DE10038197C2 - Luftfeder mit Stützeinrichtung - Google Patents
Luftfeder mit StützeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Luftfederbein, bestehend aus
einer Luftfeder mit integriertem Stoßdämpfer, oder eine
einzelne Luftfeder, jeweils mit einer Stützeinrichtung für
einen aus Elastomer bestehenden Rollbalg, der durch einen
Spannring an der Deckelplatte befestigt ist, wobei die
Stützeinrichtung mittels einer ringförmig elastisch
wirkenden Zwischenlage an dem Deckel des Luftfederbeins
oder der Luftfeder befestigt ist.
Die Elastizität der Aufhängung soll ein flexibles
Ausschwenken der Stützeinrichtung ("Stützglocke") in der
lateralen Ebene ermöglichen.
Der kolbenförmige Stoßdämpfer des Luftfederbeins, bzw. der
Abrollkolben der einzelnen Luftfeder führt beim Ein- und
Ausfedern eine kreisförmige Bewegung durch. Dadurch ist der
Stoßdämpfer des Luftfederbeins, bzw. - im Falle einer
einzelnen Luftfeder - der Abrollkolben der Luftfeder, nicht
mehr koaxial zur Stützglocke ausgerichtet. Die flexible
Aufhängung der Stützglocke soll dieses ausgleichen.
Eine gattungsgemäße Luftfeder, die einen an einer oberen
Deckplatte befestigten Rollbalg aufweist, ist in der DE
19 08 373 A beschrieben. Eine zur seitlichen Abstützung des
Rollbalgs vorgesehene Hülse ist mittels eines
zwischengeschalteten Gummiringes an der Deckplatte
befestigt. D. h.: Zur elastischen Lagerung der stützenden
Hülse ist ein zusätzliches Bauteil (hier: Gummiring)
erforderlich. Alternativ wird vorgeschlagen, die stützende
Hülse selbst aus einem flexiblen Material herzustellen. In
diesem Fall ist die flexible Hülse durch einen starren
Stützring an der oberen Platte zu befestigen. D. h.: auch
hierbei ist ein zusätzliches Bauteil (nämlich dar feste
Stützring) für die Befestigung der Stützhülse erforderlich.
Die deutsche Offenlegungsschrift DE 21 17 259 A beinhaltet
ein Luftfederbein, bestehend aus einer Luftfeder mit
integriertem Stoßdämpfer mit einer Stützeinrichtung für
einen aus Elastomer bestehenden Rollbalg, wobei die
Stützeinrichtung mittels einer ringförmig elastisch
wirkenden Zwischenlage an dem Deckel des Luftfedrbeins
befestigt ist, wobei die elastische Zwischenlage aus einer
oberen, dem Deckel zugeordneten Verlängerung des Rollbalgs
gebildet ist.
Ein besonderer Schutz vor zu befürchtenden Ausziehkräften
ist bei dieser Konstruktion nicht ersichtlich.
Schließlich sei noch die DE 43 25 576 A1 erwähnt. Die dort
beschriebene Luftfeder weist einen Schlauchrollbalg auf,
der mit seinen Enden an je einem Befestigungsteil dicht
eingespannt und über die beiden Befestigungsteile mit den
gegeneinander abzufedernden Bauteile verbunden ist, wobei
einer der Befestigungsteile als Abrollkolben für die
einseitige Rollfalte des Schlauchrollbalges ausgebildet
ist.
Eine an der Einspannstelle starr angebrachte Stützglocke
stützt den Schlauchrollbalg auf der rollfaltenfreien Seite
von oben rundherum über eine Endabschnittsstrecke ab.
Der Innendurchmesser der Stützglocke ist kleiner als der
Außendurchmesser des unter Druck stehenden
Schlauchrollbalges. Um bei einer derartigen Dimensionierung
das Abrollverhalten der Luftfeder nicht nachteilig zu
beeinflussen, ist die Länge der Stützglocke auf den oberen
Endbereich der Luftfeder begrenzt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die
elastische Aufhängung der Stützglocke des gattungsgemäßen
Luftfederbeins, bzw. der gattungsgemäßen einzelnen
Luftfeder, zu vereinfachen und zu verbessern.
Die erfindungsgemäße Stützeinrichtung ("Stützglocke") ist
laut Anspruch 1 dadurch charakterisiert, daß die elastische
Zwischenlage (nicht ein zusätzlich angebrachter Gummiring
sondern) eine obere, dem Deckel zugeordnete Verlängerung
des aus Elastomer bestehenden Rollbalgs ist.
Dazu ist die Stützglocke auf die hochgezogene Balg-
Verlängerung aufgepreßt, wodurch der Rollbalg zwischen
topfförmigem Anschlußteil und Stützglocke noch einmal
festgeklemmt wird (einmal durch einen Spannring und einmal
durch den Rand der Stützglocke). Auf diese Weise ergibt
sich ein besonders fester und zuverlässiger Sitz des
Rollbalgs auf dem topfförmigen Anschlußteil.
Die radiale Verpressung des oberen Stützglockenrandes wird
bei der Montage des Luftfederbeins durchgeführt. Es wird
die gleiche Technik angewandt, wie bei dem auf dem Umfang
radial vorgepreßten Spannring. Die aufzubringenden
Klemmkräfte werden empirisch ermittelt.
Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht in einer
Ringnut im Klemmbereich der Stützglocke, und zwar am
Luftfeder-Deckel und/oder am oberen Ende der Stützglocke.
Es kann allerdings auch eine umgekehrte Ausbildung mit
einer entsprechenden umlaufenden Rippe auf der oberen
Verlängerung des Rollbalgs und einem umgreifenden
Stützglockenrand die gleiche Wirkung erzielen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der obere
Wandabschnitt des Balges verdickt ausgebildet sein, um die
flexible Aufhängung der Stützglocke zu verbessern.
Wird die Auflagefläche des topfförmigen Anschlußteils
profiliert, dann wird ein besseres Festklemmen des Balges,
bzw. der Stützglocke erreicht.
Bei der vorgeschlagenen Befestigungsart ist die Stützglocke
durch das Elastomerteil von dem Anschlußteil getrennt.
Dadurch wird die bei einem Sich-Berühren unterschiedlicher
Werkstoffe zu befürchtende Kontaktkorrosion vermieden.
Durch eine (zusätzliche) Verwendung eines Spannringes wird
mit der Stützglockenbefestigung eine doppelte Klemmung des
Luftfederbalges erreicht, was die Dichtigkeit und die
Ausziehkräfte erhöht.
Das erfindungsgemäße Luftfederbein bzw. die
erfindungsgemäße Luftfeder wird anhand der beigefügten
Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Luftfeder, ausschnittsweise,
im Längsschnitt;
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Luftfederbein, ebenfalls
ausschnittsweise und im Längsschnitt.
Die in Fig. 1 ausschnittsweise dargestellte Luftfeder 2
besteht im wesentlichen aus einem (Schlauch-)Rollbalg 4. Am
oberen Ende ist der Rollbalg 4 an dem zylindrisch
ausgebildeten, mit einer Sicke 10 versehenen Rand 8 einer
Deckelplatte 6 mittels eines Spannringes 12 befestigt. Die
Deckelplatte 6 wiederum ist an die Karosserie des
abzufedernden Fahrzeugs montiert. Das untere Ende des
Rollbalgs 4 ist in herkömmlicher Weise an einem (nicht
dargestellten) Abrollkolben befestigt, der wiederum an ein
radfestes Teil montiert ist. In dem Luftfeder-Innenraum 14
herrscht ein einstellbarer Überdruck pü.
Zum Schutz vor Verschmutzung und vor radialer Expansion und
seitlicher Deformation ist der Rollbalg 4 von einer
zylindrischen Stützeinrichtung ("Stützglocke") 16 umgeben.
Da das Luftfederbein bzw. die Luftfeder 2 beim
Einfederungsvorgang keine exakt axiale sondern eine
Schwenk-Bewegung ausführt, ist die Stützglocke 16 elastisch
an der chassisfesten Deckelplatte 6 anzubringen.
Zu diesem Zweck weist der Rollbalg 4 eine obere
Verlängerung 18 auf, die über die Spannring-Befestigung
hinausragt. Unter Zwischenschaltung dieser Rollbalg-
Verlängerung 18 ist die Stützglocke 16 an der zylindrischen
Verlängerung (topfförmiges Anschlußteil) 8 der oberen
Abdeckplatte 6 verklemmt. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel weist die Stützglocke 16 an ihrem
oberen finde eine durch Rollieren hergestellte Ringnut 20
auf.
Auf diese Weise ist nicht nur die Stützglocke 16
zuverlässig befestigt, sondern auch der Rollbalg 4 erfährt
durch die Verkeilung zwischen Deckplatte 6 und Stützglocke
16 eine zusätzliche Abdichtung und einen zusätzlichen Halt
gegen ein Herausrutschen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausschnitt eines
Luftfederbeins 2 ist das untere Ende des Rollbalgs 4 an
einem Abrollkolben 22 angebracht. Ähnlich wie gemäß Fig. 1
ist auch hier der Rollbalg 4 an dem zylindrisch
ausgebildeten, mit einer Sicke 10 versehenen Rand eines
Deckels 6 mittels eines Spannringes 12 befestigt. Die
Deckelplatte 6 ist in bekannter Weise an die Karosserie des
abzufedernden Fahrzeugs montiert. Das "untere" finde des
Rollbalgs 4 ist mittels eines weiteren Spannringes 26 am
"oberen" kolbenförmigen Ende des Abrollkolbens 22
befestigt. Der am unteren finde des Rollbalgs 4 angebrachte
Abrollkolben 22 ist radfest angeordnet.
Auch gemäß Fig. 2 ist der Rollbalg 4 zum Schutz vor
Verschmutzung und vor radialer Expansion und seitlicher
Deformation von einer zylindrischen "Stützglocke" 16
umgeben. Da das Federbein 2 beim Einfedern keine exakt
axiale sondern eine Schwenk-Bewegung ausführt, ist auch an
dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel die
Stützglocke 16 elastisch an der chassisfesten Abdeckplatte
6 anzubringen.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel weist der Rollbalg 4
eine obere Verlängerung 18 auf, die ebenfalls über die
Spannring-Befestigung hinausragt. Die Stützglocke 16 ist
gemäß Fig. 2 - im Unterschied zu Fig. 1 - nicht einfach
unter Zwischenschaltung der Rollbalg-Verlängerung 18 an der
zylindrischen Verlängerung der oberen Abdeckplatte 6
verklemmt. Zur Erzielung eines besseren Halts weist die
zylindrische Verlängerung (topfförmiges Anschlußteil) des
Deckels 6 eine Ringnut 24 auf. Zu dieser Ringnut 24
korrspondiert eine in der Stützglocke 16 durch Rollieren
hergestellte ringförmige Ringnut/Ausbuchtung 20. Unter
Zwischenschaltung des verlängerten Rollbalg-Endes 18 ergibt
diese Ausbuchtung 20 in Verbindung mit dem an der
zylindrischen Verlängerung 8 der Abdeckplatte 6
befindlichen Ringnut 24 eine Art elastisches Ringlager.
Hierdurch ist nicht nur die Stützglocke 16 elastisch und
besonders zuverlässig an dem Luftfeder-Deckel 6 befestigt.
Auch der Rollbalg 4 wird durch die Kombination Deckelnut 24
/Stützglockenausbuchtung 20 eine besondere Abdichtung
erzielt, ohne daß die Gefahr einer Abquetschung des
Rollbalgs 4 besteht.
Wie aus der Fig. 2 weiter ersichtlich, ist innerhalb des
Abrollkolbens 22 ein Stoßdämpfer 28 konzentrisch
angeordnet, wobei der Abrollkolben 22 durch acht auf dem
Umfang des oberen Stoßdämpferendes angebrachte
Distanzstücke auf zentriertem Abstand gehalten wird.
Auch gemäß Fig. 2 besteht zwischen Spannring 12 und
Stützglocke 16 ein, wenn auch kleiner so doch hinreichen
breiter Spalt. Die Gefahr von Kontaktkorrosion zwischen
Teil 18 und Stützglocke 16 wird durch Teil 18 oder durch
geeignete Metallüberzüge (unter Berücksichtigung der
elektrochemischen Spannungsreihe) weitgehend vermieden.
2
Luftfederbein, Luftfeder
4
(Schlauch-)Rollbalg
6
Deckelplatte, Abdeckplatte, Deckel
8
zylindrischer Rand, topfförmiges Anschlußteil
10
Sicke
12
Spannring
14
Luftfeder-Innenraum
16
Stützeinrichtung, Stützglocke
18
obere Verlängerung des Rollbalgs, Balgrand,
oberer Wandabschnitt des Rollbalgs
20
Ringnut/Ausbuchtung
22
Abrollkolben
24
Ringnut
26
weiterer Spannring
28
Stoßdämpfer
Claims (5)
1. Luftfederbein (2), bestehend aus einer Luftfeder (2)
mit integriertem Stoßdämpfer (28), oder eine einzelne
Luftfeder (2), jeweils mit einer Stützeinrichtung (16) für
einen aus Elastomer bestehenden Rollbalg (4), der durch
einen Spannring (12) an der Deckelplatte (6) befestigt ist,
wobei die Stützeinrichtung (16) mittels einer ringförmig
elastisch wirkenden Zwischenlage an dem Deckel (6) des
Luftfederbeins (2) oder der Luftfeder (2) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastische Zwischenlage aus einer oberen, dem
Deckel (6) zugeordneten Verlängerung (18) des Rollbalgs (4)
gebildet ist, und die Stützeinrichtung ("Stützglocke", 16)
auf die hochgezogene Balg-Verlängerung (18) aufgepreßt ist,
wodurch der Rollbalg (4) zwischen topfförmigem Anschlußteil
(8) und Stützglocke (16) noch einmal festgeklemmt wird.
2. Luftfeder nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Ringnut (20) im Klemmbereich der Stützglocke (16), und
zwar am Luftfeder-Deckel (6) und/oder am oberen finde der
Stützglocke (16).
3. Luftfeder nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine umlaufende Rippe auf der oberen Verlängerung des
Rollbalges (18) und einen umgreifenden Stützglockenrand.
4. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Wandabschnitt (18) des Balges (4) verdickt
ausgebildet ist.
5. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagefläche des topfförmigen Anschlußteils (8)
profiliert ist.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |