DE10060902A1 - Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus Fluiden - Google Patents
Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus FluidenInfo
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Abstract
Beschrieben wird ein Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus Fluiden, die eine aromatische Hydroxyverbindung und wenigstens ein Kernalkylierungsprodukt davon enthalten, bei dem man das Fluid mit einem Anionenaustauscher in Hydroxylform in Kontakt bringt, wobei die aromatische Hydroxyverbindung mit größerer Präferenz an den Anionenaustauscher gebunden wird als ihre Kernalkylierungsprodukte, und das an aromatischer Hydroxyverbindung abgereicherte Fluid vom Anionenaustauscher abtrennt. Bei dem Fluid handelt es sich zum Beispiel um ein rohes Reaktionsgemisch der Alkylierung von aromatischen Hydroxyverbindungen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung
von aromatischen Hydroxyverbindungen, insbesondere Phenol, aus
Fluiden, die die Hydroxyverbindung und gegebenenfalls Kernalky
lierungsprodukte davon enthalten, sowie ein Verfahren zur Her
stellung von Kernalkylierungsprodukten aromatischer Hydroxyver
bindungen.
Alkylphenole können durch Alkylierung von Phenol hergestellt wer
den (vgl. Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5. Auf
lage, A19, S. 318 ff). Da Alkylphenole meist reaktiver als Phenol
sind, wird zur selektiven Herstellung von Monoalkylierungsproduk
ten meist ein Überschuss an Phenol eingesetzt. Der Phenolüber
schuss soll extraktiv mit Wasser entfernt (vgl. EP 0 628 022)
oder destillativ entfernt werden können (vgl. Ullmann's Encyclo
pedia of Industrial Chemistry, 5. Auflage, A19, S. 318 ff). Diese
Verfahren weisen eine Reihe von Nachteilen auf: Bei der Destilla
tion ist die zur Verdampfung aufgewandte Energie im Allgemeinen
nicht wiederzugewinnen. Bei der Extraktion mit Wasser fallen kon
taminierte Waschwasser an, woraus das Phenol nur schlecht ent
fernbar/regenerierbar ist.
In der Abwasserreinigung werden hydrophobe organische Harze - die
jedoch keine zum Ionenaustausch befähigenden Gruppen tragen - zur
Phenolextraktion eingesetzt. Beispiel dafür sind die Harze "Dowex
Optipore L493" und "Dowex Optipore V493" sowie "Amberlite XAD-4"
(vgl. F. Mijangos, A. Navarro, M. Martin in "Progress in Ion Ex
change", The Royal Society of Chemistry, 1997, Seite 332 ff). Die
Verwendung teilweise pyrolisierter Polymerharze zur Phenoladsorp
tion wird in der US 4,040,990 vorgeschlagen. Die Trennung von Ge
mischen von Phenol und Alkylphenol ist jedoch auf diese Weise
nicht möglich (F. Mijangos, A. Navarro, M. Martin in "Progress
in Ion Exchange", The Royal Society of Chemistry, 1997, Seite
340).
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus
Fluiden, insbesondere zur selektiven Abtrennung von aromatischen
Hydroxyverbindungen aus Fluiden, die neben der aromatischen Hy
droxyverbindung wenigstens ein Kernalkylierungsprodukt davon ent
halten, zur Verfügung zu stellen, das einfach und in wirtschaftlicher
Weise durchführbar ist.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass aromatische Hydroxy
verbindungen an einen Anionenaustauscher in Hydroxylform gebunden
und auf diese Weise aus einem zu reinigenden Fluid entfernt wer
den können. Liegen in dem Fluid aromatische Hydroxyverbindung und
Kernalkylierungsprodukte davon nebeneinander vor, so wurde gefun
den, daß sich die aromatische Hydroxyverbindung mit grösserer
Präferenz an den Anionenaustauscher bindet, als ihre Kernalkylie
rungsprodukte.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur
Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus Fluiden, die
eine aromatische Hydroxyverbindung und wenigstens ein Kernalky
lierungsprodukt davon enthalten, bei dem man das Fluid mit einem
Anionenaustauscher in Hydroxylform in Kontakt bringt, wobei die
aromatische Hydroxyverbindung mit grösserer Präferenz an den An
ionenaustauscher gebunden wird, als ihre Kernalkylierungspro
dukte, und das an aromatischer Hydroxyverbindung abgereicherte
Fluid vom Anionenaustauscher abtrennt.
In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung von Kernalkylierungsprodukten aromatischer Hydroxy
verbindungen, bei dem man eine aromatische Hydroxyverbindung mit
einem im Wesentlichen einfach ungesättigten C3- bis C400-Olefin in
Gegenwart eines Alkylierungskatalysators und eines Verdünnungs
mittels unter Erhalt eines Fluids umsetzt, das die aromatische
Hydroxyverbindungen und wenigstens ein Kernalkylierungsprodukt
davon enthält, und das Fluid zur Abtrennung der nicht umgesetzten
aromatischen Hydroxyverbindung und/oder wenigstens eines Teils
des Alkylierungskatalysators mit einem Anionenaustauscher in Hy
droxylform in Kontakt bringt, wobei die aromatische Hydroxyver
bindung und/oder der Alkylierungskatalysator mit grösserer Präfe
renz an den Anionenaustauscher gebunden wird, als die Kernalky
lierunsprodukte, und das an aromatischer Hydroxyverbindung und/
oder an Alkylierungskatalysator abgereicherte Fluid vom Anione
naustauscher abtrennt.
In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen aus Fluiden, die
eine aromatische Hydroxyverbindung enthalten, bei dem man das
Fluid mit einem Anionenaustauscher in Hydroxylform in Kontakt
bringt, wobei die aromatische Hydroxyverbindung zumindest teil
weise an den Anionenaustauscher gebunden wird, und das an aroma
tischer Hydroxyverbindung abgereicherte Fluid vom Anionenaustauscher
abtrennt.
Unter "aromatischer Hydroxyverbindung" werden ein- oder mehrker
nige aromatische Verbindungen verstanden, die wenigstens eine Hy
droxylgruppe unmittelbar am aromatischen Kern aufweisen, wie ins
besondere Phenol, die isomeren Kresole, Halogenphenole wie
2-Chlorphenol oder 3-Bromphenol, Nitrophenole, Alkanoylphenole
wie 2-Acetylphenol, Phenolaldehyde wie Salicylaldehyd, nitrilsub
stituierte Phenole wie 2- oder 4-Hydroxybenzonitril, carboxysub
stituierte Phenole wie Salicylsäure oder 4-Hydroxybenzoesäuree
ster, 1- oder 2-Naphtol. Ein "Kernalkylierungsprodukt einer aro
matischen Hydroxyverbindung" ist eine Verbindung, die sich von
der zugrundeliegenden aromatischen Hydroxyverbindung durch Mehr
besitz wenigstens eines Alkylrestes am aromatischen Kern, vor
zugsweise wenigstens eines C1- bis C400-Alkylrestes, insbesondere
wenigstens eines C3- bis C400-Alkylrestes, unterscheidet. Bei
spielhafte Alkylreste sind Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, sec-Pro
pyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, iso-Butyl-, sec-Butyl-, ter-Butyl-,
n-Pentyl-, n-Hexyl-, Octyl-, Decyl-, Undecyl- und Dodecyl-Reste,
sowie 5-, 6- oder 7-gliedrige carbocyclische Alkylreste. Die ge
nannten Alkylreste können ihrerseits Substituenten aufweisen, wie
z. B. Alkoxysubstituenten.
In bestimmten Ausführungsformen handelt es sich bei dem Alkylrest
um einen solchen, der sich von Oligomeren oder (Co)polymeren nie
derer Alkene, wie z. B. Ethen, Propen, 1-Buten, Isobuten, 1-Pen
ten, 2-Methylbuten, 1-Hexen, 2-Methylpenten, 3-Methylpenten,
4-Methylpenten, den isomeren Hexenen, Heptenen, Octenen, Nonenen,
Decenen, Undecenen oder Dodecenen, ableitet. Bevorzugte Beispiele
sind Polypropenyl-, Polybutenyl- oder Polyisobutenylreste.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Al
kylrest um einen im Wesentlichen homopolymeren Polyisobutenyl
rest, insbesondere einen solchen, der sich von einem Polyisobuten
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 200 bis 5000 ab
leitet. Solche Polyisobutene sind zum Beispiel von Günther, Maenz
u. Stadermann in Ang. Makrom. Chem. 234, 71 (1996) beschrieben.
Vermutlich bindet sich das Alkylierungsprodukt der aromatischen
Hydroxyverbindung mit geringerer Präferenz an den Anionenaustau
scher also die zu Grunde liegende aromatische Hydroxyverbindung,
weil durch den elektronischen Effekt des zusätzlichen Alkylrestes
die Acidität der Hydroxylgruppe verringert ist. Ausserdem ist
vielfach die Affinität des Alkylierungsproduktes zur mobilen
Fluidphase höher als die der aromatischen Hydroxyverbindung, insbesondere
bei nichtwässrigen Fluiden.
Bei dem Fluid kann es sich um ein wässriges oder nichtwässriges
Fluid handeln. Nichtwässrige Fluide enthalten ein organisches Lö
sungs- oder Verdünnungsmittel wie insbesondere aliphatische Koh
lenwasserstoffe, z. B. Pentan, Hexan, Heptan, Cyclohexan oder
aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Ethylbenzol
oder die isomeren Xylole sowie Gemische davon. Solche Gemische
sind kommerziell z. B. als "Kerosin", "Petrolether", "Solvesso"
oder "Aromatics 150" erhältlich. Weiterhin können die Kohlenwas
serstoffe auch halogeniert sein. Nichtlimitierende Beispiele
hierfür sind Methylenchlorid, Chloroform, 1,1,1-Trichlorethan,
Chlorbenzol oder Perfluoralkane. Vielfach handelt es sich bei
nichtwässrigen Fluiden um rohe Reaktionsgemische, wie sie bei der
Alkylierung von aromatischen Hydroxyverbindungen in einem organi
schen Lösungsmittel erhalten werden.
Bezüglich einer nicht limitierenden Beschreibung und Auflistung
geeigneter Anionenaustauscher wird auf Ullmann's Encyclopedia of
Industrial Chemistry, 5. Auflage, A14, S. 393 ff verwiesen. Weitere
brauchbare basische Anionenaustauscher sind beispielsweise die
Harze Amberlite IRA-400, IRA-402, IRA-904, IRA-92, IRA-93 und
Duolite A-109 der Fa. Rohm & Haas, Dowex 66 und Dowex II der Dow
Chemical sowie Purolite A-600, A-400, A-300, A-850 und A-87 und
die Lewatit-Typen der Bayer AG. Der Anionenaustauscher wird mit
Vortest so ausgewählt, daß er beim Kontakt mit dem Fluid nicht
oder nur wenig quillt. In der Regel sind hochvernetzte Anionenau
stauscher bevorzugt. Die Hydroxylform des Anionenaustauschers
kann durch Behandlung mit einer Lösung einer üblichen Base, wie
Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, erzeugt werden. Im Allgemei
nen sind wässrige Lösungen auf Grund ihrer leichten Verfügbarkeit
bevorzugt.
Das Inkontaktbringen des Fluids mit dem Anionenaustauscher er
folgt in üblicher Weise, beispielsweise in einem Reaktionsgefäß
unter Rühren oder einer Kaskade von Reaktionsgefässen. Vorzugs
weise jedoch leitet man das Fluid über ein Bett des Anionenau
stauschers. Das Bett des Anionenaustauschers ist geeigneterweise
in einer Säule angeordnet. Das Fluid wird zweckmässigerweise in
Richtung der Schwerkraft über das Bett geleitet, jedoch kann in
Einzelfällen auch die umgekehrte Strömungsrichtung vorteilhaft
sein.
Die Temperatur, bei welcher die Behandlung erfolgt, ist nicht
kritisch. Im Hinblick auf die Zersetzlichkeit der Ionenaustau
scher wird man allzu hohe Temperaturen vermeiden. Im Allgemeinen
arbeitet man bei einer Temperatur im Bereich von 0°C bis etwa
70°C, vorzugsweise 20 bis 40°C.
Das Mengenverhältnis von Fluid und Anionenaustauscher hängt von
der Menge an zu entfernender aromatischer Hydroxyverbindung ab.
Der Fachmann kann die geeignete Menge auf einfache Weise durch
Verfolgen des Abtrennungseffektes bestimmen, z. B. durch Stich
probennahme des vom Bett des Anionenaustauschers ablaufenden
Fluids. Stellt man fest, daß die Konzentration an aromatischer
Hydroxyverbindung im ablaufenden Fluid steigt, d. h. der Abtren
nungseffekt schlechter wird und die aromatische Hydroxyverbindung
vor dem "Durchbrechen" ist, bricht man die Behandlung ab und re
generiert den Anionenaustauscher. Die Regeneration erfolgt im
Allgemeinen durch Behandlung mit einer Lösung einer Base, wie Na
triumhydroxid oder Kaliumhydroxid.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, Fluide zu behan
deln, die bis etwa 500 mol-%, insbesondere bis zu 300 mol-% und
im Allgemeinen 1 bis 100 mol-% aromatische Hydroxyverbindung, be
zogen auf die Kernalkylierungsprodukte, aufweisen. Im Allgemeinen
werden Abreicherungsgrade an aromatischer Hydroxyverbindung von
50 bis 100 mol-%, insbesondere 90 bis 99 mol-%, erzielt.
Insbesondere wenn es sich bei dem zu behandelnden Fluid um ein
rohes Reaktionsgemisch handelt, wie es bei der Alkylierung von
aromatischen Hydroxyverbindungen mit einem Alkylhalogenid oder
Olefin erhalten wird, enthält das Fluid in der Regel einen Alky
lierungskatalysator sowie gegebenenfalls Addukte, Reaktionspro
dukte und/oder Deaktivierungsprodukte davon. Exemplarische Alky
lierungskatalysatoren sind Protonensäuren, Schwefelsäure, Phosp
horsäure und organische Sulfonsäuren, z. B. Trifluormethansulfon
säure, Lewis-Säuren, wie Aluminiumtrihalogenide, z. B. Aluminium
trichlorid oder Aluminiumtribromid, Bortrihalogenide, z. B. Bor
trifluorid und Bortrichlorid, Zinnhalogenide, z. B. Zinntetrach
lorid, Titanhalogenide, z. B. Titantetrabromid und Titantetrach
lorid; und Eisenhalogenide, z. B. Eisentrichlorid und Eisentri
bromid oder Addukte von Lewis-Säuren mit Elektronendonoren, wie
Alkoholen, insbesondere C1-C6-Alkanolen oder Phenolen, oder
Ethern. Vorteilhafterweise werden bei der erfindungsgemässen Be
handlung des Fluids mit dem Anionenaustauscher auch der Alkylie
rungskatalysator oder dessen Deaktivierungsprodukte entfernt.
Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung näher.
Eine Lösung, die 0,5 Mol Phenol; 0,5 Mol 4-Polyisobutenphenol (Mn
des Polyisobutenrestes: 1000), 50 g Toluol und 300 ml Kerosin
enthält, wird auf eine Säule, die mit 200 g "Serdolit Blue"
(Serva Elektrophoresis GmbH, Heidelberg) in Hydroxylform gefüllt
ist, gegeben. Es wird mit 200 ml Kerosin gespült und die verein
igten Fraktionen werden am Rotationsverdampfer bei 120°C und 5 mbar
einrotiert.
549 g Öl, das nach 1-H NMR 4-Polyisobutenphenol ist und weniger
als 0,5 mol-% (etwa 0,04 Gew.-%) Phenol enthält.
Auf die Säule werden 500 ml einer 10% Lösung von NaOH in
Wasser gegeben, dann wird mit 500 ml Wasser nachgespült. Die
Wasserphasen werden vereint, mit Salzsäure angesäuert und mit
Diethylether extrahiert. Die Etherextrakte werden am Rotati
onsverdampfer bei 40°C/150 mbar eingeengt: 43 g Phenol.
Je 800 ml einer Hexanlösung, die 6 g/l BF3-Phenolkomplex enthält,
werden auf eine Ionentauschersäule gegeben, die mit 100 g Austau
scherharz gefüllt ist. Das Eluat wird mit 250 ml 25%-Ammoniaklö
sung extrahiert und der Fluorgehalt der Ammoniaklösung bestimmt.
Zum Vergleich werden 800 ml der Hexanlösung direkt mit 250 ml
25%-Ammoniaklösung behandelt.
| Ionenaustauscherharz | |
| Fluor (mg/l) | |
| Serdolite Blue | 11 |
| Amberlite IRA 402 | 23 |
| Vergleich | 4800 |
Dieses Beispiel zeigt, daß bei dem erfindungsgemässen Verfahren
auch Alkylierungskatalysatoren aus dem zu behandelnden Fluid ab
getrennt werden können.
Claims (10)
1. Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen
aus Fluiden, die eine aromatische Hydroxyverbindung und we
nigstens ein Kernalkylierungsprodukt davon enthalten, bei dem
man das Fluid mit einem Anionenaustauscher in Hydroxylform in
Kontakt bringt, wobei die aromatische Hydroxyverbindung mit
grösserer Präferenz an den Anionenaustauscher gebunden wird,
als ihre Kernalkylierungsprodukte, und das an aromatischer
Hydroxyverbindung abgereicherte Fluid vom Anionenaustauscher
abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem es sich bei dem Fluid um
ein nichtwässriges Fluid handelt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem man einen stark ba
sischen Anionenaustauscher verwendet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem es
sich bei der aromatischen Hydroxyverbindung um Phenol han
delt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich
die Kernalkylierungsprodukte der aromatischen Hydroxyverbin
dung von der aromatischen Hydroxyverbindung durch Mehrbesitz
wenigstens einer C1- bis C400-Alkylgruppe unterscheiden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem es sich bei dem Alkylrest
um einen im wesentlichen homopolymeren Polyisobutenylrest
handelt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
man das Fluid über ein Bett des Anionenaustauschers leitet.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
man den Anionenaustauscher durch Behandlung mit einer Lösung
einer Base regeneriert.
9. Verfahren zur Herstellung von Kernalkylierungsprodukten aro
matischer Hydroxyverbindungen, bei dem man eine aromatische
Hydroxyverbindung mit einem im Wesentlichen einfach ungesät
tigten C3- bis C400-Olefin in Gegenwart eines Alkylierungska
talysators und eines Verdünnungsmittels unter Erhalt eines
Fluids umsetzt, das die aromatische Hydroxyverbindungen und
wenigstens ein Kernalkylierungsprodukt davon enthält, und das
Fluid zur Abtrennung der nicht umgesetzten aromatischen Hy
droxyverbindung und/oder wenigstens eines Teils des Alkylie
rungskatalysators mit einem Anionenaustauscher in Hydroxyl
form in Kontakt bringt, wobei die aromatische Hydroxyverbin
dung und/oder der Alkylierungskatalysator mit grösserer Prä
ferenz an den Anionenaustauscher gebunden wird, als die Ker
nalkylierunsprodukte, und das an aromatischer Hydroxyverbin
dung und/oder an Alkylierungskatalysator abgereicherte Fluid
vom Anionenaustauscher abtrennt.
10. Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Hydroxyverbindungen
aus Fluiden, die eine aromatische Hydroxyverbindung enthal
ten, bei dem man das Fluid mit einem Anionenaustauscher in
Hydroxylform in Kontakt bringt, wobei die aromatische Hydro
xyverbindung zumindest teilweise an den Anionenaustauscher
gebunden wird, und das an aromatischer Hydroxyverbindung ab
gereicherte Fluid vom Anionenaustauscher abtrennt.
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|---|---|---|---|
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