DE1006893C2 - Anordnung zum Aufzeichnen und Wiederaussenden von kodierten Mitteilungen - Google Patents
Anordnung zum Aufzeichnen und Wiederaussenden von kodierten MitteilungenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
B EKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
DBP 1006893 kl. 21a1 36
INTERNAT. KL. H 03 k 3. MAI 19 5 4
25. APRIL 19 5 7
17.OKTOBEK 1957
17.OKTOBEK 1957
1 006 893 (N 8841 VIII a / 21 a l)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Aufzeichnen und Wiederaussenden von kodierten
Mitteilungen, die aus einer Kippschaltung mit zwei stabilen elektrischen Zuständen, denen bestimmte
Potentialwerte entsprechen, und einer Vergleichsschaltung besteht, wobei die Kippschaltung sich bei
einer gegebenen aufgezeichneten Mitteilung in einem für die Mitteilung charakteristischen Zustand befindet,
dessen Entsprechungspotential mit mindestens einem anderen vorgegebenen Potential mittels der
Vergleichsschaltung verglichen wird, wobei unter ' dem Einfluß eines der Vergleichsschaltung zugeführten
elektrischen Impulses in dieser eine Regelgröße erzeugt wird, deren Größe und Richtung durch
den Unterschied der beiden verglichenen Potentiale bestimmt werden und die zum Steuern der Kippschaltung
dient.
Die Erfindung bezweckt, eine Anordnung zu schaffen, bei der auf einfache Weise die Kippschaltung
entsprechend der Größe der · beiden zu vergleichenden Zustände gesteuert wird, und sie weist
das Merkmal auf, daß die Vergleichsschaltung eine durch Richtleiter mit den Punkten, an denen die zu
vergleichenden Potentiale auftreten, verbundene Impedanz enthält, welcher der Impuls über eine Anzapfung
derart zugeführt wird, daß die Regelgröße an dieser Impedanz auftritt und beim Überschreiten
eines vorgeschriebenen Wertes in einer bestimmten Richtung die Kippschaltung von ihrem ursprünglichen
in den anderen stabilen Zustand überführt.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar als elektrisches Verschiebungsregister, bei dem in einer Anzahl
in Kaskade geschalteter Kippschaltungen unter dem Einfluß von zu Vergleichsschaltungen zugeführten
Impulsen eine Kippschaltung der Kaskade eine Angabe empfängt, die derjenigen einer vorangehenden
oder einer nächsten Kippschaltung der Kaskade entspricht. Zu diesem Zweck ist gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung bei einer Kaskade von mindestens zwei Kippschaltungen zwischen je zwei
aufeinanderfolgende Kippschaltungen der Kaskade eine
Vergleichsschaltung der erwähnten Art geschaltet.
Für die Anordnung nach der Erfindung eignen sich insbesondere Kippschaltungen von der magnetischen
bzw. dielektrischen Art. Eine unter Zuhilfenahme von gegebenenfalls gasgefüllten Elektronenröhren aufgebaute
Kaskade von Kippschaltungen wird im Zusammenhang mit der großen Anzahl benötigter Elektronenröhren
leicht schadhaft, und es kommt häufig vor, daß Röhren ersetzt werden müssen. Außerdem
ist die Wärmeentwicklung solcher Kaskaden beträchtlich.
Man hat daher auch vorgeschlagen, die Aufzeichnung auf mit magnetischem Werkstoff gleichmäßig
Anordnung zum Aufzeichnen
und Wiederaussenden von kodierten
Mitteilungen
Patentiert für:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 5. Mai 1953
Niederlande vom 5. Mai 1953
Simon Duinker, Eindhoven (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
überzogenen Trommeln zu bewirken; in diesem Material wird die aufzuzeichnende Angabe magnetisch
aufgezeichnet. Für die Rückgewinnung der Aufzeichnung ist aber eine mechanische Bewegung zum Erzeugen
von Spannungen in einer Abtastspule erforderlich. Es leuchtet ein, daß diese mechanische Bewegung
die Brauchbarkeit 'solcher Aufzeichnungstrommeln stark verringert. Um diese mechanische Be-
wegung zu vermeiden, hat man eine solche Einrichtung aus statischen magnetischen Kippschaltungen
aufgebaut, bei denen die elektrisch stabilen Zustände vom positiven und negativen remanenten Magnetismus
magnetischer Kerne herbeigeführt werden. Einer solchen Anordnung haftet aber der Nachteil an, daß
bei einer gegebenen Anzahl von Angabeelementen die doppelte Anzahl Kippschaltungen erforderlich ist, von
der jede Hälfte von unabhängigen, zeitlich nicht miteinander zusammenfallenden elektrischen Impulsen
gesteuert wird. Außerdem bereitet das Ablesen der Angaben große Schwierigkeiten, wenn diese unverändert
bleiben sollen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, werden nach einem weiteren Merkmal der Erfindung Kippschaltungen
der dynamischen magnetischen bzw. dielektrischen Art mit einer veränderlichen Reaktanz verwendet,
die mit einem im nicht linearen Teil ihrer Kennlinie betriebenen Mittel versehen ist, wobei
dieser Reaktanz ein Speisewechselstrom und impuls-
709 723/180
förmige Signalschwingungen derart zugeführt werden, daß bei bestimmter Polarität der Signalschwingungen
der Spannungsabfall des Speise-Wechselstroms an der Reaktanz einen verhältnismäßig
großen und bei entgegengesetzter Polarität einen verhältnismäßig kleinen Wert annimmt. Falls
es sich um eine magnetische dynamische Kippschaltung handelt, besteht die Impedanz der Vergleichsschaltung,
an der die Regelgröße auftritt, aus einer
Fig. 11 eine Kippschaltung, bei der unter anderem die Trägheit der Übergänge von der einen stabilen
Lage in die andere regelbar ist,
Fig. 12 eine Abwandlung des Registers nach Fig. 8,
Fig. 13 ein Verschiebungsregister mit Kippschaltungen von der Transistorart und
pig. 14 die beim Register nach Fig. 13 verwendete
Kippschaltung
Fig Λ zeigt eine Anordnung nach der Erfindung
tanz aus einer oder mehreren Spulen mit ferromagnetischem Kern, dessen Magnetisierungskurve
nicht linear ist. Falls es sich um eine dielektrische
Fig Λ zeigt eine Anordnung nach der Erfindung
auf einem oder mehreren ferromagnetische!! Kernen 10 unter Verwendung einer an sich bekannten Kippangeordneten
Wicklung und die veränderliche Reak- schaltung von der dynamischen magnetischen Art, bei
der die beiden stabilen elektrischen Zustände dadurch
herbeigeführt werden, daß die an der veränderlichen, in diesem Fall induktiven Reaktanz auftretende
dynamische Kippschaltung handelt, besteht die ver- 15 Schwingung nach Gleichrichtung zur veränderlichen
änderhche Reaktanz aus einem oder mehreren Kon- Reaktanz zurückgeführt wird. Deutlichkeitshalber ist
densatoren, deren Dielektrikum eine nicht lineare in Fig. 2 eine solche an sich bekannte Kippschaltung
Kennlinie besitzt, und die Impedanz der Vergleichs- gesondert dargestellt. Der schematisch dargestellte
schaltung aus einem in Reihe mit einem jeden der Kern K, der aus ferromagnetischem Material mit
Kd 20 nicht
g
Kondensatoren liegenden Widerstand.
Kondensatoren liegenden Widerstand.
Es sei hier bemerkt, daß als dynamische magnetische oder dielektrische Kippschaltungen solche
bezeichnet werden, welche nur als Kippschaltung wirksam sind, wenn ein Speisewechselstrom der ver-
linearer Magnetisierungskurve B = f (H) besteht; biidet mit den
Wicklungen L die veränderliche Reaktanz. Der vom Speisegenerator G durch L gesandte
Wechselstrom wird über die Graetzschaltung zum Kern K zurückgeführt. Betrachtet man nun die
g t n n
änderlichen Reaktanz zugeführt wird, dies in Gegen- 25 an der Impedanz Z auftretende Gleichspannung als
satz zu den statischen agetische ode dilk Fki i Glih/ d b 'k
satz zu den statischen magnetischen oder dielektrischen
Kippschaltungen, deren Ferromagnetikum oder Dielektrikum eine hohe Remanenz aufweist, wobei
die in Kodeform gekleideten Angaben durch die
Funktion eines Gleichstroms/, der über die Wic'klungen
U auf den Kern K einwirkt, so zeigt sich, daß bei genügend starker Rückkopplung dieser funktionelle
Zusammenhang durch die Kennlinie nach Fig. 3
nelle Zusammeng du die Kennie h Fg
Remanenzlage des Ferromagnetikums oder des Di- 30 dargestellt wird, wo der gestrichelte Teil unstabile
elektrikums bedingt sind. h
Die gleichen Nachteile werden aber ebenfalls durch Anordnungen vermieden, bei denen Transistor-Kippschaltungen
verwendet werden. Nach einem weiteren
Zustände darstellt. Wenn man nun den Gleichstrom/ auf einen Wert I0 einstellt und die Schaltung
sicn jm Arbeitspunkt A befindet, bringt ein von der
Impulsquelle P gelieferter und in Fig. 3 mit 1 bezeich-Merkmal
der Erfindung sind dann auch die Tran- 35 neter Stromimpuls die Schaltung in den Arbeitssistor-Kippschaltungen
mit zwischen die Elektroden punkt C, und zwar über, die Punkte O und B der
des Transistors geschalteten, geeignet bemessenen,
mindestens einen Kondensator enthaltenden Impe-
mindestens einen Kondensator enthaltenden Impe-
danzen versehen, derart, daß die Kippschaltung je
Charakteristik, wobei der Übergang von O zu B nicht
kontinuierlich ist. Durch einen nächsten Impuls entgegengesetzter Polarität, in Fig. 3 mit 2 bezeichnet,
nach dem Vorzeichen einer der Eingangselektrode 40 gelangt die Schaltung wieder in den Arbeitspunkt A,
des Transistors zugeführten impulsförmigen Signal- aber jetzt über d;e punkte D und E, wobei der Überschwingung
zwei stabile Lagen besitzt, von denen die
eine einer verhältnismäßig hohen, die andere einer
eine einer verhältnismäßig hohen, die andere einer
verhältnismäßig niedrigen Elektrodenspannung ent-
mjt gegensinniger Reihenschaltung der beiden
Spulenhälften L, dargestellt, die im allgemeinen erwünscht, aber nicht notwendig ist.
In Fig. 1 ist eine mit dieser Kippschaltung aufgebaute
Anordnung nach der Erfindung dargestellt, bei der die Vormagnetisierung von der den Strom I0
führenden Wicklung GW herrührt. Der Kreis RF, Q formt die an der Wicklung L liegende Wechsel-
gang von # zu β nicht kontinuierlich ist. Es sei bemerkt,
daß die von I0 herbeigeführte Vormagnetisierung
sinngemäß auch mit einem Permanentmagneten
spricht, und daß die Impedanz der Vergleichsschal- 45 erzielt werden kann. Ferner ist die Schaltung nach
tung, an der die Regelgröße auftritt, aus der Primär- p;g 2 in einer ausgeglichenen Ausführungsform, d. h.
wicklung. eines Transformators besteht, dessen hh d Sekundärwicklung über ein verzögerndes Netzwerk
mit der genannten Eingangselektrode verbunden ist.
mit der genannten Eingangselektrode verbunden ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Anordnung nach der Erfindung mit einer Kippschaltung von der magnetischen dyna-
mischen Art, 1 g g
Fig. 2 die bei der Anordnung nach Fig. 1 verwen- 55 spannung in eine Gleichspannung um. Je nachdem,
dete Kippschaltung, ob sich die Kippschaltung im Arbeitspunkt A oder C
Fig. 3 eine Kennlinie einer solchen Schaltung, befindet (Fig. 3), liegt am Punkt M eine niedrige oder
Fig. 4 eirf aus Einrichtungen nach der Erfindung eine hohe Gleichspannung gegen Erde. Die Spannung
aufgebautes Verschiebungsregister, der Gleichspanungsquelle V1 entspricht der Spannung
Fig. 5 die bei den Anordnungen nach Fig. 4 ver- 60 am Punkt M, wenn sich die Kippschaltung im
wendete Kippschaltung, Arbeitspunkt C befindet, und die Spannung der
Fig. 6 eine Kennlinie einer solchen Schaltung, Gleichspannungsquelle V2 entspricht der Spannung M,
Fig. 7 eine Abwandlung des Registers nach Fig. 4, wenn die Kippschaltung den Arbeitspunkt A aufweist.
Fig. 8 ein Verschiebungsregister, das seinen Inhalt Je nach der Stellung des Schalters 5" weist der
sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu 65 Punkt Q eine hohe oder niedrige Gleichspannung
verschieben mag, gegen Erde auf. Die Vergleichsschaltung besteht aus
Fig. 9 ein Verschiebungsregister mit Kippschal- den Elementen H0, H1 und W, wobei H0 und H1
tungen von der dielektrischen dynamischen Art, Richtleiter und W (eine auf dem Kern K aufgebrachte
Fig. 10 die beim Register nach Fig. 9 verwendete Wicklung) die Impedanz darstellen. Der Anzapfungs-Kippschaltung,
70 pu.ikt T der Wicklung W ist mit dem Impulsgene-
5 6
rator IG verbunden. Wenn die durch den inneren Anforderung darin, daß, wenn ein Übergang vom
Widerstand der. Gleichspannungsquellen F1 und F2 einen in den anderen Arbeitspunkt gewünscht wird,
gebildete Impedanz und die Impedanz des Gleich- -die auftretende Regelgröße mindestens dem Impuls
richters H0 der durch den i?-C-Kreis und H1 gebil- entspricht, der mindestens benötigt wird, um wie die
deten Impedanz entspricht, wird der Anzapfungs- 5 Impulse 1 und 2 einen Übergang nach Fig. 3 zu
punkt T zweckmäßig als Mittelanzapfung von W ge- bewirken. Soll kein Übergang erfolgen, so muß die
wählt. . Regelgröße kleiner als dieser Impuls sein.
Es sei nun angenommen, daß der Schalter S mit F1 In Fig. 4 ist ein aus Einrichtungen nach der Erverbunden
ist, so daß der Punkt Q eine Spannung hat, findung aufgebautes Verschiebungsregister dargedie
einem Arbeitepunkt C der Kippschaltung ent- io stellt.
spricht, daß sich aber die Kippschaltung im Arbeits- Statt der an Hand von Fig. 2 geschilderten Kipppunkt
A befindet.. Solange kein Impuls auftritt, hat schaltung finden in Fig. 4 Kippschaltungen Andie
Anzapfung T der Wicklung W Erdpotential, so wendung, die an sich bereits anderweitig vorgedaß,
sowohl wenn die Punkte Q und M eine hohe als schlagen wurden und bei denen die veränderliche
auch wenn sie eine niedrige positive Spannung gegen 15 Reaktanz mit einer solchen von entgegengesetztem
Erde haben, die Gleichrichter H0 und H1 nicht- Vorzeichen gekoppelt ist, und deren Wirkungsweise
leitend sind. Die maximale Spannung eines vom Im- an Hand von Fig. 5 näher erläutert wird. In dieser
pulsgenerator IG gelieferten Impulses ist nun derart Figur stellt K einen ferromagneti'schen Kern dar,
gewählt, daß sie zwischen den Spannungen von F1 dessen · Magnetisierungskurve einen nicht linearen
und F2 liegt, d. h. zwischen den Spannungen, die den 20 Verlauf hat. Mit L und U sind' auf diesem Kern
zwei Zuständen entsprechen, in denen sich die Kipp- angeordnete Wicklungen bezeichnet, C ist ein
schaltung befinden kann. Im gewählten Beispiel wird gegebenenfalls linearer Kondensator, G ein Wechselalso
nur der Gleichrichter JJ1 leitend. Lediglich die stromerzeuger und J? ein Widerstand, in dem außer-Wicklungshälfte
b wird also von einem Strom durch- dem die übrigen Verluste des Kreises, wie z.B. der
flössen, der von IG über diese Wicklungshälfte, H1 25 Innenwiderstand des Generators G und der Spule L
und den J?-C-Kreis zur Erde fließt. Der Wicklungs- vereinigt zu denken sind. Betrachtet man nun den
sinn der Wicklung W ist derart gewählt, daß ein Effektivwert Veff oder den Scheitelwert der Wechselsolcher
Impuls die gleiche Richtung wie der Impuls 1 spannung, die an einem der Elemente L, C, R oder U
nach Fig. 3 in bezug auf die Kennlinie der Schal- unter dem Einfluß einer Speisespannung E mit einer
tungen hat. Die Kippschaltung geht also von dem 30 Frequenz f entsteht, als Funktion der Vormagneti-Zustand
A in den Zustand C über, mit anderen sierung, die z. B. von einem U durchfließenden'
Worten, sie übernimmt gewissermaßen ein Ent- Gleichstrom J1 erzeugt wird, so erhält man die in
sprechungspotential von F1. Ein nächster Impuls an Fig. 6 dargestellte Kurve, sofern bestimmte Beder
Anzapfung T vermag jetzt aber keinen der Gleich- dingungen in bezug auf E, C, f und R erfüllt sind,
richter H0 und H1 leitend zu machen, da nun die 35 Wird die Vormagnetisierung auf I = I0 eingestellt,
Punkte Q und M eine höhere Spannung als der Im- so ist·gemäß Fig. 6 der Wert von Ven entweder F2
puls selbst gegen Erde haben. Es tritt folglich keine (Arbeitspunkt C) oder F3 (Arbeitspunkt A). Ange-Regelgröße
in der Wicklung W auf, d. h., die Kipp- nommen, daß dieser Wert V2 beträgt, so läßt ein
schaltung verbleibt im Arbeitspunkt C. Legt man aber Stromimpuls in der Wicklung U von der Größe AI1
den Schalter J? von F1 nach F2 um, so daß der 40 oder größer und von gleicher Richtung wie J0 die
Punkt Q eine Spannung hat, die dem Arbeitspunkt A Spannung Veft von F2 zu F3 übergehen. Ein weiterer
der Kippschaltung entspricht, so macht ein von IG gleichartiger Impuls bewirkt keine Zustandsänderung,
stammender Impuls jetzt H0 leitend. Es kann somit so daß Veff wenigstens annäherungsweise den Wert F3
nur ein Strom von IG über die Wicklungshälfte α beibehält. Folgt aber ein Impuls, dessen Amplitude
über H0 und V2 nach Erde fließen. Dieser Impuls 45 größer als oder gleich AI2 ist und dessen Richtung J0
bringt also gerade beim gewählten Wicklungssimi die entgegengesetzt ist, so läßt er VeU von F3 zu F2 überKippschaltung
vom Arbeitspunkt C in den Arbeits- gehen. Auch jetzt führt ein weiterer gleichartiger
punkt A, oder, mit anderen Worten, ein Ent- Impuls keinen Übergang der Spannung Veit von F2
sprechungspotential von F2 wird übernommen. So- nach F3 herbei. Das Ausgangssignal der Kippwohl
der Punkt Q als auch der Punkt M haben jetzt 50 schaltung mit einer Charakteristik nach Fig. 6, also
eine Spannung gegen Erde entsprechend dem eine Wechselspannung von großer oder kleiner
Arbeitspunkt A in Fig. 3. Ein von IG stammender Amplitude, je nachdem sich die Schaltung in der
Impuls macht jetzt beide Gleichrichter H0 und H1 einen oder anderen stabilen Lage befindet, kann
leitend. Dann fließt Strom aus IG sowohl über die grundsätzlich einem jeden der Elemente L, C, U
Wicklungshälfte a, H0 und F2 als auch über die 55 oder R, aber auch Wicklungen entnommen werden,
Wicklungshälfte b, H1 und den J?-C-Kreis. Die Rieh- die magnetisch parallel zu L oder U liegen; d. h.
tung des Stromes in der Wicklungshälfte α ist aber Wicklungen, die derart auf dem Kern angeordnet
der in b entgegengesetzt, und wenn man bewirkt, daß sind, daß sie vom gleichen Fluß'wie die Windungen
die sich ergebende Amperewindungszahl eine Regel- von L oder U durchsetzt werden.
größe liefert, die kleiner als ein Impuls 1 oder 2 nach 60 In Fig. 4 ist ein aus solchen Kippschaltungen auf-Fig.
3 ist, so verbleibt die Kippschaltung im ur- gebautes Verschiebungsregister gezeigt, bei dem die
sprünglichen Zustand. Wenn die Impedanz von F2 Vormagnetisierung von den Strom J0 führenden
und H0 gleich der Impedanz von H1 und des R-C- Wicklungen GW in den Kernen K erzeugt wird. Die
Kreises ist und T eine Mittelanzapfung von W dar- . Kreise RF, R, C formen die an den Wicklungen L
stellt, so ist die sich ergebende Amperewindungszahl 65 vom gemeinsamen Generator G erzeugten Wechselgerade
Null und also auch die Regelgröße. spannungen in Gleichspannungen um. Je nachdem
Nun sei angenommen, daß die Spannungen von F1 sich die betreffenden Kippschaltungen im Arbeitsund
V2 den Spannungen am Punkt M in den beiden punkt A oder C (Fig. 6) befinden, liegt an den
Arbeitspunkten der Kippschaltung entsprechen. Tat- Punkten M1, M2 usw. eine niedrige oder hohe Gleichsächlich besteht die einzige an F1 und F2 gestellte 70 spannung gegen Erde. Diese Kippschaltungen können
7 8
nun Angaben in Form eines Binärkodes enthalten, von einem Strom von IG über diese Wicklungsz.
B. kann ein hoher Spannungszustand eines hälfte, H0 und V0 nach . Erde durchflossen. Der
Punktes M der Binärzahl »1« und ein niedriger Wickelsinn der Wicklungen W ist wieder derart
Spannungszustand eines Punktes M der Binär- gewählt, daß ein solcher Impuls die gleiche Richzahl
»0« entsprechen. Diese Angaben können der 5 tung in bezug auf die Kennlinie der Schaltung
Einrichtung z. B. mittels der Wicklungen RW züge- wie der Impuls ZlZ1 nach Fig. 6. hat. Die Schaltung I
führt werden. Entsprechend der Richtung des die geht also von dem Arbeitspunkt C in den Arbeitsunterschiedlichen
Wicklungen durchfließenden Strom- punkte über, d. h., sie nimmt als Inhalt »0« an; oder
impulses, gelangt die entsprechende Kippschaltung in mit anderen Worten, sie übernimmt den Inhalt
den Arbeitspunkt A oder C. Die Punkte .M1, M2, M3 io von V0. Der Impuls an der Mittelanzapfung von W2
sind über Gleichrichter H1, H1", H2', H2" usw. mit , vermag aber keinen der Gleichrichter H1 und H2
den Enden der Wicklungen W verbunden. Die Mittel- leitend zu machen, da die beiden Punkte Af1 und M2
anzapfungen dieser Wicklungen W sind alle an den eine höhere Spannung als der Impuls selbst gegen
Impulsgenerator IG angeschlossen. Vorläufig sei Erde haben. Es tritt also kein Schaltimpuls in der
angenommen, daß die Wicklung W der ersten Kipp- 15 Wicklung W2 auf, d. h., daß die Schaltung II den
schaltung der Kaskade an der nicht mit dem Punkt M1 Inhalt »1« beibehält, mit anderen Worten den Inhalt
verbundenen Seite über einen Gleichrichter H0 und von I übernimmt, der ja auch »1« war. Der Impuls
eine Gleichspannungsbatterie V0 an Erde liegt, wobei an der Mittelanzapfung von W3 kann schließlich nur
V0 eine Klemmenspannung hat, die z. B. der Span- den Gleichrichter H3' leitend machen. Es kann also
nung an den Punkten M1, M2 oder M3 entspricht, 20 nur ein Strom fließen von IG über die Wicklungswenn die entsprechende Kippschaltung den Arbeits- hälfte b der Wicklung W3, H3' und den i?3-C3-Kreis
punkt A aufweist, also nach der erwähnten Annahme nach Erde. Dieser Impuls führt die Schaltung von
ein Angabeelement »0« enthält. dem Arbeitspunkt A in den Arbeitspunkt C, so daß
Wird nun vom Impulsgenerator IG sämtlichen der Inhalt der Stufe III von »0« auf »1« kommt,
Mittelanzapfungen der Wicklungen W ein Impuls 25 wieder mit anderen Worten: III übernimmt den
zugeführt, und zwar bei der geschilderten Lage der Inhalt von II. Der Inhalt des Registers ist nun also
Gleichrichter ein positiver Impuls gegen Erde, dessen wie folgt: I: »0«, II: »1«, III: »1«. Ein nächster
Maximalspannung kleiner als die Spannung am Impuls von IG schiebt diesen Inhalt in gleicher Weise
Punkte M ist, wenn sich die entsprechende Kipp- wieder um einen Platz weiter. Hierbei tritt ein Fall
schaltung im Arbeitspunkt C befindet, aber größer 30 auf, der oben noch nicht erwähnt wurde, nämlich der,
als die Spannung in diesem Punkt, wenn die ent- daß ein Impuls an der Mittelanzapfung einer Wicksprechende
Kippschaltung den Arbeitspunkt A auf- lung W die beiden Gleichrichter leitend macht, und
weist, so ist nachweisbar, daß die Angabe des zwar bei I, wo jetzt M1 sowie V0 eine Spannung entRegisters
nach dem Zuführen eines Impulses um sprechend dem Arbeitspunkt A nach Fig. 6 hat.'Es
einen Platz im Register weitergerückt ist, d. h. wenn 35 fließt jetzt Strom von IG sowohl über die Wicklungsder
Inhalt der Kippschaltung I z. B. »1« ist, von II hälfte α von W1, H0 und V0 als auch über die Wickebenfalls
»1« und von III »0«, so ist nach der Zu- lungshälfte b von W1, H1 und den R1-C1-KTeIs nach
führung des Impulses der Inhalt von II »1«, von Erde. Wie bereits dargetan, tritt dann kein Impuls
III »1« und von der picht dargestellten Kipp- auf, wenigstens nicht von hinreichender Größe, d. h. I
schaltung IV »0«. Der Inhalt von I ist »0«, im 40 behält den Inhalt »0« bei und übernimmt also wieder
Zusammenhang mit der Wahl von V0. Ein nächst- sozusagen den Inhalt von V0, d. h. »0«.
folgender Impuls hat zum Ergebnis, daß jetzt der Bisher erfolgte das Registrieren dadurch, daß die Inhalt der Kippschaltungen wie folgt ist: von I ist Wicklungen RW entweder zugleich oder gar nicht er »0«, von II ebenfalls »0«, von III »1«, von IV »1« erregt werden. Dies kann aber auch in einer aus Fig I und von der ebenfalls nicht dargestellten Kipp- 45 ersichtlichen Art erfolgen, wobei die dort gezeigte schaltung V wiederum »0«. Kippschaltung mit entsprechender Vergleichsschal-
folgender Impuls hat zum Ergebnis, daß jetzt der Bisher erfolgte das Registrieren dadurch, daß die Inhalt der Kippschaltungen wie folgt ist: von I ist Wicklungen RW entweder zugleich oder gar nicht er »0«, von II ebenfalls »0«, von III »1«, von IV »1« erregt werden. Dies kann aber auch in einer aus Fig I und von der ebenfalls nicht dargestellten Kipp- 45 ersichtlichen Art erfolgen, wobei die dort gezeigte schaltung V wiederum »0«. Kippschaltung mit entsprechender Vergleichsschal-
Ist III die letzte Kippschaltung der Kaskade, so tung als die erste einer Kaskade solcher Einrichtungen
kann von M3 das Ausgangssignal des Registers ab- zu betrachten ist. Die Spannung der Gleichspannungsgegrifren
werden. Im gewählten Fall also »0«, »1«, quelle V1 entspricht, wenn die entsprechende Kipp-
»1«, »0«, »0«, »0« ... Der Inhalt der letzten Kipp- 50 schaltung den Arbeitspunkt C aufweist, der Spanschaltung
wird in diesem Fall so ausgesandt, nung an einem Punkt M, also einem Inhalt »1«, und
aber es leuchtet ein, daß ein Ausgangssignal auch die Spannung der Gleichspannungsquelle V2 entvon
einer, jeden der anderen Kippschaltungen ab- spricht dem Inhalt »0«. Je nach der Stellung des
lesbar ist. Schalters 5" nimmt die Kippschaltung I bei einem von
Um dies zu erläutern, wird wieder das gewählte 55 IG stammenden Impuls den Inhalt »1« oder »0« auf.
Beispiel betrachtet, also I: »1«, II: »1«, III: »0«, Bei einem nächsten Impuls Übernimmt I den Inhalt,
d. h., M1 hat eine hohe Spannung gegen Erde, ent- der wieder durch S bedingt wird, aber außerdem
sprechend dem Arbeitspunkt C von I, M2 ebenfalls übernimmt II den Inhalt von I. Auf diese Weise kann
eine hohe Spannung gegen Erde, M3 jedoch eine eine bestimmte Angabe vom Register aufgenommen
niedrige. Die Spannung von V0 entspricht dem 60 werden. Der Komplex V1, V2, S kann sinngemäß
Arbeitspunkt A der Kippschaltungen, d. h. einer durch eine beliebige andere Schaltung ersetzt werden,
niedrigen Spannung gegen Erde. Beim Fehlen eines die zwischen dem Punkt Q und Erde dem Inhalt »1«
Impulses besitzen die Mittelanzapfungen der Wick- und »0« entsprechende Spannungen erzeugen oder
lungen W Erdpotential, so daß die Gleichrichter H, ■ aufnehmen kann. .
sowohl wenn die Punkte M eine hohe als auch wenn 65 Befindet sich in Fig. 4 der Schalter 5" in der ge-
sie eine niedrige positive Spannung gegen Erde strichelten Stellung, so wird bei einer einmal regi-
haben, nichtleitend sind. Der Impuls an der Mittel- strierten Angabe der Inhalt von III beim Auftreten
anzapfung von W1 kann nun durch die Wahl seiner eines Impulses von IG wieder auf I übertragen; dies
Maximalspannung nur den Gleichrichter H0 leitend ist eine Schaltungsart, die für verschiedene Zwecke
machen. Nur die Wicklungshälfte α von W1 wird also 70 Anwendung findet.
9 10
In Fig. 7 ist ein Verschiebungsregister entsprechend dielektrischen dynamischen Art zur Verwendung
dem nach Fig. 4 dargestellt, bei dem aber zwei Gleich- kommen.
richter H' und H" durch einen gemeinsamen Gleich- In Fig. 10 ist die bei Fig. 9 verwendete Kipprichter
H ersetzt sind. Es leuchtet ein, daß dies ohne schaltung deutlichkeitshalber gesondert dargestellt.
Beeinträchtigung der Wirkungsweise erfolgen kann. S Hier stellt Ma einen dielektrischen Stoff dar, dessen
Manchmal aber ist es vorteilhaft, zwei Gleichrichter Polarisationskennlinie D =/ (F), wobei D die dieleknicht
durch einen einzigen zu ersetzen. An den Wick- trische Verschiebung und F die dielektrische Feldlungen
W liegen ■ nämlich Spannungen, deren Korn- stärke bedeutet, einen nichtlinearen Verlauf hat.
ponenten bei der geschilderten ausgeglichenen Aus- Ferner sind C1 und C2 entsprechende dieses Mabildung
Frequenzen enthalten, die gerade Harmo- io terial Ma als Dielektrikum enthaltende Kondensatoren,
nische der Speisefrequenz sind. Die Spannungen L1 und L2 entsprechende, gegebenenfalls lineare
können im Falle der Fig. 7 Ströme erzeugen, die ent- Selbstinduktionsspulen, S1, S2 und S3 Trenntranssprechend
den Windungb Verhältnissen der Wick- formatoren, G ein Wechselstromerzeuger, V0 eine
lungen L und W und der Impedanz, die der Reihen- Gleichspannungsquelle und T eine Impulsspannungskreis
der Wicklungen W für diese Ströme bildet, 15 quelle. Betrachtet man nun z. B. den Effektivwert Veif
unangenehm groß werden können. Die Verwendung der Wechselspannung an einem der Klemmenzweier
Gleichrichter H' und H" verhindert aber paare a-b, c-d oder e-f als Funktion der Polarisation,
selbstverständlich das- Auftreten solcher Ströme. die von einer an C1 und C2 liegenden Gleich-Andererseits
können die erwähnten geraden harmo- spannung V erzeugt wird, so zeigt es sich, daß der
nischen Komponenten benutzt werden, um die den 20 gleiche Zusammenhang zwischen Veif und V wie
Zustand der Kippschaltung charakterisierende Gleich- zwischen Velf und / bei der Schaltung nach Fig. 5
spannung zu erzeugen. besteht. Bei richtiger Wahl der Vorspannung V0
Die soweit geschilderten Schaltungen sprachen nur kann man also in gleicher Weise durch Spannungsauf
Impulse aus IG von bestimmter Polarität an. In impulse richtiger Größe und Richtung dem Effektiv-Fig.
4 und 7 z. B. mußten infolge der in diesen 25 wert der Wechselspannung an einem der erwähnten
Figuren dargestellten Lage der Gleichrichter diese Klemmenpaare einen großen oder einen kleinen Wert
Impulse positiv gegen Erde sein. Negative Impulse erteilen. Es sei bemerkt, daß bei der ausgeglichenen
üben hierbei keinen Einfluß aus, und außerdem Schaltung nach Fig. 10 die Spannungen an den
kennen die* geschilderten Einrichtungen nur eine Klemmenpaaren a-b und c-d nur Komponenten enteinzige
Richtung, in der der Inhalt einer Kipp- 30 halten, deren Frequenzen ein ungerades Vielfaches
schaltung der nächsten weitergegeben wird. der Speisefrequenz sind, und daß die Spannungen am
Fig. 8 zeigt ein Verschiebungsregister, bei dem je Klemmenpaar e-f nur Komponenten enthalten, deren
nach der Polarität des sämtlichen Kippschaltungen Frequenzen ein gerades Vielfaches der Speisefrequenz
zügeführten Impulses eine Kippschaltung den Inhalt sind.
der vor ihr in der Kaskade liegenden Kippschaltung 35 In Fig. 9 liegt die polarisierende Gleichspannung G0
oder der hinter ihr liegenden Kippschaltung über- an den einzelnen Kippschaltungen über den gemeinnimmt,
samen Widerstand R0, den Zweig b des Widerin
der in Fig. 8 dargestellten Lage der Gleich- Standes R, die Kapazität Cg und den Widerstand Rg.
richter haben die Punkte M immer eine positive, die Die Spannung G0 tritt jetzt an der Kapazität Cg auf,
Punkte N immer eine negative Spannung gegen Erde. 40 die also die Rolle der Spannungsquelle V0 nach
Dies bedeutet, daß ein z. B. der Wicklung W der Fig. 10 spielt. Der Widerstand R0 muß in der geKippschaltung
II zugeführter positiver Impuls nur schilderten Schaltung groß gewählt werden, um
zu einem Regelimpuls entsprechend den Spannungen keinen Kurzschluß für den Impulsgenerator IG nach
der Punkte M1 und M2 Veranlassung geben kann, Erde zu bilden. Dieser Impulsgenerator IG, der über
wobei die Gleichrichter Lf1 oder Lf2 von Strom durch- 45 einen Trennkondensator an den Mittelanzapfungen
flössen werden, d. h., daß bei positiven Impulsen II der Widerstände R liegt, muß hierbei Impulse liefern,
den Inhalt von I übernimmt. Ein negativer Impuls deren Maximalspannung um den Betrag G0 größer
kann aber nur zu einem Regelimpuls entsprechend ist als bei den bisher betrachteten Schaltungen, denn
den Spannungen der Punkte N2 und JV3 Veranlassung die Mittelanzapfungen der Widerstände R befinden
geben, wobei die Gleichrichter F2 und F3 von Strom 50 sich auf einem Potential —G0 gegen Erde. Die Größe
durchflossen werden, d. h., daß bei negativen Im- der von IG gelieferten Spannungsimpulse ist also
pulsen II den Inhalt von III übernimmt. Wenn die wieder derart gewählt, daß bei niedrigem Potential
direkte Reihenschaltung der Wicklungen W durch eines Punktes M gegen Erde — was also einem
unerwünschte Kopplungen Schwierigkeiten bereitet, Inhalt »0« der zug „hörigen Kippschaltung entbraucheh
die Punkte JV nicht, wie oben geschildert, 55 spricht — der entsprechende Gleichrichter H beim
über Gleichrichter F mit den Wicklungen W ver- Auftreten der Impulse leitend wird, und daß wenn M
bunden zu werden, sondern man verbindet sie mit ein hohes Potential gegen Erde hat (was also einem
gesonderten, im übrigen W identischen Wicklungen V Inhalt »1« entspricht), der Gleichrichter H nicht-(Fig.
12), wobei die Gleichrichter H und F durch je leitend wird. Der bei Leitung auftretende Strom verzwei
Gleichrichter H' und H" bzw. F' und F" ersetzt 60 ursacht an dem von ihm durchflossenen Teilet oder b
sind, und führt unter den gewählten Umständen die eines Widerscandes R einen Spannungsabfall, der
positiven Imp'ulse von IG den Mittelanzapfungen der über die entsprechende Kapazität C an1 die das Di-Wicklungen
W, die negativen den Mittelanzapfungen elektrikum enthaltenden Kondensatoren der betreffender
Wicklungen F zu. den Kippschaltung gelangt. Wenn die beiden Teile a
Bisher wurde der Fall betrachtet, daß die Anord- 65 und b eines Widerstandest unter dem Einfluß eines
nung aus Kippschaltungen besteht, wobei das in der Mittelanzapfung von R zugeführten Impulses von
einem nichtlinearen Teil seiner Kennlinie betriebene Strom durchflossen werden, was also der Fall ist,
Mittel von ferromagnetischer Natur ist. Man kann wenn die beiden mit dem betreffenden Widerstand R
aber auch dielektrische Mittel verwenden. Fig. 9 verbundenen Gleichrichter leitend werden, so ist der
zeigt eine Einrichtung, bei der Kippschaltungen der 70 resultierende Spannungsunterschied am Widerstand R
Null. Diese Spannungsimpulse bewirken bei richtig gewählter Richtung der polarisierenden Vorspannung
die gewünschten Übergänge im Zustand der Kippschaltungen.
Bei den Kippschaltungen, die aus einer veränderliehen
Reaktanz, gekoppelt mit einer zweiten Reaktanz von entgegengesetztem Vorzeichen, bestehen,
entsprechend Fig. 5 und 10, kann das Vormagnetisierungs- bzw. Polarisationsintervall Z)Z1 + ^iJ2 bzw.
A V1 + A V2 beliebig vergrößert oder verkleinert
werden, indem in den Kreis, der den Speisegenerator mit den erwähnten Reaktanzen verbindet, eine zusätzliche
Impedanz eingeschaltet wird. Eine solche Regelung von Ai1 + Al 2 bzw. A V1 + A V2 kann
dazu dienen, den Einfluß von Differenzen dieser Größen zwischen verschiedenen Kippschaltungen aufzuheben.
Diese Größen sind auch noch auf andere Art regelbar, und zwar dadurch, daß die an einer der
erwähnten Reaktanzen oder einer mit der Reaktanz gekoppelten Impedanz liegende Spannung gleichgerichtet
und die gleichgerichtete Spannung zur veränderlichen Reaktanz zurückgeführt wird. In Fig. 11
ist eine magnetische Kippschaltung dargestellt, bei der eine solche Rückführung Anwendung findet.
Diese Schaltung, die im wesentlichen der Schaltung nach Fig. 5 entspricht, und deren Elemente in gleicher
Weise bezeichnet sind, besitzt eine Wicklung T, die über eine Gleichrichterzelle RF und einen Widerstand
RT in sich geschlossen ist. Die in T induzierte Spannung verursacht in diesem Kreis einen pulsierenden
Gleichstrom, der gegebenenfalls noch geglättet werden kann und dessen Gleichstromkomponente
It im stabilen Zustand entweder gleich α V2
oder gleich α Vs ist (Fig. 6) und deren Richtung
durch RF bedingt wird, wobei α eine Proportionalitätskonstante ist, die das Verhältnis zwischen den im
Kreise T, RF, RT (Fig. 11) fließenden Gleichstrom It
und der an T auftretenden Spannung angibt und mittels RT regelbar ist. Hierbei zeigt es sich außerdem,
daß der Übergang von dem einen in den anderen stabilen Zustand verzögert oder beschleunigt stattfindet,
je nachdem die von der zurückgeführten Spannung bewirkte Magnetisierung die gleiche oder die
entgegengesetzte Richtung wie die Vormagnetisierung hat. Wenn man die erwähnte Übergangsgeschwindigkeit
größer macht, kann natürlich die Wiederholungsfrequenz der von IG gelieferten Impulse ebenfalls
zunehmen.
Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf Einrichtungen, bei denen magnetische bzw. dielektrische
Kippschaltungen benutzt werden. Fig. 13 stellt z. B. ein Verschiebungsregister dar, bei dem die Kippschaltungen
mit Transistoren aufgebaut sind. Ein Beispiel einer solchen an sich keinen Gegenstand der
Erfindung bildenden Kippschaltung ist in Fig. 14 gesondert dargestellt. Hierbei wird ein Spitzenkontakttransistor
verwendet; der Transistor T ist mit einer Emissionselektrode e, einer Kollektorelektrode c
und einer Basiselektrode b versehen. In die Elektrodenkreise sind geeignet bemessene Widerstände R1,
R2 und R3 sowie Gleichspannungsquellen G1 und G2
eingeschaltet, und die Emissions- und die Kollektorelektrode sind über einen Kondensator C miteinander
verbunden, wodurch bekanntlich die Schaltung, je nach dem Vorzeichen der der Basiselektrode aus der
Impulsquelle zugeführten Impulse, zwei stabile Zustände hat, der eine mit einer verhältnismäßig hohen,
der andere mit einer verhältnismäßig niedrigen Basiselektrodenspannung. Die Vergleichsschaltungen
bestehen bei den Anordnungen nach Fig. 13 aus zwei Gleichrichtern und einem Transformator T1., dessen
Primärwicklung P die Impedanz bildet, an welcher die Regelgröße auftritt, und dessen Sekundärwicklung
5" dazu dient, die Regelgröße über ein .RC-Netzwerk
zur Basiselektrode der entsprechenden Kippschaltung zu leiten. Das .RC-Netzwerk dient im vorliegenden
Fall dazu, die impulsförmige Regelgröße zu verzögern; diese im übrigen geringe Verzögerung
fördert bei diesen Transistorschaltungen die richtige Wirkungsweise.
Ein mit Transistoren aufgebautes Verschiebungsregister benötigt, abgesehen natürlich von dem
Impulsgenerator, keine Wechselspannungsquellen, wie es bei den Registern der Fall ist, die mit magnetischen
hzw. dielektrischen Kippschaltungen aufgebaut sind. Es ist also auch keine Demodulation
notwendig.
Claims (8)
1. Anordnung zum Aufzeichnen und Wiederaussenden von kodierten Mitteilungen, die aus
einer Kippschaltung mit zwei stabilen elektrischen Zuständen, denen bestimmte Potentialwerte entsprechen,
und einer Vergleichsschaltung besteht, wobei die Kippschaltung sich bei einer gegebenen
aufgezeichneten Mitteilung in einem für die Mitteilung charakteristischen Zustand befindet, dessen
Entsprechungspotential mit mindestens einem anderen vorgegebenen Potential mittels der Vergleichsschaltung
verglichen wird, wobei unter dem Einfluß eines der Vergleichsschaltung zugeführten
elektrischen Impulses in dieser eine Regelgröße erzeugt wird, deren Größe und Richtung durch
den Unterschied der beiden verglichenen Potentiale bestimmt werden und die zum Steuern der
Kippschaltung dient, dadurch gekennzeichnet, daß, die Vergleichsschaltung eine durch Rkhtleiter mit
den Punkten, an denen die zu vergleichenden Potentiale auftreten, verbundene Impedanz enthält,
welcher der Impuls über eine Anzapfung derart zugeführt) wird, daß die Regelgröße an
dieser Impedanz auftritt und beim Überschreiten eines vorgeschriebenen Wertes in einer bestimmten
Richtung die Kippschaltung von ihrem ursprünglichen in den anderen stabilen Zustand
überführt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dynamische magnetische
Kippschaltung mit einer veränderlichen Reaktanz verwendet wird, die aus einer oder mehreren
Spulen mit einem ferromagnetischen Kern mit nichtlinearer Magnetisierungskurve besteht, daß
dieser Reaktanz ein Speisewechselstrom und impulsförmige Signalschwingungen derart zugeführt
werden, daß bei bestimmter Polarität der Signalschwingungen der Spannungsabfall des
Speisewechselstroms an der Reaktanz einen verhältnismäßig großen und bei entgegengesetzter
Polarität einen verhältnismäßig kleinen Wert annimmt, und daß ferner die Impedanz der Vergleichsschaltung,
an der die Regelgröße auftritt, aus einer auf einem oder mehreren der vorgenannten
ferromagnetischen Kerne angeordneten Wicklung besteht. . ·
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dynamische dielektrische
Kippschaltung mit einer veränderlichen Reaktanz verwendet wird, die aus einem oder mehreren
Kondensatoren mit einem Dielektrikum mit nicht
linearer Polarisationskennlinie besteht, daß dieser Reaktanz ein Speisewechselstrom und irnpulsförmige
Signalschwingungen derart zugeführt werden, daß bei bestimmter Polarität der Signalschwingungen
der Spannungsabfall des Speise-Wechselstroms an der Reaktanz einen verhältnismäßig
hohen und bei entgegengesetzter Polarität einen verhältnismäßig niedrigen Wert annimmt
und daß ferner die Impedanz der Vergleichsschaltung, an der die Regelgröße auftritt, aus
einem Widerstand besteht, der in Reihe mit einem jeden der Kondensatoren liegt.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Transistor-Kippschaltung
verwendet wird mit zwischen die Elektroden des Transistors geschalteten, geeignet bemessenen,
mindestens einen Kondensator enthaltenden Impedanzen, derart, daß die Kippschaltung je nach
dem Vorzeichen einer der Eingangselektrode des Transistors zugeführten impulsförmigen Signalschwingung
zwei stabile Lagen besitzt, von denen die eine einer verhältnismäßig hohen, die andere
einer verhältnismäßig niedrigen Elektrodenspannung entspricht, und daß die Impedanz der Vergleichsschaltung,
an der die Regelgröße auftritt, aus der Primärwicklung eines Transformators besteht, dessen Sekundärwicklung über ein verzögerndes
Netzwerk mit der genannten Eingangselektrode verbunden ist.
5. Verschiebungsregister zum Aufzeichnen und Wiederaussenden von kodierten Mitteilungen,
unter Verwendung von Anordnungen nach den Ansprüchen 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die bistabile Kippschaltung nebst der zugeordneten Vergleichsschaltung mit mindestens
einer weiteren derartigen Kipp- und Vergleichsschaltung in Kaskade geschaltet ist, wobei zwischen
je zwei aufeinanderfolgenden Kippschaltungen der Kaskade jeweils eine der Vergleichsschaltungen liegt.
6. Verschiebungsregister nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Kippschaltungen zusätzlich eine weitere Vergleichsschaltung eingeschaltet ist, wobei
die beiden Vergleichsschaltungen unterschiedlich mit zwei Vergleichspunkten einer gleichen
Kippschaltung derart verbunden sind, daß an deren beiden Vergleichspunkten den Zustand
dieser Kippschaltung bedingende Spannungen auftreten, die sich bei einer Arbeitsp'unktänderung
der betreffenden Kippschaltung gegensinnig ändern, und daß die Richtleiter der einen Vergleichsschaltung
nur durch impulsförmige, der entsprechenden Impedanz zugeführte Signalschwingungen
der einen Polarität und die Richtleiter der anderen Vergleichsschaltung nur durch
solche der anderen Polarität leitend gemacht werden können.
7. Verschiebungsregister nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanzen der
beiden zwischen die gleichen Kippschaltungen geschalteten Vergleichsschaltungen durch eine
einzige Impedanz ersetzt sind.
8. Verschiebungsregister nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
mit ein und demselben Vergleichspunkt verbundenen Richtleiter zweier aufeinanderfolgender
Vergleichsschaltungen durch einen einzigen Richtleiter ersetzt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 540 654.
USA.-Patentschrift Nr. 2 540 654.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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