DE10100209C2 - Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe eines fließfähigen Produktes - Google Patents

Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe eines fließfähigen Produktes

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und Ab­ gabe eines fließfähigen Produktes, insbesondere eines Fleck­ entfernungsmittels, mit einem Aufnahmebehältnis für das Pro­ dukt, welches eine Dosierabgabeeinrichtung und eine Ver­ schlusskappe aufweist, wobei ein Teil der Außenfläche der Verschlusskappe als Verteil- und Einreibfläche für das aus­ gebrachte Produkt auf ein Substrat ausgebildet ist, wobei die Verteil- und Einreibfläche eine profilierte Oberfläche aufweist.
Fleckentfernungsmittel sind grundsätzlich bekannt und werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten, z. B. in Tuben, Aerosoldosen, Glasflaschen, Kunststoffflaschen oder auch als eingeschweißte Tüchergebinde. Solche Fleckentfer­ nungsmittel basieren üblicherweise auf einer pulverförmigen, flüssigen bzw. pasten- oder seifenförmigen Grundsubstanz, die je nach Aufnahme- und Abgabevorrichtung mehr oder weni­ ger konvenient auf einen Fleck aufgetragen wird. Die Auf­ nahme der Flecksubstanz erfolgt dabei häufig über ein zu­ sätzliches Medium, beispielsweise einen Lappen oder dergl. . Der Auftrag des Fleckenmittels auf den zu reinigenden Fleck kann beispielsweise auch mittels eines Schwammes, mittels eines Spezialgewebes oder auch durch Direktauftrag erfolgen. Bei Verwendung einer Aerosoldose kann das Fleckentfernungs­ mittel einfach aufgesprüht werden. Je nach Fleckbeschaffen­ heit und Zusammensetzung des Fleckentfernungsmittels reicht es aber häufig nicht aus, lediglich das Fleckentfernungsmit­ tel auf die zu reinigende Fläche aufzubringen, sondern es muss zusätzlich auch mechanisch auf das zu behandelnde Substrat eingewirkt werden, beispielsweise mit Hilfe des Fingers einer Benutzerhand, ggf. unter Verwendung eines Tuches oder dergl. . Diese Art des Auftrages und der Vertei­ lung des Produktes ist jedoch für den Anwender sehr unbe­ friedigend.
Eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 ist aus EP 0 257 426 A2 bekannt. Diese Vorrichtung weist eine Verschlusskappe auf, welche außensei­ tig bereichsweise mit einer Verteil- und Einreibfläche ver­ sehen ist, die eine profilierte Oberfläche aufweist. Diese Verschlusskappe ist auf den Produktaustritt aufgeprellt und zum Öffnen bzw. Verschließen in Längsrichtung begrenzt ver­ schiebbar geführt angeordnet. Zur Freigabe der Austrittsöff­ nung wird die Verschlusskappe aus einer Verschlussposition in eine Öffnungsposition verschoben, zum Verschließen wird umgekehrt vorgegangen. Die Verschlusskappe verbleibt grund­ sätzlich immer am Behälter. Nach dem Austritt des Produktes kann dieses mit Hilfe der Einreibfläche an der Außenseite der Verschlusskappe auf ein Substrat verteilt und ggf. ver­ rieben werden. Dazu muss die Verschlusskappe wieder in ihre Verschlussposition gebracht werden, um ein weiteres Austre­ ten von Produkt zu verhindern und die gesamte Vorrichtung muss vom Benutzer in der Hand gehalten und mit der Einreib- und Verteilfläche über das Substrat geführt werden. Unter normalen Umständen ist eine Verteilung des Produktes mit einer solchen Vorrichtung möglich. Unter beengten räumlichen Bedingungen, beispielsweise in Kantenbereichen von ggf. zu reinigenden Teppichen oder dergl., ist die Handhabung jedoch schwierig bzw. sogar unmöglich. Ferner ist es schwierig, mit einer derartigen Vorrichtung gezielt den gewünschten Druck beim Verreiben des Produktes über das Substrat aufzubringen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung zu schaffen, mit der die Aufbringung und Einwirkung des fließfähigen Produk­ tes, insbesondere eines Fleckentfernungsmittels, auf ein Substrat wesentlich verbessert werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs be­ zeichneten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die lös­ bar auf die Dosierabgabeeinrichtung aufgesetzte Verschluss­ kappe innenseitig eine Aufnahme für den Finger einer Be­ nutzerhand aufweist.
Gegenüber dem Stand der Technik ist es mit einer solchen Vorrichtung möglich, die Verschlusskappe, welche die Ein­ reib- und Verteilfläche beinhaltet, vom Produktbehältnis zu lösen und nach dem Aufbringen des Produktes auf das Substrat mit Hilfe der Verschlusskappe dieses auf dem Substrat zu verteilen und ggf. gezielt mit dem notwendigen Druck zu ver­ reiben. Dazu kann die Verschlusskappe entweder mit der ge­ samten Hand des Benutzers ergriffen werden oder auch gezielt mit einem Finger, indem die Verschlusskappe nach Art eines Fingerhutes aufgesetzt wird. Die Verschlusskappe dient dann neben ihrer eigentlichen Verschlussfunktion zusätzlich als Werkzeug zum Verteilen und Einreiben des Produktes auf dem Substrat. Dabei kann durch die direkte Handhabung mit einem Finger oder der gesamten Hand gezielt Druck ausgeübt werden und auch schwer zugängliche Stellen sind problemlos erreich­ bar.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Bo­ denbereich des Aufnahmebehältnisses zum Aufsetzen der Ver­ schlusskappe ausgebildet ist. Die Verschlusskappe wird dann zunächst vom Kopfbereich des Aufnahmebehältnisses abgezogen, das Produkt wird auf das Substrat aufgebracht, beispiels­ weise aufgesprüht, und anschließend wird die Verschlusskappe am Bodenbereich des Aufnahmebehältnisses befestigt und mit ihrer Verteil- und Einreibfläche auf den mit Produkt benetz­ ten Bereich des Substrates gebracht.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispiel­ haft näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 1a eine Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 bei der Handhabung,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 3a eine Draufsicht auf Fig. 3,
Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 3 bei der Handhabung,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform in perspektivischer Darstellung,
Fig. 6 die Vorrichtung nach Fig. 5 von einer anderen Seite gesehen,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform in perspektivischer Darstellung und in
Fig. 8 die Vorrichtung nach Fig. 7 mit auf den Bodenbereich aufgesetzter Verschlusskappe.
Eine Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe eines fließfähigen Produktes ist in Fig. 1 allgemein mit 1 bezeichnet. Diese Vor­ richtung dient insbesondere zur Aufnahme und Abgabe eines Fleckentfernungsmittels, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, bei der nachfolgenden Beschreibung wird jedoch nur auf ein Fleckentfernungsmittel Bezug genommen.
Die Vorrichtung 1 weist ein Aufnahmebehältnis 2 für das flüs­ sige Fleckentfernungsmittel auf, welche beim dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 im Kopfbereich außermittig ein niederdrückbares Sprühventil 3 als Dosierabgabeeinrichtung aufweist. Benachbart zum Sprühventil 3 ist eine Verschlusskap­ pe 4 angeordnet, die bei diesem Ausführungsbeispiel als Teil­ kappe ausgebildet ist und fest am Aufnahmebehältnis 2 angeord­ net ist. Dabei ist die teilkugelförmige, zum Sprühventil 13 hin offene Verschlusskappe 4 nur benachbart zum Sprühventil angeordnet, d. h. deckt dieses nur seitlich ab, und zwar in Richtung der mit einem Pfeil 5 angedeuteten Sprühöffnung des Sprühventils 3. In Richtung des aus der Sprühöffnung 5 des Sprühventils 3 austretender Sprühnebel kann durch ein seitli­ ches Fenster 6 in der Verschlusskappe 4 austreten.
Im oberen Bereich der Verschlusskappe 4 ist ein Teil der Au­ ßenfläche als Verteil- und Einreibfläche 7 für das ausgebrach­ te Produkt auf ein Substrat 8 ausgebildet. Dabei besteht der Bereich der Verteil- und Einreibfläche 7 aus einem ausreichend harten (Kunststoff-)Material, um als mechanische "Einreibhil­ fe" geeignet zu sein. Die Verteil- und Einreibfläche 7 weist vorzugsweise eine profilierte Oberfläche auf, beispielsweise kann sie mit einer Mehrzahl von Mulden 9 ausgerüstet sein.
Um ein Substrat 8, beispielsweise ein Kleidungsstück, an einer bestimmten Stelle zu reinigen, wird Fleckentfernungsmittel durch Betätigung des Sprühventiles 3 auf die betreffende Stel­ le des Substrates 8 gesprüht. Um die Einwirkung des Fleckent­ fernungsmittels auf die betreffende Stelle des Substrates 8 zu verbessern, wird anschließend, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, die Vorrichtung 1 als Aufbringungs-, Verteil- und Ein­ reibhilfe benutzt und dazu mit der Verteil- und Einreibfläche 7 auf den mit Fleckentfernungsmittel benetzten Fleck auf dem Substrat 8 geführt, getupft bzw. leicht gedrückt. Dazu wird vorzugsweise von der anderen Seite unter das Substrat 8 ein saugfähiges Tuch oder dgl. gelegt, welches das Fleckentfer­ nungsmittel mit der gelösten Verschmutzung aufsaugt.
Auch wenn dies zeichnerisch nicht dargestellt ist, kann die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 auch noch mit einer zusätzlichen Verschlusskappe ausgerüstet sein, die über den Kopfbereich lösbar gestülpt werden kann, die aber keine weitere Funktion hat, sondern nur die Funktion als Verschlusskappe im eigentli­ chen Sinne.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 bzw. 4 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 und 2 dadurch, dass die Verschlusskappe 4 anders ausgebildet ist. Diese ist nämlich lösbar auf das Sprühventil 3 aufgesetzt und weist in ihrem halbkreisförmigen Kopfbereich die Verteil- und Einreibfläche 7 auf. Dabei ist die Verschlusskappe 4 innenseitig mit einer Aufnahme für einen Finger 10 einer Benutzerhand 10a ausgebildet, was auf unter­ schiedliche Weise erreicht werden kann. Bei der in Fig. 4 dar­ gestellten Ausführungsform ist die Größe der Verschlusskappe 4 derart, dass sie derjenigen eines herkömmlichen Fingerhutes entspricht. Die Verschlusskappe 4 kann selbstverständlich aber auch größer sein, sie ist dann innenseitig mit einer entspre­ chenden Aufnahme für einen Finger 10 auszurüsten.
Die Handhabung dieser Ausführungsform ist ansonsten vergleich­ bar mit derjenigen nach Fig. 1 und 2. Nach Abnehmen der Ver­ schlusskappe 4 wird das Sprühventil 3 betätigt und Fleckent­ fernungsmittel auf den Fleck auf dem Substrat 8 aufgebracht. Anschließend wird die Verschlusskappe 4 von einer Benutzerhand 10 ergriffen bzw. auf einen Finger 10 aufgesetzt und mit ihrer Verteil- und Einreibfläche 7 auf den benetzten Bereich 8 des Substrates 8 aufgebracht und dort auf das Substrat 8 einge­ wirkt.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 weist ein Aufnahmebe­ hältnis 2 mit einer abnehmbaren Verschlusskappe 4 und einem Sprühventil 3 auf. Die Verschlusskappe 4 deckt dabei den ge­ samten Kopfbereich des Aufnahmebehältnisses 2 mit samt des Sprühventils 3 ab und ist mit einem seitlichen Fenster 6 für den Austritt des Sprühstrahles versehen. Ferner ist eine La­ sche 11 oder eine Fensteröffnung an selber Stelle auf der ge­ genüberliegenden Seite des Fensters 6 vorgesehen, welche bei nicht abgenommener Verschlusskappe 4 eine Betätigung des Sprühventils 3 erlaubt. Oberseitig weist die Verschlusskappe 4 wiederum eine profilierte Verteil- und Einreibfläche 7 auf.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 oder 6 kann die Verteil­ fläche 7 benutzt werden, wenn sich die Verschlusskappe 4 auf dem Aufnahmebehältnis 2 befindet oder von diesem abgenommen ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 und 8, die derjenigen nach Fig. 5 und 6 ähnelt, ist im Unterschied vorgesehen, dass der Bodenbereich des Aufnahmebehältnisses 2 zum Aufsetzen der Ver­ schlusskappe 4 ausgebildet ist. Wie durch den Pfeil 12 ange­ deutet, kann die Verschlusskappe 4 abgenommen und im Bodenbe­ reich des Aufnahmebehältnisses 2 auf dieses aufgesetzt werden, anschließend kann das Sprühventil 3 betätigt und Fleckentfer­ nungsmittel auf das Substrat aufgebracht werden und mit der Verteil- und Einreibfläche 7 auf den Bodenbereich der Ver­ schlusskappe 4 auf den Fleck des Substrates 8 verteilt bzw. eingerieben werden.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Aus­ führungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So kann die Ver­ teil- und Einreibfläche 7 auch am Aufnahmebehältnis 2 bei­ spielsweise im Bodenbereich desselben vorgesehen sein und dgl. mehr.

Claims (2)

1. Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe eines fließfähigen Pro­ duktes, insbesondere eines Fleckentfernungsmittels, mit einem Aufnahmebehältnis für das Produkt, welches eine Dosierabgabe­ einrichtung und eine Verschlusskappe aufweist, wobei ein Teil der Außenfläche der Verschlusskappe als Verteil- und Einreib­ fläche für das ausgebrachte Produkt auf ein Substrat ausgebil­ det ist, wobei die Verteil- und Einreibfläche eine profilierte Oberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbar auf die Dosierabgabeeinrichtung (3) aufgesetzte Verschlusskappe (4) innenseitig eine Aufnahme für einen Finger (10) einer Benutzerhand aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenbereich des Aufnahmebehältnisses (2) zum Auf­ setzen der Verschlusskappe (4) ausgebildet ist.
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