DE10036111A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Parkzeitüberwachung - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Parkzeitüberwachung

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Abstract

Zur Vereinfachung der Inanspruchnahme eines Parkplatzes und der entsprechenden Parkzeitüberwachung und -abrechnung werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Parkplatzüberwachung vorgeschlagen, bei welchen die Übertragungen eines notwendigen Aktivierungssignals (A) und/oder eines notwendigen Deaktivierungssignals (D) drahtlos und extern, z. B. über ein Mobiltelefon (31) des Parkplatznutzers realisiert ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Parkzeitüberwachung, ins­ besondere unter Verwendung der Vorrichtung, gemäß dem Oberbegriff des An­ spruchs 11.
In Ballungsgebieten, insbesondere im innerstädtischen Bereich, werden von der öffentlichen Hand und von Privatanbietern Parkplätze zur Verfügung gestellt, welche kostenpflichtig genutzt werden können. Für die Überwachung der ver­ streichenden Parkzeit sind dabei häufig entsprechende Vorrichtungen vorgese­ hen, die jeweils, z. B. in Form einer Parkuhr, einem bestimmten Parkplatz zuge­ ordnet sind. Diese Vorrichtungen zur Parkzeitüberwachung besitzen in der Regel mindestens zwei Betriebsmodi, nämlich einen Freimodus und einen Parkmodus. Ferner ist eine Zeiterfassungseinrichtung, z. B. in Form einer einfachen Uhr, vorgesehen, welche dem Erfassen der während des Parkmodus verstreichenden Parkzeitspanne dient. Des weiteren müssen bekannte Vorrichtungen zur Park­ zeitüberwachung über eine Empfangseinrichtung mittels eines Aktivierungs­ signals - z. B. durch Einwerfen von Geldmünzen - vom Freimodus in den Park­ modus überführt werden, wobei nach dem Aktivieren mit dem Erfassen einer Parkzeitspanne zur späteren Abrechnung nach dem Parkzeittarif begonnen wird. Nach dem Empfangen des Aktivierungssignals wird der Parkplatz freigegeben. Gegebenenfalls nach dem Empfang eines Deaktivierungssignals bei Ende des Parkvorgangs wird das Erfassen der Parkzeitspanne beendet und die verstriche­ ne gesamte Parkzeitspanne ermittelt. Aufgrund der ermittelten gesamten Park­ zeitspanne erfolgt dann die Abrechnung.
Bei vielen bekannten Vorrichtungen und Verfahren zur Parkzeitüberwachung ist es notwendig, daß der Fahrzeugführer oder eine begleitende Person das Fahr­ zeug verlaßt, um die dem freien Parkplatz zugeordnete Parkuhr oder dergleichen zu aktivieren. Andererseits sind auch Parkuhren bekannt, die durch Entnahme eines Parkscheins - z. B. an einer Einfahrtschranke - und später durch Zuführen des entwertenden Parkscheins nach dem Parken in einen Kassenautomaten akti­ viert bzw. deaktiviert werden. Das Deaktivieren erfolgt in der Regel an zentraler Stelle durch Entrichten des Parktarifs und erfordert somit eine Vielzahl einzel­ ner Vorgänge, denen sich der Nutzer des Parkplatzes zwangsweise unterwerfen muß und die somit dem Wunsch nach größtmöglicher Bequemlichkeit nicht ge- recht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Parkzeitüberwachung anzugeben, bei welchen die Vorgänge des Aktivierens und/oder des Deaktivierens für den Nutzer eines Parkplatzes auf besonders ein­ fache Art und Weise durchgeführt werden können.
Vorrichtungsmäßig wird die Aufgabe mit einer gattungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des An­ spruchs 1 gelöst. Verfahrensmäßig wird die Aufgabe durch ein gattungsgemäßes Verfahren zur Parkzeitüberwachung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Parkzeitüberwa­ chung sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die vorrichtungsmäßige Lösung besteht darin, daß die Empfangseinrichtung zum drahtlosen Empfang externer Signale ausgebildet ist. Das Vorsehen des drahtlosen Empfangs externer Signale schafft im Gegensatz zum Stand der Technik die Möglichkeit, daß der Nutzer eines Parkplatzes die entsprechende Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung und damit die Freigabe des Parkplatzes durch Übermittlung eines Aktivierungssignals initiiert, ohne sein Fahrzeug ver­ lassen zu müssen. Ein direkter Kontakt, z. B. durch körperliche Berührung, mit der Vorrichtung zum Einschalten bzw. Aktivieren der Vorrichtung ist damit er­ finduhgsgemäß nicht mehr notwendig.
Vorteilhafterweise ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüber­ wachung die Empfangseinrichtung mit einer Funkeinrichtung, einer Infrarot­ empfangseinrichtung und/oder dergleichen ausgebildet. Diese Möglichkeiten, welche alternativ oder auch gemeinsam vorgesehen sein können, schaffen die entsprechenden Übertragungskanäle zur Kommunikation mit der erfindungsge­ mäßeü Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung, wobei der Infrarotübertragung trotz ihrer relativ geringen Reichweite bei einer engen Nachbarschaft der Vor­ richtung zu dem zu überwachenden Parkplatz sinnvoll und geeignet ist.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung ist eine Sendeeinrichtung vorgesehen, welche zum Erzeu­ gen und/oder zum drahtlosen Aussenden von Sendedaten ausgebildet ist. Gera­ de durch die Kombination von Empfangseinrichtung und Sendeeinrichtung ist eine entsprechende Kommunikation mit dem potenziellen Parkplatznutzer und/ oder mit anderen Einrichtungen, z. B. einer zentralen Verwaltung, möglich.
Von besonderem Vorteil ist es, daß gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung die Empfangseinrich­ tung und/oder die Sendeeinrichtung eine, insbesondere gemeinsame, Tele­ foneinrichtung aufweisen oder als Teil davon ausgebildet sind. Diese Maßnah­ men bedeuten nicht, daß der Parkplatznutzer einen speziellen, auf seine Person zugeschnittenen Sender mit sich führen muß, sondern daß grundsätzlich die Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung über ein heutzutage gängiges Mobiltelefon oder Handy und eine entsprechende eigene Telefonnummer angerufen, kontak­ tiert und dann aktiviert werden kann. Dies schafft für den Nutzer des Parkplat­ zes die größtmögliche Bequemlichkeit.
Aber auch der Fall der infrarotunterstützten Kommunikation zwischen Park­ platznutzer und erfindungsgemäßer Vorrichtung mittels eines speziellen Senders ist im Gegensatz zum Stand der Technik vom Fahrzeug aus möglich und somit besonders bequem, zuverlässig und sicher.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Vorrichtung zur Parkzeitüberwa­ chung ist eine Anzeigevorrichtung vorgesehen, durch welche der aktuelle Be­ triebsmodus, die verstrichene Parkzeitspanne, die Parkkosten und/oder derglei­ chen anzeigbar sind. Durch diese Maßnahme kann der potenzielle Parkplatznut­ zer schon von weitem erkennen, ob der von ihm angestrebte Parkplatz über­ haupt frei ist. Ferner erkennt er weitere, für den Parkvorgang wichtige Daten, z. B. den Tarif, die bereits verstrichene Parkzeit, falls er während des Parkens ein­ mal zum Fahrzeug zurückkehren sollte, sowie die bisher entsprechend aufgelau­ fenen Parkkosten.
Als derartige Anzeigevorrichtung kann aber auch das Handy des Nutzers dienen, wenn er z. B. per SMS (Short Message System) die gewünschten Daten abfragt und sich auf dem Display seines Handys anzeigen läßt.
Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Sensoreinrichtung vorgesehen, durch welche der Belegungszustand des zu über­ wachenden Parkplatzes registrierbar ist und durch welche ein entsprechendes Belegungssignal generierbar ist. Auf der Grundlage des von der Sensoreinrich­ tung generierten Belegungssignals wird durch die Vorrichtung dann z. B. fest­ stellbar, ob der Parkplatz, insbesondere nachdem er einmal besetzt war, inzwi­ schen wieder freigemacht wurde. Durch diese Maßnahme kann dann die erfin­ dungsgemäße Vorrichtung automatisch, d. h. ohne nochmaliges explizites Ein­ greifen des Nutzers des Parkplatzes, wieder in den Freimodus geschaltet werden. Ebenfalls wird dabei dann automatisch entsprechend die Parkzeitspanne, welche insgesamt verstrichen ist, ermittelbar und die Abrechnung entsprechend auto­ matisiert und vereinfacht.
Vorteilhaft für diese Vorgehensweise ist dabei, daß beim Vorliegen eines Deakti­ vierungssignals die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung vom Parkmodus in den Freimodus versetzbar ist, und zwar insbesondere auf­ grund eines Deaktivierungssignals, welches entweder von der Empfangseinrich­ tung ausgeht, also vom Sender des Parkplatznutzer stammend, oder von der Sensoreinrichtung, wenn der Nutzer den Parkplatz durch Wegfahren verläßt. Es kann auch daran gedacht werden, daß das Deaktivierungssignal automatisch beim Öffnen der Tür des Fahrzeugs und durch Starten des Motors erfolgt, wobei die Sensoreinrichtung dann zur Registrierung diese Vorgänge und Aktionen aus­ gelegt ist.
Ein besonders großes Maß an Sicherheit für den Betreiber einer Parkanlage aber auch für den Nutzer ergibt sich, wenn gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mittels der Sende- und/oder Empfangsein­ richtung ein Identifikationsvorgang im Hinblick auf den potenziellen Parkplatz­ nutzer durchführbar ist. Dabei ist vorgesehen, daß eine Freigabe des Parkplat­ zes und somit ein Umschalten der Vorrichtung in den Parkmodus nur bei einer erfolgreichen Identifikation des potenziellen Parkplatznutzers möglich ist. Dies hat den Vorteil, daß nur ein tatsächlich berechtigter potenzieller Nutzer der Parkanlage Zugang zu dieser erhält, wobei die entsprechende Berechtigung z. B. durch den Besitz eines von dem Betreiber der Parkanlage ausgegebenen speziel­ len Senders, gegebenenfalls mit Code, Passwort oder PIN, erlangt wird, oder aber durch einen entsprechenden Vertrag mit dem Betreiber eines Mobilfunknetzes oder dergleichen. Für den Betreiber der Parkanlage besteht der Sicherheits­ aspekt natürlich darin, daß er sich bei Abrechnungsproblemen, beim Über­ schreiten der Parkzeit oder bei Beschädigungen der Anlage zunächst einmal an den über die Identifikation im wesentlichen nachweisbar verantwortlichen Park­ platznutzer halten kann.
Bei herkömmlichen Parkuhren ist oft eine maximale Parkzeitspanne vorgegeben, nach deren Ablauf automatisch eine Art Parkverbotsregel in Kraft tritt, so daß ein Überschreiten der maximalen Parkzeitspanne unter Umständen als Ord­ nungswidrigkeit geahndet werden kann. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dagegen insbesondere vorgesehen, daß beim Überschreiten einer vorgegebe­ nen maximalen Parkzeitspanne die Vorrichtung in einen dritten Modus oder Sondertarifmodus versetzbar ist. In diesem Sondertarifmodus kann dann z. B. ein entsprechend erhöhtes Parkentgeld fällig werden, welches z. B. aber noch unterhalb eines fälligen Ordnungsgeldes liegen kann.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht im Gegen­ satz zum Stand der Technik darin, daß die Entrichtung des Parkentgelds wei­ testgehend automatisierbar ist, und zwar aufgrund der entsprechend vorab durchgeführten Identifikation. Dazu ist es gemäß einer weiteren Ausführungs­ form der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung vorgesehen, daß die Vorrichtung mittels der Sende- und/oder Empfangseinrichtung zur Übermittlung der Parkdaten, insbesondere zur Abrechnung nach Abschluß des Parkvorgangs, an eine externe Betreibereinheit, einen Telefonprovider oder der­ gleichen ausgebildet ist.
Bei Verwendung eines explizit vorgesehenen, separaten Senders zur Aktivierung und Deaktivierung der Vorrichtung ist dieser Sender dementsprechend vom Be­ treiber der Parkanlage explizit an den Nutzer ausgegeben worden. Somit ist eine Identifikation möglich, und die Abrechnung kann z. B. am Monatsende mit einer Gesamtrechnung erfolgen.
Andererseits kann bei Verwendung eines Mobiltelefons zur Aktivierung oder De­ aktivierung der Vorrichtung durch Kommunikation der Vorrichtung über den Mobiltelefonkanal der Nutzer der Parkanlage über den entsprechenden Telefon­ provider ermittelt werden. Im einfachsten Fall kann die Abrechnung auch direkt mit dem Nutzer erfolgen, vorteilhafterweise aber wird die Endabrechnung dann über Vermittlung mit dem Telefonprovider über dessen Telefonrechnung erfol­ gen.
Bei der verfahrensmäßigen Lösung der Aufgabe ist es erfindungsgemäß vorgese- hen, daß das Empfangen des Aktivierungssignals und/oder des Deaktivierungs­ signals drahtlos und von extern erfolgt, insbesondere über ein Infrarotsignal, ein Funksignal oder dergleichen. Dies gewährleistet die größtmögliche Flexibilität und Bequemlichkeit beim Aktivieren und Deaktivieren für den potenziellen Park­ platznutzer.
Besonders bequem ist dabei das Aktivieren und Deaktivieren, also das Empfan­ gen der entsprechenden Signale über einen Mobiltelefonkanal.
Im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt ist es verfahrensmäßig weiterhin vorgese­ hen, daß vor Freigabe des Parkplatzes eine Identifikation des potenziellen Park­ platznutzers durchgeführt wird, und zwar insbesondere über einen Infrarotka­ nal, einen Mobiltelefonkanal oder dergleichen, wobei eine Freigabe des Parkplat­ zes nur bei erfolgreicher Identifikation des Parkplatznutzers erfolgt.
Zur Vermeidung von Mißbrauch ist es ferner vorgesehen, daß die Abrechnung nach dem Parkzeittarif durch Übermitteln der Parkzeitdaten und der Identifikati­ onsdaten über den Mobiltelefonkanal zum entsprechenden Mobiltelefonprovider erfolgt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer einzigen Figur anhand eines Bei­ spiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung näher er­ läutert. Die Figur zeigt dabei in Form eines schematisch Blockdiagrams den Auf­ bau und den Betrieb dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrich­ tung 10 zur Überwachung der Parkzeit.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zur Überwachung der Parkzeit weist eine Zeiterfassungseinrichtung 12, z. B. in Form einer Uhr, sowie eine Empfangsein­ richtung 14 auf. Die Empfangseinrichtung 14 ihrerseits wird von einer Funkein­ richtung 15 sowie einer Infrarotempfangseinrichtung 16 gebildet. Zusammen mit einer ebenfalls vorgesehenen Sendeeinrichtung 17 kann die Funkeinrichtung 15 eine Art Telefoneinrichtung 19 bilden, welche über eine eigene Telefonnummer für die jeweilige erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zur Parkzeltüberwachung identifizierbar ist.
Über die Sendeeinrichtung 17 und die Empfangseinrichtung 14 findet die exter­ ne Kommunikation statt, und zwar zum einen mit einer externen Betriebs- oder Verwaltungseinheit 20, welche nicht Bestandteil der erfindungsgemäßen Vor­ richtung 10 zur Parkzeitüberwachung ist. Ferner kommunizieren die Sendeein­ richtung 17 und die Empfangseinrichtung 14 mit dem potenziellen Nutzer des Parkplatzes, der vor dem Parkplatz mit seinem Fahrzeug 30 vorfährt.
Der Nutzer aktiviert entweder über einen gesonderten Sender 32, welcher von dem Betreiber der Parkanlage an den Nutzer ausgegeben wurde, oder aber über sein eigenes Mobiltelefon 31 die Vorrichtung 10 zur Parkzeitüberwachung. Die Identifikation des Nutzers ist ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfin­ dung und wird bei Verwendung des Senders 32, insbesondere eines Infrarotsen­ ders, über einen entsprechenden, mit dem oder zusätzlich zum Aktivierungssig­ nal A direkt und insbesondere kurzreichweitig an die Infrarotempfangseinrich­ tung 16 abzugebenden Code, PIN oder dergleichen durchgeführt. Dieses Identifi­ zierurigssignal wird entweder vom Sender 32 automatisch ausgestrahlt oder über Kommunikation mit der Vorrichtung 10 vom Nutzer explizit erfragt, wobei dann eine erneute Eingabe und Datenübermittlung nötig ist.
Bei der Verwendung eines Mobiltelefons 31 erfolgt die Identifikation unter Um­ ständen indirekt. Zunächst wird dabei über das Mobiltelefon 31 und den Tele­ fonprovider 21 für das Mobilfunknetz in Kommunikation mit der Providereinheit 22 für das Telefonnetz der Telefoneinrichtung 19 der Vorrichtung 10 diese durch Anwahl der entsprechenden Telefonnummer der Vorrichtung 10 angerufen und somit aktiviert. Dann wird entweder auf Rückfrage der Vorrichtung 10 in entge­ gengesetzter Richtung durch den Nutzer entweder ein entsprechender Code in sein Mobiltelefon 31 eingegeben, oder die Identifikation findet durch den Daten­ austausch mit dem Telefonprovider 21 des potenziellen Parkplatznutzers statt. Nach erfolgter Identifikation wird der Parkplatz freigegeben und die Zeiterfas­ sungseinrichtung 12 beginnt mit dem Bestimmen der Parkzeitspanne.
Beim Abschluß des Parkvorgangs muß die Vorrichtung 10 entweder über den Sender 32 oder aber über das Mobiltelefon 31 explizit deaktiviert werden. Ferner registriert ein Belegungssensor 13 das Verlassen des Parkplatzes durch das Fahrzeug 30, worauf dann das Ende der Parkzeitspanne festgesetzt wird und die bargeldlose Abrechnung mit der Betreibereinheit 20 und insbesondere mit dem Telefonprovider 21 erfolgt.
Die grundlegenden Aspekte der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Park­ zeitüberwachung bestehen darin, daß die Vorrichtung per Fernbedienung und/ oder per Mobiltelefon oder dergleichen vom Kraftfahrzeug aus aktiviert und/oder deaktiviert werden kann, ohne daß der Nutzer des Parkplatzes sein Fahrzeug verlassen muß. Auf Aktivierung hin kann dann die erfindungsgemäße Vorrich­ tung bestimmte Parkdaten, z. B. ihren Standort, ihre Codenummer, ihre Höchst­ parkzeit oder dergleichen und ferner bestimmte Identifikationsdaten des Nutzers an den Betreiber der Parkanlage und/oder an den entsprechenden Telefonprovi­ der sowie auch an das Mobiltelefon des Parkplatznutzers, z. B. als SMS-Nach­ richt übermitteln. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung wird beim Beenden des Parkvorgangs deaktiviert, und zwar entweder persönlich durch Betätigen des Mobiltelefons oder des entsprechenden Senders oder aber automatisch, z. B. durch Starten des Motors, durch Öffnen der Fahrertür, durch Wegfahren oder dergleichen. Die tatsächlich verbrauchte Parkzeit oder die ge­ samte Parkzeitspanne wird dann an den Betreiber und/oder den Telefonprovider übermittelt und abgerechnet.
Ein entsprechender Sender, insbesondere zur Identifikation, kann auch inhärent im KFZ selbst vorgesehen sein, z. B. in Form eines Transponders, welcher die Fahrgestellnummer und weitere Daten des Fahrzeugbesitzers enthält und über­ mittelt.

Claims (14)

1. Vorrichtung zur Parkzeitüberwachung, welche mindestens einen ersten Betriebsmodus oder Freimodus und einen zweiten Betriebsmodus oder Parkmo­ dus besitzt, mit:
  • - einer Zeiterfassungseinrichtung (12), welche zum Erfassen einer während des Parkmodus verstrichenen Parkzeitspanne ausgebildet ist, und
  • - einer Empfangseinrichtung. (14), welche zum Empfang zumindest eines Aktidierungssignals (A) ausgebildet ist,
  • - wobei die Vorrichtung (10) bei Empfang eines Aktivierungssignals (A) aus dem Freimodus in den Parkmodus versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Empfangseinrichtung (14) zum drahtlosen Empfang externer Si­ gnale ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangseinrichtung (14) eine Funkeinrichtung (15), eine Infrarotemp­ fangseinrichtung (16) und/oder dergleichen aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sendeeinrichtung (17) vorgesehen ist, welche zum Erzeugen und/oder drahtlosen Aussenden von Sendedaten ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangseinrichtung (14) und/oder die Sendeeinrichtung (17) eine, ins­ besondere gemeinsame, Telefoneinrichtung (19) aufweisen oder als Teil davon ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, durch welche der aktuelle Betriebs­ modus der Vorrichtung (10), die verstrichene Parkzeitspanne, die Parkkosten und/oder dergleichen anzeigbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sensoreinrichtung (13) vorgesehen ist, durch welche der Belegungszu­ stand eines zu überwachenden Parkplatzes registrierbar ist und durch welche ein entsprechendes Belegungssignal generierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorliegen eines Deaktivierungssignals (D), insbesondere von der Emp­ fangseinrichtung (14) und/oder von der Sensoreinrichtung (13), die Vorrichtung (10) vom Parkmodus in den Freimodus versetzbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Vorrichtung (10) mittels der Sende- und/oder Empfangseinrichtung (17, 14) zur Durchführung eines Identifikationsvorganges eines potentiellen Parkplatznutzers ausgebildet ist und
  • - daß die Vorrichtung (10) nur bei einer erfolgreichen Identifikation in den Park­ modus (P) versetzbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Überschreiten einer vorgegebenen maximalen Parkzeitspanne die Vor­ richtung (10) in einen dritten Betriebsmodus oder Sondertarifmodus versetzbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) mittels der Sende- und/oder Empfangseinrichtung (17, 14) zur Übermittlung von Parkdaten, insbesondere zur Abrechnung nach einem abgeschlossenem Parkvorgang, an eine externe Betreibereinheit (20), einen Tele­ fonprovider (20, 21) oder dergleichen ausgebildet ist.
11. Verfahren zur Parkzeitüberwachung, insbesondere mittels einer Vorrich­ tung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit den aufeinanderfolgenden Schrit­ ten:
  • - Empfangen eines Aktivierungssignals (A)
  • - Freigabe eines Parkplatzes und Beginn der Parkzeitspannenmessung, Empfang eines Deaktivierungssignals (D)
  • - Beenden der Parkzeitspannenmessung und Bestimmung der gesamten Parkzeitspanne und
  • - Abrechnen nach einem Parkzeittarif,
dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangen des Aktivierungssignals (A) und/oder des Deaktivierungs­ signals (D) drahtlos und von extern erfolgt, insbesondere über ein Infrarotsignal und/oder ein Funksignal.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangen über einen Mobiltelefonkanal erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aktivierung vor der Freigabe des Parkplatzes eine Identifikation des po­ tentiellen Parkplatznutzers durchgeführt wird, insbesondere über einen Mobilte­ leforikanal, einen Infrarotkanal oder dergleichen, wobei insbesondere eine Frei­ gabe des Parkplatzes nur bei erfolgreicher Identfikation erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Abrechnen nach dem Parkzeittarif durch Übermitteln von Parkzeitdaten und von Identifikationsdaten über den Mobiltelefonkanal zu einer Betreiberein­ heit (20) zu einem Telefonprovider (21, 22) oder dergleichen erfolgt.
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