DE10033763A1 - Schiebemuffe mit einer Schaltgabelführung - Google Patents

Schiebemuffe mit einer Schaltgabelführung

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Abstract

Eine Schiebemuffe mit einem Muffenkörper (8) und einer Schaltgabelführung, bei der die Schaltgabelführung durch einen radial von dem Muffenkörper (8) abstehenden und ringförmig um den Muffenkörper (8) verlaufenden Ansatz (9) gebildet ist, ist mit einem Ansatz (9) zu versehen, dessen Querschnittskonturen von der Muffenführung (8) ausgehend in Richtung des radial nach außen gerichteten Endes des Ansatzes (9) zumindest abschnittsweise zueinander geneigt verlaufen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Schiebemuffe mit einem Muffenkörper und einer Schaltgabelführung, bei der die Schaltgabelführung durch einen radial von dem Muffenkörper abstehenden und ringförmig um den Muffenkörper verlaufenden Ansatz gebildet ist.
Hintergrund der Erfindung
Eine derartige Schiebemuffe ist in DE 198 20 654 A1 beschrieben. Bei dieser Schiebemuffe ist die Schaltgabelführung durch einen aus dem Material des Muffenkörpers geformten Ansatz oder durch einen separat vom Muffenkörper gefertigten Ring mit rechteckigem Querschnitt gebildet. Dieser Ansatz bzw. Ring wird, wenn die Schiebemuffe auf einer Synchronisiereinheit in einem Ge­ triebe montiert ist, durch die Enden einer Schaftgabel seitlich umgriffen. Wäh­ rend des Betriebes bewegt sich die Schaltgabelführung in Umfangsrichtung relativ zur Schaltgabel. Dabei steht die Schaltgabel mit der Schaltgabelführung in einem gleitenden Kontakt. Bei den Bewegungen verkanten die Enden der Schaltgabel häufig zu dem rechteckigen Querschnitt der Schaltgabelführung. Es kommt zu Kantenberührung. Vorzeitiger Verschleiß ist die Folge.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine derartige Schiebemuffe mit einem Muffenkörper und einer Schaltgabelführung zu schaffen, bei der der vorge­ nannte Nachteil vermieden wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese Aufgabe wird nach dem Gegenstand des Anspruches 1 mit einer Schie­ bemuffe gelöst, bei welcher der Querschnitt des Ansatzes in beide Längsrich­ tungen der Schiebemuffe durch Seitenflächen begrenzt ist, deren Konturen von der Muffenführung ausgehend in Richtung des radial nach außen gerichteten Endes des Ansatzes anfangs parallel zueinander, dann mit Neigung aufeinan­ der zu verlaufen und schließlich an dem Ende des Ringes ineinander überge­ hen. Mit einem Ansatz und damit mit einer Schaltgabelführung an einer Schie­ bemuffe gemäß Erfindung wird bei Verkantung der Enden einer Schaltgabel zu dem Ansatz an den Berührungsstellen Verschleiß vermieden. Die Konturen der Seitenflächen des Ansatzes sind verschiedenen bzw. wechselnden Positionen des umgreifenden Gabelendes besser angepasst. Durch die zueinander nei­ genden Konturen der Seitenflächen verjüngt sich der Querschnitt des Ansat­ zes in Richtung seines radial nach außen gerichteten Endes. Die Konturen können in den betroffenen Bereichen in sich geradlinig mit z. B. gleichen oder unterschiedlichen Neigungswinkeln bzw. gekrümmt zueinander verlaufen. Zu­ sätzlich können sie dabei oder, wie eine Ausgestaltung der Erfindung vorsieht, alternativ noch innerhalb ihres Verlaufes die Neigung bzw. Krüm­ mung/Wölbung ändern. Am radial nach außen gewandten Ende treffen die Konturen dann entweder in einer Krümmung, einem Kreisbogen, einer Wöl­ bung, an einer Spitze bzw. in einer Ebene aufeinander oder gehen ineinander über. Insbesondere an den Stellen, beispielsweise an Kantenübergängen, an denen die Konturlinien geknickt sind und insbesondere an denen das betref­ fende Ende der Schaltgabel anliegt, sind bevorzugt gekrümmte, beispielsweise durch einen Radius beschriebene Konturen vorgesehen. So sieht dann eine Ausgestaltung der Erfindung eine Schiebemuffe mit einer Schaltgabelführung vor, bei welcher die den Ansatz seitlich begrenzenden Konturen zumindest abschnittsweise mit einem Radius von < 1 mm verlaufen. Geeignet ist insbe­ sondere ein Radius, der < 1 mm und ≦ der Hälfte der Breite des Ansatzes in dem betrachteten Querschnitt des Ansatzes ist.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Ansatz mit Seitenflächen vor, deren Konturen einen dachartigen Querschnitt begrenzen. Dabei können die Seitenflächen des Daches spitz mit einem spitzen bzw. stumpfen Winkel auf­ einander treffen oder die Spitze des Daches ist abgeflacht bzw. mit einer Wöl­ bung, vorzugsweise einem Radius verrundet ausgeführt.
Weitere Ausgestaltungen sehen vor, dass der Ansatz entweder einstückig mit dem Muffenkörper ausgebildet ist oder als getrennt gefertigtes auf dem Muf­ fenkörper befestigtes Teil. Die zuerst genannte Variante des Ansatzes eignet sich insbesondere für Muffenkörper, die mit ihrer Verzahnung aus einem ge­ streckten Bandmaterial gewalzt, abgeschnitten, kreisförmig gebogen und an den Schnittenden verbunden ist. Ein als Einzelteil gefertigter Ansatz ist bevor­ zugt durch Umformen hergestellt und kann z. B. aus einem Rohrstück, aus flachem Blechmaterial oder aus gebogenen und an den Enden verbundenen Draht geformt sein. Befestigt ist ein derartig ausgebildeter Ansatz vorzugswei­ se mittels eines Presssitzes oder der Ansatz ist mit dem Muffenkörper ver­ schweißt.
Schließlich ist mit einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die den Ansatz seitlich begrenzenden Konturen durch die nach außen gerichteten Flächen eines offenen dünnwandigen Profiles aus Blech mit dach­ artigem Querschnitt und verrundeten Kanten gebildet sind, wobei das Profil mit der Öffnung zum Muffenkörper weist, und an zumindest einer Seite der Öffnung in einem von der Öffnung in Längsrichtung der Schiebemuffe abgeknickten Lappen endet. Diese Profil ist vorzugsweise aus flachem Blechmaterial geformt und insbesondere in der Massenfertigung kostengünstig herzustellen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von drei Ausführungsbeispielen erläu­ tert. Es zeigen
Fig. 1 eine Schiebemuffe mit einer Schaltgabelführung die als Einzelteil gefertigt auf dem Muffenkörper befestigt ist,
Fig. 2 eine Schiebemuffe mit einem Muffenkörper, bei der der Ansatz einteilig mit dem Muffenkörper ausgebildet ist und
Fig. 3 eine Schiebemuffe, die aus einem Muffenkörper und einem aus einem offenen Blechprofil gebildet ist, im Schnitt.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 zeigt eine Schiebemuffe 1. Die Schiebemuffe 1 ist aus einem Muffen­ körper 2 und einer Schaltgabelführung gebildet. Die Schaltgabelführung be­ steht aus einem ringförmig um den Muffenkörper 2 verlaufenden Ansatz 3. Der Ansatz 3 ist in beide Längsrichtungen der Schiebemuffe 1 durch Seitenflächen 3a, 3b begrenzt, deren Konturen von der Muffenführung 2 ausgehend in Rich­ tung des radial nach außen gerichteten Endes 3c des Ansatzes 3 anfangs par­ allel zueinander und dann zueinander gekrümmt verlaufen. An dem Ende 3c des Ansatzes 3 gehen die Konturen 3a und 3b in einem Radius R ineinander über. Der Ansatz 3 ist separat vom Muffenkörper 2 gefertigt und auf diesem befestigt.
Fig. 2 zeigt eine Schiebemuffe 4. Die Schiebemuffe 4 ist durch einen Muffen­ körper 5 und einen Ansatz 6 gebildet. Der Ansatz 6 ist einstückig mit dem Muffenkörper 5 ausgebildet. Der Querschnitt des Ansatzes 6 ist in beide Längsrichtungen der Schiebemuffe 4 jeweils durch Seitenflächen 6a und 6b begrenzt. Die Konturen der Seitenfläche 6a sind parallel zueinander ausge­ richtet und verlaufen in Richtung des radial nach außen gerichteten Endes 6c des Ansatzes 6. Die Konturen der Seitenflächen 6b verlaufen geneigt aufein­ ander zu. Der Querschnitt des Ansatzes 6 verjüngt sich zu seinem Ende 6c und ist dachartig ausgebildet, wobei die abgeflachte Spitze durch eine Fläche 6d begrenzt ist. Die Kanten des Ansatzes 6 sind mit dem Radius r verrundet.
In Fig. 3 ist mit 7 eine Schiebemuffe dargestellt, die aus seinem Muffenkörper 8 und einem Ansatz 9 gebildet ist. Der Ansatz 9 ist separat vom Muffenkörper 8 durch Umformen hergestellt und auf dem Muffenkörper 8 befestigt. Der Ansatz 9 und somit die Schaltgabelführung ist dabei durch ein ringförmiges dünnwan­ diges Profil aus Blech mit dachartigem Querschnitt und verrundeten Kanten gebildet. Das Profil weist mit der Öffnung 9a zum Muffenkörper 8 und endet an einer Seite der Öffnung 9a in einem von der Öffnung 9a in Längsrichtung der Schiebemuffe 7 abgeknickten Lappen 9b. Die Konturen, welche durch die Sei­ tenflächen 9c, 9d und 9e gebildet sind, verlaufen anfangs parallel zueinander, dann mit gleicher Neigung aufeinander zu und gehen schließlich mit sich än­ dernder Neigung in Form einer Krümmung am Ende des Ringes 9 ineinander über.
Bezugszeichen
1
Schiebemuffe
2
Muffenkörper
3
Ansatz
3
a Seitenfläche
3
b Seitenfläche
3
c Ende
4
Schiebemuffe
5
Muffenkörper
6
Ansatz
6
a Seitenfläche
6
b Seitenfläche
6
c Fläche
6
d Ende
7
Schiebemuffe
8
Muffenkörper
9
Ansatz
9
a Öffnung
9
b Lappen
9
c Seitenfläche
9
d Seitenfläche
9
e Seitenfläche

Claims (7)

1. Schiebemuffe (1, 4, 7) mit einem Muffenkörper (2, 5, 8) und einer Schaltgabelführung, bei der die Schaltgabelführung durch einen radial von dem Muffenkörper (2, 5, 8) abstehenden und ringfömig um den Muffenkörper (2, 5, 8) verlaufenden Ansatz (3, 6, 9) gebildet ist, wobei der Querschnitt des Ansatzes (3, 6, 9) in beide Längsrichtungen der Schiebemuffe (1, 4, 7) durch Seitenflächen (3a, 3b, 6a, 6b, 9c, 9d, 9e) begrenzt ist und die Konturen der Seitenflächen (3a, 3b, 6a, 6b, 9c, 9d, 9e) von der Muffenführung (2, 5, 8) ausgehend in Richtung des radial nach außen gerichteten Endes (3c, 6d, 9f) des Ansatzes (3, 6, 9) an­ fangs parallel zueinander, dann mit Neigung aufeinander zu verlaufend sowie schließlich an dem Ende (3c, 6d, 9f) des Ansatzes (3, 6, 9) inein­ ander übergehen.
2. Schiebemuffe nach Anspruch 1, bei der die Konturen der Seitenflächen (3a, 3b, 6a, 6b, 9c, 9d, 9e) zumindest abschnittsweise gekrümmt aufein­ ander zu verlaufen.
3. Schiebemuffe nach Anspruch 1, bei der die Konturen der Seitenflächen 3a, 3b, 6a, 6b) zumindest abschnittsweise mit einem Radius von R < 1 mm gewölbt aufeinander zu verlaufen.
4. Schiebemuffe nach Anspruch 1, bei der die Seitenflächen (6a, 6b) einen dachartig ausgebildeten Querschnitt mit verrundeten Kanten begrenzen.
5. Schiebemuffe nach Anspruch 1, mit einem einstückig mit dem Muffen­ körper (5) ausgebildeten Ansatz (6).
6. Schiebemuffe nach Anspruch 1, mit einem separat vom Muffenkörper (2, 8) durch Umformen hergestellten und auf dem Muffenkörper (2, 8) befe­ stigten Ansatz (3, 9).
7. Schiebemuffe nach Anspruch 1, bei der die Konturen des Ansatzes (9) durch nach außen gerichtete Flächen (9c, 9d, 9e) eines offenen dünn­ wandigen Profiles aus Blech mit dachartigem Querschnitt und verrun­ deten Kanten gebildet sind, wobei das Profil mit der Öffnung (9a) zum Muffenkörper (8) weist und an zumindest einer Seite der Öffnung (9a) in einem von der Öffnung (9a) in Längsrichtung der Schiebemuffe (7) ab­ geknickten Lappen (9b) endet.
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