DE10053820A1 - Elektronisches Sicherheitsschaltgerät - Google Patents
Elektronisches SicherheitsschaltgerätInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Sicherheitsschaltgerät (10) mit zumindest einem ersten (12) und einem zweiten (14) Signalverarbeitungskanal, denen zur Signalverarbeitung Eingangssignale (34, 36) zuführbar sind. Die Signalverarbeitungskanäle (12, 14) stellen ihrerseits verarbeitete Ausgangssignale (38, 40) bereit. Dabei verarbeiten der erste (12) und der zweite (14) Signalverarbeitungskanal die zugeführten Eingangssignale (34, 36) redundant zueinander. Ferner sind der erste (12) und der zweite (14) Signalverarbeitungskanal jeweils mit Hilfe integrierter Halbleiterstrukturen (18, 20) aufgebaut. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der erste (12) und der zweite (14) Signalverarbeitungskanal monolithisch auf einem gemeinsamen Halbleitersubstrat (16) angeordnet sind, wobei die Halbleiterstrukturen (18, 20) jedes Signalverarbeitungskanals (12, 14) räumlich um ein Vielfaches ihrer Breite (B¶2¶, B¶3¶) von den Halbleiterstrukturen (20, 18) jedes anderen Signalverarbeitungskanals (14, 12) beabstandet sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Sicher
heitsschaltgerät mit zumindest einem ersten und einem zweiten
Signalverarbeitungskanal, denen zur Signalverarbeitung Ein
gangssignale zuführbar sind und die verarbeitete Ausgangs
signale bereitstellen, wobei der erste und der zweite Signal
verarbeitungskanal die zugeführten Eingangssignale redundant
zueinander verarbeiten, und wobei der erste und der zweite Si
gnalverarbeitungskanal jeweils mit Hilfe integrierter Halb
leiterstrukturen aufgebaut sind.
Ein derartiges Sicherheitsschaltgerät ist aufgrund seiner Ver
wendung bekannt.
Sicherheitsschaltgeräte der eingangs genannten Art werden vor
allem im industriellen Bereich eingesetzt, um Abschaltvorgänge
an Maschinen und Anlagen auf fehlersichere Art und Weise durch
zuführen. "Fehlersicher" bedeutet dabei in diesem Zusammenhang,
daß das Schaltgerät zumindest die Sicherheitskategorie 3 der
Europäischen Norm EN 954-1 erfüllt. Beispielsweise werden der
artige Geräte verwendet, um in Reaktion auf die Betätigung ei
nes Not-Aus-Tasters oder das Öffnen einer Schutztür eine Ma
schinenanlage, wie beispielsweise eine Presse oder einen selb
ständig arbeitenden Roboter, stillzusetzen oder anderweitig in
einen gefahrlosen Zustand zu überführen. Auch zum Durchführen
von Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten ist es in der Regel
notwendig, eine Maschine oder Maschinenanlage zumindest teil
weise fehlersicher stromlos zu schalten. Da eine Fehlfunktion
oder ein Versagen des Sicherheitsschaltgerätes in einer solchen
Situation eine unmittelbare Gefahr für Menschen zur Folge hat,
werden hinsichtlich der Fehlersicherheit von Sicherheitsschalt
geräten sehr hohe Anforderungen gestellt. In der Regel dürfen
Sicherheitsschaltgeräte daher erst nach einer entsprechenden
Zulassung durch eine zuständige Aufsichtsbehörde, beispielswei
se die Berufgenossenschaften oder den TÜV, im industriellen Be
reich verwendet werden.
Eine an sich bekannte Maßnahme zum Erreichen der erforderlichen
Fehlersicherheit ist es, das Sicherheitsschaltgerät mehrkana
lig-redundant aufzubauen, wobei sich die zumindest zwei Signal
verarbeitungskanäle gegenseitig überwachen. Tritt in einem der
Signalverarbeitungskanäle ein Fehler auf, muß der zweite Signalverarbeitungskanal
in der Lage sein, diesen zu erkennen und
einen für Personen im Bereich der Maschinenanlage gefahrlosen
Zustand herbeizuführen. Eine besondere Aufmerksamkeit muß bei
diesem Vorgehen auf mögliche Fehlerursachen gelegt werden, die
mehrere oder alle redundanten Signalverarbeitungskanäle in
gleicher Weise beeinflussen, da ansonsten die erforderliche
Fehlersicherheit nicht gewährleistet ist (sogenannte Common
Cause Fehler).
Ein häufig praktiziertes Vorgehen bei der Zulassung von Sicher
heitsschaltgeräten durch die zuständigen Aufsichtsbehörden ist
es, daß der Konstrukteur oder Hersteller des Sicherheitsschalt
gerätes eine eingehende und detaillierte Fehlerbetrachtung vor
legen muß, in der jeder denkbare Fehler erfaßt ist. Darin muß
bewiesen werden, daß das Sicherheitsschaltgerät auch bei Auf
treten des jeweiligen Fehlers in zuverlässiger Weise einen ge
fahrlosen Zustand für Personen herbeiführen kann. Eine der
artige Betrachtung ist insbesondere bei komplexen Sicherheits
schaltgeräten mit zahlreichen Funktionen sehr aufwendig, was
sich nachteilig auf die Kosten der Entwicklung und Herstellung
auswirkt. Hinzu kommt, daß diese Fehlerbetrachtung auch bei ge
ringen Änderungen am Aufbau oder in der Struktur des Sicher
heitsschaltgeräts wiederholt werden muß, da beispielsweise al
lein durch eine räumlich unterschiedliche Anordnung von an sich
gleichen Bauelementen neue Fehlerquellen erzeugt werden können.
Es ist angesichts dessen eine Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, ein Sicherheitsschaltgerät der eingangs genannten Art an
zugeben, bei dem der Aufwand zum Nachweis der Fehlersicherheit
reduziert ist.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Sicherheits
schaltgerät dadurch gelöst, daß der erste und der zweite Si
gnalverarbeitungskanal monolithisch auf einem gemeinsamen Halb
leitersubstrat angeordnet sind, wobei die Halbleiterstrukturen
jedes Signalverarbeitungskanals räumlich um ein Vielfaches ih
rer Breite von den Halbleiterstrukturen jedes anderen Signal
verarbeitungskanals beabstandet sind.
Erfindungsgemäß wird hiermit ein Sicherheitsschaltgerät vorge
schlagen, bei dem die zueinander redundanten Signalverarbei
tungskanäle erstmals gemeinsam in einem Halbleiterchip angeord
net sind. Dabei ist nicht ausgeschlossen, daß jeder der Signal
verarbeitungskanäle in Abhängigkeit von der Art und der Funk
tionalität des Sicherheitsschaltgeräts zusätzlich noch mit Hil
fe von externen Bauelementen, beispielsweise zum Einstellen von
Zeitkonstanten, ergänzt wird. Die Vorteile der Erfindung wirken
sich jedoch um so stärker aus, je weniger zusätzliche externe
Bauelemente benötigt werden.
Durch die gemeinsame Anordnung der redundanten Signalverarbei
tungskanäle läßt sich die gesamte Struktur des Sicherheits
schaltgerätes in einer später nicht mehr veränderbaren Form bei
der Konstruktion und Entwicklung des Halbleiterchips festlegen.
Infolgedessen muß die für die Zulassung durch die Aufsichtsbe
hörden erforderliche Fehlerbetrachtung nur einmalig durchge
führt werden, nämlich bei der Entwicklung des Halbleiterchips.
Spätere Überprüfungen können sich darauf beschränken, die Ein
haltung der bei der Entwicklung des Halbleiterchips festgeleg
ten Spezifikationen, insbesondere die Einhaltung von vorgesehe
nen räumlichen Abmessungen und verwendeten Materialien, quanti
tativ zu überprüfen. Derartige Überprüfungen können wesentlich
einfacher durchgeführt werden als die aufwendigen Fehlerbe
trachtungen.
Darüber hinaus besitzt die erfindungsgemäße Maßnahme den Vor
teil, daß aufgrund der Unveränderlichkeit des Halbleiterchips
nach seiner Herstellung bestimmte Fehlerursachen von vornherein
zuverlässig ausgeschlossen werden können. So kann bei einer
Fehlerbetrachtung beispielsweise ein Kurzschluß zwischen zwei
Leiterbahnen auf dem Halbleitersubstrat ausgeschlossen werden,
wenn die beiden Leiterbahnen einen ausreichenden Abstand von
einander einhalten. Im Gegensatz dazu könnte beispielsweise
zwischen zwei Leiterkabeln, die in an sich bekannter Weise von
einander isoliert sind, im Betrieb ein Kurzschluß durch eine
mechanische Quetschung entstehen.
Die erfindungsgemäße Maßnahme besitzt des weiteren den Vorteil,
daß die anerkannten und bewährten Methoden zur Durchführung der
Fehlerbetrachtung in gleicher Weise wie bisher angewendet wer
den können, was nicht zuletzt auch die Akzeptanz bei den zu
ständigen Aufsichtsbehörden erleichtert. Aufgrund der Unverän
derlichkeit des Halbleiterchips lassen sich dabei insbesondere
diejenigen Methoden übertragen, die bei der Fehlerbetrachtung
von Leiterplatten anerkannt sind.
Des weiteren besitzt die erfindungsgemäße Maßnahme den Vorteil,
daß ein Halbleiterchip in an sich bekannter Weise und mit be
währten Herstellungsverfahren in ein staubdichtes Gehäuse ein
gebracht werden kann, was Fehlerursachen infolge industrieller
Verschmutzung wesentlich minimiert. Derartige Fehlerursachen
können daher bei der durchzuführenden Fehlerbetrachtung eben
falls ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Sicherheitsschaltgerät
in sehr großen Stückzahlen sehr rationell gefertigt werden, oh
ne daß hierdurch zusätzliche Fehlerursachen geschaffen werden.
Nicht zuletzt läßt sich das erfindungsgemäße Sicherheitsschalt
gerät aufgrund der vorgeschlagenen Maßnahme sehr stark miniatu
risieren, was die Verwendungsbreite und die Einsatzmöglichkei
ten erheblich vergrößert.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen der erste und der
zweite Signalverarbeitungskanal jeweils zumindest eine Kommuni
kationsschnittstelle zum gegenseitigen internen Datenaustausch
auf.
Alternativ hierzu wäre es auch möglich, die redundanten Signal
verarbeitungskanäle extern, d. h. außerhalb des Halbleiter
substrates, zum gegenseitigen Datenaustausch miteinander zu
verbinden. Demgegenüber besitzt die bevorzugte Maßnahme den
Vorteil, daß die Fehlerbetrachtung zum gegenseitigen Datenaus
tausch ebenfalls nur einmalig bei der Entwicklung des Halblei
terchips durchgeführt werden muß. Darüber hinaus ist der inter
ne Datenaustausch schneller und freier von störenden Um
welteinflüssen möglich. Schließlich sind Fehlerursachen bei der
Installation des erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltgerätes re
duziert.
In einer weiteren Ausgestaltung sind die Kommunikationsschnitt
stellen des ersten und zweiten Signalverarbeitungskanals über
zumindest zwei räumlich getrennte Verbindungsleitungen mitein
ander verbunden.
Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß auch die interne Kommu
nikation in einer mehrkanalig-redundanten Weise durchgeführt
werden kann, wodurch die Fehlersicherheit des erfindungsgemäßen
Sicherheitsschaltgerätes nochmals erhöht ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme
sind die Verbindungsleitungen räumlich um ein Vielfaches ihrer
Breite voneinander beabstandet.
Aufgrund dieser Maßnahme können Kurzschlüsse zwischen den Ver
bindungsleitungen und damit verbundene Fehlerursachen zuver
lässig ausgeschlossen werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahmen
sind die Verbindungsleitungen rückwirkungsfrei ausgebildet.
Bevorzugt wird eine Rückwirkungsfreiheit dadurch erreicht, daß
jede Verbindungsleitung eine rückwirkungsfreie Treiberstufe be
inhaltet. Aufgrund dieser Maßnahme wird eine besonders gute
Entkopplung der redundanten Signalverarbeitungskanäle erreicht,
wodurch die Gefahr eines Totalausfalls des erfindungsgemäßen
Sicherheitsschaltgerätes nochmals erheblich reduziert ist.
In einer weiteren Ausgestaltung weist jeder der Signalver
arbeitungskanäle eigene Versorgungsanschlüsse auf, die von den
Versorgungsanschlüssen der anderen Signalverarbeitungskanäle
räumlich getrennt sind.
Mit dieser Maßnahme werden die einzelnen Signalverarbeitungs
kanäle noch unabhängiger voneinander, wodurch die Gefahr von
Fehlern, die mehrere Signalverarbeitungskanäle in gleicher Weise
betreffen, noch weiter reduziert ist. Die Fehlersicherheit
des erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltgeräts ist zuverlässiger
noch besser gewährleistet.
In einer weiteren Ausgestaltung bilden die Halbleiterstrukturen
jedes Signalverarbeitungskanals eine räumliche Gruppe, die als
Ganzes von jeder räumlichen Gruppe jedes anderen Signalverar
beitungskanals beabstandet ist.
In dieser Ausgestaltung nehmen die redundanten Signalverarbei
tungskanäle auf dem Halbleitersubstrat jeweils einen eigenen
räumlichen Bereich ein. Zwischen den räumlichen Bereichen las
sen sich gedanklich Trennlinien ziehen. Die Maßnahme besitzt
den Vorteil, daß die einzelnen Signalverarbeitungskanäle räum
lich optimal voneinander entkoppelt sind, was eine sehr große
Unabhängigkeit ermöglicht. Zudem sind auch die Fehlerbetrach
tung und die Entwicklung des Halbleiterchips spürbar verein
facht.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
In der einzigen Figur ist ein erfindungsgemäße Sicherheits
schaltgerät in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 be
zeichnet.
Das Sicherheitsschaltgerät 10 besitzt in dem vorliegenden Aus
führungsbeispiel einen ersten Signalverarbeitungskanal 12 und
einen zweiten Signalverarbeitungskanal 14, die redundant zuein
ander ausgelegt sind. Die beiden Signalverarbeitungskanäle 12,
14 sind auf einem gemeinsamen Halbleitersubstrat 16 angeordnet.
Das Sicherheitsschaltgerät 10 ist somit vollständig in einem
Halbleiterchip realisiert. Der Halbleiterchip ist in an sich
bekannter Weise (hier nicht dargestellt) in einem staubdichten
Gehäuse eingegossen und somit vor Verschmutzung und anderen Um
welteinflüssen geschützt.
Jeder Signalverarbeitungskanal 12, 14 beinhaltet eine Vielzahl
von Halbleiterstrukturen 18 bzw. 20, die auf dem Halbleiter
substrat 16 in an sich bekannter Weise durch Leiterbahnen 22
miteinander verbunden sind. Die Halbleiterstrukturen 18, 20
sind durch Dotieren hergestellte Strukturen in dem Halbleiter
substrat 16, die aufgrund ihrer räumlichen Anordnung Funktions
inseln bilden. Die Funktionsinseln bilden wiederum in an sich
bekannter Weise elektronische Bauelemente, wie beispielsweise
Transistoren, Dioden oder Kapazitäten. Durch die Zusammenschal
tung dieser Bauelemente mit Hilfe der Leiterbahnen 22 entsteht
eine elektronische Schaltung, die die einzelnen Signalverarbei
tungskanäle 12, 14 bildet.
Mit den Bezugsziffern 24 bzw. 26 ist jeweils eine Kommunika
tionsschnittstelle bezeichnet, über die die beiden Signal
verarbeitungskanäle 12, 14 gegenseitig einen internen Datenaustausch
durchführen können. Die Kommunikationsschnittstellen 24,
26 beinhalten einzelne Treiberstufen 28, die eine rückwirkungs
freie Übertragung von Daten ermöglichen. Die Übertragung der
Daten erfolgt über chipinterne Verbindungsleitungen 30, 32.
Wie in der Figur dargestellt, beträgt der räumliche Abstand D1
zwischen zwei benachbarten Verbindungsleitungen 30, 32 ein
Vielfaches der Breite B1 jeder Verbindungsleitung. Je nach
Stärke der durch die Verbindungsleitungen 30, 32 fließenden
Ströme beträgt der Abstand D1 das 2-, 3-, 5-, oder sogar 10-
fache der Breite B1. Je größer der Abstand D1 in Bezug auf die
Breite B1 der Verbindungsleitungen 30, 32 ist, desto sicherer
kann ein Kurzschluß und/oder ein Übersprechen zwischen den Ver
bindungsleitungen 30, 32 ausgeschlossen werden.
Bevorzugt wird der Abstand D1 daher um mehr als das 3-fache der
Breite B1 gewählt.
Mit den Bezugsziffern 34 bzw. 36 sind Eingangssignale bezeich
net, die den Signalverarbeitungskanälen 12, 14 über ent
sprechende Anschlüsse von außen zugeführt werden. Dabei erhal
ten die Signalverarbeitungskanäle 12, 14 die Eingangssignale
34, 36 hier über getrennte Anschlüsse, was eine große Unabhän
gigkeit der Signalverarbeitungskanäle 12, 14 gewährleistet. Al
ternativ hierzu ist es jedoch auch möglich, den Signalverarbei
tungskanälen 12, 14 die Eingangssignale 34, 36 über einen ge
meinsamen Anschluß zuzuführen.
Mit den Bezugsziffern 38, 40 sind Ausgangssignale bezeichnet,
die von den Signalverarbeitungskanälen 12 bzw. 14 aufgrund der
Signalverarbeitung bereitgestellt werden. Auch die Ausgangssignale
38, 40 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel über
räumlich voneinander getrennte Anschlüsse zugänglich, was eine
große Unabhängigkeit der Signalverarbeitungskanäle 12, 14 zur
Folge hat. In entsprechender Weise besitzt auch jeder der Si
gnalverarbeitungskanäle 12, 14 in dem hier gezeigten Aus
führungsbeispiel eigene Versorungsanschlüsse 42 bzw. 44 für die
Energieversorgung.
Die Eingangssignale 34, 36 stammen beispielsweise von zwei red
undanten Kontakten eines Not-Aus-Tasters (hier nicht darge
stellt). Die Ausgangssignale 38, 40 steuern redundante Kontakte
von Relais (ebenfalls nicht dargestellt), mit denen eine Strom
zuführung für eine überwachte Maschine unterbrochen wird.
Entsprechend der Erfindung sind die einzelnen Halbleiter
strukturen 18 des ersten Signalverarbeitungskanals 12 in einem
Abstand D2 von den Halbleiterstrukturen 20 des zweiten Signal
verarbeitungskanals 14 angeordnet, wobei der Abstand D2 ein
Vielfaches der Breite B2 jeder Halbleiterstruktur 18 beträgt.
Ebenso ist der Abstand D2 ein Vielfaches der Breite B3 jeder
Halbleiterstruktur 20 des zweiten Signalverarbeitungskanals 14.
Dabei ist zu bemerken, daß die Halbleiterstrukturen 18, 20 in
der vorliegenden Figur der Einfachheit halber in gleichen Ab
messungen dargestellt sind, was in der Praxis jedoch nicht un
bedingt erforderlich ist. Es versteht sich, daß der Abstand D2
in diesem Fall dann jeweils ein Vielfaches der maximalen Breite
der einzelnen Halbleiterstrukturen 18 bzw. 20 beträgt. Dabei
gilt wiederum, daß die Fehlersicherheit und die Trennung der
redundanten Signalverarbeitungskanäle 12, 14 um so zuverlässi
ger gewährleistet ist, je größer das Verhältnis des Abstandes
D2 zu der Breite der jeweiligen Halbleiterstrukturen 18, 20
ist.
Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung bilden
die Halbleiterstrukturen 18 des ersten Signalverarbeitungs
kanals 12 eine räumliche Gruppe 46, die als Ganzes von der
räumlichen Gruppe 48 der Halbleiterstrukturen 20 des zweiten
Signalverarbeitungskanals 14 beabstandet ist. Auf diese Weise
entsteht auf dem Halbleitersubstrat 16 eine klare räumliche
Trennung zwischen den beiden Signalverarbeitungskanälen 12 und
14. Anschaulich gesprochen läßt sich hier eine klare Trennungs
linie 50 zwischen den beiden Signalverarbeitungskanälen 12 bzw.
14 ziehen. In anderen Ausführungsbeispielen kann die Trennungs
linie 50 auch eine kurvenförmige Kontur besitzen.
Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße Sicherheits
schaltgerät in Abweichung von dem gezeigten Ausführungsbeispiel
auch drei oder noch mehr redundante Signalverarbeitungskanäle
12, 14 aufweisen kann. In diesem Fall ist jeder der Signalver
arbeitungskanäle in entsprechender Weise von jedem anderen be
abstandet.
Claims (7)
1. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät mit zumindest einem
ersten (12) und einem zweiten (14) Signalverarbeitungs
kanal, denen zur Signalverarbeitung Eingangssignale (34,
36) zuführbar sind und die verarbeitete Ausgangssignale
(38, 40) bereitstellen, wobei der erste (12) und der zwei
te (14) Signalverarbeitungskanal die zugeführten Ein
gangssignale (34, 36) redundant zueinander verarbeiten,
und wobei der erste (12) und der zweite (14) Signal
verarbeitungskanal jeweils mit Hilfe integrierter Halb
leiterstrukturen (18, 20) aufgebaut sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste (12) und der zweite (14) Signal
verarbeitungskanal monolithisch auf einem gemeinsamen
Halbleitersubstrat (16) angeordnet sind, wobei die Halb
leiterstrukturen (18, 20) jedes Signalverarbeitungskanals
(12, 14) räumlich um ein Vielfaches ihrer Breite (B2, B3)
von den Halbleiterstrukturen (20, 18) jedes anderen Si
gnalverarbeitungskanals (14, 12) beabstandet sind.
2. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der erste (12) und der zweite
(14) Signalverarbeitungskanal jeweils zumindest eine Kom
munikationsschnittstelle (24, 26) zum gegenseitigen inter
nen Datenaustausch aufweisen.
3. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsschnittstellen
(24, 26) des ersten (12) und zweiten (14) Signal
verarbeitungskanals über zumindest zwei räumlich getrennte
Verbindungsleitungen (30, 32) miteinander verbunden sind.
4. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach Anspruch 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen (30,
32) räumlich um ein Vielfaches ihrer Breite (B1) vonein
ander beabstandet sind.
5. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach Anspruch 3 oder
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen
(30, 32) rückwirkungsfrei ausgebildet sind.
6. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach einem der An
sprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Si
gnalverarbeitungskanäle (12, 14) eigene Versorgungs
anschlüsse (42, 44) aufweist, die von den Versorgungsan
schlüssen (44, 42) der anderen Signalverarbeitungskanäle
(14, 12) räumlich getrennt sind.
7. Elektronisches Sicherheitsschaltgerät nach einem der An
sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halb
leiterstrukturen (18, 20) jedes Signalverarbeitungskanals
(12, 14) eine räumliche Gruppe (46, 48) bilden, die als
Ganzes von jeder räumlichen Gruppe (48, 46) jedes anderen
Signalverarbeitungskanals (14, 12) beabstandet ist.
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