DE100858C - - Google Patents
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- DE100858C DE100858C DENDAT100858D DE100858DA DE100858C DE 100858 C DE100858 C DE 100858C DE NDAT100858 D DENDAT100858 D DE NDAT100858D DE 100858D A DE100858D A DE 100858DA DE 100858 C DE100858 C DE 100858C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K57/00—Appliances for providing, preventing or catching swarms; Drone-catching devices
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einfangen entflohener Bienenschwärme,
die sich in Höhlungen von Bäumen u. s. w. festgesetzt haben. Bisher wurden die Schwärme von den Imkern dadurch eingefangen,
dafs man die Bienen durch Räuchern von ihrem Platz zu vertreiben suchte und sie in untergehaltenen Körben auffing; naturgemä'fs
werden durch das Räuchern viele der Thiere getödtet und die gefangenen Völker geschwächt.
Zur Vermeidung dieses Uebelstandes werden nun nach . der vorliegenden Erfindung die
Bienen in eine Falle gelockt und dann in einem Kasten gefangen, wobei die Bienenkönigin
in einem getrennten Raum gesondert von den übrigen Bienen zurückgehalten wird.
Die Falle ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. ι in einem senkrechten Längsschnitt,
in Fig. 2 in der Oberansicht, in Fig. 3 in der Vorderansicht und in Fig. 4 in einem senkrechten
Querschnitt dargestellt.
Die Falle wird vor der Oeffnung C des hohlen Baumes befestigt, z. B. durch Annageln
ihrer vorderen Stirnplatte α an den Baum. Falls die Oeffnung C zu grofs ist, wird sie
mit Pappe vernagelt, in welche eine passende Oeffnung hergestellt wird. Alsdann wird ein
mit einigen ausgebauten Waben versehener leichterer Bienenkasten B mit einer genau auf
die Falle passenden Oeffnung in seiner Thür b mit dieser Oeffnung über die Falle geschoben
und in dieser Lage in geeigneter Weise an dem Baum befestigt, beispielsweise durch Aufhängung,
wie in Fig. 1 angedeutet.
Die Falle A besteht aus einem am besten aus Blech herzustellenden Gehäuse, das durch
eine waagrechte Scheidewand a1 in eine obere
Kammer a? und eine untere Kammer αΆ getheilt
ist. In der Scheidewand al befindet sich
eine Oeffnung, in welche eine drehbare Verschlufsklappe c eingesetzt ist, die durch ein
leichtes Gegengewicht c1 verschlossen gehalten
wird, sich jedoch, wenn Bienen auf dieselbe gelangen, öffnet und die Bienen in die untere
Kammer α3 herabfallen läfst. Ueber der Klappe c
ist ein niedriger, zur Eingangsöffnung e der Falle führender Gang d angeordnet, in welchem
sich eine um ihre obere Kante drehbare Absperrthür f befindet. In der Hinterwand g
der oberen Kammer a2, der Zwischenwand h, der hinteren Abschlufswand des Ganges d und
der Thür f sind kleine Oeffnungen i angebracht, durch welche, wenn die hintere ThUr k
des dort noch mit einer Glaswand / versehenen Bienenkastens B geöffnet ist, etwas Licht bis
in die Baumöffnung C hineindringt. Zu diesem Zwecke ist auch die vordere Thür b des
Kastens mit einem entsprechenden Ausschnitt b1 versehen. Diesem Lichtschein gehen die in der
Baumhöhlung befindlichen Bienen nach, gelangen durch die Eintrittsöffnung e der Falle
in den Gang d, unter der Absperrthür f hinweg und auf die Klappe c, welche die Bienen
in die untere Kammer a3 fallen läfst. Diese ist an der Rückseite mit einer Gitterthür m
versehen, durch deren Durchbrechungen die Arbeitsbienen, immer dem Lichte zustrebend,
in den Bienenkasten B gelangen. Auf diese Weise werden die Bienen in dem Bienenkasten
B gesammelt und können in demselben, nachdem er von der Falle A abgenommen und
verschlossen ist, nach dem Bienenhaus zurück-
gebracht werden. Die Bienenkönigin, welche durch die entsprechend schmal bemessenen
Durchbrechungen der Gitterthür m nicht hindurch kann, bleibt in der Kammer a3 der
Falle zurück und wird so von den Arbeitsbienen abgesondert. Soll jedoch die Königin
bei dem Volke bleiben, so öffnet man einfach die Gitterthür m.
Es würde zur sicheren Einfangung aller Bienen nicht genügen, das Fallengehäuse nur
allein mit einer beweglichen Absperrthür f unter Weglassung der Fallklappe c zu versehen,
denn dann würden die in das Gehäuse bereits eingedrungenen Bienen die T\~\ür f belagern
und dadurch den Eintritt weiterer Bienen verhindern. Es bildet vielmehr aufser der beweglichen Absperrthür _/" die Fallklappe c
das Haupterfordernifs zur Erreichung des beabsichtigten Zweckes. Infolge der Anordnung
beider Abschlufsvorrichtungen fallen die Bienen, nachdem sie unter der ThUr f hinweggegangen
sind, einzeln selbstthätig durch die infolge ihres Gev.ichts nachgebende Klappe c in die
untere Kammer a3; es ist also ganz unmöglich, dais sich hinter der ersten Thür/Bienen
festsetzen können und den Eintritt weiterer Bienen verhindern. Ebensowenig kann die
Thätigkeit der Fallklappe c durch die in die Kammer α3 gelangten Bienen behindert werden.
Die Klappe c allein, ohne die Abspperrthür f verwendet, würde den genannten Zweck auch
nicht erreichen, denn dann würden sich die Bienen vor derselben festsetzen oder durch
das Klappern der Fallklappe überhaupt abgeschreckt werden. Nur dadurch, dafs die
Bienen einzeln zuerst unter der Absperrthür f hindurchgehen und ,'ann sofort durch die
Klappe c'2 herabfallen, wird erreicht, dafs nach einander alle Bienen in die Falle gehen.
Die Zwischenwand h in der oberen Kammer a2 der Falle dient nur als Anschlag für
die Klappe e behufs Begrenzung ihrer Bewegung und könnte auch wegfallen. Der
obere, die Kammer ar einschliefsende Theil des Fallengehäuses kann an dem unteren abnehmbar
angebracht sein, beispielsweise durch Einschieben in an letzterem vorgesehene Führungen
η η (Fig. 2 und 4), um die Klappe c von aufsen zugänglich zu machen.
Die beschriebene Bienenfalle kann auch dazu verwendet werden, um schwärmende Bienenvölker
aus dem von ihnen bewohnten Kasten oder Korb in einen mit gefüllten ■ Wabenrähmchen
versehenen Fangkasten zu befördern, anstatt sie ins Freie schwärmen zu lassen. Zu
diesem Zwecke wird, wie Fig. 5 zeigt, die untere Kammer a3 der Falle in der Vorderwand
mit einer Eintrittsöffnung el versehen, an welche sich ein Gang dl anschliefst, in
dem sich eine im Querschnitt winkelförmige, an ihrer oberen Kante um den Stift f° drehbare
Absperrthür fl befindet, die zweckmäfsig
aus mehreren getrennten, unabhängig von einander beweglichen Theilen (s. Fig. 6) besteht.
Diese Absperrthür kann von den Bienen nur nach hinten (gegen das Innere der Falle) geöffnet
werden; in der entgegengesetzten Richtung ist sie durch den Stifts an der Bewegung
gehindert. ;
Die Falle wird mit der Oeffnung el über
dem unteren Flugloch 0 des das schwarmverdächtige Muttervolk enthaltenden Kastens oder
Korbes D an letzterem befestigt, und zwar einige Tage früher, als man annimmt, dafs das
Schwärmen beginnen wird. In das obere Flugloch o1 des Kastens oder Korbes (denn
die Kasten oder Körbe besitzen mindestens zwei Fluglöcher) wird zweckmäfsig eine ebensolche
Absperrvorrichtung d'2f'2 wie diejenige
dlfl, aber in umgekehrter Lage zum Kasten
oder Korbe, eingesteckt, welche den noch aufserhalb befindlichen Bienen die Rückkehr
in den Kasten gestattet, aber keine Bienen mehr hier hinausläfst. Auf dem hinteren Theile
der Falle wird ein länglicher Kasten E (Fig. 5 und 7) aufgesteckt, welcher zu diesem Zwecke
oben, vorn sowie auch hinten mit einer Oeffnung versehen ist, und einen aus Glas, Porcellan
oder ähnlichem Material bestehenden Trichter j? mit einer daran sich anschliefsenden, sich nach
unten verengenden, ebenfalls aus Glas oder Porcellan u. s.w. bestehenden Röhre q enthält.
Für die Röhre q kann zweckmäfsig eine gewöhnliche Flasche verwendet werden, aus
deren Boden eine Oeffnung zur Aufnahme des Halses des Trichters ρ ausgeschnitten ist. Die
obere Mündung des Trichters ρ ist durch einen Schieber r absperrbar. Die obere hintere
Oeffnung des Kastens E ist durch ein Gitter t abgeschlossen, durch welches die Arbeitsbienen
hindurchgehen können, die Königin aber zurückgehalten wird. · .
Der Schieber r bleibt zunächst geschlossen. Diejenigen Bienen, welche nach Nahrung u. s. w.
ausgehen, können durch den Gang dl unter der Absperrthür fl hinweg und durch das
Gitter t ausfliegen und auch durch das Gitter t wieder in die Kammer a3 der Falle oder, falls
diese belagert sein sollte, durch die Absperrvorrichtung d~ f'2 in den Kasten i zurückkehren.
Dies ist wesentlich, damit man die Bienen bei guter Tracht nicht zurückhält und in ihre Arbeit nicht störend eingreift. Die
Königin kann unter der Absperrthüry' hinweg ebenfalls in die Kammer as der Falle eintreten,
aber dieselbe nicht mehr verlassen. Beginnt nun das allgemeine Schwärmen der Bienen,
wobei sie in gröfserer Anzahl in die Kammer aB
bezw. in den Raum über dem Trichter ρ vordrängen, so zieht man den Schieber r zurück
und dadurch fallen die über demselben angesammelten Bienen durch Trichter ρ und Röhre q
in dem Kasten E nach unten, von wo sie durch die Verbindungsöffnung u in den daran
angeschlossenen Fangkasten F gelangen, welcher mit gefüllten Wabenrähmchen ausgerüstet
ist. Die Königin, falls sie nicht schon vorher in die Kammer α3 gegangen ist, wird durch
die schwärmenden Bienen nach und nach sicher in diese Kammer hinausgedrängt, fällt
durch ρ q mit diesen herab und gelangt ebenfalls in den Fangkasten F, welcher an seinem
entgegengesetzten Ende so verschlossen ist, dafs nur die Arbeitsbienen, aber nicht die
Königin aus demselben ausfliegen können. Die noch zurückgebliebenen oder erst noch
von einem Ausflüge zurückkehrenden Bienen folgen, nachdem die Königin den Kasten D
verlassen hat, derselben auf dem gleichen Wege nach dem Fangkasten F nach.
Wollte man die Königin in dem Kasten D zurückhalten, so wird die Absperrthür fl und
erforderlichenfalls auch der Gang dl um so viel niedriger angeordnet, dafs nur die Arbeits-'
bienen hindurchgehen können, die Königin aber zurückgehalten wird. Zu diesem Zwecke wird
der Gang dl vortheilhaft auch nicht fest, sondern
lose in die Oeffnung el einsteckbar angeordnet, um ihn gegen einen anderen Gang
mit anderer (niedrigerer) Thür auswechseln zu können (also ebenso wie die in dem Flugloch
o1 gezeichnete Absperrvorrichtung). Der Gang d1 (bezw. d'2) ist hinter der Absperrthür
in senkrechter Richtung verengt, um eine Belagerung der Thür durch die hinter derselben
befindlichen Bienen zu verhüten. Eine Belagerung dieser verengten Mündung des Ganges
tritt nicht ein, da die schwärmenden Bienen sich einen weiteren Raum suchen und nicht in
diesen engen Kanal zurückzukehren geneigt sind. Befürchtet man, dafs die Bienen die untere
Mündung der Röhre q belagern oder in dieselbe zurückkehren könnten, so kann man an
dieser Mündung eine mit einem leichten Gegengewicht versehene Verschlufsklappe ν (Fig. 7)
anordnen, aber nothwendig ist diese Vorrichtung nicht. An der glatten Glas-, Porcellanu.
s. w. Wandung des Trichters ρ und der Röhre q vermögen sich die Bienen nicht festzuhalten
und fallen daher sicher durch dieselben nach unten durch, ohne auch an der unteren Mündung der Röhre q sich festhalten
zu können. Das Gegengewicht der Klappe ν wird passend umkleidet, wie gezeichnet, damit
die Bienen sich nicht darauf setzen und dadurch die Bewegung der Klappe hindern können.
>
Ist die Falle wie in Fig. 1 mit einem Abschlufsgitter
m versehen, so kann sie auch als Drohnenfalle benutzt werden. Die Absperrvorrichtungen
d1/1, d'2f2 können auch beim
Ausrauben der Völker, welche weisellos geworden sind, angewendet werden, da sie keine
Bienen mehr hinauslassen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Einfangen entflohener
Bienenschwärme aus hohlen Bäumen und dergl., gekennzeichnet durch ein vor der
Baumhöhlung anzubringendes, mit einer kleinen Eintrittsöffnung (e), einem daran
sich anschliefsenden engen Gang (d), einer in diesem untergebrachten beweglichen
Absperrthür (f) und einer hinter letzterer angeordneten Fallklappe (c) versehenes Gehäuse,
in welches die Bienen, durch den durch kleine Oeffnungen (i) in der Rückwand
und den Zwischenwänden des Gehäuses sowie in der Absperrthür (f) hindurchdringenden
Lichtschein angelockt, eindringen, an der Absperrthür vorbei und auf die Fallklappe (c) gelangen und durch
letztere in eine unter derselben angeordnete Sammelkammer (aa) fallen.
2. Die Verbindung der durch Anspruch 1 gekennzeichneten
Vorrichtung mit einem Bienenkasten, in welchen die Arbeitsbienen aus der Sammelkammer (a3) durch eine
mit entsprechend engen Durchbrechungen versehene Wand derselben vordringen, während die Bienenkönigin in der Sammelkammer
zurückbleibt und dadurch von den Arbeitsbienen abgesondert wird.
3. Eine Ausführungsform der Bienenfalle nach Anspruch 1 , um dieselbe auch zum Abfangen
schwärmender Bienenvölker benutzen zu können, gekennzeichnet durch einen am inneren Ende verengten, eine sich nach
innen öffnende Absperrthür ff1) enthaltenden Gang (dy, durch welchen die Bienen
aus dem Kasten D in die hinten durch das Gitter t abgeschlossene Kammer (aa) ■ gelangen,
worauf sie nach Zurückziehen des Schiebers r durch eine Trichterröhre ρ q
nach dem Kasten E fallen, um darauf in den Fangkasten (F) zu gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100858C true DE100858C (de) |
Family
ID=371636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100858D Active DE100858C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100858C (de) |
-
0
- DE DENDAT100858D patent/DE100858C/de active Active
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