DE10037295C2 - Verfahren zur Neuanmeldung eines Mobilteils an eine Basisstation und Basisstation zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Neuanmeldung eines Mobilteils an eine Basisstation und Basisstation zur Durchführung des Verfahrens

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Abstract

Zur Erhöhung des Schutzes gegen ein Anmelden fremder Mobilteile (9) an eine DECT-Basisstation (1) ohne eine eigene Taste für das Schalten der DECT-Basisstation (1) während eines, eine vorgegebene Zeitspanne andauernden Anmeldemodus, in dem eine Anmeldung eines Mobilteils (z. B. 9) möglich ist, wird vorgeschlagen, das Schalten der DECT-Basisstation (1) in den Anmeldemodus, außer von dem neuen bzw. erneuten Anlegen einer Stromversorgung an die DECT-Basisstation (1), auch von dem Abgetrenntsein von einem Telekommunikationsnetz (2) abhängig zu machen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Neuanmeldung eines Mobilteils an eine Basisstation gemäß dem Oberbegriff des An­ spruchs 1 und eine Basisstation zur Durchführung des Verfah­ rens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Für die Neuanmeldung eines Mobilteils an eine sogenannte DECT- (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) Basis­ station, die in der Lage ist, gleichzeitig mehr als nur ein einziges zugehöriges Mobilteil zu steuern, muss die Basissta­ tion in einen Anmeldemodus versetzt werden. Während des An­ meldemodus, der aus Sicherheitsgründen nur eine begrenzte Zeitdauer eingeschaltet ist, ist die Basisstation in der Lage, Maßnahmen zur Anmeldung eines Mobilteils entgegenzuneh­ men und die Anmeldung des Mobilteils zu akzeptieren.
Heute sind Basisstationen bekannt, beispielsweise von Hage­ nuk, die dann in den Anmeldemodus schalten, wenn eine Versor­ gungsspannung für die Basisstation neu bzw. nach einer vorhe­ rigen Beseitigung der Versorgungsspannung die Versorgungs­ spannung erneut an die Basisstation angelegt wird.
Die angesprochene Hagenuk-Basisstation ist beispielsweise nä­ her beschrieben in der von Hagenuk Telecom GmbH, Westring 431, D-24118 Kiel herausgegebenen Bedienungsanleitung "Home- Handy clou GAP", Mat.-Nr. 3025.061, Ausgabe 02/97, insbeson­ dere unter Punkt 5.1.
Diese Methode ermöglicht es, Basisstationen ohne eine sepa­ rate Taste speziell für das Einschalten des Anmeldemodus zu fertigen.
Nachteilig bei einer solchen Methode zur Anmeldung von Mobil­ teilen an eine Basisstation ist, dass es grundsätzlich mög­ lich ist, ohne Zutritt zum Bereich, in dem die Basisstation aufgestellt ist, einen kurzzeitigen Ausfall der Versorgungs­ spannung der Basisstation herbeizuführen und dann während der Dauer des Anmeldemodus der Basisstation ein fremdes Mobilteil entfernt von der Basisstation an der Basisstation anzumelden.
Auf diese Weise wäre ein Telefonieren auf fremde Kosten mög­ lich. Der Ausfall der Versorgungsspannung der Basisstation könnte beispielsweise bei Mietwohnungen mit im gemeinsamen Treppenhaus angebrachten Sicherungskasten durch kurzzeitiges Betätigen entsprechender Sicherungen widerrechtlich herbeige­ führt werden.
Aus dem Dokument DE 199 46 489 A1 ist ein Verfahren zum Betreiben einer schnurlosen Telekommunikationseinrichtung bekannt, die aus einer Basisstation und wenigstens einem ein­ zigen berechtigten Mobilteil besteht. Zum Anmelden eines wei­ teren Mobilteiles an die Basisstation wird die Basisstation in einen Anmeldemodus geschaltet. Zum Vermeiden einer Anmel­ dung eines unberechtigten Mobilteiles an die Basisstation ist aus dem genannten Dokument weiter bekannt, dem berechtigten Mobilteil die Möglichkeit zu geben, die Basisstation zu ver­ anlassen, das unberechtigte Mobilteil nicht zu akzeptieren indem entweder die Anmeldebereitschaft der Basisstation vor­ zeitig beendet oder die Anmeldung des unberechtigten Mobil­ teiles annulliert wird, oder die Basisstation daran zu hin­ dern, überhaupt in den Anmeldemodus zu schalten.
Aus dem Dokument DE 42 07 776 A1 ist ein schnurloses Telefon bestehend aus mindestens einer Basisstation und mindestens einem Handteil bekannt, zu dessen Funktionieren zwischen der Basisstation und dem Handteil eine Kennung ausgetauscht wird. Zur Erzielung einer größeren Flexibilität bei solchen schnur­ losen Telefonen ist aus dem genannten Dokument bekannt, in der Basisstation eine zweite Kennung vorzuhalten, mit der ebenfalls ein Verbindungsaufbau zwischen einem Handteil und der Basisstation möglich ist. Sofern ein Benutzer diese zweite Kennung kennt, kann er ein Handteil an dieser Basis­ station an- und abmelden, ohne dass er die erste Kennung kennt.
Aus dem Dokument DE 39 09 766 C2 ist ein schnurloses Telefon bestehend aus einer Basisstation und einem Handgerät bekannt, das eine Spezialvorkehrung beim Laden des Handgeräts hat, durch die sichergestellt ist, dass auch bei einem sehr langsam ablaufenden Ladevorgang eine Codewortverarbeitung erst vorgenommen wird, wenn sichergestellt ist, dass das Handgerät anschließend ordnungsgemäß betrieben werden kann. Gemäß dieser Spezialvorkehrung wird im Grundgerät überprüft, ob ab Beginn eines Ladevorganges eine vorgegebene Zeitspanne abgelaufen ist, und wird im Handgerät überprüft, ob der Ladevorgang so weit fortgeschritten ist, dass das Handgerät wieder ordnungsgemäß arbeitet.
Aus dem Dokument WO 94/10785 A1 ist ein Verfahren zum Zusammenschluss von Sende-/Empfangseinrichtungen, die auch als Mobilstationen bezeichnet werden können, eines Schnurlos- Kommunikationssystems zu einer kommunikationsfähigen Einheit bekannt, mit dem es vermieden wird, dass die Sende- /Empfangseinrichtungen beliebig zusammenschließbar sind. Hierzu werden in einer Anmeldungsphase, in der sowohl die Basisstationen als auch die für den Zusammenschluss vorgesehenen Mobilstationen in einen Aus-Zustand gebracht sind, an den Basisstationen und den Mobilstationen zeitlich unabhängig voneinander Tasten bedient. Durch diese Tastenbedienung gelangen die betreffenden Stationen von dem Ausgangs-Zustand in einen Start-Zustand.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ausgehend von ei­ nem Verfahren bzw. einer Basisstation der eingangs genannten Art das Verfahren bzw. die Basisstation in der Weise zu ver­ bessern, dass eine unbeabsichtigte oder missbräuchliche An­ meldung eines fremden Mobilteils an eine Basisstation verhin­ dert ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das die Merk­ male des Anspruchs 1 aufweist. Diese Aufgabe wird auch durch eine Basisstation gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 2 aufweist.
Sowohl beim Verfahren als auch bei der Basisstation zur Durchführung des Verfahrens besteht der Lösungsansatz darin, den Anmeldemodus der Basisstation mit einem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz abzusichern. Dadurch ist eine Anmel­ dung nur möglich, wenn erstens die Versorgungsspannung der Basisstation neu bzw. nach einer vorherigen Beseitigung der Versorgungsspannung erneut an die Basisstation angelegt wird und gleichzeitig keine funktionsfähige Verbindung zu einem Telekommunikationsnetz besteht.
Der Begriff Telekommunikationsnetz soll ferner Netzbezeich­ nungen wie Fernmeldenetz, Postnetz und/oder Festnetz umfas­ sen.
Ist eine Basisstation einmal installiert, ist es sowohl an ein Telekommunikationsnetz als auch an eine Versorgungsspan­ nung angeschlossen. An das Telekommunikationsnetz ist die Ba­ sisstation auch dann noch angeschlossen, wenn die Versorgungsspannung beabsichtigt oder unbeabsichtigt ausfällt. Das Telekommunikationsnetz arbeitet unabhängig von der Versor­ gungsspannung der Basisstation. Es hat eine eigene Stromver­ sorgung. Eine bestehende funktionsfähige Telekommunikations­ verbindung besteht und funktioniert daher auch dann noch, wenn die Versorgungsspannung der Basisstation erneut angelegt wird. Sollte ein Anmeldung eines Mobilteils an die Basissta­ tion erwünscht sein, kann der berechtigte Nutzer der Basis­ station vor dem erneuten Zuschalten der Versorgungsspannung bewußt die Verbindung zum Telekommunikationsnetz trennen. Ein nicht Berechtigter müsste hierzu tatsächlich in den Nahbe­ reich der Basisstation eindringen, um dies bewerkstelligen zu können. Er müsste dabei also in der Regel bestehende Woh­ nungsgrenzen oder ähnliches verletzen.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Fall eintritt, dass gleichzeitig einerseits eine Wiederkehr der Stromversorgung der betreffenden Basisstation nach einer Stromunterbrechung und andererseits ein Ausfall des Telekommunikationsnetzes dieser Basisstation zu diesem Zeitpunkt passieren und außer­ dem noch zur gleichen Zeit ein Unberechtigter ein fremdes Mo­ bilteil an der betreffenden Basisstation anmelden möchte. Dies ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil ein Telekommu­ nikationsnetz an sich schon sehr sicher realisiert ist. Ein Unberechtigter hat außerdem praktisch keine Möglichkeit, von extern Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Telekommuni­ kationsnetzes zu nehmen.
Insgesamt wird durch die auch bei Stromausfall weiter beste­ hende Verbindung zu einem Telekommunikationsnetz eine externe Manipulation oder eine unbeabsichtigte Fehlanmeldung nach ei­ nem Stromausfall wirkungsvoll verhindert, ohne dass eine se­ parate Taste dafür notwendig ist, die Basisstation manuell in einen Anmeldungsmodus zu schalten. Die Sicherheit ist somit wie bei der Verwendung eines Tasters gewährleistet. Die Funk­ tion des Tasters wird durch eine geeignete Abfrage zu einem geeigneten Zeitpunkt ersetzt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung mit ei­ ner einzigen Figur näher erläutert.
Die Figur zeigt ein Haus, in dem eine DECT-Basisstation 1 in­ stalliert ist. Die DECT-Basisstation 1 ist an ein Telekommu­ nikationsnetz 2 angeschlossen, das nach außen hin durch eine Komponente 3 zusammengefasst ist. Das Telekommunikationsnetz 2 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein ISDN-Netz der Post. Der Anschluss der DECT-Basisstation 1 erfolgt über ei­ nen ISDN-Eingang 4. Die DECT-Basisstation 1 ist über ein Netzteil 5 an ein Stromnetz 6 angeschlossen. Die DECT-Basis­ station 1 wird über das Stromnetz 6 mit Strom versorgt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind an der DECT-Basisstation 1 zwei Mobilteile 7, 8 bereits angemeldet. Ein Mobilteil 9 wird nachträglich gemäß den folgenden Schritten angemeldet.
Zum Anmelden des Mobilteils 9 an die DECT-Basisstation 1 wird sowohl die Verbindung zum Telekommunikationsnetz 2 als auch die Stromversorgungsverbindung zum Stromnetz 6 getrennt. Die Trennung ist einfach durch Ziehen entsprechender Stecker zu bewerkstelligen. Bezüglich des Stromnetzes wird das als Stecker ausgebildete Netzteil 5 aus der zum Stromnetz 6 gehö­ renden Steckdose gezogen.
Nachdem die Verbindungen zum Telekommunikationsnetz 2 und zum Stromnetz 6 unterbrochen sind, wird die Verbindung zum Strom­ netz 6 wieder hergestellt. Damit wird die DECT-Basisstation 1 wieder mit Strom versorgt. Die DECT-Basisstation 1 wird ein­ geschaltet. Dabei durchläuft die DECT-Basisstation 1 ver­ schiedene Software-Routinen. Mit einer der Software-Routinen wird abgeprüft, ob eine funktionsfähige Verbindung zu einem Telekommunikationsnetz 2 besteht. Das kann dadurch geschehen, dass versucht wird, eine Verbindung nach extern aufzubauen. Nachdem die Verbindung zum Telekommunikationsnetz 2 getrennt worden war, wird diese Prüfung negativ verlaufen. Die DECT- Basisstation 1 geht daher davon aus, dass bewußt eine kurzzeitige Stromunterbrechung herbeigeführt worden ist, um ein Mobilteil an der DECT-Basisstation 1 anzumelden. Die DECT-Ba­ sisstation 1 schaltet daher für eine vorgegebene Zeitspanne in einen Anmeldemodus. Während die DECT-Basisstation 1 im Anmeldemodus ist, kann von dem anzumeldenden Mobilteil, im vorliegenden Fall dem Mobilteil 9, aus der Anmeldevorgang durchgeführt werden. Der Anmeldevorgang umfasst in der Regel verschiedene Maßnahmen, die in der Produktbeschreibung zum Mobilteil 9 speziell angegebenen sind. Ist der Anmeldevorgang abgeschlossen, geht die DECT-Basisstation 1 in den Arbeits­ zustand. Wird schließlich noch die Verbindung zum Telekommu­ nikationsnetz 2 wieder hergestellt, kann fortan auch mit dem Mobilteil 9 unter Nutzung der DECT-Basisstation 1 telefoniert werden.

Claims (2)

1. Verfahren zum Anmelden eines Mobilteils (z. B. 9) an eine Basisstation (1) mit Ansteuerungsmöglichkeiten für mehr als einem einzigen zugehörigen Mobilteil (z. B. 7, 8), demgemäß die Basisstation (1) vor der Durchführung von Maßnahmen zum Anmelden des Mobilteils (z. B. 9) an die Basisstation (1) ei­ nen zur Entgegennahme der Maßnahmen zum Anmeldung des Mobil­ teils (z. B. 9) an die Basisstation (1) vorgesehenen Anmelde­ modus mit begrenzter Zeitdauer einschaltet, wenn eine Versor­ gungsspannung für die Basisstation (1) entweder neu oder nach einer vorherigen Beseitigung der Versorgungsspannung erneut an die Basisstation (1) angelegt wird, dadurch ge­ kennzeichnet, dass von der Basisstation (1) vor dem tatsächlichen Einschalten des Anmeldemodus eine Abprüfung nach einer funktionsfähigen Verbindung seitens der Basissta­ tion zu einem Telekommunikationsnetz (2) durchgeführt wird und bei einem positiven Verlauf dieser Abprüfung der Anmelde­ modus von der Basisstation (1) ausgeschaltet gelassen wird.
2. Basisstation (1) zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 1 mit Mitteln zum Einschalten eines Anmeldemodus mit begrenzter Zeitdauer, wenn eine Versorgungsspannung neu bzw. nach einer vorherigen Beseitigung der Versorgungsspannung er­ neut an die Basisstation (1) angelegt wird, dadurch ge­ kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind zum Abprüfen einer funktionsfähigen Verbindung seitens der Basisstation (1) zu einem Telekommunikationsnetz (2) vor dem tatsächlichen Einschalten des Anmeldemodus und dass Mittel vorgesehen sind zum ausgeschaltet lassen des Anmeldemodus der Basisstation (1), wenn diese Abprüfung positiv verlaufen ist.
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