DE100936C - - Google Patents
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- DE100936C DE100936C DENDAT100936D DE100936DA DE100936C DE 100936 C DE100936 C DE 100936C DE NDAT100936 D DENDAT100936 D DE NDAT100936D DE 100936D A DE100936D A DE 100936DA DE 100936 C DE100936 C DE 100936C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/02—Viewing or reading apparatus
- G02B27/06—Viewing or reading apparatus with moving picture effect
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist eine einfache Vorrichtung, mit der man leicht belebte Bilder erzeugen und beobachten kann,
ohne dabei genöthigt zu sein, das Auge zum Beobachten auf ein an dem Apparate angebrachtes
Augenglas zu legen, wie das bei anderen derartigen Apparaten der Fall ist.
Zu diesem Zwecke ist das Schaufenster an der senkrechten Vorderseite der Vorrichtung angebracht,
und sodann werden die Bilder der Reihe nach dahinter in senkrechter Stellung vorbeigezogen,
so dafs der davor sitzende oder stehende Zuschauer mit Leichtigkeit die Entwickelung
der dargestellten belebten Scenen verfolgen kann. '
Bei den verschiedenen bekannten Kinetoskopen ist die Täuschung, die durch das
rasche Aufeinanderfolgen der Reihenbilder hervorgebracht werden soll, nothwendigerweise
sehr unvollkommen, einerseits weil der Stillstand eines jeden Bildes vor dem Augenglas
nicht lange genug dauert, und. andererseits wegen der Unregelmäfsigkeit in der Bewegungsgeschwindigkeit. Mit vorliegendem Apparat
werden diese Uebelstände vermieden.
Auf beiliegender Zeichnung ist beispielsweise die hauptsächlichste Constructionseinrichtung
des Apparates dargestellt.
Das Kinetoskop ist in einem rechteckigen Kästchen α enthalten, von dem eine senkrechte
Wand eine Oeffnung b hat, deren Gröfse der des zu beobachtenden Bildnisses entspricht und
die mit einem sehr durchsichtigen Glase versehen ist, durch welches hindurch man das Schauspiel
sehen soll. Im Innern des Kästchens, auf beiden Seiten der Oeffnung sind zwei metallene
oder hölzerne Schienen c befestigt, die sich bis oben an den Apparat erstrecken und die den
Bildern während ihres Vorbeiziehens hinter der Glasscheibe zur seitlichen Führung dienen
sollen. An der Vorder- oder der Hinterwand des Kästchens α sind oben und unten auf
kleinen Trägern S1S^s3S* die Wellen ef der
Kettenscheiben g h gelagert, über welche zwei endlose Ketten j laufen, an denen die Bilderträger angebracht sind. An allen denjenigen
Kettengliedern, die auf die Rolle hochkantig auflaufen, ist vermittelst eines Ringes oder auf
sonstige Weise der Rand eines Bilderträgers angehängt, der auf diese Weise, da er beiderseits
befestigt ist, parallel mit der Achse der Rollenwelle gehalten wird.
Der Bilderträger besteht aus zwei aus Pappe oder dünnem Holz hergestellten Stücken k /,
die unter einander durch ein biegsames Band m aus Leinwand oder einem anderen passenden
Stoffe verbunden sind, damit die Stücke k und / verschiedene geneigte Stellungen einnehmen
können. Das Stück k ist mit den Gliedern der Ketten verbunden, während das zweite
Stück I das Bild trägt. Die Stellung der Rollen ist so gewählt, dafs sich jedes Bild, wenn es an
der Schauöffnung b vorbeikommt, senkrecht gegen die darin eingefügte Scheibe zwischen
den beiden Führungen c anlegt.
Wenn man durch die Kurbel η die obere Welle e dreht, so kann man die Bilder der
Reihe nach und mit einer passenden Geschwindigkeit an der Schauöffnung vorüberführen
und belebte Erscheinungen erzeugen, ohne genöthigt zu sein, wie in den bisherigen
Apparaten, das Auge einem Augenglase zu
nähern, und zwar ohne dafs eine andere Beleuchtung nöthig wäre, als die durch die Oeffnung
b selbst, welche durch den Kopf des Zuschauers nicht verdeckt wird.
In den Apparaten dieser Art ist es unerläfslich, dafs das Bild einen Augenblick hinter der
Scheibe stehen bleibt, während die anderen Bilder ihre Bewegung fortsetzen, und während
das folgende Bild hinter demjenigen Platz nimmt, das eben beobachtet wird. Zu diesem
Zwecke kann man alle passenden Mittel anwenden und vorzugsweise die vereinfachte, in
der Zeichnung dargestellte Vorrichtung, mit welcher man sehr reine Bilder erzielen kann.
Seitlich von der Oeffnung b, parallel mit der Vorderwand des Kästchens a, ist an dieser
Wand ein kleines Sternrad ο angebracht, das sich frei auf seinem Stift ρ bewegt, und auf
dessen einen Zahn der jeweils gerade vor die Schauöffnung tretende Bilderträger / sich aufsetzt,
während der gegenüberliegende Zahn ο2 von einer Feder r festgehalten wird. Auf
diese Weise wird der Bilderträger /, der sich gegen die Scheibe der Schauöffnung anlegt,
einen Moment in seiner Springbewegung aufgehalten, bis die inzwischen fortgesetzte Bewegung
der endlosen Kette bewirkt, dafs der Gewichtsdruck der Stücke k und m den Widerstand
der Feder gegen den Arm ο2 überwindet und infolge der Bewegung des Sternrades das
plötzliche Verschwinden des Bildes und dessen augenblicklichen Ersatz durch das folgende
Bild herbeiführt. Die Gröfse und die Form der Sternradzähne müssen so berechnet sein,
dafs ein jeder in derselben Weise auf die auf einander folgenden Bilder wirkt. Man kann
auch das Sternrad weglassen und den Stillstand einfach durch die Feder r oder durch irgend
eine andere ähnliche Vorrichtung bewirken.
Die Fig. 2 zeigt deutlich die Art und Weise, wie die gegliederten Bilderständer über einander
liegen und wie sie sich zu einander verhalten, während die endlose Kette sich in der Richtung
des Pfeiles bewegt.
Die Wellen der Kettenrollen können mit der Hand oder elektrisch, oder auch durch ein
Uhrwerk bewegt werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Darstellung belebter Bilder, dadurch gekennzeichnet, dafs sich die Bilder
an einem über Kettenräder geführten Kettenpaar auf zweitheiligen, gelenkigen Bildträgern
befinden und sich der Reihe nach vermöge der
. Gelenkigkeit der Bildträger senkrecht gegen eine in der Vorderwand des Apparates angebrachte
durchsichtige Scheibe legen, wobei oberhalb und seitlich der Ketten an der Vorderwand des Kastens angebrachte
Führungen das genaue Einlegen der Bilder bewirken.
2. Ein unter die Bildträger dieser Vorrichtung greifendes, mit einer Sperrfeder (r) zusammenwirkendes
Sternrad, das dadurch ein sprungweises Vorrücken der Bilder ermöglicht,
dafs diese zum Stillstande sich auf einen Zahn des Sternrades auflegen und
zum Sprunge durch ihr Gewicht die Kraft der Sperrfeder überwinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100936C true DE100936C (de) |
Family
ID=371707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100936D Active DE100936C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100936C (de) |
-
0
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