DE10057700B4 - Scharnieranordnung für eine mindestens doppelwandige Tür - Google Patents

Scharnieranordnung für eine mindestens doppelwandige Tür Download PDF

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Abstract

Scharnieranordnung für eine mindestens doppelwandige Tür, bei der die Scharniergehäuse mit Scharnierelementen zwischen zwei Wänden angeordnet und innen an einer Innenwand der Tür befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei Türen (1, 2) mit unterschiedlichem Innenmaß (Z1, Z2) zwischen der Außenwand (3) und einer Innenwand (4) Scharniergehäuse (5) gleicher Höhe (X) eingesetzt werden, deren Höhe (X) durch das kleinste Innenmaß (Z2) bestimmt ist und bei einem größeren Innenmaß (Z1) eine Schrägstellung der Scharniergehäuse (5) erfolgt, so dass der Abstand des Drehpunktes (6) zur Innenseite der Außenwand (3) bei beiden Türen (1, 2) gleich oder nahezu gleich ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Scharnieranordnung für eine mindestens doppelwandige Tür, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Scharnieranordnungen sind bekannt. Eine doppelwandige, um eine waagerechte Achse klappbare Backofentür wird in der US 4,163,344 A beschrieben. Bei dieser Backofentür ist das Scharniergehäuse innen an der Rückwand der Backofentür montiert. Das ist eine übliche Anordnung. Bei dieser Anordnung wird die Höhe des Spaltes zwischen der Backofentür und dem gewöhnlich darunter befindlichen Schubkasten durch das Maß: Scharnierdrehpunkt und untere Außenkante der Backofentür, die heute gewöhnlich durch eine Glasscheibe gebildet wird, bestimmt. In der dargestellten Variante nach der US 4,163,344 A ist dieses Maß und damit auch der Spalt sehr groß.
  • Um einen möglichst kleinen Spalt zwischen der Backofentür und dem darunter angeordneten Schubkasten zu erreichen, wird der Drehpunkt des Scharniers möglichst weit an die Innenfront der äußeren Glasscheibe der Backofentür verlagert.
  • Da die Backofentür aber einmal mit Außenglasscheibe und einmal mit Außen- und Innenglasscheibe versehen ist, verändert sich bei insgesamt gleichbleibender Dicke der Tür auch die Tiefe des Metallrahmens, an dem die Glasscheiben befestigt sind und an dem auch das jeweilige Scharniergehäuse befestigt werden muss. Die Folge ist, dass zur Erzielung eines gleichbleibend schmalen Spaltes die Scharniergehäusehöhe verändert werden muss. Es müssen also unterschiedliche Scharniergehäuse hergestellt und verarbeitet werden. Das ist technologisch aufwendig.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, Scharniergehäuse gleicher Höhe bei mindestens doppelwandigen Türen mit unterschiedlichem Türinnenmaß einsetzbar zu machen, wobei die äußere Schwenkgeometrie im wesentlichen erhalten bleiben soll.
  • Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichneten Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Indem bei mindestens doppelwandigen Türen, bei denen die Scharniergehäuse mit Scharnierelementen zwischen zwei Wänden angeordnet und innen an einer Innenwand der Tür befestigt sind und die unterschiedliche Innenmaße zwischen der Außenwand und der Innenwand aufweisen, Scharniergehäuse gleicher Höhe (X) eingesetzt werden, deren Höhe (X) durch das kleinste Innenmaß (Z2) bestimmt ist und bei einem größeren Innenmaß (Z1) eine Schrägstellung der Scharniergehäuse erfolgt, so dass der Abstand des Drehpunktes zur Innenseite der Außenwand der Türen gleich oder nahezu gleich ist, werden die Voraussetzungen geschaffen, gleiche Scharniergehäuse und damit Scharniere für unterschiedliche Türen unter wesentlicher Beibehaltung der Schwenkgeometrie und damit der äußeren Anschlussmaße zu verwenden.
  • Die Schrägstellung zwischen den Scharniergehäusen und der Innenwand kann durch Distanzstücke unterschiedlicher Länge gebildet sein, die auf Befestigungsschrauben aufgesetzt sind oder gesondert innen an der Innenwand befestigt sind, durch keilförmige Einsätze zwischen Scharniergehäuse und Innenwand oder auch durch Einformungen in die Innenwand der Tür.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
  • 1: Backofentür mit einer Glasscheibe außen und
  • 2: Backofentür mit einer Glasscheibe innen und außen.
  • Die in den 1 und 2 dargestellten Türen 1, 2 für Backöfen weisen trotz unterschiedlicher Bestückung mit Glasscheiben ein gleiches Außenmaß bezogen auf die Dicke auf. Dies ist Voraussetzung, um den selben Backofentyp mit unterschiedlichen Türen 1, 2 ausrüsten zu können, ohne Probleme beim Einbau bezüglich der durchgängigen Küchenfront zu bekommen. Ebenso soll der Spalt zwischen den Türen 1, 2 und dem jeweils darunter angeordneten Schubkasten schmal und bei beiden Ausführungen annähernd gleich sein. Um einen möglichst kleinen Spalt zwischen der Backofentür und dem darunter angeordneten Schubkasten zu erreichen, wird der Drehpunkt 6 des Scharniergehäuses 5 möglichst weit an die Innenfront der Außenwand 3 (Glasscheibe) der Backofentür verlagert.
  • Bei der in 2 dargestellten Tür 2 ist aufgrund der zweiten Glasscheibe 9 bei gleichbleibendem Außenmaß bezogen auf die Dicke ein kleineres Innenmaß Z2 zwischen der Außenwand 3 und der Innenwand 4 vorhanden. Ein hier einsetzbares Scharniergehäuse 5 mit der Höhe X würde bei der Tür 1 ohne die erfindungsgemäße Ausgestaltung zu einer völlig veränderten Schwenkgeometrie beim Öffnen und Schließen führen. Deshalb ist bei Tür 1 eine Schrägstellung der Scharniergehäuse 5, deren Höhe X durch das kleinste Innenmaß Z2 bestimmt ist, erfolgt, so dass der Abstand des Drehpunktes 6 zur Innenseite der Außenwand 3 bei beiden Türen 1, 2 gleich oder nahezu gleich ist. Die Folge ist, dass auch die kleinsten realisierbaren Spaltbreiten Y1 und Y2 nur unwesentlich voneinander abweichen.
  • Die Schrägstellung zwischen den Scharniergehäusen 5 und der Innenwand 4 ist durch Einformungen 7, 8 in die Innenwand 4 erzielt worden, wobei die Einformungen 7, 8 in die Innenwand 4 nur im Bereich der Türecken vorgenommen wurden. Die Befestigung des jeweiligen Scharniergehäuses 5 an der Innenwand 4 erfolgt ebenfalls im Bereich der Einformungen 7, 8.
  • Die hier beschriebene Ausführung der Erfindung am Beispiel einer Backofentür schränkt deren Anwendungsbreite nicht ein. Vielmehr kommen alle Anwendungsfälle infrage, wo es zweckmäßig erscheint, Scharniergehäuse gleicher Höhe in mehrwandigen Türen mit unterschiedlichem Innenmaß zwischen einer Außen- und einer Innenwand zu verwenden, wobei die Schwenkgeometrie im wesentlichen erhalten bleiben soll.

Claims (5)

  1. Scharnieranordnung für eine mindestens doppelwandige Tür, bei der die Scharniergehäuse mit Scharnierelementen zwischen zwei Wänden angeordnet und innen an einer Innenwand der Tür befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei Türen (1, 2) mit unterschiedlichem Innenmaß (Z1, Z2) zwischen der Außenwand (3) und einer Innenwand (4) Scharniergehäuse (5) gleicher Höhe (X) eingesetzt werden, deren Höhe (X) durch das kleinste Innenmaß (Z2) bestimmt ist und bei einem größeren Innenmaß (Z1) eine Schrägstellung der Scharniergehäuse (5) erfolgt, so dass der Abstand des Drehpunktes (6) zur Innenseite der Außenwand (3) bei beiden Türen (1, 2) gleich oder nahezu gleich ist.
  2. Scharnieranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägstellung zwischen den Scharniergehäusen (5) und der Innenwand (4) durch Einformungen (7, 8) in die Innenwand (4) gebildet ist und die Scharniergehäuse (5) unmittelbar an den Einformungen (7, 8) befestigt sind.
  3. Scharnieranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformungen (7, 8) in die Innenwand (4) nur im Bereich der Türecken vorhanden sind.
  4. Scharnieranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägstellung zwischen den Scharniergehäusen (5) und der Innenwand (4) durch Distanzstücke unterschiedlicher Länge gebildet ist, die auf Befestigungsschrauben aufgesetzt sind oder gesondert innen an der Innenwand (4) befestigt sind.
  5. Scharnieranordnung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägstellung zwischen den Scharniergehäusen (5) und der Innenwand (4) durch jeweils einen keilförmigen Einsatz zwischen Scharniergehäuse (5) und Innenwand (4) gebildet ist.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4163344A (en) * 1977-12-08 1979-08-07 Chambers Corporation Oven hinge mechanism including cam balance modifier
DE4108816A1 (de) * 1991-03-18 1992-09-24 Bosch Siemens Hausgeraete Scharnier fuer die tuer eines elektrischen hausgeraetes
DE4040965C2 (de) * 1990-12-20 1998-02-19 Bosch Siemens Hausgeraete Scharnierbefestigung einer um eine horizontale Achse schwenkbaren Tür an einer Gehäusefrontseite

Patent Citations (3)

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