DE1008098B - Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in TrockenformInfo
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- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C9/00—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
- A23C9/152—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives
- A23C9/158—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives containing vitamins or antibiotics
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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- A23K20/00—Accessory food factors for animal feeding-stuffs
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- A23K20/158—Fatty acids; Fats; Products containing oils or fats
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß namentlich zur Aufzucht von Jungtieren (Kälbern, Ferkeln usw.) eine erhebliche
Menge Vollmilch als unerläßlich betrachtet wird. Die für Fütterungszwecke verwendete Vollmilch macht
nach vorliegenden Statistiken etwa 10 bis 12% der
gesamten Milcherzeugung aus, und in ihr geht also eine sehr erhebliche Menge Milchfett für den menschlichen
Verzehr verloren. Man hat —■ offenbar von diesem Standpunkt ausgehend —■ auch schon versucht,
an Stelle von Vollmilch Magermilch zu verfüttern, welcher billigere Fette in entsprechender Menge zugesetzt
wurden. Die Versuche scheiterten jedoch; die Tiere zeigten, mit solchen Magermilch-Fett-Gemischen
gefüttert, kein normales Wachstum oder gingen sogar zugrunde.
Auf Grund unserer neueren Erkenntnisse muß nach der Anschauung des Erfinders angenommen werden,
daß die schlechten Erfolge der erwähnten Versuche darauf zurückzuführen sind, daß der Milch mit dem
Milchfett auch die lebens- und insbesondere wachstumswichtigen fettlöslichen Vitamine (insbesondere
Vitamin A und Vitamin D) entzogen worden waren, die in den verwendeten zugesetzten Fetten nicht enthalten
sind und infolgedessen fehlten. Nachdem es inzwischen gelungen ist, die meisten Vitamine, insbesondere
auch die hier in Frage stehenden fettlöslichen, künstlich zu gewinnen, ist es möglich geworden,
diese irgendwelchen Fetten, die sie nicht enthalten, nachträglich zuzufügen. Von dieser Möglichkeit
macht z. B. schon das deutsche Patent 663 943 Gebrauch, nach welchem Vitamine in durch Eindampfen
von Milch unter Zugabe von Zucker im Vakuum hergestellte Kondensmilch eingetragen werden.
Und von dieser Möglichkeit geht auch vorliegende Erfindung aus, deren Ziel es ist, die Magermilch
durch gleichmäßige Verteilung einer entsprechenden Menge vitaminierten Fettes in ihr aufzuwerten.
Zu diesem Zweck werden nach der Erfindung in Fetten bzw. Fettgemischen, welche sich durch Homogenisieren
in bleibende, feinstverteilte Form bringen lassen (Teilchengröße in der gleichen Größenordnung
wie bei homogenisiertem Milchfett — etwa 2 bis 3 μ Durchmesser), die Vitamine in den erforderlichen
Mengen (z.B. 3000 I.E. Vitamin A und 1000 I.E. Vitamin D3 pro Liter Milch) gelöst. Die Lösung wird
der Magermilch bzw. auch Molke zugegeben und durch Homogenisieren in an sich bekannter Weise in
dieser verteilt. Das so erhaltene Produkt kann in der vorliegenden Form verwendet oder auch in bekannter
Weise eingedickt bzw. getrocknet oder mit anderen Futtermitteln (Getreideschrot, Kartoffelflocken, Häcksel
od. dgl.) vermengt und mit diesen zusammen verfüttert oder getrocknet und dadurch haltbar gemacht
werden.
Verfahren zur Herstellung
von Futtermilch oder Futtermolke
in Trockenform
Anmelder:
Württ. Milchverwertung-Südmilch-Aktiengesellschaft,
Stuttgart-N, Rosensteinstr. 20
Stuttgart-N, Rosensteinstr. 20
Dr. Georg Roeder, Waiblingen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Es ist bekannt, Emulsionen durch Homogenisieren haltbar zu machen, d. h. sie auf längere Zeit in dem
Zustand der Emulsion zu erhalten; im vorliegenden Fall tritt hierzu jedoch ein neuer überraschender
Effekt, nämlich der, daß bei dieser Behandlung die Vitamine, namentlich das empfindliche Vitamin A,
eine weitgehend überlegene Haltbarkeit erlangen. Nach Untersuchungen im Laboratorium der Anmelderin
sank der Gehalt an Vitamin A eines nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Milchpulvers
von ursprünglich 148 I.E. pro Gramm nach 2 Monaten Lagerzeit nur auf 123 I.E., nach 6 Monaten
auf 112 I.E. ab, während dieser unter Beimischung eines handelsüblichen Vitaminpräparates
ohne den erfindungsgemäßen Vorgang bei einem Anfangsgehalt von 149 I.E. nach 2 Monaten nur noch
58 I.E. und nach 5V* Monaten 0 betrug.
Wichtig dabei ist, daß Fette bzw. Fettgemische verwendet werden, welche in ihren physikalischen
Eigenschaften, z. B. in bezug auf den Schmelz- bzw. Erstarrungspunkt, dem Milchfett ähnlich sind (z. B.
Palmöl, Oleomargarin od. dgl.), weil damit ihre Homogenisierfähigkeit zusammenhängt. Die entstehenden
Teilchen fließen dann nachträglich nicht wieder zusammen, was zu einer raschen Aufrahmung
und damit Entmischung der Produkte führen würde. Sie enthalten, nachdem die Auflösung der Vitamine
vor dem Homogenisieren erfolgte, aliquote Mengen der letzteren; mit anderen Worten: Mit dem Fett
bleiben auch die Vitamine in den Produkten in
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feinster Verteilung — in analoger Weise, wie dies in der natürlichen Vollmilch der Fall ist. Es besteht also
auch nicht die Gefahr, daß sich Teile der Vitamine abscheiden und dadurch der Ausnutzung entgehen,
wie dies ebenfalls geschehen kann.
Ausführungsbeispiel
3 g eines Vitamin-A-Präparates, welche 3 Mill. I. E.
(entsprechend 1,8 g /Ϊ-Carotin) enthalten, und 1 ecm
einer Vitamin-D3-Lösung mit einem Gehalt von 1 Mill. IE. (= 25 mg Vitamin D3) werden in 25 kg
durch Erwärmen auf etwa 50 bis 60° C verflüssigtem Fett unter kräftigem Umrühren (möglichst unter Luftabschluß)
aufgelöst. Die Lösung wird mit 10001 auf gleiche Temperatur angewärmter Magermilch gründ-Hch
vermischt und das Gemisch — durch weiteres Rühren in gleichmäßiger Verteilung gehalten — durch
die Homogenisiermaschine gegeben. Fettgehalt 2,5 °/o.
Weiterbehandlung durch Trocknung — beispielsweise auf einem Walzentrockner mit oder ohne Zusatz
sonstiger Futtermittel.
Handelt es sich nur um die Zugabe der Vitamine, so genügt ein Bruchteil des Fettes — z. B. 2 bis 2,5 kg
entsprechend einem Fettgehalt des flüssigen Produktes von 0,2 bis 0,25% (ohne Eigenfett). Auch in diesem
Fall wird durch die Homogenisierung eine bleibende gleichmäßige, feinste Verteilung erreicht.
Stehen anderweitig ausreichend eiweißhaltige Futtermittel zur Verfugung, so daß es auf den
Kaseingehalt der Milch nicht ankommt, so kann an Stelle von Magermilch auch Molke Verwendung
5 finden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform unter Verwendung
von in Fett gelösten Vitaminen, dadurch gekennzeichnet, daß fettlösliche Vitamine in einem
über den Schmelzpunkt durch Erwärmen verflüssigtem Fett bzw. Fettgemisch, das in seinen
physikalischen Eigenschaften, insbesondere in bezug auf Schmelz- bzw. Erstarrungspunkt, dem
Milchfett ähnlich ist, aufgelöst, die Lösungen mit Magermilch oder Molke homogenisiert und dann
in ein Trockenprodukt übergeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das homogenisierte Gemisch vor dem
Trocknen mit anderen Futtermitteln vermischt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 823 843, 663 943;
USA.-Patentschrift Nr. 2 472 663;
Römpp, »Chemie-Lexikon«, 1947, S. 383.
Deutsche Patentschriften Nr. 823 843, 663 943;
USA.-Patentschrift Nr. 2 472 663;
Römpp, »Chemie-Lexikon«, 1947, S. 383.
© 709 508/57 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW14853A DE1008098B (de) | 1954-09-11 | 1954-09-11 | Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW14853A DE1008098B (de) | 1954-09-11 | 1954-09-11 | Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008098B true DE1008098B (de) | 1957-05-09 |
Family
ID=7595377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW14853A Pending DE1008098B (de) | 1954-09-11 | 1954-09-11 | Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008098B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4100711A1 (de) * | 1990-06-13 | 1991-12-19 | Sanchez Penate Jose Sa | Milchprodukt und verfahren und ausruestung zu seiner herstellung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE663943C (de) * | 1934-11-14 | 1938-08-17 | Applic Ind Soc Et | Verfahren zur Herstellung von mit Vitaminen angereicherten Milchprodukten |
| US2472663A (en) * | 1940-11-20 | 1949-06-07 | Kleine Carl Wilhelm August | Cattle feed |
| DE823843C (de) * | 1950-08-30 | 1951-12-06 | Hugo Treyz Fa | Futtermittel |
-
1954
- 1954-09-11 DE DEW14853A patent/DE1008098B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE663943C (de) * | 1934-11-14 | 1938-08-17 | Applic Ind Soc Et | Verfahren zur Herstellung von mit Vitaminen angereicherten Milchprodukten |
| US2472663A (en) * | 1940-11-20 | 1949-06-07 | Kleine Carl Wilhelm August | Cattle feed |
| DE823843C (de) * | 1950-08-30 | 1951-12-06 | Hugo Treyz Fa | Futtermittel |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4100711A1 (de) * | 1990-06-13 | 1991-12-19 | Sanchez Penate Jose Sa | Milchprodukt und verfahren und ausruestung zu seiner herstellung |
| DE4100711C2 (de) * | 1990-06-13 | 1998-09-17 | Sanchez Penate Jose Sa | Verfahren zur Herstellung eines Milchprodukts |
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