DE1005937B - Verfahren zur Extraktion von Jod aus Mutterlaugen - Google Patents
Verfahren zur Extraktion von Jod aus MutterlaugenInfo
- Publication number
- DE1005937B DE1005937B DED12638A DED0012638A DE1005937B DE 1005937 B DE1005937 B DE 1005937B DE D12638 A DED12638 A DE D12638A DE D0012638 A DED0012638 A DE D0012638A DE 1005937 B DE1005937 B DE 1005937B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- iodine
- countercurrent
- steam
- extraction
- mother liquors
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/13—Iodine; Hydrogen iodide
- C01B7/14—Iodine
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
- Verfahren zur Extraktion von Jod aus Mutterlaugen Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Extraktion von Jod aus nicht angereicherten Mutterlaugen.
- Es ist bekannt, Jod mittels geeigneter Extraktionsmittel, wie Benzol, Petroleum oder Vaselinöl, aus den Mutterlaugen zu entfernen und das Jod aus den so erhaltenen Konzentraten mittels Wasserdampf abzutreiben. Die hierfür verwendeten Extraktionsmittel sind jedoch verhältnismäßig kostspielig, und sie können nicht mehr quantitativ zurückgewonnen werden.
- Man hat auch schon empfohlen, nicht angereicherte Mutterlaugen mit Wasserdampf im Gegenstrom zu behandeln und aus den in der unteren Hälfte der Extraktionskolonne eingeführten Laugen reinen Joddampf abzutreiben, während der Wasserdampf bereits am Kopf der Kolonne vollständig kondensiert. Hierbei enthalten die am Boden der Extraktionssäule anfallenden Laugen jedoch immer noch etwa 8 bis 10°/o Jod, und dies bedeutet bei dem hohen Preis des wertvollen Endproduktes einen beachtlichen Verlust.
- Erfindungsgemäß gelingt es nun, die Jodausbeute auf einfache und wirtschaftlich besonders günstige Weise zu erhöhen, indem die aufzuarbeitenden heißen Mutterlaugen, in welchen das Jod in bekannter Weise durch Zusatz eines geeigneten Reaktionsmittels in Freiheit gesetzt wurde, dem Kopf einer Gegenstromkolonne zugeführt werden und das Jod zusammen mit dem entgegenströmenden Wasserdampf abgetrieben wird. Die verarmten Laugen werden dann erfindungsgemäß mit geringen Mengen neuen Reaktionsmittels versetzt und kontinuierlich in einer oder mehreren weiteren Gegenstromkolonnen mit Wasserdampf bis praktisch zur völligen Erschöpfung behandelt.
- Auf diese Weise gelingt es, die gesamte Jodausbeute je nach der Art der Mutterlaugen auf etwa 95 bis 9911/o zu steigern. Die zusätzlichen Kosten und der apparative Aufwand sind im Vergleich zu dem Wert des Endproduktes vernachlässigbar gering, da zur Extraktion nur eine verhältnismäßig kleine Menge an Wasserdampf benötigt wird und durch das Zuführen der Lauge am Kopf der Gegenstromsäule die Berührungszeit mit dem Wasserdampf wesentlich verlängert ist. Außerdem braucht die Geschwindigkeit der Dampfzufuhr auch nicht besonders sorgfältig geregelt zu werden, weil die gesamte Menge der in der ersten Stufe anfallenden Restlaugen anschließend in weiteren Gegenstromsäulen aufgearbeitet wird.
- Das Verfahren, welches auf alle Arten von Mutterlaugen anwendbar ist, ermöglicht es, direkt aus den Mutterlaugen ein Jod von der Qualität des »einfach sublimierten« Jods unter geringstem Aufwand von Energie und Handarbeit in vorzüglicher Ausbeute zu gewinnen.
- Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird an Hand der Zeichnung noch näher erläutert, welche eine hierfür geeignete Vorrichtung darstellt.
- Fig. 1 ist eine Seitenansicht; Fig. 2 ist eine Vorderansicht; Fig. 3 ist eine Draufsicht der Apparatur.
- Der Extraktionskolonne 1 wird die Mutterlauge aus einem Vorratsbehälter 2 zugeführt, nachdem sie mit Reaktionsmitteln wie Natriumnitrit und Schwefelsäure aus den Behältern 3 und 3' versetzt worden ist und nachdem sie den Wärmeaustauscher 4 passiert hat.
- Die Mischungen werden durch Zufuhrregelungen 5 geregelt. Je nach der Art der Mutterlauge kann man das Vermischen vor oder nach dem Hindurchströmen der Lauge durch den Wärmeaustauscher 4 vornehmen.
- Der Zufluß der zu extrahierenden Gemische erfolgt am Kopf 6 der Kolonne über einen Verteilungsteller 7. Am unteren Teil der Kolonne ist eine Dampfzuleitung 8 vorgesehen, welche dazu dient, die Mutterlaugen zu erwärmen und sie bis zur Siedetemperatur oder auf eine Temperatur in der Nähe des Siedepunktes zu bringen. Das sich entwickelnde Gemisch aus Wasserdampf und Joddampf wird durch eine Leitung 9 zu einer Serie von Kühlrohren 10 geleitet, von wo das mit kristallinem Jod beladene Wasser in das Scheidegefäß 11 abläuft. An die Kolonne 1 schließt sich eine dieser entsprechende zweite Kolonne 11 an, welcher durch eine Leitung 12 die restliche Mutterlauge zugeführt wird, nachdem sie einen Zusatz frischen Reaktionsmitiels durch Leitung 13 erhalten hat. Eine Dampfzuleitung 14 zur Wiedererhitzung ist am unteren .Ende dieser Kolonne bei 15 vorgesehen. Das Gemisch aus Wasserdampf und Joddampf, welches aus dem oberen Teil der Kolonne 11 entweicht, wird in eine zweite Kühlröhrenserie 16 geleitet, von wo das mit Jod beladene Wasser in ein Trennungsgefäß 111 abfließt.
- Ein dritter Abscheider 112 nimmt die jodhaltigen Laugen auf, welche von den beiden ersten Abscheidern abfließen. Dann werden die noch etwas gelöstes Jod enthaltenden Laugen durch eine Leitung 1? in den Vorratsbehälter für die Mutterlaugen zurückgeführt.
- Eine dritte Serie von Kühlröhren 18 ist in der Gasabflußleitung 19 angeordnet, welche aus den beiden Kolonnen über die Trennvorrichtungen 11 und 111 herausführt, um das Jod abzufangen, welches mitgerissen worden sein könnte. Gegebenenfalls kann auch noch eine dritte Gegenstromkolonne mit einem Satz von Kühlrohren vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kontinuierliches Verfahren zur Extraktion von Jod aus nicht angereicherten Mutterlaugen mittels Wasserdampf im Gegenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen jodhaltigen Laugen dem Kopf einer Gegenstromkolonne zugeführt werden und daß nach gemeinsamem Abtrieb des gelösten Jods mit dem entgegenströmenden Wasserdampf die verarmten Laugen nach Zusatz geringer Mengen geeigneter Oxydationsmittel kontinuierlich in einer oder mehreren weiteren Gegenstromkolonnen mit Wasserdampf behandelt werden bis zur völligen Erschöpfung des Jodgehaltes. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 184 692; französische Patentschrift Nr. 882 866.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1005937X | 1951-07-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1005937B true DE1005937B (de) | 1957-04-11 |
Family
ID=9565277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED12638A Pending DE1005937B (de) | 1951-07-06 | 1952-07-02 | Verfahren zur Extraktion von Jod aus Mutterlaugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1005937B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE184692C (de) * | ||||
| FR882866A (de) * | 1943-07-01 |
-
1952
- 1952-07-02 DE DED12638A patent/DE1005937B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE184692C (de) * | ||||
| FR882866A (de) * | 1943-07-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1252128B1 (de) | Verfahren zur gewinnung von wasserfreier ameisensäure | |
| EP0073945B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner Aromaten | |
| EP0012321B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von wasserfreier oder weitgehend wasserfreier Ameisensäure | |
| DD142041A5 (de) | Verfahren zur abtrennung von acrylsaeure aus einer waessrigen loesung | |
| DE2150076C3 (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von im wesentlichen acetophenonfreiem Phenol sowie Kohlenwasserstoffen aus der Nachlauffraktion des Reaktionsgemisches der Cumolhydroperoxidspaltung | |
| DE1919527A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Estern | |
| DE2061335C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Maleinsäureanhydrid | |
| DE1005937B (de) | Verfahren zur Extraktion von Jod aus Mutterlaugen | |
| DE1493997B2 (de) | Verfahren zur herstellung von trioxan | |
| DE905015C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Phenolen | |
| AT218661B (de) | Verfahren zur Herstellung eines stabilen, gasförmigen, unter Druck stehenden Azetylen-Ammoniak-Gemisches | |
| DE967075C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Trennung entwaesserter Rohphenol-Gemische | |
| AT133645B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Aminoalkoholen aus den bei der Herstellung derselben anfallenden wässerigen Lösungen. | |
| DE976125C (de) | Verfahren zum destillativen Trennen von aus der Cumolhydroperoxyd-Zersetzung stammenden, von Aceton befreiten Cumol-Phenol-Gemischen | |
| DE2263344C2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinen Aromaten aus Kohlenwasserstoffgemischen durch Extraktivdestillation | |
| AT205485B (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner Aromaten aus solche enthaltenden technischen Kohlenwasserstoffgemischen | |
| DE820898C (de) | Verfahren zum Konzentrieren von Triaethylamin | |
| DE814451B (de) | Verbessertes Verfahren zur Behandlung von insbesondere bei der Holzessigfabrikation anfallenden sauren Teeren | |
| DE552425C (de) | Verfahren zum Konzentrieren fluechtiger aliphatischer Saeuren | |
| DE931588C (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Salpetersaeure durch Umsetzung von Schwefelsaeure mit Salpeter | |
| DE2061336B2 (de) | ||
| DE538374C (de) | Verfahren zur Gewinnung organischer Saeuren | |
| DE1668258C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von m-XyIoI mit Hilfe von Fluorwasserstoff und Borfluorid als Lösungsmittel aus einem Xylolgemisch | |
| DE541148C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Phenol in Form von Natriumphenolat aus phenolhaltigen Waessern | |
| DE606201C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkylchloriden |