DE10053747C2 - Verfahren zur gleichzeitigen Bestimmung zweier Fluoreszenz-Emissionen mit einem Einlaser-Durchflußzytometer - Google Patents
Verfahren zur gleichzeitigen Bestimmung zweier Fluoreszenz-Emissionen mit einem Einlaser-DurchflußzytometerInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
gleichzeitigen Bestimmung der Fluoreszenz-Emissionen eines
erstes Fluorochroms und eines zweiten Fluorochroms, welches
einen mit dem ersten Fluorochrom überlappenden Emissions
wellenlängenbereich aufweist.
Durchflußzytometrie ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe die
Fluoreszenz einzelner, mit einem Fluorochrom markierter Zellen
gemessen werden kann. Ein Durchflußzytometer umfasst einen
Vorratsbehälter mit einer Zellsuspension markierter Zellen,
einer Fallstrecke, die ein dünner Tröpfchenfaden, der aus
einer Öffnung des Vorratsbehälters ausfliesst, durchqueren
muß, einem Laser, welcher den Tröpfchenfaden bestrahlt, sowie
einem oder mehreren Meßkanälen, welche die
Emissions-Fluoreszenz des Tröpfchenfadens messen können. Die
Herstellung des Tröpfchenfadens ist hierbei kritisch, da
erreicht werden soll, daß sich einzelne Tröpfchen bilden, die
jeweils nur eine Zelle enthalten. Auf diese Weise kann
erreicht werden, daß der Laser auch nur jeweils eine Zelle
bestrahlt, so daß von den Meßkanälen die Fluoreszenz einer
einzelnen Zelle gemessen wird. Eine angeschlossene
Datenverarbeitungsanlage speichert die einzelnen Messungen und
kann eine statistische Auswertung durchführen.
DE 42 10 970 C2 beschreibt ein Verfahren zur gleichzeitigen
Bestimmung der Fluoreszenz-Emissionen eines ersten
Fluorochroms und eines zweiten Fluorochroms, welches einen mit
dem ersten Fluorochrom überlappenden Emissionswellen
längenbereich aufweist.
US 61 00 038 A beschreibt ein Verfahren zur gleichzeitigen
Bestimmung der Fluoreszenz-Emissionen eines ersten
Fluorochroms und eines zweiten Fluorochroms in einem
Durchflußzytometer mit zwei Fluoreszenzkanälen
unterschiedlicher Empfangswellenbereiche.
Ein Prinzip der Durchflußzytometrie ist die Messung relativer
Fluoreszenzen mittels spannungsgesteuerter
Photomultiplier-Röhren (PMTs) als Meßkanäle. Dabei wird das
Fluoreszenzsignal auf einer logarithmischen Skala von 100
(Beginn der 1. Dekade) bis 104 (Ende der 4. Dekade)
dargestellt. Eine Kalibrierung auf diesen Wertebereich erfolgt
anhand von negativen und positiven Kontrollstandards, welche
im einen Fall nur Hintergrundfluoreszenz und im anderen Fall
die maximal erwartbare, zu bestimmende Fluoreszenz aufweisen
sollen.
Die dabei verwendeten PMT-Spannungen sind vom eingesetzten
Durchflußzytometer abhängig und werden anhand der jeweils
verwendeten Kontrollstandards eingestellt.
Zusätzlich kann eine elektronische Kompensation der Messwerte
vorgenommen werden. Die elektronische Kompensation ist ein
Standardverfahren in der Mehrfarbendurchflußzytometrie. Werden
Zellen mit zwei oder mehr Fluorochromen markiert, entsteht
manchmal das Problem, daß aufgrund der Überlappung der
Emissions-Fluoreszenzspektren bei starken Fluoreszenzsignalen
eine Einstrahlung in den benachbarten Fluoreszenzkanal
auftritt und dort zu einem falsch positiven Signal führt.
Dieses wird im Rahmen der elektronischen Kompensation durch
elektronische Subtraktion für jedes einzelne Meßereignis
korrigiert, indem von der falsch positiven Fluoreszenz ein
Prozentsatz der Ausgangsfluoreszenz abgezogen wird.
In der Durchflußzytometrie ergibt sich mitunter das Problem,
daß man gleichzeitig zwei verschiedene Fluorochrome, welche
unterschiedliche physiologische Merkmale charakterisieren
sollen, messen möchte, deren Emissionspeak-Wellenlängen so
beieinander liegen, daß die Emissionen, gestreut über den
üblichen Wellenlängenbereich, sich überlappen. Eine
gleichzeitige Messung solcher Fluorochrome war bislang mit
einem Einlaser-Durchfluß-Zytometer auch bei Verwendung
elektronischer Kompensation nicht möglich, da häufig zumindest
bei einem der Fluoreszenzkanäle eine Überlagerung des für den
anderen Fluorenszenzkanal bestimmten Signals erfolgte, so daß
das in diesem Fluorenszenzkanal zu messende Signal nicht das
damit gemessene Fluorochrom widerspiegelte. Bei dieser
Situation mußte auf Mehrlaser-Durchfluß-Zytometer,
beispielsweise unter Verwendung UV-anregbarer Substrate und
einer UV-Anregung, zurückgegriffen werden. Diese Geräte sind
sehr teuer und aufwendig zu bedienen. Mit den in üblichen
klinischen Labors und Forschungseinrichtungen vorhandenen
Einlaser-Routinegeräten ist die simultane Messung solcher
benachbart emittierender Fluorochrome nicht möglich gewesen.
Ein Beispiel für eine solche Situation, bei der bestimmte
Fluorochrome verwendet werden müssen, um die gewünschten
Aussagen über die untersuchten Zellen machen zu können, findet
sich im Bereich der Apoptoseuntersuchung.
Apoptose ist ein biologischer Prozeß, bei dem eine Kette von
genetisch kontrollierten Ereignissen in Zellen ausgelöst wird,
die den gesteuerten Tod und die effiziente Beseitigung der
betroffenen Zellen bewirken.
Ein Nachweis von Apoptose und Apoptose-regulierender Moleküle
ist entscheidend für Diagnose und Therapie verschiedener
Erkrankungen, wie Autoimmunerkrankungen, Virusinfektionen,
neurodegenerative Erkrankungen, Knochenmark
insuffizienzsyndromen, Leukämien und soliden Tumoren.
Eine der möglichen Anwendungen ist die Zytostatika-Testung.
Zytostatika induzieren Apoptose, indem sie wesentliche
Elemente des Apoptoseprogramms aktivieren. Die Effektivität
von Zytostatika hängt davon ab, in welchem Ausmaß die
molekularen Apoptoseregulatoren aktiviert werden.
Eine wichtige Größe bei der Bestimmung der Apoptose ist das
Maß an Caspaseaktivierung. Die Familie der Caspaseproteine
bewirkt bei der Apoptose einen Proteinabbau. Eine
durchflußzytometrische Bestimmung der Caspaseaktivierung ist
durch die Verwendung spezieller Rhodamin 110-Derivate möglich.
Rhodamin 110 ist ein Fluorochrom, welches bei einer
Wellenlänge von 497 nm optimal angeregt werden kann und dann
eine Fluoreszenz-Emission erzeugt, deren Peak bei 520 nm
liegt. Das Fluorochrom Rhodamin 110 wird mit Peptiden
gekoppelt, welche bei einer Caspaseaktivierung von diesen
Caspasen wieder vom Rhodamin 110 abgespaltet werden. Durch die
Abspaltung wird die fluorochrome Eigenschaft des Rhodamin 110
aktiviert und kann im Durchflußzytometer gemessen werden.
Ein weiteres Merkmal der Apoptose ist die
Mitochondrienaktivierung, die mit einer Verminderung des
Mitochondrienmembranpotentials einher geht. Durch die
Verwendung von Mitochondrienmembranpotential-sensitiven
Fluorochromen ist auch die Bestimmung dieser Änderungen des
Mitochondrienmembranpotentials einer durchflußzytometrischen
Untersuchung zugänglich. Eine beispielsweise verwendbare
Substanz ist 3,3'-Dihexyloxacarbocyaninjodid (DiOC6(3)). Diese
Substanz ist bei einer Wellenlänge von 484 nm optimal
anregbar. Sowohl Rhodamin 110 als auch DiOC6(3) können damit
praktisch mit einem Laser, beispielsweise einem Argonlaser von
488 nm Wellenlänge angeregt werden. Allerdings liegt der Peak
der Fluoreszenz-Emission von DiOC6(3) bei 501 nm, und somit
lediglich 19 nm vom Peak des Rhodamin 110 entfernt. Daraus
ergibt sich das Problem, daß bei einer normalen Messung der
Fluoreszenz-Emission die Rhodamin 110 Fluoreszenz-Emission
eine genaue Messung der DiOC6(3)-Messung auf einem anderen
Fluoreszenzkanal verhindert.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren bereitzustellen, mittels dem auch bei einfachen
Einlaser-Durchflußzytometern eine Messung zweier solcher
zunächst kollidierender Fluorochrome möglich wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren gemäß dem
unabhängigen Patentanspruch 1.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Aspekte und Details
ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
Beschreibung und der beigefügten Figur.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß
man durch Senkung der Photomultiplier-Röhrenspannung an
demjenigen Fluoreszenzkanal, an dem das erste Fluorochrom
gemessen werden soll, das Signal des störenden zweiten
Fluorochroms soweit unterdrücken kann, daß eine einwandfreie
Messung des betroffenen ersten Fluorochroms möglich wird.
Insbesondere liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, daß
Mitochondrienmembranpotential-sensitives Fluorochrom
gleichzeitig mit Rhodamin 110 gemessen werden kann, wenn am
Fluoreszenzkanal zur Messung des
Mitochondrienmembranpotential-sensitiven Fluorochroms die
Photomultiplier-Röhrenspannung gegenüber dem normalen Maß
gesenkt wird und dadurch ein Rhodamin 110-Störsignal
hinreichend unterdrückt werden kann.
Die Erfindung ist daher gerichtet auf ein Verfahren zur
gleichzeitigen Bestimmung der Fluoreszenz-Emissionen eines
ersten Fluorochroms und eines zweiten Fluorochroms, welches
einen mit dem ersten Fluorochrom überlappenden
Emissionswellenlängenbereich aufweist, in einem
Ein-Laser-Durchflußzytometer mit zwei Fluoreszenzkanälen
unterschiedlicher Empfangswellenbereichen, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte aufweist:
- A) Anregen des ersten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten Referenzzellen mit einem für beide Fluorochrome geeigneten Laserstrahl;
- B) Einstellen der Photomultiplier-Röhrenspannung des zweiten Fluoreszenzkanals, welcher an die Emission des zweiten Fluorochroms angepasst ist, auf einen Wert, bei dem kein vom ersten Fluorochrom im zweiten Fluooreszenzkanal erzeugtes Fluoreszenz-Emissions-Signal detektiert wird;
- C) Anregen der Flurochrome von mit erstem und zweitem Fluorochrom markierten, zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- D) Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des ersten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im ersten Fluoreszenzkanal, welcher an die Emission des ersten Fluorochroms angepasst ist
und
- A) Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des zweiten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im zweiten Fluoreszenzkanal.
Unter Anregen ist hierbei zu verstehen, daß der Laserstrahl
auf die Tröpfchen mit den Zellen gerichtet wird und es dadurch
in oder an den Zellen zu einer Emissions-Fluoreszenz kommt.
Diese Fluoreszenz wird mittels der Fluoreszenzkanäle gemessen,
wobei diese in ihrer spektralen Empfindlichkeit der zu
erwartenden Emission angepasst sein müssen, um die Fluoreszenz
wahrnehmen zu können. Die erzeugte Fluoreszenz wird als ein
Signal bezeichnet, welches in den Fluoreszenzkanälen
quantitativ bestimmt (gemessen) werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren macht Gebrauch von einer
Kalibriermethode, bei der Referenzzellen verwendet werden.
Diese sind definiert als solche Zellen, welche in ihren
Eigenschaften möglichst weitgehend den zu bestimmenden Zellen
entsprechen, die jedoch in einem "Nullzustand" vorliegen, bei
dem keine Manipulationen mit den Zellen vorgenommen worden
sind, die zu einer Fluoreszenzänderung oder -bildung führen.
Demgegenüber sind die zu messenden Zellen solche, in denen die
zu untersuchenden Vorgänge ausgelöst bzw. vorgenommen worden
sind, und welche daher eine veränderte Fluoreszenz aufweisen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann dadurch weiter in seiner
Meßgenauigkeit verbessert werden, daß verschiedene, weitere
Kalibrier- und Kontrollschritte eingeführt werden. So kann das
Verfahren dadurch verändert sein, daß am zweiten
Fluoreszenzkanal zusätzlich eine elektronische Kompensation
von 60-90% vorgenommen wird. Die elektrische Kompensation am
zweiten Fluoreszenzkanal kann beispielsweise günstigerweise 80
% betragen. Durch diese Maßnahme kann die erfindungsgemäß
gewünschte Unterdrückung von Cross-Signalen weiter verbessert
werden.
Weiterhin können vor Schritt A folgende Schritte durchgeführt
werden:
- - Anregen unmarkierter Referenzzellen mit dem Laserstrahl; und
- - Einstellen des von den Fluoreszenzkanälen erzeugten Signals auf einen mittleren Wert innerhalb der ersten Dekade einer Meßwertskala.
Hierbei handelt es sich um Standardkalibrierungsmaßnahmen, da
ein Durchflußzytometer, wie oben erläutert, relative Werte
bestimmt.
Auch ist es möglich, daß das erfindungsgemäße Verfahren
folgende zusätzlichen Schritte vor Schritt C aufweist:
- - Anregen des zweiten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten Referenzzellen mit dem Laserstrahl;
- - Einstellen einer elektronischen Kompensation am ersten Fluoreszenzkanal, so daß kein Signal oberhalb der ersten Dekade (101) am ersten Fluoreszenzkanal gemessen wird;
- - Speichern der Einstellung;
und daß es folgende weitere Kontrollschritte nach Schritt D
aufweisen kann:
- - Anregen des zweiten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- - Einstellen der gespeicherten Einstellung;
- - Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des zweiten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im zweiten Fluoreszenzkanal; und
- - Vergleichen des gemessenen Signals mit dem in Schritt D gemessenen Signal.
Durch diese Maßnahme wird geprüft, ob ein korrektes Signal
bezüglich des zweiten Fluorochroms im zweiten Kanal gemessen
werden kann. Die eingestellte Kompensation sorgt dafür, daß
die gemessenen Fluoreszenzwerte zwischen 100 und 101 liegen,
d. h. zwischen 1 und 10 auf der Meßskala.
Als zusätzliche Kontrolle kann das Verfahren folgende weiteren
Kontrollschritte aufweisen:
- - Anregen des ersten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- - Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des ersten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im ersten Fluoreszenzkanal;
- - Vergleichen des gemessenen Signals mit dem gespeicherten Signal und mit dem bei der Messung in Schritt D erhaltenen Signal.
Diese zusätzliche Kontrolle setzt vorteilhafterweise voraus,
daß die oben skizzierte Speicherung des Messwertes erfolgt
ist.
Mit diesen Verfahrensschritten und ihren Kombinationen lässt
sich eine genaue, kontrollierte Messung zweier Fluorochrome in
einem Ein-Laser-Durchflußzytometer durchführen, wodurch sich
bisherige, methodische Schwierigkeiten ausräumen lassen.
Beispielsweise liegt die methodische Schwierigkeit der
simultanen Messung von Rhodamin 110 und den
potential-sensitiven Fluorochromen in der Überlappung der
Fluoreszenzspektren, die es im Stand der Technik nicht
erlaubt, beide Fluorochrome gleichzeitig zu messen. Rhodamin
110 hat eine starke Emission bei 540 nm, der Wellenlänge, bei
der die potential-sensitiven Fluorochrome gemessen werden. Das
bedeutet, daß ein positives Rhodamin 110-Signal im ersten
Fluoreszenzkanal (beispielsweise Kanal FL2 bei
Becton-Dickinson-Durchflußzyometern) ein zusätzliches Signal
im zweiten Fluoreszenzkanal (FL1) des Durchflußzytometers
hervorruft. Reduziert man die Photomultiplier-Röhrenspannung
von FL1 wird auch die Sensitivität für die Einstrahlung von
Rhodamin 110 aus dem ersten in den zweiten Fluoreszenzkanal
vermindert.
Nach Reduktion der Photomultiplier-Röhrenspannung gelingt es
die Einstrahlung in den FL1-Kanal (zweiter Kanal) zu
verhindern. Für die Messung des mitochondrialen
Membranpotentials mittels DiOC6(3) ist die Reduktion der
Photomultiplier-Röhrenspannung unschädlich, da ein normales
Membranpotential ein extrem starkes Fluoreszenz-Signal
produziert und auch bei reduzierter
Photomultiplier-Röhrenspannung gemessen werden kann. Auch die
Erniedrigung des mitochondrialen Membranpotentials kann trotz
Reduktion der Photomultiplier-Röhrenspannung verläßlich
detektiert werden.
Wenn die vorliegende Erfindung für das Rhodamin 110/DiOC6(3)
Fluorochrompaar verwendet werden soll, sollten die
Peptid-Rhodamin 110-Substratkonzentration und die
DiOC6(3)-Konzentration für die Anwendung der erfindungsgemäßen
Methode in einem engen Bereich gehalten und an die
Durchflußzytometer-Einstellungen angepaßt werden. Die
Fluoreszenz des freigesetzten Rhodamin 110 und des
Membranpotential-sensitiven Fluorochroms können dann simultan
auf Einzelzellebene mittels Einlaser-Durchflußzytometrie
quantifiziert werden.
Daher wird das Verfahren vorzugsweise zur gleichzeitigen
fluorometrischen Bestimmung von zumindest zwei
Apoptose-Parametern verwendet.
Hierbei können, wie dargestellt, die ausgewählten Parameter
die Caspasen-Aktivierung und die Mitochondrien-Aktivierung
sein. Die Caspasen-Aktivierung wird vorzugsweise durch Messung
der Degradierung eines Caspasen-Zielpeptids bestimmt, während
die Mitochrondrien-Aktivierung durch Messung von
Membranpotential-Veränderungen, insbesondere von Minderungen
der Mitochrondrienmembran bestimmt werden kann.
Gemäß dem Einsatzzweck kann das erste Fluorochrom zumindest
ein Caspase-spaltbares Rhodamin 110-Derivat sein.
Beispielsweise kann es ein Peptid-Rhodamin 110 aufweisen.
Da eine ganze Reihe von Caspasen in Zellen vorhanden ist, läßt
sich durch spezifische Anpassung der Rhodamin-Derivate das
Verhalten einer bestimmten für dieses Rhodamin-Derivat
spezifischen Caspase herausfinden.
Auch ist es möglich, mehr als ein Rhodamin 110-Derivat zu
verwenden. Typische Caspasen-spezifische, bevorzugte Rhodamin
110-Derivate sind (AspGluValAsp)2-Rhodamin 110 [= (DEVD)2-
Rhodamin 110] und/oder (Asp)2-Rhodamin 110.
Das zweite Fluorochrom kann vorzugsweise ein
Membranpotential-sensitives Fluorochrom, beispielsweise
3,3'-Dihexyloxacarbocyaniniodid sein.
In Abhängigkeit von den verwendeten Fluorochromen wird sich
die durch den Laserstrahl vermittelte Anregung in ihrer
Wellenlänge unterscheiden. Im bevorzugten Setting zum Testen
des Apoptose-Verhaltens von Zellen erfolgt die Anregung
vorzugsweise bei einer Wellenlänge von 488 nm, beispielsweise
mittels eines Argon-Lasers.
In einer spezifischen Ausführungsform kann durch die Anwendung
von Substraten, die spezifisch die Aktivität einzelner
Caspasenisoenzyme detektieren, die Stellung einzelner
Caspaseniosoenzyme im Verhältnis zur Aktivierung der
Mitochondrien identifiziert werden (Initiator- und
Effektorcaspase). Für die Fortentwicklung von Zytostatika ist
es entscheidend, Substanzen zu identifizieren, die beide
Signalwege aktivieren, da nur dann von einer sicheren
Apoptoseinduktion ausgegangen werden kann. Durch die Anwendung
der Durchflußzytometrie ist das erfindungsgemäße Verfahren
besonders für die Testung der Chemosensitivität primärer
Tumor- und Leukämiezellen geeignet, da damit in diesen
heterogenen Zellpopulationen potentiell resistente
Subpopulationen identifiziert werden können.
Weiterhin erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren eine
Verbindung der Aktivitätsmessung zweier Signalwege mit der
Detektion von Oberflächenepitopen mittels fluorchromatierter
Antikörper. Damit ist es möglich, resistente und sensitive
Subpopulationen weiter, zum Beispiel bezüglich ihres
Differenzierungsgrades zu charakterisieren. Schließlich
ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren durch die Verbindung
mit der Detektion von Phosphatidylserinexternalisierung
mittels Annexin-V ein umfassendes Monitoring von den frühen
Apoptoseschritten der Caspasen- und Mitochondrienaktivierung
bis zu einem späten Schritt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei einer Reihe von
Anwendungsgebieten einsetzbar, die über die Aufklärung von
Apoptosesignalwegen hinausgehen und generell unabhängige
Ereignisse in Zellen miteinander korrelierbar machen. Das der
Erfindung zu Grunde liegende Prinzip ist nicht von der
Verwendung von Rhodamin und Membranpotential-sensitiven
Fluorochromen abhängig, sondern kann in beliebigen
Problemstellungen mit ähnlichen Fluorochromanforderungen
eingesetzt werden. Der entscheidende Vorteil des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist der geringe Kostenaufwand,
eine einfache und schnelle Durchführbarkeit, sowie die
Möglichkeit, derzeit verfügbare Routinedurchflußzytometer für
die Messung zu verwenden. Damit ist gewährleistet, daß das
erfindungsgemäße Verfahren als diagnostische Anwendung zur
Chemosensitivitätsmessung bei Leukämien und Tumoren,
beispielsweise rasche Verbreitung finden wird.
Die Erfindung wird weiter anhand der Figuren erläutert, welche
zeigen:
Fig. 1a: Jurkat-Zellen ohne Cytarabin-Behandlung;
Fig. 1b: Jurkat-Zellen mit einer dreistündigen
Cytarabin-Behandlung; und
Fig. 1c: Jurkat-Zellen mit einer sechsstündigen
Cytarabin-Behandlung. Der Konturenplot der Fig. 1
zeigt hierbei das DiOC6(3)-Signal in FL1 versus dem
Rhodamin 110-Signal in FL2.
Im folgenden soll die Erfindung an einem Beispiel erläutert
werden, wobei auf die beigefügte Figur Bezug genommen werden
wird.
Zur Verwendung kommen in diesem Ausführungsbeispiel
Jurkat-Zellen und primäre Leukämiezellen, die in einem RPMI
1640-Puffer mit 10% Hitze-inaktiviertem fötalem Kalbserum,
200 mM Glutamin, und 100 U/ml Penicillin/Streptomycin in einer
Konzentration von 0,5 bis 1,0 × 106 Zellen/ml gezogen wurden.
Rhodamin 110 (R)-markierte Peptide der Struktur
(Asp)2-Rhodamin 110 (D2R) und (Z-DEVD)2R mit einer
zusätzlichen N-Benzoylcarbonyl-Gruppe am N-terminalen
Asp-Rest, wurden synthetisiert, wobei die gekoppelten Peptide
eine Reinheit von mindestens 95% aufwiesen. Die Stammlösung
ist ein DSMO-Ethanol-Gemisch in einem Verhältnis von 1 : 1.
Die CD-95-Rezeptor-Stimulation, welche im vorliegenden
Beispiel der Erfindung verwendet wird, wird mittels des
monoklonalen Antikörpers anti-APO-1 (3) bei einer
Konzentration von einem 1 µg/ml in der Anwesenheit von 10 ng/ml
Protein A als Crosslinker durchgeführt, wobei die
Apoptose in 1 ml (bei 106 Zellen/ml) an Zellen durchgeführt
wurde. Die Zellen werden in PBS gewaschen und
2-Mercaptoethanol zu einer Endkonzentration von 10 mM
zugegeben.
Die derart vorbehandelnden Zellen können nunmehr mit den
Fluorochromen untersucht werden. Hierzu werden die
Rhodamin-markierten Peptidsubstrate in einer Endkonzentration
von typischerweise 50 µm der Zellsuspension zugegeben. Nach
Waschen in 1 × PBS und Resuspension in 300 µl 1 × PBS kann
dieser Ansatz einer FACS-Analyse unterzogen werden, um als
Kontrolle zu dienen.
Um Mitochrondrienmembranpotential-Veränderungen und
Rhodamin-Derivat-Spaltung messen zu können, werden Zellen mit
PBS-FACS in einer Konzentration von 5 × 105 Zellen/ml
resuspendiert und mit beispielsweise D2R und DiOC6(3) bei
einer Konzentration von 460 ng/ml für zwölf Minuten bei 37° im
Dunkeln inkubiert. Unmittelbar daran schließt sich eine
Analyse im Durchflußzytometer an. Als eine Kontrolle für
herunter regulierte Mitochondrienmembranpotential Differenzen
werden die Zellen auch mit
Carbonylcyanid-m-chlorophenylhydrazon (mCICCP) inkubiert.
Folgende Kontrollstandards werden dabei eingeführt:
- 1. Mit unmarkierten Zellen, also ohne Rhodamin 110 und ohne DiOC6(3), wird das Signal in allen Fluoreszenzkanälen auf einen mittleren Wert innnerhalb der ersten Dekade der logarithmischen Meßskala des Zytometers eingestellt (Autofluoreszenzstandard).
- 2. Mit DiOC6(3) markierte Zellen, die nicht mit Rhodamin 110 inkubiert worden sind, wird die elektronische Kompensation für den ersten Fluoreszenzkanal, beispielsweise FL2 bei Becton-Dickenson-Geräten, so eingestellt, daß keine Fluoreszenz oberhalb von 101 in FL2 gemessen wird (Kompensationsstandard für die erste Fluoreszenz). Diese Geräteeinstellung wird für Schritt 4 gespeichert.
- 3. Mit Rhodamin 110 markierte Zellen, in denen Apoptose induziert wurde, die also ein positives Caspase-Signal in beiden verwendeten Fluoreszenzkanälen geben, wird nun die Fluoreszenz im zweiten Kanal, beispielsweise FL1, kompensiert. Dazu wird die elektronische Kompensation auf Werte um 80% eingestellt und die Photomultiplier-Röhrenspannung als Verstärkung für den zweiten Kanal soweit reduziert, daß kein Fluoreszenz-Signal im zweiten Kanal detektiert wird (Kompensationsstandard für das erste Fluorochrom, Rhodamin 110).
- 4. Mit DiOC6(3) markierten Zellen, die nicht mit Rhodamin 110 markiert sind und in denen eine Apoptose ausgelöst wurde, wird nunmehr geprüft, ob ein korrektes DiOC6(3)-Signal am zweiten Fluoreszenzkanal FL1 gemessen werden kann (Standard für DiOC6(3)). Dazu werden die Geräteeinstellungen, welche unter 2. abgespeichert wurden, kurzzeitig wieder hergestellt und das aufgenommene Signal mit dem Signal der Geräteeinstellung unter 3. verglichen.
- 5. Als zusätzliche Kontrolle werden Rhodamin 110-markierte Zellen, in denen Apoptose induziert wurde, mit den Geräte-Einstellungen unter 2. und den endgültigen Einstellungen unter 3. gemessen und die Signale verglichen.
Zusätzlich kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die
Konzentration von DiOC6(3) so angepasst werden, daß bei
konventioneller Durchflußzytometer-Einstellung (nach
Autofluoreszenzstandard ein normales
Mitochondrien-Membranpotential) ein Signal in der vierten
Dekade (103-104) im zweiten Fluoreszenzkanal, im vorliegenden
Beispiel FL1 erzeugt, während ein Apoptose-bedingt reduziertes
Membranpotential in der dritten Dekade gemessen wird. Damit
lässt sich auch bei erheblich reduzierter
Photomultiplier-Röhrenspannung, welche für die Kompensation
des Rhodamin 110-Signals erforderlich ist, eine
Mitochondrienmembranpotential-Erniedrigung zuverlässig messen.
Da Rhodamin 110 eine Emission bei 540 nm hat, erzeugt es ein
Signal im Fluoreszenzkanal 1 (FL1), indem auch das
DiOC6(3)-Signal gemessen wird. Um dieses Problem zu
beseitigen, wird die Photomultiplier-Röhrenspannung von FL1
erniedrigt, um die Sensitivität für das Rhodamin 110-Signal zu
senken. Nach Senkung der Photomultiplier-Röhrenspannung ist es
möglich, das Rhodamin 110-Signal zu kompensieren und es damit
vollständig vom FL1-Kanal zu eliminieren.
Die Detektion eines erniedrigten
Mitochondrienmembranpotentials wird durch die Reduktion der
Photomultiplier-Röhrenspannung nicht beeinträchtigt, da das
Mitochondrienmembranpotential ein starkes DiOC6(3)-Signal
erzeugt, das auch noch bei reduzierter
Photomultiplier-Röhrenspannung detektiert werden kann.
Die in Fig. 1 gezeigten Analysen sind mit einem im Handel
erhältlichen Zytometer durchgeführt worden, der mit einem 488 nm
Argon Laser und einem 650 nm rotem Diodenlaser ausgestattet
ist. Mindestens 50.000 Ereignisse pro Probe wurden
aufgenommen, in Listmode-Dateien gespeichert und im Anschluß
mit der zugehörigen Software analysiert.
Die Detektion der D2R-Spaltung kann mit der Messung des
Mitochondrienmembranpotentials kombiniert werden. Hierzu
werden Jurkatzellen mit 10 µg Cytarabin für drei
beziehungsweise sechs Stunden behandelt. Die Zellen werden
gleichzeitig mit D2R und DiOC6(3) inkubiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt somit die simultane
Messung zweier voneinander unabhängiger Fluorochromsignale
mittels konventioneller Durchflußzytometrie in lebenden
Zellen.
Claims (16)
1. Verfahren zur gleichzeitigen Bestimmung der
Fluoreszenz-Emmissionen eines ersten Fluorochroms und
eines zweiten Fluorochroms, welches einen mit dem ersten
Fluorochrom überlappenden Emissionswellenlängenbereich
aufweist, in einem Ein-Laser-Durchflußzytometer mit zwei
Fluoreszenzkanälen unterschiedlicher
Empfangswellenbereiche, wobei das Verfahren die
folgenden Schritte aufweist:
- A) Anregen des ersten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten Referenzzellen mit einem für beide Fluorochrome geeigneten Laserstrahl;
- B) Einstellen der Photomultiplier-Röhrenspannung des zweiten Fluoreszenzkanals, welcher an die Emission des zweiten Fluorochroms angepasst ist, auf einen Wert, bei dem kein vom ersten Fluorochrom im zweiten Fluoreszenzkanal erzeugtes Fluoreszenz-Emissions-Signal detektiert wird;
- C) Anregen der Flurochrome von mit erstem und zweitem Fluorochrom markierten, zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- D) Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des ersten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im ersten Fluoreszenzkanal, welcher an die Emission des ersten Fluorochroms angepasst ist;
- A) Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des zweiten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im zweiten Fluoreszenzkanal.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am
zweiten Fluoreszenzkanal zusätzlich eine elektronische
Kompensation von 60-90% vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrische Kompensation am zweiten Fluoreszenzkanal
80% beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß vor Schritt A folgende Schritte
durchgeführt werden:
- - Anregen unmarkierter Referenzzellen mit dem Laserstrahl; und
- - Einstellen des von den Fluoreszenzkanälen erzeugten Signals auf einen mittleren Wert innerhalb der ersten Dekade einer Meßwertskala.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß es folgende zusätzliche Schritte vor
Schritt C aufweist:
- - Anregen des zweiten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten Referenzzellen mit dem Laserstrahl;
- - Einstellen einer elektronischen Kompensation am ersten Fluoreszenzkanal, so daß kein Signal oberhalb der ersten Dekade (101) am ersten Fluoreszenzkanal gemessen wird;
- - Speichern der Einstellung;
- - Anregen des zweiten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- - Einstellen der gespeicherten Einstellung;
- - Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des zweiten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im zweiten Fluoreszenzkanal; und
- - Vergleichen des gemessenen Signals mit dem in Schritt D gemessenen Signal.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es
folgende weitere Kontrollschritte aufweist:
- - Anregen des ersten Fluorochroms von mit diesem Fluorochrom markierten zu messenden Zellen mit dem Laserstrahl;
- - Messen des Fluoreszenz-Emissions-Signals des ersten Fluorochroms in den zu messenden Zellen im ersten Fluoreszenzkanal;
- - Vergleichen des gemessenen Signals mit dem gespeicherten Signal und mit dem bei der Messung in Schritt D erhaltenen Signal.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß es zur gleichzeitigen
fluorometrischen Bestimmung von zumindest zwei
Apoptose-Parametern verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Parameter die Caspasen-Aktivierung und die
Mitochondrien-Aktivierung sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Caspasen-Aktivierung durch Messung der Degradierung
eines Caspasen-Zielpeptids bestimmt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitochondrien-Aktivierung durch Messung von
Membranpotentialveränderungen der Mitochondrien-Membran
bestimmt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Fluorochrom zumindest ein
Caspase-spaltbares Rhodmin 110-Derivat ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rhodamin 110-Derivat ein Peptid-Rhodamin 110
aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rhodamin 110 Derivat
(AspGluValAsp)2-Rhodamin 110 und/oder (Asp)2-Rhodamin 110
enthält.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Fluorochrom ein
Membranpotential-sensitives Fluorochrom ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
das Membranpotential-sensitive Fluorochrom
3,3'-Dihexyloxacarbocyaniniodid ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anregung bei einer Wellenlänge
von 488 nm erfolgt.
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