DE100818C - - Google Patents
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
- A43B23/08—Heel stiffeners; Toe stiffeners
- A43B23/081—Toe stiffeners
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem bisher hefgestellten Schuhwerk wird der Schaft über den Leisten durch Hand- oder
Maschinenarbeit gezwickt, wobei hauptsächlich das Umlegen des Leders um die Leistenspitze
mit Mühe und Schwierigkeiten verbunden ist.
Das Leder inufs eingeschnitten werden, wodurch gar nicht zu vermeiden ist, dafs Oberleder,
Futter, Stofskappen und Brandsohle leiden, also schon vor dem Gebrauch mit Schaden behaftet
sind.
Das nachfolgend beschriebene neue Verfahren , welches durch beiliegende Zeichnung
näher erläutert wird, gründet sich darauf, dem Schaft vor dem Aufbringen auf den Leisten
an der Spitze gleich eine solche Form zu geben , dafs ein Umzwicken des vorderen
Theiles des Schaftes, also der Spitze, vermieden wird.
Der Schaft ist zu dem Zweck mit einer geeignet geformten Kappe versehen, oder der
Schaft ist selbst vorher der Leistenspitze entsprechend geformt und gewalkt.
In Fig. ι der Zeichnung ist ein Schaft dar-,gestellt,
welcher mit einer Kappe versehen ist;
Fig. 2 veranschaulicht die Untersicht einer derartigen Kappe;
Fig. 3 zeigt eine schaubildliche Darstellung der Kappe;
Fig. 4 zeigt einen derartigen mit Kappe versehenen Schaft über den Leisten gezwickt, von
unten gesehen.
Die Kappe ist, wie bereits erwähnt, entweder gleich mit dem Schaft aus einem Stück gewalkt, oder die Kappe b wird für sich hergestellt
und dann an den Schaft angenäht.
Die erstere Art eignet sich nur für schweres Schuhwerk, da die Kappe eine gewisse Steifigkeit
haben mufs.
Die anzusetzende Kappe, welche der Art des herzustellenden Schuhwerks entsprechend geformt
sein kann, ist auf ihrer Unterseite mit zwei Einschnitten versehen, so dafs sich eine
Zunge c bildet; hierdurch wird ermöglicht, dafs der Leisten bequem eingeschoben werden
kann, die Kappe aber, weil sie sich am unteren Theil ausdehnen kann, sich vollständig an den
Leisten anschmiegt.
Die Kappe, die gewöhnlich aus stärkerem Leder wie der Schaft hergestellt sein mufs, da
sie einen gröfseren Widerstand haben soll, wird für sich gefertigt. Dieselbe kann die für alle
Arten von Schuhwaaren geeignete Form haben und gewalkt sein (Fig. 2 und 3); es kann
jedoch auch die Kappe aus einem Stück gespaltenen Leders hergestellt und gewalkt sein.
Die fertige, der Leistenspitze entsprechend geformte Kappe wird mit dem entsprechend
gestalteten Schaft in Verbindung gebracht.
Einen derartigen Schaft zeigt Fig. 1; die Zunge c der Kappe ist der Deutlichkeit halber
etwas nach unten gebogen. Wird der so hergestellte Schaft über den Leisten gelegt, so
fällt ein grofser Theil der früher bei dem alten Verfahren nöthigen Arbeit weg.
Die Spitze braucht nicht eingeschnitten, nicht gezwickt zu werden, sie legt sich leicht und
glatt an die Leistenspitze an. Stofskappen sowie jedes andere Versteifungsmaterial kann
in Wegfall kommen und das Oberleder auf die leichteste Weise mit der Brandsohle vereinigt
werden.
In Fig. 4 ist gezeigt, wie ein derartiger mit gewalkter, der Leistenspitze entsprechend geformter
Kappe versehener Schaft von unten aussieht.
Das Zwicken erstreckt sich demnach nur auf das Leder bis zur Kappe b, und diese Arbeit
geht sehr schnell von statten.
Die Vortheile, welche dieses neue Verfahren aufweisen, liegen nicht nur in den Vorzügen
des schnelleren und sicheren Arbeitens, sondern auch wesentlich in der Verbesserung des Schuhwerks
hinsichtlich seiner Solidität und hygienischen Eigenschaften.
Dadurch, dafs der vordere Theil des Schuhwerks nicht mehr um den Leisten gezwickt
zu werden braucht, tritt eine Beschädigung des Leders, des Futters und der Brandsohle nicht
ein.
Da die Kappe schon selbst kräftig genug ist, kann die Stofskappe ganz in Wegfall kommen,
wodurch das Schuhwerk an Eleganz und vor allem an Leichtigkeit gewinnt; auch leiden die
Zehen des Fufses nicht durch Druck, wie das jetzt bei vielem Schuhwerk der Fall ist.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:j. Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk ohne Umzwicken des Oberleders um die Leistenspitze, dadurch gekennzeichnet, dafs der Schaft vor dem Aufbringen auf den Leisten mit einer dem zu fertigenden Schuhwerk entsprechend gewalkten oder geformten Kappe versehen wird, die sich glatt um die Leistenspitze umlegt.
- 2. Verfahren nach Anspruch ι, bei welchem die Kappe aus gespaltenem oder passend zugeschnittenem, gewalkten Leder oder anderem Material für sich hergestellt ist.Hierzu t Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100818C true DE100818C (de) |
Family
ID=371600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100818D Active DE100818C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100818C (de) |
-
0
- DE DENDAT100818D patent/DE100818C/de active Active
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