wird, sind Faser-Bragg-Gitter schmalbandige
Bandsperren. In diesem schmalen Band wird die Leistung
reflektiert.
Die Bragg-Wellenlänge eines Gitters ist bestimmbar mit:
λBRAGG Bragg-Wellenlänge des Gitters
m Ordnung des Bragg-Gitters
nm mittlere effektive Brechzahl
Λ räumliche Periodenlänge des Gitters
m Ordnung des Bragg-Gitters
nm mittlere effektive Brechzahl
Λ räumliche Periodenlänge des Gitters
Wenn das Faser-Bragg-Gitter einem mechanischen Streß ausgesetzt
wird, ändert sich die Periodenlänge und durch den
optoelastischen Effekt auch die mittlere effektive Brechzahl
des Gitters. Durch beide Effekte kommt es zu einer Änderung der
Bragg-Wellenlänge.
Vorschläge für eingebettete Sensoren in Glasfasern sind u. a.
von Meltz in der US-PS 4 761 073 gemacht worden. Dabei ist der
Sensor immer fester Bestandteil des Materials, in das der
Sensor eingebettet wurde. Bekannt sind außerdem Sensoren mit
Faser-Bragg-Gittern, die vorrangig im Bauwesen zum Einsatz
kommen, wobei der Sensorträger aus Armierungsstahl besteht und
dadurch das Faser-Bragg-Gitter geschützt ist. Die Kraftüber
tragung erfolgt vom Bauwerk direkt auf den Armierungsstahl und
damit auch direkt auf das Faser-Bragg-Gitter. Bei sehr kleinen
Dehnungen wird durch die ebenfalls geringe Änderung der Bragg-
Wellenlänge des Sensors die Auswertung sehr aufwendig und
kostenintensiv.
Ein temperaturkompensiertes faseroptisches Bragg-
Gitter, welches aus einer Lichtleitfaser besteht, die einen
Bereich mit einem eingeschriebenen Bragg-Gitter aufweist,
offenbart die bereits genannte DE 197 24 528 A1. Hierbei ist außerhalb des Bragg-
Gitterbereiches die Lichtleitfaser jeweils von einem Röhrchen
umfasst und in den Endbereichen der Röhrchen kraftschlüssig
fixiert. Die Röhrchen werden ihrerseits von einem weiteren
Röhrchen umhüllt und unter einer Zugspannung zwischen
Endbereichen gegen das weitere Röhrchen kraftschlüssig fixiert.
Zum Einsatz als temperaturabhängiger Dehnungssensor muss das
äußere Röhrchen kraftschlüssig mit dem zu untersuchenden
Werkstück verbunden werden. Dies kann durch Befestigung an zwei
Punkten nahe den Enden des Röhrchens oder durch vollständige
Einbettung erfolgen.
Nachteilig an dieser Lösung ist, dass das äußere Röhrchen und
die Faser zur Dehnungsmessung gedehnt oder gestaucht werden
muss, was einen relativ hohen Kraftaufwand erfordert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine technologisch einfach zu
realisierende Sensoranordnung mit einem Sensor, der als in eine
Glasfaser eingebrachtes Faser-Bragg-Gitter ausgebildet ist, zu
entwickeln, die in ihrer Baugröße variabel ist, eine sehr
genaue Dehnungs- und Stauchungsmessung an Bauwerken, Brücken,
an Gestein oder sonstigen zu messenden Objekten ermöglicht und
sowohl zur Dauermessung geeignet als auch variabel einsetzbar
ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die
Profilstücke ineinander verschiebbar angeordnet sind, dass die
Befestigungsstellen zur Befestigung des Sensorträgers auf dem
zu messenden Objekt in einem solchen Abstand gewählt werden,
dass ein vorgebbarer Übertragungsfaktor zwischen den
Befestigungsstellen am zu messenden Objekt und den
Befestigungsstellen zur Befestigung des Sensors auf den
Profilstücken entsteht und dass der Sensor parallel und in
einem Abstand zur Hauptachse des Sensorträgers jeweils an einem
Profilstück befestigt ist.
Mit dieser erfindungsgemäßen Sensoranordnung wird erreicht, daß
sowohl dynamische als auch statische Messungen über variable
Meßstrecken erfaßt und ausgewertet werden können. Durch
Änderung der Konfektionierung des Faser-Bragg-Gitters wird eine
Anpassung der maximalen Dehnbarkeit der Glasfaser an die
maximal auftretende Dehnung zwischen den Meßpunkten, das heißt,
zwischen den Befestigungsstellen der Sensoranordnung
ermöglicht, so daß auch sehr kleine Dehnungen oder Stauchungen
meßbar sind. Eine Längenänderung der Glasfaser mit dem Faser-
Bragg-Gitters bewirkt die Verstärkungsänderung der Meßdaten, so
daß sehr genaue Messungen möglich sind. Aus dem Verhältnis des
Abstandes der Befestigungsstellen des Sensorträgers zum Abstand
der Befestigungsstellen der Glasfaser ergibt sich der
Übertragungsfaktor des Sensors. Meßungenauigkeiten werden auch
dadurch unterbunden, daß die Profilstücke, auf denen der Sensor
angeordnet ist, starr sind und nicht auf Stoß beansprucht
werden.
Nach einer vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemäßen
Sensoranordnung ist vorgesehen, daß mindestens zwei Profil
stücke angeordnet sind.
Diese Sensoranordnung ist technologisch einfach und
kostengünstig herstell- und ebenso problemlos montierbar.
Wenn die Profilstücke derart ausgebildet sind, dass sie im
zusammengesteckten Zustand zueinander verdrehgesichert sind,
werden ebenfalls Meßungenauigkeiten beziehungsweise Verfäl
schungen des Meßergebnisses infolge Torsion eines der Profil
stücke in Bezug auf das zweite oder die weiteren unterbunden.
Hinsichtlich des konstruktiven Aufwands und des Kostenaufwandes ist von
Vorteil, wenn die Profilstücke einen eckigen Querschnitt auf
weisen und ineinander spielarm verschiebbar sind. Der Quer
schnitt eines jeden Profilstückes sollte dabei über dessen
Länge konstant sein.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausbildung der Sensoranord
nung weisen die Profilstücke eine gleiche Länge auf und wenig
stens ein Profilstück ist mit einer Skala zur Bestimmung des
Gesamtabstandes zwischen den Befestigungsstellen ausgestattet.
Mit dieser Ausführung ist es möglich, Messungen über unter
schiedliche Längen durchzuführen, wobei der Meßabstand zwi
schen beiden Befestigungsstellen auf einfache Art und Weise
und schnell bestimmbar ist. Die Gesamtlänge der Meßstrecke
kann anhand der Anzahl eingesetzter Profilstücken berechnet
werden, die Restlänge, die in ein Profilstück eingeschoben
ist, wird anhand der Skala ermittelt. Somit ist das Längen
verhältnis zwischen den Befestigungsstellen der Profilstücken
und denen der Glasfaser, als Maß für die Verstärkung, einfach
ermittelbar.
Um zu erreichen, daß bei Bewegung der Profilstücke ineinander
sich die Glasfaser mit dem Faser-Bragg-Gitter in der gleichen
Achse wie die Profilstücke bewegt, ist erfindungsgemäß vor
gesehen, daß zum Ausgleich der Querschnittsdifferenz zwischen
den Profilstücken, auf denen der Sensor angeordnet ist, ein
Anpassungsstück angeordnet ist.
Die Anordnung des Anpassungsstückes ist auf unterschiedliche
Art und Weise möglich. So kann beispielsweise das Anpassungs
stück als Hülse ausgebildet sein, die auf dem Profilstück mit
dem geringeren Querschnitt befestigt ist.
Es ist auch möglich, daß das Anpassungsstück derart ausge
bildet ist, daß es nur im unmittelbaren Befestigungsbereich
der Glasfaser angeordnet ist.
Eine einfache Montage der Glasfaser mit Faser-Bragg-Gitter ist
dadurch gewährleistet, daß die Glasfaser auf dem Sensorträger
aufgeklebt ist. Dies kann vorteilhaft mittels zweier Klebe
punkte geschehen.
Wenn die Glasfaser vorgespannt auf dem Sensorträger angeordnet
ist und der Sensorträger Arretierungsmittel zur gegenseitigen
Befestigung der Profilstäbe aufweist, ist eine einfache Hand
habung des Sensors gewährleistet.
Bei Transport oder Lagerung des Sensors muß verhindert werden,
daß unkontrollierte Bewegungen des Sensorträgers die Glasfaser
zerstören. Dies geschieht dadurch, daß die Arretierungsmittel
eine Bewegung der Profilstücke zueinander verhindern. Im arre
tierten Zustand wird der Sensor unter einer vorgegebenen Vor
spannung auf die Profilstücke aufgeklebt. Ebenso wird im arre
tierten Zustand die Sensoranordnung transportiert, gelagert
und auf dem Meßobjekt befestigt. Werden anschließend die Arre
tierungsmittel gelöst oder entfernt, ist der Sensor sofort
einsatzbereit. Nach dem Einsatz werden die Arretierungsmittel
befestigt und der Sensor kann vom Meßobjekt entfernt werden.
Erfindungsgemäß ist des weiteren vorgesehen, daß zur Befesti
gung des Sensorträgers auf dem Meßobjekt lösbare Befestigungs
elemente angeordnet sind. So ist sichergestellt, daß bei
spielsweise nach einem kurzzeitigen Meßprozeß und nach Be
festigung der Arretierung der Sensor vom Meßobjekt entfernt
werden kann. Die Sensoranordnung kann sodann für weitere
Messungen eingesetzt werden.
Um Unebenheiten des Meßobjektes auszugleichen sind die Be
festigungselemente zur Befestigung des Sensorträgers auf dem
Meßobjekt als Abstandshalter ausgebildet.
Der Sensorträger liegt damit nicht direkt auf dem Meßobjekt
auf, sondern ist lediglich über beide Befestigungsstellen mit
dem Meßobjekt verbunden.
Um Meßungenauigkeiten durch Wärmeänderungen der Sensoranord
nung, insbesondere der Profilstücke oder des Faser-Bragg-Git
ters zu unterbinden, kann die Sensoranordnung zusätzlich mit
einem Sensor zur Temperaturmessung ausgestattet sein.
Die erfindungsgemäße Sensoranordnung soll nachfolgend anhand
von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Die zugehö
rige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung einer Sensoranordnung,
bei der der Sensorträger aus zwei Profilstücken
besteht und
Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung einer Sensoranordnung,
deren Sensorträger dreiteilig ausgebildet ist.
Nach den Fig. 1 und 2 besteht die Sensoranordnung aus dem
Sensorträger 1 und dem Sensor, der als Glasfaser 2 mit einge
schriebenem Faser-Bragg-Gitter 3 ausgebildet ist. Der Sensor
ist auf dem Sensorträger 1 an zwei als Klebepunkte ausgebildete
Befestigungsstellen 4, 5, die einen vorgegebenen Abstand
zueinander aufweisen, aufgeklebt. Der Sensorträger 1 besteht
nach Fig. 1 aus zwei Profilstücken 6, 7, die sechskantförmig
ausgebildet sind, über ihre Länge einen konstanten Querschnitt
aufweisen und teleskopartig ineinander geschoben sind. Die
Größenverhältnisse beider Profilstücke 6, 7 sind dabei so
gewählt, daß das Verschieben mit geringem Spiel möglich ist.
Damit wird nur eine Verschiebung der Profilstücke 6, 7 in der
Längsachse zugelassen, jedoch keine Verdrehung der Profilstücke
6, 7 zueinander gestattet.
Zur Gewährleistung einer homogenen Temperaturverteilung über
die gesamte Sensorträgerlänge sind die Profilstücke 6, 7 aus
einem Aluminiummaterial hergestellt.
Zur Verhinderung unkontrollierter und ungewollter Bewegungen
der Profilstücke 6, 7 ineinander sind Arretierungsmittel 8 an
den Profilstücken angeordnet, die als einfache Senkkopf
schrauben ausgebildet sind. Die Senkkopfschrauben ragen durch
eine Bohrung im Profilstück 6, welches den größeren Durchmesser
aufweist und treffen auf eine entsprechend ausgebildete Senkung
in dem Profilstück 7, mit dem kleineren Durchmesser.
Die Arretierungsmittel 8 sind auch notwendig, um die Glasfaser
2 mit dem Faser-Bragg-Gitter 3 vorgespannt auf dem Sensorträger
1 befestigen zu können. Die Arretierungsmittel 8 werden nur für
den eigentlichen Meßprozeß gelöst.
Die Befestigung der Glasfaser 2 auf dem Sensorträger 1 ge
schieht im arretierten Zustand. Dabei wird die Glasfaser 2 über
eine vorgegebene Länge, den Verbindungsbereich der beiden
Profile überspannend, mittels zwei Klebepunkte aufgeklebt. Das
Verhältnis des Abstandes der Befestigungsstellen 4, 5 für die
Glasfaser 2 zum Abstand der Befestigungsstellen 10, 11 für den
Sensorträger 1 ist maßgeblich für die Ermittlung des Über
tragungsfaktors des Sensors.
Um die Parallelität bei Bewegung der Profilstücke 6, 7 und
Übertragung dieser Bewegung auf die Glasfaser 2 zu gewähr
leisten, weist das Profilstück 7, das den kleineren Durchmesser
aufweist, ein Anpassungsstück 9, in Form einer Hülse auf, auf
der eine der Befestigungsstellen 4 für die Befestigung der
Glasfaser 2 angeordnet ist. Je nach Ausbildung der
Befestigungselemente 12, 13, die zur lösbaren Fixierung des
Sensorträgers 1 auf dem Meßobjekt 14 angeordnet sind, kann das
Anpassungsstück 9 auch nur im Bereich des Klebepunktes an
geordnet und beispielsweise scheibenförmig ausgebildet sein.
Die Befestigungselemente 12, 13 sind als Abstandhalter ausge
bildet, um Unebenheiten des Meßobjektes ausgleichen zu können.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausbildungsform der
Sensoranordnung. Ein weiteres Profilstück 15 ist analog
Profilstuck 7 im Profilstück 6 längsverschieblich angeordnet,
wobei auch dieses Profilstück 15 mittels einer Senkkopf
schraube als Arretierungsmittel 16 arretiert ist. Mit dieser
Lösung und weiteren anordenbaren Profilstücken können Messungen
über große Meßstrecken hin durchgeführt werden. Die
Profilstücke 6, 7, 15 sind dabei starr miteinander verbunden.
Bei Durchführung der Messung wird lediglich das
Arretierungsmittel 8 der Profilstücke 6, 7 gelöst, auf denen
die Glasfaser 2 mit dem Faser-Bragg-Gitter 3 angeordnet ist.
Um insbesondere bei größeren Meßstrecken die genaue Meßlänge
zwischen den beiden Befestigungsstellen 10 und 11 ermitteln zu
können, sind die einzelnen Profilstücke 6, 7, 15 gleichlang
ausgebildet, wobei zumindest eins der Profilstücke 6, 7, 15 mit
einer - in der Zeichnung nicht dargestellten - Längenmeßskala
versehen ist, so daß anhand der Anzahl eingesetzter
Profilstücke 15 und der über die Skala ablesbaren Restlänge
schnell und auf einfache Weise der Gesamtabstand zwischen den
beiden Befestigungsstellen 10, 11 ermittelbar ist.
Jede noch so geringe Dehnung oder Stauchung des Meßobjektes 14
bewirkt eine Dehnung oder Stauchung der Glasfaser 2, und damit eine
Längenänderung des Faser-Bragg-Gitters 3 und eine Änderung des
darin rückreflektierten optischen Signals, welches über die
Auswerteeinheit, die mit einem Lichtwellenleiterkabel 17
gekoppelt ist, erfaßt und ausgewertet wird. Die Auswerteeinheit
ist in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellt. Die
Lichtwellenleiterkabel 17 zum Sensor und zur Bereitstellung des
UV-Lichtes sind dämpfungsarm, so daß Übertragunsverluste wei
testgehend vermieden werden können. So ist es auch möglich, die
Meßergebnisse über weite Strecken der Auswerteeinheit
zuzuführen, ohne daß mit negativen Auswirkungen auf die Genau
igkeit der Messung zu rechnen ist.
Die beschriebene Sensoranordnung erlaubt sowohl dynamische als
auch statische Messungen mit einem hohen Genauigkeitsgrad
insbesondere bei Messung sehr kleiner Dehnungen oder Stauchun
gen. Der Verstärkungsfaktor ist in Abhängigkeit von der jewei
ligen Konfektionierung des Faser-Bragg-Gitters 3 voreinstellbar.
Die Sensoranordnung ist kostengünstig herstellbar und
konstruktiv einfach aufgebaut. Sie kann sowohl für Dauermeß
stationen als auch für kurzzeitige Messungen eingesetzt wer
den, weist eine hohe Alterungsbeständigkeit auf und ist wie
derverwendbar.
Claims (14)
1. Optische Sensoranordnung zur Dehnungs- und
Stauchungsmessung eines zu messenden Objektes, bei der der
Sensor aus einer Glasfaser, in die ein Faser-Bragg-Gitter
eingebracht ist, besteht und einen aus Profilstücken
bestehenden Sensorträger aufweist, der auf dem zu
messenden Objekt in einem vorgegebenen Abstand befestigt
ist und der Sensor parallel zur Hauptachse der
Profilstücke an diesen befestigt ist und die
Sensoranordnung zur Auswertung des Spektrums des Faser-
Bragg-Gitters mit einer Auswerteeinheit verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilstücke (6, 7, 15)
ineinander verschiebbar angeordnet sind, dass die
Befestigungsstellen (10, 11) zur Befestigung des
Sensorträgers (1) auf dem zu messenden Objekt in einem solchen Abstand gewählt werden,
dass ein vorgebbarer Übertragungsfaktor zwischen den
Befestigungsstellen (10, 11) am zu messenden Objekt (14)
und den Befestigungsstellen (4, 5) zur Befestigung des
Sensors auf den Profilstücken (6, 7) entsteht und dass der
Sensor parallel und in einem Abstand zur Hauptachse des
Sensorträgers (1) jeweils an einem Profilstück (6, 7)
befestigt ist.
2. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens zwei Profil
stücke (6, 7) vorgesehen sind.
3. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Profilstücke (6, 7,
15) derart ausgebildet sind, dass sie im zusammengesteckten
Zustand zueinander verdrehgesichert sind.
4. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, dass die Pro
filstücke (6, 7, 15) einen eckigen Querschnitt aufweisen
und ineinander spielarm verschiebbar sind.
5. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeich
net, dass die Profilstücke (6, 7, 15) eine gleiche Länge
aufweisen und wenigstens ein Profilstück (6, 7, 15)
mit einer Skala zur Bestimmung des Gesamtabstandes zwischen
den Befestigungsstellen (10, 11) ausgestattet ist.
6. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeich
net, dass zum Ausgleich der Querschnittsdifferenz zwi
schen den Profilstücken (6, 7), auf denen der Sensor an
geordnet ist, ein Anpassungsstück (9) vorgesehen ist.
7. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass das Anpassungsstück (9)
als Hülse ausgebildet ist, die auf dem Profilstück (7) mit
dem geringeren Querschnitt befestigt ist.
8. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass das Anpassungsstück (9)
nur im unmittelbaren Be
festigungsbereich der Glasfaser (2) angeordnet ist.
9. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeich
net, dass die Glasfaser (2) zur Befestigung auf dem Sensorträger (1)
aufgeklebt ist.
10. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeich
net, dass die Glasfaser (2) unter Vorspannung auf dem
Sensorträger (1) befestigt ist.
11. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeich
net, dass der Sensorträger Arretierungsmittel (8, 16) zur
gegenseitigen Befestigung der Profilstücke (6, 7, 15)
aufweist.
12. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeich
net, dass zur Befestigung des Sensorträgers (1) auf dem
Meßobjekt (14) lösbare Befestigungselemente (12, 13) an
geordnet sind.
13. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente
(12, 13) zur Befestigung des Sensorträgers (1) auf dem
Meßobjekt (14) als Abstandshalter ausgebildet sind.
14. Optische Sensoranordnung nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, dass zusätzlich ein Sensor zur
Temperaturmessung vorgesehen ist.
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