DE1007685B - Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Holzwollbauplatten - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Holzwollbauplatten

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DE1007685B
DE1007685B DET8333A DET0008333A DE1007685B DE 1007685 B DE1007685 B DE 1007685B DE T8333 A DET8333 A DE T8333A DE T0008333 A DET0008333 A DE T0008333A DE 1007685 B DE1007685 B DE 1007685B
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press
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Howard William Collins
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Tectum Corp
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Tectum Corp
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/52Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement
    • B28B1/525Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement containing organic fibres, e.g. wood fibres

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Producing Shaped Articles From Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Holzwollbauplatten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bauplatten aus Holzwolle, die in kontinuierlichem Arbeitsgang mit Magnesiazement gebunden wird.
  • Der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zweckmäßig zur Anwendung kommende Magnesiazement besteht aus wasserhaltigen Mischungen von Magnesiumoxyd und Magnesiumsulfat. Das Magnesiumoxyd und das Magnesiumsulfat werden direkt vor dem Aufsprühen auf die Holzwolle miteinander vermischt. Obwohl die Stoffe augenblicklich chemisch zu reagieren anfangen, dauert die Erhärtung doch über 1 Stunde. Bei einem kontinuierlichen Verfahren, wie es die Erfindung darstellt, bei welchem die mit dem Bindemittel imprägnierte Holzwollschicht kontinuierlich auf einer Fördervorrichtung weiterbewegt wird, ist es notwendig, dafür zu sorgen, daß die Härtung des Magnesiazements erheblich beschleunigt wird.
  • Nach Zugabe des Zements wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Holzwollschicht durch ein Förderband weiterbewegt und zwischen die Platten oder Walzen einer geheizten Presse eingeführt, welche die Schicht in eine Bauplatte der gewünschten Stärke umwandelt. Dabei muß der Zement in der Presse so weit aushärten, daß die geformten Bauplatten nach dem Verlassen der Presse ihre Dicke beibehalten. Andererseits darf die Aushärtung des Zements jedoch nicht stattfinden, bevor die Presse auf die Schicht eingewirkt hat. Bei der Herstellung von Holzwollbauplatten in kontinuierlichem Arbeitsgang besteht also die Aufgabe, das Aushärten des Zements zeitlich so zu beherrschen, daß die Bauplatte ihre Form behält, wenn sie die Preßplatte oder -walze verläßt.
  • Es waren schon früher Verfahren bekannt, um Holzwollbauplatten mit Hilfe von Magnesiazement in einem kontinuierlichem Verfahren zu erzeugen. So besteht ein bisher bekanntgewordenes und in Deutschland ausgeführtes kontinuierliches Verfahren darin, daß die Form- oder Preßarbeit zwischen Stahlbändern erfolgt, die zwischen Stahlplatten hindurchgezogen werden, welche auf sehr hohen Temperaturen, beispielsweise etwa 260° C gehalten werden. Bei so hohen Temperaturen bestehen gewisse Schwierigkeiten hinsichtlich der Verwendung umlaufender Maschinen, da insbesondere gewöhnliche Schmiermittel diesen Temperaturen nicht ausgesetzt werden dürfen. Ferner würde Gummi oder Textilmaterial, wie etwa von einem Förderband, sehr schnell einer Zersetzung anheimfallen.
  • Zweck der Erfindung ist nun die Schaffung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Bauplatten od. dgl. aus Holzwolle und Magnesiazement, bei welchem die bei früheren Verfahren durch die hohen Arbeitstemperaturen hervorgerufenen Nachteile beseitigt sind, ohne daß die Herstellungszeit der Bauplatten verlängert ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die lose Schicht vor dem Zusammenpressen erhitzt, jedoch an keiner Stelle des Verfahrensganges einer Temperatur über etwa 103° C ausgesetzt wird.
  • Die Vorteile der Erfindung beruhen darin, daß zur Durchführung des Verfahrens ohne Schwierigkeiten auch umlaufende Maschinen und Vorrichtungen sowie Gummiförderbänder Verwendung finden können, da die Temperatur, welcher die Anlage und die Riemen ausgesetzt werden, gut unterhalb derjenigen Temperatur liegt, bei der die Schmiermittel verdampfen oder verschlechtert werden bzw. bei der eine Beschädigung der Gummi- oder Textilförderbänder eintritt.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung, und zwar sind Fig. 1 und 1 a geschnittene Seitenansichten einer Anlage zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei Fig. 1 a eine Fortsetzung von Fig. 1 ist, Fig. 2 ein in größerem Maße gezeichneter teilweiser Querschnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1, Fig.3 ein Kurvenbild, welches die verschiedenen Temperaturen zu verschiedenen Zeiten während des Verfahrensablaufes erkennen läßt und Fig. 4 ein Kurvenbild, woraus die Aushärtungszeit des Zements bei verschiedenen Vorheizungsgraden entnommen werden kann.
  • Bei der praktischen Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens findet ein umlaufender Bandförderer der üblichen Bauart Verwendung. Das Band ist zweckmäßig mit Höhlungen versehen oder gelocht, so daß Luft oder Dampf durch die Holzwollschicht und das Förderband hindurchtreten können. Auf das Band wird eine glatte Holzwollschicht von einer bestimmten Dicke aufgelegt, die von der Stärke der fertigen Platte abhängt. Alsbald nach dem Aufbringen der Holzwolle auf das Förderband wird diese mit Magnesiazement besprüht. Der für die Zwecke der Erfindung verwendete Magnesiazement besteht z. B. im wesentlichen aus einem Gemisch aus etwa 35"/o in Wasser gelöstem Magnesiumsulfat, zu dem 651/o Magnesiumoxyd hinzugegeben wurden. Diese Prozentsätze brauchen nicht unbedingt eingehalten zu werden, sondern stellen nur beispielsweise Angaben dar, weil die Qualität des Magnesiumoxyds in weiteren Grenzen schwanken kann und die Menge in Abhängigkeit von der vorher ermittelten chemischen Aktivität verändert werden muß.
  • Unmittelbar nach dem Vermischen des Magnesiumoxyds mit der Magnesiumsulfatlösung fängt der sich bildende Zement an auszuhärten. Bei den normalen Temperaturen benötigt der Zement zum Aushärten jedoch über 1 Stunde. Um die Härtezeit des Zements erheblich herabzusetzen, ist im ersten Abschnitt längs des wandernden, mit dem Produkt beladenen Förderbandes ein Vorheizungsofen angeordnet.
  • Dieser Vorheizungsofen ist ein sehr wesentliches .%1erkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens, da die Temperatur, auf welcher der Vorheizungsofen gehalten wird, die Zeit bestimmt, innerhalb welcher der Magnesiazement aushärtet. Der Vorheizungsofen besteht aus einem Gehäuse, welches das die Holzwollinatte tragende Förderband umgibt. Er besitzt Bläser, durch welche erhitzter Wasserdampf nach unten durch die Holzwollschicht und zweckmäßig durch das Förderband geblasen wird, welches mit Ausnehmungen versehen ist, um den Durchgang des Dampfes zu gestatten und das Zusammenschichten der Holzwolle zu begünstigen. In Verbindung mit dem Vorheizungsofen steht eine Kammer, welcher über ein Ventil Dampf zugeleitet wird. Das Ventil ist thermostatisch geregelt. Die Temperatur in dieser Kammer beträgt gewöhnlich etwa 43 bis 60° C. Der Dampf fließt aus der Kammer in den Vorheizungsofen und dann durch die Schicht auf dem Förderband.
  • Durch die Heiztemperaturen von 43 bis 60° C in dem Ofen tritt die Aushärtung des Magnesiazements in einer Zeit zwischen höchstens 10'/z Minuten und mindestens 4 Minuten ein. Das Verhältnis zwischen Temperatur und Härtezeit hängt von der chemischen Aktivität des in dem Zement verwendeten Magnesiumoxyds ab. Ein Kurvenbild entsprechend demjenigen nach Fig. 4 kann für eine bestimmte Sorte Magnesiumoxyd aufgestellt werden.
  • Der in dem Vorheizungsofen verwendete Heizdampf ist wassergesättigt.
  • Im nächsten Abschnitt längs des Bandförderers ist eine Presse vorgesehen, welche das geschichtete Material zusammenpreßt und Platten von der gewünschten Dicke erzeugt.
  • Zweckmäßig bestehen die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten kontinuierlich fortschreitenden Druckflächen aus einem übereinander angeordneten Gummiförderbandpaar. Die Gummibänder werden auf der Rückseite durch eine Reihe von in der Querrichtung verlaufenden Druckteilen unterstützt. Diese berühren einander und bilden in ihrer waagerechten oder Preßstellung eine Druckplatte. Die wie eine Zwei-Platten-Presse auf jede Seite des geschichteten Materials einwirkende Presse arbeitet somit gleichzeitig als Förderer, um das Material durch die Presse hindurchzubewegen. Es ist, wie schon zuvor gesagt, wesentlich, daß der Magnesiazement sich in dem Augenblick, wo die Materialschicht die Presse erreicht, in einem noch nicht ganz ausgehärteten Zustand befindet, weil ja die Presse die Materialschicht zusammendrücken und deren Stärke vermindern soll. Wäre der Zement bereits ausgehärtet, so würde er bei dieser Operation zerbrochen werden. Andererseits soll der Zement, nachdem das Material auf eine bestimmte Stärke verdichtet wurde, beim Verlassen der Presse wenigstens so weit ausgehärtet sein, daß das Erzeugnis seine Dicke beibehält.
  • Zweckmäßig wird die Temperatur der Presse auf etwa 87° C gehalten.
  • Da bei einem kontinuierlichen Verfahren der Abstand zwischen der Aufgabestelle des Zements auf die auf dem Förderband liegende Holzwolle und dem Austrittsende der Presse festliegt und das Material zu der und durch die Presse mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegt wird, ist der genannte Abstand zwischen den beiden Punkten eine Funktion der Zeit. Unter Benutzung eines Kurvenblattes, ähnlich demjenigen nach Fig. 4, kann nun bestimmt werden, welche Temperatur in dem Vorheizungsofen zur Anwendung kommen muß, um das Härten des Zements während seines Durchganges durch die Presse zu sichern. Die Geschwindigkeit des Förderbandes muß der Dicke der zu erzeugenden Platten angepaßt werden, doch wird stets eine gleichmäßige Geschwindigkeit aufrechterhalten.
  • Wenn beispielsweise bei der betreffenden Geschwindigkeit des Förderbandes 81/@_ Minuten vergehen, bis das Material von der Aufgabestelle des Zements bis zum Austrittsende der Presse gelangt ist, so kann man dem Kurvenblatt nach Fig. -1 entnehmen, daß die Temperatur des Vorheizungsofens 50° C betragen muß.
  • Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die vorher zu bestimmende Temperatur in dem Vorheizungsofen zusammen mit der durch die chemische Reaktion des Zements erzeugten exothermischen Wärme eine Beschleunigung der Aushärtung des Magnesiazements bewirkt, so daß die Möglichkeit besteht, Holzwollplatten in einem verhältnismäßig schnell ablaufenden kontinuierlichen Verfahren herzustellen. Durch die Verwendung gesättigten Wasserdampfes in dem Vorheizungsofen wird dem Material nur sehr wenig Feuchtigkeit zugeführt, und jeglicher überschuß wird in dem die endgültige Trocknung bewirkenden Ofen natürlich wieder entfernt.
  • In den Fig. 1 und 1 a ist die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienende Anlage schematisch dargestellt. Ein laufendes Förderband 1 bewegt sich mit einer bestimmten konstanten Geschwindigkeit, welche von der Dicke der Holzwolleschicht 2 abhängt. Die lose Holzwolle 3 wird auf das Förderband 1 gleichmäßig aufgelegt und mitMagnesiazement überzogen, welcher aus einem Gemisch von wasserhaltigem Magnesiumsulfat und Magnesiumoxyd besteht. Die Zuführung der Zementaufschlämmung erfolgt in bekannter Weise durch die Sprühvorrichtung 4. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 befinden sich die Sprühdüsen 4 in dem zu dem Förderband führenden Aufgabetrichter.
  • Wenn das Förderband sich in Fig. 1 nach rechts bewegt, so gelangt die Schicht 2 in den Vorheizungsofen 5. Mit diesem Ofen steht eine Kammer 6 in Verbindung. Ein durch einen Thermostaten 8 gesteuertes Dampfventil regelt den Einlaß des Dampfes in die Kammer 6, wo er sich mit der darin befindlichen Luft mischt. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, schließt der Thermostat 8 das Dampfventil 7.
  • Während sich die Schicht 2 in dem Vorheizungsofen 5 befindet, bewirken der heiße, in dem Ofen enthaltene Dampf und die sich aus der chemischen Reaktion innerhalb des Magnesiazements ergebende exothermische Wärme eine Erhöhung der Temperatur, so daß die Härtungszeit des Magnesiazements beträchtlich verkürzt und so geregelt wird, daß eine genügende Härtung eintritt, während sich die Schicht in dem nächsten Behandlungsabschnitt innerhalb der Presse 9 befindet.
  • Nach dem Verlassen des Ofens 5 tritt die Schicht 2 in die Presse 9 ein. Diese Presse besteht zweckmäßig aus einander gegenüberliegenden Gummiförderbändern 10, die auf ihrer Rückseite durch Metallteile 11 unterstützt sind, welche in ihrer aus Fig. 1 ersichtlichen waagerechten Stellung eine ebene Fläche bilden. Wie in der Zeichnung dargestellt, drücken die auf ihrer Rückseite abgestützten Bänder 10 der Presse die Schicht bis auf ihre endgültige Stärke zusammen. Es ist wesentlich, daß der Magnesiazement hierbei noch verhältnismäßig plastisch und nicht so weit gehärtet ist, daß während dieses Zusammendrückens der Schicht der Zement in Stücke bricht. Zweckmäßig wird in der Presse 9 eine Temperatur von etwa 87° C aufrechterhalten.
  • Wenn sich die Schicht 2 durch die Presse bewegt, so härtet der Magnesiazement so weit aus, daß die Schicht beim Verlassen der Presse die ihr von der Presse erteilte Dicke beibehält.
  • Zur Sicherung eines vollkommenen Aushärtens des Magnesiazeinents vor Eintritt des Produkts in die Trockenöfen ist zweckmäßig eine Kammer 12 vorgesehen, die sich unmittelbar an das Austrittsende der Presse 9 anschließt. Die Kammer 12 wird auf der gleichen Temperatur wie die Presse, nämlich auf etwa 87° C gehalten. Nach dem Verlassen der Kammer 12 tritt das Produkt in eine Reihe von Trockenöfen 13 ein, in welchen trockene erhitzte Luft durch das Material hindurchgeblasen wird, bevor man es in Platten von der gewünschten Größe aufteilt und zum Versand bringt.
  • Fig.3 ist ein Kurvenblatt, welchem man die verschiedenen Temperaturen entnehmen kann, bei welchen die Schicht die verschiedenen Verfahrensabschnitte durchläuft. Dieses Kurvenblatt stellt in seinen Angaben natürlich nur ein Beispiel für ein Magnesiumoxyd bestimmter chemischer Aktivität dar, wobei angenommen ist, daß sich das Förderband mit einer Geschwindigkeit von 1,8 m in der Minute bewegt und der Vorheizungsofen auf eine Temperatur von 50° C eingestellt ist. Fig. 4 zeigt beispielsweise ein Kurvenblatt, in welchem die Vorheizungstemperatur auf der Abszissenachse und die Zeit auf der Ordinatenachse aufgetragen sind. Mit Hilfe dieses Kurvenblattes kann man die Vorheizungstemperatur des Ofens in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Fördervorrichtung bestimmen. Da diese gleichmäßig ist, so ist die Vorheizungstemperatur eine Funktion der Zeit und der chemischen Aktivität des Magnesiumoxyds. Solch ein Kurvenblatt wird zweckmäßig für jede besondere Magnesiumoxydsorte hergestellt, und zwar in Übereinstimmung mit einem Ausgangsversuch, welcher die chemische Aktivität des betreffenden Materials hinsichtlich der Härtungs- oder Abbindezeit desselben ergibt. Die Erfindung liefert also ein schnell ablaufendes kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Holzwollplatten unter Verwendung eines Magnesiumoxyd und Magnesiumsulfat enthaltenden Bindemittels. Dem Kurvenblatt nach Fig. 3 kann man entnehmen, daß die Gesamtzeit, die benötigt wird, weniger als 26 Minuten beträgt.
  • Es wird besonders darauf hingewiesen, daß in der gesamten Anlage kein Teil über 103° C erhitzt wird. Infolgedessen können umlaufende Vorrichtungsteile, die einer Schmierung bedürfen, und Gummi- und Textilbänder, die bei einer höheren Temperatur zerstört werden, Verwendung finden.
  • Die Kurvenblätter undAbbildungen stellen nur Beispiele dar, weil die Zeit und die Temperatur ihrerseits von vielen Faktoren abhängen, wie z. B. von der Reinheit und der chemischen Reaktionsfähigkeit des Magnesiumoxyds, von der Länge der Presse, von dem Abstand zwischen der Aufgabestelle des Zements und der Stelle innerhalb der Presse, wo der Zement gehärtet sein soll. Schließlich ist die Geschwindigkeit des Förderbandes, welches die Materialschicht vorwärts bewegt, in Übereinstimmung mit der Schichtdicke und der gewünschten Stärke der endgültigen Platte einzustellen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bauplatten od. dgl. aus Holzwolle und Magnesiumzement, bei dem eine Schicht aus mit Wasser, Magnesiumoxyd und Magnesiumsalzen der Sulfat- und Chloridgruppe imprägnierter Holzwolle gebildet und dann unter Anwendung von erhitzten Gasen oder Dämpfen zwischen kontinuierlich fortschreitenden Druckflächen hindurchgefördert wird, wobei die Temperatur der erhitzten Luft derart gewählt ist, daß während der Anwesenheit der Schicht zwischen den Druckflächen der Zement so weit gehärtet ist, daß die Schicht die ihr erteilte Dicke beibehält, dadurch gekennzeichnet, daß die lose Schicht vor dem Zusammenpressen erhitzt, jedoch an keiner Stelle des Verfahrensganges einer Temperatur über etwa 103° C ausgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr zu der noch losen Schicht durch einen Wasserdampfstrom erfolgt, wobei die Temperatur des erhitzten Dampfes so gewählt ist, daß der Dampf die exothermische Wärme des Zements so weit ergänzt, daß der Zement nach dem Austritt der Schicht aus den Druckflächen in einem Grad erhärtet ist, daß die Schicht die ihr erteilte Dicke beibehält.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kontinuierlich fortschreitenden Druckflächen aus einem übereinander angeordneten Förderbandpaar bestehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 434 384, 513 097, 858 078; »Handbuch für Holzabfallwirtschaft« von Dr. L. Vorreiter, 1943, S.357.
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