DE10065108C2 - Winkelgetriebe mit Ringgehäuse - Google Patents
Winkelgetriebe mit RinggehäuseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Winkelgetriebe mit einem Getriebe
gehäuse mit einer ersten Achse A1 für Lagerungsmittel und einer
zweiten Achse A2 für Lagerungsmittel, die radial zur ersten
Achse A1 ausgerichtet ist.
Winkelgetriebe sind im Bereich von Kraftfahrzeugen, Landma
schinen und Werkzeugmaschinen vielfältig einsetzbar, um nur
einige Anwendungsbeispiele zu nennen. Im Bereich der Kraft
fahrzeugtechnik sind sie bei Fahrzeugen mit quer eingebautem
Frontmotor erforderlich, die mit einem Allradantrieb ausge
stattet sind. Solche Fahrzeugvarianten sind in der Regel von
Grundmodellen hergeleitet, die nur Frontantrieb aufweisen.
Hierbei schließt das Winkelgetriebe unmittelbar an ein Diffe
rentialgetriebe der Vorderachse an, wobei eine feste Kopplung
der Eingangswelle des Winkelgetriebes mit dem Differentialkorb
des Differentialgetriebes vorgesehen ist. Hierbei ist die Ein
gangswelle des Winkelgetriebes als Hohlwelle ausgebildet,
durch die eine der Seitenwellen des Differentialgetriebes zum
Vorderachsantrieb hindurchgeführt ist.
Der in dieser Weise zwischen dem Vorderachsdifferential und
einer Antriebsgelenkwelle hinter bzw. unter dem Verbrennungs
motor unterzubringende Winkeltrieb ist naturgemäß in seinem
Bauraum stark eingeschränkt. Aufgrund zunehmender Verwendung
von Dieselmotoren mit hohem Drehmoment erreichen bisher ver
wendete Winkeltriebe ihre Leistungsgrenze, d. h. bei entspre
chenden Testläufen mit maximalem Drehmoment werden die gefor
derten Lebensdauern nicht mehr erreicht. Der Möglichkeit einer
Vergrößerung des Winkelgetriebes steht der begrenzte Bauraum
entgegen.
Aus der US 5,239,880 ist ein Winkelgetriebe mit einer Lei
stungsverzweigung von einem Eingangsritzel auf zwei zueinander
symmetrische und gegenläufige Tellerräder, die ihrerseits über
ein Zwischenritzel gekoppelt sind, bekannt. Zwei unabhängige
Nabenkörper für die Tellerräder sind über Deckelelemente mit
einem Außenring verbunden.
Aufgrund der beschränkten Einbauverhältnisse ist es das
Bestreben, Winkelgetriebe dieser Art möglichst kurzbauend und
kompakt auszugestalten, wobei in Anpassung an die geforderte
Drehmomentkapazität eine einfache Bestückung mit entsprechen
den Rädersätzen möglich sein soll.
Die Lösung hierfür besteht darin, daß das Gehäuse einen Gehäu
segrundkörper umfaßt aus einem Außenring, der zwei sich gege
nüberliegende senkrecht zur Achse A1 liegende Ringflansche
bildet, sowie einem Nabenkörper, der koaxial zum Außenring
liegt und über zumindest eine radiale Speiche einstückig mit
dem Außenring verbunden ist, der Nabenkörper bildet eine La
gerstelle für eine Eingangswelle, das Gehäuse bildet einen am
Außenring außen angesetzten Hülsenkörper, der Hülsenkörper
bildet eine Lagerstelle für eine Ausgangswelle, daß auf der
Eingangswelle ein Eingangstellerrad fest angeordnet ist und
ein Gegentellerrad relativ drehbar zu diesem gelagert ist, daß
die Ausgangswelle ein Ausgangszahnrad trägt, das mit Ein
gangstellerrad und Gegentellerrad im Verzahnungseingriff ist,
und daß auf zumindest einem Lagerzapfen, der radial zur Achse
A1 ausgerichtet ist, zumindest ein Zwischenzahnrad angeordnet
ist, das mit dem Eingangstellerrad und dem Gegentellerrad im
Verzahnungseingriff ist.
Das Gehäuse kann hierbei mit entsprechenden einfachen Ringdec
keln verschlossen werden, bzw. auf einer Seite gegebenenfalls
unmittelbar mit dem offenen Gehäusering an ein Differentialge
triebe angeschraubt werden.
Hiermit wird ein Winkelgetriebe mit einer Leistungsverzweigung
geschaffen, das die Anzahl der Zahneingriffe durch die Verwen
dung von zumindest einem Zwischenzahnrad und einem dem Ein
gangstellerrad entsprechenden Gegentellerrad am Ausgangszahn
rad verdoppelt und am Eingangstellerrad zumindest verdoppelt,
so daß die Zahnkräfte bei vorgegebenem Drehmoment wesentlich
reduziert, nämlich am Ausgangszahnrad halbiert und am Ein
gangstellerrad zumindest halbiert werden und die Lebensdauer
hierdurch außerordentlich gesteigert werden kann.
Wenn in bevorzugter Ausgestaltung zwei Zwischenräder mit ihren
Lagerzapfenachsen A3, A4 und die Achse A2 der Ausgangswelle
gleiche Teilungswinkel bilden, können in den entstehenden
Freiräumen anstelle einer einzigen radialen Speiche zwischen
Ringkörper und Nabenkörper des Gehäuses drei radiale Speichen
verwendet werden.
Die Lagerung des Gegentellerrades auf der Eingangswelle kann
so vorgenommen werden, daß die Zahnkräfte an Eingangstellerrad
und Gegentellerrad als innere Kräfte innerhalb der Eingangs
welle aufgefangen werden.
Die Gehäusedeckel können frei von Lagerkräften gehalten wer
den, bzw. es kann eine unmittelbare Verbindung des Ringehäuses
mit anderen Baugruppen erfolgen.
Die Eingangswelle kann im wesentlichen auf die Länge des ring
förmigen Gehäuseteils begrenzt werden, wobei dann eine Anpas
sung an spezielle Einbauverhältnisse durch Einstecken einer
Steckhülse in die Eingangswelle erfolgen kann. Ebenso ist die
Verwendung von Deckeln mit Flanschhülsen verschiedener Länge
zur Anpassung an spezielle Einbauverhältnisse möglich. Das
Grundmodul des Gehäuses mit Außenring und Nabenkörper und ge
gebenenfalls auch die Räderbestückung können für die verschie
densten Einsatzfälle gleich sein. Das erfindungsgemäße Winkel
getriebe bildet somit ein modulartig aufgebautes Konstrukti
onselement, das bei gleicher Grundgestalt einfach an verschie
dene Anwendungsfälle angepaßt werden kann. Hierbei kann immer
der gleiche Gehäusegrundkörper und gegebenenfalls gleiche
Zahnradbestückungen verwendet werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend beschrieben.
Hierin zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Getriebe im Schritt durch die
Eingangswelle und die Ausgangswelle;
Fig. 2 das Getriebe nach Fig. 1 im Schnitt senkrecht zur
Eingangswelle durch die Ausgangswelle.
Die Fig. 1 und 2 werden nachstehend gemeinsam beschrieben.
Ein Gehäuse 51 eines Winkelgetriebes ist mit einer Flanschhül
se 52 verschraubt, die einen Anschraubflansch 53 mit einer er
sten Achse A1 aufweist, mit dem das Winkelgetriebe z. B. an ei
nem Differentialgetriebe angeflanscht werden kann, sowie mit
einem Deckel 54 gegenüberliegend zum Flansch 53. Am Getriebe
gehäuse 51 ist ein Gehäusestutzen 55 angeformt, dessen Achse A2
radial zur Achse A1 ausgerichtet ist. Im ringförmigen Getriebe
gehäuse 51 ist eine Nabe 87 über eine einzelne radiale Speiche
88 koaxial zur Achse A1 gehalten. In dieser Nabe 87 ist eine
Eingangswelle 56 mit der Achse A1 über ein Radiallager 57 gela
gert. Die Eingangswelle 56 trägt auf einer Seite der Lager
stelle ein Eingangstellerrad 59, das auf einer Sitzfläche 61
der Eingangswelle sitzt und sich an einem Bund 62 axial ab
stützt, mit dem es verschweißt ist. Symmetrisch zum Ein
gangstellerrad 59 liegt auf der anderen Seite der Lagerstelle
ein Gegentellerrad 60 gleicher Verzahnungsform und gleicher
Größe. Das Gegentellerrad 60 ist über ein Radiallager 63 frei
drehbar auf der Eingangswelle 56 gelagert und stützt sich über
ein Axiallager 64, eine Scheibe 65 und einen Sicherungsring 66
auf der Eingangswelle ab. Eingangstellerrad 59 und Gegentel
lerrad 60 sind als Kronräder ausgebildet. Beide kämmen mit ei
nem Ausgangszahnrad 67, das einstückig an einem Ausgangswel
lenzapfen 68 ausgebildet ist. Dieses Ausgangszahnrad 67 ist
als gerades Stirnrad ausgeführt. Der Ausgangswellenzapfen 68
ist über ein Kugellager 69 in dem Hülsenansatz 55 gelagert.
Ebenso wie das Ausgangszahnrad 67 mit Eingangstellerrad 59 und
Gegentellerrad 60 im Eingriff sind, gilt dies für zwei
Zwischenzahnräder 71, 72, die ebenfalls zur ersten Achse A1
radial ausgerichtete Achsen A3, A4 haben, die in der gleichen
Ebene liegen, wie die zweite Achse A2. Die Zwischenzahnräder
71, 72 laufen auf Drehzapfen 73, 74, die radial außen im
Gehäuse 51 und radial innen in der Nabe 87 gelagert sind. Die
Drehzapfen sind durch Sicherungsringe 95, 96 gesichert und
durch O-Ringe 97, 98 abgedichtet. Die Zwischenzahnräder 71, 72
sind auf Nadellagern 89, 90 gelagert. Die Eingangswelle 56 ist
mit einer Steckhülse 99 über eine Wellenverzahnung 100 verbun
den. Die Eingangswelle 56 mit der Steckhülse 99 ist als Hohl
welle ausgebildet und wird von einer Durchgangswelle 85 durch
setzt. Die Eingangswelle ist über eine Dichtung 83 gegenüber
dem Deckel 54 abgedichtet, die Durchgangswelle 85 mittels ei
ner Dichtung 86 gegenüber der Eingangswelle 56. Auf dem Ende
der Ausgangswelle 68 ist ein Anschlußflansch 78 mittels einer
Scheibe 80 und einer Schraube 81 befestigt. Wellenzapfen 68
und Anschlußflansch 78 sind über eine Wellenverzahnung 79
drehgesichert. Weiterhin ist die Ausgangswelle 68 über eine
Dichtung 84 gegenüber dem Deckel 54 abgedichtet. Das über die
Eingangswelle 56 eingeleitete Drehmoment verteilt sich über
die Zwischenzahnräder 71, 72 auf die beiden Tellerräder 59, 60
vollkommen gleichmäßig. Die Zahnkräfte an den Tellerrädern 59,
60 bleiben als innere Kräfte innerhalb der Eingangswelle ge
fangen und halten das ringförmige Gehäuse 51 völlig frei von
axialer Belastung in Richtung der Achse A1. Die axial schwim
mend gelagerte Eingangswelle 56 ist weiterhin durch die symme
trische Anordnung der Zahnräder 67, 71, 72 zentriert gehalten,
so daß auch keine Radialkräfte nennenswerter Art von der Ein
gangswelle 56 auf das Gehäuse 51 gelangen. Das Ausgangszahnrad
67 ist zwischen den Tellerrädern 59, 60 zentriert, so daß auf
den Wellenzapfen 68 keine Biegekräfte kommen. Durch die Zahn
form (gradverzahntes Ritzel) und den doppelten Zahneingriff
mit den Tellerrädern 59, 60 werden keine Axialkräfte in Rich
tung der Achse A2 auf das Ausgangszahnrad 67 und auf das Lager
69 des Ausgangswellenzapfens 68 ausgeübt.
51
Gehäuse
52
Flanschhülse
53
Flansch
54
Deckel
55
Stutzen
56
Eingangswelle
57
Lager
58
-
59
Eingangstellerrad
60
Gegentellerrad
61
Sitz
62
Bund
63
Radiallager
64
Axiallager
65
Scheibe
66
Sicherungsring
67
Ausgangsrad
68
Wellenzapfen
69
Lager
78
Anschlußflansch
79
Verzahnung
80
Scheibe
81
Schraube
82
-
83
Dichtung
84
Dichtung
85
Durchgangswelle
86
Dichtung
87
Nabe
88
Speiche
89
Nadellager
90
Nadellager
91
Bohrung
92
Bohrung
93
Ansenkung
94
Ansenkung
95
Sicherungsring
96
Sicherungsring
97
O-Ring
98
O-Ring
99
Steckhülse
100
Verzahnung
101
Ringkörper
102
Zwischenhülse
Claims (4)
1. Winkelgetriebe mit einem Getriebegehäuse (51) mit einer
ersten Achse A1 für Lagerungsmittel und einer zweiten Ach
se A2 für Lagerungsmittel, die radial zur ersten Achse A1
ausgerichtet ist,
das Getriebegehäuse (51) umfaßt einen Gehäusegrundkörper aus einem Außenring (101), der zwei sich gegenüberliegende senkrecht zur Achse A1 liegende Ringflansche bildet, sowie einem Nabenkörper (87), der koaxial zum Außenring (101) liegt und über zumindest eine radiale Speiche (88) ein stückig mit dem Außenring (101) verbunden ist,
der Nabenkörper (87) bildet eine Lagerstelle für eine Ein gangswelle (56),
das Gehäuse (51) bildet einen am Außenring (101) außen an gesetzten Hülsenkörper (55),
der Hülsenkörper (55) bildet eine Lagerstelle für eine Ausgangswelle (68),
auf der Eingangswelle (56) ist ein Eingangstellerrad (59) fest angeordnet und ein Gegentellerrad (60) relativ dreh bar zu diesem gelagert,
die Ausgangswelle (68) trägt ein Ausgangszahnrad (67), das mit Eingangstellerrad (59) und Gegentellerrad (60) im Ver zahnungseingriff ist, und
auf zumindest einem Lagerzapfen (73, 74), der radial zur Achse A1 ausgerichtet ist, ist zumindest ein Zwischenzahn rad (71, 72) angeordnet, das mit dem Eingangstellerrad (59) und dem Gegentellerrad (60) im Verzahnungseingriff ist.
das Getriebegehäuse (51) umfaßt einen Gehäusegrundkörper aus einem Außenring (101), der zwei sich gegenüberliegende senkrecht zur Achse A1 liegende Ringflansche bildet, sowie einem Nabenkörper (87), der koaxial zum Außenring (101) liegt und über zumindest eine radiale Speiche (88) ein stückig mit dem Außenring (101) verbunden ist,
der Nabenkörper (87) bildet eine Lagerstelle für eine Ein gangswelle (56),
das Gehäuse (51) bildet einen am Außenring (101) außen an gesetzten Hülsenkörper (55),
der Hülsenkörper (55) bildet eine Lagerstelle für eine Ausgangswelle (68),
auf der Eingangswelle (56) ist ein Eingangstellerrad (59) fest angeordnet und ein Gegentellerrad (60) relativ dreh bar zu diesem gelagert,
die Ausgangswelle (68) trägt ein Ausgangszahnrad (67), das mit Eingangstellerrad (59) und Gegentellerrad (60) im Ver zahnungseingriff ist, und
auf zumindest einem Lagerzapfen (73, 74), der radial zur Achse A1 ausgerichtet ist, ist zumindest ein Zwischenzahn rad (71, 72) angeordnet, das mit dem Eingangstellerrad (59) und dem Gegentellerrad (60) im Verzahnungseingriff ist.
2. Winkelgetriebe nach Anspruche 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, insbesondere zwei weitere Lagerzapfen (73,
74) im Gehäuse (51) angeordnet sind, die Zwischenzahnräder
(71, 72) tragen und die mit ihren Achsen A3, A4 und mit
der zweiten Achse A2 untereinander gleiche Teilungswinkel
bilden.
3. Winkelgetriebe nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Eingangstellerrad (59) und das Gegentellerrad (60)
Kronradverzahnungen tragen und daß das Ausgangszahnrad
(67) und die Zwischenzahnräder (71, 72) gradverzahnte oder
schrägverzahnte Zylinderritzel sind.
4. Winkelgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, insbesondere zwei oder drei radiale Speichen
(88) in gleichmäßiger Winkelteilung zwischen dem Außenring
(101) und dem Nabenkörper (87) vorgesehen sind.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: GKN DRIVELINE INTERNATIONAL GMBH, 53797 LOHMAR, DE |
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