DE10107192A1 - Verfahren zur Gravur von Druckzylindern - Google Patents
Verfahren zur Gravur von DruckzylindernInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gravur von Druckzylindern in einer elektronischen Graviermaschine. Ein mit einem Rotationsantrieb (16) für den Druckzylinder (3) gekoppelter Impulsgeber (23) erzeugt bei jeder Zylinderumdrehung in einer durch eine Nullmarke (NM) markierten Drehposition einen Umfangsimpuls (UI), welcher den Gravierlinienstartpunkt (GS) auf dem Druckzylinder (3) definiert. Der Druckzylinder (3) weist als Referenzmarke (RM) eine Zylindernut (26) auf, welche einen Referenzpunkt (RP) auf dem Druckzylinder (3) markiert. Vor dem Laden des Druckzylinders (3) wird mit einer Bildaufnahmeeinrichtung (30) und einer Bildauswerteeinrichtung (34) die Winkellage der Zylindernut (26) erkannt. Beim Laden des Druckzylinders (3) werden der Impulsgeber (23) und der Druckzylinder (3) relativ derart zueinander verdreht, daß bei allen Druckzylindern (3) eines Farbsatzes der umfangsmäßige Abstand zwischen dem Referenzpunkt (RP) und dem Gravierlinienstartpunkt (GS) auf dem Druckzylinder (3) gleich ist, wodurch die Registerregelung in einer Druckmaschine erheblich vereinfacht wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektronischen Reproduktionstech
nik und betrifft ein Verfahren zur Gravur von Druckzylindern und eine elektroni
sche Graviermaschine.
Aus der DE-C-25 08 734 ist eine elektronische Graviermaschine zur Gravur von
Druckzylindern bekannt. Vor der Gravur wird ein zu gravierender Druckzylinder
mittels einer Ladevorrichtung in die Graviermaschine geladen, dort drehbar gela
gert und an einen Rotationsantrieb gekoppelt. Ein Gravierorgan mit einem durch
ein Graviersteuersignal gesteuerten Gravierstichel als Schneidwerkzeug bewegt
sich in axialer Richtung an dem rotierenden Druckzylinder entlang. Der Graviersti
chel schneidet gravierlinienweise in einem Gravurraster angeordnete Näpfchen in
die Mantelfläche des Druckzylinders. Das Graviersteuersignal wird durch Überla
gerung eines periodischen Rastersignals mit Gravurdaten gewonnen, welche die
zu gravierenden Tonwerte repräsentieren. Während das Rastersignal eine oszil
lierende Hubbewegung des Gravierstichels zur Gravur der in dem Gravurraster
angeordneten Näpfchen bewirkt, bestimmen die Gravurdaten entsprechend den
zu reproduzierenden Tonwerten die geometrischen Abmessungen der gravierten
Näpfchen.
Beispielsweise wird für einen Vierfarbendruck in einer Graviermaschine ein Farb
satz mit vier Druckzylindern für die Farbauszüge "Gelb", "Magenta", "Cyan" und
"Schwarz" graviert. Die gravierten Druckzylinder werden in eine Druckmaschine
eingespannt, in der die Farbauszüge mit den entsprechenden Druckfarben "Gelb",
"Magenta", "Cyan" und "Schwarz" auf einem Druckmaterial, beispielsweise auf ei
ner Papierbahn, übereinander gedruckt werden.
Um einen exakten Übereinanderdruck zumindest in Richtung der Papierbahn zu
erzielen, ist die Druckmaschine mit einer automatischen Registerregelung ausge
rüstet, die in der Anlaufphase des Druckprozesses auf den Druckzylindern mitgra
vierte und auf der Papierbahn mitgedruckte Steuerungsmarken für die einzelnen
Farbauszüge erkennt und, falls ein Versatz der Steuerungsmarken in Bahnrich
tung festgestellt wird, die Druckzylinder durch eine relative Verdrehung derart zu
einander einphast, daß die Steuerungsmarken in Deckung sind und die Farbaus
züge auf der Papierbahn exakt übereinander gedruckt werden. In der Regel sind
eine Vielzahl von Zylinderumdrehungen erforderlich, bis alle Druckzylinder exakt
zueinander eingephast sind, wobei das dabei bedruckte Papier Abfall ist.
Um die für die Registerregelung benötigte Zeit zu verkürzen und den Papierabfall
zu reduzieren, wird angestrebt, die gravierten Druckzylinder beim Einbau in die
Druckwerke von vornherein bezüglich der Drehlage zueinander so genau zu posi
tionieren, daß die mitgedruckten Steuerungsmarken der einzelnen Farbauszüge
bereits bei Beginn des Druckprozesses nur gering voneinander abweichen und die
exakte Deckung der Steuerungsmarken bei der Registerregelung schon nach we
nigen Zylinderumdrehungen erreicht wird. Sind an den Druckzylindern keine Refe
renzmarken wie beispielsweise Nuten oder eingeschlagenen Markierungen vor
handen, welche die jeweilige Drehlage der Druckzylinder bezüglich eines orts
festen Bezugspunktes kennzeichnen, muß die Bedienungsperson den Einbau der
Druckzylinder in die Druckwerke unter Beachtung der gravierten Steuerungsmar
ken bzw. des umfangsmäßigen Gravierbeginns der Farbauszüge vornehmen, wo
bei die Genauigkeit weitestgehend von der Geschicklichkeit und Sorgfalt der Be
dienungsperson abhängig ist.
Weisen die Druckzylinder dagegen entsprechende Referenzmarken auf, können
die Druckzylinder in den Druckwerken zwar auf einfache Weise in die richtige Po
sition gedreht werden, ein exakter Übereinanderdruck der Farbauszüge ohne
nennenswerten Zeitaufwand für die Registerregelung und ohne großen Papier
verlust ist aber noch nicht gewährleistet, da herkömmliche Graviermaschinen keine
Vorrichtung aufweisen, mit der die Druckzylinder eines Farbsatzes beim Laden
in die Graviermaschine, insbesondere beim automatischen Laden, entsprechend
positioniert werden können.
In der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen DE 100 03 288.5 wird
ein Verfahren und eine Einrichtung beschrieben, bei der eine am Druckzylinder
angebrachte Referenzmarke, beispielsweise die Zylindernut, in der Lade- und
Einspannphase mit einem in der Lagerspitze eingebauten Sensor bezüglich ihrer
Winkellage erkannt wird. Das Sensorsignal wird in einem Graviersteuerwerk aus
gewertet, das den Gravierlinienstartpunkt so auf dem Umfang des Druckzylinders
verschiebt, daß der Gravierlinienstartpunkt bei allen Druckzylindern eines Farb
satzes bezüglich der Referenzmarke den gleichen Winkelabstand hat. Beim Ein
spannen der Druckzylinder in die Druckmaschine brauchen die Zylinder dann nur
noch in die durch die Referenzmarken vorgegebenen Positionen gedreht zu wer
den.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein alternatives Verfahren zur automa
tischen Erkennung einer Referenzmarke anzugeben und eine elektronische Gra
viermaschine sowie die Betriebsweise der Graviermaschine zu verbessern, so daß
bei jedem Druckzylinder eines Farbsatzes der umfangsmäßige Abstand zwischen
einer Referenzmarke und dem gewünschten Gravierlinienstartpunkt auf dem
Druckzylinder auf den gleichen Wert einstellbar ist, um den Zeitaufwand für eine
spätere Registerregelung in einer Druckmaschine zu minimieren.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs
1 und bezüglich der Graviermaschine durch die Merkmale des Anspruchs 12 ge
löst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 6 näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den grundsätzlichen mechanischen Aufbau einer elektronischen Gravier
maschine,
Fig. 2 die Anordnung einer Bildaufnahmeeinrichtung,
Fig. 3 das Kamerabild einer Zylinderöffnung mit Zylindernut 26,
Fig. 4 die umfangsmäßige Lage von Nullmarke NM, Referenzpunkt RP und Gra
vierlinienstartpunkten GS1, GS2 für einen ersten Fall,
Fig. 5 die umfangsmäßige Lage von Nullmarke NM, Referenzpunkt RP und Gra
vierlinienstartpunkten GS1, GS2 für einen zweiten Fall, und
Fig. 6 die umfangsmäßige Lage von Nullmarke NM, Referenzpunkt RP und Gra
vierlinienstartpunkten GS1, GS2 für einen dritten Fall.
Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen mechanischen Aufbau einer elektronischen Gra
viermaschine mit einer Lade- und Positionierungseinrichtung für einen zu gravie
renden Druckzylinder von der Längsseite der Graviermaschine aus gesehen. Die
Graviermaschine ist beispielsweise ein HelioKlischograph® der Firma Hell Gravure
Systems GmbH, Kiel, DE.
Die Graviermaschine weist zwei Lagerböcke 1, 2 zur rotatorischen Lagerung eines
zu gravierenden Druckzylinders 3 auf, die mit Hilfe von elektrischen Antrieben 5, 6
und Spindeln 7, 8 auf einem Maschinenbett 4 axial verschoben werden können.
Die Antriebe 5, 6 sind durch Steuersignale S1 und S2 auf Leitungen 9, 10 steuer
bar, die in einem zentralen Graviersteuerwerk 11 der Graviermaschine erzeugt
werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Lagerböcke 1, 2 jeweils eine La
gerspitze 12, 13 zur Lagerung des Druckzylinders 3 auf, der beispielsweise als
Hohlzylinder ausgebildet ist. Der Hohlzylinder hat an seinen Stirnseiten Spitzen
aufnahmen 14, 15, in welche die Lagerspitzen 12, 13 nach entsprechender Ver
schiebung der Lagerböcke 1, 2 eingreifen. Einer der Lagerböcke, im Ausführungs
beispiel der linke Lagerbock 1, enthält einen Rotationsantrieb 16, der den
Druckzylinder 3 über die Lagerspitze 12 bei der Gravur rotierend antreibt und der
mit dem Steuersignal S4 auf der Leitung 27 gesteuert wird.
Zum Laden des Druckzylinders 3 befindet sich im Maschinenbett 4 zwischen den
Lagerböcken 1, 2 eine Ladevorrichtung 17. Die Ladevorrichtung 17 besteht prinzi
piell aus einer Hebesäule 18 und aus einem am Kopf der Hebesäule 18 senkrecht
zur Zeichenebene verschiebbar gelagerten Transporttisch 19 mit einer prismen
förmigen Zylinderhalterung 20 zur Zwischenablage des Druckzylinders 3 beim La
devorgang. Der Transporttisch 19 kann mittels der Hebesäule 18 und eines Sup
portantriebes 21 aus dem Maschinenbett 4 heraus eine Hubbewegung ausführen.
Der Supportantrieb 21 wird von einem in dem Graviersteuerwerk 11 erzeugten
Steuersignal S3 auf einer Leitung 22 gesteuert. Eine derartige Ladevorrichtung
wird beispielsweise in der DE-A-199 21 139 beschrieben.
Zur Synchronisierung der Gravur mit der Drehbewegung des Druckzylinders 3 ist
an den Rotationsantrieb 16 ein Impulsgeber 23 mechanisch gekoppelt. Der Im
pulsgeber 23 erzeugt einmal pro Zylinderumdrehung immer dann einen elektri
schen Umfangsimpuls UI, wenn sich eine fiktive Nullmarke NM des Impulsgebers
23 unter einem zumindest in Umfangsrichtung ortsfesten Bezugspunkt befindet.
Der Umfangsimpuls UI wird über eine Leitung 24 dem Graviersteuerwerk 11 zu
geführt. Der Druckzylinder 3 weist als Referenzmarke RM in der Hohlachse eine
radiale Zylindernut 26 auf, welche einen Referenzpunkt RP auf dem Umfang des
Druckzylinders 3 markiert. Die Graviermaschine weist eine Erkennungseinrichtung
auf, welche die als Referenzmarke RM dienende Zylindernut 26 in der Lade- und
Einspannphase detektiert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht die Erkennungseinrichtung aus einer
Bildaufnahmeeinrichtung und einer Bildauswertungseinrichtung, mit der die Zylin
dernut 26 und ihre Winkellage erkannt wird. Fig. 2 zeigt die Anordnung der Bild
aufnahmeeinrichtung von der Längsseite der Graviermaschine aus gesehen. In
einem Lagerbock, in Fig. 2 im Lagerbock 1, ist eine Kamera 30 angebracht, vor
zugsweise eine Videokamera oder eine digitale Standbildkamera. Im anderen La
gerbock, in Fig. 2 im Lagerbock 2, ist gegenüberliegend von der Kamera 30 eine
Beleuchtungsquelle 31 angebracht. Die Kamera 30 und die Beleuchtungsquelle
31 liegen auf einer optischen Achse 32, die parallel zur Längsachse der Gravier
maschine verläuft. Die Kamera 30 und die Beleuchtungsquelle 31 sind vorzugs
weise unterhalb oder/und seitlich von den Lagerspitzen 12, 13 angebracht.
Vor dem Einspannen des Zylinders 3 positioniert die Ladevorrichtung 17 den Zy
linder 3 so, daß die Zylinderachse und die optische Achse 32 zusammenfallen und
daß die Kamera 30 durch die Spitzenaufnahme 14 und durch den hohlen Zylinder
3 hindurch bis zur Spitzenaufnahme 15 sehen kann. Die Lagerböcke 1, 2 werden
bis kurz vor die Zylinderstirnseiten verfahren und angehalten. Die Beleuchtungs
quelle 30 wird eingeschaltet und erzeugt einen hellen Hintergrund, gegen den das
dunkle Innere und der Rand der Zylinderöffnung einen deutlichen Kontrast bilden.
Vorzugsweise wird die Kamera 30 auf das gegenüberliegende Ende des Zylinders
3 fokussiert, d. h. auf das "Licht am Ende des Tunnels". Dabei zeigt die Kamera ein
kontrastreiches Bild der gegenüberliegenden Zylinderöffnung, in dem sich die Zy
lindernut 26 deutlich abzeichnet. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Kamera
30 auf die Kamera-seitige Zylinderöffnung zu fokussieren, jedoch kann dann die
nachfolgende Bildauswertung durch Reflexionen von metallischen Oberflächen,
durch Schmutz usw. beeinträchtigt und erschwert werden.
Fig. 3 zeigt das Bild, das die Kamera 30 aufnimmt. Das Bild wird über die Leitung
33 an die Bildauswertungseinrichtung 34 übertragen. Dort wird es in Form von di
gitalen Daten abgespeichert und ausgewertet. Die Auswertung hat das Ziel, die
Winkellage der Zylindernut 26 zu bestimmen. Dazu wird mit bekannten Verfahren
der Mustererkennung die Hell-Dunkel-Kontur 40 im Bild gesucht, und ausgehend
von einem ersten Punkt auf der Hell-Dunkel-Kontur 40 wird die Kontur verfolgt, bis
man zum Ausgangspunkt zurückgekehrt ist. Dabei wird die Kontur 40 daraufhin
untersucht, an welchen Stellen sich die Richtung der Kontur abrupt ändert und um
welchen Winkel sie sich ändert. In dem typischen Bild einer Öffnung mit einer Zy
lindernut 26 sind das die Punkte 41, 42, 43 und 44, an denen sich die Richtung
der Kontur jeweils um 90° ändert. Aus der Lage und Richtung der Konturab
schnitte 41-42, 42-43 und 43-44 kann dann leicht die Winkellage der Zylindernut
26 in einem Koordinatensystem, dessen Ursprung im Bildmittelpunkt liegt, ermittelt
werden.
Nachdem die Winkellage der Zylindernut 26 als Referenzmarke RM des Zylinders
erkannt worden ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, den Gravierlinienstartpunkt GS
bei allen Zylindern so festzulegen, daß er in Bezug auf die Referenzmarke RM mit
dem gleichen umfangsmäßigen Abstand beginnt. Fig. 4 zeigt in einer Ansicht auf
die Stirnseite des Zylinders 3 den Fall, daß die Lagerspitze 12 mit einer Feder 50
versehen ist, die in die Zylindernut 26 eingreifen kann. Dann wird der Antrieb 16
und mit ihm der gekoppelte Impulsgeber 23 langsam so weit gedreht, daß die Fe
der die gleiche Winkellage erhält wie die Zylindernut 26. Nachdem der Zylinder
zwischen die Lagerspitzen 12, 13 gehoben wurde, werden die Lagerböcke 1, 2
weiter zusammengefahren, bis die Feder in die Zylindernut eingreift und der Zylin
der eingespannt ist. Der Umfangsimpuls UI und die mit dem Umfangsimpuls UI
verbundene Nullmartce NM hat dann einen konstanten, durch die verdrehfeste
Montage des Impulsgebers 23 gegebenen Winkelabstand δ1 zur Winkellage der
Feder 50 und damit zu dem mit der Zylindernut 26 verbundenen Referenzpunkt
RP des Zylinders 3. Dann wird der Gravierlinienstartpunkt GS so eingestellt, daß
er mit Bezug auf den Umfangsimpuls UI immer an der gleichen Umfangsposition
beginnt, beispielsweise an der Nullmarke NM (GS1) oder um einen konstanten
Winkelabstand δ2 gegen die Nullmarke NM verschoben (GS2). Im ersten Fall ent
spricht der Gravierlinienstartpunkt GS im zeitlichen Ablauf des Gravierens einer
Gravierlinie dem Zeitpunkt, an dem der Umfangsimpuls UI auftritt, im zweiten Fall
wird der dem Gravierlinienstartpunkt GS entsprechende Zeitpunkt aus dem Um
fangsimpuls UI durch eine dem Winkelabstand δ2 entsprechende zeitliche Verzö
gerung der Gravurdaten eingestellt.
Wenn die Lagerspitze 12 keine Feder hat, die in die Zylindernut 26 eingreift, wird
der Antrieb 16 und mit ihm der Impulsgeber 23 beispielsweise langsam so weit
gedreht, daß die Nullmarke NM die gleiche Winkellage erhält wie die Zylindernut
26. Dann werden die Lagerböcke 1, 2 soweit zusammengefahren, daß die Lager
spitzen 12, 13 den Zylinder 3 in den Spitzenaufnahmen 14, 15 festklemmen. Dazu
sind die Lagerspitzen und die Spitzenaufnahmen beispielsweise konisch geformt.
Fig. 5 zeigt dazu die umfangsmäßige Lage des Referenzpunktes RP, der Nullmar
ke NM und der Gravierlinienstartpunkte GS1 bzw. GS2. In diesem Fall liegen die
mit dem Umfangsimpuls UI verbundene Nullmarke NM und der mit der Zylindernut
verbundene Referenzpunkt RP aufeinander. Der Gravierlinienstartpunkt GS kann
wieder so eingestellt werden, daß er an der Nullmarke NM beginnt (GS1) oder um
einen konstanten Winkelabstand δ2 gegen die Nullmarke NM verschoben ist
(GS2).
Als weitere Alternative kann der Antrieb 16 und mit ihm der Impulsgeber 23 vor
dem Einspannen des Zylinders 3 so gedreht werden, daß die mit dem Umfangsim
puls UI verbundene Nullmarke NM in eine mit der Graviermaschine fest verbunde
ne Bezugsrichtung zeigt, beispielsweise nach unten (Fig. 6). Durch eine von Zy
linder zu Zylinder unterschiedlich eingestellte Zeitverzögerung der Gravurdaten
wird dann der Gravierlinienstartpunkt GS gegenüber der Nullmarke NM um einen
individuellen Winkelabstand δ3 so verschoben, daß er auf dem mit der Zylindernut
26 verbundenen Referenzpunkt RP liegt (GS1), oder er wird noch weiter um einen
konstanten Winkelabstand δ4 gegen den Referenzpunkt RP verschoben (GS2).
Claims (12)
1. Verfahren zur Gravur von Druckzylindern in einer elektronischen Gravierma
schine, bei dem
ein zu gravierender Druckzylinder (3) in die Graviermaschine geladen und durch einen Rotationsantrieb (16) angetrieben wird,
ein mit der Drehbewegung des Druckzylinders (3) gekoppelter Impulsgeber (23) bei jeder Zylinderumdrehung in einer bestimmten Drehposition gegen über einer bezüglich der Zylinderdrehung ortsfesten Bezugsachse einen Umfangsimpuls (UI) erzeugt, welcher eine Nullmarke (NM) am Umfang des Druckzylinders (3) definiert,
ein Gravierorgan den rotierenden Druckzylinder (3) graviert, wobei bei jeder Zylinderumdrehung eine Gravierlinie an einem Gravierlinienstaripunkt (GS) beginnt, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Druckzylinder (3) als Referenzmarke (RM) eine Zylindernut (26) auf weist, welche einen Referenzpunkt (RP) am Umfang des Druckzylinders (3) markiert,
vor dem Laden des Druckzylinders (3) mit einer Bildaufnahmeeinrichtung (30) und einer Bildauswerteeinrichtung (34) die Winkellage der Zylindernut (26) jedes Druckzylinders (3) gegenüber einer bezüglich der Gravierma schine ortsfesten Bezugsachse erkannt wird, und
nach dem Laden des Druckzylinders (3) der Gravierlinienstartpunkt (GS) aufgrund der erkannten Winkellage der Zylindernut (26) so festgelegt wird, daß bei allen Druckzylindern (3) eines Farbsatzes jeweils der Winkelab stand zwischen dem Referenzpunkt (RP) und dem Gravierlinienstartpunkt (GS) gleich ist.
ein zu gravierender Druckzylinder (3) in die Graviermaschine geladen und durch einen Rotationsantrieb (16) angetrieben wird,
ein mit der Drehbewegung des Druckzylinders (3) gekoppelter Impulsgeber (23) bei jeder Zylinderumdrehung in einer bestimmten Drehposition gegen über einer bezüglich der Zylinderdrehung ortsfesten Bezugsachse einen Umfangsimpuls (UI) erzeugt, welcher eine Nullmarke (NM) am Umfang des Druckzylinders (3) definiert,
ein Gravierorgan den rotierenden Druckzylinder (3) graviert, wobei bei jeder Zylinderumdrehung eine Gravierlinie an einem Gravierlinienstaripunkt (GS) beginnt, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Druckzylinder (3) als Referenzmarke (RM) eine Zylindernut (26) auf weist, welche einen Referenzpunkt (RP) am Umfang des Druckzylinders (3) markiert,
vor dem Laden des Druckzylinders (3) mit einer Bildaufnahmeeinrichtung (30) und einer Bildauswerteeinrichtung (34) die Winkellage der Zylindernut (26) jedes Druckzylinders (3) gegenüber einer bezüglich der Gravierma schine ortsfesten Bezugsachse erkannt wird, und
nach dem Laden des Druckzylinders (3) der Gravierlinienstartpunkt (GS) aufgrund der erkannten Winkellage der Zylindernut (26) so festgelegt wird, daß bei allen Druckzylindern (3) eines Farbsatzes jeweils der Winkelab stand zwischen dem Referenzpunkt (RP) und dem Gravierlinienstartpunkt (GS) gleich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildaufnah
meeinrichtung (30) eine Kamera ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bild
aufnahmeeinrichtung (30) auf eine Stirnseite des Druckzylinders (3) fokussiert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bild
aufnahmeeinrichtung (30) durch die Hohlachse des Druckzylinders (3) auf die
Zylinderöffnung der gegenüberliegenden Stirnseite fokussiert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bildauswerteeinrichtung (34) die Form der Zylinderöffnung analysiert und
daraus die Lage der Zylindernut (26) erkennt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Laden des Druckzylinders (3) der Impulsgeber (23) und der Druckzy
linder (3) relativ zueinander gedreht werden, bis die Nullmarke (NM) und der
Referenzpunkt (RP) einen für alle Druckzylinder (3) eines Farbsatzes gleichen
Winkelabstand (δ1) haben.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gravierlinien
startpunkt (GS) so festgelegt wird, daß er einen für alle Druckzylinder (3) ei
nes Farbsatzes gleichen Winkelabstand (δ2) zur Nullmarke (NM) hat.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Laden des Druckzylinders (3) der Impulsgeber (23) und der Druck zylinder (3) relativ zueinander gedreht werden, bis die Nullmarke (NM) in eine mit der Graviermaschine fest verbundene Bezugsrichtung weist, und
der Gravierlinienstartpunkt (GS) für jeden Druckzylinder individuell um ei nen Winkelabstand (δ3) so verschoben wird, daß er auf dem Referenzpunkt (RP) liegt.
vor dem Laden des Druckzylinders (3) der Impulsgeber (23) und der Druck zylinder (3) relativ zueinander gedreht werden, bis die Nullmarke (NM) in eine mit der Graviermaschine fest verbundene Bezugsrichtung weist, und
der Gravierlinienstartpunkt (GS) für jeden Druckzylinder individuell um ei nen Winkelabstand (δ3) so verschoben wird, daß er auf dem Referenzpunkt (RP) liegt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gravierlinien
startpunkt (GS) so festgelegt wird, daß er einen für alle Druckzylinder (3) ei
nes Farbsatzes gleichen Winkelabstand (δ4) zum Referenzpunkt (RP) hat.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß
der Druckzylinder (3) in einer Ladevorrichtung (17) der Graviermaschine abgelegt wird, und
der Impulsgeber (23) gegenüber dem auf der Ladevorrichtung (17) ruhen den Druckzylinder (3) gedreht wird.
der Druckzylinder (3) in einer Ladevorrichtung (17) der Graviermaschine abgelegt wird, und
der Impulsgeber (23) gegenüber dem auf der Ladevorrichtung (17) ruhen den Druckzylinder (3) gedreht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gravierlinienstartpunkt (GS) aus dem Umfangsimpuls (UI) abgeleitet
wird.
12. Graviermaschine zur Gravur von Druckzylindern, bestehend aus
einem Rotationsantrieb (16) für den Druckzylinder (3),
Lagerböcken (1, 2) zur rotatorischen Lagerung des Druckzylinders (3) mit Lagerspitzen (12, 13) für den Druckzylinder (3), wobei eine Lagerspitze (12) mit dem Rotationsantrieb (16) verbunden ist,
einer Ladevorrichtung (17) zur Zwischenablage des Druckzylinders (3),
einem mit dem Rotationsantrieb (16) gekoppelten Impulsgeber (23), wel cher bei jeder Zylinderumdrehung in einer bestimmten Drehposition gegen über einer bezüglich der Zylinderumdrehung ortsfesten Bezugsachse einen Umfangsimpuls (UI) erzeugt, welcher eine Nullmarke (NM) am Umfang des Druckzylinders (3) definiert, und
einem Gravierorgan, mit dem der Druckzylinder (3) in jeder Zylinderumdre hung beginnend bei einem Gravierlinienstartpunkt (GS) graviert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeder zu gravierende Druckzylinder (3) als Referenzmarke (RM) eine Zylin dernut (26) aufweist, welche einen Referenzpunkt (RP) am Umfang des Druckzylinders (3) markiert,
eine Bildaufnahmeeinrichtung (30) und eine Bildauswerteeinrichtung (34) vorhanden sind, mit denen vor dem Laden des Druckzylinders (3) die Win kellage der Zylindernut (26) jedes Druckzylinders (3) gegenüber einer be züglich der Graviermaschine ortsfesten Bezugsachse erkannt wird, und
der Gravierlinienstartpunkt (GS) nach dem Laden des Druckzylinders (3) aufgrund der erkannten Winkellage der Zylindernut (26) so festlegbar ist, daß bei allen Druckzylindern (3) eines Farbsatzes jeweils der Winkelab stand zwischen dem Referenzpunkt (RP) und dem Gravierlinienstartpunkt (GS) gleich ist.
einem Rotationsantrieb (16) für den Druckzylinder (3),
Lagerböcken (1, 2) zur rotatorischen Lagerung des Druckzylinders (3) mit Lagerspitzen (12, 13) für den Druckzylinder (3), wobei eine Lagerspitze (12) mit dem Rotationsantrieb (16) verbunden ist,
einer Ladevorrichtung (17) zur Zwischenablage des Druckzylinders (3),
einem mit dem Rotationsantrieb (16) gekoppelten Impulsgeber (23), wel cher bei jeder Zylinderumdrehung in einer bestimmten Drehposition gegen über einer bezüglich der Zylinderumdrehung ortsfesten Bezugsachse einen Umfangsimpuls (UI) erzeugt, welcher eine Nullmarke (NM) am Umfang des Druckzylinders (3) definiert, und
einem Gravierorgan, mit dem der Druckzylinder (3) in jeder Zylinderumdre hung beginnend bei einem Gravierlinienstartpunkt (GS) graviert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeder zu gravierende Druckzylinder (3) als Referenzmarke (RM) eine Zylin dernut (26) aufweist, welche einen Referenzpunkt (RP) am Umfang des Druckzylinders (3) markiert,
eine Bildaufnahmeeinrichtung (30) und eine Bildauswerteeinrichtung (34) vorhanden sind, mit denen vor dem Laden des Druckzylinders (3) die Win kellage der Zylindernut (26) jedes Druckzylinders (3) gegenüber einer be züglich der Graviermaschine ortsfesten Bezugsachse erkannt wird, und
der Gravierlinienstartpunkt (GS) nach dem Laden des Druckzylinders (3) aufgrund der erkannten Winkellage der Zylindernut (26) so festlegbar ist, daß bei allen Druckzylindern (3) eines Farbsatzes jeweils der Winkelab stand zwischen dem Referenzpunkt (RP) und dem Gravierlinienstartpunkt (GS) gleich ist.
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|---|---|---|---|
| DE2001107192 DE10107192B4 (de) | 2001-02-16 | 2001-02-16 | Verfahren zur Gravur von Druckzylindern |
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE10107192B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2050565A2 (de) | 2007-10-18 | 2009-04-22 | HELL Gravure Systems GmbH & Co. KG | Verfahren und Vorrichtung zur Bereitstellung von Flexodruckformen |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19743943A1 (de) * | 1997-10-04 | 1999-04-29 | Roland Man Druckmasch | Druckmaschine mit einer Vorrichtung zur Kompensation von Fehlern bei der Bebilderung eines Formzylinders |
| DE19841602A1 (de) * | 1998-09-11 | 2000-03-16 | Heidelberger Druckmasch Ag | Verfahren zur Gravur von Druckzylindern |
| DE10003288A1 (de) * | 2000-01-27 | 2001-08-02 | Heidelberger Druckmasch Ag | Verfahren zur Gravur von Druckzylindern |
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2001
- 2001-02-16 DE DE2001107192 patent/DE10107192B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
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| DE102007050339A1 (de) | 2007-10-18 | 2009-04-23 | Hell Gravure Systems Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Bereitstellung von Flexodruckformen |
| DE102007050339B4 (de) * | 2007-10-18 | 2009-10-08 | Hell Gravure Systems Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung zur Bereitstellung von bebilderten oder von bebilderten und unbebilderten Flexodruckzylindern und / oder Flexodruckhülsen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10107192B4 (de) | 2005-03-10 |
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