DE10036620C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Chromieren einer inneren Oberfläche eines Bauteils - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Chromieren einer inneren Oberfläche eines BauteilsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Chromieren einer inne
ren Oberfläche, insbesondere eines Hohlraums, eines metallischen Bauteils.
Metallische Bauteile, wie Turbinenschaufeln von stationären Gasturbinen oder Flug
triebwerken, können zur Einsparung von Gewicht oder zur Kühlung hohl ausgebildet
sein und weisen einen Hohlraum mit innerer Oberfläche auf. Bei Turbinenschaufeln
muß die innere Oberfläche wegen der Gefahr der Korrosion oder Sulfidation durch
Schwefel chromiert werden.
Es ist ein sog. Pulverpackverfahren zum Chromieren der inneren Oberfläche des
Hohlraums von Turbinenschaufeln bekannt, bei dem eine Pulvermischung aus Al2O3,
Chrom und einem Aktivator, wie NH4Cl, in den Hohlraum gefüllt wird. Beim Erwärmen
der Pulvermischung unter Zufuhr von Wasserstoff scheidet sich Chrom unter Bildung
einer chromhaltigen Diffusionsschicht ab. Als Nachteil erweist sich bei diesem Ver
fahren das Einbringen und Entfernen der Pulvermischung aus dem Hohlraum. Beim
Einbringen ist die für die Bildung einer geschlossenen Diffusionsschicht erforderli
che, vollständige Bedeckung der inneren Oberfläche des Hohlraums insbesondere
bei komplizierten Geometrien oder scharfen Kanten problematisch. Nach dem Ver
fahren läßt sich die sog. Pulverpackung nur schwer rückstandsfrei aus den Hohlräu
men entfernen. Häufig setzen sich Pulverreste an der inneren Oberfläche des Hohl
raums fest.
Ein Pulverpackverfahren wird in der US 3,667,985 offenbart, wobei die zu beschich
tenden Bauteiloberflächen mit einem Spenderpulver aus Titan und Aluminium, dem
ein inertes Füllmaterial sowie ein Halogensalz-Aktivator zugemischt wird, in Kontakt
gebracht und erhitzt werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren der eingangs
beschriebenen Gattung zu schaffen, bei dem die zu beschichtende innere Oberfläche
nicht mit einem das Beschichtungsgas bildenden Pulver in Kontakt gebracht werden
muß. Des weiteren soll eine Vorrichtung zum Chromieren einer inneren Oberfläche
eines Bauteils geschaffen werden.
Im Hinblick auf das Verfahren ist die Lösung erfindungsgemäß gekennzeichnet,
durch die Schritte:
Bereitstellen eines Gemisches aus Chrom-Granulat und einem Aktivator,
Erwärmen des Gemisches auf eine Temperatur, dass sich ein im wesentlichen gas förmiges CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet,
Ableiten des Beschichtungsgases und
Beaufschlagen der inneren Oberfläche des Bauteils mit dem Beschichtungsgas unter Bildung einer chromhaltigen Diffusionsschicht.
Bereitstellen eines Gemisches aus Chrom-Granulat und einem Aktivator,
Erwärmen des Gemisches auf eine Temperatur, dass sich ein im wesentlichen gas förmiges CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet,
Ableiten des Beschichtungsgases und
Beaufschlagen der inneren Oberfläche des Bauteils mit dem Beschichtungsgas unter Bildung einer chromhaltigen Diffusionsschicht.
Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass die Beschichtung der inneren Oberflä
che des Hohlraums in der Gasphase erfolgt und so sowohl zu Beginn des Verfahrens
das Einbringen einer Pulvermischung in den Hohlraum als auch nach Durchführung
der Beschichtung das Entfernen der Pulverpackung entfällt. Zudem können sich kei
ne Rückstände von Pulverresten an der beschichteten Oberfläche des Hohlraums
festsetzen. Das im wesentlichen aus Granulat, z. B. mit einer Partikelgröße von 5-20 mm,
bestehende Gemisch läßt sich schneller und wirtschaftlicher verarbeiten als ein
Pulvergemisch aus einem Spenderpulver und einem Füllpulver zur Verhinderung des
Sinterns. Das Granulat führt zu keinem Verstopfen, welches das Ableiten des Be
schichtungsgases behindern könnte. Zudem wird das Granulat sukzessive abgebaut
und muß nicht nach jedem Beschichtungsverfahren, wie ein Pulver, ausgetauscht
werden.
Das Gemisch kann mit etwa 99 Gew.-% Chrom-Granulat und etwa 1 Gew.-% Aktivator
bereitgestellt werden, wobei als Aktivator z. B. pulvriges NH4Cl bereitgestellt werden
kann.
Zur Bildung des Beschichtungsgases kann das Gemisch auf eine Temperatur von
etwa 1200°C erwärmt werden.
Das Ableiten des Beschichtungsgases aus dem Behälter und das Beaufschlagen der
zu beschichtenden inneren Oberfläche des Bauteils kann automatisch unter Schwer
kraftwirkung erfolgen, weil das im wesentlichen CrCl umfassende Beschichtungsgas
eine höhere Dichte bzw. Wichte als die Gase der Umgebung, wie das inerte Gas,
aufweist. Durch das Erwärmen wird somit kontinuierlich Beschichtungsgas erzeugt,
ohne dass weitere Maßnahmen zur Erzeugung oder Beeinflussung der Strömung er
forderlich sind.
Das Verfahren kann in einer inerten Umgebung durchgeführt werden, wobei dazu
z. B. Ar zur Spülung eingesetzt wird.
Als Bauteil kann eine hohle Turbinenschaufel bereitgestellt werden, deren Hohlraum
zur Einsparung von Gewicht oder zur Kühlung dient und dessen Oberfläche gegen
Korrosion und/oder Sulfidation geschützt werden muss. Letzteres tritt insbesondere
bei hohlen, ungekühlten Gasturbinenbauteilen auf.
Um einen sicheren Schutz gegen Korrosion und Sulfidation zu gewährleisten, wird
die Diffusionsschicht mit einer Schichtdicke im Bereich von 25 µm und einem
Chromgehalt im Bereich von 17% bis 20% gebildet.
Die Lösung ist des weiteren erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine Vorrich
tung mit einem Behälter zur Aufnahme eines Gemisches aus Chrom-Granulat und
einem Aktivator, wie pulvriges NH4Cl, in dessen Boden wenigstens ein Auslaß für ein
Beschichtungsgas vorgesehen ist; und einer Einrichtung zum Halten des Bauteils so,
dass der Auslaß des Behälters im Bereich der inneren Oberfläche des Bauteils positi
oniert ist, wobei die Vorrichtung in einer beheizbaren Retorte zum Erwärmen des im
Behälter befindlichen Gemisches auf eine Temperatur, dass sich ein im wesentlichen
CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet, anordbar ist.
Um ein vorteilhaftes Ableiten des Beschichtungsgases zu gewährleisten, kann der
Boden des Behälters zum Auslass in schräg abfallend verlaufen oder z. B. auch trich
terförmig ausgebildet sein.
Des weiteren kann die Form des Auslasses an die Form eines die innere Oberfläche
aufweisenden Hohlraums des Bauteils angepasst sein, um ein vollständiges und ver
lustfreies Beaufschlagen der inneren Oberfläche mit dem Beschichtungsgas zu ge
währleisten.
Zur Schaffung einer inerten Umgebung kann die Retorte eine Gaszufuhr- und eine
Gasabfuhreinrichtung für ein inertes Gas, wie z. B. Ar, aufweisen, das zur Spülung der
Vorrichtung zu- und wieder abgeleitet wird.
Insbesondere für längere Beschichtungszeiten, bei denen der anfänglich im Gemisch
vorhandene pulvrige Aktivator, wie NH4Cl, nicht ausreicht, kann der Behälter eine
Zufuhrleitung für einen pulvrigen oder insbesondere auch gasförmigen Aktivator auf
weisen, durch die z. B. eine Mischung aus HCl und Ar geleitet werden kann, wodurch
sich weiteres im wesentlichen CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet.
Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit können eine Vielzahl von Vorrichtungen in
der Retorte anordbar sein, um das gleichzeitige Beschichten mehrerer Bauteile zu
ermöglichen. Zu diesem Zweck kann die Vorrichtung auch mehrere Auslässe am Bo
den aufweisen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug
nahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Vorrichtung, mit der sich ein
Hohlraum eines Bauteils gasphasenchromieren lässt, und
Fig. 2 schematisch eine Seitenansicht eines alternativen Ausführungsbei
spiels des Behälters der Vorrichtung aus Fig. 1.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung, mit der eine innere Oberfläche 3 eines
Hohlraums 2 eines metallischen Bauteils 1 chromiert werden kann. Das metallische
Bauteil 1 ist als Turbinenschaufel ausgebildet, die einen Hohlraum 2 mit einer inne
ren Oberfläche 3 aufweist. Das das spätere Beschichtungsgas bildende Gemisch 4
aus Chrom-Granulat und NH4Cl als pulverförmigem Aktivator ist in einem Behälter 5
der Vorrichtung eingebracht und füllt dort etwa die Hälfte des Volumens des Behäl
ters 5, das z. B. etwa 8-10 l beträgt, aus, wie an der das Gemisch 4 darstellenden,
punktierten Linie zu erkennen ist. An einem Boden 6 des Behälters 5 ist ein Auslass
7 vorgesehen, durch welchen während des Gasphasenchromierens ein mit Pfeilen 8
angedeutetes Beschichtungsgas aus dem Behälter 5 abgeleitet wird.
Das Gemisch 4 besteht zu etwa 99 Gew.-% aus Chrom-Granulat mit einer Partikel
größe zwischen 5-20 mm und zu etwa einem Gew.-% aus dem pulvrigen Aktivator.
Die Vorrichtung wird in eine Retorte 14 eingesetzt und zur Schaffung einer inerten
Umgebung mit 1000 l/h Ar gespült. Zwischen den Partikeln des Granulats sind Hohl
räume vorhanden.
Die Turbinenschaufel 1 wird in einer (nicht dargestellten) Halteeinrichtung so positi
oniert, dass der Auslaß 7 des Behälters 5 im Bereich einer Öffnung 9 des Hohlraums
2 der Turbinenschaufel 1 angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Form des
Auslasses 7 der Öffnung 9 zum Hohlraum 2 so angepasst, dass der Auslaß 7 in den
Hohlraum 2 hineinragt und so ein optimales Durchströmen des Beschichtungsgases
8 durch den Hohlraum 2 bzw. Beaufschlagen der inneren Oberfläche 3 der Turbinen
schaufel 1 mit dem Beschichtungsgas gewährleistet ist. Die Retorte 14 weist eine
(nicht dargestellte) Heizung auf, mit der das Gemisch 4 im Behälter 5 auf eine Tem
peratur erwärmt wird, dass sich das im wesentlichen CrCl umfassende Beschich
tungsgas 8 bildet.
Fig. 1 zeigt ferner eine Gaszufuhreinrichtung 10, mit der, wie anhand der Pfeile zu
erkennen ist, ein Inertgas, wie Ar, zugeführt wird, mit dem die gesamte Vorrichtung
zur Schaffung einer inerten Umgebung in der Retorte 14 gespült wird. Das Inertgas
wird über eine Einrichtung 11, wie mit einem Pfeil angedeutet, kontinuierlich abge
führt.
Bei dem Verfahren zum Gasphasenchromieren wird das im Behälter 5 vorgesehene
Gemisch 4 aus Chrom-Granulat und NH4Cl als Aktivator mit einer Heizung auf eine
Temperatur von etwa 1200°C erwärmt, so dass sich im wesentlichen gasförmiges
CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet. Das Beschichtungsgas 8 hat eine größe
re Dichte bzw. Wichte als das umgebende Ar oder H2 und durchströmt aufgrund der
Schwerkraftwirkung automatisch und kontinuierlich den Auslaß 7 am Boden 6 des
Behälters 5, wird so zum Hohlraum 2 der Turbinenschaufel 1 geleitet und beauf
schlagt dort dessen Oberfläche 2 unter Bildung einer chromhaltigen Diffusions
schicht, die in Fig. 1 mit einer punktierten Linie angedeutet ist.
Das beschriebene Verfahren läuft aufgrund des sich kontinuierlich bildenden und
infolge der Schwerkraft durch den Auslaß 7 abwärts strömenden Beschichtungsgas 8
automatisch ab. Die Beschichtungstemperatur wird über einen in Abhängigkeit von
der gewünschten Schichtdicke zu variierenden Zeitraum gehalten. In der vorliegen
den Ausgestaltung des Verfahrens wird die Beschichtungstemperatur 10 h gehalten.
Dabei wird eine chromhaltige Diffusionsschicht 12 mit einer Schichtdicke von 25 µm
und einem Chromgehalt von 17% ausgebildet.
Am Böden 6 des Behälters 5 kann sich flüssiges CrCl absetzen, das mit einer dicken,
mit 13 bezeichneten Linie dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt schematisch ein alternatives Ausführungsbeispiel der Vorrichtung, bei
der lediglich ein modifizierter Behälter 5' dargestellt ist. Auch hier ist in dem Behälter
5' ein Gemisch 4 aus einem Chrom-Granulat und einem Aktivator, wie z. B. NH4Cl,
eingebracht, wobei das Gemisch 4 z. B. aus etwa 99 Gew.-% Chrom-Granulat und
etwa 1-Gew.-% NH4Cl besteht.
Die Modifikation des Behälters 5' besteht im trichterförmig ausgebildeten Boden 6',
der zum in der Mitte des Trichters vorgesehenen Auslaß 7 abfällt. In gleicher Weise
wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel durchströmt das mit dem
Pfeil 8 angedeutete Beschichtungsgas nach Erwärmen des Gemisches 4 auf die Be
schichtungstemperatur von etwa 1100°C den Auslaß 7 und wird so zur Beaufschla
gung der inneren Oberfläche des metallischen Bauteils in dessen Hohlraum geleitet.
Aufgrund der trichterförmigen Ausbildung des Bodens 6' kann das gasförmige CrCl
sowie das sich gggf. bildende flüssige CrCl durch den Auslaß 7 besser abgeleitet
werden oder abströmen bzw. abfließen, ebenfalls in den Hohlraum und an dessen
innere Oberfläche gelangen und die Bildung der chromhaltigen Diffusionsschicht
unterstützen.
Zur gleichzeitigen Beschichtung mehrerer Bauteile 1 können die in Fig. 1 und Fig. 2
gezeigten Behälter 5 jeweils mehrere Auslässe 7 am Boden 6 aufweisen. Ebenso
können zu diesem Zweck mehrere Vorrichtungen in einer Retorte 14 eingebaut sein.
Claims (16)
1. Verfahren zum Chromieren einer inneren Oberfläche eines Bauteils, gekenn
zeichnet durch die Schritte:
Bereitstellen eines Gemisches (4) aus Chrom-Granulat und einem Aktivator in einem Behälter,
Erwärmen des Gemisches (4) auf eine Temperatur, dass sich ein im wesentli chen gasförmiges CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet,
Ableiten des Beschichtungsgases aus dem Behälter unter Schwerkraftwir kung und
Beaufschlagen der inneren Oberfläche (3) des Bauteils (1) mit dem Beschich tungsgas unter Bildung einer chromhaltigen Diffusionsschicht.
Bereitstellen eines Gemisches (4) aus Chrom-Granulat und einem Aktivator in einem Behälter,
Erwärmen des Gemisches (4) auf eine Temperatur, dass sich ein im wesentli chen gasförmiges CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet,
Ableiten des Beschichtungsgases aus dem Behälter unter Schwerkraftwir kung und
Beaufschlagen der inneren Oberfläche (3) des Bauteils (1) mit dem Beschich tungsgas unter Bildung einer chromhaltigen Diffusionsschicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch (4)
mit etwa 99 Gew.-% Chrom-Granulat und etwa 1 Gew.-% Aktivator bereitge
stellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Aktiva
tor NH4Cl oder HCL bereitgestellt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gemisch (4) auf eine Temperatur von etwa 1200
°C erwärmt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Ableiten des Beschichtungsgases und Beaufschla
gung der inneren Oberfläche (3) des Bauteils (1) automatisch unter Schwer
kraftwirkung erfolgt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, gekenn
zeichnet durch eine Durchführung in einer inerten Umgebung.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass als Bauteil (1) eine hohle Turbinenschaufel bereitge
stellt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Diffusionsschicht mit einer Schichtdicke im Bereich von
25 µm gebildet wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Diffusionsschicht mit einem Chromgehalt im Bereich von
17% bis 20% gebildet wird.
10. Vorrichtung zum Chromieren einer inneren Oberfläche eines Bauteils, mit einem
Behälter (5) zur Aufnahme eines Gemisches (4) aus Chrom-Granulat und einem
Aktivator, an dessen Boden (6) wenigstens ein Auslaß (7) für ein Beschichtungs
gas (8) vorgesehen ist; und einer Einrichtung zum Halten des Bauteils (1) so, dass
der Auslaß des Behälters (5) im Bereich der inneren Oberfläche (3) des Bauteils
(1) positioniert ist, wobei die Vorrichtung in einer beheizbaren Retorte (14) zum
Erwärmen des im Behälter (5) befindlichen Gemisches (4) auf eine Temperatur,
dass sich ein im wesentlichen CrCl umfassendes Beschichtungsgas bildet, a
nordbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) zum
Auslaß (7) hin schräg abfallend verläuft.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden
(6) trichterförmig ausgebildet ist und zum Auslaß (7) hin abfällt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Form des Auslasses (7) an die Form eines die innere
Oberfläche (3) aufweisenden Hohlraums (2) des Bauteils (1) angepasst ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Vorrichtung in einer Retorte (14) mit einer Gaszufuhr- und
eine Gasabfuhreinrichtung (10 bzw. 11) zur Schaffung einer inerten Umgebung
anordbar ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14, gekennzeich
net durch eine Zufuhrleitung (10) in den Behälter (5) für einen pulverförmigen o
der gasförmigen Aktivator.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, dass eine Vielzahl von Vorrichtungen in der Retorte (14) anordbar
sind.
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