DE1008046B - Mit kleinem Zeitquerschnitt fuer den Vorauslass der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine - Google Patents
Mit kleinem Zeitquerschnitt fuer den Vorauslass der Abgase arbeitende ZweitaktbrennkraftmaschineInfo
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Description
- Mit kleinem Zeitquerschnitt für den Vorauslaß der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine Die Erfindung betrifft eine mit kleinem Zeitquerschnitt für den Vorauslaß der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine, bei der die kolbengesteuerten Einlaßschlitze in der Nähe des äußeren Totpunktes angeordnet sind und die Spülluft durch schräg zur Zylinderachse liegende, gegen den Zylinderkopf gerichtete Spülkanäle zugeführt wird, bei der ferner Mittel vorgesehen sind, die während des Vorauslasses den Eintritt von Abgasen in die Spülkanäle hemmen, aber die anschließende Spülluftzuführung nicht behindern.
- Das Eindringen von Abgasen in die Einlaßkanäle kommt dadurch zustande, daß sich der Kolben während des Arbeitshubes so schnell bewegt, daß der Druck der Verbrennungsgase im Zylinder beim Rufsteuern der Einlaßkanäle noch über dem Spüldruck liegt. Um ein tiefes Eindringen der Abgase in die Einlaßkanäle zu verhindern, ist man dazu übergegangen, in die Einlaßkanäle Vorrichtungen in Form von Rückschlagventilen und Düsen einzubauen, die den Eintritt von Abgasen in die Spülkanäle unterbinden bzw. hemmen. Rückschlagklappen und Düsen stellen jedoch strömungstechnisch ungünstige Einbauten dar. Rückschlagventile sind dazu noch sehr störanfällig, da sie den heißen Verbrennungsgasen ausgesetzt sind und ihre beweglichen Teile durch von ihnen abgefangene, von den heißen Abgasen mitgeführte feste oder klebrige Bestandteile leicht in ihrer Funktion behindert «-erden. Die Nachteile der bekannten Brennkraftmaschine werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß in der Nähe der oberen Abschlußkante eines jeden Spülschlitzes eine Prallfläche angeordnet und der an die obere Schlitzkante anschließende Teil der oberen Begrenzungswand des Spülkanals der Zylinderachse gegenüber so geneigt ist, daß die aus dem Zylinder in den Spülkanal übertretenden Abgase durch diese Führungsfläche gegen die Prallfläche gelenkt werden.
- Durch die Prallflächen werden die Abgasteilchen beim Eintritt in die Einlaßkanäle abgebremst. Sie verlieren ihre Geschwindigkeit und sammeln sich in unmittelbarer Nähe der zylinderseitigen Kanalmündungen. Ein tiefes Eindringen in die Einlaßkanäle oder gar ein Eindringen in den Aufnehmer ist ihnen verwehrt. Ist der Druck im Zylinder mit fortschreitender Kolbenbewegung so weit abgefallen, daß die Spülung einsetzen kann, so werden die angesammelten Abgase in den Zylinder geschoben und treten aus diesem bei Abschluß der Spülung wieder aus. Gegenüber den bekannten Maschinen mit ihren besonderen, die Strömung behindernden Einbauten hat die erfindungsgemäße Maschine den großen Vorzug, daß der Spülluftstrom ungehindert in den Zylinder eintreten kann und keine Betriebsstörungen durch die Abbremseinrichtung zu befürchten sind. In Ausgestaltung der Erfindung bilden die Prallflächen einen Teil der Innenbegrenzungsfläche des Gestells, während die Führungsfläche in der Zylinderbüchse liegt. Ein weiterer Vorschlag geht im Rahmen der Erfindung dahin, die Bodenfläche eines im Gestell gebildeten, zum Spülkanal offenen Raumes, dessen im Kanal liegende Bodenabschlußkante einen Teil der Spülluftführung bildet, als Prallfläche zu verwenden. Die den einzelnen Spülkanälen zugeordneten Räume können in diesem Falle miteinander verbunden oder zu einem gemeinsamen Raum vereinigt sein.
- In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine dargestellt.
- Abb. 1 zeigt einen teilweisen Schnitt durch eine kolbengesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit besonderer in das Brennkraftmaschinengestell eingesetzter Zylinderbüchse 1, bei der das Spülmittel aus dem Aufnahmeraum 2 durch einen geneigt zur Zylinderlängsachse verlaufenden Kanal 3 der vom Arbeitskolben 4 gesteuerten Einlaßöffnung 5 zugeführt wird. Zylinderkopfseitig wird der Einlaßkanal 3 teils durch die Zvlinderbüchse 1 und teils durch das Gestell 6 begrenzt. Diese (in der Zeichnung gesehen) obere Begrenzungswand verläuft im Bereich der Zylinderbüchse 1 von der Lauffläche 7 aus zunächst senkrecht zur Längsachse des Zylinders bis zur Berührungsebene von Zylinder 1 und Gestell 6 und dann in dieser Ebene in vom Zylinderkopf abgewandter Richtung. Die die so entstandene Stufe begrenzenden Wandungsteile sind mit 8 und 9 bezeichnet. Abgase, die bei Rufsteuerung der öffnung 5 durch den Kolben 4 gegen Ende des Arbeitshubes in den Einlaßkanal eindringen, treffen auf die parallel zur Zylinderlängsachse verlaufende Wand 9. Ein tieferes Eindringen der Abgase in den Kanal 3 oder gar ein Eindringen in den Aufnahmeraum 2 ist ausgeschlossen. Die Abgase sammeln sich unmittelbar hinter der Steueröffnung5 im Kanal 3 und werden bei der nächsten Spülperiode durch das Spülmittel in den Zylinder zurück und durch die Auslaßkanäle nach außen geschoben. Eine Beeinträchtigung des Einströmvorganges beim Spülen ist nicht zu erwarten, da der Strömungsverlauf im wesentlichen durch die Fläche 10 und die Kante des Kolbens 4 bestimmt wird und die Errichtung der Prallwand 9 keine Verengung des Einlaßkanals-3 im Gefolge hat.
- Abb.2 zeigt eine kolbengesteuerte zweizylindrige Zweitaktbrennkraftmaschine, teilweise im Schnitt. Die beiden Zylinderbüchsen sind mit 15 und 16 und das Gestell mit 17 bezeichnet. Die Einlaßkanäle 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25 verlaufen geneigt zur Zylinderlängsachse in Richtung auf die nicht gezeichneten Zylinderköpfe. Im Gestell 17 sind zu den Kanälen 18 bis 25 hin offene Auffangräume 26, 27, 28 und 29 angeordnet, deren obere Begrenzungswände in die oberen Begrenzungswände der Kanäle 18 bis 25 übergehen. Abgase, die während der Auspuffperiode in den Kanal eindringen, werden von diesen Räumen 26 bis 29 aufgefangen und durch ihre Rückwand abgebremst. Ein Eindringen in den den beiden Zylindern gemeinsamen Spülmittelaufnahmeraum 30 ist ausgeschlossen. Alle Abgase, die sich in der Nähe der Ausmündung der Kanäle 18 bis 25 in die Zylinderlauffläche sammeln, werden während der Spülperiode durch die Arbeitszylinder und die Auslaßkanäle 31 nach außen ins Freie geschoben.
- Abb. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-III durch die, Brennkraftmaschine nach. Abb. 2. Aus Abb. 2 ist zu ersehen, daß die Auffangräume 26, 27, 28, 29 sich in Umfangsrichtung um die Zylinder 15 und 16 so. weit. erstrecken, daß sie jeweils vier nebeneinanderliegende Einlaßkanäle erfassen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Mit kleinem Zeitquerschnitt für den Vorauslaß der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine, bei der die kolbengesteuerten EinlaB-schlitze in der Nähe des äußeren Totpunktes angeordnet sind und die Spülluft durch schräg zur Zylinderachse liegende, gegen den Zylinderkopf gerichtete Spülkanäle zugeführt wird, bei der ferner Mittel vorgesehen sind, die während des Vorauslasses den Eintritt von Abgasen in die Spülkanäle hemmen, aber die anschließende Spülluftzuführung nicht behindern, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der oberen Abschlußkante eines jeden Spülschlitzes eine Drallfläche angeordnet und der an die obere Schlitzkante anschließende Teil der oberen Begrenzungswand des Spülkanals der Zylinderachse gegenüber so geneigt ist, daß die aus dem Zylinder in den Spülkanal übertretenden Abgase durch diese Führungsfläche gegen die Prallfläche gelenkt werden.
- 2. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 1 mit einer im Zylindergestell eingesetzten Zylinderbüchse, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche einen Teil der Innenbegrenzungsfläche des Gestells bildet, während die Führungsfläche in der Zylinderbüchse liegt.
- 3. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Prallfläche die Bodenfläche eines im Gestell gebildeten, zum Spülkanal hin offenen Raumes dient, dessen im Kanal liegende Bodenabschlußkante einen Teil der Spülluftführung bildet.
- 4. Zweitaktbrennkraftmaschine nachAnspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Spülkanälen zugeordneten Räume miteinander verbunden oder zu einem gemeinsamen Raum vereinigt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 488 428, 319 204, 282 290; britische Patentschrift Nr. 633 443.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK16738A DE1008046B (de) | 1953-01-10 | 1953-01-10 | Mit kleinem Zeitquerschnitt fuer den Vorauslass der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008046B true DE1008046B (de) | 1957-05-09 |
Family
ID=7214950
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK16738A Pending DE1008046B (de) | 1953-01-10 | 1953-01-10 | Mit kleinem Zeitquerschnitt fuer den Vorauslass der Abgase arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008046B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0202216A3 (en) * | 1985-05-10 | 1987-03-04 | Avl Gesellschaft Fur Verbrennungskraftmaschinen Und Messtechnik Mbh.Prof.Dr.Dr.H.C.Hans List | Method of scavenging a two-stoke reverse-flow scavenged engine, and engine working according to this method |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE282290C (de) * | ||||
| DE319204C (de) * | 1915-06-05 | 1920-03-05 | Friedr Aug Haselwander | Verfahren fuer Zweitaktverbrennungskraftmaschinen |
| DE488428C (de) * | 1927-06-11 | 1929-12-28 | Paul Schauer | Brennkraftmaschine |
| GB633443A (en) * | 1946-07-20 | 1949-12-19 | Foerderung Forschung Gmbh | Improvements in two-stroke internal combustion engines |
-
1953
- 1953-01-10 DE DEK16738A patent/DE1008046B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE282290C (de) * | ||||
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