DE10049480C2 - Stuhl, insbesondere Bürostuhl - Google Patents
Stuhl, insbesondere BürostuhlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stuhl, insbesondere einen Bürostuhl.
Aus der DE 196 40 564 A1 ist ein Bürostuhl mit einem Fußgestell bekannt.
Es ist eine mit dem Fußgestell verbundene und auf diesem abgestützte
Stuhlsäule sowie ein Rückenlehnen-Körper vorgesehen, der über mindes
tens ein relativ zur Stuhlsäule ortsfestes Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Gelenk
mit der Stuhlsäule gelenkig verbunden und gegenüber dieser abgestützt ist.
Ferner ist ein Sitzträger vorgesehen, der mit dem Rückenlehnen-Körper
über mindestens ein Rückenlehnen-Sitzträger-Gelenk verbunden ist. Der
bekannte Stuhl weist den Nachteil auf, dass bei einer Verschwenkung der
Rückenlehne der vordere Punkt der Sitzfläche gleich bleibt.
Bürostühle mit verschwenkbaren Rückenlehnen sind seit langem bekannt.
Durch offenkundige Vorbenutzung sind insbesondere Bürostühle bekannt,
bei denen ein Verschwenken der Rückenlehne nach hinten dazu führt, daß
das vordere Ende des Sitzes angehoben wird, so daß im äußersten Fall die
Beine des Benutzers den Boden nach dem Zurücklehnen nicht mehr berüh
ren. Dies wird als unangenehm empfunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bürostuhl zu schaffen,
bei dem ein Verschwenken der Rückenlehne in möglichst großem Umfang
den physiologischen Bedürfnissen eines Benutzers entspricht.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Der Kern
der Erfindung besteht darin, einen Rückenlehnen-Körper gelenkig mit einer
Stuhlsäule zu verbinden. Ein Sitzträger ist gelenkig mit dem Rückenlehnen-
Körper verbunden. Ein Träger ist gelenkig mit der Stuhlsäule und mit dem
Sitzträger verbunden. Die sich aus den zwei ortsfesten und zwei bewegli
chen Schwenkachsen ergebende Dynamik von Sitzträger und Rückenleh
nen-Körper führt dazu, daß bei einem Nachhintenschwenken der Rücken
lehne das vordere Ende des Sitzträgers im wesentlichen nicht angehoben
wird. Gleichzeitig wird verhindert, daß dem Benutzer das Hemd aus der
Hose gezogen wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Zusätzliche Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zei
gen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Stuhls in einer Grundstellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Stuhles gemäß Fig. 1 mit nach hinten ver
schwenkter Rückenlehne, wobei die Grundstellung des Stuhles
strichliert dargestellt ist,
Fig. 3 eine Ansicht des Stuhles gemäß Fig. 1 schräg von unten,
Fig. 4 eine Ausschnittvergrößerung der Ansicht gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Stuhles gemäß Fig. 1 mit nach vorne ge
klappter Rückenlehne,
Fig. 6 eine Ansicht des Stuhles gemäß Fig. 4 mit einer Arretiereinrichtung
und
Fig. 7 eine Querschnittsdarstellung gemäß der Schnittlinie VII-VII in Fig.
6.
Ein als Bürostuhl ausgebildeter Stuhl 1 weist ein Fußgestell 2 auf, das über
Rollen 3 gegenüber dem Boden abgestützt ist. An dem Fußgestell 2 ist eine
höhenverstellbare Stuhlsäule 4 angebracht, an deren oberem Ende ein Sitz
träger 5 lösbar befestigt ist, auf dem wiederum ein gepolsterter Sitz 6 angebracht
ist. Am Sitzträger 5 ist eine, sich im wesentlichen nach oben erstrec
kende Rückenlehne 7 angelenkt. Die Höhenverstellung der Stuhlsäule 4
erfolgt mittels eines nicht dargestellten Bedienungshebels. Eine derartige
höhenverstellbare Stuhlsäule 4 ist beispielsweise aus der DE-PS 19 31 012
(entsprechend US-PS 3 711 045) bzw. der DE-PS 18 12 282 (entsprechend
US-PS 3 656 593) bekannt.
Im folgenden wird die Verbindung zwischen der Rückenlehne 7 und dem
Sitzträger 5 einerseits und der Stuhlsäule 4 andererseits genauer beschrie
ben. Die Stuhlsäule 4 weist in ihrem oberen Bereich einen Zapfen 8 auf,
der sich zu seinem freien Ende hin verjüngt. Der Zapfen 8 wirkt zusammen
mit einem ringzylindrisch ausgebildeten, auf der Oberseite verschlossenen
und auf der Unterseite eine sich konisch verjüngende Aufnahme-Öffnung 9
aufweisenden Kopf 10, der mit dem Zapfen 8 über eine Konusverbindung
verbindbar ist. Der Kopf 10 ist an gegenüberliegenden Seiten mit zwei zu
einander parallelen Platten 11, 12 verbunden, an deren unterem Ende ein
Träger-Stuhlsäulen-Gelenk 13 befestigt ist. Das Gelenk 13 weist eine Trä
ger-Stuhlsäulen-Schwenkachse 14 auf. Das Gelenk 13 weist ferner eine mit
den Platten 11, 12 verbundene Gelenk-Hülse 15 auf, in der eine über die
Hülse 15 geringfügig vorstehende, verschwenkbar gelagerte Gelenk-Welle
16 angeordnet ist. Die Enden der Gelenk-Welle 16 sind mit einem im we
sentlichen U-förmig ausgebildeten Träger 17 verbunden. Der Träger 17
weist zwei parallel zueinander verlaufende, mit den jeweiligen Enden der
Gelenk-Welle 16 verbundene Träger-Arme 18, 19 auf, die über einen Steg
20 miteinander verbunden sind. Der Träger 17 ist geringfügig breiter als
der Kopf 10, so daß der Träger 17 über den Kopf 10 um die Schwenkachse
14 geschwenkt werden kann.
Oberhalb des Gelenks 13 ist ein mit den Platten 11, 12 verbundenes Rüc
kenlehnen-Stuhlsäulen-Gelenk 21 mit einer Rückenlehnen-Stuhlsäulen-
Schwenkachse 22 angeordnet. Das Gelenk 21 weist eine sich im wesentli
chen über die Breite des Sitzträgers 5 erstreckende Gelenk-Hülse 23 auf,
die mit den Platten 11, 12 verbunden ist. In der Gelenk-Hülse 23 ist eine
Drehstabfeder 24 mittig festgelegt, die über die Enden der Gelenk-Hülse 23
hervorsteht. Die beiden Enden der Drehstabfeder 24 sind mit den freien
Enden eines im wesentlichen U-förmigen Bügels 25 verbunden, der aus
zwei parallel zueinander verlaufenden Bügel-Armen 26, 27 und einem die
beiden verbindenden Bügel-Steg 28 besteht, wobei der Bügel 25 einteilig
ausgebildet ist. Die Drehstabfeder 24 ist derart ausgelegt, daß ein Ver
schwenken des Bügels 25 entlang einer Schwenk-Richtung 29 zu einer Er
höhung der Rückstellkraft führt und der Bügel 25 in der in Fig. 1 darge
stellten Grundstellung des Stuhles 1 vorgespannt ist.
Der Sitzträger 5 weist eine im wesentlichen flächig ausgebildete Sitzträger-
Platte 30 auf, auf der der Sitz 6 befestigt ist und über die der Sitz 6 in ihrem
vorderen Bereich hervorsteht. Die Sitzträger-Platte 30 weist im Bereich
ihres hinteren unteren Endes zwei von dieser pyramidal nach unten vorste
hende Lagerböcke 31, 32 auf, an deren unterem Ende jeweils ein Träger-
Sitzträger-Gelenk 33, 34 vorgesehen ist. Die Gelenke 33, 34 weisen eine
gemeinsame Träger-Sitzträger-Schwenkachse 35 auf. Im Bereich des dem
Gelenk 13 abgewandten Endes des Trägers 17 sind zwei konzentrisch zur
Schwenkachse 35 verlaufende, mit dem Träger 37 verbundene Gelenk-
Zapfen 36 vorgesehen, die in den Gelenken 33 bzw. 34 verschwenkbar ge
lagert sind. Im Bereich des hinteren Endes der Sitzträger-Platte 30 ist die
Rückenlehne 7 auf beiden Seiten jeweils über ein Rückenlehnen-Sitzträger-
Gelenk 37, 38 gelenkig mit der Sitzträger-Platte 30 verbunden, wobei die
Gelenke 37, 38 eine gemeinsame Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse
39 aufweisen. Die Rückenlehne 7 weist zwei seitlich angeordnete, in der in
Fig. 1 dargestellten Grundstellung des Stuhles 1 im wesentlichen vertikal
verlaufende Stützen 40, 41 auf, die im Bereich ihres unteren Endes eine
Auflage-Fläche 42 aufweisen, die an dem in diesem Bereich entsprechend
mit einer Gegenauflagefläche ausgebildeten Bügel 25 aufliegen und die
Rückenlehne 7 gegen ein Kippen nach hinten abstützen. Zwischen den
Stützen 40, 41 ist eine Rückenlehnen-Platte 43 angeordnet, die gepolstert
und mit Stoff bespannt ist. Der Bügel 25 ist über Stege 44 mit den Gelen
ken 37 bzw. 38 gelenkig verbunden. Die Einheit aus Rückenlehne 7 und
Bügel 25 wird als Rückenlehnen-Körper 47 bezeichnet.
Im folgenden wird die Dimensionierung des Stuhles 1 genauer erläutert.
Der Abstand zwischen der Schwenkachse 14 und der Schwenkachse 35
wird nachfolgend mit A bezeichnet. Der Abstand zwischen der Schwenk
achse 35 und der Schwenkachse 39 wird nachfolgend mit B bezeichnet.
Der Abstand zwischen der Schwenkachse 39 und der Schwenkachse 22
wird nachfolgend mit C bezeichnet. Der Abstand zwischen der Schwenk
achse 22 und der Schwenkachse 14 wird nachfolgend mit D bezeichnet.
Die Schwenkachsen 14, 22, 35 und 39 verlaufen allesamt parallel zueinan
der. Für das Verhältnis der Abstände B und A gilt: 1,4 ≧ B/A ≧ 1,0 und
insbesondere B/A ≈ 1,19. Für das Verhältnis der Abstände C und D gilt:
2,0 ≧ C/D ≧ 1,6 und insbesondere C/D ≈ 1,85. Für die Abstände gilt insbe
sondere A ≈ 10,0 cm, B ≈ 11,9 cm, C ≈ 11,6 cm und D ≈ 7,35 cm. Der
Winkel a zwischen der Schwenkachse 39 und der Schwenkachse 14 bezo
gen auf die Schwenkachse 35 ist so gewählt, daß er kleiner als 180° ist, um
die stabile Kraftübertragung von dem Sitzträger 5 auf das Gelenk 13 zu
gewährleisten.
Nachfolgend wird der Betrieb des Stuhles 1 beschrieben. In Fig. 1 ist die
Grundstellung des Stuhles 1 dargestellt, auf den sich eine Person setzen
kann. Bei normaler Belastung der Rückenlehne 7 bleibt der Stuhl 1 in der
in Fig. 1 dargestellten Grundstellung. Die auf den Sitzträger 5 wirkenden
Kräfte werden über die Gelenke 37 und 38 einerseits und die Gelenke 33
und 34 andererseits auf den Bügel 25 bzw. den Träger 17 übertragen. Auf
grund der Vorspannung des Trägers 25 durch die Drehstabfeder 24 entge
gen der Schwenk-Richtung 29 kommt es nicht zu einer Verschwenkung des
Bügels 25. Die auf den Bügel 25 und den Träger 17 wirkenden Kräfte wer
den über die beiden ortsfesten Gelenke 21 bzw. 13 auf die Stuhlsäule 4 und
damit auf den Boden übertragen. In der in Fig. 1 dargestellten Grundstel
lung weist der Sitz 6 eine Neigung von -5° gegenüber der Horizontalen auf,
d. h. der Sitz 6 ist um 5° gegenüber der Horizontalen nach unten geneigt.
Lehnt sich der Benutzer nach hinten, führt dies, wie in Fig. 2 dargestellt, zu
einer Verschwenkung der Rückenlehne 7 entlang einer Schwenk-Richtung
45. Der maximale Verschwenkungswinkel b der Rückenlehne 7 beträgt
ungefähr b ≈ 25°. Das Verschwenken tritt dadurch ein, daß das von der
Drehstabfeder in dem Gelenk 21 ausgeübte Gegendrehmoment kleiner ist,
als das vom Benutzer bezüglich der Achse 22 wirkende Drehmoment.
Durch die Verschwenkung des Sitzträgers 5 über die beweglichen
Schwenkachsen 39 und 35 um die ortsfesten Schwenkachsen 22 und 14
wird erreicht, daß sich das vordere Ende 46 des Sitzes 6 nicht oder nur ge
ringfügig hebt, so daß die Beine des Benutzers beim Zurücklehnen nicht
nach oben gehoben werden, was anderenfalls als unangenehm wahrge
nommen werden würde. Darüber hinaus ist die Abstimmung der Neigung
der Rückenlehne zur Neigung des Sitzträgers 5 beim Verschwenken der
Rückenlehne 7 so gestaltet, daß der Hemdauszieh-Effekt aufgrund des
nachfolgend beschriebenen Sychronisationsverhältnisses nicht stattfindet.
In der in Fig. 2 mit durchgezogenen Linien dargestellten Position des
Stuhles 1 mit nach hinten verschwenkter Rückenlehne 7 beträgt die Nei
gung des Sitzes gegenüber der Horizontalen +6°, d. h. der Sitz ist um 6°
gegenüber der Horizontalen nach oben geneigt. Dies bedeutet, daß bei ei
nem Verschwenken der Rückenlehne um b = 25° die Neigung des Sitzes 6
um 11°, nämlich von -5° auf +6°, verändert wird. Hieraus ergibt sich ein
Synchronisationsverhältnis von 11 : 25 oder 1 : 2,27.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 die Montage bzw. De
montage des Stuhles 1 beschrieben. Der Stuhl 1 ist aus einzelnen Elemen
ten zusammengesetzt, die vom Benutzer einfach zusammengebaut werden
können. Die Stuhlsäule 4 ist in bekannter Weise in das fertig montierte
Fußgestell 2 von oben einsetzbar und mit diesem in bekannter Weise über
eine Konusverbindung verbindbar. Die Einheit aus Sitzträger 5 und Rüc
kenlehne 7 ist auf die Stuhlsäule 4 aufsetzbar und mit dieser verbindbar.
Die Rückenlehne 7 ist um die Schwenkachse 39 nach vorne, wie in Fig. 5
dargestellt, abklappbar, so daß die Einheit aus Rückenlehne 7 und Sitzträ
ger 5 gut transportiert werden kann.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 6 und Fig. 7 eine Arretier-
Einrichtung 48 für den Stuhl 1 beschrieben. Die Arretier-Einrichtung 48
weist einen Hebel-Träger 49, sowie einen an diesem befestigten, ver
schwenkbaren Betätigungs-Hebel 50 auf. Der Hebel-Träger 49 weist zwei
seitliche Hebel-Tragarme 51, 52 auf, die an den oberen Enden der Platten
11 bzw. 12 befestigt sind und in Richtung auf das vordere Ende 46 des Sit
zes 6 schräg nach oben verlaufen. Die beiden vertikal verlaufenden Tragarme
51 und 52 sind durch einen einteilig damit ausgebildeten Boden 53
miteinander verbunden und weisen im Bereich des Bodens 53 einen U-
förmigen Querschnitt auf. Zwischen den Tragarmen 51 und 52 ist ein ver
schwenkbarer Betätigungs-Arm 54 vorgesehen, der einen waagerechten
Abschnitt 55, einen schräg ansteigenden Abschnitt 56 sowie im oberen Be
reich einen waagerechten Abschnitt 57 aufweist. Am oberen Ende des Bo
dens 53 ist ein sich vertikal nach oben erstreckender Sockel 58 vorgesehen,
an dessen oberem Ende eine kugelkalottenförmige Gleitfläche 59 vorgese
hen ist. Der Sockel 58 weist eine vertikal verlaufende, nach oben offene
Bohrung 60 auf. Der Abschnitt 57 des Betätigungs-Armes 54 ist mit dem
Betätigungs-Hebel 50 verbunden und weist mittig eine unterhalb des Ab
schnitts 57 angeordnete kugelkalottenförmige Gleitfläche 61 auf, die auf
der Gleitfläche 59 aufliegt. Der Betätigungs-Arm 54 weist oberhalb der
Gleitfläche 61 eine Bohrung 62 auf, wobei der Arm 54 gegenüber dem
Sockel 58 durch einen nietförmigen Körper 63 festgelegt ist, der in der
Bohrung 60 befestigt ist. Die Bohrung 62 ist so gewählt, daß ein Spiel ge
genüber dem Körper 63 besteht. Der Betätigungs-Arm 54 ist horizontal
entlang der Schwenk-Richtung 64 und vertikal entlang der Schwenk-
Richtung 65 verschwenkbar. Hierzu ist der Hebel 50 in einem waagerecht
verlaufenden, in dem Hebel-Tragarm 52 angeordneten Langloch 66 geführt,
wobei der Hebel 50 aus einem parallel zur Schwenkachse 22 verlaufenden
Abschnitt 67, der mit dem Betätigungs-Arm 54 verbunden ist, einem schräg
hierzu verlaufenden Abschnitt 68 sowie einem parallel zur Schwenkachse
22 verlaufenden Abschnitt 69 besteht. Durch eine vertikale Verschiebung
des Hebels 50 kann eine Verschwenkung des Armes 54 entlang der
Schwenk-Richtung 65 erzielt werden. Durch eine horizontale Verschiebung
des Hebels kann eine Verschwenkung entlang der Schwenk-Richtung 64
erreicht werden, wobei der Hebel 50 in dem Langloch 66 geführt ist. Unterhalb
des Abschnitts 55 ist ein Auslöse-Stift 70 einer in der Stuhlsäule 4
angeordneten Gasfeder vorgesehen, auf dem der Abschnitt 55 des Armes
54 aufliegt. Der Abschnitt 55 weist an seinem in Fig. 6 rechts dargestellten
Rand einen sich nach oben erstreckenden Mitnehmer-Zapfen 71 auf. Ober
halb des Abschnitts 55 ist ein Schieber 72 in entsprechenden Öffnungen 73
in den Tragarmen 51 und 52 verschiebbar geführt, wobei der Schieber 72
eine Ausnehmung 74 aufweist, die in Eingriff mit dem Mitnehmer-Zapfen
71 ist. An dem in Fig. 6 linken Ende des Schiebers 72 weist dieser einen
nach oben vorstehenden Arretier-Zapfen 75 auf. In dem Steg 20 des Trä
gers 17 ist ein Langloch 76 mit einer Zahnleiste 77 vorgesehen, mit der der
Arretier-Zapfen 75 in Eingriff bringbar ist. Wird der Hebel 50 vertikal be
wegt, so findet eine Verschwenkung des Armes 54 entlang der Schwenk-
Richtung 65 statt, wodurch der Auslöse-Stift 70 betätigt wird und eine Hö
henverstellung der Stuhlsäule 4 erreicht wird. Durch eine horizontale Be
wegung des Hebels 50 wird der Arm 54 entlang der Schwenk-Richtung 64
verschwenkt und somit der Zapfen 75 in Eingriff oder außer Eingriff mit
der Zahnleiste 77 gebracht, wodurch die Rückenlehne 7 in einer bestimm
ten Neigungsstellung verschwenkt bzw. arretiert wird.
Claims (11)
1. Stuhl, insbesondere Bürostuhl, mit
- a) einem Fußgestell (2),
- b) einer mit dem Fußgestell (2) verbundenen und auf diesem abge stützten Stuhlsäule (4),
- c) einem Rückenlehnen-Körper (47), der über mindestens ein relativ zur Stuhlsäule (4) ortsfestes Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Gelenk (21) mit der Stuhlsäule (4) gelenkig verbunden und gegenüber die ser abgestützt ist,
- d) einem Sitzträger (5), der mit dem Rückenlehnen-Körper (47) über mindestens ein Rückenlehnen-Sitzträger-Gelenk (37, 38) verbun den ist, und
- e) einem Träger (17),
- a) der über mindestens ein relativ zur Stuhlsäule (4) ortsfestes Träger-Stuhlsäulen-Gelenk (13) mit der Stuhlsäule (4) gelenkig verbunden und gegenüber dieser abgestützt ist und
- b) der mit dem Sitzträger (5) über mindestens ein Träger-Sitzträ ger-Gelenk (33, 34) verbunden ist.
2. Stuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) das mindestens eine Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Gelenk (21) eine Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Schwenkachse (22) aufweist,
- b) das mindestens eine Rückenlehnen-Sitzträger-Gelenk (37, 38) eine Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse (39) aufweist,
- c) das mindestens eine Träger-Stuhlsäulen-Gelenk (13) eine Träger- Stuhlsäulen-Schwenkachse (14) aufweist, und
- d) das mindestens eine Träger-Sitzträger-Gelenk (33, 34) eine Träger- Sitzträger-Schwenkachse (35) aufweist, wobei
- e) die Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Schwenkachse (22), die Rückenleh nen-Sitzträger-Schwenkachse (39), die Träger-Stuhlsäulen- Schwenkachse (14) und die Träger-Sitzträger-Schwenkachse (35) parallel zueinander verlaufen.
3. Stuhl gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Gelenk (21) oberhalb des Träger-Stuhlsäu
len-Gelenks (13) angeordnet ist.
4. Stuhl gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) der Abstand zwischen der Träger-Stuhlsäulen-Schwenkachse (14) und der Träger-Sitzträger-Schwenkachse (35) A ist,
- b) der Abstand zwischen der Träger-Sitzträger-Schwenkachse (35) und der Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse (39) B ist, und
- c) für das Verhältnis der Abstände B und A gilt: 1,4 ≧ B/A ≧ 1,0 und insbesondere B/A ≈ 1,19.
5. Stuhl gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) der Abstand zwischen der Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse (39) und der Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Schwenkachse (22) C ist,
- b) der Abstand zwischen der Rückenlehnen-Stuhlsäulen- Schwenkachse (22) und der Träger-Stuhlsäulen-Schwenkachse (14) D ist, und
- c) für das Verhältnis der Abstände C und D gilt: 2,0 ≧ C/D ≧ 1,6 und insbesondere C/D ≈ 1,85.
6. Stuhl gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) der Abstand zwischen der Träger-Stuhlsäulen-Schwenkachse (14) und der Träger-Sitzträger-Schwenkachse (35) A ist,
- b) der Abstand zwischen der Träger-Sitzträger-Schwenkachse (35) und der Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse (39) B ist,
- c) der Abstand zwischen der Rückenlehnen-Sitzträger-Schwenkachse (39) und der Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Schwenkachse (22) C ist,
- d) der Abstand zwischen der Rückenlehnen-Stuhlsäulen-Schwenk achse (22) und der Träger-Stuhlsäulen-Schwenkachse (14) D ist, und
- e) für die Abstände A, B, C und D ungefähr gilt: A ≈ 10,0 cm, B ≈ 11,9 cm, C ≈ 13,6 cm und D ≈ 7,35 cm.
7. Stuhl gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Rückenlehnen-Körper (47) einen mit dem Rücken
lehnen-Stuhlsäulen-Gelenk (21) verbundenen Bügel (25) aufweist, ge
genüber dem der Sitzträger (5) abgestützt ist.
8. Stuhl gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel
(25) gegenüber dem Sitzträger (5) vorgespannt ist.
9. Stuhl gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rückenlehnen-Körper (47) eine Rückenlehne (7) aufweist, die
um das Rückenlehnen-Sitzträger-Gelenk (37, 38) nach vorne klappbar
ist.
10. Stuhl gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken
lehne (7) um einen Winkel b verschwenkbar ist, für den ungefähr gilt:
b ≈ 25°.
11. Stuhl gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Arretier-Einrichtung (48) zur Arretierung der Nei
gung des Rückenlehnen-Körpers (47) und zur Verstellung der Höhe der
Stuhlsäule (4) vorgesehen ist.
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| DE10049480A DE10049480C2 (de) | 2000-10-06 | 2000-10-06 | Stuhl, insbesondere Bürostuhl |
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2000
- 2000-10-06 DE DE10049480A patent/DE10049480C2/de not_active Expired - Fee Related
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