DE10111427A1 - Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma - Google Patents

Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma

Info

Publication number
DE10111427A1
DE10111427A1 DE10111427A DE10111427A DE10111427A1 DE 10111427 A1 DE10111427 A1 DE 10111427A1 DE 10111427 A DE10111427 A DE 10111427A DE 10111427 A DE10111427 A DE 10111427A DE 10111427 A1 DE10111427 A1 DE 10111427A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cleaning
low pressure
pressure plasma
treatment
reactor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10111427A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Wandke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde GmbH filed Critical Linde GmbH
Priority to DE10111427A priority Critical patent/DE10111427A1/de
Publication of DE10111427A1 publication Critical patent/DE10111427A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M10/00Physical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, e.g. by ultrasonic waves, corona discharge, irradiation, electric currents or magnetic fields; Physical treatment combined with treatment with chemical compounds or elements
    • D06M10/02Sonic or ultrasonic waves; Corona discharge
    • D06M10/025Corona discharge or low temperature plasma
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B19/00Treatment of textile materials by liquids, gases or vapours, not provided for in groups D06B1/00 - D06B17/00
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B21/00Successive treatments of textile materials by liquids, gases or vapours
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M23/00Treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, characterised by the process
    • D06M23/10Processes in which the treating agent is dissolved or dispersed in organic solvents; Processes for the recovery of organic solvents thereof
    • D06M23/105Processes in which the solvent is in a supercritical state

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reinigung und Behandlung von Textilien, Garnen und vergleichbaren Materialien und/oder Oberflächen. Erfindungsgemäß wird die Reinigung mit einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel und zu dieser Reinigung vor-, zwischen- und/oder nachgeschaltet eine Niederdruckplasmabehandlung, z. B. Veredelung, ein Färbeprozess, ein Beschichten usw., durchgeführt. Die Reinigung und die Behandlung im Niederdruckplasma können in (demselben) Reaktor erfolgen. Als Reinigungsmittel wird bevorzugt verflüssigtes und/oder überkritisches Kohlendioxid eingesetzt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung und ggf. zusätzlicher Behandlung von Textilien, Garnen und vergleichbaren Materialien und/oder Oberflächen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Behandlung und Reinigung von Textilien, Garnen und vergleichbaren Materialien und/oder Oberflächen Behandlung im Niederdruckplasma.
Für die Reinigung und Veredelung von Textilien sind zahlreiche Verfahren bekannt. Bei einer Gruppe von Verfahren zur Reinigung kommt ein wäßriges Medium mit entspre­ chenden Zusätzen als Ersatz von FCKW oder FKW zum Einsatz. Dieser Verfahrens­ gruppe haften die Nachteile an, dass einerseits die wäßrigen Lösungen eine aufwen­ dige Spül- und Trocknungstechnologie erforderlich machen und dass andererseits eine in der Regel sehr aufwendige und damit teure Abwasserbehandlung erforderlich ist. Eine andere Gruppe benutzt FW oder Pen als Reinigungs- und Lösungsmittel. Diese sind umweltschädigend und für bestimmte Veredelungsmaßnahmen unbrauchbar.
Um diese beschriebenen Nachteile zu beseitigen, wurden auch kombinierte Verfahren entwickelt, bei denen beispielsweise der Trocknungs- und Spülprozess mit einem Alkohol erfolgt oder dem Waschprozess ein Vakuum-Trocknungsverfahren nachge­ schaltet wird, wodurch ebenfalls die Restverunreinigung herabgesetzt wird.
Es wurde auch eine Variante eines Kombinationsverfahrens getestet, bei der dem wäßrigen Reinigungsprozess eine Behandlung im Niederdruckplasma nachgeschaltet wird. Bei dieser Verfahrensvariante erfolgt zwangsläufig eine Vakuumtrocknung, wobei das Vakuum aber gleichzeitig als Prozessdruck für die Erzeugung eines Niederdruck­ plasmas genutzt wird.
Die Behandlung im Niederdruckplasma mit speziellen Gaszusammensetzungen ist an sich bekannt.
Die beschriebene Verfahrensvariante weist aber dennoch Nachteile auf: Es resultieren ein hoher energetischer und apparativer Aufwand für die Trocknung. Außerdem können nicht alle Rückstände im Vakuum und Plasma abgebaut werden.
Unabhängig davon ist als Reinigungsverfahren und Veredelungsverfahren für verschie­ denartige Materialien und Textilien die Behandlung mit verflüssigten oder überkriti­ schen Gasen wie beispielsweise Kohlendioxid bekannt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein alternatives und in der Regel verbessertes Verfahren und eine ebensolche Vorrichtung der eingangs genannten Art aufzuzeigen. Insbesondere sollte ggf. zusätzlich das Reinigungs- Veredelungsverfahren ermöglichen, dass die Menge an benötigtem Reinigungsmittel verhältnismäßig gering ist, der energetische Aufwand klein ist, die Umweltbelastung herabgesetzt wird, eine hohe Reinigungswirkung erzielbar ist und der hohe Aufwand für die umweltgerechte Waschlaugenaufarbeitung entfällt.
Diese Aufgabe wird für das Verfahren dadurch gelöst, dass die Reinigung mit mindestens einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel durchgeführt wird und zu dieser Reinigung vor-, zwischen- und/oder nachgeschaltet eine Behandlung im Niederdruckplasma erfolgt.
Entscheidend ist, dass mit der Erfindung nunmehr die Möglichkeit besteht, die Textilreinigung ggf. mit einer Textilveredelung und eine integrierte Behandlung im Niederdruckplasma in Kombination (unmittelbare Abfolge der Prozesse) durch­ zuführen. Insbesondere kann in einer Kombination einer Reinigung/Veredelung auf der einen Seite mit einer Nach- oder Zwischenbehandlung durch Feinst- bzw. Nach­ reinigen, Aktivieren, Veredeln, Benetzen und/oder Beschichten auf der anderen Seite ein material- und umweltschonendes Reinigungsverfahren für die unterschiedlichsten Textilien und Bekleidungsstücke mit höchsten Anforderungen an die Reinheit gewähr­ leistet werden, wobei der vorherige Verschmutzungsgrad eine untergeordnete Rolle spielt, und die Oberfläche des Materials gleichzeitig oder unmittelbar nachfolgend einer der beschriebenen Behandlungen unterzogen werden.
Die Behandlung im Niederdruckplasma kann insbesondere eine Veredelung, einen Färbeprozess, eine Aktivierung, ein Beschichten, eine weitere Reinigung und der­ gleichen umfassen. Zusätzlich wird mit einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel zumindest eine Reinigung durchgeführt. Dazu eignen sich Kohlendioxid, Helium, Argon, Krypton, Xenon, Stickoxide wie Distickstoffmonoxid, Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan, Hexan, Ethylen und Propylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Trifluormethan, Tetrafluormethan, Chlordifluormethan und Perfluorpropan, Halogenschwefelverbindungen wie Schwefelhexafluorid und Mischungen der vorgenannten Gase.
Die Behandlung im Niederdruckplasma besitzt den Vorteil, dass die Textiloberfläche (Fadenoberfläche) nicht nur durch die zielgerichtete Behandlung im Plasma mit einer speziellen Gaszusammensetzung behandelt (insbesondere nachbehandelt), sondern auch veredelt wird oder dass vor allem die integrierte (zwischengeschaltete) oder nachgeschaltete Plasmabehandlung völlig neue Verfahren und Eigenschaften zulas­ sen. Die Veredelung kann beispielsweise eine Schichtbildung, eine Oberflächenoxida­ tion oder auch nur eine einfache Aktivierung der Grenzmoleküllage sein, welche die Benetzung und/oder Haftfestigkeit verbessert.
Im Rahmen der Erfindung werden unter einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas Gase bzw. Gasgemische mit einer oder mit mehreren verflüssigten oder überkriti­ schen Komponente(n) oder mit jeweils einer oder mehreren verflüssigten und überkriti­ schen Komponente(n) verstanden. Es werden also auch Gas-/Dampfgemische um­ fasst, die sowohl eine (oder mehrere) Gaskomponente in verflüssigtem Zustand als auch eine (oder mehrere) Gaskomponente in überkritischem Zustand enthalten oder eine oder mehrere der Komponenten aus der Flüssigkeitsphase dampfförmig zugegeben werden.
Die Erfindung basiert auf der Idee der Reinigung in flüssigen bzw. überkritischen Gasen in Kombination mit einer Behandlung im Niederdruckplasma beispielsweise als Feinreinigung, Aktivierung und/oder Veredelung. Überraschenderweise hat sich näm­ lich gezeigt, dass sich die Reinigung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen als Reinigungsmittel in idealer Weise mit einer Nachbehandlung im Niederdruckplasma ergänzt, dass durch eine vorgelagerte Plasmabehandlung sowohl der Reinigungs-, aber vor allem Veredelungs- und Färbeprozesse besonders positiv beeinflusst (bessere Haftung, bessere Benutzung, usw.) werden und nachfolgende Plasmapro­ zesse den erreichten Status stabilisieren und bis zu einem gewissen Grad konser­ vieren.
Die Aufgabe wird für die Vorrichtung dadurch gelöst, dass die Vorrichtung einen Reaktor umfasst, in dem die Reinigung mit zumindest einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel durchgeführt wird und die Behandlung im Niederdruckplasma erfolgt.
Der apparative Aufwand läßt sich insbesondere dadurch verringern, dass die Reini­ gung und die Behandlung im Niederdruckplasma in einem einzigen Reaktor durch­ geführt werden und - bedingt durch die Eigenschaften verflüssigter und überkritischer Gase - kein aufwendiger Trocknungsprozess erforderlich ist.
Als Reinigungsmittel können dem erfindungsgemäßen Verfahren alle dafür geeigneten Gase in verflüssigtem und/oder überkritischem Zustand verwendet werden. Beispiele für derartige Gase sind Kohlendioxid, Helium, Argon, Krypton, Xenon, Stickoxide wie Distickstoffmonoxid (N2O), Kohlenwasserstoff wie Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan, Hexan, Ethylen und Propylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Trifluor­ methan, Tetrafluormethan, Chlordifluormethan und Perfluorpropan, Halogenschwefel­ verbindungen wie Schwefelhexafluorid (SF6) und Mischungen der vorgenannten Gase. Bei der Wahl des Reinigungsmittels können die Art der behandelten Textilien und Gewebe und/oder die Art der Verunreinigung bzw. der Art der gewünschten Verede­ lung berücksichtigt werden. Als Reinigungsmittel wird wegen seiner Eigenschaften bevorzugt Kohlendioxid eingesetzt.
Erfindungsgemäß können dem als Behandlungsmedium verwendeten verflüssigten und/oder überkritischen Gas die Wirkung fördernde oder erhöhende Zusätze wie beispielsweise Tenside, Enzyme, Emulgatoren und/oder Detergentien zugesetzt werden.
Bei der erfindungsgemäßen Kombination von der Behandlung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen mit vorgelagerter, zwischenseitlicher und/oder nachfolgender Behandlung im Niederdruckplasma lassen sich völlig neue, oder die gewünschte Behandlung auch nur verstärkende bzw. beschleunigende Effekte erreichen. Durch die Niederdruckplasmabehandlung läßt sich der Grad der Reinigung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen über das bisher erreichte Maß weiter deutlich verbessern. Dadurch, dass im erfindungsgemäßen Verfahren kein Trocknen erforderlich ist, ermöglicht die Erfindung, dass nach der Behandlung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen durch Entspannung kombiniert mit einem kurzen Evakuierungsprozess der für die Niederdruckplasmabehandlung erforderliche Druck erreicht wird. Dies wirkt sich für das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere energetisch günstig aus.
Mit Vorteil ist der Reaktor für die Reinigung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen und der Behandlung im Niederdruckplasma für einen Druck ausgelegt, dessen Wert zwischen 30 und 500 bar (vorzugsweise zwischen 40 und 450 bar) liegt. Damit wird sichergestellt, dass Festigkeitsprobleme für den Reaktor nicht auftreten und der Reaktor aber auch gleichzeitig vakuumdicht ist.
Die Reinigung mit verflüssigten und/oder überkritischen Gasen kann durch Einbringen von Schall- und/oder Strahlungsenergie unterstützt werden. So kann Ultraschall zum Beispiel mit einer Frequenz zwischen 5 und 100 vorgesehen sein. Als Strahlung eignet sich insbesondere UV-Strahlung beispielsweise mit einer Frequenz zwischen 180 und 300 nm.
Als Prozessgase für die Behandlung im Niederdruckplasma können grundsätzlich alle für diesen Zweck bekannten Gase verwendet werden. Vor allem eignen sich Sauer­ stoff, Wasserstoff, Stickstoff, Argon, Kohlendioxid, Helium, Methan, Tetrafluormethan, Luft und Gemische der vorgenannten Gase, sowie ggf. spezielle metallorganische Verbindungen als Dämpfe insbesondere zur Schichtbildung. Die Prozessgase können ferner halogenierte Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise CF4, HCF3 oder H2C2F4 und/oder Halogenschwefelverbindungen wie SF5 enthalten, wie sie zur Schichtbildung verwendet werden. Spezialgase und entsprechende Flüssigkeitsdämpfe sind ebenfalls möglich.
Bei der Behandlung im Niederdruckplasma können die Anregungsfrequenzen über Stab- oder Flächenantennen eingeleitet werden. Frequenzen im MHz- oder KHz- Bereich werden bevorzugt. Als Beispiele können die Radiofrequenz von 13,56 MHz oder Hochfrequenzen mit 20 oder 40 KHz genannt werden.
Die erfindungsgemäße Kombination aus einer material- und umweltschonenden Behandlung mit verflüssigtem und/oder überkritischem Gas als Reinigungsmittel und einer Behandlung im Niederdruckplasma zur Feinreinigung Aktivierung, Veredelung, Benetzung und/oder Beschichtung der textilen Faser oder Oberfläche liefert außer­ ordentlich hohe Reinigungsgrade (praktisch unabhängig vom vorherigen Verschmut­ zungsgrad), hohe Farbechtheit, hohe Festigkeiten, gute schmutz- und feuchtigkeits­ abweisende Eigenschaften, wobei Nachteile des Standes der Technik, nämlich die einer hohen Verbrauchsmenge an Behandlungsmedium, einer hohen Umweltbe­ lastung, einer geminderten Reinigungswirkung und eines hohen Aufwandes für die umweltgerechte Waschlaugenaufarbeitung vermieden werden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung angegeben.
Textilien werden in eine Waschmaschine (Trommel) gegeben, der Behandlungs­ behälter wird geschlossen und eine Vakuumpumpe erzeugt im Behälter einen Unterdruck von 0,1 mbar. Nach Erreichen des Drucks wird der Behälter mit O2 als Plasmagas auf einen Druck von 0,5 mbar gebracht, wobei ein konstanter Duckfluss von 10 l Gas pro Stunde eingestellt wird. Bei drehen der Trommel erfolgt 3 bis 5 min eine Plasmabehandlung, nachdem eine Erregungsmaschine (Generator) zugeschaltet wurde. Nach der Behandlung wird der Behälter etwa auf 1/3 seines Volumens mit flüssigem CO2 und entsprechenden Zusätzen geflutet. Die Temperatur liegt zwischen 5 und 15°C, der Druck entsprechend der Dampfdruckkurve um 50 bar. Der Wasch- bzw. Behandlungsvorgang dauert etwa 10 min. danach erfolgt ein Entspannen und Evakuieren auf erneut 0,1 bar.
Zur Verbesserung der Schmutz- und Feuchtigkeitsabweisung wird der Behälter mit einem speziellen Gasgemisch bestehend aus CF4, H2, SiF4, Hr, auf 0,8 mbar aufgefüllt und die Textilien bei drehender Trommel einer etwa 3 min dauernden Plasmabehand­ lung (gleicher Generator wie bei der Vorbehandlung) unterzogen. Die Textilien werden nach der Behandlung mit Luft gespült und anschließend der Trommel entnommen.
Der erste Plasmavorgang diente der Verbesserung der Dampfwirkung und der nach­ geschaltete der Veredelung der Textilien. Auf ähnliche Art und Weise können z. B. verbesserte umweltfreundliche Färbeprozesse durchgeführt werden.

Claims (9)

1. Verfahren zur Reinigung von Textilien, Garnen und vergleichbaren Materialien und/oder Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung mit mindestens einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel durchgeführt wird und zu dieser Reinigung vor-, zwischen- und/oder nachgeschaltet eine Behandlung im Niederdruckplasma erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Behandlungen in einem Reaktor durchgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Reinigungs­ mittel Kohlendioxid, Helium, Argon, Krypton, Xenon, Stickoxide wie Distickstoff­ monoxid, Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan, Hexan, Ethylen und Propylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Trifluormethan, Tetra­ fluormethan, Chlordifluormethan und Perfluorpropan, Halogenschwefelverbindun­ gen wie Schwefelhexafluorid und Mischungen der vorgenannten Gase verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Reinigung mit verflüssigtem und/oder überkritischem Gas durch Entspannen der für die Niederdruckplasmabehandlung erforderliche Druck erreicht wird, ohne dass eine Druckerhöhung stattfindet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessgase für die Behandlung im Niederdruckplasma Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Argon, Kohlendioxid, Helium, Methan, Tetrafluormethan, Luft und Gemische der vorgenannten Gase, sowie ggf. spezielle metallorganische Verbindungen als Dämpfe eingesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessgase bevorzugt zusätzlich halogenierte Kohlenwasserstoffe und/oder Halogenschwefelverbindungen wie Schwefelhexafluorid enthalten.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung im Niederdruckplasma bei einem Druck 0,001 bis 200 mbar, vorzugsweise von 0,1 bis 10 mbar, besonders bevorzugt von 0,5 bis 1 mbar erfolgt.
8. Vorrichtung zur Reinigung von Textilien, Garnen und vergleichbaren Materialien und/oder Oberflächen und zusätzlicher Behandlung im Niederdruckplasma, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Reaktor umfasst, in dem die Reinigung mit zumindest einem verflüssigten und/oder überkritischen Gas als Reinigungsmittel durchgeführt wird und die Behandlung im Niederdruckplasma erfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktor für einen Druck zwischen 30 bar und 500 bar, vorzugsweise zwischen 40 und 450 bar ausgelegt ist.
DE10111427A 2001-03-09 2001-03-09 Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma Withdrawn DE10111427A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10111427A DE10111427A1 (de) 2001-03-09 2001-03-09 Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10111427A DE10111427A1 (de) 2001-03-09 2001-03-09 Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10111427A1 true DE10111427A1 (de) 2002-09-12

Family

ID=7676901

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10111427A Withdrawn DE10111427A1 (de) 2001-03-09 2001-03-09 Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10111427A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008040486A1 (de) 2008-07-17 2010-01-21 Evonik Goldschmidt Gmbh Verwendung von ionischen Flüssigkeiten als Zusatzstoff für Reinigungsverfahren in verflüssigtem und/oder überkritischem Gas
EP3470573A1 (de) 2017-10-16 2019-04-17 Werner & Mertz GmbH Verfahren zur herstellung eines textilen artikels mit hydrophobierter textiler oberfläche durch plasmabehandlung und nasschemische behandlung
CN120844264A (zh) * 2025-09-23 2025-10-28 石狮市六六八纺织科技有限公司 一种高弹涤仿棉混纺的机织运动面料及其制备方法

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008040486A1 (de) 2008-07-17 2010-01-21 Evonik Goldschmidt Gmbh Verwendung von ionischen Flüssigkeiten als Zusatzstoff für Reinigungsverfahren in verflüssigtem und/oder überkritischem Gas
EP2147969A1 (de) 2008-07-17 2010-01-27 Evonik Goldschmidt GmbH Verwendung von ionischen Flüssigkeiten als Zusatzstoff für Reinigungsverfahren in verflüssigtem und/oder überkritischem Gas
EP3470573A1 (de) 2017-10-16 2019-04-17 Werner & Mertz GmbH Verfahren zur herstellung eines textilen artikels mit hydrophobierter textiler oberfläche durch plasmabehandlung und nasschemische behandlung
WO2019076823A1 (de) 2017-10-16 2019-04-25 Werner & Mertz Gmbh Verfahren zur herstellung eines textilen artikels mit hydrophobierter textiler oberfläche durch plasmabehandlung und nasschemische behandlung
CN120844264A (zh) * 2025-09-23 2025-10-28 石狮市六六八纺织科技有限公司 一种高弹涤仿棉混纺的机织运动面料及其制备方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69327003T2 (de) Verflüssigte/überkritische reinigung mit verminderten schäden von polymer
DE60211007T2 (de) Chemischreinigungsverfahren
US20160186321A1 (en) Treatment of fibrous materials using atmospheric pressure plasma polymerization
DE69112417T2 (de) Behandlung von textilfasern und vorrichtung zu dieser behandlung.
DE69432785T2 (de) Reinigungsschaumzusammensetzungen und Verfahren zum Behandeln von Textilien
DE4128256C1 (de)
DE19903243A1 (de) Kombinierte Reinigung und Niederdruckplasmabehandlung
DE19616776C1 (de) Verfahren zur Antifilz-Ausrüstung von Wollmaterial mit Hilfe einer Niedertemperatur-Plasmabehandlung
KR101222273B1 (ko) 코로나 방전을 이용하여 직물 재료를 연속적 및 반-연속적으로 처리하는 방법
WO2014090755A1 (de) Reinigungsvorrichtung und verfahren zur reinigung von gegenständen mit wasser
DE10111427A1 (de) Textilreinigung und Textilbehandlung im Niederdruckplasma
EP0559609B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Mehrfarben- oder Hell-Dunkel-Effekten
DE60208421T2 (de) Chemisches reinigungsverfahren
DE69614709T2 (de) Verfahren zum waschen von flaschen
CN110306315A (zh) 一种超细纤维合成革的基布后加工工艺
EP3430191B1 (de) Verfahren zum waschen von geweben
CN105905077B (zh) 一种汽车漆面的清洁方法、组件及清洁装置
EP0241567B1 (de) Verfahren zum Waschen von Wäschestücken aus Wolle
DE4320388A1 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von zu lackierenden Oberflächen von Kunststoffteilen
DE102005011887A1 (de) Verfahren zum Reinigen von Oberflächen
Jovančić et al. The influence of surface modification on related functional properties of wool and hemp
DE60127849T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum entfetten
DE102023136302A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur reinigung von wäsche sowie verfahren und vorrichtung zur herstellung von plasmaaktivierter flüssigkeit
WO2001098555A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen eines pvd- oder cvd-reaktors sowie von abgasleitungen desselben
JPH01239179A (ja) 繊維構造物の深色加工法

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: LINDE AG, 80807 MUENCHEN, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20121002