DE10032014A1 - Intelligenter Anrufwächter - Google Patents
Intelligenter AnrufwächterInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
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Abstract
Verfahren zur Selektion möglicher Verbindungen in einem Leitungsnetz, über das anrufende Teilnehmer (Anrufer) eine Verbindung zu angerufenen Teilnehmern (Angerufenen) herstellen können, wobei jeder Angerufene durch seine vom Anrufer anzuwählende Kennung, die seinem Anschluß im Netz zugeordnet ist, identifizierbar ist, wobei der Kennung des Angerufenen 2b eine Filterdatei 6 zugeordnet wird, die Kennung 3 von möglichen Anrufern 2a enthält, wobei die Kennung des Anrufers 2a mit dem Inhalt der Filterdatei 6 verglichen wird, sobald dieser den Angerufenen 2b über dessen Kennung anwählt, und wobei bei zumindest teilweiser Übereinstimmung der Kennung 3 des Anrufers 2a mit einer in der Filterdatei 6 gespeicherten Kennung entschieden wird, ob eine Verbindung zwischen beiden Teilnehmern 2a, 2b hergestellt wird oder nicht.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Filterung bzw. zur Selektion
möglicher Verbindungen in einem Leitungsnetz, über das anrufende Teilnehmer
(Anrufer) eine Verbindung zu angerufenen Teilnehmern (Angerufenen) herstellen,
wobei jeder Angerufene durch seine vom Anrufer anzuwählende Kennung, die
seinem Anschluß im Netz zugeordnet ist, identifizierbar ist. Die Erfindung betrifft
zudem ein System zur Durchführung des Verfahrens.
Solche Leitungsnetze mit einer Vielzahl von angeschlossenen Teilnehmern haben
die Gestalt eines kabel- und/oder funkgestützten Telephonnetzes, das stehende
Verbindungen schafft, respektive eines lokalen oder globalen Datennetzes, wie es
sich beispielsweise im Internet manifestiert, über das Daten in einer Vielzahl von
Datenpaketen ausgetauscht werden. Gemeinsam ist den Netzen, daß die daran
angeschlossenen Teilnehmer über eine Kennung identifizierbar sind, wobei diese
Kennung im Falle eines Telephonnetzes eine Telephonnummer und im Falle des
Internet eine Adresse in Form eines Domainnamens ist. Über diese Kennung ist
jeder Teilnehmer jederzeit erreichbar.
Um Zugänge zu ausgesuchten Anschlüssen zu blockieren ist es bekannt, vor der
letztendlichen Herstellung der Verbindung vom Anrufenden ein Paßwort zur
Authentifizierung zu verlangen. Problematisch an den bekannten Systemen ist
jedoch, daß es dem herkömmlichen Teilnehmer nur bedingt möglich ist, seine
Privatsphäre vor unliebsamen Anrufen zu schützen und dabei dennoch bestimmte
Anrufe durchzulassen. Dem Telephonterror kann vor allem in den bekannten
Telephonnetzen nur wenig entgegengesetzt werden. Auch im Falle der
Datennetze, in denen eine Vielzahl von Computern zusammengeschlossen sind,
ist eine Selektion der Anrufenden nicht oder erst nach Eintritt in das System des
Angerufenen möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur zuverlässigen
Filterung von Anrufern zu schaffen, das die vorhanden Ressourcen gut nutzt und
mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine Vorauswahl nach vom Teilnehmer
frei vorgebbaren Kriterien gewährleistet. Gleichzeitig ist es Aufgabe der Erfindung
ein System zur Umsetzung dieses Verfahrens zu schaffen.
Diese Aufgaben werden mit dem Verfahren nach Anspruch 1 und dem System
nach Anspruch 6 gelöst.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, daß nun lediglich ausgewählte
und damit erwünschte Anrufe zum Angerufenen durchgeschaltet werden. Dies ist
möglich, da im Falle moderner digitaler und analoger Telephonnetze sowie des
Internets bei einem Anruf die Kennung des Anrufenden registriert werden und
entsprechend abgefragt werden kann. Anhand dieser Kennung kann ein Anrufer
identifiziert und auf seine Legitimation hin überprüft werden. Die Filterung der
Anrufer wird dadurch ermöglicht, daß dem Angerufenen, der seinerseits über
seine Kennung identifizierbar ist, eine individuelle Filterdatei zugeordnet wird, die
eine Liste mit Kennungen, im Falle des Telephonnetzes mit Telephonnummern,
enthält. Die Kennung des Anrufers wird nun im Falle eines Anrufes mit der Liste
des Angerufenen verglichen. Falls die Kennung oder zumindest ein definierter Teil
der Kennung in der Liste gespeichert ist, wenn also ein Auswahlkriterium vorliegt,
reagiert das System in vorher festlegbarer Weise. Ist die identifizierte Kennung
beispielsweise mit einem negativen Eintrag oder Status versehen, so erlaubt das
System keine Verbindung zum Angerufenen und teilt diese Tatsache dem Anrufer
mit. In der Filterdatei kann neben oder statt einer solchen Negativliste auch eine
Positivliste gespeichert sein, in der die Kennungen gespeichert sind, die bevorzugt
oder überhaupt zum Angerufenen durchgeschaltet werden. Die Einträge in der
Filterdatei können nach dem Wunsch des Teilnehmers vorgenommen werden. Für
den Netzbetreiber ist es vorteilhaft, daß sich die Erfindung bei einer großen Masse
von Teilnehmern mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen einfach realisieren
läßt.
Die Filterung wird vorteilhafterweise so durchgeführt, daß Sperrungen im Voraus
einstellbar sind oder im Anschluß an einen unerwünschten Anruf geschieht. Dabei
kann die zeitliche Dauer der Sperrung als Filterkriterium ebenfalls vorgegeben
werden. Für den Angerufenen reicht das Wissen um die Telephonnummer des
Anrufers oder die Uhrzeit des letzten unliebsamen Anrufes aus, um einen Anrufer
nachträglich zu sperren. Für den Netzbetreiber oder den einzelnen Teilnehmer ist
dieser Service einfach und schnell beispielsweise über das Internet editierbar. Um
das Netz nicht unnötig mit weit durchgeschalteten Anrufen zu belasten ist es
vorteilhaft, den Anruf schon zu einem frühen Zeitpunkt abzufangen und zu einem
zentralen Server (Anrufwächter) zu senden, der das Filter realisiert und den
unliebsamen Anrufer mit einer Ansage vertröstet. Eine solche Lösung ist einfach
zu realisieren und besonders kostengünstig. Um einen besonders flexiblen
Anrufwächter zu schaffen, ist es vorteilhaft, mehrere dezentrale Server über das
vom Netz abgedeckte Gebiet zu verteilen. Ein Netzbetreiber, der diesen Service
anbietet, erhält einen großen Wettbewerbsvorteil und schafft sich eine stärkere
Kundenbindung.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist auch darin zu sehen,
daß beispielsweise bei telephonischen Umfragen bestimmte Kennungen,
beispielsweise Ortskennungen definierter Gegenden, selektiv aus allen Anrufen
herausgefiltert werden können. Zudem lassen sich die einmal eingegangenen und
durchgestellten Anrufe in der Filterdatei registrieren und deren Kennungen bei
weiteren Anrufen abfragen. So kann vermieden werden, daß ein Anruf mehrfach
eingeht.
In einer vorteilhaften und einfachen Ausführungsform ist der in der Filterdatei
gespeicherten Kennung ein Statusanzeiger, insbesondere ein Status-Flag mit zwei
möglichen Zuständen, zugeordnet. Anhand dieses Status-Flags wird entschieden,
ob die Kennung des Anrufenden positiv oder negativ zu berwerten ist. Der
Zustand des Zeigers wird vom Anrufwächter an den Netz-Server zurückgegeben,
der über die Herstellung der weiteren Verbindung entscheidet. Es ist zudem
vorteilhaft in der Filterdatei neben den Kennungen weitere Filterbedingungen wie
bestimmte Uhrzeiten zu speichern und über logische Operationen mit den
eingehenden Kennungen zu verknüpfen. So läßt sich ein telephonischer
Stundenplan erstellen, der bestimmte Anrufe nur zu bestimmten Zeiten erlaubt.
Ein besonderes vorteilhaftes Einsatzgebiet der Erfindung ist das Internet insofern,
als daß über das Filter-Verfahren Zugriffe gezielt unterbunden werden können. So
wäre es beispielsweise für den Anbieter einer Dienstleistung möglich, Zugriffe aus
einem anderen Land, in dem ein Schutzrecht auf diese Dienstleistung besteht, zu
verbieten und somit eine Verletzung des Schutzrechtes in dem anderen Land zu
umgehen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur näher beschrieben.
In der Figur ist ein Ausschnitt eines Systems dargestellt, das ein Leitungsnetz 1
umfaßt, an das eine Anzahl von Teilnehmern 2 angeschlossen sind. In diesem
Falle ist das Netz ein Telephonnetz, über das Teilnehmer vermittels digitaler
Signale anwählbar sind. So ist über das Netz die Herstellung einer Verbindungen
9 eines anrufenden Teilnehmers 2a (Anrufers) zu einem angerufenen Teilnehmer
2b (Angerufenen) herstellbar, wobei jeder Teilnehmer durch eine vom Anrufer
anzuwählende Kennung 3 identifizierbar ist, die dem Anschluß des Anrufers 2a im
Netz zugeordnet ist. Der Anrufer 2a wählt die Nummer des Angerufenen und wird
mit einer Vermittlungsstelle 4 verbunden. Der Sprachkanal wird zunächst geparkt
und über ein Zeichengabenetz 8 eine Verbindung zum Angerufenen 2b
hergestellt. Wird aufgrund dieser Verbindung festgestellt, daß Teilnehmer 2b einen
Anrufwächter aktiviert hat, so wird eine abzweigende Verbindung 10 zu einer
Kontrolleinheit 5 aufgebaut, die als ein ins Netz eingebundener zentraler Server
den Anruf auf das Vorliegen festgelegter Filterbedingungen untersucht und dann
auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse über den Aufbau der vom
Teilnehmer 2a angewählten Verbindung zu Teilnehmer 2b entscheidet.
Die Kontrolleinheit 5 greift auf eine Filterdatei 6 zu, die der Kennung des
Angerufenen 2b zugeordnet ist und die eine Anzahl von Kennungen von diesem
Teilnehmer 2b ausgewählter Teilnehmer und/oder Teilnehmergruppen enthält.
Den aufgelisteten Kennungen ist ein Status-Flag 7 zugeordnet, dessen Zustand
über die Möglichkeit der Verbindung entscheidet. Das Status-Flag wird an die
Vermittlungsstelle zurückgegeben. Wenn der Status einer 0 entspricht, teilt die
Vermittlungsstelle dem Anrufer 2a mit einem automatischen Ansagetext mit, daß
eine Verbindung zumindest derzeit nicht möglich ist. Die Verbindung ist an der
Stelle 11 unterbrochen. Im Falle eines Status 1 wird die Verbindung zum
Angerufenen automatisch hergestellt.
Claims (11)
1. Verfahren zur Selektion möglicher Verbindungen in einem Leitungsnetz,
über das anrufende Teilnehmer (Anrufer) eine Verbindung zu
angerufenen Teilnehmern (Angerufenen) herstellen können, wobei jeder
Angerufene durch seine vom Anrufer anzuwählende Kennung, die seinem
Anschluß im Netz zugeordnet ist, identifizierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kennung des Angerufenen (2b) eine Filterdatei (6) zugeordnet wird, die Kennungen (3) von möglichen Anrufern (2a) enthält, daß die Kennung des Anrufers (2a) mit dem Inhalt der Filterdatei (6) verglichen wird, sobald dieser den Angerufenen (2b) über dessen Kennung anwählt, und
daß bei zumindest teilweiser Übereinstimmung der Kennung (3) des Anrufers (2a) mit einer in der Filterdatei (6) gespeicherten Kennung entschieden wird, ob eine Verbindung zwischen beiden Teilnehmern (2a, 2b) hergestellt wird oder nicht.
daß der Kennung des Angerufenen (2b) eine Filterdatei (6) zugeordnet wird, die Kennungen (3) von möglichen Anrufern (2a) enthält, daß die Kennung des Anrufers (2a) mit dem Inhalt der Filterdatei (6) verglichen wird, sobald dieser den Angerufenen (2b) über dessen Kennung anwählt, und
daß bei zumindest teilweiser Übereinstimmung der Kennung (3) des Anrufers (2a) mit einer in der Filterdatei (6) gespeicherten Kennung entschieden wird, ob eine Verbindung zwischen beiden Teilnehmern (2a, 2b) hergestellt wird oder nicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt der Filterdatei (6)
von dem der Filterdatei zugeordneten Teilnehmer (2b) verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß einer in der Filterdatei (6)
gespeicherten Kennung (3) ein Statusanzeiger (3), insbesondere ein
Status-Flag, zugeordnet wird, wobei anhand des Statusanzeigers eine
erwünschte von einer unerwünschten Verbindung unterschieden wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Filterdatei (6) neben den
Kennungen (3) weitere Filterbedingungen enthält.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Filterbedingungen
mit logischen Operationen verknüpft werden.
6. System umfassend ein Leitungsnetz, an das eine Anzahl von Teilnehmern
angeschlossen ist, und über das eine Verbindungen eines anrufenden
Teilnehmers (Anrufers) zu einem angerufenen Teilnehmer (Angerufenen)
herstellbar ist, wobei jeder Teilnehmer durch eine vom Anrufer
anzuwählende Kennung identifizierbar ist, die einem Anschluß im Netz
zugeordnet ist,
gekennzeichnet durch eine Kontrolleinheit (5), die Anrufe auf
das Vorliegen festgelegter Filterbedingungen untersucht und die auf der
Grundlage der Untersuchungsergebnisse über den Aufbau der
angewählten Verbindung entscheidet.
7. System nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsnetz(1)ein
Telephonnetz ist, über das Teilnehmer vermittels analoger und/oder
digitaler Signale anwählbar sind.
8. System nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit (5)von
einem Computer realisiert ist, der an das Leitungsnetz (1) angeschlossen
ist.
9. System nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit (5) auf
eine Filterdatei (6) zugreift, die der Kennung (3) eines Angerufenen (2b)
zugeordnet ist und die Kennungen (3) ausgewählter Teilnehmer und/oder
Teilnehmergruppen enthält, wobei den Kennungen ein Statusanzeiger (7)
zugeordnet ist, dessen Zustand über die Möglichkeit der Verbindung
entscheidet.
10. System nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt der Filterdatei (6)
über das Leitungsnetz (1) insbesondere über die Aufgabe von
Sprachnachrichten änderbar ist.
11. System nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsnetz das
Internet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000132014 DE10032014B4 (de) | 2000-07-01 | 2000-07-01 | Intelligenter Anrufwächter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000132014 DE10032014B4 (de) | 2000-07-01 | 2000-07-01 | Intelligenter Anrufwächter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10032014A1 true DE10032014A1 (de) | 2002-01-10 |
| DE10032014B4 DE10032014B4 (de) | 2007-06-21 |
Family
ID=7647426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000132014 Expired - Lifetime DE10032014B4 (de) | 2000-07-01 | 2000-07-01 | Intelligenter Anrufwächter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10032014B4 (de) |
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| DE10314777A1 (de) * | 2003-03-31 | 2004-10-14 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Filtern von Rufverbindungen zwischen zwei Telekommunikations-Teilnehmern |
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| DE10314777B4 (de) * | 2003-03-31 | 2014-07-31 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Filtern von Rufverbindungen zwischen zwei Telekommunikations-Teilnehmern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10032014B4 (de) | 2007-06-21 |
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