DE100532C - - Google Patents

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DE100532C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher bekannt gewordenen Gruppendruck-Schreibmaschinen, welche mit Typenrädern oder Typensegmenten arbeiten, ging man stets davon aus, sämmtlichen Typenträgern eine gemeinsame Drehachse zu geben. Man war dadurch gezwungen, entweder Kröpfungen anzuwenden, um die Verbindung der nahe zusammen liegenden Typenträger mit den weiter aus einander liegenden einzelnen Tastenwerken zu erhalten, oder die Nabenbüchsen der Typenträger in einander zu schachteln, wenn man Kröpfungen vermeiden wollte.
Der erste Fall liegt bei Additionsmaschinen vor. Die Kröpfungen bleiben aber hier nur deswegen in zulässigen Grenzen, weil die einzelnen Tastenwerke, welche nur die Ziffern von ι bis 9 enthalten, einreihig sind, also in der Breite sehr wenig Raum einnehmen. Bei breiteren Tastenwerken geben aber Kröpfungen zu nachtheiligen Federungen Anlafs, welche ungünstig auf das Erzeugnifs der Maschine einwirken können.
Bei den Maschinen mit in einander geschachtelten Naben folgt aber aus der Natur der Sache der Uebelstand, dafs die Schreibrichtung an der Druckstelle nicht mit der Schreibrichtung auf dem Tastenwerk übereinstimmt, sondern eine entgegengesetzte ist.
In beiden Fällen sind zudem nur einreihige "Einzeltastenwerke vorgesehen. Hierdurch werden aber die üblichen Knopftastenwerke bei der Anordnung von nur 26 Zeichen für jedes Einzeltastenwerk so lang, dafs sie nicht mehr in allen Fällen mit beiden Händen beherrscht werden können.
Die nachstehend beschriebene Vorrichtung vermeidet die beregten Uebelstä'nde dadurch, dafs bei ihr jedem Typensegment oder Typenrad eine besondere Achse zugetheilt ist. Die Befestigungsstellen der Segmente auf den einzelnen Achsen sind in demselben Sinne versetzt wie die Hebel, an welchen die den einzelnen Typensegmenten zukommenden Tastenwerke angreifen. Die Lagerung der Achsen kann so fest und genau, wie erforderlich, ausgeführt werden; auch sind bezüglich der Länge der Achsen keine Grenzen gezogen, so dafs sowohl mehrreihige Einzeltastenwerke verwendet werden als auch so viel Typensegmente bezw. Einzeltastenwerke neben einander angeordnet werden können, als beide Hände gleichzeitig zu beherrschen vermögen. Die Radien der Typenräder (oder -Segmente) sind nicht mehr gleich, sondern unterscheiden sich von einander um die entsprechenden Abstände der Drehachsen.
Die nachstehend beschriebene und durch Zeichnung Fig. 1 im Grundrifs, Fig. 2 der Länge nach im senkrechten Schnitt dargestellte Maschine hat vier neben einander liegende dreireihige Einzeltastenwerke h ft1 bis ft3, von denen das erste die Interpunktionszeichen u. s. w., das zweite das grofse und das dritte und vierte je das kleine Alphabet umfassen. Die Tasten h sind in den beiden Platten i und i' geführt, federn nach oben und treffen beim Niederdrücken auf die Platte ff1 u. s. w. der Hebel e el u. s. w., deren jedem Einzeltastenwerke einer zukommt. Durch genannte Hebel werden vermittelst der Gelenke c c1 u. s. w. der entsprechend den Tastenwerken versetzten Hebel
ddl bis d3 und der Achsen b bl u. s. w. die zugehörigen Typensegmente α al u. s. w. bewegt. Jede Taste hat einen fest begrenzten Ausschlag, so dafs ihr eine bestimmte Stellung des dem betreffenden Tastenwerk zugehörigen Typensegmentes entspricht, bei welcher die der angeschlagenen Taste zukommende Type in Druckstellung steht. Beim Loslassen der Tasten schnellen die Segmente, durch Federdruck veranlafst, wieder in ihre (gezeichnete) Ruhestellung zurück.
Die Lagerung der Segmentachsen b b1 bis b3 ist symmetrisch zur Mittellinie der Maschine angeordnet, so dafs auf der linken Seite die den Segmenten α und al entsprechenden Achsen b und bl hinter einander liegen und ihnen gegenüber auf der rechten Seite in gleicher Weise die Achsen b'2 und b3 gelagert sind. Durch diese Anordnung erhält man nur zwei verschiedene Krümmungsradien der Segmente (deren Peripherien im Druckpunkt in einer Ebene liegen), während man deren vier verschiedene haben würde, wenn die einzelnen Achsen alle hinter einander lägen. Dafs man weitere Tastenwerke, aufser den vier gezeichneten, anordnen kann, liegt auf der Hand.
Die ganze Bauart ergiebt die Vermeidung jeglicher schädlichen Durchfederung, die Möglichkeit genauer Lagerung, leichter Instandhaltung und guter Schmierung, besonders der Segmentachsen; auch vertheilt sich der senkrecht zu den Achsen erfolgende Druck auf die verschiedenen Lager.
Die Bewegung der Schaltvorrichtung für den Papiervorschub, des Hammers zum Abdrucken der eingestellten Typen, der Färbung u. s. w. wird durch besondere Tasten bewirkt, die hier aber nicht beschrieben werden, weil sie keinen Theil der vorliegenden Erfindung ausmachen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Gruppendruck - Schreibmaschine mit mehreren neben einander befindlichen Typenrädern oder -Segmenten, dadurch gekennzeichnet, dafs die letzteren auf einer ihrer Zahl entsprechenden Anzahl neben bezw. hinter einander liegenden Drehachsen (b bl b'2 b3j angeordnet sind, die von den Tastenwerken in Drehung versetzt werden, welche in demselben Sinne wie die Typenräder auf einander folgen und deren jedes dabei mit mehreren Tastenreihen versehen sein kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT100532D Active DE100532C (de)

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DE (1) DE100532C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7185523B2 (en) 2003-04-03 2007-03-06 Muhr Und Bender Kg Rolling process and rolling system for rolling metal strip

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7185523B2 (en) 2003-04-03 2007-03-06 Muhr Und Bender Kg Rolling process and rolling system for rolling metal strip

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