DE10065160A1 - Vorrichtung zum Erfassen der Betätigung eines Spenders und Spender - Google Patents

Vorrichtung zum Erfassen der Betätigung eines Spenders und Spender

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen der Betätigung eines Spenders, insbesondere eines Spenders für feste oder flüssige vorzugsweise wenigstens einen pharmazeutischen Wirkstoff enthaltende Medien sowie eine Vorrichtung zum Austragen von derartigen Medien. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, die Erfassung von Betätigungen zum einen zu vereinfachen und mit einer geringeren Anzahl an Präzisions-Bauteilen durchzuführen und zum anderen sicherzustellen, daß nur vollständige Betätigungen des Betätigungselements auch erfasst werden. Darüber hinaus soll auch noch eine größere Sicherheit vor Manipulationen gewährleistet und eine besssere Darstellbarkeit großer Zahlenwerte ermöglicht werden. DOLLAR A Gemäß der Erfindung ist im Betätigungselement eine Erfassungseinrichtung, beispielsweise ein Sensor, zur Erfassung erfolgter Betätigungen des Betätigungselements angeordnet. Die Erfassungseinrichtung erzeugt ein Zählsignal. Dieses Zählsignal dient der Erfassung erfolgter Betätigungen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen der Betätigung eines Spenders, insbesondere eines Spenders für feste oder flüssige vorzugsweise wenigstens einen pharmazeu­ tischen Wirkstoff enthaltende Medien sowie eine Vorrichtung zum Austragen von derartigen Medien.
Dabei ist es beispielsweise aus der DE 33 02 160 A1 bekannt, bei einer Dosiereinrichtung bei der in einem Medienbehälter ein Medium bevorratet ist, das Medium mit einem Austragför­ derer aus dem Medienbehälter herauszufördern. Dabei erfolgt die Betätigung des Austragförderers durch eine Relativbewe­ gung zwischen einem Betätigungselement und dem Medienbehäl­ ter. Darüber hinaus ist es aus dieser Druckschrift noch bekannt, die Anzahl der erfolgten Betätigungen dadurch zu erfassen, daß mechanisch bei jedem Betätigungshub ein Zählrad weitergedreht wird und somit nach jedem Hub eine andere beschriftete Stelle an einem Anzeigebereich oder Zeigerele­ ment vorbeigeführt wird und somit die Anzahl der erfolgten Betätigungen repräsentiert. Dabei ist das Zählrad auf Seiten des Medienbehälters oder an einem den Medienbehälter umge­ benen Gehäuse angeordnet. An dem Betätigungselement ausgebil­ dete mechanische Schleppmittel sorgen dafür, daß bei einer Betätigung des Betätigungsmittels - einer Hubbewegung - ein Weiterdrehen des Zählringes in der vorgegebenen Drehrichtung erfolgt. Demgemäß ist bei einer solchen Zähleinrichtung das Zählelement auf der Seite des Medienbehälters angeordnet. Dabei ist die Verwendung von Dosiereinrichtungen oder Spen­ dern zum Austragen eines fließfähigen Stoffes oder eines Pulvers in Verbindung mit einer Zähleinrichtung insbesondere dann von Interesse, wenn das ausgetragene Medium einen pharmazeutischen Wirkstoff enthält. Besonders dann, wenn der pharmazeutische Wirkstoff hochwirksam und sehr genau dosiert werden muß, muß dem Benutzer auch die Möglichkeit gegeben werden, zu erfassen, wieviel Betätigungen bereits erfolgt sind, damit nicht unabsichtlich zuviel oder zuwenig Medika­ ment verabreicht wird. Der Austrag aus solchen Spendern erfolgt meistens in Form eines Zerstäubens. Hierzu weisen derartige Spender beispielsweise im Mund/Rachenraum und in der Nase applizierbare Austragöffnungen auf.
Darüber hinaus können mit einem Zählrad oder anderen mecha­ nischen Mitteln zwei- oder dreistellige Zahlenwerke nur schlecht dargestellt werden, da die verfügbare Wegstrecke zwischen zwei Skalenteilern extrem gering wird.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, die Erfassung von Betätigungen zum einen zu vereinfachen und mit einer gerin­ geren Anzahl an Präzisions-Bauteilen durchzuführen und zum anderen sicherzustellen, daß nur vollständige Betätigungen des Betätigungselements auch erfasst werden. Darüber hinaus soll auch noch eine größere Sicherheit vor Manipulationen gewährleistet und eine bessere Darstellbarkeit großer Zahlen­ werte ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegen der gattungsgemäßen Vorrichtungen erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erfassen der Betäti­ gungen eines Spenders dient insbesondere zum Erfassen der Betätigung eines Spenders für feste oder flüssige, vorzugs­ weise wenigstens einen pharmazeutischen Wirkstoff (z. B. Opiate, Calcitonin, Oxitocin und freundsche Adjuvantien) enthaltende Medien. Dabei ist das Medium in einem Medienbe­ hälter bevorratet. An dem Medienbehälter ist ein Austragför­ derer vorgesehen, die Betätigung des Austragförderers dient dem Austrag von Medium. Dabei erfolgt die Betätigung des Austragförderers durch eine Relativbewegung zwischen einem Betätigungselement und dem Medienbehälter. Gemäß der Erfin­ dung ist im Betätigungselement eine Erfassungseinrichtung, beispielsweise ein Sensor, zur Erfassung erfolgter Betätigun­ gen des Betätigungselements angeordnet. Die Erfassungsein­ richtung erzeugt ein Zählsignal. Dieses Zählsignal dient der Erfassung erfolgter Betätigungen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das elektrische Zählsignal in einer elektrischen Zähleinrichtung verarbeitet, die vorzugsweise ebenfalls im Betätigungselement angeordnet ist.
Zum Anzeigen des in der Zähleinrichtung in Abhängigkeit der Anzahl erfolgter Zählsignale ermittelten Zählwertes dient ein im Betätigungselement angeordnetes Anzeigeelement, insbeson­ dere ein elektrooptisches Anzeigeelement oder aber eine ein- oder mehrstellige 8-Segment-Anzeige. Ein Beispiel für ein derartiges elektrooptisches Anzeigeelement ist eine LCD- Anzeige. Es kann sich dabei auch um einen entsprechend kleinen Bildschirm, beispielsweise einen Plasmabildschirm handeln. Derartige elektrooptische Anzeigeelemente haben den Vorteil, daß eine nahezu beliebige Informationsdarstellung möglich ist. Es können nicht nur die Anzahl der noch verfüg­ baren oder der erfolgten Betätigungen als Zählwert angegeben werden, es können auch noch weitere Informationen angezeigt werden, z. B. die Anzahl der Betätigungen pro Zeiteinheit oder etwa wie lange seit der letzten Betätigung verstrichen ist oder wieviel Zeit vor der nächsten Betätigung mindestens noch verstreichen sollte. Diese Informationen können nicht nur als Zahlenwerte angezeigt werden, sondern auch piktogrammartig oder mit anderen Symbolen. Die Möglichkeit und die Anzahl der Anzeigen steigt dabei mit größer werdender Fläche des Anzei­ geelements. Das Anzeigeelement ist gemäß der Erfindung im Betätigungselement angeordnet und soweit das Betätigungsele­ ment zwar in der Vertikalen gradlinig ausgebildet ist aber in der Querrichtung dazu gewölbt ist, kann auch eine entsprech­ ende Wölbung des Anzeigeelements vorgesehen sein.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ist gegeben, wenn Anzeigeelement und elektrische Zähleinrichtung als zusammen­ hängendes und einstückiges Bauteil ausgebildet sind. Dieses Bauteil enthält somit nicht nur die Steuerung der Anzeige und das physikalisch ausgebildete Anzeigeelement sondern auch die elektrische Zähleinrichtung, also die Auswertelogik für die übermittelten Zählsignale. Das zusammenhängende Bauteil ist dabei insbesondere die Steuereinheit der LCD-Anzeige.
Gemäß einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Austragen von insbesondere festen oder flüssigen, vorzugsweise einen pharmazeutischen Wirkstoff enthaltenden Medien - beispiels­ weise einem Spender - weist einen Behälter zur Bevorratung austragbarem Mediums auf. Ein Betätigungselement wirkt derart auf einen Austragförderer ein, daß durch eine Betätigung des Betätigungselements ein Austrag von Medium aus dem Medienbe­ hälter erzeugt wird. Gemäß der Erfindung ist in dem Betäti­ gungselement ein elektrooptisches Anzeigeelement angeordnet.
Gemäß bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Anzei­ geelement als LCD-Anzeige ausgebildet. Gemäß weiterführender Ausgestaltung der Erfindung ist das Anzeigeelement an eine Auswerteeinheit angeschlossen, bzw. als Teil einer Auswerte­ einheit ausgebildet, wobei in der Auswerteeinheit Signale eines Sensors verarbeitet werden und wobei die Anzeige Informationen in Abhängigkeit der Sensorsignale bestimmt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn in dem Betätigungselement auch ein elektrischer Energiespeicher zur Energieversorgung des Anzeigeelements der Auswerteeinheit angeordnet ist.
Gemäß vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen ist die Anzeigedauer des Anzeigeelements lediglich für eine bestimmte Anzeigedauer, die beispielsweise fest vorgegeben ist oder situationsabhängig bestimmt wird, aktiviert. Diese Begrenzung der Anzeigedauer dient in erster Linie der Limitierung des Energieverbrauches des Anzeigeele­ ments und somit der Verlängerung der Haltbarkeit des Gerätes. Die Anzeigedauer ist dabei gemäß weiterführender Ausgestal­ tung der Erfindung vorzugsweise auf einen vorgegebenen Zeitraum nach dem letzten, die angezeigte Information verän­ dernden Signal begrenzt. Ein die Anzeige veränderndes Signal ist beispielsweise ein Signal, daß in dem Sensor erfaßt wird und zur Veränderung des Zählwertes und damit auch zu Verän­ derung der in Abhängigkeit des Zählwertes angezeigten Infor­ mation.
Dabei ist es möglich, daß das Anzeigeelement aus dem nicht aktivierten Nicht-Anzeigezustand in den Zustand versetzt werden kann, bei dem eine Anzeige von Informationen erfolgt, in dem eine ganz leichte Betätigung des Betätigungselements durchgeführt wird, die jedoch noch nicht zu einem Austrag von Medium führt. Vielen Spendern ist es gemeinsam, daß ein gewisser Leerweg des Betätigungsmittels überwunden werden muß, bevor ein Austragvorgang eingeleitet wird oder beginnt. Dieser Leerweg kann hierzu genutzt werden, in dem während des Leerweges ein Signal generiert wird, beispielsweise durch Kontaktierung oder Unterbrechung der Kontaktierung eines elektrischen Schalters, der mit der Auswerteeinheit verbunden ist.
Alternativ oder zusätzlich kann auch über eine geeignete Erfassungseinrichtung, beispielsweise über einen weiteren Schalter, erfaßt werden, ob eine Schutzkappe zum Schutz des Spenders bei Nichtgebrauch auf den Spender aufgesetzt ist oder nicht. Dabei kann über diese Erfassungseinrichtung sowohl das Abnehmen als auch das Aufsetzen der Schutzkappe erfaßt sein und alternativ oder sowohl als auch das Anordnen der Schutzkappe auf dem Spender ein Deaktivieren des Anzeige­ elements und/oder das Entfernen der Schutzkappe von dem Spender ein Aktivieren des Anzeigeelements zur Folge haben.
Gemäß bevorzugter Ausgestaltungen der Erfindung ist das Betätigungselement als einstückiges, die Austragöffnung des Spenders beinhaltendes Bauteil ausgebildet. Dabei ist das Bauteil insbesondere gleichzeitig auch als am Verabreichungs­ ort anzusetzender Applikator insbesondere als nasaler oder bukaler Applikator ausgebildet.
Die vorstehenden und weiteren Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfä­ hige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Diese und weitere Ausgestaltungen der Erfindung können auch den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel entnommen werden; die einzige Figur zeigt dabei:
eine teilgeschnittene schematische Darstellung erfin­ dungsgemäßer Vorrichtungen.
Die Figur zeigt einen Spender 11 in seinem nur teilweise dargestellten Medienbehälter 12. In dem Medienbehälter 12 kann ein auszutragendes Medium bevorratet werden. Bei den auszutragenden Medien handelt es sich dabei entweder um Flüssigkeiten, die unterschiedliche Zähigkeiten aufweisen können und einem Bereich von hochviskosen Flüssigkeiten bis hin zu sehr dünnflüssigen Flüssigkeiten wie z. B. Lösungen auf Alkoholbasis beinhalten können. Darüber hinaus enthalten die bevorratenden Medien meist einen pharmazeutischen Wirkstoff.
In die Öffnung 12a des Medienbehälters ist der Austragför­ derer 13 eingesetzt. Der Austragförderer 13, im hier ge­ zeichneten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Tauchkolbenpumpe, ist mittels des Dichtrings 30 dichtend auf die Öffnung 12a (beispielsweise einer Zerstäuber-Düse) aufgesetzt und wird mittels der Halterungsschraube 31 fest am Medienbehälter 12 gehalten. Der Austragförderer 13 kann dabei beispielsweise eine Tauchkolbenpumpe sein, wie sie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigt ist, die mit einem Saugschlauch 32 von einem möglichst tiefen Punkt des Medienbehälters 12 Medium ansaugt und das Medium durch das Steigrohr 33 hindurch bis zur Austragöffnung fördert.
Die Betätigung des Austragförderers 13 erfolgt durch eine Betätigung des Betätigungselements 14. Hierzu sind an dem Betätigungselement 14 Anlageflächen 17 ausgebildet, auf die der Benutzer seine Finger auflegen kann und dann durch ein Herunterdrücken des Betätigungselements 14 in Richtung auf den Medienbehälter 12 einen Austraghub der Tauchkolbenpumpe erzeugen kann. Zum Erzeugen der entsprechenden Gegenkraft kann beispielsweise der Daumen an der Unterseite des Medien­ behälters angreifen. Bei jedem Austragshub erfolgt durch die Austragöffnung 19 hindurch ein Austrag von Medium. Hierzu ist das Betätigungselement 14 so ausgebildet, daß es über das Steigrohr 33 auf den Tauchkolben, der als Austragförderer 13 dienenden Tauchkolbenpumpe einwirkt. Das Betätigungselement kann um den Hubweg des Tauchkolbens relativ zum Austrag­ förderer und somit relativ zum Medienbehälter verfahren werden. Um eine sichere Relativlage zwischen Betätigungsele­ ment 14 und Medienbehälter 12 herzustellen, ist es weiterhin auch möglich eine radiale Führung zwischen Halterungsschraube 31 oder Medienbehälter 12 und Betätigungselement 14 vorzu­ sehen. Dies kann insbesondere dadurch geschaffen werden, daß die Halterungsschraube 31 eine nicht runde Außenkontur aufweist und die Form des Betätigungselements 14 an diese Form entsprechend angepaßt ist. Es können aber auch Führungs­ schienen, Führungsnuten und Leitflächen vorgesehen sein. Dabei ist es auch möglich, daß die Halterungsschraube 31 entweder ein Teil eines den Medienbehälter 12 umgebenden Gehäuses ist oder aber als Teil eines solchen ausgeformt ist.
Zum Schutz der Austragöffnung 19 vor Verschmutzung bei Nichtgebrauch des Spenders 11 aber auch um eventuell eine Sicherung des Spenders vor unerwünschter Betätigung bei Nichtgebrauch sicherzustellen, kann eine Schutzkappe 18 auf das Betätigungselement 14 aufgesetzt werden, daß die Austrag­ öffnung 19 abdeckt.
Das dargestellte Betätigungselement weist eine Erfassungsein­ richtung 20 auf, die dazu dient, erfolgte Betätigungen des Betätigungselements 14 zu signalisieren. Die Erfassungsein­ richtung 20 besteht dabei aus dem Schaltelement 26, das auf Seiten des Betätigungselements 14 angeordnet ist, und der halterungsschraubenseitig ausgeformten Schaltfläche 27. Sobald das Schaltelement 26 in Anlage mit der Schaltfläche 27 gelangt, wird ein Zählsignal erzeugt, daß an die Zähleinrich­ tung 21 übermittelt wird. An die Zähleinrichtung 21 wird in Abhängigkeit der Anzahl erfaßter Zählsignale ein Zählwert ermittelt. Dabei kann es sich bei dem Zählwert in einfachster Ausführungsform um die Anzahl der insgesamt erfolgten Betäti­ gungen des Betätigungselements handeln, es kann sich aber auch um die Anzahl der erfolgten Betätigungen innerhalb einer bestimmten Zeit, beispielsweise innerhalb einer Stunde oder innerhalb eines Tages, handeln. Alternativ oder ergänzend kann als Zählwert auch die Anzahl der noch verbleibenden Betätigungen angezeigt werden, die zu einem Austrag von Medium führen. Dies ist beispielsweise dann von Interesse, wenn in dem Medienbehälter eine genau dosierte Menge Medium vorhanden ist und der Nutzer darauf angewiesen ist, zu wissen, wie oft noch eine Dosis verabreicht werden kann, bevor der Behälter vollständig entleert ist. Die Erfassungs­ einrichtung 20 mit ihrem Schaltelement 26 und der Schalt­ fläche 27 bildet also einen Sensor für das Erfolgen einer vollständigen Betätigung des Betätigungselements 14.
Daneben ist an dem Betätigungselement 14 auch noch ein Leerwegschalter 24 angeordnet, der eine Betätigung des Betätigungsmittels 14 im Bereich des Leerweges, also ohne Durchführung eines Medienaustrages, erfaßt. Dieser Leerweg­ schalter 24, es kann sich dabei um einen Tastschalter han­ deln, übermittelt ein entsprechendes Schaltsignal zu Beginn jeglicher Betätigung des Betätigungselements 14. Aufgrund eines Schaltsignals des Leerwegschalter 24 kann das Anzeige­ element 22 angesteuert, insbesondere eingeschaltet werden.
Ferner ist ein Schutzkappenschalter 25, bei dem es sich ebenfalls um einen einfachen Tastschalter handeln kann, außerhalb des Verfahrweges des Behälters 12 und der Befes­ tigungsschraube 31 am Betätigungselement 14 angeordnet. Über den Schutzkappenschalter 25 kann erfaßt werden, ob die Schutzkappe 25 auf die Austragvorrichtung 11, hier insbeson­ dere auf das Betätigungselement 14 aufgesetzt ist. Zur Betätigung des Schutzkappenschalters 25 kann dabei insbeson­ dere eine in das Innere des Betätigungselements 14 hinein­ ragende Rastnase 18a der Schutzkappe 18 dienen, die zum Halten der Schutzkappe 18 auf dem Betätigungselement 14 dient. Der Schaltzustand des Schutzkappenschalters repräsen­ tiert dann die beiden Zustände "Schutzkappe aufgesetzt" und "Schutzkappe nicht aufgesetzt". Ein entsprechendes Signal wird dem Anzeigeelement 22 zugeführt.
Das Anzeigelement 22 kann insbesondere aus einer LCD-Anzeige 23, einem kleinen Farb-Bildschirm und einer Ansteuerungselek­ tronik bestehen. Die Ansteuerungselektronik und die Zählein­ richtung 21 sind dabei vorzugsweise als ein gemeinsames Elektronikbauteil ausgeführt. Auch die LCD-Anzeige 23 kann direkt auf diesem Elektronikbauteil aufgebracht sein. Die Energieversorgung des Anzeigelements und der Zähleinrichtung 21 erfolgt dabei durch den Energiespeicher 16, beispielsweise eine Batterie oder Knopfzelle. Zur Aufnahme von Zähleinrich­ tung 21, der Anzeigesteuerung und dem Anzeigeelement 22 ist hierzu an dem Betätigungselement 14 eine Kammer 28 ausgebil­ det, die mittels des Deckels 29 verschlossen wird. Dabei bildet das Anzeigeelement 22, beispielsweise der LCD-Bild­ schirm, den entsprechenden Abschluß einer Öffnung in der Kammer 28 hin zum Benutzer oder Betrachter. Der Deckel 29 kann dabei sowohl lösbar als auch unlösbar dichtend oder auch nicht hermetisch abschließend am Betätigungselement 14 angeordnet sein.
Nachfolgend ist noch die Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert. Wird die Schutzkappe 18 von dem Betätigungsmittel 14 entfernt, so ändert sich der Schaltzu­ stand des Schutzkappenschalters 25. Die Änderung des Schalt­ zustandes des Schutzkappenschalters 25 wird als Signal in der Auswerteeinheit und der Zähleinrichtung 21 erfaßt. Das Anzeigelement 22 wird aktiviert. Auf dem LCD-Bildschirm 23 wird dann ein Zählsignal, beispielsweise die Anzahl der bereits erfolgten Betätigungen des Betätigungselements 14 angezeigt. Soweit keine Betätigung des Betätigungselements 14 erfolgt, wird nach einer bestimmten vorgegebenen Zeit - beispielsweise einer Zeit von ca. 30 Sekunden bis 1 Minute - die Anzeige wieder ausgeschaltet.
Ein erneutes Anschalten der Anzeige kann dadurch erfolgen, daß das Betätigungselement 14 leicht betätigt wird und der Leerwegschalter 24 dadurch schaltet. Auch dies führt wieder zu einer Aktivierung des Bildschirmes, zumindest für eine vorgegebene Zeitspanne. Bei einer Betätigung des Betäti­ gungselements 14, die lediglich den Leerwegschalter 24 aktiviert, erfolgt noch kein Austrag von Medium aus der Austragöffnung 19. Nimmt der Benutzer eine Betätigung des Betätigungselements 14 vor, bei der Medium aus der Austrag­ öffnung 19 ausgetragen wird, wozu das in diesem Bereich als Applikator ausgebildete Betätigungselement mit der Austrag­ öffnung 19 am Applikationsort, beispielsweise in die Nase oder in den Mund eingeführt wird, so wird das Betätigungsele­ ment 14 solange relativ zu der Halteschraube 31 bewegt, bis das Schaltelement 26 in Anlage mit der Schaltfläche 27 gewählt. Dadurch wird ein elektrisches Zählsignal erzeugt, das der Zähleinrichtung 21 zugeführt wird. Aufgrund des Zählsignales weiß nun die Zähleinrichtung, daß eine weitere Betätigung des Spenders 11 erfolgt ist. Eine entsprechende Veränderung aufgrund des ermittelten Zählwerts, der sich nun geändert hat, wird ab nun angezeigt. Die Anzeige erlischt entweder nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit - beispielsweise wiederum einer Zeitspanne (Zeitintervall) von 30 Sekunden bis 1 Minute - oder aber dann, wenn die Schutzkappe 18 wieder auf das Betätigungselement 14 aufgesetzt wird und sich daher der Schaltzustand des Schutzkappenschalters 25 wieder ändert. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß ein gewisser Nachlauf nach dem Aufsetzen der Schutzkappe 18 vorgesehen ist. Der Nachlauf bewirkt, daß die Anzeige des LCD-Anzeigeelements 23 noch für eine vorgegebene Zeit nach dem Aufsetzen der Schutz­ kappe 18 angezeigt wird. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Zeitspanne im Bereich von unterhalb 1 Minute, bei­ spielsweise 10 bis 30 Sekunden handeln. Die einzelnen Zeitin­ tervalle für die Abschaltung (Übergang der Anzeige in den "Nicht-Aktiviert"-Zustand) können dabei auch parallel zuein­ ander laufen, wobei sowohl vorgesehen sein kann, daß das tatsächliche Abschalten mit dem Ablauf des zuletzt endenden Intervalls erfolgt, als auch, daß das Abschalten mit dem Ablauf des zuerst endenden Intervalls erfolgt.

Claims (17)

1. Vorrichtung zum Erfassen der Betätigung eines Spenders, insbesondere eines Spenders für feste oder flüssige vorzugsweise wenigstens einen pharmazeutischen Wirkstoff enthaltende Medien, wobei in einem Medienbehälter austragbares Medium bevorratet ist, mit einem Austrag­ förderer, dessen Betätigung den Austrag von Medium zur Folge hat, wobei der Austragförderer durch eine Relativ­ bewegung zwischen einem Betätigungselement und dem Medienbehälter betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Betätigungselement (14) eine Erfassungseinrich­ tung (20) zur Erfassung erfolgter Betätigungen angeord­ net ist, die ein elektrisches Zählsignal zur Erfassung erfolgter Betätigungen erzeugt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Zählsignal in einer elektrischen Zähl­ einrichtung (21) verarbeitet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die elektrische Zähleinrichtung (21) im Betäti­ gungselement (14) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Betätigungselement (14) ein Anzeigelement (22) zur insbesondere elektro-optischen Anzeige eines in der Zähleinrichtung (21) in Abhängig­ keit der Anzahl erfolgter Zählsignale ermittelten Zählwertes angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruche 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement (22) als LCD-Anzeige (23) ausge­ bildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich­ net, daß Anzeigeelement (22) und elektrische Zählein­ richtung (21) als zusammenhängendes Bauteil ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähleinrichtung (21) in die Steuereinheit der LCD- Anzeige (23) integriert ist.
8. Vorrichtung, insbesondere Spender (11), zum Austrag von insbesondere festen oder flüssigen vorzugsweise einen pharmazeutischen Wirkstoff enthaltenden Medien, mit einem Behälter zur Bevorratung austragbaren Mediums, einem Betätigungselement (14) zum Erzeugen eines Aus­ trags von Medium aus dem Medienbehälter (12) mittels eines Austragförderers (13), dadurch gekennzeichnet, daß in dem Betätigungselement (14) ein elektrooptisches Anzeigeelement (22) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement (22) als LCD-Anzeige (23) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich­ net, daß das Anzeigeelement (22) eine Auswerteeinheit aufweist, wobei der Auswerteeinheit Signale eines Sensors zugeführt werden und wobei die Anzeige des Anzeigeelements (22) in Abhängigkeit der Sensorsignale bestimmt wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Betätigungselement (14) ein elektrischer Energiespeicher zur Energieversorgung des Anzeigeelements (22) und ggf. der Auswerteeinheit angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement (22) lediglich für eine bestimmte Anzeigedauer aktiviert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigedauer auf eine vorgegebene Zeitspanne nach dem letzten die angezeigte Information verändernden Signal begrenzt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung des Anzeigeelements (22) durch eine nicht zum Medienaustrag führende Betäti­ gung des Betätigungselements (14) erfolgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schutzkappe (18) zum Schutz des Spenders bei Nicht-Gebrauch vorgesehen ist, wobei
das Anordnen der Schutzkappe (18) auf dem Spender ein Deaktivieren des Anzeigeelements (22) zur Folge hat
und/oder
das Entfernen der Schutzkappe (18) von dem Spender (11) ein Aktivieren des Anzeigeelements (22) zur Folge hat.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (14) als einstückiges, die Austragöffnung (13) des Spenders (11) beinhaltendes Bauteil ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil als am Verabreichungsort anzusetzender Applikator, insbesondere als nasaler oder buccaler Applikator ausgebildet ist.
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