DE1006842B - Syntheseofenanlage mit gemeinsamer Synthesegaszufuhr fuer die katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd - Google Patents

Syntheseofenanlage mit gemeinsamer Synthesegaszufuhr fuer die katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd

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DE1006842B
DE1006842B DEM13700A DEM0013700A DE1006842B DE 1006842 B DE1006842 B DE 1006842B DE M13700 A DEM13700 A DE M13700A DE M0013700 A DEM0013700 A DE M0013700A DE 1006842 B DE1006842 B DE 1006842B
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DEM13700A
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Dr-Ing Oskar Dorschner
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Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/02Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon from oxides of a carbon
    • C07C1/04Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon from oxides of a carbon from carbon monoxide with hydrogen
    • C07C1/0405Apparatus

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Syntheseofenanlage mit gemeinsamer Synthesegaszufuhr für die katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd Eine großtechnische Anlage für die katalytische Kohlenoxydhydrierung umfaßt eine große Anzahl von Kontaktöfen. Diesen Ofen wird das frische Synthesegas durch eine gemeinsame Leitung zugeführt. Das die Ofen verlassende Gas gelangt durch eine Sammelleitung in die Kondensationsanlage, in der es nacheinander durch Wärmeaustauscher und Kondensatoren geführt wird. In den Wärmeaustauschern wird das Gas in der Regel auf etwa 100 bis 1200 gekühlt, um Paraffin, Ol und andere höher siedende Erzeugnisse auszuscheiden. Darauf erfolgt in den Kondensatoren die Abtrennung weiterer teilmengen und von Benzin od. dgl. durch Kühlung auf etwa 25 bis 300 Anschließend werden die im Gas noch verbliebenen Benzine, niedriger siedenden Kohlenwasserstoffe u. dgl. insbesondere mittels Adsorbentien, wie Aktivkohle gewonnen. Ein Teil des Gases kann dann als Kreislaufgas durch eine zweite Sammelleitung wieder auf die einzelnen Ofen verteilt werden, nachdem es in den Wärmeaustauschern erwärmt worden ist, während ein anderer Teil des Gases aus der Kondensationsanlage in eine zweite Synthesestufe geht, die in der gleichen Weise wie die erste eingerichtet sein kann.
  • Der zweiten Stufe kann noch eine dritte, analog arbeitende Stufe nachgeschaltet sein, aus deren Kondensationsanlage das Restgas die Anlage verläßt.
  • Wird ohne Kreislaufgas gearbeitet, so gelangt die ganze Gasmenge, die die Kondensationsanlage einer vorgeschalteten Stufe verläßt, in die nachgeschaltete Stufe.
  • Die Anlagen können in der Weise vereinfacht werden, daß das Frischgas dem aus der Kondensationsanlage kommenden Gas, insbesondere dem Kreislaufgas der ersten Stufe beigemischt wird. Es erübrigt sich dann eine besondere Verteilungsleitung, durch die Frischgas den Ofen zugeführt wird. Diese Schaltung erlaubt es jedoch nicht, die einzelnen Kontaktöfen mit verschiedenen Synthesegasmengen zu beaufschlagen.
  • Die Rohrleitungen, die in der Fischer-Tropsch-Synthese für die großen Mengen des frisch zugeführten Synthesegases und des Kreislaufgases erforderlich sind, das meist in der zwei- bis vierfachen Frischgasmenge angewendet wird, haben bei den bekannten Anlagen große Längen und große Rohrdurchmesser von etwa 600 bis 1000 mm bei Gasdrücken von 20 at und mehr. Besondere Schwierigkeiten verursachen dabei die Rohrleitungen, welche die aus den Syntheseöfen austretenden Gase und die im Wärmeaustauscher erwärmten, in die Syntheseöfen zurückkehrenden Gase mit Temperaturen bis zu 3000 führen. Für diese zwischen den einzelnen Syntheseöfen befindlichen Leitungen werden zur Aufhebung der Wärmedehnung sehr teure Kompensatoren elrforderlich, die zum Schutz gegen Korrosionen meist in säurebeständigem Material auszuführen sind.
  • Außerdem sind zahlreiche Armaturen notwendig, um die Verteilung des Gases auf die einzelnen Ofen zu regeln.
  • Der Betrieb der Anlage erfordert eine sorgfältige Überwachung. Schwierig ist besonders die gleichmäßige Verteilung des Gases auf die einzelnen Ofen.
  • Außerdem muß die Verteilung so eingerichtet sein, daß jeder Ofen abwechselnd in die einzelnen Stufen geschaltet werden kann. Selbst durch Verwendung moderner Ofen mit großer Leistung werden diese Schwierigkeiten nicht wesentlich vermindert.
  • Durch die Erfindung gelingt es, sie in hohem Maße zu überwinden. Die Erfindung besteht darin, daß bei Anlagen mit mehreren Hochleistungssyntheseöfen zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen oder sauerstoffhaltigen Kohlenwasserstoffderivaten oder deren Gemischen durch katalytische Kohlenoxydhydrierung jedem einzelnen der an eine gemeinsame Zufuhr des 5 ynthesegases angeschlossenen Ofen ein Wärmeaustauscher und ein Gebläse zugeordnet sind, durch welche die aus dem Ofen austretenden Gase gekühlt und wenigstens zum Teil in denselben Kontaktofen zurückgeleitet werden. Der Wärmeaustauscher wird gegebenenfalLs mit einem Kondensator verbunden, wenn aus den durch den Kontaktofen kreisenden Gasen die kondensierbaren Stoffe oder ein Teil derselben ausgeschieden werden sollen. Beispielsweise wird das Frischgas auf die verschiedenen Syntheseöfen in den erforderlichen Mengen verteilt und dem Kreislaufsystem jeder Syntheseofengruppe zugeführt.
  • Aus jedem Syntheseofen geht das Gas durch einen Wärmeaustauscher in eine Kondensationsanlage, in welcher die Reaktionsprodukte aus dem Gas abgeschieden werden. Von der Kondensationsanlage wird ein Teil des Gases durch ein Gebläse über den Wärmeaustauscher als Kreislaufgas in den Kontaktofen zurückgegeben. Der andere Teil des aus der Kondensationsanlage kommenden Gases wird als Restgas aus dem Kreislaufsystem jedes Ofens in eine Sammelleitung geleitet und über diese abgeführt. Im Falle, daß die Synthese zweite oder mehrstufig ausgebildet ist, wird das Gas aus dieser Sammelleitung als Synthesegas auf die Syntheseöfen der nachgeschalteten (z. B. zweiten oder dritten) Synthesestufe verteilt.
  • Außer der besseren Anpassung der Anlage an wechselnde Betrielbsbedingungen, die durch die Erfindung erreicht wird und die die Synthese wesentlich wirtschaftlicher gestaltet, wird durch die Erfindung eine längere Lebensdauer der Katalysatoren und der Ofen erreicht.
  • Das Synthesegas wird den einzelnen Ofen zweckmäßig auf der Saugseite des Kreislaufgebläses nach der Ableitung des Restgases zugeführt. Durch diese Maßnahme erzielt man eine Erhöhung des Synthesedruckes in der Anlage, die durch das Kreilslaufgebläse bewirkt wird. Das hat den besonderen Vorteil, daß mit Erhöhung des Synthesedruckes der Umsatz und die Ausbeute an höheren Kohlenwasserstoffen gesteigert werden.
  • In der Fischer-Tropsch-Synthese empfiehlt es sich bekanntlich, die Zusammensetzung des in die Syntheseöfen eintretenden Gases, insbesondere seine Konzentrationen an Kohlenoxyd und Wasserstoff, der Art und dem Alter des Katalysators anzupassen.
  • Die Erfindung wird dieser Forderung in weitestem Maße gerecht, und erfüllt sie für jeden einzelnen Ofen, ohne daß umfangreiche Anlagen dafür benötigt werden.
  • Es genügen nämlich jetzt schon Leitungen, die was sers toffhaltiges Konvertgas oder kohlenoxydreiches Gas zuführen, um jeden Kontaktofen durch Zumischung von H,- oder CO-reichem Gas mit der gewünschten Gaszusammensetzung zu versorgen.
  • Es ist auch mit einfachen Mitteln möglich, Restgas einer folgenden Synthesestufe in einen oder mehrere Kontaktöfen einer vorhergehenden Stufe zurückzugeben, z. B. von der zweiten in die erste oder einen Teil des die Syntheseanlage verlassenden Endgases in eine der letzten Stufe vorgeschaltete Stufe. Erfindungsgemäß werden dafür Anschlüsse vor dem Kreislaufgebläse der betreffenden Kontaktöfen vorgesehen.
  • Bei der Fischer-Tropsch-Synthese werden die Katalysatoren vor dem Ausfüllen aus den Kontaktöfen durch Extraktion mit einer Dieselöl und Benzinfraktion von Paraffin befreit. Die Katalysatoren halten dabei Benzin zurück, das vor dem Entleeren ausgetrieben wird. Dies kann erfindungsgemäß mit Hilfe der Kreislaufeinrichtungen erfolgen, die an den Kontaktöfen gemäß dier Erfindung vorgesehen sind, etwa in der Weise, daß Syntheserestgas oder Stickstoff mit dem Kreislaufgebläse durch den Syntheseofen gefördert wird, wobei ein großer Teil des Benzins in der Kondensationseinrichtung gewonnen wird.
  • Die Reduktion des Katalysators kann außerhalb des Syntheseofens oder in diesem durchgeführt werden. Die Reduktion im Kontaktofen kann nach der Erfindung ohne zusätzliche Einrichtung erfolgen, wobei das Reduktionsgas mit dem Kreislaufgebläse durch den Kontaktofen geführt wird. Als Reduktionsgas kann das Synthesegas Verwendung finden, oder es wird ein kohlenoxydreiches Gas oder reiner Wasserstoff in einer zusätzlichen Verteilleitung den einzelnen Ofensystemen zugeführt.
  • Durch die Erfindung werden lange Sammelleitungen für heißes Gas überflüssig. Es sind nur noch Sammelleitungen für das kalte Synthesegas und das kalte Erdgas der einzelnen Stufen erforderlich. Die Kondensations anlagen werden einfacher und übersichtlicher, auch die Zahl der Gebläse ist nicht wesentlich höher als bei den bekannten Anlagen, bei denen man für die Gas förderung zu den einzelnen Stufen und die Reservehaltung eine größere Anzahl von Gebläsen benötigte. Man gelangt durch die Erfindung zu einer größeren Anzahl von völlig gleichen Kontaktofeneinheiten. Die Regelung der Ofen wird ungleich einfacher und zuverlässiger, so daß in jedem Ofen ständig optimale Reaktionsbedingungen eingehalten werden können, was bei. den bisherigen Anlagen nicht immer möglich war. Insbesondere kann man jetzt das Verhältnis Kreislaufgas zu Frischgas bei jedem einzelnen Kontaktofen für sich einstellen, ohne daß besondere Zuleitungen für Frischgas und Restgas der einzelnen Stufen zu den einzelnen Ofen notwendig sind.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß jeder Ofen für sich mit verminderter Frischgasmenge oder einem veränderten Verhältnis zwischen Frischgas und Kreislaufgas beaufschlagt werden kann, so daß das Gas auch bei nachlassendem Kontakt gleichmäßig und weitgehend aufgearbeitet wird.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung erlaubt es auch, die Kontaktöfen mit verschiedenen Katalysatoren zu füllen und zu betreiben. Zum Beispiel besteht die Möglichlseit, einen Teil der Kontaktöfen mit bevorzugt benzinbildenden Katalysatoren und den anderen Teil mit bevorzugt paraffinbildenden Katalysatoren zu beschicken und dabei jede Ofengruppe mit einem Gas zu betreiben, das die geeignete Zusammensetzung hat. Auch kann man eine Kom bination z. B. der Fischer-Tropsch-Synthese und der Methansynthese durchführen, die beispielsweise zur Erzeugung von methanreichen Restgasen angewendet werden kann. Dabei wird das zur Verfügung stehende Synthesegas, z. B. Druckvergasungsgas, zunächst mit kohlenwasserstoffbildenden Katalysatoren weitgehend aufgearbeitet. Darauf werden die Kohlenoxyd-, Kohlensäure- und Wasserstoffanteile des hierbei verbleibenden Gases mittels Methanisierungskatalysatoren in Methan umgewandelt.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt.
  • Es sind der besseren Übersicht wegen nur drei Ofensysteme zeichnerisch wiedergegeben, von denen jedes aus dem Syntheseofen 1, dem Wärmeaustauscher2, dem Kondensator 3 und dem Kreislaufgebläse 4 besteht. Tatsächlich ist in Syntheseanlagen die Zahl der Syntheseöfen gewöhnlich wesentlich größer. Vom Kreisiaufgebläse 4 wird das Gas durch die Leitung 5, den Wärmeaustauscher2 und die Leitung 6 in den Syntheseofen 1 gefördert und strömt durch die Leitung 7, den Wärmeaustauscher2, die Leitung 8, den Kondensator 3 und die Leitung 9 wieder dem Kreislaufgebläse 4 zu.
  • Das Synthesegas wird aus der Leitung 10 den einzelnen Syntheseöfen über die Leitung 11 zugeteilt.
  • An einer geeigneten Stelle, z. B. vor dem Kreislaufgebläse 4 tritt es in die Leitung 9 und in das Kreislaufgas ein. Das Restgas wird z. B. durch die Leitung 12 oder an einer anderen geeigneten Stelle aus dem Gaskreislauf zur Restgasleitung 13 abgezweigt, die, falls die Synthese zwei- oder mehrstufig durchgeführt wird, für die Verteilung des Synthesegases zu den Syntheseöfen der folgenden Gruppe dient.
  • Diese Verteilung erfolgt über die Leitungen 14 auf diejenigen Kontaktöfen, die jeweils in der zweiten oder folgenden Stufe arbeiten. Aus den in dieser Synthesestufe arbeitenden Ofeneinheiten geht das Restgas über die Leitungen 12 und 15 in die Restgasleitung 16. Diese Leitung dient im Falle einer dreistufigen Synthese für die Verteilung des Synthesegases für die dritte Stufe in ähnlicher Weise wie bei der zweistufigen Arbeitsweise die Leitung 13, oder es wird bei der zweistufigen Synthese das Restgas durch die Leitung 16 aus der Synthese abgeführt. Für die Reduktion der Katalysatoren, die Zuführung von Wasserstoff oder kohlenoxydreichen Gasen zu den einzelnen Synthesegruppen und für die Entfernung des Benzins aus den Katalysatoren nach der Extraktion dient die Leitung 17, aus der über die Leitungen 18 die gewünschten Gase den Ofeneinheiten zugeführt werden können.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Mehrere Hochleistungsyntheseöfen mit gemeinsamer Zufuhr des Synthesegases zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen oder sauerstoffhaltigen Kohlenwasserstoffderivaten oder deren Gemischen durch katalytische Kohlenoxydhydrierung, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Ofen ein Wärmeaustauscher, gegebenenfalls mit Kondensator, und ein Gebläse zugeordnet sind, durch welche die aus dem Ofen austretenden Gase gekühlt, gegebenenfalls kondensiert und die Gase wenigstens zum Teil in denselben Kontaktofen zurückgeleitet werden.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse für die Zuführung der Gase auf der Saugseite des Gebläses in den Gaskreislauf münden.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder mit einem Wärmeaustauscher, einer Kondensationlsanlage und einem Gebläse zur Förderung und gegebenenfalls Rückführung von aus dem Kontaktofen kommendem Gas versehene Ofen an eine Sammelleitung für Restgas angeschlossen ist.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sammelleitung für zur Reduktion des Katalysators bestimmtes, vorzugsweise wasserstoffreiches Gas und bzw. oder kohlenoxydreiches oder wasserstoffreicbes und bzw. oder inertes Gas an die Gaskreisläufe angeschlossen ist.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 1 bi.s 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kontaktöfen mit abschaltbaren Anschlüssen an alle Restgasleitungen und die Endgasleitungen ausgestattet sind, durch die überschüssiges Gas die Anlage verläßt.
    In Betracht gezogene D ruckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 734993, 736 844, 742 376; französische Patentschriften Nr. 832 967, 836 937; USA.-Patentschriften Nr. 2 464 532, 2 525 080, 2 586 618, 2 589 925.
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