DE10065005B4 - Digitaldaten-Übertragungsdienst und Datei-Herunterladeverfahren dafür - Google Patents

Digitaldaten-Übertragungsdienst und Datei-Herunterladeverfahren dafür Download PDF

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Abstract

Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren, umfassend:
einen ersten Schritt, in dem eine Benutzerschnittstellenkomponente Information über den gegenwärtigen Kanal zu allen Komponenten überträgt, wenn Strom an einen Empfänger angelegt wird,
einen zweiten Schritt, in dem eine Dienstinformationskomponente Dienstinformation über alle Kanäle erstellt, indem sie Daten durch eine Datentransferkomponente empfängt und eine Datendienstkomponente über diese Tatsache informiert;
einen dritten Schritt, in dem die Datendienstkomponente jeden Dienst auf Primärdaten aller Datendienstkanäle initialisiert, indem sie eine Datenliste von der Dienstinformationskomponente anfordert, und eine Sendedatendarstellungskomponente informiert, daß ein Datendienst möglich ist,
einen vierten Schritt, in dem, wenn ein Benutzer einen Kanal ändert, die Benutzerschnittstellenkomponente Information über einen neuen Kanal überträgt; und
einen fünften Schritt, in dem die Sendedatendarstellungskomponente Dienstdaten/ein Dienstobjekt von der Datendienstkomponente empfängt, um diese/dieses in einer Benutzer-Ausgabevorrichtung darzustellen.

Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Digitaldaten-Übertragungsdienst und ein Datei-Herunterladeverfahren dafür, und insbesondere ein Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren, das imstande ist, einen Empfänger durch Herunterladen von Primärdaten, die für den Datendienst erforderlich sind, einzustellen, bevor ein Benutzer einen Datenkanal wählt.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Wenn ein Benutzer in einem Digitaldaten-Übertragungsdienst einen Datenkanal wählt, werden im allgemeinen alle Daten, die der Dienst beinhaltet, sofort bei der Auswahl des Datenkanals empfangen und verarbeitet. Ein solches herkömmliches Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren wird mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
  • 1 ist ein Blockdiagramm, das die Konstruktion einer herkömmlichen Digital-TV-Empfangshardware zeigt, in welcher ein MPEG-Transportstrom, der durch einen Vorrechner 100 empfangen wird, über eine gemeinsame Schnittstelle 200 zu einem deMUX-System 400 geleitet wird.
  • Der derart zugeleitete MPEG-Strom wird nach Paket-IDs klassifiziert, während er durch einen PID-Filter läuft, und stellt verwürfelte Signale wieder her, während er durch einen Descrambler läuft.
  • Von den wiederhergestellten Signalen wird ein A/V-Signal zu einem A/V-Filter gesendet und gefiltert, um ein Bild (Video) und einen Ton (Audio) zu erzeugen, und PCR-Daten werden zur visuellen Information des Dienstes verwendet. Der Rest der Signale sind Daten zur Verwendung in einem Datendienst, die in einem SRAM gespeichert und danach für den Datendienst verwendet werden. Meistens ist in diesem Prozeß ein CPU-System 300 zur Ausführung der Software-Steuerung enthalten.
  • 2A ist eine schematische Ansicht eines Datendienstempfängers, auf welchen ein Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren abgestimmt ist. 2B ist eine schematische Ansicht der Systemkonfiguration eines Beispiels eines Datendienstempfängers von 2A, in welchem eine Sendedatendarstellungskomponente (SP) eine Komponente ist, die als Applikation bezeichnet wird, die einen MHEG-Browser, einen HTML-Browser, einen Serve Title-Prozessor usw. enthält, eine Datendienstkomponente (DS), die eine Komponente in enger Verbindung mit der vorliegenden Erfindung ist, die ein Datenkarussell, ein Objektkarussell usw. enthält, eine Datentransferkomponente (DT), die eine Komponente zur Leitung von Daten von einem Übertragungsnetzwerk zu anderen Komponenten ist, d.h., ein Demultiplexer (deMUX), und eine Dienstinformationskomponente, die eine Komponente zum Erstellen von Information über alle Formen von Diensten ist, einschließlich Datendiensten und AV-Diensten, die von einem Überträger empfangen werden, d.h. ein PSI/SI-Manager.
  • Wenn in dem herkömmlichen Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren für den konfigurierten Digitaldatendienstempfänger, wie in 3 dargestellt, Strom an einen Empfänger angelegt wird, gibt eine Benutzerschnittstellenkomponenten 10 in S10 Information über den gegenwärtigen Kanal an eine Dienstinformationskomponente 30, Datendienstkomponente 40 und Sendedatendarstellungskomponente 50 aus.
  • Zu diesem Zeitpunkt gibt es in dem gegenwärtigen Kanal keinen Datendienst und die Komponenten, die in dem Datendienst enthalten sind, warten auf die Wahl eines Datendienstkanals.
  • Wenn anschließend ein Benutzer den Kanal ändert, überträgt die Benutzerschnittstellenkomponente in S20 neue Kanalinformationen zu allen Komponenten, und dementsprechend erstellt die Dienstinformationskomponente 30 in S30 Dienstinformation über den neuen Kanal.
  • Wenn zu diesem Zeitpunkt eine Datenübertragung in dem neuen Kanal enthalten ist, informiert die Dienstinformationskomponente 30 in S40 die Datendienstkomponente über diese Tatsache. Dementsprechend führt die Datendienstkomponente 40 eine Dienstinitialisierung aus, indem sie in S50 den Datendienst des neuen Kanals zu/von der Datentransferkomponente sendet/empfängt.
  • Danach benachrichtigt die Datendienstkomponente 40 die Sendedatendarstellungskomponente 50 in S60, daß ein Datendienst vorbereitet wird. Somit fordert die Sendedatendarstellungskomponente bei der Datendienstkomponente Dienstdaten/Dienstobjekte an, die/das für die Ausgabe erforderlich sind/ist, und empfängt diese/dieses, um es dann durch eine Benutzerausgabevorrichtung darzustellen.
  • Danach wird der obengenannte Prozeß wiederholt immer dann ausgeführt, wenn der Datendienstkanal geändert wird.
  • Das heißt, wenn nach dem Stand der Technik der Benutzer wie zuvor beschrieben einen Kanal wählt, der Daten von einem Datenübertragungsempfänger aufweist, müssen alle Daten, die in dem Dienst enthalten sind, verarbeitet werden. Somit entsteht das Problem, daß der/die Benutzerin) eine Datenvorbereitungsperiode abwarten muß, sobald er oder sie einen neuen Dienst wählt.
  • In jüngster Zeit werden mit steigendem Interesse an digitalem TV aktiv Studien über die dabei angewendete Anwendungs-Software durchgeführt. Von diesen stellt MHEG ("Multimedia and Hypermedia Information coding Expert Group") dem Benutzer interaktive Multimedia/Hypermedia in einer verteilten Umgebung zur Verfügung, bestehend aus verschiedenen Arten von Plattformen, und wird von europäischen Ländern und anderen, die den DVB ("Digital Video Broadcasting") Standard verwenden, intensiv untersucht. MHEG besteht aus zwei Teilen, d.h., einem MHEG-Objekt, dessen Inhalt über ein Kommunikationsnetzwerk übertragen wird, und einem MHEG-Prozessor, der das MHEG-Objekt von einem Empfängersystem, wie einem digitalen TV, empfängt und dieses durch eine Reihe von Prozessen in Daten umwandelt, die dem Benutzer zur Verfügung stehen. In dem Prozeß, in dem der MHEG-Prozessor das MHEG-Objekt von dem Kommunikationsnetzwerk empfängt, wird das DSM-CC ("Digital Storage Media Command and Control") Protokoll, das als Teil des MPEG-Standards vorgeschlagen ist, zur Steuerung von Audio/Video-Strömen angewendet. Da das MHEG-Objekt im verteilten Zustand in dem Kommunikationsnetzwerk vorhanden und seine Position variabel ist, kann der MHEG-Prozessor nicht über Positionsinformation über alle Dienstobjekte verfügen. Somit führt das Objekt-Karussell die obengenannte Funktion in dem DSM-CC-Protokoll aus.
  • Bei dem Verfahren zum Herunterladen von Dateien durch die Sendedatendarstellungskomponente, d.h., zum Beispiel den MHEG-Prozessor, wird unter der Annahme, daß ein gewünschtes MHEG-Objekt (MHEG Dateil) sich an der Position wie in 5 in der verteilten Umgebung befindet, der Prozeß zur Suche des MHEG-Objekts wie in der Folge mit Bezugnahme auf 6 beschrieben.
  • Der MHEG-Prozessor ruft zunächst eine Funktion auf, die in dem Objekt-Karussell definiert ist, um ein Dienst-Gateway zu finden, das eine Art von Hauptverzeichnis ist. Wenn das Dienst-Gateway erfaßt ist, wird in SA1 und SA2 ein Unterverzeichnis 1 mit einer Verzeichnis-Suchfunktion, und ein Unterverzeichnis 2 mit demselben Prozeß gesucht.
  • Wenn der MHEG-Prozessor die gewünschte MHEG-Datei erfaßt, wird diese Datei durch die Lesefunktion erhalten und dann dekodiert. Danach wird schließlich das MHEG-Objekt, das in dem MHEG-Prozessor zu verwenden ist, in SA3 und SA4 erhalten.
  • Bei dem Datei-Herunterladeverfahren nach dem Stand der Technik ist es jedoch von Nachteil, daß der MHEG-Prozessor warten muß, bis jeder Suchschritt beendet ist, d.h., bis das Objekt-Karussell die Ausführung der Funktion beendet, die von dem MHEG-Prozessor aufgerufen wurde. Insbesondere ist dieses Verfahren nachteilig, da selbst bei Erhalt der Datei, die den MHEG-Dienst enthält, das zuvor beschriebene Verfahren wiederholt werden muß, was für den Benutzer noch unangenehmer ist.
  • Ferner ist aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 889 645 A2 ein Datendienstübertragungsverfahren bekannt, mit welchem die Wartezeit für das Herunterladen eines Entschlüsselungsprogramms für das Entschlüsseln von Programmsignalen auf der Empfängerseite verringert werden kann.
  • Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 944 254 A1 ist ein Multimediadienstübertragungsverfahren bekannt, welches Daten für eine elektronische Programmführung sowie Programmdaten überträgt und einem Benutzer ermöglicht, auf einem Display eines Benutzerendgerätes eine Programmführung, abhängig von dessen Voreinstellungen bzgl. der Darstellung der Daten auf dem Endgerät, darzustellen und entsprechenden Programme auszuwählen.
  • Schließlich werden in „MHEG Explained", IEEE Multimedia, 1995, Vol. 2(1), S. 26–38 sowie in „MHEG-5 -Aims, Concepts and Implementation", IEEE Multimedia 1998, Vol. 5(1), S. 84–91 die Grundzüge des ISO-MHEG Standards erläutert, welcher eine systemunabhängige Verschlüsselung von Strukturinformationen, die zur Speicherung, dem Austausch und zur Ausführung von Multimediadarstellungen benötigt werden, definiert.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren bereitzustellen, das einen Datendienst empfangen kann, sobald ein Benutzer einen Kanal wählt oder ändert, indem Primärdaten heruntergeladen werden, die für den Datendienst notwendig sind, und diese in einen Empfänger gestellt werden, bevor der Benutzer einen Datenkanal wählt.
  • Zur Lösung der obengenannten Aufgabe wird daher ein Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung bereitgestellt, umfassend: einen ersten Schritt, in dem eine Benutzer-Schnittstellenkomponente Information über den laufenden Kanal an alle Komponenten überträgt, wenn Strom an einen Empfänger angelegt wird, einen zweiten Schritt, in dem eine Dienstinformationskomponente Dienstinformation über alle Kanäle erstellt, indem Daten durch eine Datentransferkomponente empfangen werden, und eine Datendienstkomponente über diese Tatsache informiert; einen dritten Schritt, in dem die Datendienstkomponente jeden Dienst auf Primärdaten aller Datendienstkanäle initialisiert, indem eine Datenliste bei der Dienstinformationskomponente angefordert wird, und eine Sendedatendarstellungskomponente informiert, daß ein Datendienst möglich ist; einen vierten Schritt, in dem, wenn ein Benutzer einen Kanal ändert, die Benutzerschnittstellenkomponente Information über einen neuen Kanal überträgt; und einen fünften Schritt, in dem die Sendedatendarstellungskomponente Dienstdaten/ein Dienstobjekt von der Datendienstkomponente empfängt, um diese/dieses in einer Benutzer-Ausgabevorrichtung darzustellen.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Problem zu lösen, daß die Prozessorgeschwindigkeit gesenkt wird, wenn ein MHEG-Prozessor ein verlangtes Objekt von außen erhalten will, und den Empfang eines spezifischen MHEG-Datendienstes, der häufiger verwendet wird, für einen Benutzer an sich schneller zu machen.
  • Das erste Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, daß der MHEG-Prozessor ein Verarbeitungsprogramm zur Aufzeichnung des Verzeichnispfades und des Dateinamens einer vom Benutzer gewählten Datei hat.
  • Das zweite Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, daß der MHEG-Prozessor ein Verarbeitungsprogramm zur Aufzeichnung des Verzeichnispfades und der Dateireferenzfrequenz einer vom Benutzer gewählten Datei hat.
  • Das dritte Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, daß der MHEG-Prozessor aufgrund der Daten, die in dem ersten und zweiten Merkmal aufgezeichnet werden, eine Datei bestimmt, die als erste heruntergeladen wird.
  • Weitere Vorteile, Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung offensichtlicher.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung wird mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verständlicher, die nur der Veranschaulichung dienen und somit die vorliegende Erfindung nicht einschränken sollen, von welchen:
  • 1 ein Blockdiagramm ist, welches die Konstruktion eines herkömmlichen Digital-TV-Empfangshardwaresystems zeigt;
  • 2A eine schematische Ansicht eines Datendienstempfängers ist, an welchen ein Digitaldaten-Übertragungsdienst angepaßt ist;
  • 2B ein Blockdiagramm eines Beispiels eines Digitaldatendienstempfängers von 2A ist;
  • 3 eine Ansicht ist, die den Ablauf für ein herkömmliches Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren zeigt;
  • 4 eine Ansicht ist, die einen Digitaldaten-Übertragungsdienstprozeß gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • 5 eine erklärende Ansicht ist, welche die Position eines MHEG-Objekts in einer verteilten Umgebung zeigt;
  • 6 ein Signalflußdiagramm eines MHEG-Objekt-Suchverfahrens nach dem Stand der Technik ist;
  • 7 ein Signalflußdiagramm eines Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahrens unter Verwendung eines MHEG-Prozessors gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
  • 8 ein ausführliches Signalflußdiagramm eines Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahrens unter Verwendung des MHEG-Prozessors gemäß der vorliegenden Erfindung ist; und
  • 9 ein Blockdiagramm einer Hardware ist, an welche ein Digitaldaten-Übertragungsdienst der vorliegenden Erfindung angepaßt ist.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
  • Der Betrieb und die Wirkungen eines Digitaldaten-Übertragungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun mit Bezugnahme auf 4 beschrieben.
  • Wenn Strom an einen Empfänger angelegt wird, überträgt zunächst eine Benutzerschnittstellenkomponente (UI) in S100 die gegenwärtige Kanalinformation zu allen anderen Komponenten (SP), (DS), (SI), (DT). Mit anderen Worten, die Benutzerschnittstellenkomponente (UI) speichert einen Dienstkanal, der unmittelbar vor dem Abschalten des Empfängers gewählt wurde, führt den notwendigen Schritt zum Empfangen des Kanals aus und überträgt die Information des Kanals zu den anderen Komponenten (SP), (DS), (SI), (DT).
  • Danach erstellt eine Dienstinformationskomponente (SI) in S200 Dienstinformation über alle Kanäle.
  • Das heißt, die Dienstinformationskomponente (SI) erstellt gemeinsam mit einer Datentransferkomponente (DT) eine Dienstinformationsdatenbasis über alle Kanäle. Die zu diesem Zeitpunkt erstellte Dienstinformation enthält die Information, die zu einem Datendienstkanal übertragen wird.
  • Danach benachrichtigt die Dienstinformationskomponente (SI) die Datendienstkomponenten (DS) in S300, daß die Dienstinformationsdatenbasis erstellt ist.
  • Dann fordert die Datendienstkomponente (DS) in S400 eine Dienstliste bei der Dienstinformationskomponente (SI) an. Das heißt, die Datendienstkomponente (DS) fordert eine Liste der Dienstinformation über alle Kanäle zum Zwecke der Datendienstvorbereitung an.
  • Zu diesem Zeitpunkt wählt die Datendienstkomponente (DS) nur die Information eines Datendienstkanals von der Liste.
  • Danach initialisiert die Datendienstkomponente (DS) in S500 jeden Dienst, nachdem Primärdaten aller Datendienstkanäle angefordert wurden, die von ihr zu verarbeiten sind. Mit anderen Worten, sie führt unter Verwendung der Information jedes Datendienstkanals eine Initialisierung durch den Empfang von Daten aus, die primär für den Dienst jedes Datendienstkanals erforderlich sind.
  • Hier sind die Primärdaten die einzigen Daten, die zur Vorbereitung eines Anfangsschirms notwendig sind.
  • Danach benachrichtigt die Datendienstkomponente (DS) eine Sendedatendarstellungskomponente (SP) in S600, daß Dienste zur Verfügung stehen. Das heißt, sie benachrichtigt die Sendedatendarstellungskomponente (SP), daß die Vorbereitung für einen Datendienst beendet ist, und nimmt dann jederzeit eine Datenanforderung an, wenn Daten verlangt werden.
  • Danach überträgt die Benutzerschnittstellenkomponente (UI) in S700 Information über Kanäle zu allen anderen Komponenten (SP), (DS), (SI), (DT), wenn der Benutzer einen Kanal wählt, um dadurch einen vorbestimmten Schritt auszuführen, der in bezug auf eine Kanaländerung vorzunehmen ist.
  • Danach fordert die Sendedatendarstellungskomponente (SP) bei der Datendienstkomponente (DS) Dienstdaten/ein Dienstobjekt an, die/das für die Ausgabe erforderlich sind/ist, und stellt in S800 die Sendedaten/das Objekt auf einer Benutzerausgabevorrichtung abhängig davon dar.
  • Mit anderen Worten, durch die vorliegende Erfindung ist es möglich, rasch einen Digitaldaten-Übertragungsdienst bereitzustellen, indem Primärdaten, die für den Datendienst notwendig sind, heruntergeladen werden und ein Empfänger eingestellt wird, bevor ein Benutzer einen Datenkanal wählt.
  • Das heißt, wenn Strom eingeschaltet ist, sendet die Benutzerschnittstellenkomponente (UI) die laufende Kanalinformation zu allen anderen Komponenten (SP), (DS), (SI), (DT). Die Dienstinformationskomponente (SI) erstellt eine Dienstinformationsdatenbasis über alle Kanäle. Dann fordert die Datendienstkomponente bei Empfang der Liste Primärdaten aller Dienstkanäle an, die von ihr zu verarbeiten sind, und stellt danach einen Digitaldaten-Übertragungsdienst durch Ausführung einer Initialisierung bereit.
  • Zusätzlich wird nun das Datei-Herunterladeverfahren des Digitaldaten-Übertragungsdienstes mit Bezugnahme auf die 7 bis 9 beschrieben.
  • Ein MHEG-Prozessor gemäß der vorliegenden Erfindung hat eine Pfadtabelle zur Aufzeichnung eines Verzeichnispfades, und eine Dateitabelle zur Aufzeichnung eines Dateinamens.
  • Die Pfadtabelle ist aus einer verknüpften Liste oder anderen Datenstruktur erstellt, von welcher ein Verzweigungspunkt eine Struktur mit einem Zeiger in Form eines Zeichens zur Anzeige eines Verzeichnispfades und eine Variable in Form einer ganzen Zahl zur Aufzeichnung der Referenzfrequenz dieses Pfades als variables Element ist.
  • Ebenso ist auch mit der Dateitabelle eine Liste oder Datenstruktur verknüpft, die aus Strukturen (in der Folge als "Dateistruktur" bezeichnet) besteht, die jeweils einen Zeiger in Form eines Zeichens zur Anzeige eines Dateinamens und eine Variable in Form einer ganzen Zahl zur Aufzeichnung der Referenzfrequenz dieser Datei als variables Element aufweisen.
  • Wenn ein MHEG-Dienst gestartet wird, und der MHEG-Prozessor einen erforderlichen Dateipfad von einem Objektkarussell durch einen gemeinsamen Verbindungsprozeß entdeckt, belegt der MHEG-Prozessor einen Speicher zum Aufzeichnen des Pfades und ersetzt dann das zeigerartige variable Element der Pfadstruktur durch den Zeiger zur Anzeige des Verzeichnispfades. Und der MHEG-Prozessor erhöht die Referenzfrequenz des Pfades bei jedem Ersetzen um Eins, und ersetzt das ganzzahlige variable Element der Pfadstruktur durch die Referenzfrequenz.
  • Die Pfadstrukturen, die durch diesen Prozeß generiert werden, werden in der Pfadtabelle aufgezeichnet.
  • Wenn der MHEG-Prozessor eine tatsächliche Datei empfängt, zeichnet er dann den Dateinamen und die Referenzfrequenz dieser Datei auf und zeichnet sie in der Dateitabelle (siehe 7) auf.
  • Wenn der MHEG-Prozessor das erste Mal auf die Datei Bezug nimmt, oder auf einen neuen Pfad und eine neue Datei Bezug nimmt, ist die Referenzfrequenz des Pfadnamens und des Dateinamens jeweils 1.
  • Wenn somit der Benutzer einen bestimmten MHEG-Dienst empfängt, wird die Referenzfrequenz des Pfadnamens und des Dateinamens einer Datei, die zugehörige MHEG-Objekte enthält, für die Aufzeichnung jeweils um Eins erhöht.
  • Wenn die bestehenden MHEG-Dateien aktualisiert werden, während der Benutzer den MHEG-Dienst empfängt, sucht der MHEG-Prozessor den Pfadnamen dieser Dateien aus der Pfadtabelle und stellt im voraus die Dateien mit einem Pfad der höchsten Referenzfrequenz als Kandidat für das Herunterladen ein. Insbesondere wird die Datei, deren aufgezeichneter Dateiname die höchste Referenzfrequenz aufweist, im voraus heruntergeladen, indem die Dateitabelle (siehe 8) durchsucht wird.
  • Wenn eine Reihe neuer Daten eintrifft, die in der Dateitabelle nicht aufgezeichnet sind, werden die Dateien, die einen Pfad mit der höchsten Referenzfrequenz bis zu diesem Zeitpunkt haben, im voraus heruntergeladen, wobei nur auf den Pfadnamen der Dateien Bezug genommen wird, während der Benutzer den bestehenden MHEG-Dienst empfängt.
  • 9 ist demgegenüber ein Blockdiagramm einer Hardware, an welche das Datei-Herunterladeverfahren der vorliegenden Erfindung angepaßt ist, umfassend: eine Empfangseinheit 501 zum Empfangen eines AV-Stroms, der MHEG-Inhalt enthält; einen NV RAM 502, der einer Art von EEPROM entspricht; eine Betriebseinheit 503 mit einem Demultiplexer und einer CPU, die den AV-Strom dekodiert, um diesen in Daten umzuwandeln, die dem MHEG-Prozessor zur Verfügung stehen; einen System-SDRAM 504 und einen Flash-Speicher 505, die eine Speichereinheit bilden. Das Verfahren zum Herunterladen einer Datei unter Verwendung des MHEG-Prozessors in der derart konstruierten Hardware wird in der Folge beschrieben.
  • In dem Flash-Speicher 505, der aus vier Speichern 505A bis 505D mit jeweils einer Kapazität von 2 MB besteht, sind eine Vielzahl von Anwendungsprogrammschnittstellen (API) angeordnet, die den MHEG-Prozessor und das Objekt-Karussell enthalten.
  • Wenn der Benutzer in dem Zustand, in dem ein Strom, der MHEG-Daten enthält, von der Empfangseinheit 501 empfangen wird, einen MHEG-Dienst empfangen will, prüft der MHEG-Prozessor zunächst, ob das Objekt-Karussell die Datei aufweist, die den MHEG-Dienst enthält. Wenn das Ergebnis der Prüfung negativ ist, fordert der MHEG-Prozessor das Objekt-Karussell auf, die Datei herunterzuladen.
  • Wenn das aufgerufene Objekt-Karussell die Position der Datei durch das obengenannte Verfahren erfaßt, liest es diese durch den Demultiplexer (DEMUX) der Betriebseinheit 503 aus, wobei die ausgelesene Datei zu Daten dekodiert wird, die dem MHEG-Prozessor zur Verfügung stehen. Der MHEG-Prozessor verarbeitet die derart verarbeiteten Daten in der vom Benutzer gewünschten Form und zeichnet den Pfadnamen und Dateinamen der benutzten Datei und die Referenzfrequenz davon im Speicher 505 oder NVRAM 502 auf. Dieser Vorgang wird wiederholt ausgeführt, wann immer der Benutzer einen MHEG-Dienst wünscht.
  • Wenn die bestehende Datei aktualisiert wird, oder die Notwendigkeit besteht, eine neue Datei herunterzuladen, während der Benutzer den Dienst empfängt, durchsucht der MHEG-Prozessor den Inhalt der Pfadtabelle und Dateitabelle, die im Flash-Speicher 505 aufgezeichnet sind, und lädt dann den Pfad und die Datei mit der höchsten Referenzfrequenz herunter.
  • Diese Prozesse beeinflussen den gegenwärtig vom Benutzer empfangenen Dienst nicht, da sie im Hintergrund ausgeführt werden. Und wenn der MHEG-Dienst schließlich beendet ist, wird der gesamte Inhalt gelöscht, der im Speicher aufgrund der vorangehenden Operation gespeichert ist, wodurch das System hinsichtlich der Hardware in keiner Weise überlastet wird.
  • Wenn die Pfadtabelle und die Dateitabelle im NVRAM 502 nicht aufgezeichnet sind, wenn der Benutzer den MHEG-Dienst nicht empfängt, liest der MHEG-Prozessor den Inhalt, der im NVRAM 502 aufgezeichnet ist, und lädt die Dateien herunter, die zuvor häufig verwendet wurden und später von dem Benutzer häufig verwendet werden. Wenn danach der Benutzer tatsächlich den Dienst wünscht, können die zuvor im Speicher gespeicherten Dateien sofort von dem Demultiplexer und dem Objekt-Karussell verwendet werden.
  • Das Verfahren zum Erstellen der Pfadtabelle und Dateitabelle wird gemäß den folgenden Ausführungsbeispielen der Erfindung beschrieben.
  • Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel werden die Pfadtabelle und Dateitabelle vollständig gelöscht, wenn der MHEG-Dienst beendet ist, zum Beispiel wenn der Benutzer den Kanal ändert, in dem MHEG-Daten heruntergeladen sind oder ein TV-Gerät abschaltet, und werden dann wieder initialisiert, wenn der MHEG-Dienst gestartet wird. Dies ist dann angebracht, wenn der MHEG-Inhalt ohne Regelmäßigkeit übertragen wird, wann immer seine Verzeichnisstruktur geändert wird.
  • Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel sind die Pfadtabelle und Dateitabelle in einer Aufzeichnungseinheit, wie dem NVRAM 502 gespeichert, und werden nicht gelöscht, nicht einmal bei Beendigung des MHEG-Dienstes, und werden beim Starten des MHEG-Dienstes wiederhergestellt. Dies ist in dann angebracht, wenn die MHEG-Daten mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Verzeichnisstruktur übertragen werden.
  • Gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel werden beide der obengenannten Verfahren unterstützt. Ob das erste Ausführungsbeispiel anzuwenden ist oder das zweite Ausführungsbeispiel anzuwenden ist, ist optional.
  • Wie zuvor beschrieben, kann der Benutzer bei der vorliegenden Erfindung einen Datendienst empfangen, sobald ein Benutzer einen Kanal wählt oder ändert, indem Primärdaten, die für den Datendienst erforderlich sind, heruntergeladen werden, und diese in einem Empfänger gestellt werden, bevor der Benutzer einen Datenkanal wählt. Der Dateipfad, Dateiname, und die Referenzfrequenz werden jeweils in der entsprechenden Tabelle von einem MHEG-Prozessor während der Ausführung des Dienstes aufgezeichnet. Wenn der MHEG-Prozessor eine tatsächliche Datei enthält, wird diese Datei in einer Tabelle aufgezeichnet und danach wird die Datei mit einem Dateinamen, der die höchste Referenzfrequenz aufweist, vorzugsweise heruntergeladen, indem die Dateitabelle während der Ausführung des Dienstes durchsucht wird, um dadurch die Herunterladezeit der Datei auf ein Maximum zu verringern. Wenn der MHEG-Prozessor eine Lesezeichenfunktion hat, wie in einem allgemeinen Internet-Suchprogramm, kann zusätzlich dem Benutzer sofort ein Lesezeichendienst zur Verfügung gestellt werden.
  • Da die vorliegende Erfindung in mehreren Formen ausgeführt werden kann, ohne von ihrem Wesen oder ihren wesentlichen Merkmalen Abstand zu nehmen, sollte auch offensichtlich sein, daß die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht durch die Einzelheiten der vorangehenden Beschreibung, falls nicht anders angegeben, eingeschränkt sind, sondern vielmehr umfassend in ihrem Wesen und Umfang, wie in den beiliegenden Ansprüchen definiert, auszulegen sind, und daß daher alle Änderungen und Modifizierungen, die innerhalb der Angaben und Grenzen der Ansprüche, oder einer Entsprechung solcher Angaben und Grenzen, liegen, in den beiliegenden Ansprüchen enthalten sein sollen.

Claims (11)

  1. Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren, umfassend: einen ersten Schritt, in dem eine Benutzerschnittstellenkomponente Information über den gegenwärtigen Kanal zu allen Komponenten überträgt, wenn Strom an einen Empfänger angelegt wird, einen zweiten Schritt, in dem eine Dienstinformationskomponente Dienstinformation über alle Kanäle erstellt, indem sie Daten durch eine Datentransferkomponente empfängt und eine Datendienstkomponente über diese Tatsache informiert; einen dritten Schritt, in dem die Datendienstkomponente jeden Dienst auf Primärdaten aller Datendienstkanäle initialisiert, indem sie eine Datenliste von der Dienstinformationskomponente anfordert, und eine Sendedatendarstellungskomponente informiert, daß ein Datendienst möglich ist, einen vierten Schritt, in dem, wenn ein Benutzer einen Kanal ändert, die Benutzerschnittstellenkomponente Information über einen neuen Kanal überträgt; und einen fünften Schritt, in dem die Sendedatendarstellungskomponente Dienstdaten/ein Dienstobjekt von der Datendienstkomponente empfängt, um diese/dieses in einer Benutzer-Ausgabevorrichtung darzustellen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Benutzer einen Kanal durch Herunterladen von Primärdaten ändert, die für den Datendienst erforderlich sind, und den Empfänger vor der Kanaländerung einstellt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die gegenwärtige Kanalinformation des ersten Schritts die Information über den Dienstkanal ist, der unmittelbar vor dem Abschalten des Empfängers gewählt war.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Primärdaten alle Daten sind, die zum Vorbereiten eines Anfangsschirmes erforderlich sind.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Datendienstkomponente nur die Information eines Datendienstes aus der Liste von Dienstinformationen über alle Kanäle herausnimmt.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Sendedatendarstellungskomponente umfaßt: einen MPEG-Browser, einen HTML-Browser und einen Subtitel-Prozessor.
  7. Digitaldaten-Übertragungsdienstverfahren, umfassend: einen ersten Schritt zur Aufzeichnung eines Dateinamens und einer Referenzfrequenz, eines Pfades einer Datei in der jeweils entsprechenden Tabelle durch einen MHEG-Prozessor bei der Ausführung des Dienstes; und einen zweiten Schritt zum Herunterladen einer Datei mit einem Dateinamen, der die höchste Referenzfrequenz aufweist, indem eine Dateitabelle periodisch während der Ausführung des Dienstes durch einen MHEG-Prozessor durchsucht wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der erste Schritt umfaßt: einen ersten Schritt, in dem, wenn der MHEG-Prozessor einen erforderlichen Dateipfad von einem Objekt-Karussell durch einen gemeinsamen Schnittstellenprozeß erfaßt, er einen Speicher zum Aufzeichnen des Pfades belegt und dann das zeigerförmige variable Element der Pfadstruktur durch den Zeiger zur Anzeige des Verzeichnispfades ersetzt; einen zweiten Schritt, in dem der MHEG-Prozessor die Referenzfrequenz des Pfades bei jedem Ersetzen um Eins erhöht, und das ganzzahlige variable Element der Pfadstruktur durch die Referenzfrequenz ersetzt; einen dritten Schritt, in dem die Pfadstrukturen, die durch diesen Prozeß generiert werden, in der Pfadtabelle aufgezeichnet werden; und einen vierten Schritt, indem, wenn der MHEG-Prozessor eine tatsächlich Datei erhält, er den Dateinamen und die Referenzfrequenz dieser Datei aufzeichnet und diese in der Dateitabelle aufzeichnet.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei beim Aufzeichnen der Pfadstruktur in der Tabelle, wie im ersten Schritt, die Pfadtabelle und Dateitabelle vollständig gelöscht werden, wenn der MHEG-Dienst beendet ist, und dann beim Starten des MHEG-Dienstes wieder initialisiert werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 7, wobei beim Aufzeichnen der Pfadstruktur in der Tabelle, wie im ersten Schritt, die Pfadtabelle und Dateitabelle in einer Aufzeichnungseinheit wie dem NVRAM 502 gespeichert und selbst bei Beendigung des MHEG-Dienstes nicht gelöscht werden, und beim Starten des MHEG-Dienstes wiederhergestellt werden.
  11. Verfahren nach Anspruch 7, wobei im zweiten Schritt, wenn die bestehenden MHEG-Dateien während des MHEG-Dienstes aktualisiert werden, die Dateien mit einem Pfad, der die höchste Referenzfrequenz aufweist, als Kandidat für das Herunterladen im voraus eingestellt werden, indem der Pfadname der entsprechenden Dateien durchsucht wird.
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