DE10047010C2 - Luftleitvorrichtung für einen Sportwagen - Google Patents
Luftleitvorrichtung für einen SportwagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Luftleitvorrichtung für einen Sportwagen,
insbesondere ein Wettbewerbsfahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine bekannte Luftleitvorrichtung der eingangs genannten Gattung, vgl. DE-Publ. Porsche Service
Information Technik '96, ist im hinteren Fahrzeugbereich eines Sportwagens an einem Heckdeckel
fest angeordnet. Aufgrund der Gestaltung der Luftleitvorrichtung werden die
aerodynamischen Eigenschaften des Sportwagens optimiert; insbesondere aber auch der
Abtrieb an der Hinterachse.
Eine weiterentwickelte Luftleitvorrichtung, DE 197 41 321 A1, umfasst einen Heckflügel,
der aus einer eingefahrenen Ruhestellung in eine ausgefahrene Betriebsstellung
bewegbar ist und umgekehrt. Zur Betätigung des Heckflügels dient eine
Antriebseinrichtung, die zwei in Fahrzeugquerrichtung mit Abstand zueinander
Teleskopaussteller aufweist. Die Teleskopaussteller greifen an der Unterseite des
Heckflügels an, der einer schwenkbaren Heckhaube zugeordnet ist.
Aus Autocar, 11, February 1998, S. 64 bis 66 geht eine Luftleitvorrichtung für ein
Kraftahrzeug mit einem Luftleitelement hervor, das oberhalb eines Heckdeckels quer zur
Fahrzeuglängsrichtung verläuft. Dieses Leitelement wird von Stützen getragen, wobei
nicht ersichtlich ist, wo und wie die Stützen an einem Aufbau des Kraftfahrzeugs gehalten
sind.
Dies gilt auch für das Flügelwerk gemäß Graham, Cooke; "Technically Speaking"
In: Motor week ending, July 16, 1983, H. 4210, S. 40 bis 46, welches Flügelwerk an
einem Traggerüst gehaltene Luftleitvorrichtungen umfasst.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Luftleitvorrichtung für einen Sportwagen zu schaffen,
die in seinem Heck angeordnet ist und bei guter Funktion und günstigem Gewicht aus
einfach herstellbaren Teilen besteht.
Diese Aufgabe wird durch eine Luftleitvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass die
Luftleitvorrichtung dem Sportwagen vortreffliche aerodynamischen Eigenschaften verleiht
und durch das flügelartige Leitelement, die Tragplatten und die Leitplatten mit
vertretbarem Aufwand und relativ leichtgewichtig herstellbar ist. Die in den Heckdeckel
integrierte Leitwand unterstützt zusätzlich die Funktion der Luftleitvorrichtung und wirkt
als Anlage für die Tragplatten, die ebenfalls mit dem besagten Heckdeckel verbunden
sind. Die Tragplatten, das Leitelement und die Leitplatten sind getrennt voneinander
hergestellt und unter Vermittlung von Schrauben miteinander verbunden, was sich günstig
auf ein wirtschaftliches Herstellungs- und Montagekonzept bspw. für eine definierte
Serienproduktion. Schließlich besteht die Möglichkeit die Lage des Leitelements mittels
der Verstelleinrichtung zu verändern, z. B. um den Abtrieb an der Hinterachse des
Fahrzeugs in Abhängigkeit von gegebenen Anforderungen beeinflussen zu können.
In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, das nachstehen
näher beschrieben ist.
Es zeigen
Fig. 1 eine Schrägansicht von hinten auf einen Sportwagen mit der Luftleitvorrichtung
nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Einzelheit X der Fig. 1 in größerem Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt der Luftleitvorrichtung entlang einer Mittellängsebene des
Sportwagens.
Ein als Wettbewerbsfahrzeug gestalteter Sportwagen 1 mit einem Stufenbug 2 und einem
Fliessheck 3, d. h. bogenförmiger Verlauf einer Außenhaut 4 zwischen Dach 5 und einem
hinteren Stossfänger 6, umfasst eine Aufbau 7. Der von Rädern 8 getragene Aufbau 7
weist Türen 9, Seitenfenster 10 sowie ein Heck 11 mit einem Heckfenster 12 und einem
Heckdeckel 13 auf. Der öffenbare Heckdeckel 13, über den bspw. eine den Sportwagen
antreibende Brennkraftmaschine zugänglich ist, besitzt seitliche Begrenzungen 14, 15,
die in Fahrzeuglängsrichtung A-A verlaufen und zusammen mit festen Aufbauteilen 16, 17
und 18 Fugen 19, 20 und 21 bilden.
Benachbart dem Heckdeckel 13 ist eine Luftleitvorrichtung 22 angeordnet, die in
Fahrzeugquerrichtung B-B verläuft und ein flügelartiges Leitelement 23 aus einem
geeigneten Kunststoff aufweist, dessen Profil so angeordnet ist, dass ein konvexer
Profilabschnitt Pvex eine Unterseite 24 und ein konkaver Profilabschnitt Pkav eine
Oberseite 25 bilden. Das Luftleitelement 23 wird von aufrechten Stützen 26, 27
getragen, die nach Art von Seitenflossen oder in Fahrzeuglängsrichtung A-A verlaufende
relativ großflächige Tragplatten 28, 29 ausgeführt und an die seitlichen Begrenzungen
14, 15 angeschlossen sind. Dazu können die Tragplatten 28, 29 zumindest örtlich um
einen Flansch des Heckdeckels 13 herumgeführt sein - nicht dargestellt -. An freien Enden
30,31 der Tragplatten 28, 29 stützt sich unter Vermittlung von Verbindungseinrichtungen
32, 33 das Luftleitelement 23 ab, das mit Abstand zum Heckdeckel 13 verläuft, wodurch
sich ein Durchgangskanal 34 ergibt. Das Leitelement 23 ragt seitlich über die aus z. B.
Leichtmetall, Verbundwerkstoff bestehenden Tragplatten 28, 29 hinaus, wobei
an Enden 35, 36 des Leitelementes 23 als flossenartige Leitplatten 37, 38 ausgeführte
Seitenbegrenzungen vorgesehen sind, die aus ähnlichem Werkstoff wie die Tragplatten
bestehen können und sich in Fahrzeuglängsrichtung A-A erstrecken. Darüber hinaus ist
die Länge LIe des Leitelementes 23 unwesentlich größer als die Länge LTp der
Tragplatten 28, 29, wobei dadurch die Tragplatten 28, 29 eine definiert Steifigkeit
aufweisen und als Träger für eine Typbezeichnung dienen wie z. B. GT 3, und zwar in
relativ großen Buchstaben bzw. Ziffern.
Unterhalb des Leitelementes 23 ist am Heckdeckel 13 eine in Fahrzeugquerrichtung B-B
ausgerichtete aerodynamisch wirkende Leitwand 39 angebracht, an die seitlich die
Tragplatten 28, 29 angeschlossen sind. Die Leitwand 39 ist in eine Außenwand 40
integriert, was durch die Schnittlinie 41 verdeutlicht wird, die etwa in einer Mittel
längsebene des Sportwagens 1 verläuft.
Im Ausführungsbeispiel sind die Tragplatten 28, 29, das Leitelement 23 und die Leit
platten 37, 38 getrennt voneinander hergestellte Bauteile, die unter Vermittlung von
Schrauben 42, 43, 44, 45; 46, Bolzen 47, miteinander verbunden sind. Die
Tragplatten 28, 29 sind mittels der Schrauben 42, 43 an der Leitwand 41 gehalten; die
Leitplatten 37, 38 mittels der Schrauben 44, 45 am Leitelement 23. Zur Befestigung des
Leitelements 23 an den Tragplatten 28, 29 sind die Schrauben 46 bzw. die Bolzen 47
vorgesehen.
Im Bereich der Verbindungseinrichtungen 32, 33 sind zwischen den Tragplatten 28, 29
und dem Leitelement 23 Verstelleinrichtungen 48, 49 angeordnet, mit denen das
Leitelement 23 bezüglich Anstellwinkel zur Fahrbahn veränderbar ist. Mit diesem
Anstellwinkel lässt sich der Abtrieb an der Hinterachse des Sportwagens beeinflussen.
Jede Verstelleinrichtung 48 umfasst eine den Bolzen 47 aufnehmende Schwenkachse 50
und mehrere erste und zweite wechselweise in Kongruenz einstellbare
Durchgangsöffnungen 51, 52, 53 bzw. 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60. Die Durchgangsöffnungen
51, 52, 53 bzw. 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60 sind benachbart einem vorderen Ende 61 und die
Schwenkachse 50 benachbart einem hinteren Ende 62 des Leitelements 23 angeordnet.
Dabei sind die ersten Durchgangsbohrungen 51, 52, 53 an einer in Fahrzeuglängsrichtung
verlaufenden plattenartigen Konsole 63 angebracht, die von der Unterseite 24 des
Leitelements 23 weggeführt und in letzteres durch Einlaminieren integriert ist.
Die ersten mit Radien RI, RII und RIII beabstandeten Durchgangsöffnungen 51, 52, 53
liegen auf einer radialen Ebene 64, die die Schwenkachse 50 schneidet, und die Lage
der zweiten Durchgangsöffnungen 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60 werden von besagten Radien
RI, RII und RIII bestimmt. Schließlich ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass die erste
Durchgangsöffnung 51 und die zweite Durchgangsöffnung 55 kongruent sind, wobei
Schraube 46 die Durchgangsöffnungen 51 und 56 durchdringt.
Claims (13)
1. Luftleitvorrichtung für einen Sportwagen, insbesondere ein Wettbewerbsfahrzeug, die
in Fahrzeugquerrichtung benachbart eines Heckdeckels mit sich in Fahrzeuglängsrichtung
erstreckenden seitlichen Begrenzungen verläuft und ein flügelartiges Leitelement
aufweist, das von aufrechten Stützen getragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die
Stützen (26, 27) an die seitlichen Begrenzungen (14, 15) des Heckdeckels
angeschlossen sowie an diesem gehalten sind und durch in Fahrzeuglängsrichtung (A-A)
ausgerichtete Tragplatten (28, 29) gebildet werden, die an freien Enden (30, 31) über
Verbindungseinrichtungen (32, 33) mit dem mit Abstand zum Heckdeckel angeordneten
flügelartigen Leitelement (23) verbunden sind, wobei unterhalb des Leitelements (23) am
Heckdeckel (13) eine in Fahrzeugquerrichtung (B-B) verlaufende Leitwand (39) der
Luftleitvorrichtung (22) angebracht ist und dass an die Leitwand (39) seitlich die
Tragplatten (28, 29) angeschlossen sind.
2. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement
(23) seitlich über die Tragplatten (28, 29) hinausragt, wobei an Enden (35, 36) des
Leitelementes (23) z. B. als Leitplatten (37) ausgeführte Seitenbegrenzungen vorgesehen
sind, die sich in Fahrzeuglängsrichtung (A-A) erstrecken.
3. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwand (39)
in eine Außenwand (40) des Heckdeckels (14) integriert ist.
4. Luftleitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Tragplatten (28, 29), das Leitelement (23) und die Leitplatten
(37, 38) getrennt voneinander hergestellt und unter Vermittlung von Schrauben
(42, 43, 44, 45, 46), Bolzen (47) miteinander verbunden sind.
5. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatten
(28, 29) im Bereich der Leitwand (39) des Heckdeckels (14) unter Vermittlung der
Schrauben (42, 43) in Lage gehalten sind.
6. Luftleitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Leitplatten (37, 38) im Bereich des Leitelementes (23) unter
Vermittlung der Schrauben (44, 45) in Lage gehalten sind.
7. Luftleitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Tragplatten (28, 29) im Bereich der Verbindungseinrichtungen
(32, 33) unter Vermittlung der Schrauben (46) bzw. den Bolzen (47) mit dem Leitelement
(23) verbunden sind.
8. Luftleitvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass im Bereich der Verbindungseinrichtungen (32, 33) zwischen den
Tragplatten (28, 29) und dem Leitelement (23) Verstellvorrichtungen (48, 49) für das
Leitelement (23) vorgesehen sind.
9. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede
Verstelleinrichtung zwischen jeder Tragplatte (z. B. 28) und jeder Verbindungseinrichtung
(z. B.) eine Schwenkachse (50) für das Leitelement (23) und mehrere wechselweise in
Kongruenz einstellbare Durchgangsöffnungen (51, 52, 53; 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60) für eine
Schraube (z. B. 46) aufweist, welche Schwenkachse (50) mit Abstand zu den
Durchgangsöffnungen (51, 52, 53; 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60) angeordnet ist.
10. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Fahrtrichtung
gesehen die Durchgangsöffnungen (51, 52, 53; 54, 55, 56; 57, 58; 59, 60) benachbart einem
vorderen Ende (61) und die Schwenkachse (50) benachbart einem hinteren Ende (62) des
Leitelements (23) angeordnet sind.
11. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass erste
Durchgangsöffnungen (51, 52, 53) an einer plattenartigen Konsole (63) des Leitelementes
(23) und zweite Durchgangsöffnungen (54, 55, 56; 57, 58; 59, 60) an der Tragplatte (z. B.
28) angeordnet sind.
12. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten mit
Radien (RI, RII und RIII) beabstandeten Durchgangsöffnungen (51, 52, 53) auf einer radialen
Ebene (64) liegen, die die Schwenkachse (50) schneidet, wobei die Lage der zweiten
Durchgangsöffnungen (54, 55, 56; 57, 58; 59, 60) durch die Radien (RI, RII und RIII) der
Schwenkachse (50) bestimmt werden.
13. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole
(63) in das Leitelement (23) integriert ist.
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