DE10051002A1 - Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer Bohrung und Vorrichtung hierzu - Google Patents
Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer Bohrung und Vorrichtung hierzuInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer in ein Werkstück (10) eingebrachten, insbesondere kleinen Bohrung (11), bei der ein rotierendes Bearbeitungswerkzeug (14) mit einem Arbeitsmittel (18) an der Bohrungswand (111) der Bohrung (11) im rotierenden Werkstück (10) ansetzt, angegeben. Zur Online-Erfassung des Bohrungsdurchmessers oder des Abtrags an der Bohrungswand (111) wird während des Bearbeitungsprozesses fortlaufend die Kapazität zwischen einer im Bearbeitungswerkzeug (14) elektrisch isoliert angeordneten inneren Elektrode und dem Werkstück (10) als äußere Elektrode gemessen und daraus fortlaufend der Bohrungsdurchmesser und/oder das Abtragsmaß bestimmt. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist angegeben (Fig.1).
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Messen des
Durchmessers und/oder des Abtrags bei der
Innenrundfeinbearbeitung einer in ein Werkstück
eingebrachten, insbesondere kleinen Bohrung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei der Feinbearbeitung von großen Bohrungen durch Schleifen
oder Honen verwendet man zum Messen des erzielten
Bohrungsdurchmessers oder der lichten Weite der Bohrung
Meßabtaster oder Kalibrierdorne. Dies läßt aber nur eine sehr
eingeschränkte Meßgenauigkeit zu und hat den wesentlichen
Nachteil, daß der Bearbeitungsvorgang zwecks Messen des
momentan erreichten Bohrungsdurchmessers ständig unterbrochen
werden muß.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat demgegenüber den Vorteil,
daß während des Bearbeitungsprozesses der Materialabtrag an
der Bohrungswand ständig gemessen wird und bei Erreichen des
gewünschten Maßes des Abtrags oder des gewünschten
Bohrungsdurchmessers der weitere Bearbeitungsprozeß sofort
gestoppt werden kann. Dadurch wird die Fertigungszeit extrem
reduziert, und die Fertigungskosten sinken. Das kapazitive
Messen des Bohrungsdurchmessers läßt eine hohe Meßauflösung
zu, so daß Bohrungstoleranzen von kleiner als 0,5 µm
erzielbar sind.
Durch die in den weiteren Ansprüchen 2-9 aufgeführten
Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und
Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Meßverfahrens
möglich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird
die innere Elektrode als Ringelektrode ausgebildet und im
radialen Abstand vom Außenumfang des Arbeitsmittels
konzentrisch zur Werkstückachse angeordnet. Der von der
inneren und äußeren Elektrode gebildete Kondensator wird in
einem schwingenden System, z. B. einem LC-Franklin-Oszillator
oder einer anderen Oszillatorschaltung, betrieben, und aus
der Schwingungsfrequenz wird die Kapazität bestimmt. Mit der
durch diese sog. statische Messung gewonnenen Kapazität kann
der Bohrungsdurchmesser leicht berechnet werden, indem für
den von der Ringelektrode und dem Werkstück gebildeten
Kondensator die Annahme eines Zylinderkondensators getroffen
wird.
Zur Erreichung einer höheren Meßgenauigkeit wird gemäß einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung eine dynamische
Messung der Kapazität bevorzugt, bei der für die innere
Elektrode zwei auf einem Teilerkreis angeordnete, zueinander
um 180° Drehwinkel versetzte Elektrodensegmente vorgesehen
werden, die sich jeweils über einen gleichen
Teilerkreisabschnitt erstrecken. Zwischen den beiden von je
einem Elektrodensegment und dem Werkstück gebildeten
Kondensator wird der Ladungsverschiebestrom gemessen, der von
der Kapazitätänderung der beiden Kondensatoren während der
Werkzeugrotation bestimmt ist. Aus dem Ladungsverschiebestrom
kann dann der Bohrungsdurchmesser und/oder das Maß des
Abtrags an der Bohrung berechnet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
werden hierzu in einer Drehwinkellage des
Bearbeitungswerkzeugs, in der eines der beiden
Elektrodensegmente den minimalen bzw. maximalen Abstand von
der Bohrungswand hat, die Elektrodensegmente auf ein gleiches
positives Potential aufgeladen und die Messung des
Ladungsverschiebestroms in der folgenden Halbdrehung des
Bearbeitungswerkzeugs durchgeführt.
Bei dieser sog. dynamischen Messung der Kapazitäten der
beiden Kondensatoren kann prinzipiell nur die Differenz der
Durchmesser von Bohrung und Arbeitsmittel ermittelt werden.
Da aber das Arbeitsmittel während des Bearbeitungsprozesses
einer Abnutzung unterliegt, ist der Durchmesser des
Arbeitsmittels nicht konstant, sondern nimmt ab, so daß zur
Erzielung einer ausreichenden Meßgenauigkeit für den
Bohrungsdurchmesser gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung die Abnutzung des Arbeitsmittels während des
Bearbeitungsprozesses erfaßt und der Bohrungsmesser unter
Berücksichtigung der Arbeitsmittelabnutzung berechnet wird.
Die dynamische Messung läßt hierbei die Messung der Abnutzung
des Arbeitsmittels während des Bearbeitungsprozesses zu, wenn
gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung auf
dem Teilerkreis der Elektrodensegmente eine
Kompensationselektrode angeordnet wird, die bezüglich der
beiden anderen Elektrodensegmente um vorzugsweise 90°
Drehwinkel versetzt ist und sich über einen
Teilerkreisabschnitt erstreckt. Die Kapazität des von der
Kompensationselektrode und dem Werkstück gebildeten
Kompensationskondensators wird fortlaufend in einer
Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs gemessen, in der die
Kompensationselektrode ihren minimalen Abstand von der
Bohrungswand hat. Aus der Kapazität wird der Außendurchmesser
des Arbeitsmittels und/oder die Dicke oder Wandstärke des
Arbeitsmittels und somit die Abnutzung des Arbeitsmittels
bestimmt. Die Messung der Kapazität erfolgt wiederum dadurch,
daß der Kompensationskondensator in einem schwingenden
System, z. B. einem Oszillator, betrieben und die Kapazität
aus der Schwingungsfrequenz des Systems errechnet wird.
Eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Meßverfahrens ist in Anspruch 10 angegeben.
Durch die in den Ansprüchen 11-18 aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhaften Weiterbildungen und Verbesserungen dieser
Vorrichtung möglich.
Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Vorrichtung zur
Innenrundfeinbearbeitung einer in einem in der
Vorrichtung eingespannten Werkstück
eingebrachten Bohrung in Verbindung mit einer
Meßvorrichtung zur Messung des beim
Bearbeitungsprozeß erreichten
Bohrungsdurchmessers,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in
Fig. 1 mit einem Blockschaltbild der
Meßvorrichtung,
Fig. 3 eine gleiche Darstellung wie in Fig. 2 mit
einer Meßvorrichtung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel.
Bei der Innenrundfeinbearbeitung einer in ein Werkstück 10
eingebrachten kleinen Bohrung 11 wird das Werkstück 10 in
drei um gleiche Umfangswinkel versetzte Greifbacken 121 eines
Werkstückhalters 12 eingespannt, der mit einer bestimmten
Drehzahl, z. B. 1500 U/min. in Richtung Pfeil 13 in Fig. 1
rotiert. Ein Bearbeitungswerkzeug 14 ist mit seinem
Werkzeugschaft 15 in einer zugleich einen Werkzeughalter
bildenden Spindel 16 festgespannt, die sich gemäß Pfeil 17 in
Gegenrichtung zu dem Werkstückhalter 12 mit einer sehr hohen
Drehzahl, z. B. 9000 U/min. dreht. An seinem in die Bohrung
11 des Werkstücks 10 eintauchenden vorderen Ende trägt das
Bearbeitungswerkzeug 14 ein an seinem Umfang angeordnetes
Arbeitsmittel 18. Die Rotationsachsen von Werkstück 10 und
Bearbeitungswerkzeug 14 verlaufen parallel zueinander, und da
das Bearbeitungswerkzeug 14 einem radialen Vorschub in
Richtung Pfeil 19 ausgesetzt ist, setzt das Arbeitsmittel 18
zur Erzeugung eines Abtrags mit einer Anpreßkraft an der
Bohrungswand 111 der Bohrung 11 an. Weist - wie im
vorliegenden Fall - die Bohrung 11 eine gegenüber der axialen
Länge des Arbeitsmittels 18 größere Bohrungstiefe auf, so
führt das Bearbeitungswerkzeug 14 zusätzlich eine axiale
Pendelbewegung oder Kurzhuboszillation aus, damit die Bohrung
11 gleichmäßig über die gesamte Bohrungstiefe bearbeitet
wird. Die Kurzhuboszillation der Spindel 16 bzw. des
Bearbeitungswerkzeugs 14 ist in Fig. 1 durch den Doppelpfeil
20 angedeutet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die
Innenrundfeinbearbeitung durch Schleifen ausgeführt, so daß
das Arbeitsmittel 18 am Ende des Werkzeugschaftes 15 von
einem Schleifbelag gebildet ist, der während des
Schleifprozesses einer Abnutzung unterliegt. Die
Innenrundfeinbearbeitung kann aber auch z. B. durch Honen
erfolgen. Während der Innenrundfeinbearbeitung wird über
einem im Werkzeugschaft 15 zentrisch verlaufenden
Kühlschmierstoffkanal 21 Kühlschmierstoff in die Bohrung 11
eingebracht und gelangt dort an deren Bohrungswand 111.
Da bei der Innenrundfeinbearbeitung der Bohrung 11 sehr hohe
Anforderungen an den zu fertigenden Bohrungsdurchmesser
gestellt werden, dessen Toleranzen kleiner als 0,5 µm sein
müssen, wird während des Bearbeitungsprozesses, im
vorliegenden Fall während des Schleifprozesses, fortlaufend
der momentan vorhandene Bohrungsdurchmesser oder das Maß des
Abtrags an der Bohrungswand bestimmt, indem fortlaufend die
Kapazität zwischen einer im Bearbeitungswerkzeug 14
elektrisch isoliert angeordneten inneren Elektrode und dem
Werkstück 10 als äußere Elektrode gemessen wird. Ändert sich
der Bohrungsdurchmesser, so ändert sich auch die Kapazität,
so daß die Abnahme der Kapazität während des
Bearbeitungsprozesses ein Maß für den Abtrag an der
Bohrungswand darstellt.
Die zur Durchführung des Meßverfahrens verwendete
Meßvorrichtung weist in Fig. 1 und 2 als innere Elektrode
eine Ringelektrode 22 auf, die konzentrisch zur Werkzeugachse
angeordnet ist. Die Ringelektrode 22 ist auf den
Werkzeugschaft 15 unter Zwischenlage einer Isolierschicht 23
derart aufgebracht, daß ihr Außendurchmesser dem
Außendurchmesser des Werkzeugschaftes 15 entspricht. Die
Ringelektrode 22 sitzt dabei unmittelbar unterhalb des
Schleifbelags, also des Arbeitsmittels 18. Die Kapazität des
von der Ringelektrode 22 und dem Werkstück 10 gebildeten
Kondensators wird mit einer Meßanordnung 24 gemessen, der
eine Auswerteeinheit 25 nachgeordnet ist, die aus der
gemessenen Kapazität fortlaufend den Bohrungsdurchmesser
und/oder das Maß des Abtrags an der Bohrung 11 bestimmt.
Meßanordnung 24 und Auswerteeinheit 25 sind in der Spindel 16
angeordnet. Die Auswertedaten werden drahtlos übertragen.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 umfaßt die
Meßanordnung 24 einen Oszillator 26, in den der aus der
Ringelektrode 22 und dem Werkstück 10 gebildete Kondensator
einbezogen ist, einen Frequenzmesser 27, der die
Schwingungsfrequenz des Oszillators 26 mißt und ein
Rechenglied 28, das aus der gemessenen Frequenz des
Frequenzmessers 27 die Kapazität bestimmt und an die
Auswerteeinheit 25 gibt. Als Oszillator 26 kann
beispielsweise ein LC-Franklin-Oszillator und als
Frequenzmesser eine Frequenz-Digital-Umsetzung verwendet
werden, wie sie in "Taschenbuch der Meßtechnik, Prof. Dr.
Tränkler, 4. Auflage, R. Oldenbourg Verlag München Wien 1996,
Seite 189, Bild 25.8a (Franklin-Oszillator) und Bild 25.8b
(Frenquenz-Digital-Umsetzung) angegeben sind. Im Rechenglied
28 wird dann die Kapazität nach der in Bild 25.8a angegebenen
Gleichung für die Resonanzfrequenz des LC-Schwingkreises
berechnet. Anstelle des LC-Franklin-Oszillators können auch
andere Oszillatorschaltungen verwendet werden, wie eine
beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist. Die Auswerteeinheit
25 berechnet aus der gemessenen Kapazität C und dem bekannten
Außendurchmesser der Ringelektrode 29, der dem
Außendurchmesser d des Werkzeugschaftes 15 des
Bearbeitungswerkzeugs 14 entspricht, den momentanen
Bohrungsdurchmesser D der Bohrung 11 gemäß
wobei 1 die axiale Länge des Arbeitsmittels 18 bzw. des
Schleifbelags, 50 die absolute Dielektrizitätskonstante und
εr die relative Dielektrizitätskonstante oder
Dielektrizitätszahl des Arbeitsmittels 18 und des
Kühlschmierstoffs ist. Dabei wird die Approximation eines
axialsymmetrischen Zylinderkondensators vorausgesetzt.
Eine wesentlich höhere Meßgenauigkeit wird mit einem
dynamischen Meßverfahren der Kapazitätsmessung erreicht, wie
dies mit der Meßvorrichtung gemäß Fig. 3 durchgeführt wird.
Hierbei werden für die innere Elektrode zwei auf einem
Teilerkreis angeordnete, zueinander um 180° Drehwinkel
versetzte Elektrodensegmente 31, 32 vorgesehen, die sich
jeweils über einen gleichen Teilerkreisabschnitt erstrecken.
Die beiden Elektrodensegmente 31, 32 sind dabei auf dem
Mantel des Werkzeugschaftes 15 so angeordnet, daß der
Durchmesser des Teilerkreises dem Außendurchmesser d des
Werkzeugschaftes 15 entspricht. Gegenüber dem Werkzeugschaft
15 sind die beiden Elektrodensegmente 31, 32 elektrisch
isoliert. Jede der Elektrodensegmente 31, 32 überdeckt ein
Segment des Schaftumfanges mit der Bogenlänge ϕ, die
beispielsweise 60° überspannt. Die beiden von den
Elektrodensegmenten 31, 32 einerseits und dem Werkstück 10
andererseits gebildeten Kondensatoren werden in einer
bestimmten Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs 14 auf
ein gleiches Potential U0 aufgeladen. Während einer halben
Umdrehung (180°) des Werkzeugs 14 verkleinert sich die
Kapazität des einen der Elektrodensegmente 31, 32 und
vergrößert sich die Kapazität des anderen der
Elektrodensegmente 31, 32, wodurch ein zeitabhängiger Gesamt-
Ladungsverschiebestrom I(t) entsteht, der gemessen und zur
Bestimmung des Bohrungsdurchmessers und/oder des Abtragsmaßes
an der Bohrung 11 verwendet wird. Hierzu sind in der den
Ladungsverschiebestrom messenden Meßanordnung 24 in Fig. 3
die beiden Elektrodensegmente 31, 32 über eine
Gleichrichterbrücke 33 an einem Ladungsverstärker 34
angeschlossen, dessen Ausgangsspannung
ein Maß für die summierte Kapazitätsänderungen zwischen den
beiden Elektrodensegmenten 31, 32 ist. Die beiden
Elektrodensegmente 31, 32 sind über je einen Transistor 35 an
ein positives Potential anschließbar, wobei die Transistoren
35 von einer Triggereinheit 36 so mit der Drehwinkellage des
Bearbeitungswerkzeugs 14 synchronisiert sind, daß in der
Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs 14, in der die
beiden Elektrodensegmente 31, 32 ihren minimalen oder
maximalen Abstand von der Bohrungswand 111 haben, die beiden
Elektrodensegmente 31, 32 auf das positive Potential U0
aufgeladen werden. In der nachfolgenden Halbdrehung der
Elektrodensegmente 31, 32 fließen durch die Änderung der
Kapazitäten zwei Ströme über die Widerstände 37 und die
Gleichrichterbrücke 33. Aus diesen beiden Strömen entsteht am
Ausgang der Gleichrichterbrücke 33 der Gesamt-
Ladungsverschiebestrom I(t), der durch den Ladungsverstärker
34 über ein Zeitintervall, das ebenfalls von der
Triggereinheit 36 bestimmt wird, aufintegriert wird. Aus der
Meßspannung Umess wird mit dem mittleren Gesamt-
Ladungsverschiebestrom:
I = (Cmax - Cmin)U0.2n (3),
wobei Cmax die Kapazität des Elektrodensegments 31 bzw. 32 mit
dem momentan minimalen Abstand von der Bohrungswand 111, Cmin
die Kapazität des gegenüberliegenden Elektrodensegments 32
bzw. 31 und n die Drehzahl des Werkzeugs 14 ist, und den
Kapazitäten
wobei D der Bohrungsdurchmesser, ds der Außendurchmesser des
Arbeitsmittels 18 und d der Durchmesser des die
Elektrodensegmente 31, 32 aufnehmenden Teilerkreises, also der
Durchmesser des Werkzeugschaftes 15 ist, nach Analog-Digital-
Wandlung im A/D-wandler 38 in einem Rechenglied 39 der
Auswerteeinheit 25 die Differenz der Durchmesser von Bohrung
und Arbeitsmittel D - ds ermittelt. Bleibt der
Außendurchmesser des Arbeitsmittels 18 während des gesamten
Bearbeitungsprozesses konstant, so kann daraus problemlos der
Bohrungsdurchmesser D bestimmt werden. Die Gl. (4) und (5)
sind Verallgemeinerungen der Gl. (1) und gelten für einen
gegenüber der Gesamtgeometrie kleinen Elektrodensegmentabstand
(D - d)/2.
Üblicherweise unterliegt aber das Arbeitsmittel 18, im
Ausführungsbeispiel der Schleifbelag, einer Abnutzung, die
größer ist als die erlaubte Meßunsicherheit für den
Bohrungsdurchmesser, so daß es notwendig ist, den
Arbeitsmitteldurchmesser ds während des Bearbeitungsprozesses
fortlaufend zu messen. Hierzu ist auf dem Teilerkreis der
beiden Elektrodensegmente 31, 32 eine Kompensationselektrode
40 bezüglich der beiden Elektrodensegmente 31, 32 um 90°
Drehwinkel versetzt angeordnet, die sich wiederum über eine
Bogenlänge ϕ erstreckt. Die Kompensationselektrode 40 bildet
mit dem Werkstück 10 einen Kompensationskondensator, dessen
Kapazität fortlaufend in einer Drehwinkellage des Werkzeugs
14 gemessen wird, in der die Kompensationselektrode 40 ihren
minimalen Abstand von der Bohrungswand 111 hat. Aus der
gemessenen Kapazität wird die momentane Dicke des
Arbeitsmittels 18, also des Schleifbelags, bestimmt und somit
ein Maß für die laufende Abnutzung des Arbeitsmittels 18 beim
Bearbeitungsprozeß gewonnen, mit dem der Meßfehler bezüglich
des Bohrungsdurchmessers kompensiert werden kann.
Hierzu ist der Kompensationskondensator in eine
Oszillatorschaltung 41 aus zwei Operationsverstärkern 42, 43
einbezogen, in der der Operationsverstärker 42 als Integrator
und der Operationsverstärker 43 als Schmitt-Trigger arbeitet.
Die Schwingungsfrequenz dieser Oszilatorschaltung 41 ist
abhängig von der Kapazität Ckomp des eingebundenen
Kompensationskondensators. Ein an der Oszilatorschaltung 41
angeschlossener Frequenzmesser 44 mißt die
Schwingungsfrequenz der Oszilatorschaltung 41 wobei für die
Schwingungsperiode gilt:
Ein dem Frequenzmesser 44 nachgeschaltetes Rechenglied 45,
das von der Triggereinheit 36 gesteuert wird, berechnet aus
der gemessenen Frequenz die Kapazität Ckomp des
Kompensationskondensators in einer Drehwinkellage des
Werkzeugs 14, in welcher die Kompensationselektrode 40 ihren
minimalen Abstand von der Bohrungswand 111 hat. Aus dieser
Kapazität Ckomp wird in einem nachgeschalteten weiteren
Rechenglied 46 die Dicke des Schleifbelags 18, nämlich
(ds - d)/2, aus der lokalen Näherungsformel für einen
Plattenkondensator
berechnet, wobei A die Fläche der Kompensationselektrode 40
ist.
Um eine hinreichend genaue Messung der Dicke des
Schleifbelags während der Bearbeitung zu gewährleisten, ist
für jedes neue Bearbeitungswerkzeug 14 vor seinem Einsatz
eine Kalibrierung notwendig, mit der die Dielektrizitätszahl
εr bestimmt wird. Dazu muß der Durchmesser d des
Werkzeugschaftes 15 bzw. des Teilerkreises gemessen oder
hinreichend eng toleriert werden. Auf Basis dieser
Kalibrierung und einer einmal erstellten Kalibierkurve kann
dann während der Bearbeitung die Dicke des Schleifbelags bzw.
die Wandstärke des Arbeitsmittels 18 aus der Kapazität Ckomp
des Kompensationskondensators bestimmt werden.
Die so ermittelte Dicke des Schleifbelags bzw. Wandstärke des
Arbeitsmittels 18 wird einem Addierer 47 der Auswerteeinheit
25 zugeführt, dem von dem Rechenglied 39 der Arbeitseinheit
25 die Differenz der Durchmesser von Bohrung 11 und
Arbeitsmittel 18 (D - ds) zugeführt wird. Der Addierer 47
ermittelt nunmehr den Bohrungsmesser D, der der Summe aus dem
Durchmesser d des Werkzeugschaftes 15, der zweifachen Dicke
(ds - d) des Schleifbelags und der Differenz (D - ds) der
Durchmesser von Bohrung 11 und Schleifbelag entspricht.
Eine weitere Erhöhung des Meßeffekts kann erreicht werden,
wenn die Elektrodensegmente 31, 32 sowie die
Kompensationselektrode 40 nicht auf dem Werkzeugschaft 15
sondern direkt unter dem noch zugelassenen minimalen
Durchmesser des Schleifbelags angeordnet werden. In diesem
Fall ist dann der Durchmesser d des Werkzeugschaftes 15 in
allen Gleichungen durch den Durchmesser des Teilerkreises zu
ersetzen, auf dem die Elektrodensegmente 31, 32 und die
Kompensationselektrode 40 angeordnet sind.
Claims (18)
1. Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des
Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer in ein
Werkstück (10) eingebrachten, insbesondere kleinen
Bohrung, bei der ein in die Bohrung (11) eintauchendes
Bearbeitungswerkzeug (14) mit einem an seinem Umfang
angeordneten Arbeitsmittel (18) an der Bohrungswand
(111) der Bohrung (11) ansetzt und dabei das
Bearbeitungswerkzeug (14) und/oder das Werkstück (10)
rotiert und einem radialen Vorschub ausgesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß während des
Bearbeitungsprozesses fortlaufend die Kapazität zwischen
einer im Bearbeitungswerkzeug (14) elektrisch isoliert
angeordneten inneren Elektrode und dem Werkstück (10)
als äußere Elektrode gemessen und daraus fortlaufend der
Bohrungsdurchmesser und/oder das Maß des Abtrags an der
Bohrung (11) bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die innere Elektrode als Ringelektrode (22) ausgebildet
und im radialen Abstand vom Außenumfang des
Arbeitsmittels (18) konzentrisch zur Werkstückachse
angeordnet wird, daß der von der Ringelektrode (22) und
dem Werkstück (10) gebildete Kondensator in einem
schwingenden System, z. B. Oszillator (26), betrieben
wird und daß aus der Schwingungsfrequenz des
schwingenden Systems die Kapazität bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als innere Elektrode zwei auf einem Tellerkreis
diametral angeordnete Elektrodensegmente (31, 32)
vorgesehen werden, die sich jeweils über einen gleichen
Teilerkreisabschnitt (ϕ) erstrecken, und daß ein durch
Kapazitätsänderung der beiden von den
Elektrodensegmenten (31, 32) mit jeweils dem Werkstück
(10) gebildeten Kondensatoren hervorgerufener
Ladungsverschiebestrom gemessen und aus dem
Ladungsverschiebestrom der Bohrungsdurchmesser und/oder
das Maß des Abtrags bestimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
in einer Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs (14),
in der eines der beiden Elektrodensegmente (31, 32)
seinem minimalen bzw. maximalen Abstand von der
Bohrungswand (111) hat, die Elektrodensegmente (31, 32)
auf ein gleiches, positives Potential (U0) aufgeladen
und die Messung des Ladungsverschiebestroms in der
folgenden Halbdrehung des Bearbeitungswerkzeugs (14)
durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ladungsverschiebestrom mittels
eines Ladungsverstärkers (34) über ein Zeitintervall
integriert wird und daß aus der Meßspannung (Umess) des
Ladungsverstärkers (34) die Differenz (D - ds) der
Durchmesser von Bohrung (11) und Arbeitsmittel (18) und
daraus der Bohrungsdurchmesser (D) und/oder Abtrag an
der Bohrung (11) berechnet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Abnutzung des Arbeitsmittels
(18) während des Bearbeitungsprozesses ermittelt und in
der Berechnung von Bohrungsdurchmesser (D) oder Abtrag
kompensiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4 und Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abnutzung des Arbeitsmittels
(18) während des Bearbeitungsprozesses gemessen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
auf dem Teilerkreis der Elektrodensegmente (31, 32) eine
Kompensationselektrode (40) angeordnet wird, die
bezüglich der beiden Elektrodensegmente (31, 32) um
vorzugsweise 90° Drehwinkel versetzt ist und sich über
einen Teilerkreisabschnitt (ϕ) erstreckt, daß die
Kapazität des von der Kompensationselektrode (40) und
dem Werkstück (10) gebildeten Kompensationskondensators
fortlaufend in einer Drehwinkellage des
Bearbeitungswerzeugs (14) gemessen wird, in der die
Kompensationselektrode (40) ihren minimalen Abstand von
der Bohrungswand (111) hat, und daß aus der Kapazität
die Dicke des Arbeitsmittels (18) bestimmt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kompensationskondensator in einem schwingenden
System, z. B. Oszillatorschaltung (41), betrieben wird
und daß aus der Schwingungsfrequenz die Kapazität des
Kompensationskondensators errechnet wird.
10. Vorrichtung zum Messen des Durchmessers und/oder des
Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer in ein
Werkstück (10) eingebrachten, insbesondere kleinen
Bohrung (11), bei der ein in die Bohrung (11)
eintauchendes Bearbeitungswerkzeug (14) mit einem an
seinem Umfang angeordneten Arbeitsmittel (18) an der
Bohrungswand (111) ansetzt und dabei das
Bearbeitungswerkzeug (14) und/oder das Werkstück (10)
rotiert und einem radialen Vorschub unterliegt,
gekennzeichnet durch eine im Bearbeitungswerkzeug (14)
elektrisch isoliert angeordnete innere Elektrode, eine
die Kapazität zwischen der inneren Elektrode und dem als
äußere Elektrode geschalteten Werkstück (10) messende
Meßanordnung (24) und eine Auswerteeinheit (25), die aus
der gemessenen Kapazität fortlaufend den
Bohrungsdurchmesser und/oder das Maß des Abtrags an der
Bohrung (11) bestimmt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Elektrode als konzentrisch zur
Werkzeugachse angeordnete Ringelektrode (22) ausgebildet
ist und daß die Meßanordnung (24) einen den von
Ringelektrode (22) und Werkstück (10) gebildeten
Kondensator einbeziehenden Oszillator (26), dessen
Schwingungsfrequenz umgekehrt proportional der Kapazität
des Kondensator ist, einen Frequenzmesser (27) und ein
Rechenglied (28) aufweist, das aus der
Schwingungsfrequenz die Kapazität des Kondensators
berechnet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Elektrode zwei Elektrodensegmente (31,
32) aufweist, die auf einem zur Werkzeugachse
konzentrischen Teilerkreis diametral zueinander
angeordnet sind und mit dem Werkstück (10) zwei
Kondensatoren bilden, und daß die Meßanordnung (24) den
durch Kapazitätsänderung der Kondensatoren
hervorgerufenen Ladungsverschiebestrom zwischen den
Kondensatoren mißt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Triggereinheit (36) die Meßanordnung (24) mit
der Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs (14) so
synchronisiert, daß in der Drehwinkellage, in der die
beiden Elektrodensegmente (31, 32) ihren minimalen oder
maximalen Abstand von der Bohrungswand (111) haben, die
beiden Elektrodensegmente (31, 32) kurzzeitig an einem
positiven Spannungspotential (U0) liegen und die Messung
des Ladungsverschiebestroms in der folgenden Halbdrehung
(180°) des Bearbeitungswerkzeugs (14) erfolgt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrodensegmente (31, 32) über eine
Gleichrichterbrücke (33) an einem Ladungsverstärker (34)
angeschlossen sind, dessen am Ausgang abgenommene
Meßspannung (Umess) pro von der Triggereinheit (36)
festgelegtem Zeitintervall an die Auswerteeinheit (25)
gelegt wird, die aus der Meßspannung (Umess) die
Differenz (D - ds) der Durchmesser von Bohrung (11) und
Arbeitsmittel (18) bestimmt und daraus den
Bohrungsdurchmesser (D) berechnet.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-14, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Teilerkreis eine
Kompensationselektrode (40) angeordnet ist, die
bezüglich der beiden Elektrodensegmente (31, 32) um
vorzugsweise 90° Drehwinkel versetzt ist und sich über
einen Teilerkreisabschnitt (ϕ) erstreckt, daß der von
Kompensationselektrode (40) und Werkstück (10) gebildete
Kompensationskondensator Teil einer Oszillatorschaltung
(41) ist, das an der Oszillatorschaltung (41) ein
Frequenzmesser (44) zur Messung der Schwingungsfrequenz
der Oszillatorschaltung (41) angeschlossen ist, daß ein
von der Triggereinheit (36) mit der Drehwinkellage des
Bearbeitungswerkzeugs (14) synchronisiertes Rechenglied
(45), das aus der Schwingungsfrequenz die Kapazität des
Kompensationskondensators im Zeitpunkt einer
Drehwinkellage des Bearbeitungswerkzeugs (14), in welche
die Kompensationselektrode (40) ihren minimalen Abstand
von der Bohrungswand (111) hat, berechnet, und ein
zweites Rechenglied (46) vorgesehen ist, das aus der
Kapazität die Dicke des Arbeitsmittels berechnet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang des zweiten Rechenglieds (45) der
Auswerteeinheit (25) zugeführt ist, die einen Addierer
(47) aufweist, der aus der Durchmesserdifferenz (D - ds)
von Bohrung (19) und Arbeitsmittel (18), dem Durchmesser
(d) des Teilerkreises der Elektrodensegmente (31, 32)
und der Kompensationselektrode (40) und der doppelten
Dicke (ds - d) des Arbeitsmittels (18) den
Bohrungsmesser (D) aufsummiert.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-16, dadurch
gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel (18) ein auf dem
Werkzeugschaft (15) angeordneter Schleifbelag ist und
daß die innere Elektrode auf dem Außenmantel des
Werkzeugschafts (15) unter dem Schleifbelag angeordnet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-16, dadurch
gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel (18) ein auf dem
Werkzeugschaft (15) des Bearbeitungswerkzeugs (14)
angeordneter Schleifbelag ist und die innere Elektrode
im Schleifbelag in einem Bereich angeordnet ist, der
unmittelbar unter der zugelassen maximalen Abnutzung des
Schleifbelags liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000151002 DE10051002C2 (de) | 2000-10-14 | 2000-10-14 | Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer Bohrung und Vorrichtung hierzu |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000151002 DE10051002C2 (de) | 2000-10-14 | 2000-10-14 | Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer Bohrung und Vorrichtung hierzu |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10051002A1 true DE10051002A1 (de) | 2002-05-02 |
| DE10051002C2 DE10051002C2 (de) | 2003-10-23 |
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|---|---|---|---|
| DE2000151002 Expired - Fee Related DE10051002C2 (de) | 2000-10-14 | 2000-10-14 | Verfahren zum Messen des Durchmessers und/oder des Abtrags bei der Innenrundfeinbearbeitung einer Bohrung und Vorrichtung hierzu |
Country Status (1)
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|---|---|
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10051002C2 (de) | 2003-10-23 |
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