DE10104149C2 - Funktionseinheit von Gasdruckregler und Gaszähler - Google Patents
Funktionseinheit von Gasdruckregler und GaszählerInfo
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Description
Die Erfindung ist auf dem Gebiet der Gastechnik, wo Gasdruckregler und Gaszähler zum Einsatz
kommen, wie zum Beispiel in örtlichen Gasleitungsnetzen, angesiedelt.
Das Gasleitungsnetz wird meist mit höherem Druck betrieben, als der Endverbraucher benötigt. Der
Gasdruckregler befindet sich teilweise vor dem Gebäude, während der Gaszähler zur
Verbrauchsmessung meist im Gebäude installiert ist. In bekannter Weise sind diese Geräte mittels
Flansch oder Rohrverschraubung in die Gasleitung eingebunden und stehen nicht selten unter Zug-
oder Druckspannung, weil die Erstmontage überwiegend in ein bereits vorhandenes Gasleitungsnetz
erfolgt. Beide Geräte bedürfen der Wartung und müssen in regelmäßigen Zeitabständen ausgewechselt
werden. Der Geräteaustausch ist sehr arbeits- und zeitaufwendig, besonders wenn die Gasleitung unter
Spannung steht, beide Geräte örtlich entfernt liegen und die Verschraubungen der Rohrverbindungen
korrodiert sind. In DE 198 04 947 A1 wird zur Vereinfachung der Installation ein Verbindungselement
für einen Gasdruckregler mit einem Gaszähler beschrieben. Die Anschlüsse des Reglers und des
Gaszählers erfolgen jedoch in bekannter Weise. In der DE-GM 19 07 251 wird eine Schnellkupplung
für hohe Gasdrücke von etwa 1000 bar beschrieben, die für den Bergbau-Untertagebetrieb geeignet ist.
Sie besteht aus einer Rohrhülse und einem Rohreinschub, gesichert durch einen Stift, der sich in einer
Bohrung quer zur Rohrachse im Futter der Hülse und des Einschubes befindet. Eine Abdichtung kann
mittels zweier Ringdichtungen, die je in einer Ringnut in Hülse und Einschub angeordnet sind,
erfolgen. Da es sich bei dem Einsatzgebiet der Schnellkupplung um das Medium Preßluft handelt, ist
keine absolute Dichtheit der Schnellkupplung angestrebt und notwendig.
Um einen Gasdruckregler nicht der Spannungsbelastung durch das Gasleitungsnetz auszusetzen, bietet
die DE 197 40 157 A1 eine Lösung an, indem ein einteiliges Anschlußstück in die Gasleitung eingefügt
und der Gasdruckregler spannungsfrei mit dem Anschlußstück verbunden wird. Auch hier erfolgt die
Verbindung in bekannter Weise. Ein Auswechseln ist nach wie vor arbeits- und zeitintensiv. In neuerer
Zeit werden bei nur einem Verbraucher Anschlußkästen benutzt, um Hauptabsperreinrichtung,
Gasdruckregler und Gaszähler an der Gebäudewand vor der Hauseinführung unterzubringen und so
eine örtliche Konzentration der Armaturen zur Arbeitserleichterung zu haben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasdruckregler und einen Gaszähler mit
geringem Arbeits- und Zeitaufwand einbauen oder austauschen zu können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe
durch eine Funktionseinheit von Gasdruckregler und Gaszähler
zum schnellen und arbeitserleichternden Auswechseln der Geräte
mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 3 gelöst.
Hierin besteht ein Verbindungselement aus einem
zweigeteilten Rohr, dessen jeweils eines Ende mit einer Rohrverbindung in bekannter Weise
versehen und die Trennstelle als lösbare, gesicherte Steckkupplung ausgebildet ist. Die
Steckkupplung besteht aus einer Kupplungshülse sowie einem Kupplungseinschub und wird durch
mindestens einen Sicherungsstift arretiert. Der Sicherungsstift befindet sich in einer Bohrung, die
sich exzentrisch quer zur Rohrachse befindet und den Kupplungseinschub seitlich anschneidet. Bei
Verwendung mehrerer Sicherungsstifte, vorzugsweise zwei, ist die Kupplungshülse mit mehreren
Bohrungen versehen, der Kupplungseinschub weist dagegen eine ringförmige Nut mit annähernd
Halbkreisprofil auf, um die Kupplung ohne Justierung arretieren zu können. Eine Ausarbeitung im
Sicherheitsstift gestattet es, durch Drehung des Sicherungsstiftes um maximal 180° die
Arretierung/Entarretierung durchzuführen, ohne daß der Sicherungsstift zu entfernen ist. Ein
Sprengring oder eine andere bekannte Sicherung verhindert ein Herausgleiten des Sicherungsstiftes aus
der Bohrung. Das Verbindungselement kann natürlich in sich mehrere Steckkupplungen in Reihe
enthalten und endet aber immer mit einer konventionellen Rohrverbindung zum Einbinden in eine
vorhandene Gasleitung.
Das beschriebene Verbindungselement gestattet die Bildung einer erfindungsgemäßen Funktionseinheit, indem
Teilstücke der Verbindungselemente konstruktiv in ein kompaktes Formstück, vorzugsweise in
Gußausfertigung, integriert werden. Die Geräte Gasdruckregler und Gaszähler sind mit den
Kupplungsgegenstücken der Verbindungselemente versehen, so daß diese leicht auswechselbar sind.
Eine weitere erfinderische Variante ist, Gasdruckregler und Gaszähler unlösbar in das Formstück zu
einem kompletten Bauteil einzubinden und gasein- sowie gasaustrittsseitig das Bauteil mittels des
erfindungsgemäßen Verbindungselementes in die Gasleitung zu installieren. Dieses Bauteil ist dann
leicht auswechselbar. Voraussetzung dafür ist eine spannungsfreie Gasleitung. Liegt aber eine große
Gasleitungsverspannung vor, so ist das Formstück mit herkömmlichen Rohrverbindungen gasein- und
-austrittsseitig zu versehen und in das Rohrleitungsnetz zu installieren. Die Geräte werden mittels der
beschriebenen Verbindungselemente an das Formstück angeschlossen und sind mühelos mit
geringem Zeitaufwand einzeln auszuwechseln.
Als wesentliche Vorteile der Erfindung sind zu nennen
- - ein müheloses und zeitsparendes Auswechseln der Geräte,
- - einsetzbar auch bei Rohrleitungsverspannung,
- - einfache Herstellung der Verbindungselemente bzw. der Formstücke in Gußausfertigung,
- - geringer Platzbedarf zum Anschluß/Auswechseln von Geräten,
- - verwendbar für alle Gasleitungsdrücke, auch für geringe Gasdrücke,
- - Vielfalt der Variationsmöglichkeiten.
Die Erfindung soll an Hand von Zeichnungen erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 eine Ansicht einer Funktionseinheit mit Verbindungselementen, wobei Teilstücke der
Verbindungselemente in ein kompaktes Formstück integriert sind,
Fig. 2 ein Teilstück des Verbindungselementes als Kupplungseinschub,
Fig. 3 ein Teilstück des Verbindungselementes als Kupplungshülse-Gegenstück zu Fig. 2,
Fig. 4 ein kompaktes Formstück mit Kupplungshülsen der Verbindungselemente zum Anschluß von
Gasdruckregler und Gaszähler,
Fig. 5 einen Sicherungsstift,
Fig. 6 ein kompaktes Formstück als einteiliges Anschlußstück mit Verbindungselementen für
Gasdruckregler und Gaszähler.
In Fig. 1 ist eine Funktionseinheit von Gasdruckregler 1 und Gaszähler 2 dargestellt, wobei
drei Teilstücke mit Kupplungshülse 3 der Verbindungselemente in einem kompakten
Formstück 8, vorzugsweise in Gußausführung, integriert sind. An das Gasabsperrventil 5 ist das
Teilstück Kupplungseinschub 4.1 durch Gewinde und Überwurfmutter 6 angeschlossen. Der
Kupplungseinschub 4.1 ist verbunden mit der Kupplungshülse 3.1 im Formstück 8. An das
Teilstück 3.1 ist der Gasdruckregler 1 gasein- sowie gasaustrittsseitig bei 6.1 angeflanscht.
Der Gaszählereintrittsstutzen ist mittels Verschraubung mit dem Teilstück 4.2 und als
vollständiges Verbindungselement mit Kupplungshülse 3.2 verbunden. Der Gaszähleraustrittsstutzen
ist mittels Überwurfmutter 6 und Gewinde an das Teilstück 4.3 angeschlossen, welches die
Verbindung zur Kupplungshülse 3.3 herstellt. Letztere mündet über eine Rohrverschraubung 6.2 in die
Gasleitung zum Verbraucher. Diese Funktionseinheit ist eine platzsparende Anordnung. Der Gaszähler
2 kann durch einfache Handgriffe ausgewechselt werden, indem die Sicherungsstifte 11, wie nach
folgend beschrieben, in den Bohrungen 7 verdreht werden, so daß die Steckkupplung entarretiert
und der Gaszähler 2 abzuziehen ist. Es kann auch die gesamte Funktionseinheit ausgewechselt werden.
Dazu sind jedoch die Verschraubung 6.2 zu lösen und die Kupplung zu entarretieren. Diese Variante
gestattet jedoch nur den Einbau in eine spannungsfreie Gasleitung. Ist eine starke
Gasleitungsverspannung zu erwarten, so ist an Stelle der beschriebenen Ausführung gemäß Fig. 1 eine
Variante nach Fig. 6 einzusetzen. Das kompakte Formstück 8.1, vorzugsweise in Gußausführung,
besitzt gasein- und -austrittsseitig einen Flanschanschluß und wird direkt in die Gasleitung wie ein
Rohr eingesetzt. Auftretende Spannungen wirken sich somit nicht negativ aus. Die Anschlüsse für die
Geräte, hier Gasdruckregler und Gaszähler, sind als Teilstücke der
Verbindungselemente im Formstück 8.1 integriert. Die zugehörigen Teilstücke sind an den Geräten
angeflanscht, angeschraubt oder fest eingebunden, wie zum Beispiel verschweißt. Bei dieser Variante können
die Geräte nur einzeln montiert/demontiert werden. Je nach Zahl der integrierten
Verbindungselemente im Formstück 8.1 sind entsprechend viele Geräte anzuschließen. Aufbau und
Trennung des Verbindungselementes werden nachfolgend ausführlich
beschrieben.
Das Verbindungselement besteht aus einem zweigeteilten Rohr, dessen
jeweils eines Ende mit einem Gewinde oder Überwurfmutter 6 versehen und die Trennstelle als
Steckkupplung ausgebildet ist. In Fig. 2 ist ein Teilstück als Kupplungseinschub 4 und in Fig. 3 als
Kupplungshülse 3 dargestellt. Die einzelnen Teilstücke können auch an Stelle der bekannten
Rohrverbindung direkt konstruktiv als Gasein- bzw. Gasaustrittsstutzen in die Gasgeräte eingebaut,
zum Beispiel verschweißt, werden, wodurch eine bekannte Rohrverbindung entfällt. Die Sicherung der
geschlossenen Steckkupplung erfolgt durch zwei Sicherungsstifte 11, die in je einer
gegenüberliegenden exzentrisch quer zur Rohrachse angeordneten Bohrung 7 stecken. Die Bohrungen
7 schneiden seitlich den Kupplungseinschub 4 an. Um keine umständliche Justierung bei der Montage
vornehmen zu müssen, ist der Anschnitt in den Kupplungseinschub 4 als ringförmige Nut mit
annähernd Halbkreisprofil eingearbeitet. Der Sicherungsstift 11 ist vorzugsweise im Bereich der
ringförmigen Nut 10 ausgearbeitet, so daß er durch Drehung um maximal 180° den
Kupplungseinschub 4 arretiert/entarretiert. Der Sicherungsstift 11 weist einen Kopf 13 mit einem
Innensechskant sowie eine Markierung zur Stellungsanzeige auf. Eine Sicherung des Stiftes 11 gegen
Herausgleiten aus der Bohrung 7 erfolgt mit bekannten Mitteln, hier durch einen Sprengring 14.
Mittels der Verbindungselemente, die zwischen Gasleitung und Gerät gasein- wie -austrittsseitig
eingefügt sind, läßt sich nunmehr das Gerät einfach und zeitsparend auswechseln, indem die
Sicherungsstifte 11 maximal um 180° zur Entarretierung der Kupplung gedreht werden, bis der
Kupplungseinschub 4 aus der Kupplungshülse 3 zu ziehen ist. Das beschriebene
Verbindungselement ist ohne Veränderung auch in Gasleitungen mit niedrigem Gasdruck einsetzbar.
Es kann in diesem Fall an Stelle des Dichtungsringes eine Flachdichtung zur Anwendung kommen.
Die Stärke der Flachdichtung sollte vorzugsweise 0,5 × Durchmesser des Sicherungsstiftes 11 betragen.
Durch Drehung des Sicherungsstiftes 11 um etwa 90° wird dann die Flachdichtung vom
Kupplungseinschub 4 gegen die Kupplungshülse 3 zur Gasabdichtung gepreßt.
1
Gasdruckregler
2
Gaszähler
3
Kupplungshülse
3.1
Teilstück
3.2
Kupplungshülse
3.3
Kupplungshülse
4
Kupplungseinschub
4.1
Kupplungseinschub
4.2
Teilstück
4.3
Teilstück
5
Absperrventil
6
Überwurfmutter
6.1
Flanschverbindung für Gasdruckregler
6.2
Verschraubung
7
Bohrung für Sicherungsstift
8
Formstück
8.1
Formstück
9
Ringnut
10
Ringförmige Nut
11
Sicherungsstift
12
Ausarbeitung im Sicherungsstift
13
Kopf des Sicherungsstiftes
14
Sprengring
Claims (3)
1. Funktionseinheit von Gasdruckregler (1) und Gaszähler (2) zum schnellen und
arbeitserleichternden Auswechseln der Geräte, dadurch gekennzeichnet, daß
Gasregler (1) und Gaszähler (2) eingangs- und ausgangsseitig mittels Verbindungselementen an ein Formstück (8) angeschlossen sind, wobei die Verbindungselemente
aus Kupplungshülse (3) und Kupplungseinschub (4) bestehen,
die Sicherung durch zwei Sicherungsstifte (11) erfolgt,
die in je einer exzentrisch quer und gegenüberliegend zur Rohrachse parallel verlaufenden Bohrung (7), welche den Kupplungseinschub (4) seitlich anschneidet, drehbar angeordnet sind,
die Sicherungsstifte (11) eine Ausarbeitung (12) zum Arretieren oder Entarretieren des Verbindungselementes besitzen,
eine Arretierung oder Entarretierung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) um maximal 180° erfolgt,
die Abdichtung durch eine Ringdichtung in einer Ringnut (9) des Kupplungseinschubes (4) oder einer Flachdichtung gewährleistet ist,
die Flachdichtung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) an den Boden der Kupplungshülse (3) zu pressen ist.
Gasregler (1) und Gaszähler (2) eingangs- und ausgangsseitig mittels Verbindungselementen an ein Formstück (8) angeschlossen sind, wobei die Verbindungselemente
aus Kupplungshülse (3) und Kupplungseinschub (4) bestehen,
die Sicherung durch zwei Sicherungsstifte (11) erfolgt,
die in je einer exzentrisch quer und gegenüberliegend zur Rohrachse parallel verlaufenden Bohrung (7), welche den Kupplungseinschub (4) seitlich anschneidet, drehbar angeordnet sind,
die Sicherungsstifte (11) eine Ausarbeitung (12) zum Arretieren oder Entarretieren des Verbindungselementes besitzen,
eine Arretierung oder Entarretierung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) um maximal 180° erfolgt,
die Abdichtung durch eine Ringdichtung in einer Ringnut (9) des Kupplungseinschubes (4) oder einer Flachdichtung gewährleistet ist,
die Flachdichtung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) an den Boden der Kupplungshülse (3) zu pressen ist.
2. Funktionseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionseinheit mittels
der Verbindungselemente in das Gasnetz eingebunden ist.
3. Funktionseinheit von Gasdruckregler (1) und Gaszähler (2) zum schnellen und
arbeitserleichternden Auswechseln der Geräte, dadurch gekennzeichnet, daß
Gasruckregler (1), Gaszähler (2) und Formstück (8) unlösbar als Bauteil verbunden sind und
dieses Bauteil gasein- und gasaustrittsseitig zur einfachen und schnellen Auswechslung des Bauteils mittels Verbindungselementen in das Gasleitungsnetz installiert ist, wobei die Verbindungselemente
aus Kupplungshülse (3) und Kupplungseinschub (4) bestehen,
die Sicherung durch zwei Sicherungsstifte (11) erfolgt,
die in je einer exzentrisch quer gegenüberliegend zur Rohrachse parallel verlaufenden Bohrung (7), welche den Kupplungseinschub (4) seitlich anschneidet, drehbar angeordnet sind,
die Sicherungsstifte (11) eine Ausarbeitung (12) zum Arretieren oder Entarretieren des Verbindungselementes besitzen,
eine Arretierung oder Entarretierung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) um maximal 180° erfolgt,
die Abdichtung durch eine Ringdichtung in einer Ringnut (9) des Kupplungseinschubes (4) oder einer Flachdichtung gewährleistet ist und
die Flachdichtung durch Drehung der Sicherungsstifte (11) an den Boden der Kupplungshülse (3) zu pressen ist.
Gasruckregler (1), Gaszähler (2) und Formstück (8) unlösbar als Bauteil verbunden sind und
dieses Bauteil gasein- und gasaustrittsseitig zur einfachen und schnellen Auswechslung des Bauteils mittels Verbindungselementen in das Gasleitungsnetz installiert ist, wobei die Verbindungselemente
aus Kupplungshülse (3) und Kupplungseinschub (4) bestehen,
die Sicherung durch zwei Sicherungsstifte (11) erfolgt,
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