DE10036637B4 - Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen mit einem Prozessorbaustein - Google Patents

Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen mit einem Prozessorbaustein Download PDF

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Abstract

Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen (105–107), insbesondere bei einer Motorsteuerung in einem Kraftfahrzeug, mit einem Prozessorbaustein (100), welcher eine vorgegebene erste Anzahl an Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Coprozessor (102) mit Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) und Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) enthalten ist und bei einer zweiten Anzahl der Peripherieelemente (105–107), die größer ist als die erste Anzahl der Auswahlschnittstellen (CS1–CS4), eine vorgebbare dritte Anzahl der Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) mit der gleichen dritten Anzahl von Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) des Coprozessor (102)s verbunden sind und eine vorgebbare vierte Anzahl von Peripherieelementen (105-107) über die entsprechende vierte Anzahl der Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) des Coprozessor (102)s derart angesteuert wird, dass der Coprozessor (102) abhängig von einer Zuordnung der Signale an der dritten Anzahl seiner Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) zu den Signalen an seiner vierten Anzahl von Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) die Peripherieelemente (105–107) ansteuert.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen, insbesondere bei einer Motorsteuerung in einem Fahrzeug, mit einem Prozessorbaustein, welcher eine vorgegebene Anzahl an Auswahlschnittstellen aufweist gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
  • Der Artikel „EPROM Decoder for device selection" von K. J. Whiteley aus der Fachzeitschrift „Electronic Engineering", volume 58, No. 714, Seite 36 von Juni 1986 beschreibt Mikroprozessorsysteme, welche häufig wenigstens ein Bauteil einsetzen bzw. ansteuern, welche eine Bausteinauswahllogik benötigen, um dieses Bauteil anzusprechen. Üblicherweise werden dabei eine Anzahl TTL-Bausteine hart verdrahtet, um die Auswahlfunktion darzustellen. In dem genannten Artikel wird die Selektion bzw. Ansteuerung einzelner Peripheriebausteine durch ein EPROM realisiert. Ist die Anzahl der Auswahlausgänge des EPROMs gegenüber der Anzahl der anzusteuernden Peripheriebausteine zu gering, wird mit Hilfe eines Decodierbausteins, hier ein 4:16-Decoder, welcher zwischengeschaltet ist, eine Aufweitung der Auswahlmöglichkeiten erzielt, indem die Signale einer Anzahl Auswahlausgänge zur Adresskodierung eingesetzt werden und der Dekoder diese Kodierung zur Bausteinauswahl auflöst. Durch Einsatz des Decoders können somit mehr als die durch die Anzahl der Auswahlausgänge bei direkter Verdrahtung maximal mögliche Anzahl von Peripheriebausteinen über das EPROM ausgewählt bzw. angesteuert werden. Die Erhöhung der Anzahl der Selektierleitungen kann also durch Decoderbausteine bzw. Decodierschaltungen erreicht werden. Dabei werden die Eingänge des Decoderbausteins mit den Auswahlschnittstellen des Prozessorbausteins verbunden; die Ausgänge des Decoders entsprechend mit den Peripheriebausteinen. Da entsprechend einer Wahrheitstabelle eine Bit-Kombination bzw. Kodierung für den Decoder auch den Zustand „kein am Decoder angeschlossener Peripheriebaustein ist angesprochen" abdecken muss (typisch: alle Eingänge sind high bei select low Betrieb) kann ein Ausgang des Decoders nicht als Selektierleitung genutzt werden. Damit ist nachteiligerweise die Maximalanzahl der Teilnehmer um eins verringert.
  • Der Aufbau einer solchen Adressendecodierung mit TTL-Bausteinen ist ebenfalls in dem Fachbuch „PC-gesteuerte Messtechnik" von Klaus Dembowsky von 1993 dargestellt, welches im Markt&Technik Buch- und Softwareverlag GmbH & Co. unter der ISBN-Nummer 3-87791-516-7 erschienen ist. Auf den Seiten 58 bis 65 wird dabei der Aufbau von Decodierschaltungen, für welche logische Bausteine eingesetzt werden, dargestellt.
  • Darin ist dargestellt, dass aus Kostengesichtspunkten die Decodierung aus einzelnen TTL-Bausteinen für einen festen Adressbereich, also eine feste Anzahl von Peripheriebausteinen aufgebaut sein sollte, wobei hier bei notwendigen Änderungen der Adressen bzw. der Anzahl der Peripherieelemente keine Flexibilität vorhanden ist. Soll diesbezüglich Flexibilität erzielt werden, können entweder TTL-Bausteine in Verbindung mit Vergleicherbausteinen verwendet werden oder PAL (Programmable Array Logic) – Bausteine, was aber dann die Kosten erhöht.
  • Dazu zeigt die EP 0733976 A1 eine Chipauswahl-Vorrichtung, welche ein enable-Signal in Abhängigkeit von Adress-Signalen von einem Adressbus verbindbar ist. Durch einen der Array Logik-Anordnung nachgeschalteten Decoderbaustein kann dann die Anzahl der Chip-Auswahlleitungen erhöht werden.
  • Des Weiteren zeigt die DE 196 11 942 A1 einen Halbleiterschaltkreis für ein elektronisches Steuergerät mit einer Auswahllogik für verschiedene Baugruppen.
  • Die US 4670748 zeigt einen programmierbaren chip select decoder, welcher höher integriert ist, als der Chip selbst, wodurch höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten erzielt werden können.
  • Weiterhin zeigt die EP 0757316 A1 eine Auswahleinheit für externe Anordnungen bei einem Prozessor. Dabei ist ein Register vorgesehen, durch welches eine höhere Flexibilität beim Anspruch der externen Anordnungen erlaubt.
  • Der Artikel „Method for Address Decode for I/0 Devices" (IBM Technical Disclosure Bulletin Januar 1989, Seiten 202–203) schließlich zeigt einen Mechanismus zur Adressendecodierung für Adapterkarten über I/0-Anordnungen, bei dem eine programable Array Logik (PAL) eingesetzt wird sowie verschiedene Logik-Decoder.
  • Aus dem gezeigten Stand der Technik zeigt sich, dass eine Erhöhung der Flexibilität in der Regel auch mit einer Erhöhung der Kosten verbunden ist.
  • Um die dargestellte Situation im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und Kostensenkung zu optimieren, soll auf kostenintensive fest verdrahtete Logikbausteine verzichtet werden.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Dazu ist eine Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen gezeigt, insbesondere bei einer Motorsteuerung in einem Kraftfahrzeug mit einem Prozessorbaustein, welcher eine vorgegebene Anzahl an Auswahlschnittstellen aufweist, wodurch die jeweils anzusteuernden Peripherieelemente bzw. Peripheriebausteine auswählbar sind, wobei durch die vorgegebene Anzahl an Auswahlschnittstellen eine maximale Anzahl an Peripherieelementen auswählbar ist. Vorteilhafterweise ist dabei ein Coprozessor in der Vorrichtung enthalten und bei einem Vorhandensein bzw. einer Erhöhung der Anzahl der Peripherieelemente über die durch die Anzahl der Auswahlausgänge bzw. Auswahlschnittstellen vorgegebene maximale Anzahl der Peripherieelemente hinaus, wird die Auswahl bzw. Ansteuerung der Peripherieelemente durch den Prozessor des Prozessorbausteins und den Coprozessor vorgenommen.
  • Dabei wird vorteilhafter Weise der Prozessorbaustein mit Auswahlschnittstellen über die Eingangsschnittstellen des Coprozessors angekoppelt, wobei über die Ausgangsschnittstellen des Coprozessors Peripherieelemente angesteuert bzw. ausgewählt werden.
  • Dabei ist von Vorteil, dass durch die Verwendung eines Coprozessors anstelle fest verdrahteter Logik insbesondere in Form von TTL-Bausteinen ein Kosteneinsparpotential realisiert werden kann. Dies fällt um so höher aus, wenn der Coprozessor zweckmäßiger Weise im Prozessorbaustein selbst integriert ist und bereits zur Unterstützung der Prozessorleistung zur Verfügung steht. Dabei fungieren die entsprechenden Ausgangsschnittstellen des Coprozessors dann ebenfalls als Auswahlschnittstellen, wodurch vorteilhafter Weise eine größere Anzahl von Peripherieelementen angesprochen bzw. ausgewählt werden kann.
  • Weiterhin von Vorteil ist, dass durch die Realisierung einer einfachen Zuordnung der Coprozessor Ein- und Ausgänge durch den Coprozessor die Coprozessorleistung und damit die Gesamtprozessleistung kaum beeinträchtigt wird, da der Aufwand zur Bildung der Auswahlsignale aus den Coprozessoreingangssignalen sehr gering ist.
  • Vorteilhafter Weise wird eine Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen, insbesondere bei einer Motorsteuerung in einem Kraftfahrzeug, mit einem Prozessorbaustein, welcher eine vorgegebene erste Anzahl an Auswahlschnittstellen aufweist offenbart, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Coprozessor mit Eingangsschnittstellen und Ausgangsschnittstellen enthalten ist und bei einer zweiten Anzahl der Peripherieelemente die größer ist als die erste Anzahl der Auswahlschnittstellen, eine vorgebbare dritte Anzahl der Auswahlschnittstellen mit der gleichen dritten Anzahl von Eingangsschnittstellen des Coprozessors verbunden sind und eine vorgebbare vierte Anzahl von Peripherieelementen über die entsprechende vierte Anzahl der Ausgangsschnittstellen des Coprozessors angesteuert wird.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den Ansprüchen.
  • Zeichnung
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der 1 näher erläutert.
  • 1 stellt dabei einen Prozessorbaustein mit Coprozessor und damit anzusteuernden Peripherieelementen dar.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • In einem elektronischen Steuergerät entsprechend der Erfindung (z. B. ein Motorsteuergerät, ein Getriebesteuergerät oder ein Bremsensteuergerät, etc. in einem Fahrzeug) kommen Prozessorbausteine zum Einsatz, die mit seriellen Schnittstellen ausgestattet sind, um mit Peripherieelementen Daten bzw. Signale auszutauschen. Dabei ist ein Prozessorbaustein 100 mit einem Schnittstellenmodul 101 und einem Coprozessorbaustein bzw. Coprozessor 102 dargestellt. Der eigentliche Prozessor bzw. der Hauptprozessor des Prozessorbausteins ist mit 108 bezeichnet. Ebenso sind fünf Peripherieelemente 103 bis 107 gezeigt, welche durch den Prozessorbaustein ansteuerbar sind. Dabei ist mit 103 z.B. ein Stabilisierungsschaltkreis z.B. mit Watchdog dargestellt. Die weiteren Peripherieelemente sind z.B. Endstufenschaltkreise, z.B. zur Einspritzung, ein serielles EEPROM, weitere Überwachungsschaltungen, insbesondere Watchdogs, etc.
  • Das Schnittstellenmodul 101 des Prozessorbausteins 100 verfügt über eine Taktleitung SCK, jeweils eine Datenleitung für den Datenaustausch in jede Richtung MSO (Modul Signal Out) und MSI (Modul Signal In) und mehrere Leitungen bzw. Schnittstellen, um die einzelnen Peripheriebausteine anzusprechen bzw. auszuwählen (selektieren). Diese Auswahlschnittstellen bzw. Chipselektleitungen CS1 bis CS4 können im Normalfall bei direktem Anschluss der Peripherieelemente eine maximale Anzahl, hier vier, von Peripheriebausteinen auswählen bzw. ansprechen.
  • Dabei sind die Anschlüsse für die Taktleitung SCK des Prozessorbausteins 100 bzw. des Schnittstellenmoduls 101 und die Anschlüsse für die Taktleitung SCK sämtlicher Peripheriebausteine 103 bis 107 miteinander verbunden. Gleiches gilt für die Datenleitungen bezüglich MSO und MSI. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Datenleitungen bzw. die Anschlüsse der Datenleitungen in den Peripheriebausteinen 103 bis 107 aus Sicht des Prozessorbausteins 100 ebenfalls mit SO (Signal Out) und SI (Signal In) bezeichnet. Im Normalfall, also ohne Einsatz eines Decodierbausteins oder des Coprozessors führen die Auswahlsignale der Auswahlschnittstellen CS1 bis CS4 vom Prozessorbaustein bzw. dem darin enthaltenen Schnittstellenmodul 101 zu jeweils einem Peripherieelement 103 bis 106. Die MSO und MSI Leitung kann dabei z.B. als Bus, insbesondere als SPI (Serial Peripheral Interface) Bus, realisiert sein. SPI Funktionalitäten bezüglich der Peripherieelemente sind dann z.B. Initialisierung, Watchdogkommunikation, Endstufendiagnose, Einlesen von Eingängen, Identifier, Schreiben und Lesen von Daten, etc.
  • Ein Peripherieelement ist beispielsweise dann ausgewählt bzw. angesprochen (selektiert), wenn auf der Auswahlleitung ein Low-Signal anliegt. Um Störungen zu vermeiden, ist dabei denkbar, das nur an höchstens einer Selektierleitung bzw. Auswahlschnittstelle gleichzeitig ein Low-Signal anliegen darf, um eine störungsfreie Kommunikation zu ermöglichen. Ebenso ist die umgekehrte Logik mit einer Selektierung durch ein High-Signal denkbar.
  • Zweckmäßiger Weise arbeitet das Schnittstellenmodul des Prozessorbausteins 100 unabhängig vom Hauptprozessor, wodurch die Rechenleistung des Hauptprozessors auch bei hoher Buslast kaum eingeschränkt wird. In einem speziellen Speicherbereich kann die Befehlsabfolge, die über die serielle Schnittstelle gesendet werden soll, abgelegt werden. Das Schnittstellenmodul 101 sendet diese Befehle automatisch und legt die empfangenen Daten wiederum in einem speziellen Speicherbereich ab, worauf der Hauptprozessor zugreifen kann. Der Hauptprozessor hat lediglich auf einem bestimmten Speicherbereich Schreib- bzw. Lesezugriffe durchzuführen.
  • Vergleich mit dem Stand der Technik
  • Die Erhöhung der Anzahl der Selektierleitungen kann nun beispielsweise durch Decoderbausteine bzw. Decodierschaltungen erreicht werden. Dabei werden die Eingänge des Decoderbausteins mit den Auswahlschnittstellen CS1 bis CS4 des Prozessorbausteins verbunden; die Ausgänge des Decoders entsprechend mit den Peripheriebausteinen. Bei Einsatz eines 2:4-Decoders gemäß dem Stand der Technik würden somit beispielsweise zwei Auswahlschnittstellen CS3 und CS4 mit den Eingängen des Decoderbausteins verbunden. Die Decoder-Ausgänge könnten dann prinzipiell zur Ansteuerung von insgesamt vier Peripherieelementen eingesetzt werden.
  • Da entsprechend einer Wahrheitstabelle eine Bit-Kombination für den Decoder auch den Zustand „kein am Decoder angeschlossener Peripheriebaustein ist angesprochen" abdecken muss (typisch: alle Eingänge sind high) kann ein Ausgang des Decoders nicht als Selektierleitung genutzt werden. Damit ist die Maximalanzahl der Teilnehmer um eins verringert.
  • Weitere Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • Ein insbesondere im Prozessorbaustein vorhandener Coprozessor 102, der unabhängig vom Hauptprozessor 108 arbeitet, wird als Decoder genutzt. Um bei, wie hier dargestellt, vier vorhandenen Selektierleitungen CS1 bis CS4 des Schnittstellenmoduls 101 die mögliche Teilnehmerzahl, also die Anzahl der Peripherieelemente um eins zu erweitern, sind zwei Eingänge CI1 und CI2 und drei Ausgänge CO1 bis CO3 der Coprozessoreinheit nötig. Ist der Coprozessor prinzipiell ohnehin mit mehr Ein- und Ausgängen bestückt, kann die Anzahl bzw. das Ansprechen der Peripherieelemente sehr flexibel durch Veränderung der Verbindung der einzelnen Auswahlschnittstellen CS1 bis CS4 mit den Coprozessoreingängen CI1 bis CIn angepasst werden.
  • Der Coprozessor 102 liest nun ständig die Signale an den Eingängen ein und legt je nach Bit-Kombination an den Ausgängen maximal einen der hier drei Ausgänge CO1 bis CO3 auf „low". Dabei ist folgende Wahrheitstabelle für die Verknüpfung von Eingangs- und Ausgangssignalen (beispielhaft) denkbar: Tabelle 1
    Figure 00090001
    Figure 00100001
  • Mit dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel kann damit eine Höchstzahl von 5 Peripherieelementen durch die vier Auswahlschnittstellen CS1 bis CS4 mit Hilfe des Coprozessors 102 angesprochen werden. Erhöhung der Eingangs- und Ausgangsschnittstellenzahl des Coprozessors können dann auch mehr Peripherieelemente angesprochen werden. Werden im Coprozessor vier Eingangsschnittstellen CI und bis zu sechzehn Ausgangsschnittstellen CO verwendet, kann ein Decoder vollständig ersetzt werden. Dennoch ist damit eine hohe Flexibilität bezüglich der Anzahl der anzuschließenden Peripherieelemente möglich. Die notwendige Anzahl von Ein- und Ausgängen in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl, also der Anzahl der Peripherieelemente, insbesondere als SPI-Bus-Teilnehmer, ist in Tabelle 2 für vier Auswahlschnittstellen, also Chipselektausgängen des Prozessorbausteins dargestellt: Tabelle 2
    Figure 00100002
  • Entsprechend der Tabelle 2 ist ersichtlich, das abhängig von dem Überschuss an Peripherieelementen gegenüber der zur Verfügung stehenden Auswahlschnittstellen des Prozessorbausteins die notwendigen Eingänge bzw. Eingangsschnittstellen und Ausgänge bzw. Ausgangsschnittstellen des Coprozessors und damit die eingesetzte Pinsumme vorgebbar ist.
  • Ist der Coprozessor bereits im Prozessorbaustein 100 enthalten, liegt ein großer Vorteil der Erfindung darin, eine Möglichkeit zu haben, die Anzahl der Peripherieelemente für eine serielle Schnittstelle ohne zusätzlichen Hardwareaufwand zu erweitern. Dabei entfallen zusätzliche Kosten der Hardware für den Decoderbaustein sowie dessen Bestückung bzw. Prüfung. Ebenso entfallen Kosten für zusätzliche Leiterplattenfläche.
  • Gegenüber anderen reinen Softwarelösungen, die der Nachbildung eines Schnittstellenmoduls mit dem Coprozessor oder dem Ansteuern eines Standardausgangspins über den Hauptprozessor als weiteres Selektiersignal, kommt die vorgestellte Lösung außerdem mit deutlich geringerem Softwareaufwand und damit geringerer Prozessleistung aus.
  • Da das Schnittstellenmodul und der Coprozessor jeweils unabhängig vom Hauptprozessor sind, ist vorteilhafter Weise kein Informationsfluss zwischen diesen unabhängigen Modulen notwendig. Dies verhindert eine zusätzliche Belastung der Module.
  • Der Codebedarf für die Nachbildung des Decoders mit dem Coprozessor ist sehr gering. Der Coprozessor selbst ist dadurch kaum belastet und steht hauptsächlich für andere Aufgaben, insbesondere zur Unterstützung des Hauptprozessors zur Verfügung.
  • Anstatt der Darstellung in 1 bezüglich der MSO und MSI Schnittstelle, kann auch eine bidirektionale Verbindung, also eine Bus I/O, eine Bus Ein-Ausgabeschnittstelle mit entsprechendem Pendant auf der Peripherieelementeseite Verwendung finden.
  • Eine im Schnittstellenmodul 101 einstellbare Wartezeit zwischen der Selektion also der Ansteuerung eines Peripherieelementes und dem Start der Kommunikation, insbesondere dem Start des Taktsignals an SCK, über den Bus bzw. über MSI und MSO kann dabei so angepaßt werden, dass die Auswahl bzw. Ansteuerung der Peripherieelemente durch den Coprozessor 102 störungsfrei durchgeführt werden kann.

Claims (4)

  1. Vorrichtung zur Ansteuerung von Peripherieelementen (105107), insbesondere bei einer Motorsteuerung in einem Kraftfahrzeug, mit einem Prozessorbaustein (100), welcher eine vorgegebene erste Anzahl an Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Coprozessor (102) mit Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) und Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) enthalten ist und bei einer zweiten Anzahl der Peripherieelemente (105107), die größer ist als die erste Anzahl der Auswahlschnittstellen (CS1–CS4), eine vorgebbare dritte Anzahl der Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) mit der gleichen dritten Anzahl von Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) des Coprozessor (102)s verbunden sind und eine vorgebbare vierte Anzahl von Peripherieelementen (105-107) über die entsprechende vierte Anzahl der Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) des Coprozessor (102)s derart angesteuert wird, dass der Coprozessor (102) abhängig von einer Zuordnung der Signale an der dritten Anzahl seiner Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) zu den Signalen an seiner vierten Anzahl von Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) die Peripherieelemente (105107) ansteuert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Anzahl der Auswahlschnittstellen (CS1–CS4), die mit der dritten Anzahl der Eingangsschnittstellen (CI1, CI2) des Coprozessors (102) verbunden wird abhängig von einer Differenz der ersten Anzahl an Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) und der zweiten Anzahl der Peripherieelemente (105107) vorgegeben wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Anzahl der Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) des Coprozessors (102) über die die gleiche vierte Anzahl an Peripherieelementen (105107) angesteuert wird abhängig von einer Differenz der ersten Anzahl an Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) und der zweiten Anzahl der Peripherieelemente (105107) vorgegeben wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Coprozessor (102) im Prozessorbaustein (100) integriert ist und Ausgangsschnittstellen (CO1–CO3) des Coprozessors (102) damit als Auswahlschnittstellen (CS1–CS4) des Prozessorbaustein (100)s verwendet werden.
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