DE10051466C2 - Anordnung als Maske für Lithographie - Google Patents
Anordnung als Maske für LithographieInfo
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Abstract
Eine reflektierende Membranmaske (1) besteht zumindest teilweise aus einem elektrisch leitfähigen Material und ist horizontal über einer zu bearbeitenden Probe (6) ausgerichtet. Eine Durchbiegung wird dadurch kompensiert, dass über der Membranmaske und parallel dazu eine Elektrodenplatte (2) angeordnet ist, die mit einer Anzahl gegeneinander elektrisch isolierten Elektroden (3) versehen ist. Durch Anlegen einer jeweiligen elektrischen Potenzialdifferenz zwischen einer Elektrode und der Membranmaske werden elektrostatische Kräfte hervorgerufen, die eine Verformung der Membranmaske korrigieren.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung als Litho
graphiemaske, insbesondere für EUV-Lithographie, die in der
Fertigung von Halbleiterbauelementen eingesetzt wird.
Für den Einsatz der EUV-Lithographie (EUV = extreme ultra
violet) in der Fertigung von Halbleiterbauelementen wird eine
Maske benötigt, die sehr hohen Anforderungen an die Ferti
gungstoleranzen genügt. Die Maske wird bei dieser Art Litho
graphie nicht durchleuchtet, sondern von der Seite der litho
graphisch zu bearbeitenden Probe her angestrahlt. Das Licht
wird entsprechend der strukturierten Oberfläche der Maske re
flektiert oder nicht reflektiert. Die Spezifikationen derar
tiger Masken sind daher sehr genau einzuhalten. Bei einer
Maskenfläche in der Größenordnung von Quadratzentimetern darf
die vertikale Abweichung aus der Ebene dieser Fläche höchs
tens 100 nm betragen. Außerdem muss sichergestellt sein, dass
die Maske während der Lithographie bezüglich des zu bearbei
tenden Objektes sehr genau ausgerichtet werden kann. Bisher
werden daher Masken aus dicken Substraten mit niedrigem ther
mischem Ausdehnungskoeffizienten eingesetzt, die aus einem
Material wie z. B. Zerodur oder Ultra-low-expansion-glass ge
fertigt werden. Aufgrund der großen Masse dieser Substrate
wird die Maske bei einer horizontalen Ausrichtung durch die
Erdanziehungskraft in der Mitte nach unten durchgebogen. Die
ses Durchbiegen der Maske kann auch bei Verwendung sehr sta
biler Substrate nicht vollständig vermieden werden. Diese
Verformung der Maske führt zu nicht mehr tolerierbaren Unge
nauigkeiten in der Lithographie.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Maske für Li
thographie anzugeben, die den hohen Anforderungen, die durch
die EUV-Lithographie gestellt werden, entspricht.
Diese Aufgabe wird mit der Anordnung mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst. Ausgestaltungen ergeben sich aus den ab
hängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird als Maske eine Anordnung aus einer re
flektierenden Membranmaske und einer Elektrodenplatte verwen
det. Die reflektierende Maske ist als Membranmaske ausgebil
det, bei der die eigentliche Maske durch eine in einem Rahmen
angebrachte Membran gebildet ist. Die Membran ist zumindest
teilweise aus einem elektrisch leitfähigen Material herge
stellt. Im einfachsten Fall ist die gesamte Membran ein elek
trisch leitfähiges Material, z. B. eine leitfähige Folie oder
eine dünne elektrisch leitende Polysiliziumschicht.
Diese Membranmaske wird horizontal über einer zu bearbeiten
den Probe ausgerichtet. Die Membran der Maske biegt sich da
her aufgrund ihres Eigengewichtes nach unten durch, so dass
im mittleren Bereich der Abstand zu dem darunter angeordneten
Objekt verringert ist. Das wird in der erfindungsgemäßen An
ordnung dadurch kompensiert, dass über der Membranmaske und
parallel dazu eine Elektrodenplatte angeordnet ist, die mit
einer Anzahl gegeneinander elektrisch isolierter und einzeln
elektrisch anschließbarer Elektroden versehen ist. Über ge
eignete Mittel zum Anlegen einer jeweiligen elektrischen Po
tenzialdifferenz zwischen je einer dieser Elektroden und der
Membranmaske werden elektrostatische Kräfte hervorgerufen,
die lokal begrenzt in einem eine jeweilige Elektrode umgeben
den Bereich wirken. Auf diese Weise ist es möglich, durch An
legen geeigneter Potenziale die Verformung der Membranmaske
so weit zu korrigieren, dass die erforderlichen Toleranzen
eingehalten werden.
Es folgt eine genauere Beschreibung von Ausführungsbeispielen
der erfindungsgemäßen Anordnung anhand der Fig. 1 bis 3.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der erfin
dungsgemäßen Anordnung.
Die Fig. 2 zeigt ein Beispiel für eine geeignete Struktur
der Elektroden.
Fig. 3 zeigt ein Schema für ein weiteres bevorzugtes Ausfüh
rungsbeispiel.
In der Fig. 1 ist die Membranmaske 1 in einem Querschnitt
durch die horizontale Anordnung dargestellt. Über der Mem
branmaske ist parallel dazu die Elektrodenplatte 2 mit den
einzelnen Elektroden 3 angeordnet. Die Membranmaske besitzt
vorzugsweise eine rahmenförmige Halterung 4, die eine Membran
aus zumindest anteilig elektrisch leitfähigem Material so
einspannt, dass die Verformung der Membran vorab möglichst
gering ist. An oder in dem Rahmen befindet sich ein elektri
scher Anschluss, der die elektrisch leitfähige Membran mit
dem betreffenden elektrischen Anschluss der Spannungsversor
gung verbindet; in diesem Beispiel ist das der Anschluss an
Masse 5. Die Elektroden 3 werden mit einer jeweiligen elek
trischen Spannung gegenüber Masse beaufschlagt, wozu geeigne
te Mittel vorhanden sind, vorzugsweise elektronische Schal
tungen, mit denen unterschiedliche regelbare Potenziale er
zeugt werden. Da die Elektroden 3 gegeneinander elektrisch
isoliert sind, können elektrische Felder zwischen der Membran
und den Elektroden erzeugt werden. Die in Fig. 1 mit dem
nach unten weisenden Pfeil angedeutete Erdanziehungskraft
wird so durch die elektrostatischen Kräfte (entgegengesetzt
nach oben weisender Pfeil) weitgehend kompensiert. Die litho
graphisch zu bearbeitende Probe 6 wird unter dieser Anordnung
angebracht und kann beispielsweise in der mit den vier paral
lelen Pfeilen bezeichneten Richtung mit der EUV-Strahlung
über die reflektierende Membranmaske angestrahlt werden.
Durch die Verwendung einer Mehrzahl von Elektroden 3 in der
Elektrodenplatte 2, die alle auf unterschiedliche Potenziale
gelegt werden können, kann abgesehen von der Durchbiegung der
Membran infolge der Erdanziehungskraft auch eine fertigungs
technisch bedingte Ungleichmäßigkeit der Membran, zum Bei
spiel eine Welligkeit, kompensiert werden.
Fig. 2 zeigt die Elektrodenplatte 2 in Aufsicht. Die Elek
troden 3 können wie in Fig. 1 dargestellt entweder die Elek
trodenplatte 2 vertikal vollständig durchdringen, oder die
Elektroden 3 sind nur auf einer Oberseite einer isolierenden
Elektrodenplatte 2 aufgebracht und strukturiert. Diese Ober
seite der Elektrodenplatte 3 wird in diesem Fall vorzugsweise
der Membranmaske 1 gegenüberliegend angeordnet. Zu diesen
verschiedenen Möglichkeiten der Ausgestaltung ist in Fig. 2
eine geeignete Strukturierung der Elektroden 3 dargestellt.
Die Elektroden 3 sind hier als konzentrisch zueinander ange
ordnete Kreisringe strukturiert. Die Kreisringe sind unter
brochen, so dass die zum elektrischen Anschluss geführten Zu
leitungen 9 gegeneinander elektrisch isoliert vorgesehen wer
den können. Die hier gezeigte Struktur der Elektroden 3 be
rücksichtigt den Umstand, dass eine unerwünschte räumliche
Verformung der Membran in den meisten Fällen eine radiale
Symmetrie besitzen wird.
In Fig. 3 ist eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der
Anordnung dargestellt, bei der die mit elektrostatischer An
ziehung herbeigeführte Korrektur der räumlichen Form der Mem
bran mit vorzugsweise optischen Mitteln kontrolliert wird.
Dafür ist hier eine Lichtquelle 7, vorzugsweise ein Laser,
angebracht, der einen Lichtstrahl auf die Oberfläche der Mem
bran 1 richtet. Der reflektierte Strahl wird mit einem Licht
detektor 8 aufgenommen. Die Richtung des ausgesandten Strah
les kann kontinuierlich verändert werden. Anhand der dadurch
in berechenbarer Weise veränderten Richtung des reflektierten
Strahles kann festgestellt werden, ob die Oberfläche der Mem
bran 1 exakt eben ausgerichtet ist. Diese optische Kontrolle
kann wie hier gezeigt von der Oberseite der Membranmaske 1
erfolgen; es ist aber auch möglich, die Lichtquelle und den
Lichtdetektor unterhalb der Membranmaske anzuordnen. Die Kon
trolle der räumlichen Form der Membranmaske muss dann gegebe
nenfalls vor der lithographischen Belichtung einer Probe 6
erfolgen, die erst dann unter der Anordnung angebracht wird,
wenn die Lichtquelle 7 und der Lichtdetektor 8 wieder entfernt
wurden. Als berührungslose Kontrolle der Membranform
kann im Prinzip jedes ausbreitungsfähige Medium eingesetzt
werden. Statt Licht können elektromagnetische Wellen anderer
Wellenlängen, Ultraschall oder dergleichen eingesetzt werden.
Der Vorteil eines Lasers liegt in der sehr guten Bündelung
des ausgesandten Strahles und der Möglichkeit, die Strahl
richtung sehr genau festzulegen. Über einen Rückkopplungs
kreis der elektronischen Schaltung kann in Abhängigkeit von
dem von dem Lichtdetektor 8 ausgegebenen Signal eine Korrek
tur der an den Elektroden 3 anliegenden Potenziale so vorge
nommen werden, dass die ebene Ausrichtung der Membran mög
lichst genau erreicht wird. Falls sich die dünne Membran
durch Einwirkung der EUV-Strahlung zu stark aufheizt, kann
die erfindungsgemäße Anordnung mit einem Kühlgas durchströmt
werden.
Claims (3)
1. Anordnung als Maske für Lithographie, die aufweist
eine reflektierende Membranmaske (1), die zumindest teilweise aus einem elektrisch leitfähigen Material besteht,
eine über der Membranmaske angeordnete Elektrodenplatte (2) mit einer Anzahl gegeneinander elektrisch isolierter und ein zeln elektrisch anschließbarer Elektroden (3) und
Mittel zum Anlegen einer jeweiligen elektrischen Potenzial differenz zwischen je einer Elektrode und der Membranmaske.
eine reflektierende Membranmaske (1), die zumindest teilweise aus einem elektrisch leitfähigen Material besteht,
eine über der Membranmaske angeordnete Elektrodenplatte (2) mit einer Anzahl gegeneinander elektrisch isolierter und ein zeln elektrisch anschließbarer Elektroden (3) und
Mittel zum Anlegen einer jeweiligen elektrischen Potenzial differenz zwischen je einer Elektrode und der Membranmaske.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der
weitere Mittel vorhanden sind, die dafür vorgesehen sind, die
räumliche Form der Membranmaske zu kontrollieren.
3. Anordnung nach Anspruch 2, bei der
die weiteren Mittel eine Lichtquelle (7) und einen Lichtde
tektor (8) umfassen.
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